Ausgabe 
(22.9.1915) 223. Erstes Blatt
Seite
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Ur. 223 165. Jahrgang Mittwoch, 22. September 101

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für die Schriftleitung 112

Verantwortlich für den 5

0 15 ee 1 7 3 i 0 2 2 Feuilleton: Aug. Goetz; 4 ene el E 5 Ur Ober E en 5 Er Stadt Ar Land, richten Anzeiger Slezen.* ö Vermischtes und Ge· 1 1 Leben Auen 5.

bas ceatecr J be Rotanonsdrud ind berog der brüh chen Univ.- Buch und steindrud bei R. Tange. schristleitung, Seschäftsstelle u. Druceref: Schulstr. 2. Beg, lan dich g ehe.

Bulgariens Mobilmachung. Neue Erfolge im Often.

5 artler, 21. Sept.] Krieges, Realpolitil. Vergeblich sind die Lockungen des amtlich Großes Hauptauart! 21. Sey Vberberbandes e de Preußen des Ballans aer der Westlicher Kriegsschauplatz. eigenen Wagen zu spannen; auch in London und Paris

1 sieht man ein, d man eine diplomatische Schlacht ver⸗

3 Im Abschnitt Souchez⸗Arras unterhielt die fran⸗ 5 hat. Weil 7 Türkei den riflichen Valkanstaafen leere

Fsische Artillerie fast ununterbrochen starkes Feuer; in der] Versprechungen gab und nicht mehr, griffen die christlichen Balkan

Gegend von Neuville kam es zu ee e 8 8** D 5. 2

rümmer'ossene Schleusenhaus von] Bulgarien nichts anderes, selbst in diesem Welt eg übrig hatte,

5 4 1 e von sucht es sein Recht mit der Schneide des Schwertes Es wird nich!

Reims) wurde nachts nach Sprengung der Ueberreste plan⸗ eee 2 1 r 2

1 und ohne Berührung mit dem Feinde von uns ge⸗ de eich die jedermann denkt, wenn er mit 8 4 en eines

lgarischen Eingreifens heute als je rechnet. Eine Antwort

Bestlich von Perthes(in der Champagne) und in den f ist heile noch nicht gut möglich. ie wird davon abhängen, in

Argonnen wurden mit Erfolg Minen in der feindlichen Stel⸗ welchem Maße Bulgarien auftritt. falls zeigen die Vorgänge, lung gesprengt.

5 namentlich in Neugriechenland, d ß man dem Balkanbruder nicht Mehrere Handgranatenangriffe am Hartmanns mehr Vertrauen entgegenbringt als zur Zeit des zweiten Balkan⸗ weilerkopf wurden abgeschlagen.

krieges und für alles gerüstet sein will. Serbien verschanzt sich Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls

es weiß, woran es ist; Rumänien wartet weiter ab noch ist ihm v. Hindenburg. Die Trupnen des Generalobersten von Eichhorn

am Vorabend bedeutender ignisse, von denen heute noch 2 W T 1 gänzlich vorbei ist. ind nordwestlich und südwestlich von Oschmjana im fort⸗ 5 2

sie führen werden. Vom ; 8 sche e Die Haltung Griechenlands. schreitenden Angriff. Der rechte Flügel der Heeresgruppe er⸗ sollte, so wollen cht frohlocken. Auch hier gilt das Wort 0 5 8 5

reichte unter Nachhutgefechten die Gegend östlich von Lida b 2381 Walle a Berlin. 22. Sept. Wie demBerliner Lofalaatzeiger aus bis westlich von Nowogrodsk.. n 8 3 3 3 4 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 5 en enn 4 Prinzen Leopold von Bayern. 5 enstimmung über die Haltung Griechenlands iu der nähsten Zeit. Der Uebergang über den Molo zadz bei und südlich Griechenland betrachte ein etwaiges bewaffnetes Vor⸗ Dworzec ist erzwungen. Weiter südlich. üdhst⸗* 5 15 5 3 einen re 1

Truppen unter Berfolgungskämpfen bis in die Linie südöst⸗ 5 1 5 eits, an der Seite Serbiens einzugret en, da es ic Molezahz--Nubelg-Wiosch- westlich Ostrow. Der österreichisch⸗ungarische r e e d dun keinen Verhag phmden fei, sich in den Walttrtes er-

Wien, 21. Sept.(WT. Nichtamtlich.) Amtlich wir zumischen. 5

deeresgrupre eee ee 21. September 1915. 5

Die Lage ift unverändert. Russischer Kriegsschauplatz.

