Ausgabe 
(13.10.1915) 241. Erstes Blatt
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ver keit

als zweckmäßig herabgesetzt werden sollen.

ebend bleibt aber wie Form auch wirklich gewachsen ist, als kriegsbrau der Chef des Feldsanitätswesens

ist im weitesten Umfange d rfür gesorgt, daß den getragen wird. Eine für das

Epilepsie, Nervenleiden, Rheumatismus u. a.,

* Stadttheater.

Ans schreibt, drei neue Mitglieder in größeren sein; eininal Frl.

die neue erste

größere dankbare Aufgaben. des Herrn Steinhofer.

enthält.

Die Freilichtbühne wird am Samstag, 23. Oktober,

5 bestehend aus Konzert, Rezitation und Gesang veranstalten, dessen Reinertrag im Felde stehenden Vergessenen zugute kommen soll. Wir verweisen

in der Neuen Aula einen Künstlerabend,

auf die Anzeige in vorliegender Nummer. * Die Verlegung der

chen Leuten, die in keiner Weise erwünscht ist, zu üten. Den musternden Aerzten ist größte Gründlich⸗ i der Untersuchung zur Pflicht gemacht. Aus der An⸗ leitung ergibt sich ohne weiteres, daß die Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit durchaus nicht mehr Wenn von der Friedensübung abweichende Beurteilungsmaßstäbe(Kriegs⸗ berwendungsfähigkeit, Garnisouverwendungsfähigkeit, Ar⸗ beitsverwendungsfähigkeit) geschaffen worden sind, so ge⸗ schah das, um der ärztlichen und militärischen Beurteilung mehr Spielraum zu gewähren und so den mannigfacheren Anforderungen des Kriegsdienstes gerecht zu werden. Maß⸗ isher der Grundsatz, daß nur der, er den Anforderungen des Kriegsdienstes 1 r bar be⸗ urteilt werden soll. Auf Antrag der Medizinalabteilung hat eine größere Anzahl aktiver, in der Musterung besonders erfahrener oder sach⸗ ärztlich ausgebildeter Sanitätsoffiziere aus dem Felde den einzelnen Korpsbezirken für die Musterung überwiesen. Es f Anforde⸗ rungen des Krieges ohne Schädigung der ge sund⸗ heitlichen Interessen des Einzelnen Rechnung Publikum praktisch wichtige Bestimmung besagt, daß für solche Krankheitszustände, die sich dem objektiven Nachweise ganz und gar entziehen, wie beigebrachte Zeugnisse von Wert sind, doch bedürfen sie der behörd⸗ lichen Beglaubigung, wenn sie von nicht beamteten Aerzten ausgestellt sind. 105 In der. am Freitag(Uhlands Herzog Ernst von waben) werden, wie man Freitag(Uh Herzog st 08 1 Aug: Rubens vom Bremer Schauspielhaus, iebhaberin als Kaiserin Gisela, dann Ex ust Thei⸗ king vom Hamburger Schillertheater in der Heldenrolle des Ernst von Kiburg und Wilhelm Hellmuth der neue Väter⸗ spieler als Adalbert von Falkenstein. Alle drei Mitglieder haben Die Titelrolle liegt in den Händen Interessenten und Abonnenten können in den Geschäftsstunden an der Tageskasse kostenlos einen Prospekt erhalten, der Angaben über Mitglieder und Spielplan

Klassen der Volks⸗

n

. Raiur od, II. Ott. Auf dem Felde der Ehre starb der Reservist Theiß im Res.-Inf.⸗Rgt. 222.

Rudingshain, 11. Okt. Das Eiserne Kreuz er- hielt der Gefreite Müller.

Kreis Friedberg.

I Friedberg, II. Okt. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Oberlehrer an der Augustinerschule Prof. Schaum, Leutnant im Res.-Inf.⸗Rat. 116.

Friedberg, 12. Okt. Daß Vater und Sohn am gleichen Tage durch Kriegsbeorderung zum Heeresdienst einberufen werden, ist hier in der Familie des Schrei⸗ nermeisters Schreiber passiert. Der 42jährige Vater und der 19jährige Sohn mußten sich gestern einem hiesigen Erfatztruppenteil zur Dienstleistung stellen.

