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Der Heßener A 9
erscheint läglich, er
Sonntags.— Beilagen: 9 5
viermal wöchentlich*
Sießener Familienblätter;
weimal wöchentl. Kreis⸗. latt für den Kreis Gießen 577
(Dienstag und 1 105 1 8
zweimal monatl. Land⸗
wirtschaftliche Feitfragen
General⸗Anzeiger für Gberhessen
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Samstag, 4. Dezember 1015
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Der Fall von Monastir. Wichtige Verhandlungen
(WT B.) Großes Hauptquartier, 3. Dezember.
Westlicher Kriegsschauplatz. Zwei feindliche Monitore beschossen wirkungslos die Gegend westlich von Westende... Südlich von Lombartzy de(bei Nieuport) wurde ein französischer Posten überrascht. Einige Gefangene fielen in
Amtlich.)
unsere Hand. Im übrigen zeigte die Gefechtstätigkeit an der
Front keine Veränderung gegen die vorhergehenden Tage. Südlich von Roye mußte ein französischer Doppeldecker
im Feuer unserer Abwehrgeschütze landen. Die Insassen,
zwei Offiziere, wurden defangen genommen.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Auf dem größten Teil der Front hat sich nichts 75 Be⸗ deutung ereignet. 5 ö Bei der Heeresgruppe des Generals v. Linsingen
überfielen unsere Truppen bei Podezerewice ze am Styr (nördlich der Eisenbahn Kowel—Sarnt) eine vorgeschobene russische Abteilung und nahmen sechsundsechzig Mann ge⸗
Balkan⸗Kriegsschauplatz. Im Gebirge südwestlich von Mitrovica spielten sich
erfolgreiche Kämpfe mit vereinzelten feindlichen Abteilungen
ab. Dabei wurden gestern über zwölfhundert Serben gefangen
genommen.. Oberste Heeres leitung.
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Unter dem Druck der vielen Hiobsbotschaften stürzen die ngländer sich umso eifriger auf die Hoffnung, durch Aus⸗
E hungerung uns zu besiegen. So sind gestern in beiden
Häusern des englischen Parlaments öffentliche Verhand⸗ lungen gepflogen worden, die das Interesse und das Stau⸗ nen der ganzen Welt hervorrufen werden. Die Herren des englischen Unterhauses haben nicht nur ohne Scham das Faß der Haager Konvention geleert, sondern der Regie⸗ Tungsvertreter Lord Robert Cecil, der jüngst so epoche⸗ machende Erklärungen über die wachsende Barbarei in Deutschland abgegeben hat, enthüllte neue ungeheuerliche Anmaßungen, deren das Inselreich wiederum gegenüber einem kleinen neutralen Staate, nämlich Holland, sich schul⸗ dig gem; hat. England habe, so sagte er, im Haag ver⸗ schärfte Schutzmaßregeln gegen die Wiederausfuhr von Fetten und Oelen nach Deutschland durchgesetzt, und britische Bücherrevisoren seien damit betraut worden, von Zeit zu Zeit Einblick in die Bücher der holländischen Fabriken und Großhändler zu nehmen. Wir glauben kaum, daß die holländische Regierung freiwillig und aus eignem Herzens⸗ antrieb den unverschämten Weltbeherrschern in dieser Weise entgegengekommen ist. Holland befindet sich bezüglich seiner Handelsinteressen England gegenüber in einer Zwangslage. Es hat leinen Anlaß, es auf einen Konflikt dabei ankommen zu lassen, so lange die geforderten und zugestandenen Maß⸗ regeln praktisch nicht unbequem werden. In wieweit die englischen Bücherrevisoren mit ihrer Schnüffelei wirk⸗ lich ernst machen, wissen wir nicht; es bedürfte zur wirk⸗ samen Durchführung dieses eigentümlichen Kontrollsystems eines organisatorischen Talents, das den Engländern, ge⸗ rade jetzt in der Wirrnis des Krieges, nicht recht zuzu⸗ trauen ist. Holland wird, das ist unsere Ueberzeugung, eines Tages die englischen Uebergriffe von sich abschütteln.
