Ausgabe 
(31.8.1915) 204. Erstes Blatt
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seres linken Flügels eine feindliche Bombenwerferstellung. Auf den anderen Fronten nichts Erhebliches. Berlin, 31. Aug. Der Vossischen Zeitung wird aus Koustantinopel zu den letzten für den Feind so überaus ver⸗ lustreichen Kämpfen aus Gallipoli gemeldet: Auch die größten Opfer, die der Feind bringt, sind nutzlos. Unsere Stellungen bei Anaforta und Ari Bur nu sind so unvergleichlich stark ausgebaut, daß auch mit einer bedeuten⸗ den Uebermacht nichts auszurichten ist. Die letzten Unter⸗ stützungen, die die Engländer nach Gallipoli gebracht haben, sind bereits aufgezehrt. Schon ihre Landung kostete ihnen schwere Opfer. Ihre Verluste in den Kämpfen am letzten Samstag dürften sich auf 40 000 Mann belaufen, darunter verhältnismäßig viele Offiziere. Eng⸗ lische Gefangene geben zu, daß man die Opferwilligteit der türkischen Soldaten weit unterschätzt hat.

Konstantinopel, 30. Aug.(WT. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Wiener K. K. Telegraphenkorrespondenzbureaus. Die Nachricht von dem großen Siege an den Dardanellen wurde hier mit ungeheurem Jubel aufgenommen. Die Stadt trägt reichen Flaggenschmuck. ö

Berlin, 30. Aug.(Priv.⸗Tel., zens. Bln.) Ueber die Landung der englischen Truppen am 6. August an den Dardanellen wird berichtet: Die Engländer landeten etwa fiinf Infanterie⸗Divisionen, ferner eine Kavallerie⸗ Division ohne Pferde, welche wie die Infanterie verwendet wird, und einige andere Truppenteile, im ganzen etwa 100 000 Mann mit starker Artillerie in der Suvla⸗ bucht. Ihre Angriffe gegen die Südtruppen waren voll⸗ ständig erfolglos. Bei den Nordtruppen gelang es den Engländern, beim ersten Anlauf den türkischen rechten Flü⸗ el etwas zurückzudrängen. Sofort eingesetzte neue türkische Truppen brachten den Angriff nicht nur zum Stehen, son⸗ rn warfen ihn erheblich zurück. Die Engländer ehnten ihre brückenkopfartigen Stellungen, welche etwa en Kilometer vom Meere entfernt sich befanden, nach Norden weiter aus. Die Entfernung beträgt jetzt etwa zwei Kilometer, die Türken haben aber nach wie vor die ge⸗

ten, die englischen Stellungen beherrschenden Höhen inne Die Erfolge bei den Südtruppen waren also für den 95 ischen Aügreifer gleich Null, bei den Nordtruppen außer⸗ ordentlich gering und nicht entfernt dem ungeheuren Auf⸗ and von Menschen und Munition entsprechend. Von. gendwelchem Zurückdrängen der Türken kann demnach ine Rede sein.

8 Die Türken und ihre Gefangenen.

Konstantinopel, 30. August.(WTB. Nichtamtlich.) Das tegspressequartier veröffentlicht einen Brief des hier in Kriegs⸗ fangenschaft befindlichen Sohnes des Marquis von Aber⸗ een an seinen Vater, in welchem der Schreiber mitteilt, daß die Gefangenen und Verwundeten von den Türken gut be⸗ handelt werden.

Die Mehlversorgung Konstautinopels. Konstantinopel, 30. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) ie Regierung hat beschlossen, der Gemeinde Konstan⸗ opel zum Zwecke des Mehlankaufs für die Be⸗ fnisse der Stadt eine Anleihe von 150000 Pfund zu

E 85 a Die Haltung Bulgariens. 5 Berlin, 31. August. Zu Bulgariens Haltung be⸗ htet Rudolf Rotheith in derVossischen Zeitung aus Sofia: Bedingungen, die der Vierverband an Bulgarien für seine nische Zusage stellte, bestanden in der Uebernahme der Ver⸗

gierung von Bulgarien kundgegeben, daß sie diese Bedingungen ehnen. Die Türkei verlangt von Bulgarien als Gegenleistung die Abtretung von Türkisch⸗Thrazien eine Erweiterung r bisherigen wohlwollenden Neutralität.

