Ausgabe 
(16.11.1915) 270. Erstes Blatt
Seite
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Vom serbischen Kriegsschauplatz. Berlin, 16. Nov. Vom serbischen Kriegsschau⸗ platz wird derDeutschen Tageszeitung berichtet: Nur drei von den 15 Regimentsbezirken Altserbiens sind noch zum Teil in der Hand serbischer Truppen. Der große Rest ist von den Verbündeten viollständig besetzt. b

5 Berlin, 16. Nov. Ber dem glücklichen und raschen Vor⸗ marsch in Serbien fiel, wie verschiedene Morgenblätter berichten, eein großer Anteil den Eilsenbahntruppen zu. Ant 31. Ok⸗ tober traf die erste deutsche Lokomotive auf serbischem Boden ein. Die Landungen in Saloniki. a

Berlin, 15. Nov.(Priv.⸗Tel.) DieB. Z. a. M. meldet aus Sofia: Nachrichten aus Saloniki zufolge

trafen dort am Mittwoch 12 weitere französische und 14 englische Dampfschisse mit etwa 5000 Mann und vielem Kriegsmaterial und Proviant an Bord ein. Die Ententetruppen gebärden sich wie Herren der Skadt, legen neue Telegraphen⸗ und Telephonverbindungen an, repa⸗ rieren die Straßen und Brücken und legen neue Schienen⸗ 5 50 Bei dem letzten Kampf bei Strumitza gegen die Bulgaren hatten die ee en ungeheure Ver⸗ lust e. Die Verwundeten werden auf die im Hafen liegen⸗ den Spitalschiffe gebracht. Das italienischerseits verbreitete Gerücht, Italien entsende etwa 50000 Mann Hilfstruppen nach Serbien, wird aber nicht ernst genommen.

Venizelos.

Athen, 15. Nov.(WDB. Nichtamtlich.) Industrielle und Kaufleute aus Athen und dem Piräus haben Venkzelos ersucht, sich der Teilnahme am Wahlkampf nicht zu enthalten. Venizelos ärte, daß es den Liberalen, selbst wenn sie mit einer Mehrheit in die Kammer zurückkehrten, unmöglich sein werde, ihr Programm durchzuführen. Die liberale Partei werde erst in einigen Tagen einen Beschluß fassen. Lord Kitchener. Berlin, 16. Nov. Nach einer Meldung desCorriere della Sera aus Saloniki befindet sich seit einigen Tagen Kitchener mit dem Generalkommissar von Aegypten auf der Insel Lem⸗

1 n os in Mudros.

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. g Churchills Nachfolger.. London, 15. Nov.(WTB. Ni. Der politische 5 1 derDaily Chronicle schreibt, es sei mög⸗ lich, daß Lord Derby Churchills Stelle im Kabinett einnehmen werde.

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5 Verona mit Bomben belegt.

Verona, 15. Nov.(WTB. Kichtamtlich.) Drei öster⸗ de Flieger haben am Sonntag früh 15 Bom⸗ ben auf die Stadt geworfen. 30 Personen wurden ge⸗ tötet, 31 schwer, 19 leicht verletzt. Der Sachschaden ist

unbeträchtlich. 85 5 Der türtische Bericht. Konstantinopel, 15. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Auf der Dardanellenfront fand der zeitweise aussetzende gewöhnliche Artillerie- und Bomben⸗ kampf statt. Auf der Front des Kaukasus überraschte eine unserer Patrouillen in der Gegend von Mils eine feindliche Ab⸗ teilung von 100 Mann, die zur Flucht gezwungen wurde und un⸗ gefähr 50 Mann an Toten und Verwundeten verlor.