Auch im Oberhause gab es wichtige Auseinandersetzun⸗ gen, Lord Potts mouth verstieg sich zu dem geräusch⸗ vollen Ausruf, daß England„den ganzen Plunder der Londoner Erklärung, Haager Abmachung und ähnlicher juristischer Feinheiten los⸗ werden und die Interessen Englands allem andern voran⸗ stellen“ müsse. Lord Lansdowne erwiderte darauf im Namen
der Regierung, und es ist bezeichnend, daß er auf diesen un⸗
geheuerlichen Ausspruch kein Wort der Abweisung fand. Im Gegenteil, er stimmte zu: die Londoner Er- klärung„besäße keinerlei internationale Rechtskraft“. Die Londoner Deklaration trug an ihrer Spitze den Satz:„Die Signatarmächte sind einig in der Feststellung, daß die in den folgenden Kapiteln enthaltenen Regeln im wesentlichen den allgemein anerkannten Grund⸗ sätzen des internationalen Rechts entsprechen“. Der Ver⸗ treter der englischen Regierung hatte die Deklaration unter⸗ 1 aber ihre parlamentarische Genehmigung war im Oberhause gescheitert, so daß sie infolgedessen nicht ratifi⸗ ziert und nicht rechtskräftig werden konnte. Die„Köln. Ztg.“ erinnert daran, daß am 26. August 1914 aber trotzdem die englische Regierung erklärt hat, sie werde während des Krieges, soweit durchführbar, in Uebereinstimmung mit den Vorschriften der Londoner Deklaration handeln. Wäh⸗ rend des Kriegs hat die englische Führung so willkürlich an der„Deklaration“ herumgedoktort, daß es jetzt eigent⸗ ge ede Ahe wie 1107 n Papier vom amt⸗ i 9 als nichtig zerrissen wird. Ein feines Stück 1 810 85 f 5 8 b ö 5 5 3 läßt sich erfreulicherweisef eststellen, daß die neu⸗ tralen Staaten die Bewunderung und Scheu 06 der eng⸗ lischen Macht allmählich mit Mißtrauen und stiller Ab. neigung vertauschen. Nach den neuesten Meldungen schweben gzwise then und Konstantinopel wichtige Verhandlungen,
griechische Notenaustausch mit der Entente . vermindert hat. Herr Sonni i
sich gründlich geirrt zu haben, als er in der italienischen Kammer wohlgefällig auf die Entspannung in den Ver⸗ handlungen mit Athen hinwies. Und täuschen nicht alle Anzeichen, so wird auch Rumänien vom Vierverband abrücken. Dieses Land läßt sich weniger von den grotesken englischen Sprüngen blenden als von der realen Macht des russischen Nachbars beeinflussen. Einer unserer Berliner Mitarbeiter beleuchtet die Lage in Rumänien mit folgen⸗ den Mitteilungen: 5
Die englische Presse und ihre Kabeltrabanten behaupten seit vierundzwanzig Stunden, daß der Uebertritt Rumäniens auf die Seite der Zentralmächte bevorstehe. Für die„habgierigen Augen, Bratianus“ lasse man„als Köder eine Gebietsausdehnung! hängen. Schon dieser liebevolle Ton verrät alles. Es ist der Schrei ohnmächtiger Wut darüber, daß die neueste Bukarester Straßenhetze gegen den König und die bezahlten Stö⸗ rungen im rumänischen Parlament nicht zu den gewünschten Ziele geführt haben und daß Rumänien nun in Befolgung wirk⸗ licher, unparteiischer Neutralität seine Geschäfte mit dem neuen Vierbund macht. Mit der bulgarischen Regierung verhandelt die rumänische über Mittel und Wege, wie man die für Rumänien in Saloniti liegenden tausend Waggons Waren über Adrianopel nach Bukarest gelangen lassen kann, und das rumänische Amts⸗ blatt verkündet stolz die Zahlen der neuen Getreideausfuhr an die Mittelmächte. Das muß die Alliierten allerdings mächtig wurmen, und daher das Geschimpfe auf Bratianu und der Schreckensruf, 15„sich demnächst ein neuer Feind der Entente gegenüberstellen jürfte“.
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Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird
verlautbart: 3. Dezember. Russischer Kriegsschauplatz. Stellenweise Geschützkampf und Geplänkel. Italienischer Kriegsschauplatz
Nach den wieder gänzlich mißlungenen feindlichen An⸗ griffen der letzten Tage auf dem Tolmeiner Brücken⸗ kopf und auf unsere Bergstellungen nördlich davon trat gestern dort Ruhe ein. Bei Oslawija wurde heute nacht abermals ein Vorstoß der Italiener abgewiesen; ebenso scheiterten Angriffe auf den Monte San Michele und den Nordhang dieses Berges. Bei San Martino wurde eine italienische Abteilung aufgerieben, die sich mit Sand⸗ sücken herangearbeitet hatte. Görz stand unter besonders lebhaftem Feuer, das namentlich im Stadtinnern neuen be⸗ deutenden Schaden verursachte.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Westlich und südlich von Novipazar nahmen öster⸗ reichisch⸗ungarische Abteilungen, denen sich viele bewaffnete Mohammedaner anschlossen, vorgestern und gestern 3500 Serben gefangen. Bei den Kämpfen im Grenzgebiet zwischen Mitrovica und Ipek griffen auf unserer Seite zahlreiche Arnauten ein.
