nungen im Betrage von 7000 Pfund, für Bagdad eine an⸗
2500
rokko abhängigen Kriegsschauplätzen— wird einem Divi⸗
Joffre, Oberbefehlshaber der Nordostarmeen, wird zum
dringende Geschäfte in Europa haben, Pässe auszustellen. Man
Pazifischen Ozean mit Vorräten und Kohlen, die amerikanischen
bout sehr england⸗Areundliche Ne der Versenkung des Dampfers„Ancona“ einen für die britische
Dunch Deutch
die britische Flotte allein es gewesen sei, die Deutschland ge⸗
meldet: Der griechische Dampfer„Zarifis“ ist ver⸗
lands sind in der ö 2155 gewaltige geit, die wir durchl
Stadthaus stattfindenden Versammlung von Vertretern der Bürgerschaft, Behörden, Vereinen usw. zu erörtern.“
richt in einem Teile der Bürgerschafl mil Zustimmung be⸗
RI
auf ein feindliches Dorpedoboot, das am Nordufer der Bucht von Saros, drei Kilometer westlich von Kap Iridsche strandete. Am 1. Dezember warf der Feind, ohne Schaden anzurichten, Bomben auf das Spitalschiff„Reschid Pascha“, das durch seine Gestalt und Farbe, sowie durch sichtbare Zeichen auch dem Feinde als Spitalschiff kenntlich ist. An den anderen Fronten leine Veränderung. Siegesfreude in Konstantinopel. Nonstantinopel, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die Nachricht von dem Siege der Türken über die Engländer in Mesopotamien, die gestern um die Mittagsstunde bekannt wurde, rief in der ganzen Stadt großen Jubel hervor. „Die Häuser legten sofort Flaggenschmuck an.— Die Bevölke⸗ rung von Bagdad hat unverweilt eine Sammlung zugunsten der Verwundeten eingeleitet. Die erste Liste enthält Zeich⸗
sehnliche Summe.— Ergänzenden Nachrichten zufolge sind drei englische Motorboote beschädigt worden; ein Motorboot sank.— Unter der Beute befinden sich auch Fahnen. Die„Times“ über die englische Niederlage bei Bagdad.
London, 3. Dez.(WTB Nichtamtlich,) Die„Times“ sagt in einem Leitartiel: Die letzten Nachrichten über die Schlacht bei Ktesiphon ermutigen nicht zu der Hoff⸗ nung auf einen baldigen Vormarsch auf Bagdad. Die briti⸗ schen Verluste waren stark. Die Verwundeten wurden auf
geschätzt; die Zahl der Gefangenen wird nicht ver⸗ öffentlicht. 8
Das Oberkommando der französischen Armee.
Paris, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Infolge eines Berichtes des Kriegsministers Gallien i unterzeichnete der Präsident der Republik folgende zwei Erlasse: Erstens, Artikel eins: Der Oberbefehl über die nationalen Armeen— mit Ausnahme der Streitkräfte auf den vom Kolonialminister, dem Oberbefehlshaber der Land⸗ und See⸗ streitkräfte Nordafrikas und dem Generalresidenten in Ma⸗
sionsgeneral anvertraut, der den Titel: Oberbefehlshaber der französischen Armeen führt. Artikel zwei: Weitere Erlasse und Weisungen werden die Durchführungsbestimmungen des gegenwärtigen Erlasses regeln. Zweiter Erlaß: General
Oberbefehlshaber der französischen Armeen ernannt. Die Friedens vermittlungsversuche von Amerikanern. Washington, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Staatssekretür Lansing hat bekannt gegeben, daß das Staatsdepartement beschloß, den Mitgliedern der sogenannten amerikanischen Friedensexpedition keine Pässe zu geben. Lansing begründete dies damit, daß es allge⸗ meiner Grundsatz des Departements sei, nur solchen Leuten, die
betrachtet diesen Schritt als ein Anzeichen, daß die Regierung der Vereinigten Staaten die Friedensversuche von amerilanischen Pri⸗ vaten verurteile.