Die türkische Thronrede. Konstantinopel, 15. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die Thronrede bei der gestrigen Eröffnung des Partaments hatte solgenden Wortlaut: Ehrenwerte Senatoren und Deputlerte. Die Ereignisse, die sich seit dem 1. Dezember abgespielt haben, ver⸗ wirklichen dank dem Allmächtigen die von mir aufgestellten Wünsche, ebenso wie sie der Hoffnung ent prechen, der ich Ausdruck gegeben habe, daß diese Ereignisse das Heil und das Glück der ganzen muselmanischen Welt und der Ottomanen sichern würden. Die heftigen Angriffe, die von den Land⸗ und Seestreitkräften der Engländer und Franzosen gegen die Dardanel⸗ . len und Gallipoli gerichtet worden sind, um die Verwirk⸗ lichung der Invasionsabsichten auf Konstantinopel und auf die Meerengen zu erleichtern, die die Russen hegen und seit zwei⸗ einhalb Jahrhunderten hartnäckig verfolgen, sind durch den Wider⸗ 1 und die entsagungs⸗ und opfervolle Begeisterung meines

seeres und meiner Flotte zurückgewiesen worden. Beide ließen die Waffentaten unserer verehrungswürdigen Vorfahren in ruhmvollster Weise in neuem Glanze leuchten und zogen sich die Bewunderung der ganzen Welt zu. Unsere Feinde haben da ungeheuere und entsetzliche Verluste erlitten. Diese Niederlage

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ist, und hat unsere stolzen Feinde gezwungen, bei den Balkan⸗ staaten Hilfe zu suchen. Sie hat dazu gedient, alle Ränke zu zerstören, die auf der Habskasel gesponnen worden sind. Se er⸗ möglichte es unseren mächtigen Verbündeten, die russische Armee von den Karpathen zu vertreiben, sie durch Galizien und Polen zurückzudrängen und alle befestigten Piätze unseres Erbfeindes zu erobern, sowie alle Hoffnung, die der Dreiverband in die krussische Flotte gesetzt hat, zu vernichten. Voll Dankbarkeit werfe ich mich vor dem Allerhöchsten nieder, der der türkischen Armee Gelegenheit gegeben hat, auf so glänzende Weise ihren Ruhm und ihre Ehre zurückzugewinnen. Ihm widme ich allen Dank und bitte ihn, den endgültigen Sieg auch meinen anderen ruhmreichen [Soldaten zu gewähren, die mit Selbstverseugnung die Grenzen des Vaterlandes an den anderen Fronten schützen. Als die ruhm⸗ vollen Armeen unserer Verbündeten, die mit bewundernswerter Organisation und Tapferkeit alle befestigten Plätze genommen und die Angriffskraft der russischen Armee gebrochen hatten, sich nun nach dem Balkan wandten, schloß sich ihnen auch die 1 Armee an. Dieses bedeutende Ereignis, das den Dreibund in einen Vierverband verwandelt hat, beschleunigte die Verwirklichung des endgültigen Sieges. Um diese Entwicklung der Balkanlage zu unseren Gunsten zu erleichtern und sicher⸗ zustellen, haben wir in eine Berichtigung der türkisch⸗ bulgarischen Grenze gewilligt. Der herüber abgeschsossene Vertrag ist unserer Versammlung zur Zufimmung unterbreitet worden. Das meineidige und freche Serbien ist heute von den Armeen der Verbündeten besetzt, der Verkehr auf der Donau ge⸗ sichert undder Weg Berlin Wien Konstantinopel eröffnet. Dank und Ruhm sei Gott für die glückliche Her⸗ stellung diefer Verbindungen, die den verbündeten Völkern im Kriege den Sieg und im Frieden Fortschritt und Wohlstand ver⸗ bürgen. Ich spreche der Nationa versammlung meine Anerkennung für die Hilfe aus, die sie in diesen schweren Zeiten der Kaiser⸗ lichen Regierung einstimmig gelcistet hat. Un'ere politischen Be⸗ 1 8 zu unseren Verbündeten stützen sich jetzt und für immer auf das täglich wachsende ge jenseitige Vertrauen und die g ößte gegenseitige Aufrichtigkeit. Unsere gemeinsame Po itif gegenüber unseren Feinden wird sein, unter gegenseitiger Unterstüzung auf allen Fronten und in allen Dingen im Kriege auszuharren, bis wir für unsere Staaten und Völker einen vorteilhaften Frieden erlangen können, der die volle Entwickelung a ler persön ichen und natürlichen Kräfte ermög icht. Unsere Beziehun zen zu den neu⸗ tralen Staaten sind, wie früher, aufrichtig und herzlich. Ich bitte den Allmächtigen, Ihren löblichen Bestrebungen um die Wohlfahrt unseres Staates und Landes Erfolg zu gewähren und erkläre das Parlament für eröffnet.