b Ein rumänisch⸗bulgarisches Abkommen? Berlin, 30. Aug.(Zens. Bln.) Aus Budapest mel⸗ et der Berl. Lokalanzeiger: Aus Bukarest wird ge⸗ det: Die Umgebung des hiesigen bulgarischen Gesandten dahin verständigt worden, daß sich die Verhandlun⸗ zwischen Rumänien und Bulgarien in sehr schrittenem Stadium befinden und in den nächsten gen abgeschlossen werden dürften. Der Gang der Ver⸗ handlungen verheiße e Ergebnisse. Es gilt als daß es gelin wird, alle strittigen Fragen zu Es sei festzustellen, daß beide Regierungen mit em Wohlwollen die aufgetauchten Schwierigkeiten zu igen bestrebt waren. Die Vereinbarungen werden den rchgangsverkehr über Rumänien bedeutend eichtern, durch dessen bisherige schwerfällige Abwicklung bulgarische Handel viel Schaden erlitt und häufig Be⸗ schwerde erhob. Infolge der neuen rumänisch⸗bulgarischen Vereinbarung werden die Hemmungen im Postverkehr voll⸗ kändig beseitigt. Die rumänische Telegraphenverwaltung f d mit besonderer Fürsorge darauf achten, daß die wegen mseliger Beförderun fe Telegramme laut gewor⸗ Beschwerden abgestellt werden. Die Dobrudscha⸗ listria⸗Frage wird durch die Vereinbarungen nicht öst werden, sie werden aber hierauf bezügliche Aeuße⸗ ingen enthalten, indem die rumänische Regierung die echtigung der von Bulgarien gewünschten Grenzberich⸗ igung anerkennt. Die Regelung dieser Territorial⸗Fragen ird bis nach dem Krieg verschoben, wo dann eine Kom⸗ isston eine bezügliche Vereinbarung nach gründlichem dium der Frage feststellen und beiden Staaten unter⸗

1 wird. Die Cholera in Italien.

Rom, 30, Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Erlaß des Reichs⸗

erwesers verfügt die E gegen Cholera

Heer und Marine. Der Minister des Innern kann sie auch ivilpersonen anordnen. ö

England und die Kriegsentschädigung.

Berlin, 39. Aug,(WT. Nichtamtlich) DieNorddeut⸗ sche Allgemeine Zeitung schreibt unter dem TitelEngland nd die Kriegsentschädigung: Der Staatssekretär Reichsschatzamtes hat in seiner Reichstagsrede am 20. August gesprochen, daßbei einem siegreichen Frieden die Kosten⸗ e nicht vergessen werden soll; die künftige Lebensunterhaltung seres Volkes müsse so weit als möglich von der ungeheuren Bürde entlastet werden, die der Krieg anwachsen läßt. Das Bler⸗ gewicht der Milliarden verdienten die Anstifter dieses Krieges, sie mögen es durch Jahrzehnte schleppen, nicht wir.Diese Worte haben der englischen Presse in hohem Maße mißfallen. Die 5 Gazette erklärt die Worte Helfferichs für den tölpel⸗

Einschüchterungsversuch, den man sich ausdenken könne; Geständnis und die Absicht, den geschlagenen Allierten eme Kriegsentschädigung, oder wie die englische Presse sagt, einen

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daß er sie am Schrusse seiner Antwort auf die Rede des erchs⸗ kanzlers als einen Beweis dafür anführt, daß Deutschland um die Oberherrschaft kämpfe. Deutschland fordert also mit anderen Worten, daß ganze Völker, die ihm Widerstand geboten haben, noch Jahrzehnte lang arbeiten müssen, um ihm in Gestalt von Kriegsentschädigung einen Tribut zu zahlen; unter solchen Umständen kann kein Frieden geschlossen werden, der anderen Völkern als den deutschen das Leben erträglich machen würde. Aus der Entrüstung, mit der der englische Minister des Aus⸗ wärtigen und die britische Presse den Gedanken einer Kriegsent⸗ schädigung zurückweisen, ergibt sich zweierlei: Erstens, daß die Ankündigung des Reichsschatzsekretärs England an einer seiner empfindlichsten Stellen getroffen hat; der Gedanke, aus der eigenen Tasche bezahlen zu müssen, wird offenbar erschreckender empfunden, als die Pläne der deutschenAnnexionisten, die nur Landerwerb und noch dazu hauptsächlich auf Kosten der anderen Entente⸗Ge⸗ nossen betreffen. Zweitens, daß bei den Engländern im Innern ihres Herzens die Hoffnungen auf einen füt sie siegreichen Ausgang des Krieges auf den Nullpunkt gesunken sind, denn solange die Engländer noch an ihre Sache glaubten, war eine Bedrohung Deutschlands mit einer erorückenden Kriegsent⸗ schädigung erlaubt und selbstperständlich. Wenn jetzt die eng⸗ lischen Zeitungen und Staatsmänner den Gedanken einer Kriegs⸗ entschädigung für unmoralisch und verrückt erklären, so kann diese Meinungsänderung nur darauf beruhen, daß eine andere Kriegsentschädigung als eine solche zugunsten Deutschlands in ihrem Gesichtskreise keinen Raum mehr hat. N Deutschland und Amerika. Washington, 30. Aug.(WTB. Nichtamtlich Meldung des Reuterschen Bureaus: Präsident Wil son beschloß, keinen Urlaub anzutreten, bis die Angelegenheit mit Deutschland end⸗

