landet und verpflegt werden können. Immer deutlicher tritt zutage, daß nichts anderes beabsichtigt war, als Griechenland für den Vierverband sich opfern zu lassen, während die englisch⸗französischen Truppen bestenfalls die Schrittmacher der griechischen Armee waren.
Manchester, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der „Manchester Guardian“ berichtigt, daß nicht General Sir Jan Hamilton, sondern der Brigadegeneral A Ha⸗ milton in Saloniki eingetroffen ist, der eine besondere Erfahrung im Landen von Truppen besitzt.
2 Sofia, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Von einem Privat⸗ borrespondenten des Wolffschen Bureaus. Sicheren Nachrichten zufolge sind fünf Eifenbahnzüge mit französischen und englischen Truppen in Salonik zurückgehalten worden.
Ein französischer Truppentransport versenkt.
Athen, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich) Verspätet ein⸗ getroffen. Der Kapitän des griechischen Amerika⸗Dampfers „Patris“ berichtet, er habe vorgestern nacht den drahtlosen Hilferuf des französischen Truppentransport⸗ dampfers„Samblin Haver“ erhalten, der von einem deutschen Unterseeboot torpediert wurde und sich etwa 100 Seemeilen östlich von Malta mit über 2000 Mann algerischer Schützen an Bord in sinkendem Zustand befand. Als die„Patris“ die Unfallstelle erreichte, war der Dampfer„Samblin Haver“ mit allen an Bord befindlichen Truppen gesunken. Englischen Torpedo⸗ booten gelang es nur, 90 Mann, zum größten Teil Ver⸗ wundete, zu retten.„Samblin Haver“ war vor der Kata⸗ strophe auf der Fahrt nach Mudros begriffen.
Athen, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Verspätet ein⸗ getroffen. Meldung des Vertreters des WTB. Wie ich er⸗ fahre, mehren sich die Fälle der Torpedierung eng⸗ lisch⸗französischer Transporte in der Aegäis. Jedoch treffen nur dann und wann zuverlässige Nach⸗ richten hierüber ein, da die englische und französische Admi⸗ ralität aus militärischen Gründen in den meisten Fällen nichts darüber verlauten lassen. In den letzten drei Tagen wurden je ein englischer und ein französischer Transport versenkt. Der französische Transport befand sich, wie einwandfrei festgestellt worden ist, und wie bereits gemeldet, auf dem Schiff„Samblin Haver“
zwischen Malta und Kreta mit über 2000 französischen Sol⸗ l
daten an Bord.
Ein neuer Diebstahlsskandal in Athen.
5 Berlin, 12. Okt.(Zens. Blu.) Aus Athen wird der „“Post“ gemeldet: Hier ist ein neuer großer Dieb stahlsskap⸗
dal entdeckt worden, durch welchen Kreise, die der Diplomatie des Vierverbandes nahestehen, sich schwer kompromittiert sehen. Aus einem Schreibtisch im Arbeitszimmer König Kon⸗ stantins sind mehrere hochpolitische Dokumente aus der Pri⸗ bvatkorrespondenz des Königs entwendet worden. Der Dieb, der mit den Verhältnissen im Königsschlosse sehr vertraut sein muß, öffnete mit einem Nachschlüssel das betreffende Fach des Schreibtisches, nahm nur die ihn interessierenden Schrift⸗ stücke an sich und ließ alles andere unberührt. Die Angelegenheit wmird verfolgt.
Ein holländisches Urteil über das deutsche Heer.
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1 Haag, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.)„Vaderland“ nennt das Einrücken der deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen in Belgrad, nachdem die Feindseligkeiten gegen Serbien kaum erst drei Tage dauerten, die Aufsehen erregendste Re⸗ klame, die in diesem Kriege für den preußischen Mili⸗ tagrismus gemacht worden sei. Es sei zweifellos ein mili⸗ fttärischer, politischer und moralischer Erfolg, der beweise, daß Deutschland keineswegs an der eigenen Kraft zweifelt und daß es nicht zögert, den früheren Fronten neue hinzuzufügen. Man müsse anerkennen, daß die Haltung der vortrefflich geschulten deutschen Heere Ehrerbietung abzwinge. Deutschland, das seit 14 Monaten an zwei Fronten in Kämpfe verwickelt ist, erscheine jetzt auch noch an einer dritten und mit sofortigem Erfolge. Die Nachricht vom deutschen und österreichisch⸗ungarischen Aufmarsch in Serbien werde nicht verfehlen, auf die Verbandsmächte Eindruck zu machen, deren Heere offenbar noch immer nicht ganz ausgeschifft seien. Neben dem Auftreten der deutschen Diplomaten und Armeen erscheine das Auftreten der Alliierten schwächlich.