Der Seekrieg.

Lyon, 15. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) WieLyon Répu⸗ blicain aus Oran meldet, ist der englische Dampfer Mortian dort eingetroffen, der auf hoher See von einem deutschen U-Boot beschossen worden ist. DieMor⸗ tian benachrichtigte zwei andere englische Schiffe, welche einige Meilen hinter ihr fuhren. DieMortian wurde unterdessen von dem U-Boot heftig beschossen, versuchte verschiedene Male das U-Boot zu rammen, so daß die beiden anderen englischen Schiffe fliehen konnten. Erst nachdem dieMortian das Unterseebvot nach Osten davonfahren gesehen hatte, fuhr sie nach Oran und lan⸗ dete dort 24 Tote, etwa 70 Verwundete, darunter 30 Schwerver⸗ wundete.

Lyon, 15. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die hiesigen Blätter melden aus Kandia, daß am 12. November der Dampfer Lassithion mit 22 Mann Besatzung des englischen Dampfers Macalister, welcher von einem deutschen Unterseeboot ver⸗ senkt wurde, in Kanadig eingetroffen ist. Von dem übrigen Teil der Besatzung, 8 9 05 76 Mann betrug, fehlt jede Nachricht. Die Geretteten erzählen, daß dasselbe Unterseeboot an demselben Tage zwei weitere Dampfer versenkt hat. 5

London, 15. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der norwegische DampferWacousto (3521 Bruttotonnen) ist gesunken. Die Besatzung wurde gerettet.

London, 15. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Wie Lloyds mel⸗ det, ist der spanische DampferBernabe(2263 Ton⸗ nen), von Cardiff nach Bordeaux unterwegs, unweit Bordeauy mit einer Besatzung von 10 Mann verloren gegangen.

die Eröffnung der Universität Warschau.

Warschau, 15. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Bei herr⸗ lichstem Sonnenwetter fand die Eröffnung der polnischen Universität und der Technischen Hochschule statt. Die Universität tritt an die Stelle der russifizierten Hauptschule, die vor der Russifizierung die Pflegestätte geistigen Lebens

urnserer 1 1 51 hat überall die Ueberzeugung entstehen lassen, daß der Weg nach Konstantinopel nicht zu nehmen

e⸗ wesen war. Das Fest wurde durch ein in der katholischen Kathe⸗

drale von dem Erzbischof o. Kakowski unter großer Afsistenz zelebriertes Pontiftkalamt eingelei et.. 1

Mittags fand in der Aula der Unspersität ein Festakt zur Eröffnung dieser Hochschule statt. Ein dichtgedrängtes Aud torium erwartete de Ehrengäste, die von dem Rektor Dr. v. Brudzinski empfangen wurden. Es erschien zunächst der Erzbischof v Katowsei mit dem Suffragansischof Ruszkiewicz, der Stadtpräsident die Mitglieder der Zivilverwaltung, an ihrer Spitze Exzellenz v Kries. Nachdem der Generalgouverneur v. Beseler mit dem mili⸗ tärischen Gefolge die Pätze eingenommen hute, hielt der Rektor Dr. v. Brudzinski eine von wiedecholtem Beifall unter⸗ brochene, die Bedeut des Tages würdigende Festrede. As der Rektor in deutscher Sprache dem Gen teralgouverneur den Dank der Universität ausdrückte, erfolgte wiederum anha tend freudiger Beifall. Exzellenz v» Beseler dankte hierauf, wiederum rau⸗ schend begrüßt. Das Gaudeamus, gesunsen vom Musikperein, schtoß die Feier ab, an der u. a. die überlebenden Professoren der ehemaligen Hauptschule, der berühmte Kliniker Bara nowski, der Romanist von Holewinski und Professor Mik⸗ laszeweki teilnatzmen. Diese Veteranen der Wissenschat wur⸗ den von dem General gouverneur besonders ehrend begrüßt, ebenso der österreichische Vertreter, durch dessen Mitwirkung die rufung österreichischer Kräfte sehr erleichtert wurde.