Südöstlicher Kriegsschauplatz. 950. 11 2 8 1 z ume östlich von L u rden abgeschlagen. An der Bei den deutschen 5 5 3 8 Ikwa zersprengte das Kreuzf unserer Batterien einige

mich von der Regierung zurückzuziehen. Die Entwicklung der Ereignisse jedoch zeigt, daß mein Rücktritt von schwerwiegender Bedeutung wäre und meine politischen Gegner Grund zu der Meinung haben würden, daß ich vor der Verantwortung fliehe, wie es Geschow 1913 im entscheidenden Augenblick tat. Anderer⸗ seits wüßte ich nicht, in welche Hände Bulgarien dann fallen. würde. Wer weiß, ob die Regierung nicht wieder von unvernünf⸗ tigen Politikern geführt werden würde und ob Bulgarien nicht a in eine Aktion getrieben werden würde, welche eine neue 1 eine gefahrvollere als die erste zur Folge haben würde. 13 Rücktritt zu dieser Zeit würde die größte antwortung vor der Nation auf meine Schultern legen. Deshalb muß ich trotz meiner Ermüdung auf meinem Posten verharren, um Bulgariens In⸗ g Zulu zu wahren und der bulgarischen Nation eine glücklich 4 Zukunft zu sichern. g Sofia, 22. Sept.Utro erfährt noch einige Ernzel heiten 8 über die neue Note der Entente an Bulgarien. Danach wird Mazedonien von Truppen der Entente oktupiert, um nach dem Kriege an Bulgarien abgetreten zu werden. Es wird dies abhängig gemacht von den Erfolgen der Entente und von Kompensationen, die Serbien erhält. Das Blatt bemerkt hierzu: Angesichts der⸗ artiger Vorschläge kann man nicht erst die bulgarische Antwort abwarten. Schon heute ist vorauszusehen, daß die Zeit der Entente

Den Samen legen wir in ihre Hände, Ob Glück, ob Ungllück aufgeht, lehrt das Ende.

Der türtische Bericht. 8 Konstantinopel, 21. Sept.(W Nichtautklich) Dos Hauptquartier meldet: An der Front von Irak machten wir 3 am 19. und 20. September einen Feuerüberfall auf ein zu beiden Seiten des Flusses gelegenes feindliches Lager und auf Mptor⸗

feindliche Abteilungen, die

dem Westufer des Flusses 5 5 e 8, N 1 3 lesten Fuß zu fassen versucht 855 verlief der gestrige doors des Jeunes Die Marmschaft einer feindlichen Artillerie- 5 Wir sind neuen großen Ereignissen nahe, län m Nordosten ruhig. Die Lan Wirte und Pferde, Waffen und Munition 2 1

beutet. Ein Motorboot wurde in Grund geschossen. 5

An den Dardanellen bei Nnaforta hat sich nichts er⸗ 70 eignet.. Bei Ari Bur uu lenkten wir am 19. September miser Feuer 1 auf zwei feindliche Geschütze, die östlich von Ari Burnu aufgestellx waren, erzielten Volltreffer und brachten den fliehenden feindg lichen Artilleristen schwere Verluste bei. Am gleichen Tage be⸗. schossen wir bei Ari Burnu ein feindliches Schiff, auf dem wir einen Brand hervorriefen. Ebenso beschossen wir einen Schlenper, i der von Truppentransvportschiffen begleitet war, die bei Kabateve Ladungen löschten. Er wurde getroffen. Beide Schiffe zogen sich nach der Insel Imbros zurück..

warteten Notwendigkeiten, die aber in ihrer Richtung und Bedeutung für die Art der Kräfteverschiebungen schlecht ab⸗ zumessen waren. Jetzt, wo an der Düna, am Pripet und an der Donau die Geschüge einen neuen Auftakt in diesem Weltkrieg begrüßen, beginnt sich die Luft zu klären. Wir sind nicht in der Lage, an die neuesten Ereignisse, die uns heute der Draht übermittelt, alle Vermutungen und Folge⸗ rungen anzuknüpfen, die sich dem Beurteiler unwillkürlich aufdrängen. Noch ist alles im Fluß, und es steht uns Deut⸗ schen nicht an, die Entschließungen fremder Länder, auch wenn diese unseren Interessen entgegenkommen, mit dem laẽten und voreiligen Geschrei und Lärm zu begrüßen, den wir bei der italienischen daricgtergärung auf der Seite unserer Feinde gehört haben. Die Dinge kommen, wie sie kommen müssen. Nicht Sympathien entscheiden in erster Linie, sondern reale Interessen. Die Quelle der ernsten und bedeutungsvollen Nachrichten, die sich uns heute aus Sofia, Athen, Bukarest eröffnet, kann heute nur klopfenden Herzens mit den Augen verfolgt werden; die Worte stocken auf der Zunge, denn wir wissen nicht, wie die Gesamtlage sich ge⸗ stalten wird. Das eine aber wissen wir: wir haben nichts zu fürchten, sondern nur zu hoffen und der Wirkun der Tatsachen zu vertrauen. Diese Tatsachen sprechen au aus dem neuesten Bericht unserer Heeresleitung eine eherne Sprache. Rußland geht seinem Schicksale schneller entgegen,