Die trübe Stimmung der Engländer.
5 London, 12 Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ schreibt in einem Leitartikel: Die Regierung tritt morgen vor das Parlament unter Umständen, die seit ihrem Amtsantritt ihresgleichen nicht hatten. Wiederum treten plötzliche Entdeckungen des Publikums ein, daß etwas in der Kriegsführung ernstlich nicht stimmt. Das Blatt kritisiert die Fehlschläge der eng⸗ . lischen Balkan politik, in der von Beginn bis zu dem 5. letzten Woche eine Verrechnung der anderen mit mathematischer Sicherheit folgte. Die Türkei und Bulgarien gin⸗ gen zum Feinde über, die Neutralität Griechenlands, dessen ganze Interessen auf den Erfolg der Alliierten angewiesen sind, folgte auf die aktive Feindschaft Bulgariens. Rumänien hält sich noch in passiver Isolierung, es ist nicht mehr in Fühlung mit den vorrückenden Truppen der Russen und wird unvermeidlich durch die Geschehnisse der nächsten Umgebung beeinflußt Nur Serbien kämpft noch für die Sache der Freiheit. Die Passivbilanz des Krieges und die ganze Lage des britischen Reiches ist hinreichend ernsthaft, so daß sie eine kräftige und schleunige Abhilfe erheischt. Natürlich muß das Auswärtige Amt den Hauptanprall der öffent⸗ lichen Unzufriedenheit mit dem diplomatischen Zusammenbruch aushalten. Wir unterschätzen nicht die unvermeidlichen Hinder⸗ nisse der Diplomatie der Alliierten, die sich beträchtlich durch den Beitritt Italiens infolge seiner Ansprüche auf die Adria⸗ kuüste vermehrten. Deutschland besitzt militärisch und diplomatisch den 1 Vorteil der inneren Linie. Das Blatt betont, 5 daß politische Versagen wesentlich der englischen Regierung Last falle, und kritisiert ausführlich den Mangel an. menhang zwischen den Regierungen der Alliierten und zwischen einzelnen Ministerien, der für die Fehlschläge verantwort⸗
sllich sei. . Delcassé.
Paris, 12. Okt.(WN. Nichtamtlich.) Nach dem Blatte „Patrie“ muß Delcassé wegen allgemeiner Mattigkeit, welche auf große Anstrengungen zurückzuführen ist, noch einige Tage das Zimmer hüten.
Der italienisch⸗bulgarische Bruch.
Sofia, 12. Okt,(WTB. Nichtamtlich) Von einem Privat⸗ korrespondenten des Wolffschen Bureaus. Wie aus Rom gemeldet wird, hat der Minister des Aeußeren Sonnino dem bulgarischen Gesandten Stankiow bei der Ueberreichung der Pässe erklärt, rc bedauere lebhaft, daß die Ereignisse den Bruch der italienisch⸗
hulgarischen Beziehungen herbeigeführt haben. Wenn es zu einem Kriege zwischen Italien und Bulgarien komme, werde es ein Krieg ohne Haß sein.
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Der türtische Bericht. Konstantinopel, 12. Okt. WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellen⸗ front bei Anaforta traf am 10. Oktober unsere Ar⸗ tillerie ein feindliches Torpedoboot, das nördlich Kiretsch— teppe bemerkt worden war. Daraufhin beschossen ein Kreuzer
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und ein anderes Torpedoboot des Feindes 10 Minuten lang ohne Wirkung unsere Batterien. Eine Mine, die wir unter den feindlichen Schützengräben zur Explosion brachten, tötete den größten Teil der Soldaten, die sich darin befanden, die übrigen flüchteten aus den Schützengräben. Bei Ari Bur nu beschoß ein feindliches Torpedoboot eine Zeitlang wirkungslos unseren rechten Flügel. Ein Kreuzer und ein Monitor feuerten ebenso wirkungslos in der Richtung auf Maidos. Die Schiffe zogen sich hierauf zurück. Bei Sedd⸗ ül-⸗Bahr schoß der Feind wie gewöhnlich mehr als 1000 Granaten wirkungslos gegen unsere Stellungen ab. Unsere Artillerie erwiderte, nahm die feindlichen Batterien und die Aufstellungen für Minenwerfer unter Feuer und brachte sie zum Schweigen. Sonst nichts Wichtiges. Italienische Truppen im Orient?