gültig geordnet ist.

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* Aus Belgien. Brüßssel, 30. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Unter dem Pro⸗ tektorat des Generalgouverneurs Freiherrn von Bissing und in Anwesenheit des Prinzen Johann Georg von Sach⸗ sen sindet hier eine Kriegstcgung für Denkmalpflege statt, deren Dauer auf drei Tage berechnet ist. Vertreten sind die Mitglieder des ständigen Ausschusses für Denkmalspflege, der Vorstand des Bundes für Heimatschutz und Vertreter der Denk⸗ malspflege bei den Bundesstaaten, wie Vertreter der österreichischen

Regierung. 0.

Mangel an Kleingeld in Frankreich.

Paris, 30. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Wie der Temps meldet, ordnete der Finanzminister an, um dem zunehmenden Man 5 an Kleingeld 1 daß die Münze künftig die doppelte Menge Silbergeld prägt. Das gleiche Blatt teilt mit, daß die Wee den Mörder von Jaures abgeschlossen und die Akten der Staats⸗ anwaltschaft zugestellt wurden.

der Seelrieg. 5

Ein gerichtliches Nachspiel zur Versenkung des russischen KreuzersSchemtschug.

Petersburg, 30. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)Rjetsch meldet aus Wladiwostok: Das Kriegsgericht hat den Kom⸗ mandanten des von derEmden versenkten Kreuzers Schemtschug wegen Nachlässigkeit im Dienst zu 3 Jahren und den ersten Offizier zu Jahren Gefängnis und Ver⸗ lust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt.

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London, 30. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agen⸗ tur meldet: Der englische.Sir Wil lia m Stephensohn ist versenkt worden.

Aus dem Reiche.

Berlin, 31. Aug. Ueber die Zeichnungsbedin⸗ gungen der dritten Kriegsanleihe erfährt die Voss. Ztg., daß die Zeichner die ihnen zugestellten Beträge vom 30. September ab jederzeit voll bezahlen können. Sie sind verpflichtet, 30 Prozent spätestens am 18. Oktober, 20 Prozent am 24. November, 25 Prozent am 23. Dezember und 25 Prozent am 22. Januar 1916 zu bezahlen. Frühere Zahlungen find zulässig, jedoch nur in rund durch Hundert teilbaren Beträgen des Nennwertes. f Berlin, 30. Aug.(WTB. Amtlich.) Der Reichstag beschloß zu der Verordnung über die Errichtung von Betriebs⸗ gesellschaften für Steinkohlen⸗ und Braunkohlen⸗ bergbau einige Aenderungen, denen der Bundesrat in der heutigen Plenarsitzung zustimmte. Durch den Beschluß wird in sachlicher Hinsicht nichts geändert, insbesondere bleibt die Mög⸗ lichkeit der Schaffung eines Zwangssyndikats nach wie vor voll und ganz aufrechterhalten. 0

Berlin, 31. Aug. Zu der parlamentarischen Stu⸗ dienfahrt durch Ostpreußen berichtet dieBerl. Morgenpost, die Russen hätten 24 Städte, beinahe 600 Dörfer, le 300 Güter und über 30 000 Gebäude zer⸗ stört, sowie mehr als 100 000 Wohnungen geplündert.

Aus Stadt und Cand. Gießen, 31. August 1915.

Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Leutn. u. Kompagnieführer Willi Tempel aus Alzey. Freiw. Kriegskrankenpfleger Georg Zeschky aus Darmstadt. Schornsteinfegermeister Aug. Thomas aus Dieburg. Leutn. Theod. Trauthig, 2. Garde⸗Res.⸗Agt., aus Reiskirchen b. Wetz⸗ lar. Ers.⸗Res. Aug. Gümbel, Inf.⸗Rgt. 99, aus hofen. Lehrer Friedr. Weber, Inf.⸗Rgt. 88, aus Bonbaden. Ers. Res. Willi Häuser, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Niederweisel. Landsturmmann Schulverwalter Friedr. Rösch, Inf.⸗Rgt. 253, aus Offenbach a. M. Ers.⸗Res. Konrad Riedmüller aus Offenbach a. M. Unteroff. der Straßenbau⸗Komp. 37 Stadt⸗ baumeister Wolf Spies aus Dillenburg. ü

e Ritter des Eisernen Kreuzes: Stadtbau⸗ führer Karl Haedke aus Marburg, Pionier in einer Landsturm⸗Pionier⸗Kompagnie. Forstbeflisfener Rudolf Fischer aus Battenberg, Kriegsfreiw. und Leutn. d. R. im Jägerbat. 11. Kriegsfreiwilliger Oskar Stuhl aus Wetzlar, Inf.⸗Regt. 87. Wittich, Major und Bat.⸗Kom⸗ mandeur, Wagner, Hauptmann und Kompagniechef, Lossen, Oberleutn. und Bat.⸗Adj., sämtlich vom Land⸗ sturm⸗Bat. Worms. Aftz, d. R. Ed. Schmidt aus Butz⸗ bach. Füsilier Heinr. Ritz aus. Uffz. Herm. Fischer aus Blofeld, Inf.⸗Regt. 46. iegsfreiw. Arzt Dr. Wilh. Wenzel aus Butzbach. Off.-Stellvertr. Schneider von der Verwaltung des Kriegsgefangenen⸗ lagers in Wetzlar(1. Kl.). 5

* Der erste Metallablieferungstag für unsere Stadt hatte rund 50 Bürger veranlaßt, freiwillig das Kupfer⸗, n und Nickelgerät, das sie im Besitz hatten, abzuliefern. Manches Stück aus dem urgroßelter⸗ lichen Hausrat, von dem man sich gewiß schweren Herzens

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Tribut aufzuerlegen, streife an 1(insanity). Auch Grey it burch die Worte Helfferichs so start beeindruckt,

getrennt hat, wurde, allerdings gegen gutes Geld, auf dem

0 Salach worden, Nachrichten über das Sch

terlan

die Genen n es ansah, auf dem Boden oder in einer sonstigen 0 nutzlos ihr Dasein gefristet 55 55 Wenn in j die Kupfer⸗ nge und Nickelgeräte, die sich nicht mehr im Gebrauch befinden, freiwillig abgeliefert werden, so wird es wohl zu einer Beschlagnahme der noch unbedingt für den täglichen Gebrauch notwendigen, verarbeiteten Me⸗ tallgeschirre und 1. nicht kommen. Es liegt also im allgemeinen, gegenseitigen Interesse, wenn jeder einzelne in galten Bevölkerung freiwillig das hergibt, was zur Ver⸗ teidigung des Vaterlandes nötig ist. 5

Den Verwundeten im

erwiesene Freude herzlich dankbar und sparten nach den aus⸗ gezeichneten Darbietungen nicht mit ihrem reichen Beifall. ** Die Vermißten von Quesnoy. Am Sonntag nachmittag hatten sich im Felsenkeller viele Angehörige vonn vermißten 116ern eingefunden, von denen nach dem 85 Gefecht bei Quesnoy keinerlei Nachricht mehr in die Heimat 5 gekommen ist. Etwa 200 Personen hatten der Einladung zur 15 Versammlung Folge geleistet. Kreisamtssekretär Hag Als feld begrüßte dieselbe und übertrug alsdann den Vorsitz. an Stadtv. Fabrikant Eichenauer⸗ Gießen. Eine n⸗ zahl von Vätern vermißter Angehöriger unseres Regiments 4 gab alsdann eingehend Nachricht von den Schritten, die man getan habe, um Licht in das Dunkel von Quesnoy zu bringen. Obschon man sich an den Kaiser, den König von Spanien, den französischen Generalissimus, die Komman⸗ danten aller französischen Gefangenenlager, das Kriegs⸗ ministerium usw. gewandt und durch verwandtschaftliche Beziehungen die Vermittlung fremder öriger

