Ausgabe 
(4.11.1915) 260. Zweites Blatt
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in die Macht 12 kurzer Zeit die Iupasion zurück cudrängen und die Kri 2 wieder aufzunehmen. Asquith sagte ferner, daß bei dem glänzend ge⸗ glückten Feldzug in Mesopotamien die Türken nach aus⸗ gezeichneten Operationen zu Wasser und zu Lands über den Euphrat und Tigris getrieben sind. Das Hoer des Generals Nixon stehe noch nicht bei Bagdad. Nsquith glaubt nicht, daß in diesem ganzen Kriege eine Reige von Operationen vorliegen, die sorgfültiger und glänzender ausgeführt und mit besserer Aussicht auf den Sieg voll⸗ bracht worden sind. Bezüglich der Dardanellen sagte Asquith, daß diese Sacke genau vorbedacht war, daß sie durch die französische Ad⸗ mitalität gebilligt und mit Begeisterung durch den Großfürsten und Oberbefehlshaber aufgenommen worden ist, weil Rußland hierdurch im Kaukasus entlastet würde. Die ganze Angelegenheit wurde als eine reine Flottenoperation angesehen. Er übernehme seinen vollen Teil der Verantwortung und wende sich gegen die Versuche, den Leiter des einen oder anderen Ministeriums mit Tadel zu überhäufen. Nichts verdiente mehr die Bewunderung der Welt als die britischen Unterseeboote. Bis zum 26. Oktober brachten sie zum Sinken oder beschädigten sie im Marmara⸗Meer zwei Schlachtschiffe, fünf Kanonenboole, ein Torpedoboot, acht Transportschiffe und 197 Schiffe allerlei Art mit Vorrat. Die An⸗ kunft der deutschen Unterseeboste brachte den Zustand hier sehr in Gefahr, aber endlich wurde eine Anzahl befonders ebauter Schiffe, die vor allen Dingen der genialen Erfindung Lord Fishers zu verdanken sind, nach dem Mittelmeer geschickt und haben dort Prächtiges geleistet.(Lebhafter Beifall.) Die Flotte hat in diesem Kriege alle Schwierigkeiten überwunden und hat die Verbindung mit dem Heere aufrecht erhalten. Wenn man die Operationen an den Dardanellen beurteilt, muß man sich überlegen, was geschehen sein würde, wenn diese nicht unter⸗ nommen worden wören. Wahrscheinlich hätten dann die Russen einen schweren Mißerfolg im Kaukasus gehabt. Auch würden die Türken einen großen Angriff auf Aegypten organisiert baben, während die Expedition nach Mesopotamien gar micht hätte unternommen werden können. Während der ganzen 85 Ba bis zum 27 5 haben die englischen Streit⸗ kräfte auf Gallivoli Stand gehalten, und sie stehen 200000 Türken gegemlber, die hierdurch verhindert wurden, an anderer Stelle Schaden anzurichten. Der Zustand an den Dardanellen wird von der Regierung in ernsthafteste Erwägung genommen, nicht als eine ganz für sich allein stehende Angelegenheit, son⸗ dern als Unterteil einer großen strategischen Frage, die durch die jüngsten Verwicklungen auf dem Balkan hervorgerufen wurde. Asguith sprach sodann noch non der Haltung Griechen⸗ : hierüber hat der gestern veröffentlichte Auszug aus seiner Rede die Leser genügend unterrichtet. Asquith ist überzeugt, daß England seine gerechte Sache zu einem siegreichen Ende bringen werde, und er werde die schwere Aufgabe nicht von sich weisen, so lange er das Vertrauen des Königs und des Landes habe.(Lang anhaltender Beifall.)

5 Die Aussprache,

die der Rede Asgziths folgte, war ohne Bedeutung, mit Aus⸗ nahme der Rede Carsons. Nur wenig Zuhörer wohnten der Debatte bei. Carson übte eine scharfe Kritik an dem Mangel an Methode, den die Regierung in ihrer Kriegspolitik an den Tag gelegt habe, und klagte über die Entschlußunfähigkeit der Regie⸗ rung in der Dardanellenangelegenheit. Es freue ihn, die Zusage gegenüber Serbien zu vernehmen. Er wllnschte jedoch, daß bereits vor Wochen ein derartiger Entschluß gefaßt worden wäre; als er Förte, daß keinerlei Pläne bestanden, brach er seine Beziehungen zu dent Kabinett ab. Minister Grey erklärte in seiner kurzen Rede mit Nachdruck, daß der Gedankenaustausch mit der franzö⸗

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der Ausführung verursacht hahe Es sei keine Zeit verloren ge⸗ gangen, um Hilfe gemeinschaftlich nrit der französischen Regierung

der Stunde seiner Bedrängnis beizustehen.