In einem späteren Telegramm aus Washington wird mitge⸗ teilt, die Bekanntmachung Lansings beziehe sich nur auf Pässe nach den kriegsführenden Ländern. Bereits 75 Pässe seien nach neutra⸗ len Staaten ausgegeben worden; mehrere Pässe wurden aus tech⸗ nischen Gründen verweigert.
5 Der Prozeß gegen die„Hapag“ ⸗ Beamten in New York.
New Mork, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Jury erklärte die vier Beamten der Hamburg ⸗Amerika⸗Linie, Karl Bunz, Joseph Hoch⸗ meister, Joseph Poppentans und Georg Kaster für schuldig, bei der Versorgung der deutschen Kriegsschiffe im Atlantischen und
Neutralitätsgesetze übertreten zu haben. Das Urteil wird heute bekannt gegeben werden. ö
Der Seekrieg. „Was macht die britische Flotte?“ Amsterdam, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Unter dem
Titel„Was macht die britische Flotte?“ schreibt die Vork World“ aus Anlaß
Flotte wenig schmeichelhaften Artikel, in dem es heißt: Wenn die „Ancona“ wirklich zu entkommen suchte, wie die Berichte der Fahrgäste bestätigen, dann wurde kein den Vereinigten Staaten land gegebenes Versprechen verletzt. Was die Tat selbst betrifft, so sollten die Londoner Blätter nicht fragen, was Amerika zu machen gedenke, sondern wie sich die britische, die fran⸗ zösis und die italienische Flotte dazu verhalten wollen. Als Deutschland die Versenkung der„Arabic“ verurteilte und den Vereinigten Staaten volle Genugtuung anbot, machten sich die Londoner Zlätter über die Vorstellung, daß Wilson einen großen diplomatischen Sieg errungen habe, lustig. Sie behaupteten, daß
zwungen habe, den U⸗Bootkrieg aufzugeben. Jetzt ist die Tätig⸗ keit der deutschen U-Boote wieder aufgenommen worden. Und was wird nun aus dem glorreichen Triumoh, den die britische Flotte errungen haben wollte? Man kann nicht von der amerikanischen Diplomatie verlangen, daß sie auch noch die Arbeit der britischen Flotte verrichtet. ö
*
Lo britische Dampfer„Langtonhal!l“ wurde versenkt; ein Teil der Besatzung wurde gerettet.
London, 3. Dez(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agentur
senkt worden. Ein Teil der Besatzung wurde von dem französischen Dampfer„Mira“ aufgenommen, die übrigen von einem anderen Dampfer in Malta gelandet.
Aus Stadt und Cand. Gießen, 4. Dezember 1915. Ein Kriegswahrzeichen für Gießen.
Uns wird ef„In zahlreichen Städten Deutsch⸗ etzten Zeit Kriegswahrzeichen zur Benagelung aufgestellt worden zur Erinnerung an die eben. Nachdem aus der iesigen Bürgerschaft wiederholt der Wunsch geäußert wor⸗ den ist, es möchte auch in Gießen ein solches Krie* zeichen errichtet werden, hat der Oberbür ister di Absicht, in aller Kürze diese Angelegenheit in einer im
———
Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß diese Nach⸗
grüßt werden wird. Gleichwohl möchten wir unserseits sie nicht mit ganz ungemischten Gefühlen aufnehmen, Es lassen sich nämlich gegen die Durchführung des Gedankens einige erhebliche Vebenken ins Feld führen.