Sodann begab sich der Generalgouverneur mit den anderen Festgästen zur Technischen Hochschule, wo er von dem Rektor Dr. Straßewicz empfangen wurde. Der Rektor er⸗ öffnete die Feier mit einer gehaltvollen Festrede, deren Ausfüh⸗ rungen in einem gefühlvollen Dank an den Generalgonverneuß, gisselten. General v. Beseler sprach ausdrücklich seine 5 stimmung zu den Darlegungen des Rektors aus und drückte wiedereröffneten Hochschule zu ihren Arbeiten die herzlichsten Glückwünsche unter dem leb sten Beifall der dichtgedrängten Stu⸗ dentenschaft aus. Auch diese Feier machte einen vornehmen, er⸗ hebenden Eindruck. Nach der Eröffnungsseier empfing der General⸗ gonverneur die anw⸗senden Vertreter der deutschen und der neu⸗ tralen Presse im Schloß. 5 2.

Bei der feierlichen Eröffnung der Universität hielt der Rek⸗ tor Dr. med. Josef von Brudzinski eine Rede, in der er

ausführte:

um dritten Male nach Jahren von Niederlagen öffnet die Warschauer UIniver izät ihre Pforten, schüttelt den Staub einer fremden Kultur ab, zum dritten Male während ihres hundert⸗ jährigen Bestehens wird die auferstehende Universität feierlich er⸗ öffnet. Der heutige Tag bedeutet eigentlich keinen N Die Warschauer Universität und ihr alter Glanz haben niemals auf⸗ gehört zu bestehen und die Universität lebte weiter in den Seelen. Der Redner warf sodann den Blick zurück auf die Geschichte der Universität, deren Gründungsurkunde Ende November 1816 vom König unterzeichnet wurde und die im Januar 1817 mit fünf Fakultäten ihre Tätigkeit begann. Er gedachte der störenden Ein⸗ flüsse der russischen Verwaltung in alter und neuer Zeit, die aber die Universität nicht untergehen ließen, weil die zwei Seelen,

unsere westliche und ihre östliche, einander so fremd waren, daß alle Einflüsse und Verfolgungen an uns wie an einem Panzer abprallten. Dank dieser Widerstandskraft

