n erschienen. A
mung als Freiwilliger im Kasseler Artillerie⸗Regiment mitkämpfte, ist fetzt abermals freiwillig bei seiner alten Truppe ernge⸗ treten. Mit zwei Söhnen steht der Wackere bei derselben Batterie und trägt trotz feines hohen Alters die Mühen des Feldzuges mit
eit.
Frankfurt a. M., 7. Okt. heute nachmittag ein Artillerie⸗Wachtmeister beim Ab- springen von einem schnellfahrenden Straßenbahnwagen zu Fall und geriet vor die Räder, die ihm beide Beine unterhalb des
Rnies abfuhren.
Auf dem Bahnhofsplatze kam
Der Vorsitzende der Tagung, Amtsgerichtsrat Dr. Höhne (Berlin), erörterte in seiner Begrüßungsansprache die Bedeutung der Erhaltung der durch den Krieg a zerrissenen Familien⸗ bande vor allem im Hinblick auf das lem der Klein⸗ en Oberbürgermeister Voigt(Frankfurt) verbreitete sich über die Frankfurter Einrichtungen der Kleinkinder⸗ Fürsorge, wobei er letztere als eine Frage von hoher nationaler Bedeutung bezeichnete, die nach dem Krieg besonderer Vertiefung und Lösung bedürfe. 8
Im Mittelpunkte des Abends standen Vorträge über„Die Aufgabe der Jugendfürsorge nach dem Kriege, namentlich in der
der deutschen Jugendfürsorge“. e nahmen zahlreiche Vertreter deutscher Staaten, Städte und Körper⸗ schaften teil, in großer Anzahl sind auch Geistliche aller Konfessionen i uch die verschiedenen Ministerien Preußens, Hessens und Badens haben Vertreter entsandt, ebenso die Provinzen Rheinland, Hessen⸗Nassau, Oberhessen(Geheimerat Tr. Usen⸗ ger), Starkenburg und Rheinhessen, ferner sind anwesend Ver⸗ der Großherzogin von Hessen und der Prinzessin Friedrich
treter ro Karl von Hessen.
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Uriegstagung der deutschen Jugendfürsorge. Frankfurt a. M., 7. Okt. begannen heute abend unter
Im Bürgersaal des Rat starker Beteiligung aus allen des Reiches die Verhandlungen der„Kriegstagung An den Konferenzen
Kleinkinderfürsorge“, von tschulrat Prof. Dr Ziehen Frank⸗ furt a. M.) und Pastor Lic. Siegmund⸗ Schulze(Berlin). „[Prof. Dr. Ziehlen bot in seinem ausgezeichneten Vortrage zu⸗ nächst einen geschäftlichen Ueberblick über die volkswissenschaft⸗ lichen Grundlagen unserer Kinderfürsorgetätigkeit. Diese wurzelt in den Arbeiten Oberlins, der Fürstin Pauline von Detmold und Johannes Falks in Weimar, sie wurde auf breiterer Basis fortgeführt durch Fliedner(Kaiserswerth), Wichern(Rauhes Haus) und eine Anzahl katholischer und jüdischer Geistlicher. Dann folgt Fröbel mit seiner alles um⸗ spannenden Tätigkeit. Große Fort chritte wurden in der Folge erzielt durch die freiwillige Mitarbeit der gebildeten, vermögen⸗ den Laienwelt, die Hereinziehung der Gemeinden in das Arbeits⸗ feld und die Mitwirkung des Staates. Eine wirksame Förderung,
N N 1 7 5 1 N 2 5 vielleicht die pedeutsamste, erfuhr die Kleinkinderfürsorge edoch durch die deutsche Sozialdemokratie, deren Tätigkeit auf diesem Gebiete selbst ihr grö Gegner anerkennen muß. Der Ruf der Sozialdemokratie nach Kleinkinderfürsorge war der Notschrei der Bedrängten, der endlich Erhörung fand. In Zukunft soll die Kinderfürsorge durch eine bessere Lebensführung unseres Volkes sich kennzeichnen unter Unterstützung aller Parteien, ohne jede Ein⸗ seitigkeit und immer unter Betonung des nationalen Ge⸗ meinschaftlichkeitsgefühls, das der große Krieg uns lehrte. Die Kinderfürsorge soll durch Schaffung neuer Verwaltungs⸗ organe, den Ausbau der Wirtschaftslehre für die ideellen Güter der Nation und praktische Volkserziehung des deutschen Volkes größte Zukunftsaufgabe sein. Anfänge hierzu sind im„Zentral⸗ institut für Erziehung und Unterricht zu Berlin“ vorhanden.