unserer brausenden Zeit der Erinnerung kommender Tage in einem Werke zu überliefern, das er selber errichtet hat. Daraus ergeben sich zwei begleitende Forderungen für diese eisernen Male: Sie sollen einmal der Verschönerung eines Stadtbildes und zum zweiten Zwecken der Kriegsfürsorge
Gesamteindruck miteinander verschmelzen, wo die Bedin⸗
gungen dafür günstig sind. Leider sind der eisernen Wahr⸗
zeichen, die den Ansprüchen einer ernsthaften ästhetischen Betrachtung standhalten, nicht gar viele, und wir haben es erleben müssen, daß gerade die Reichshauptstadt mit einem Beispiele vorangegangen ist für die Art, wie man es nicht machen soll. Keinesfalls aber darf gesagt werden, daß die Nagelung solcher Denkmale ein künstlerisches Unding ist. Als Beispiel fürs Gegenteil sei Köln genannt, dessen„Kölner Bauer“ in seiner historischen Umgebung ein historisch zu empfindendes Zeitdokument darstellen wird. Es fragt sich nun, ob bei uns in Gießen die Vorbedingungen für die Schaffung eines Kriegsmals in der gedachten Form gegeben sind. Maßgebend für die Frage ist die rein praktische Erwä⸗ gung, wie sich in einer Stadt von 32000 Einwohnern die
tische Hammerschlag an größeren Plätzen, als es Gießen ist, leider zu einer recht banalen, geschäftsmäßigen Zeremonie herabgesunken ist. Dazu sollte der erhebende Gedanke, der in der Errichtung solcher Denkzeichen liegt,
rufe, Ermunterungen, Vereinsbeschlüsse und Schulausflüge in die Tat umgesetzt werden kann. Eine solche Entwicklung müßte man aber für Gießen wohl kommen sehen, denn es muß fraglich erscheinen, ob unsere Bevölkerungsziffer an sich die Vollendung des zeitgemeinten Werkes sicherstellt, und ob die schließlich zusammengebrachten Mittel die nötige Propaganda lohnen werden. Diese Befürchtung darf allein 50 5 des guten Geschmacks nicht unberücksichtigt eiben.
dann ist letzten Endes der springende Punkt in einer kleineren Stadt auch micht der, daß der Hriegsfürsorge einige
zumal sie nur einen Tropfen auf den heißen Stein bedeuten würden. Es dürfte sich vielmehr in erster Linie um das Bedürfnis handeln, auch bei uns dem lebendigen Geist der schweren Tage ein mit Gegenwartsworten und Werten sprechendes Mal zu weihen, das spätere Geschlechter als den 5 im Zeitgeschehen stoffgewordenen Gedanken empfin⸗ en können. Aus den oben angeführten Bedenken scheint uns die Nagelung eines Kriegswahrzeichens nach Art der eiser⸗ nen Männer, Siegfriede, Hindenburgs, Götze von Berlichin⸗ gen usw. für Gießen nicht wohl durchführbar.
Es müßte sich deshalb für unsere Verhältnisse wohl zunächst darum handeln, den Gedanken des Geldsam⸗ melns bei dieser Angelegenheit auszuschalten, weil darin eben die erste Unzulänglichkeit enthalten ist. Ein Mittelweg wäre noch die Befolgung eines— wenn wir
ein Brunnen errichtet wird, an dem jedoch nur der Schaft, also ein kleiner Bestandteil des ganzen Werkes, genagelt wird. Hier läge vielleicht eine Lösung der Frage: An einem Brunnen mangelt es uns ohnedies; er ließe sich an gar
nebenbei die Gelegenheit der Beteiligung der Bürgerschaft an seiner Errichtung.