D. Bad⸗Nauheim, 12. Okt. Nachdem die Stadt seit einigen Wochen den Verkauf von Kartoffeln zum Selbstkostenpreis an die Einwohnerschaft in die Wege geleitet hatte, brachte sie heute auf dem Wochenmarkt auch mehrere hundert Zentner Weißkraut zum Verkauf. Bei dem billi⸗ gen Preis das Pfund 5 Pfg. war der Andrang von Käufern so stark, daß der Krautvorrat in wenigen Stunden vergriffen war und die Stadtverwaltung für nächste Woche einen weiteren Verkauf in Aussicht genommen hat.

A Bruchenbrücken, 12. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Stipp im Res.⸗Inf.⸗Rgt. 221.

Kreis Wetzlar.

ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 11. Okt. Die Königliche Oberförsterei Wetzlar hat für die a der Bürgermeistereien Aßlar, Braunfels, Greisenstein, Hohensolms und Schöffengrund in diesem Herbst den Gemeindemitgliedern die gesamte Samen- ernte zur Verfügung gestellt. Eicheln, Bucheckern, Roßkastanien, Linden, Ahornfrüchte und getrocknete Vogelbeeren werden als Vieh- oder Hühnersutter, sowie zur Oelbereitung freigegeben. Ebenso dürfen Schase und Schweine in die Waldungen eingetrieben

werden. Hessen⸗Nassau.

[Marburg, 12. Oktober. Aus unbekannter Ursache machte im nahen Dorse Bortshausen der Taglöhner Johann Dörr seinem Leben durch Erschießen ein Ende. Der Lebensmüde war 61 Jahre alt.

J Marburg, 11. Okt. Der Wirkl. Geh. Oberkonsi⸗ storialrat Generaksuperintendent a. D. Dr. theol. Ludwig Werner, der hier in seiner Vaterstadt lebt, begeht am nächsten Sonntag seinen 80. Geburtstag. Der Vor⸗ sitzende des ältesten der hiesigen Gesangvereine, des Lieder⸗ vereins, fordert die noch hier weilenden Mitglieder sämt⸗ licher Gesangvereine, sowie sonstige Freunde der Sanges⸗ kunst auf, eine Sängervereinigung ins Leben zu

schule, welche durch die Inanspruchnahme des Schul⸗ rulen

gebäudes

der West⸗Anlage hat man von den

Schulhaus in

von Lehrern,

tärker besetzt sind als im Frieden.

Flüchtige Kriegsgefangene werden vom Arbeits- kommando Rittgers Werke, A.⸗G., Hanau⸗Groß-Auheim, verfolgt, und zwar zwei kanadische Soldaten, die nur enalisch sprechen. Ihre Versonenbeschreibung ist folgende: 1. Henri Green, 1,80 m groß, längliche Kopfform, braune Augen, bartlos, krästiger Körper- bau lange Nase, Glatze, dunkelblonde Haare und gute Zähne. 2. John Charles Powell, 1,72 m groß, länglicher Kopf, bart⸗ loses Gesicht, graue Augen, spitze Nase, blonde Haare und gute Zähne. Beide Flüchtlinge tragen englische Uniformen, von denen jedoch eine Militärhose an der Arbeitsstelle zurückgelassen wurde; doch sind zwei Zivilröcke und eine Arbeitshose von den Soldaten Es wird gebeten, auf die Leute zu fahnden und gegebenenfalls dem Ge⸗ fangenenlager Gießen telegraphisch Nachricht von deren Jestnahme

vermutlich von Groß⸗Auheim mitgenommen worden.

zu geben.

Belgische Zeitungen. Die Postanstalten des Reichs⸗ jetzt Be⸗ stellungen auf die in Belgien behördlich zugelassenen bel g i- schen Zeitungen an. Die Bezugsbedingungen können bei allen

postgebietes, sowie die Feldpostanstalten nehmen

Postanstalten erfragt werden.

Erschließung des Fuldatals. Man schreibt uns aus Fulda: Durch die im Oktober vorigen Jahres er⸗ öffnete Bahnstrecke NiederaulaSchlitz ist wieder ein Teil von Oberhessen dem Eisenbahnverkehr erschlossen. Nun wäre es an der Zeit, an eine Fortsetzung der Lin ie nach Fulda zu denken, die durch einen

von Schlitz Bahnbau hergestellt wurde, der folgende acht Ortschaften im Fuldatal in den Verkehr einbezieht, nämlich: Frau⸗ rombach, Pfordt, Uellershausen, Hartershausen, Hemmen, Ludermund, Kämmerzell, Gläserzell; von hier aus könnte die Bahn am Aschenberg entlang hinter Horas in die Ober⸗ hessische Bahn nach Fulda einmünden. Technische Schwie⸗ rigkeiten bietet die Herstellung der Bahnstrecke nicht, außer einigen Brücken über die Fulda; es würde ihr auch an e und Güterverkehr nicht mangeln und der Hol z⸗ reichtum der großen Forstbezirke von Oberhessen und Fulda könnte besser verwertet werden; den Touristen würden herrliche Ausflüge in das durch Berge umsäumte Fuldatal und die Wälder geboten. Es wäre zu wünschen, daß die Großherzoglich hessische und preußische Eisenbahn⸗ Direktion dem Projek; ihr Interesse zuteil werden läßt.