An der Gedenkfeier, die unsere Truppen am 2. Dezember im Sandschak Novipazar und in Mitrovica begingen, nahm die einheimische Bevölkerung begeistert teil.
* Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs
ier Feldmarschalleutnant.
Türkisch⸗griechische Verhandlungen.
Köln, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Köln. Ztg.“ erfährt aus Sofia vom 1. Dezember: Von gut unterrichteter Seite erfahre ich, daß die türkisch⸗griechischen Be⸗ ziehungen einen neuen Grad hoher Wichtigkeit erreicht haben. Ministerpräsident Skuludis und der Groß- wesir haben herzliche Telegramme gewechselt. Die grie⸗ chisch⸗türkischen Verhandlungen finden gleichzeitig in Kon⸗ stantinopel und Athen statt, und betreffen die Regelung wirtschaftlicher Fragen, sowie den Besitzstand griechischer und türkischer Untertanen in beiden Ländern. Das schnelle Vorschreiten der Verhandlungen erweckt die Hoffnung auf eine volle politische Verständigung.
Paris, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Den Still⸗ stand der Athener Verhandlungen führen„Ma⸗ tin“ und andere Blätter auf den Erfolg der zähen Arbeit der deutschen Diplomatie zurück. Des Königs Wunsch sei der Abmarsch der Truppen des Ver⸗ bandes. Man dürfe sich nicht wundern, wenn der Einigkeit mit Deutschland in diesem Wunsche die Einigkeit im Handeln folge. Hierüber seien aber keinerlei Vorsichtsmaßregeln in Saloniki getroffen, so daß nach Ansicht des„Matin“ eine weitere abwartende Haltung bei dieser Sachlage als sträf⸗
lich anzusehen sei.
Der Irrtum Sonninos.
Rom, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Messagero“ teilt mit, daß in der gestrigen Kammersitzung nach der Rede des Abgeordneten Micheli die Minister Sonnino und Salan⸗ dra schleunigst den Sitzungssaal verließen. Die Sitzung wurde unterbrochen. Beide Minister blieben etwa 20 Minuten im Mi⸗ nisterzimmer zu einer Besprechung. Bald verbreitete sich das Ge⸗ rücht, die Konsulta habe schlimme Nachrichten erhalten; die griechische Regierung habe ablehnend auf die letzten kriegerischen Forderungen des Vierverbandes geantwortet sowohl auf das Verlangen des freien Gebrauches des Hafens und der Bahnlinien von Saloniki wie auf die Forderung, die griechi⸗ schen Küsten überwachen zu dürfen, um zu verhindern, daß öster⸗ reichisch⸗ungarische Unterseeboote sie als Basis benutzten. Eine Be⸗ stätigung dieser Meldung liegt bisher nicht vor.
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Griechenlands mit der Türkei. Die englische Seekriegführung.
Die Besetzung vou Monastir.
Mailand, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die Zeitun⸗ gen melden aus Athen: Monastir ist Donnerstag nach⸗ mittag 3 Uhr besetzt worden.. 1
Mailand, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Ueber Bern. Magrini drahtet dem„Secolo“ vom 2. Dezember mittags aus Florina: Das serbische Heer zog sich heute früh aus Monastir in der Richtung auf Resna zurück.
Mailand, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Magrini drahtet dem„Secolo“ aus Florina: Nachmittags 3 Uhr(Angabe des Tages fehlt, vermutlich Donnerstag) näherte sich bulgarische Ka⸗ vallerie, von Mogila kommend, Monastir bis auf zwei Kilometer. Um 4 Uhr nachmittags fuhr ein Automobil mit zwei Kavalleristen in die Stadt ein. Die amerikanische Flagge, die auf den als Hospitäler benutzten Schulen wehte, wurde durch die öster⸗ reichische ersetzt.
Berlin, 4. Dez. Zum Fall von Monastir schreibt Major Moraht im„Berliner Tageblatt“: Falls sich die Eroberung der Stadt Monastir bestätigen sollte, so wäre sie ein weiterer Erfolg der bulgarischen Südarmee. Für die gesamte Kriegslage hat der Fall nur nebensächliche Bedeu⸗ tung, für die Bulgaren besitzt er Wichtigkeit. Er macht sie zu unumschränkten Herren des südlichen Zipfels von Süd⸗ mazedonien und gestattet, erhebliche Kräfte gegen die französische linke Flanke zu schicken, die zur⸗ zeit wahrscheinlich sich im Rückmarsch im Vardar⸗Tale be⸗ findet. Der Widerstand der Serben im Gebiet von Monastir war geradezu bewundernswert. Trotz schwerer Entbehrungen und scharfer Kälte haben die Serben Widerstand geleistet, solange es ging.
Die fortgeführte Offensive gegen Montenegro.