Köln, 12. Okt.(Priv.⸗Tel.) Meldung der„B. Z.“. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Athen: Wie„Hestia“ er⸗ fährt, hat sich eine große Zahl italienischer Truppen in den letzten Tagen nach Bari und Brindisi begeben, wo sie auf 12 große Transportschiffe geschafft wurden. Die Truppen tragen Tropenhelme, woraus man schließt, daß sie für den Feldzug im Orient, wahrscheinlich an der Kütste Kleinasiens, bestün seien.
Aus Rußland.
Petersburg, 12. Okt.(WTB. Nicktamtlich.) Der„Rietsch“ berichtet, daß die Trunksucht in Moskau außerordentlich zugenommen habe. Es komme daher fortgesetzt zu Streitigkeiten zwischen den Behörden und dem Publikum. Neben dem Kriegs⸗ branntwein Eau de Cologne werden gefälschte Scheine für Weine zu Heereszwecken verwendet, um Alkohol zu erhalten.
Jüdische Kriegsflüchtlinge sind aus Südrußland weiter verwiesen worden, 6 5
Nach einer„Rjetsch“⸗Meldung aus Petersburg hat der Mi⸗ nister des Innern bekanntgegeben, daß auf dem Lande 500 Rubel Gold mit 800 Rubel Papiergeld aufgekauft werden. Der Minister erklärte ferner, daß Deutschland Agenten mit falschem Papiergeld nach Rußland entsandt habe, um die Rubelkurse zu diskreditieren.
In Petersburg haben, dem„Rietsch“ zufolge, verbotene Ar⸗ beiterversammlungen in den Fabriken stattgesunden, auf welchen Maßnahmen gegen die Teuerung und den Lebensmittel⸗ mangel besprochen wurden. Die Polizei zerstreute die Versamm⸗ ungen.
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—— 1 Der Seekrieg. Angriffe englischer U.⸗Boote. 2
Karlskrona, 12. Okt.(WTB Nichtamtlich.) Der Dampfer „Germania“ war bei Oelands Südspitze mit einem anderen deutschen Dampfer zusammen, der ebenfalls südwärts ging. Nach Aussagen der Offiziere und Mannschaft der„Germania“ befand
sich der andere Dampfer ungefähr 8 Minuten südsüdwest von
der Südspitze Oelands, als ein Unterseeboot erschien, das einen Torpedo gegen den Dampfer abfeuerte, der nach einigen Minuten sank. 5 8
Karlskrona, 12. Oktbr.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern vormittag ist ein deutscher Kohlendampfer im Kolmar⸗ sund südlich von Oeland von einem Unterseeboot, wahr⸗ scheinlich einem englischen, in Grund Nenn ic worden. Die Besatzung wurde von einem südwärts fahrenden schwedischen Dampfer gerettet, der eine Holzladung hatte.
Der deutsche Erzdampfer„Germania“ der in süblicher Richtung fuhr, ist gestern 12 Uhr mittags beim Aeußeren Stein⸗ grund von einem Unterseeboot, wahrscheinlich einem englischen, beschossen worden. Um der Versenkung zu entgehen, ist die „Germania“ an der Küste von Blekinge auf Grund gesetzt worden. Das Unterseeboot befand sich dauernd in der Nähe des Dampfers, 1' Seemeilen von der Küste. Die Besatzung des Dampfers, der Kapitän und 19 Mann, sind gerettet. Der Kapitän berichtet, daß er Zeuge des Unterganges des Kohlendampfers war. 5
Die Zeitung„Blekings Laengstidning“ meldet, daß gegen⸗ wärtig im Süden von Oeland drei englische Unter⸗ seeboote operieren. Sowohl die„Germania“, als der ver⸗ senkte Kohlendampfer kamen von Norden östlich Oeland. Bei dem Angriff nahm die„Germania“ ihren Kurs nach Kalmar. Sie wurde 5 dem verfolgenden Unterseeboot gezwungen, den Kurs zu ändern.