Aber lassen sich, wenn man auf den zweifelhaften Erfolg des zahlungspflichtigen Hammerschlags verzichtet, nicht an⸗ dere Wege finden, die dem Hauptziele näher führen? Ge⸗ wichtige Stimmen wenden sich dagegen, daß man nach dem Kriege die Flut der Denkmäler durch weitere Anhätufungen von Granit, Bronze und Buchsbaumhecken vermehre, und die für die Ehrung der Gefallenen und des Geistes der
Nation die Anlehnung an die Natur fordern. Da drängt sich
[der Gedanke an die Schaffung einer Gedächtnisstätte [draußen vor den Toren auf: Bäume sollen das Monument
schaffen; die Schule wandert mit dem Lehrer hinaus und kt eine junge Eiche in den Boden; Vereine tun ei
gleiches; Einzelpersonen stellen die Mittel für einen solchen Baum zur Verfügung; so wächst mitten aus dem Leben der Zeit und getragen von der Beteiligung weitester Kreise mit den Jahren ein Hain heran, dessen Rauschen mit K anderen Tönen gu Herzen spricht, als toter Stein, als Eisen. Ein einfacher Denkstein inmitten kundet von seiner Ent⸗ stehung, von der Entstehung einer Wallfahrtsstätte, wie sie ein eisernes ichen niemals sein kann, die dennoch
schön ist. Oder: die Stadt, unter deren Vorantritt ja au der eingangs genannte 1 gedacht ist, ruft ihre Ein⸗ wohner zu einer großen und würdigen Bürgerfeier 1 der die Zeit selber ihre Weihe erteilen muß, zusammen; die Feier möge durch abgestufte Eintrittsgelder und eine Samm⸗ lung die Mittel erbringen, um an irgend einem Punkte der Stadt oder ihrer schönen Umgebung eine f chlichte, aber künstlerisch wertvolle Anlage zu schaffen, sei es in Form eines baumumhegten e e oder einer hübschen Brücken⸗ anlage— man denke an den Schoorgraben die
am Philoso⸗
ammenhang gebracht werden, und sie würde als Zeichen verständnisvollen Bürgersinns von dem Dutzendcharakter eiserner W. ichen vorteilhaft abstechen.„ Vorschläge ähnlicher Art könnten werden. Unser Stadtbild könnte es 8 in 155 demnächst
ersammlung seine Verschönerung und Adelung auf solche Weise beschbessen würde.* n
moch manche g
* Auszeichnung. Dem Gefreiten Heinrich Lvos iin Landwehr Infanterie eqent Nr, Is wurde die Heffiche Tapferkeitsmedaille verliehen.
schule zu Gießen Adele Wel cker 8 Gesundheit mit Wirkung vom 1. 8 an. Erbach⸗Fürstenau auf die erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Olfen, im Kreise Erbach, vorgeschlagene Schulamtsaspirant Theodor Zinser aus Schotten.
des Roten Kreuzes am Bahnhof wurden im Monat No⸗ vember 1915 12791 durchreisende Soldaten, darunter 525 Verwundete, verpflegt. Die Sanitätskolonne hat 189 Ver⸗ wundetentransporte ausgeführt und in 133 Fällen sonstige Hilfe geleistet.
* Liebesgaben an alleinstehende Manu⸗ schaften. Wie im vergangenen Jahre, so häufen sich auch jetzt vor Weihnachten wieder die Fälle, wo für alleinstehende
Die Nagelung eiserner Wahrzeichen ist in erster Linie dem Bebürfnis entsprungen, den tätig schaffenden Geist
3
Mannschaften bestimmte Liebesgaben an die Feerführer gesandt werden. Abgesehen davon, daß hierdurch die Zu⸗
dienen. Alles das läßt sich fraglos zu einem harmonischen
Nagelung gestalten soll. Wir haben— und wir brauchen nicht in die Ferne zu schweifen— Beispiele, wo der patrio⸗
zu würdig sein, daß er nur mit dem Aufgebot täglicher Auf⸗
Kriegs wahrzeichen! Ueberdenkt man das Wort,
hundert oder vielleicht auch tausend Mark mehr zufließen,
nicht irren, Wetzlarer— Vorbilds, wo als Kriegswahrzeichen
manchen Stellen unserer Stadt mit künstlerischem Erfolg
ins Straßenbild einfügen und bietet in der gedachten Form belebungsversuche blieben erfolglos. Es muß dieses Unglück
den Stempel der Zeit, die sie schuf, trägt und vor allem—
Wieseck phenwalde. Gar leicht könnte eine solche Anlage
nbon, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Lloyds meldet: Der une ästhetisch einwandfrei mit der Kriegszeit in Zu⸗
semacht gar wohl vertragen, zu erwartenden, oben erwähnten
85 00 steigerung werden nur hessische
** Vom Roten Kreuz. An der Erfrischungsstelle i
*