Berlin, 4. Dez. Wie die Wiener„Reichspost“ meldet, wurden infolge Fortschreitens der österreichisch⸗-ungarischen Offensive gegen Montenegro die öffentlichen affen in Cetinje über Albanien nach Italien gebracht.
Der Sultan und Generalfeldmarschal v. Mackensen.
Konstantinopel, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Der Sultan hat dem Generalfeldmarschall von Mackensen den Großkordon des Osmanie⸗Ordens verliehen.
Aus Bulgarien.
Sofia, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht über die Operationen am 1. Dezember: Die Lage weist keine Veränderung auf. 5
Sofia, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Der Privatkorrespon⸗ dent des W. T. B. meldet: Dank der Förderung durch den Kö⸗ nig konnte sich ein Teil der deutschen Sanitätsmis⸗ sion von Sofia nach Uesküb begeben, um nachher an der bulgarischen Front für die Pflege der Verwundeten zu sorgen. Der Chefarzt, Stabsarzt oldammer, reiste voraus, um die Einrichtung der Lazarette zu leiten. Mit einer deutschen Kraft⸗ fahrkolonne folgten heute vier Aerzte, 53 Schwestern und zahl⸗ reiches Hilfspersonal. Vor der Abreise von Sofia, die bei 21 Grab Kälte erfolgte, besichtigte die Königin, welche lebhaftes Inter⸗ esse daran nimmt, die Ausrüstung der Expedition.
Sofia, 3. Dez.(WTB. Nichtamtlich.)„Narodni Prava“ schreibt: Die serbische Armee ist vernichtet. Nun irren in Albanien kleine Truppenkörper ohne Nahrung, Artillerie und Munition um⸗ her. Das Nest des Verbrechens und der Streithähne auf dem Balkan ist ausgehoben. Serbien besteht nicht mehr. Heil den Helden, die sich dem Vaterlande geopfert haben, Heil den Führern
der verbündeten Heere, die so klug die Truppen zum Siege
führten. Der Bericht des deutschen Hauptquartiers erkennt das Heldentum der bulgarischen Armee an und erkennt weiter an, daß sie ihre Aufgabe stets mit besonderem Erfolg ausgeführt hat. Diese Anerkennung freut uns ungemein. Wir sind glücklich, die würdigen Verbündeten der Eroberer Polens, Nordfrankreichs und Galiziens zu sein. Die bisherigen Erfolge unserer Verbündeten und unserer Armee sind die Bürgschaft, daß wir gemeinsam alle anderen Feinde besiegen werden, wenn wir stets einträchtig zu⸗ sammenwirken, und daß wir die Welt von der unersättlichen Begehrlichkeit der Entente befreien werden. Nur vierzig Tage genügten, um Serbien von der Landkarte wegzuwischen. Der Balkan ist von dem Uebel befreit, das ihn viele Jahre gedrückt hat. Der Stützpunkt der Entente auf dem Balkan ist dahin; ein trau⸗ riges Werkzeug der Entente ist für immer zerbrochen. Nach dem Werkzeug kommt die Reihe an die Drahtzieher der Ententemächte. Der Kampf ist hart, aber wir werden siegen, denn uns vereinigt der Kampf für die Sache der Menschlichkeit, weil es in unseren Reihen keine Söldner gibt, sondern Soldaten, die Brüder sind in der Verteidigung der heimatlichen Scholle. 55 Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 3. Dez.(WTB. Nichtamklich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Kaukasusfront beschränkt sich die Tätigkeit, da der frische Schnee stellenweise drei Meter hoch liegt und auch heftige Wirbelstürme einsetzen, nur auf be⸗ deutungslose Zusammenstöße der Patrouillen. An der Darda⸗ nellenfront setzte der Artilleriekampf aus; es fand heftiger Bombenkampf an einigen Stellen statt. Bei Anaforta ließ der Feind zwei Panzerkreuzer, bei Ari Burnu und Seddeül Bahr zwei Kreuzer eine Zeitlang an dem Feuer der Landbatterien teilnehmen. Unsere Artillerie antwortete der feindlichen Artillerie wirksam und verursachte bedeutenden Schaden an Teilen der feindlichen Schützengräben und bei seinen Truppen, die außerhalb der Deckungen beobachtet wurden, vernichtete eine feindliche Ma⸗ schinengewehrabteilung bei Anaforta und einige Bombenwerferstel⸗ lungen bei Ari Burnu. Außerdem erzielten unsere Artilleristen Volltreffer mit zwei Geschossen auf dem Hinterteil und mit einem Geschoß auf dem Verdeck eines feindlichen Kreuzers, der von den Küstengewässern von Sedd ül Bahr her das Feuer eröffnete, und zwangen diese Kreuzer, das Ferteer einzustelle: und sich zurückzuziehen. Eines unserer Flugzeuge warf Boml