5 man es gedacht, und auf dem Balkan dämmert eine neue Zeit..

Italienischer Kriegsschauplatz.

In Südtirol eröffneten unsere schwersten Geschütze das Feuer gegen die vom Feinde belegten Ortschaften, sowie gegen seine Stellungen und Batterien im Raume von Sera⸗ valle nördlich von A l a. Vor unserer Grenzstellung auf dem Coston(Hochfläche von Vilgereuth) wurden die Ita⸗ liener wie immer abgewiesen. Eln feindlicher Doppeldecker warf auf Trient höchst einfältige Flugschriften aus der eder des Leutnants Gabriele d' Annunzio ab. An der ärntner Front hat sich nichts von Bedeutung ereignet. Im Raume von Flit sch ist nun nach den vollständig gescheiterten italienischen Angriffen der vergangenen Woche wieder Ruhe eingetreten. Nur die feindliche Artillerie feuert noch weiter. An den anderen Teilen der küstenlündischen Front beschränkte sich die Lampftätigkeit gestern auf Geschütz⸗ 8 kleinere Unternehmungen des Schützengraben⸗ rieges. Sũüdöstlicher Kriegsschauplatz.

Unsere Artillerie störte serbische Befestigungsarbeiten an der unteren Drin a. Sonst nichts Neues..

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

ö

Allgemeine Mobilmachung Bulgariens. 6 8 U 5 75 5 Berlin, 21. Sept.(We. Nichtimtlich) Die Königl. arbieten, sind nach allen Ri. tungen hin schon erwogen un; f. 7 1 7. 5 N besprochen worden; heute gilt es, die Stunde der Entschei⸗ eee e ee dung abzuwarten. Gestern schrieb der BernerBund in ri n 5 baue 0 2 seiner Erörterung der Kriegslage: 0 angehörigen, daß die Kal. hulgarische Regierung heute, am Seit Wochen war bekannt, daß der Balkan rüstete, da sich die 8.(21.) September, die allgemeine Mobilmachung an⸗ Dardanellenaktion zu. un den künftigen Besit Kon⸗ geordnet hat. Infolgedessen werden sämtliche bulgarischen Staats⸗ tan 1 e N t der angehörigen, die sich in Deutschland befinden und militärpflichtig Frieden länger zu befristen waren. Die bulg Mobil⸗; j;. f werder, gu mi eher ster di eriece in Hang we sun, ageerdordert, sch umvemalich nach der Heimat uber Wien 755 offizielle Daten fehlen, und die rumänische 1 oder Rumänien zu begeben. Um etwaige nähere Auskünfte

Oft N 4. 1 über die allgemeinen Bedingungen können sich die bulgarischen nung der ensive gegen Ser! ein Gegenmittel gegen poli⸗ Staatsangehörigen mündlich oder schriftlich an die Kgl. bulgarische 5 0 0 Wi e ee, 12 f age lt dr. serbische Gegen, Gesandtschaft in Berlin, Kurfürstenumm 37, wenden. offensive zu binden. Ob es mit Demonstrationen fein Bewenden Sofia, 21. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) In einer Versamm⸗ hat, scheint zweifelhaft jedenfalls sind die Ereignisse mit lung der der Regierungspartei angehörenden Abgeordneten der schärfster Aufmerksamkeit zu verfolgen, ohne daß man den Sobranje erkla 3 sid 5 5 9 S our Kriegsschauplätzen im Osten u g 0 r 5 o w. r ten vernachlässigen dürfte. er sortschreitenden Ereignisse könne Bulgarien ni t Von Griechenland liegt heute die allerdings nichtfuntätig bleiben und müsse für alle Möglichkeiten gewapp⸗ K nachstehende Meldung vor, der König und Veni⸗s net sein Die Mobil mach ung werde demnächst folgen, nachdem zelos hätten sich geeinigt, ein zetwaiges Losschlagen Bul⸗ die Interessen Bulgariens die Aufgabe seiner bewaffneten Neu- gariens gegen Serbien nicht mit kriegerischen Schritten zu tralität nötig machen witrde beantworten, da keine bindenden Verträge vorlägen. Uns.