stellung! auch an einzelnen Stellen eine Anhäufung 3 die den Nostberries stören. Es empfiehlt sich, diese Päckchen und au einzelne Regimenter zu senden, die am schnellsten in der Lage W den bedürftigen Soldaten eine Freude zu machen
* Kriegsmaßnahmen der Stadt. In den nächsten Tagen wird die Stadt im Hause Neustadt 61 Seife, Reis, Gries, Tapiokaflocken und Holländer Käse Ver⸗ kaufe bringen und zwar folgenden Preis gen: Seife 74, Gries 30, Reis 1. Sorte 50, Bruchreis 36, Tapioka⸗ flocken 54 Pfg., Holländer Käse 1.30 Mk. das 1 Die Waren werden nur an Einwohner abgegeben, Ein⸗ kommen 3000 Mk. nicht übersteigt, und zwar in 5 bis zu 2 Pfund, Seife bis 85 5 Pfund. Letztere und der Reis sind f 7 1 7 een*— gestellt worden. Die Stadt weiterhin f au 600 Pfund Butter täglich getroffen, die zu Produzenten⸗ höchstpreisen verkauft werden. 8 5 5
„ Zuweisung von Mehl. Im Arzeigenteile un⸗ seres heutigen Blattes veröffentlichen wir eine Bekannt⸗ machung, wonach Bezugsberechtigte, die das ihnen zu⸗ stehende Mehl noch nicht abgeholt haben, dies am nächsten Donnerstag nachträglich noch tun können.-
* Oberhessischer Kunstverein. An Stelle der bisher ausgestellten Bilder gelangten neu zur Ausstellung Delgemälde, Aquarelle und Radierungen von Ernst Sime r⸗ Darmstadt, Graphische Arbeiten von Daniel Greiner⸗Ju⸗ genheim, Radierungen von Heinrich Haberl⸗München, Aquarelle von Franz Huth ⸗Heidelberg, Holzbildhauer⸗ arbeiten und Plastiken von Franz Scheiber⸗ München so⸗ wie zwei Aquarelle von Marie Felchner⸗Gießen.— Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 1 Uhr, Mittwochs auch nachmittags von 3 bis 5 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet
** Anlagemusik. Bei günstiger Witterung kon zer⸗ tiert am Sonntag vormittag 11½ Uhr in der Süd⸗ b die — des e, e* Die olge bringt: Choral:„Wie schön leu 90 5 Ouverture:„Berlin, wie es weint und lacht“— „Das Herz am Rhein“, Lied von W. Hill;„Scheiden und Meiden“, Walzer von Fetras;„Waffenruf des Kaisers“(Air mil von Clarens und„Die deutsche Meereswacht“, Marsch von P. ke.
. Militärkonzert im Philosophenwald. Auf das 1 Sonntag, den 5. d. Mts:, stattfindende Militär t sei besonders hingewiesen, da sein Erlös wohltäti Zwecken dient. Aus dem Programm seien hervorgehoben: Ouvertüre zu* mont von L. van Beethoven, Ouvertüre zu Oberon von C. M. v. Weber Ouvertüre zu Rosamunde von Schubert und eine un⸗ garische Rhapsodie für Cello⸗Solo. b
* Zu dem Unfall bei der Friedberger Ueberlandzentrale teilt uns die Betriebs! der Provinz Oberhessen folgendes mit: Der bei uns als. tage⸗Inspektor angestellte Herr Wilhelm Hechler, Lich, hatte anläßlich einer Betriebsstörung am Oelschalter der Hoch⸗ spannungs⸗Fernleitung in der Umschalte⸗Transformatoren⸗
station des Wasserwerkes Inheiden zu arbeiten. In der Auf⸗
regung wurden von ihm die Trennschalter, mit wel
der Oelschalter von den 20000 Volt Spannung fü f Sammelschienen abgeschaltet werden konnte, nicht genügend wett herausgezogen, so daß vom Hochspannung führenden Kontakt 2 em noch zu nahe befindlichen Tre er ein Ueberschlag der spannung aufgetreten sein wird, die den Montage⸗Inspektor Hechler sofort tötete. Wieder⸗
wieder als Warnung für jedermann dienen, sich von den Hochspannung führenden Teilen der bebezurnb Anlage fern zu halten. Zur raschen Behebung von Störun⸗ gen und Verhütung von Unglücksfällen ist bei irgendwelchen Beobachtungen an den Hochf g führenden Teilen (Lichtbögen, mit zischenden und brummenden f berg eder deren Mugeeilzen crete Wage 52 Per. deren Angestel ö chricht zu Die 1 5 77 5 werden belohnt. Alle Auslagen werden ver⸗ gütet. Auf alle Fälle ist jede i g mit heruntergefalle⸗ nen Leitungen sorgfältig zu vermeiden. Man gehe aus der Nähe solcher Leitungen und sorge für eine Bewachung bis zum Eintreffen der Beamten der Ueberland⸗ Zentrale. * Die Schneeabfuhr. In Nr. 282 des„Gieß. Anz.“ war einer Zuschrift aus Bürgerkreisen Raum gegeben, die dem Unwillen über die bei dem letzten Schneefall zu⸗ tage getretenen Mängel der Straßenreinigung Ausdruck gab.