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0 angehört in Anspruch genommen hat, ist leider bisher kein posities Ergebnis erzielt worden, und vor wie nach wissen so manche nicht, ob sie einen lieben Sohm oder Bruder als tot be⸗ trauern müssen, oder ob er noch irgendwo in einem feind⸗ lichen Gefangenenlager gehalten wird. Festgestellt ist, daß in englischen Lagern kein einziger 116er sich befindet. Leider steht aber auch fest, daß nach Tage von Quesnoy seitens des Feindes die Bestimmungen der Genfer Konvention über die Erkennungszeichen der Gefallenen nicht beachtet wurden. Auch von allen Organisationen, die sich die Ermittlung von Vermißten angelegen sein lassen, ist nichts unversucht l Schicksal der Ver⸗ mißten von Quesnoy zu erhalten, leider vergeblich. Die Be⸗ mühungen, Licht in die Sache zu bringen, dauern an. Denk⸗ 15 ist immerhin, daß der eine oder andere Gefangene trotz er

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u Ein deutscher Kriegerfriedhof in Se⸗ dan. Auf Veranlassung der zuständigen Armeeleitung ist in Sedan ein Ehrenfriedhof für deutsche Soldaten errichtet worden. Sein Schöpfer ist ein geborener Gieße⸗ ner, der Hauptlehrer an der Kunst, rbeschule zu Trier, Offizierstellvertreter Lony, der Sohn des Rentners Lony⸗ Gießen. L. wurde während einer Erholung von einer Ver⸗ wundung im Offiziers⸗Genesungsheim in Sedan mit dem Auftrage bedacht, ein monumentales Denkmal und die An⸗ lage für den geplanten Friedhof zu entwerfen. Die Arbeit wurde nach seinen Plänen von genesenden deutschen Sol⸗ daten ausgeführt und wird am 10. September feierlich suchr des dr 59575 9770 r 85 e 2 5 73 icht des Friedhofs hervorist die ehrenvolle Aufg 5 von Lony in hervorragender Art gelöst worden. Den Mittel⸗ punkt der in ruhige Flächen aufgeteilten Anlage bildet ein massiger, breit hingelagerter Portalbau, der von wuchtigen Säulen und Eckpfeilern getragen wird, und an den sich zu beiden Seiten Baumgruppen und blumenbekrönte Zier⸗ bei diesem neuen ang eine

mauern anlehnen. Auch Soldaten, das allerdings an Bedeutung und Umfan besondere Stellung unter ähnlichen Kriegsbauten einzu⸗ nehmen scheint, handelt es sich um einen sichtbaren Beweis deutscher Tatkraft und Kultur. 175 4 e Kriegergrabmäler. Der Landesverein vom Roten Kreuz schreibt uns: Der ordentliche Professor für Baukunst an der Darmstädter Technischen Hochschule, Herr seime Baurat Walbe, hat in dankenswertem Entgegenkommen seine Kunst in den Dienst unserer in heldenmütigem pf Gefallenen gestellt. Er hat eine Anzahl von ihm entworfener Vorbilder für ölzerne Krieger⸗Grabmäler, ohne Farben, aber auch solche in farbiger Behandlung, für die ganz oder großenteils aus hessischen Truppenteilen bestehenden Divisionen uns überlassen. Diese Grab⸗ mäler sind nicht nur künstlerisch schön, sondern sie können auch leicht im Felde zusammengesetzt werden. Eine eingehende Er⸗ läuterung stellt Herr Pegsessor Walbe au

falls zur Verfügung. Wir habem von dem

Divisionen alsbald Mitteilung gemacht u

das folgende Schreiben erhalten:Dem Landesver

Kreuz erlaubt sich die Division ihren verbindlichsten Dank für die freundliche a von Herrn Geheime a Professor Walbe gefertigten Entwürfe für hölzerne Krieger⸗Grab⸗ mäler auszusprechen. Die Division wird e ihre eigenen Kriegslazaretten auch den daran interessierten Truppen⸗ teilen der Nachbardivision zugehen lassen; sie ist 1 9 0 daß je hier wie dort den gleichen An und eifrige Nac ng inden werden. Auch dem Künstler bittet die Division ihren herz⸗

d ivilvorsitzende der ruf Fer fangen Jahre

* Eine Trocknungsanlage für Gemüse un Obst ist im Volksbad von der Stadt eingerichtet 5 Den Oberbürgermeister macht in einer Anzeige in vorlieg N. mer auf diese neue Anlage aufmerksam. N

* Apa

* Gegen die Verwahrlosung de Wohl in allen Großstädten droht die Gefahr, Kinder, deren Lehrer und Väter a 5 5 deren Mütter vielfach beruf 10 ebunde en meisten Stunden des Tages ganz sich selbst aufgeregt durch so manche Ereignisse und Ein verwildern und berwahrlosen. Ganz beson diese Gefahr vor während der großen Ferien, de

Jahre mit Rücksicht auf die