Die Strecke würde gleichzeitig eine Entlastung der Haupt⸗

der Stadtknabenschule an der Nord⸗Anlage für militärische Zwecke nötig wurde, hat sich einfacher bewerk⸗ stelligen lassen, als man anfänglich 8 Die Schule an ö ädchenklassen geräumt

und diefe Klassen in dem Schulhaus Asterweg, in der alten Gewerbeschule, und den Rest in den leerstehenden. Schul⸗ baracken untergebracht. Die Knahenklassen sind zum Teil in die West⸗Anlage, in das Realschulgebäude und in das alte 155 Neustadt verlegt worden. Die Unterbrin⸗

gung der Kinder hat sich allerdings nur ermöglichen lassen, weil gleich 1 Ausbruch des Krieges, infolge des Fehlens ie mit ins Feld mußten, die Klassen stark

ate bee worden sind, so daß die einzelnen Klassen

5 Wm. Kirchhain, 11. Okt. Die Maul⸗ und Klauen⸗ seuche hat sich immer noch weiter ausgebreitet und erstreckt sich über die Hälfte des hiesigen Rindviehbestandes. Bisher trat die Seuche gutartig auf. Auch im nahen Mardorf ist dieselbe bereits ausgebrochen. Vom Vaterländischen Frauenverein wurde gestery in unserer Stadt eine Geldsammlung zur Be⸗ schafsung stärkender Speisen und Getränke für unsere Verwundeten, zur Beschaffung von Wollsachen für unsere Truppen und für die in russischer Gefangenschaft befindlichen Deutschen veranstaltet. Die Sammlung hatte ein Ergebnis von 567,50 Mark.

Frankfurt a. M., 11. Okt. Man schreibt uns: Im Saalbau sollte gestern abend einWagner⸗Abend stattfinden, für den drei königliche Kammersänger und Kammer⸗ sngerinnen gewonnen waren. Als musikalischer Leiter sollte Hans Richter aus Leipzig seines Amtes walten. Eine riesige Reklame brachte auch ein übervolles Haus zustande. Das Geld floß in Strömen in die Kassen, kostete doch der beste Platz 10,80 Mark und der geringste 1,80 Mark. Doch schon am Nachmit⸗ tag war in eingeweihten Kreisen das Gerücht laut geworden, daß irgend etwas nicht 25 sei. Die Kammersänger hätten abgesagt, Hans Richter sei nicht der richtige Wagner⸗ ichter, sondern ein Musiker, der mit dem richtigen Richter nur den Namen gemeinsam habe. Und so setzte unter der Hand ein Massenperkauf von Kar⸗ ten zu Schleuderpreisen ein Als am Abend die Uhr den Konzert⸗ beginn ansagte, warteten Hunderte der kommenden musialischen Feingenüsse. Doch wer nicht kam, waren die Kammersänger, an. ihre Stelle trat Herr Forchhammer in alleraallerletzter Stunde, für die Sängerin holte man schleunigst eine hiesige Konzertsängerin herbei, und für den besagten Hans Richter trab ein Schüler des Hochschen Konservatoriums auf. Diese Kräfte boten dann, so gut es ging, Bruchstücke aus Wagners Opern. Der Beifall, den unsere heimischen Kräfte einheimsten, war ehr⸗ lich und entsprang lokal patriotischem Herzen Im übrigen dürfte das Konzert für seine Veranstalter ein Berliner Unternehmen noch einen unangenehmen Nachgeschmack haben, da viele Be⸗ sucher ihre Eintrittsgelder zurückverlangen, weil die angekündig⸗ ten Künstler nicht erschienen.