Karlskrona, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der bisher vermißte Teil der Besatzung des gestern abend durch ein englisches U-Boot in Grund gebohrten Dampfers „Nicomedia“ ist heute in Karlskrona gelandet.
Kalmar, 12. Okt.(WWB Nichtamtlich.) Meldung des Svenska Telegrambyran: Gestern nachmittag wurde der deutsche Erzdampfer„Nicomedia“ aus Hamburg an der Sübspitze Oelands in Grund gebohrt. Ein Boot mit dem Kapitän und 13 Mann landete in Degerhamn auf Oeland. Die übrige 19 Kopf zählende Besatzung, die in die beiden anderen Boote gugangen war, ist wahrscheinlich anderwärts auf Oeland gelandet.
Kopenhagen, 12. Okt.(WTB Nichtamtlich.) Meldung des Ritzauschen Bureaus. Aus Trelleborg wird berichtet: Der estern an der Südspitze von Oeland in Grund gebohrte deutsche
zohlendampfer ist der Dampfer„Gutrune“ aus Ham⸗ burg, ein Schiff von 3000 Tonnen Gehalt. Die 34 Mann starke Besatzung wurde von dem Dampfer„Baltic“, der von Gefle nach 1 unterwegs war, aufgenommen und heute in Trelleborg gelandet. 5
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London, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet: Der englische Dampfer„Thorpswood (3184 Bruttotonnen) ist versenkt worden. Die Besatzung ist gerettet.
London, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich) Lloyds meldet, wie verlautet, ist der Dampfer„Halizones“(5093 Tonnen) ver⸗ senkt worden. Die Besatzung wurde gerettet.
Paris, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet aus Madrid:„Heraldo“ berichtet, daß der spanische Dampfer„Pena Castillo“ von einem deutschen Unter⸗ seeboot bei Vigo versenkt worden sei.„Heraldo“ fordert die Regierung auf, eine strenge Untersuchung vorzunehmen und gegebenenfalls eine Entschädigung zu fordern.
Lyon, 12. Oktbr.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Nouvelliste“ meldet aus Dünkirchen: Der französische Dampfer„Aloe“ ist am Mittwoch in der Nacht fünf Meilen westlich von Dünkirchen auf eine Mine gestoßen und sofort untergegangen; 18 Mann der Besatzung sind ertrunken.
Vor Nieuport ist ein englisches Schiff am Mittwoch auf eine Mine gelaufen und versunken. Ein Teil der Be⸗ satzung ist gerettet worden. 0
Das 50⸗jährige Dienstjubiläum des Generalobersten v. Uluck.
Berlin. Zum heutigen 50 jährigen Dienstjubiläum des Generalobersten von Kluck schreibt der„Berliner Lokalanzeiger“: Als Führer der 1. Armee unseres Westheeres erwarb sich Kluck bei Anfang des Krieges großen Ruhm und wurde einer der volks⸗ tümlichsten Gestalten. Die Besiegung des englischen Expeditions⸗ korps unter French bei Maubeuge, sein kühner Zug bis an das
Wetzlar.— Musk. Ludw. Karl Müller
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auf ihn. Und als dann die Tage kamen, da er infolge des über⸗ mächtigen Ansturms der Engländer und Franzosen seine Truppen zurücknahm, zeigte er sich als Meister einer hervorragenden Taktik. Klucks Umsicht vereitelte alle Pläne des Gegners, die Flanke des deutschen Heeres zu umgehen.— Auch die„Germania“ hebt die Umsicht Klucks hervor gegenüber den sich ständig wiederholenden Umfassungsversuchen der Engländer und Franzosen, die schließ⸗ lich zur Verlängerung der Kampffront bis an die Küste der Nord⸗ see führten. ö
—ů