gegen die Einflüsse im Osten haben wir einen großen Nutzen für unser kulturelles Leben sogar aus dem so kurzen Bestehen der königlichen Universität zu Warschau gezogen, trotz der verderblichen Einwirkung fremder Kräfte auf deren Organisation, welche zuerst so schöne Hoffnungen erweckte. Die königliche Universität 1 755 in ihrem Album 3600 Hörer, von denen viele hohe wissenschaftliche Stellungen hierzulande und in der Fremde erreicht haben. Alle anderen Hörer aber hat an Berühmtheit Alexander Wielopolcki übertroffen, denn auch die Hauptschule, die vier Fakultäten um⸗ faßte die theologische fehlte hat, im Augenblick einer für das Land unheilvollen Krise ins Leben gerufen, im ganzen sieben Jahre bestanden. Aber auch ihre kurze, mit Hindernissen kämpfende Be⸗ tätigung hat dem Lande grofen Nutzen gebracht und weiter für die Zukunft gewirkt. Mit Rührung gedachte der Rektor der drei anwesenden noch lebenden Professoren der Hauptschule, um sich dann mit Worten aufrichtigen Dankes an den Generalgouverneur zu wenden, der nicht versäumt e, inmitten des Kriegsgetümmels das wichtigste kulturelle Bedürfnis des polnischen Volkes durch die Eröffnung seiner Hochschulen zu befriedigen. Unser Volk, dem die Frage der Bildung, überhaupt der höheren Bildung im besonderen, tets am Herzen lag, wird diese Tat gebührend zu würdigen wissen, indem es beiden Hochschulen sorgfältigste Pflege an hen lassen wird, und die Universität wird denjenigen in dankbarem Ange⸗ denken bewahren, der ihr Satzungen verliehen, wie sie die west⸗ europäischen Universttäten haben, mit einem akademischen Senat an der Spitze, mit autonomer Organisation der Fakultäten, vor allem mit der polnischen Sprache als Unterrichts⸗ und Amtssprache. 175 Warschauer Universität ist sich der Tatsache bewußt, daß sie ihre Wiedereröffnung Ew. Exzellenz verdankt. Als Sohn des großen Rechtslehrers erkannten Ew. Exzellenz, daß Lernen allein der Jugend die richtigen Wege für das Leben weist. Diese neue Pflanestätte per Wi enschaft, g welcher viele Generationen zu tüchtigen Männern und brauchbaren Bürgern erzogen werden mögen, bringt Ew. Exzellenz den Ausdruck bleibenden nkes dar. Nun haben wir also die so heiß ersehnte polnische Universität, aus den Fluten eines furchtbaren Sturmes taucht sie 1 unsere schwachen Arme mögen sie steuern, daß sie in hellere Tage hinüber⸗ komme, um dann all ihre Söhne mütterlich zu umfassen, alle die⸗ jenigen, welche bisher in der Welt verstreut, der Wissenschaft auf fremder Erde dienten, sehnlich die Stunde erwartend, in welcher sie ihre Kräfte der Pflege der vaterländischen Wissenschaften widmen können. So 5 wir unsere Ausgabe auf. Wir wissen, daß sie un⸗ endlich schwer ist, und so werden wir an die Arbeit gehen, nicht in einer festlichen Toga, sondern in dem Gewande eines bescheidenen fleißigen Arbeiters. ir betreten die Mauern der Universität nicht als Hauptarmee, sondern als Pioniere, die über die von der fremden Wirtschaft zurückgelassenen Sümpfe Brücken und Fahr⸗ wege bauen, auf denen die Hauptarmee unserer wissenschaftlichen Arbeiter einziehen soll. Doch, wie der unvergeßliche Mianomski gesagt hat:In unseren 15 liegt bloß die Verwaltung der neubegründeten Schule und in Eurer Hand, edle Jugend, liegt ihr Schicksal. So wende ich mich denn zuletzt an Euch, weil wir für Euch arbeiten möchten, für Euch und mit Euch. Ohne gegen⸗ eitiges Vertrauen, ohne Cure Arbeit, ohne Euer Verständnis ür die Wichtigkeit dieser Stunde und ohne Euer Festhalten an dem polnischen und rein wissenschaftli Charakter der Uni⸗ versität werden wir allein nichts ausrichten können. An die Ar⸗ beit also, junge Fir dad Möge die Würde eines akabemi⸗ schen Bürgers, welche Ihr bald erwerben werdet, Euch 15 Ar⸗ beit anspornen; bedenkt, daß auf dem Wappen unserer Universi⸗ tät sich der alte polnische Adler befindet, der in seinen Klauen einen Palmenzweig einen Lorbeerzweig hält, Zeichen an⸗ dauernden Fleißes und der Belohnung. Ihr müßt auch unter schwierigsten Bedingungen bei der Arbeit ausharren, danach stre⸗ ben, nicht nur den Verstand mit nüßlichem Wissen zu bereichern, sondern vor allem die Empfindung für wissenschaftliche Wahrheit in Euch zu erziehen und das Verlangen wachzuhalten, stets neue Wahrheiten zu decken.

Aus dem Reiche.

l Eine Viehzählung. f Berlin, 15. Nov.(WTB. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde dem Entwurf einer Verordnung über die Vornahme einer Viehzählung am 1. Dezember die Zustimmung erteilt. Nach einem Bundes⸗ ratsbeschlusse aus dem Jahre 1912 haben in allen Jahren. in denen eine Viehzählung erweiterten Umfanges nicht stattfindet, sogenannte kleine Viehzählungen am 1. mber stattgefunden. Der Bundesrat beschloß in seiner Sitzung vom 15. November, daß die en 1. Dezember dieses Jahres mit einigen kleinen Abänderungen een früher veranstaltet werden soll, die im Interesse der Vergleichbar⸗ keit der Ergebnisse mit den bisher während des Krieg

Zählung erstreckt sich auf Pferde, Rindvie

beranstalteten ViehzählungenRindvieh, erschienen. ö SchafeSchwe 5 5 8