Frankfurt a. M., 12. Okt. Seit einigen Tagen ist der Preis für die Butter in Frankfurt deen det in die Höhe geklettert. Noch am Sonntag morgen kostete das Pfund 2.60 Mk., heute forderte man bereits 3 Mk., an einigen Stellen sogar schon 3.35 Mk. Der Verkauf städtischer Kühl⸗

hausbutter zu 2.10 Mk. das Pfund erzielte nur für einige Tage einen Preisstillstand. Die hiesigen Händler erklären offen, daß ihnen die Lieferanten schon vori hütten, daß sie die Lieferanten die 3 Mk. bringen würden und deshalb die Butter vorerst künst⸗ ch zurückhielten, um ihr Ziel zu erreichen. In der Markt⸗ halle spielten sich heute früh bereits wüste Szenen. wischen den Hausfrauen und den Butterhändlern ab. Dem dernehmen nach soll an die Stadt das Ersuchen um Fest⸗ setzung von Höchstpreisen für die Produzenten gefordert werden, womit der Verkaufszwang verbunden sein soll. Bad Homburg v. d. H., 12. Okt.(Stadtverord⸗ netensitzung.) Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte der Vorsitzende den Termin der diesjährigen Stadtverord⸗

e Woche

Gut

netenwahlen mit. Die Wahl findet statt am 8. No⸗

bahn von Hersfeld über Hünfeld nach Fulda herbeiführen. vember für die dritte Klasse, am 9. November von 10 bis

Landkreis Gießen. s. Langsdorf, 11. Okt.

Militär⸗Sanitätskreuz verliehen. Am 1.

1914 wurde er zum Sanitäts⸗Unteroffizier befördert.

Kreis Büdingen.

55 Effolderbach, 12. Okt. Im Lazarett zu Güstrow st arb

der Musketier Spitznagel an eines Blutvergiftung.

ib Rinderbügen, 12. Okt. Den Tod fürs Vaterland starb

der Landsturmmann Kaufmann.

Kreis Alsfeld.

Udenhausen, 11. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt

Lehrer Rieger, Leutnant d. L. Kreis Lauterbach. Grebenhain, 11. Okt. Die Hefsische

im Landwehr⸗Kavallerie-Regiment 24, 4. Eskadron.

Kreis Schotten.

Schotten, 12. Okt. Der Versorgungs verband für den Kreis Schotten beabsichtigt, große Mengen von Bohnen, Erbsen, Graupen und Perltapioka zur Wiederabgabe an Die mit dem Kleinverkauf

die Bevölkerung zu beschaffeu.

betrauten Kaufleute erhalten die Waren zum Selbstkostenpreise und dürsen sie mit einem Gewinn von höchstens zehn Prozent verkausen. 5 8.

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Der Sanitäts-Unteroffizier Georg Hofmann, Briefträger zu Gießen, der schon seit Anfang des Krieges als Krankenträger im Felde steht, wurde das Hessische November

5 Tapfer⸗ keitsmedaille erhielt der Sergeant Schultheis von hier

11 Uhr vormittags für die zweite Klasse und nachmittags von 35 Uhr für die erste Klasse. Die Vorlage über die Aufnahme einer Anleihe bis zu 1 500 000 Mark bei der Nassauischen Landesbank überwies man der Ge⸗ heimsitzung zur Erledigung. Für jedes im Waisenhause untergebrachte Kind genehmigte die Sitzung einen Ver⸗ pflegungszuschuß von jährlich 60 Mk.

Wiesbaden, 12. Okt. Der Präsident des evan⸗ elischen Konsistoriums zu Wiesbaden und Frankfurt, r. jur. Ernst, wurde zum Wirklichen Geheimen Konsisto⸗

rialrat ernannt.

Gerichtssaal.

1z. Leipzig, 11. Okt. Wegen Vergehens gegen das Viehseuchengesetz ist vom Landgerichte Gießen am 4. Juni der Viehhändler Hermann Ziegelstein zu 80 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Das Kreisamt in Gießen hatte s. Z. angeordnet, daß Wiederkäuer und Schweine aus dem Regierungs- bezirk Kassel wegen der dort herrschenden Maul- und Klauen⸗ seuche bei ihrer Einbringung in den Bezirk des Kreisamts einer siebentägigen polizeilichen Beobachtung zu unterwerfen und nur gegen tierärztliches Zeugnis frei zu geben seien. Der Angeklagte hat nun Anfang November 1914 drei Kühe aus Marburg nach Gießen bringen lassen, ohne der Polizei Mitteilung davon zu machen und sie dann sofort nach auswärts weiter verkauft. Sein Einwand, er habe sie zum Zwecke der sosortigen Abschlachtung nach Frankfurt weiter transportieren lassen, fand keine Beachtung,

da er sie nicht zu diesemm Zwecke bezogen, sondern wetler verkauft hat. Seine Revision wurde heute vom Reichsgerichte als un begründet verworfen.