Aus Stadt und Land. Gießen, 13. Oktober 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen. 5(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Landwehrm. Heinr. Becker, Landw.⸗Inf⸗Regk. 116, aus Bleidenrod.— Landsturmm. Adam Müller, aus Goßfelden. — Vizefeldw. Friedrich Ufer, Res.⸗ Inf.⸗Regt. 81, aus Garben⸗ heim— Füs. Wilh. Keiner, Res⸗Inf.⸗Regt. 80, aus Werdorf. — Musk. Wilh. Kern Iunf.⸗Rgt. 82, aus Raunheim.— Wehrm. Heinr. Leyerzapf, Landw.⸗Inf⸗Regt. 116.— Wehrm. Herm. Wilhelm, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Offenbach a. M. Wehrm. Johs. Honig, Inf.⸗Regt 80, aus Bieber b. Offen⸗ bach,— Res. Heinr. Döll I., Inf.⸗Regt. 140, aus Borsdorf. —,Wehrm. Otto Laukhardt aus Geiß⸗Nidda.— Unteroff. Wilh. Mohr aus Herborn.— Off.⸗Stellv Georg See aus Friedberg.— Füs. Karl Schäfer, Res⸗Inf⸗Regt. 80, aus 1 Dillenburg.— Musk. Karl Müller, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81, aus Frohnhausen(Dill).— Wehrm. Hermann Jakob, Landw.⸗ Inf.⸗Regt. 116, aus Inheiden.— Res Otto Spitznagel aus Effolderbach.— Landsturmm. Heinr. Kaufmann aus Rinder⸗ bügen.— Ers.⸗Res. Georg Müller, Res.⸗Juf.⸗Regt. 80 aus Lorbach.— Landsturmm. Ludwig Wolf aus Ranstadt.— Res. Karl Eckstein, Res.⸗Feld⸗Art.⸗Regt 21, aus Hopfgarten.— Wehrm. Friedrich Schäfer Res.⸗Inf.⸗Regt. 88, aus Dor⸗ heim.— Unteroff. Lehrer Melchior Eichstaedt, Res⸗Inf.⸗ Regt. 81, aus Eibelshausen.— Res. August Theiß, Res.⸗Inf.⸗ Regt. 222, aus Rainrod.— Musk. Otto Schauermann, Inf.⸗ Regt. 172 aus Eichelsachsen.— Landwehrm. Heinr. Frank, Landw.⸗Inf,⸗Regt. 116, aus Rudingshain.— Kanonier Georg Höll aus Engelrod.— Leutn. d. Res. Wilh. Fockel, Landw.⸗ Inf.⸗Regt 116, aus Lauterbach— Gerichtsass. Carl Krämer, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 85, aus Werdorf.— Unteroff. Stanislaus Sieg, Landw.⸗Inf.⸗Regt 349, aus Wetzlar.— Kriegsfreiw. Albert Glater, Inf.⸗Regt. 13, aus Wetzlar.— Ers.⸗Res. Julius Koch aus Butzbach.— Wehrm. Karl Heinr. Momberger, Landw.⸗Inf.⸗Regt 116, aus Stumpertenrod.— Unkeroff. Jul. H edri ch aus Sinn b. Herborn.— Landsturmm. Wilh Velten aus Göbelnrod.— Landwehrm. Wilh. Brück, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81, aus Wetzlar.— Ers.⸗Res. Hans Neff, Res.⸗Inf.⸗Regt 81, aus „Res.⸗Inf.⸗Regt. 88,
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aus Ehringshausen. *
„Auszeichnung. Dem Kriegsfreiwilligen Unteroffizier Willi Büttner, stud. phil, früher im Inf.⸗Regiment 221, jetzt im Landsturm⸗Inf-Regiment 10, wurde die Hessische Tapfer⸗ kei. a 155 e 1 5 8 , Die Be agnahme der Hülsenfrüchte. Amtlich wird mitgeteilt: Die bisher bei der en Einkaufsgesellschaft eingegangenen Bestandsanmeldungen über Hülsenfrüchte(8 2 der Bekanntmachung über den Verkehr mit Hülsenfrüchten vom 26. August 1915) lassen erkennen, daß vielfach falsche Ansichten über die Anmeldepflicht bestehen. So kann es ohne weiteres als unrichtig bezeichnet werden, wenn der Magistrat einer Stadt von mehr als hunderttausend Einwohnern den eige⸗ nen geringen Bestand an Hülsenfrüchten anmeldet und hin⸗ zusügt, weitere Hülsenfrüchte seien in dem Bereich des Lommunalverbandes nicht vorhanden. In den zahlreichen Lebensmittelgeschäften, Lagerhäusern und Speichern werden sicherlich noch Vorräte von Hülsenfrüchten von einem Doppelzentner und mehr lagern, die sämtlich der Anmelde⸗ pflicht des§ 2 der genannten Verordnung unterliegen. Die gleiche falsche Ansicht verrät eine Behörde, die kurz mitteilt, in dem betreffenden Kreis würden Hülsenfrüchte nicht an⸗ a anzeigepflichtige Mengen seien deshalb nicht vor⸗