5 int, die Interessen Gri ands i g Sofia, 22. Sept. Belannt wird jezt eine Aeußerung des] zelnen Stellen die Kämpfe um den Besitz der Wilija-Uebergänge 5 Falkun noch 5 als 75 9 1 Königs gegenüber den Führern der Opposition. Der König fort. Bei allen Gefechten und Gegenangriffen gaben unsere Trup⸗ der Gef chehnisse verblaßt sind. Am estri 1 Diens als sagte: Eine Politik, wie Sie sie empfehlen, ist sehr, sehr fraglich. pen unablässig Beweise ihrer guten militärischen Eigenschaften von der Mobi 5 Bulgari* gen Dienstag, Meine Politik ist klar und gut angelegt. Heute fand unter dem Vor-und bewahren die Ruhe auch in der heikelsten Lage. An der Front on Mobilmachun ae noch nichts nt] sitz des Ministerpräsidenten eine Versammlung statt, der die längs der Eisenbahn Bieniakoni Lida und am östlichen war, schrieb dieKöln. Ztg.: diemmermebrheit bewohnte. Bemerkenswert ist, daß die Gbena⸗ Schischg ra Ufer ist die Lage unverändert. Am Stochad, g zariens Tag ist nahe, der Tag, da es Rache nehmen kann] diewgruppe der Stabubwistengruppe nicht eingeladen war, sondern au der Eisenbahn KowelSarny, warfen unfere Truppen R für den Raub Serbiens im zweiten Balkankriege; mit der Türkei] nur die Anhänger des Ministers Petkow. Im Zusammenhang mit] Feinde mit dem Bajonett aus Szerek und töteten eine groß at es sich gütlich geeinigt über Gebiete, die es im ersten Balkan⸗ dieser Desavouterung Ghenadiews durch seine Partei wird sein] Zahl von ihnen: in der Gegend von Rozyzszeze, nördlich . e gewonnen, im zweiten wieder verloren hatte. Bulgariens Tag] Rücktritt erwartet. Er berief eine Sevaratversammlung seiner] Luc, griff unsere Kavallerie die Desterreicher an, brachte sie zum a a 1 nahe, der Tag, da es in den Besitz des Landes kommt, na Anhänger ein. Das Kabinett Radoslawow bleibt] Laufen über eine Strecke von pier Werst, säbelte eine große dem es seit dreißig Jahren die Hände ausgestreckt hat⸗ Maze⸗[für alle Fälle am Ruder. Der Ministerprasident erklärte] Anzahl nieder und machte mehr als 200 Gefangene. Eine anders 9 4 treiht auch heute, rend des großen! in dieser Beziehung: Einen Augenblick lang war ich entschlossen, berittene Truppe entdeckte beizetten den des Feindes

An den anderen Fronten keine Veränderung. 3

Konstantinopel, 21. Sept.(WTB. Nichtamtlich.)Tas⸗ 5 vir⸗i-Efkiar erfährt aus Salonik, daß zwischen den Generalen Hamilton und Sarrail ernste Meinungsverschiedenheiten ausge⸗* brochen seien. 7

n 4 7

Der russische Bericht.

Petersburg, 21. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Mitteilung des Großen Generalstabes von gestern abend. Am Eckau⸗ lluße in der Gegend von Riga verstärfte sich das feindliche Ge⸗ schützfeuer und es fanden Gefechte statt. Wir sprengten eine Brücke, welche die Deutschen bei dem Dorfe Plaue nordwestlich Mitau über die Aa zu bauen suchten, in die Luft. Bei dem Landgut Schödern in der Gegend der Eisenbahn südwestlich Illuxt setzten unsere Trup⸗ pen sich nach erbittertem Kampfe in den Besitz ihrer alten Schützen gräben und fanden darin viele Gewehre, Patronen und andere Mu⸗. nition. Lebhafte Kämpfe fanden in der Gegend der Straßs 4 von Dünaburg nach Südwesten, in den Seenenzen, statt. Wir verdrängten den Feind aus dem Dorfe Widsy östlich der Eisenbahn NowoSwienziany Dünaburg. In der Gegend Wilna gingen unsere Truppen nach Gesechten um die Uebergängo über die mittlere Wilija ein wenig nach Osten. In Gegend nord⸗ westlich der Eisenbahnlinie Wileijka Molodetschno dauern an ein⸗

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