de. Franlfurt c. M. Schweinemarktbert gt vom 13. Okt, Aufgetrieben waren 419 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 144.00 148.00 Ml., Schlachtgewicht 150.00 185.00 Me., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 132.00140.00 Mk., Schlachtgewicht 155.00 175.00 Mk.; vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht 144,00 148.00 Ml., Schlachtgewicht 180.00185 Pik. vollfleischige Schweine von 72⁰ bis 150 kg Lebendgewicht 144.00 148.00 Mk., Schlachtgewicht 180.00 185.00 Mk. Geschäft langsam.

ic. Frankfurt a. M., 13. Oktt. Frucht- und Futtermittel⸗ markt. Bei schwachem Besuch in Getreide kein Umsatz. Bei Futtermitteln schwaches Angebot bei starker Nachfrage. Rapskuchen 50 52 Mk., Kokoskuchen 64 bis 65 Mk. Alles zu 100 Kg.

fe. Frautfurt a. M., 13. Okt. Kartoffelmarkt. Kartoffeln 6,50 7,00 Mk. für 100 Kg. ab Station.

le. Frankfurt a. M., 12. Okt. Auf dem heutigen Heu-

und Strohmarkt war nichts angefahren.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

3 2 2 2 Okt. 28 8 8 2 5 5 55 8 21 Wells 2 6 8 85 1 1 12. 2 13,4 79 Regen 12.4. 10,1 0 96 Bed. Himmel 7 85 108 9.2 85 Nebel 4 5 Höchste Temperatur am 11. bis 12. Okt. 1915= 13.8 0. Medes, l ͤ

Niederschlag: 0,0 mu.

Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 14. Okt. 1915: Unbeständig, etwas wärmer.

Letzte Nachrichten.

Die Truppenlandungen der Entente in Griechenland. Lugano, 13. Okt. DieStampa schreibt, daß nach einer genauen Berechnung von Fachleuten bei der großen vorhandenen Anzahl englischer, französischer und italienischer Transportdampfer eine Woche zur Landung von 300 000 Mann Ententetrup⸗ pen genügen würde. Die Beklemmungen des italienischen Pub⸗ likums spiegeln sich in der italienischen Presse wider. DerCorriere della Sera fürchtet, daß die einzige Bahnlinie SalonikilUesküb sür den Transport der Heere des Vierverbandes nicht ausreichen werde und schreibt resigniert, wenn schon der Vierverband Serbien nicht retten, die starken Dardanellenforts nicht bezwingen, die Ab⸗ trennung Rumäniens und vielleicht auch noch Rußlands Abfall nicht zu hindern vermag, so möge er doch lieber seine ganze Kraft anderswo einsetzen und anderswo sein Heil versuchen. Der stets gut informierte römische Vertreter derStampa teilt mit, daß zwischen dem König, Salandra und Cadorna die Teilnahme der italienischen Truppen an der Balkanexpedition wohlwollend erwogen würde. Die italienische Regierung habe den ganzen Ernst

der Lage erfaßt. 5 6 Derdiplomatische Bankerott Englands. Kopenhagen, 13. Okt. DieTimes spricht von dem diplomatischen Bankerott Englands und sagt: Von Beginn des Krieges an, als die beiden Kaiserreiche noch allein standen, bis in die jüngste Zeit habe die. englische Diplomatie dis schwersten Niederlagen davongetragen. Dies wiederholte sich mit fast mathematischer Genauigkeit. Viel dazu beigetragen, daß sich England jetzt in einer so schwierigen Lage besonders auf dem Orient befinde, habe das Entkommenlassen derGöben und Breslau durch die englisch⸗französische Flotte. Weiter habe man Bulgarien erlaubt, sich auf die Seite der Mittelmächte zu stellen; Rat der nationalen Verteidigung.. Genf, 13. Okt. DieHumanité wirft die Frage auf, ob es unter den gegenwärtigen Umständen nicht besser wäre, wenn während der Kriegszeit Kammer und Senat sich zu einer Na⸗ tionalversammlung vercinigten und eine ArtRat der nationalen Verteidigung bildeten, der gegenüber die Regierung die Rolle eines parlamentarischen Ausschusses einnehmen würde. Klara Zetkin. g

Stuttgart, 13. Okt. Klara Zetkin, die in Karlsruhe wegen Landesverrats sich in Untersuchungshaft befand, ist aus der Haft entlassen worden.

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