Hang Die Zuschrift entsprach, wie wir uns in den betreffenden
Tagen überzeugen konnten, der Auffassung vieler, die nicht im trockenen Zimmer bleiben konnten. Wie wir uns gestern in einer Rücksprache mit der verantwortlichen Stelle über⸗ zeugen konnten, sind die Schwierigkeiten, die einer geregelten Straßenreinigung namentlich in solchen Ausnahmefällen ent⸗
chf gegenstehen, noch größer, als wohl der Einsender der betr.
Zeilen und mit ihm ein großer Teil der Bürgerschaft an⸗ genommen haben. Wir wollen nicht verabsäumen, auch die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. Dem Tiefbauamt stehen augenblicklich statt der in Friedenszeiten vorhandenen 26 nur 8 Gespanne zur Verfügung. Andere sind in der Stadt nicht aufzutreiben. Es würde daher auch wenig nützen, wenn Kriegsgefangene zur Fortschaffung der Schneemassen Verwendung gefunden haben würden. Es ist vielleicht in diesem Zusammenhang nicht unangebracht, noch einmal dar⸗ auf hinzuweisen, wie auch die städtischen Betriebe unter der fortschreitenden Einberufung des Personals zu leiden haben.
Dafür wurde uns eine Reihe beweiskräftiger Beispiele ge⸗ ö 5 Wenn der Branddirektor selber auf die Feuerspritze
steigen und der Leiter des Tiefbauamtes persönlich Repara⸗ turen vornehmen muß, kann man sich von dem Leute⸗ mangel ungefähr einen Begriff machen. Aus diesen Tatsachen geht hervor, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen ein nachdrücklicherer Kampf gegen solch außergewöhnliche Zufälle wie den letzten Schneefall nicht gut zu führen ist, und daß es sich bei der ganzen Sache um Begleiterscheinungen des Krieges handelt, die man, wie so viele andere, eben in Kauf
** Pferdeverkauf. Donnerstag, den 9. Dezember J. Is, Begrntgr Sind Mr gnmen af dem Pferdemarttplatz in Darm⸗ stadt 42 Stück kriegsunbrauchbare Pferde zum fe. Zur Ver⸗ 5 Landwirte zugelassen, die sich verpflichten, die Pferde in ihrem Betrieb zu verwenden und sie während der Kriegszeit nicht zu verkaufen. 5
Landkreis Gießen. 5 b. Großen ⸗Vuseck, 4. Dez. Bei der Parade auf Groß⸗ berzogs Geburtstag wurde der Landwehrmann Tambour Gefreiter Heinrich Frank im Laudwehr⸗Inf.⸗Regt. 116 mit der Hessischen
Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. e Rodheim bei Hungen, 2. Dez. Wehrmann Gefreiter Nr. 116 erhielt
nehmen muß.
Karl Spies im Landwehr⸗Infanterie⸗Regiment am Tage der Geburtstagsfeier unseres Großherzogs die Hessische Tapferkeitsmedaille.— Am hessischen Opfertage gingen hier 81 Mk. ein.— Mit der Bestellungder Felder in unse⸗ rer Gemarkung ist man auch dieses 8 trotz der vielen Eingezo⸗
genen rechtzeitig fertig geworden. Wie groß der Eifer und Bestreben unserer Bauersleute ist, auch ih s für das halten unseres Volkes beizutragen, kaun