London, 3. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) In seiner Rede im Unterhaus wies Asguith, wie ergänzend gemeldet wird, darauf 11 daß die Zusammenarbeit zwischen dem fran⸗ zösischen und britischen Generalstab ihren Höhepunkt in dem willkommenen Besuche Joffres erreicht habe. Er As⸗ guith könne zu seiner Genugtuung sagen, daß dieser Besuch die vollkommene Zusammenarbeit der Länder 7 Folge haben

werde, sowohl bezüglich des anzustrehenden Zieles, wie be⸗ züglich der Mittel. Am Schluß seiner Rede äußerte sich

Asquith noch wie folgt: Die Kriegskommission des Ka⸗ binetts wird auf drei oder vier Mitglieder beschräukt werden. Es sind Maßregeln getroffen zu einen engeren militärischen, maritimen und diplomatischen Zusammengehen ber Alliierten. Er habe ebenso großes Vertrauen wie früher, daß die Alliierten die gerechte Sache zu einem glücklichen Ende bringen würden. Er werde seine Aufgabe nicht fallen lassen, so lange er das Vertrauen des Königs, des Parlaments und des Landes genieße.

London, 3. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Im Unter⸗ hause kam es über den formellen Antrag, die Sitzung zu ver⸗ tagen, zu einer Debatte. Die Sitzung endiate ohne Abstimmung.

Kriegsbriefe aus dem Often. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten.)

Das Scheitern russischer Angriffe westlich Dünaburg. . Domarischki, 2. Nov.

Wie schon das Einschießen der russischen Artillerie am 30. erkennen ließ, begann an der Front westlich von Düna⸗ burg am 31. ein heftiger russischer Angriff, der sich in der Hauptsache auf unsere Linie zwischen Ilsensee und Swenten⸗ see richtete. Gleichzeitig wurde südlich der Straße Nowo⸗ Alexandrows! Dünaburg bei Gateni angegriffen und bei Ilsensee heftig demonstriert. Die Russen hatten ein neues Armeekorps herangebracht, das den Befehl hatte, unter allen Umständen durchzustoßen. Nach heftigem Trommelfeuer, das einen Teil unserer Hindernisse dicht am Swentensee zer⸗ störte, setzten zwei Divisionen zum Angriff an. Es gelang den Russen, unter blutigen Verlusten ein Grabenstück zu ge⸗ winnen. Noch am Abend wurden sie herausgeworfen und die Linie auch gegen die Angriffe des 1. November festgehalten. Der Einsatz eines ganzen neuen Armeekorps hat unsere Stel⸗ lung nicht zu erschüttern vermocht. Ueber 300 Gefangene und 4 Offiziere blieben an den beiden Tagen in unserer Hand. Vor unsern Hindernissen liegen dicht die gefallenen Angreifer. Selbstverständlich kam die bereitgestellte russische Kavallerie überhaupt nicht zur N Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.

Heer und Flotte. Berlin, 3. Nov.(WD. Nichtamtlich.) DerReichs⸗ anzeiger gibt die Verleihung des Ordens Pour le ms⸗ vile an den Admiral à la suite des Seeoffizierkorps von Schröder, Kommandierenden General des Marinekorps,

vorzubereiten, soweit es in dem Augenblick möglich war, Serbien in] A

sischen Regierung keine Verzögerung in der Vorbereitung und in

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Té Kirchliche Nachrichten. f Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage). Samstag. den 6. November 1915: Vorabend: 4.30 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr.

Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbatausgang: 3.35 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. 5 Sabbatseter am 6. November 1918:

Freitag abend 4.20 Uhr.

Samstag vormittag 8.30 Uhr.

Samstag nachmittag 3.30 Uhr.

Sabbatausgang 3.35 Uhr

Wochengottesdienst: morgens 6.45, abends 4.30 Uhr.

2 2 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

8 2 2 5 2* 82 83 2 2 1 Nov. 88 2 83 3 3 28 8 5 29 S SS S S Weis 1 S 8 S S i d 2 S5 5 8 858 AE 7,4 6787 9 Bew. Himmel 3.% 6,6 6.8 98 10 Ded. Himmel 4.% des ee 75 1 5 0 5 ö

2. bis 3. Nov. 1915= 10,1 0.

öchste Temperatur am 5 1 8 1915 5,8

Niedrigste 3 2 Niederschlag: 0,6 mn.

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Das regelmäßige Waschen des Haares und der Kopfhaut ist die Grundbebingung jeder natürlichen Haar⸗ pflege. Aus den Drüsen der Kopfhaut wird dauernd natürliches Fett ausgeschieden, welches sich unter dem Einfluß von Wärme zersetzt und ranzig wird. Für Normaldenkende ist es selbstverständ⸗ lich, daß diese Jersezungsprpdu e von der Kopfhaut entfernt, weggeschwemmt werden müssen, und für jene ist es ein weiterer Grundsatz, daß diese Reinigung des Haarbodens und der Haare am zweckmäßigsten mit Schwarzkopf⸗Schamppon geschieht, welches außerdem stark desinfizierend wirkt und schädliche Keime, die fan etwa eingenistet haben und die Veranlassung zum Haarausfall bilden, beseitigt. 81ö11.

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