Pastor Siegmund ⸗ Schultze(Berlin) sprach über„die Erziehung der schulpflichtigen Jugend im Alter von 10—14 Jah⸗ ven“, die gegenwärtig durch das Fehlen der Väter besonders im argen liegt. Für diese 1 empfahl er Schaffung von „Jugendklubs“ mit Selbstverwaltung, enge Verbindung von Jugendfürsorge mit Jugendpflege, Gründung von Nachbarschafts⸗ organisationen, Schaffung des Arbeitszwanges für die Großstadt⸗ jugend, Besserung der Wohnungsverhältnisse, Bildung von Jugend⸗ ämtern und Verbot des frühzeitigen Zuzugs der Landjugend in die Großstadt. Beide Vorträge fanden lebhaften Beifall.
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Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt von Samstag, den 9. Okrober bis Samstag, den 16. Ok⸗ tober l. J auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 8 zu jeder⸗ manns Einsicht offen. Innerbalb der Ofsenlegungsfrist kann gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Urliste Einspruch erhoben werden. 7985 B
Die im September 1898 geborenen Landsturm⸗ pflich igen der Stadt Gießen müssen sich am 18. Oktober ds. Js., vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr im Rathaus, am Marktplatz, zur Land⸗ sturmrolle melden. Auswärts Geborene haben ihren Geburtsschein vorzulegen. 7B
Oeffentliche Aufforderung.
Betr. Ermittelung des Ertrags der Kartoffelernte 1915.
Auf Grund der Bekanntmachung über Vorrats⸗ erhebungen vom 2. Februax 1915(Reichsgesetzblatt S. 54) fordere ich hiermit alle selbständigen Landwirte oder Leiter von landwirtschaftlichen Betrieben, in denen mindestens 1 Morgen(¼ Hektar) Kartoffelland angebaut wird, auf, den Ertrag ibrer Kartoffelernte sogleich zu ermitteln und innerhalb einer Woche nach Beendigung der Ernte auf dem Stadtbaus, 8 Nr. 9, anzuzeigen. Dabei ist anzugeben, in welcher Art und Weise(Abwiegen oder Schätzen das Exgebnis ermittelt worden ist.
Abzüge für Schwund und Verderb dürfen nicht vor⸗ genommen werden.
Dagegen ist möglichst genau festzustellen, welcher Tell der Ernte auf kranke oder verdächtige Knollen entfällt.
Wer die Auskunft, zu der er auf Grund der angezogenen a e Vorschrift verpflichtet ist, nicht in der gesetzten
rist erteilt oder unwissentlich unrichtige oder unvoll⸗ ständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu 6, Monaten oder mit Geldstrase bis zu 10000 Mt bestraft. Auch können Vorräte, die verschwiegen sind, für dem Slaaf verfallen erklärt werden. 1 5 Ein Aus schuß von erfahrenen Landwirten wird die
gemachten Angaben nachprüfen. 7936 B
Gießen, den 28. September 1915.
Der Oberbürgermeister. Keller.
Alle diesenigen, die Wiesenbeu, Flee- und Luzerne: ben am 25. September d. Js. im Gewahrsam hatten, fordere ich biermit auf, dieses sofort auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 9 anzumelden.
Wer die Anzeige nicht in der angegebenen Frist er⸗ tattet oder wer wissentlich unrichtige oder unvollständige
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