anden. Aus dem 8 2 der genannten Verordnung geht deutlich hervor, daß die Anmel icht nicht nur für Produ⸗ zenten bl sondern auch für jeden Händler, Lagerhalter usw. der einen Doppelzentner und mehr in Gewahrsam hat. Es kann nur empfohlen werden, daß alle Anzeigepflichtigen, die bisher irrigerweise unterlassenen An⸗ meldungen schleunigst nachholen, wenn sie sich einer Be⸗ strafung gemäß§ 13 der Verordnung nicht aussetzen wollen. Jerner ist von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen worden, daß namentlich in Mittel⸗ und Süddeutschland noch ständig„beschlagnahmefreie“ Mengen Hülsenfrüchte, namentlich 85 ausländischer Herkunft, zum Kauf an⸗ geboten werden. Auch in diesen Fällen liegt Unkenntnis der maßgebenden Bestimmungen vor. Es gibt keine be⸗ schlagnahmefreien Mengen, die im freien Handel sein könnten. Gemäß 8 12 der Verordnung sind zwar bisher einige Mengen Hülsenfrüchte freigegeben worden, aber nur zum Verkauf an einen genau bezeichneten Kommunalver⸗ band oder an eine Militärbehörde, und unter genau um⸗ N Bedingungen, die einen freien Handel in größeren Mengen ausschließen. t.
A Liebesgaben für Alleinstehende. Die Bestre⸗ bungen, Soldaten, die keine Sendungen für ihre Person aus der Heimat erhalten, mit Liebes gaben zu versorgen, treten immer häufiger in die Erscheinung. Es haben sich daher einige große Organisationen der freiwilligen Krankenpflege der dankenswerten Aufgabe unterzogen, in ihrem Besitz befindliche Adressen dieser „Einsamen“ an solche Personen abzugeben, die sich an ieder Art der Liebestätigkeit für unsere Truppen zu beteiligen be⸗ reit sind. Um aber möglichst alle dieser„Alleinstehenden“ durch aus der Heimat kommende Gabenpabete zu erfreuen, hat die Heeresverwaltung angeordnet, daß die staatlichen Abnahmestellen freiwilliger Gaben, deren Verzeichnis in allen Postämtern aus⸗ hängt, Liebesgabenpakete, die ihnen für„Alleinstehende“ zugehen, abzunehmen haben, sofern sie nicht eine persönliche Adresse tragen. Diese Pakete werden auf dem vorgeschriebenen Dienstwege den Truppenteilen mit der Weisung zugeführt, sie nur an solche Soldaten zu verteilen, die sonst nie oder doch nur äußerst falten Sendungen aus der Heimat erhalten. Zu diesem Zwecke werden die Pakete vor der Weitersendung von den Abnahmestellen durch Auftleben auffallender Zettel„Für Alleinstehende“ besonders lennt⸗ lich gemacht. Es bleibt dem einzelnen Spender unbenommen, den Paketen Grüße, Zettel und die Adresse des Absenders bei⸗ zulegen, wodurch sich in vielen Fällen Be 1 anbahnen werden, deren Pflege und Ausgestaltung 850 es Einzelnen ist. Frachtsendungen, die mit der Bezeichnung„Freiwillige Gaben“ an die Abnahmestelle aufgegeben werden, werden von allen Bahnen frachtfrei befördert.
5*Die Nachmusterung der dauernd Untaug⸗ lichen. Gegenüber den Befürchtungen, daß bei den Muste⸗ rungen der Dienstuntauglichen die i Berücksich⸗ tigung aller die Diensttauglichkeit ausschließenden oder stark beeinträchtigenden Gesundheitsstörungen vernachlässigt wer⸗ den könnte, 75 ein Schreiben des stellvertretenden Chefs der Medizinalabteilung des Kriegsministeriums, General⸗ arzt Dr. Schultzen, das dieser an den Herausgeber der „Deutschen medizinischen Wochenschrift“ gerichtet hat, daß
Weichbild von Paris, lenkten die allgemeinste Aufmerksamkeit
von der Heeresverwaltung die weitestgehenden Vorkehrun⸗ gen getroffen sind, um die Einstellung von u 9


