Ausgabe 
(31.8.1915) 204. Erstes Blatt
Seite
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1 9 er* iche Städte haben dies erkar und dafür gefor* urch geordnete Ferienwanderungen, ee wenigstens ein Teil der Kinder Beschäftigung erhält. In sesonders durchgreifender Weise hat die Stadt Dort⸗ und hier Vorsorge getroffen. An jeder Volksschule sind ellen eingerichtet, an denen die Kinder sich sammeln, id zwar täglich. Lehrer und F e stehen diesen . tellen vor und beschäftigen die Kinder in angemessener Weise. Da wird gespielt, gewandert, da werden Schützen⸗ gräben aufgeworfen und Burgen gebaut; da begibt man sich in die Planschwiese oder zieht mit Trommeln, Pfeifen d Fahnen ins Freie. Bei schlechtem Wetter wird in der Turnhalle geturnt, in der Schule erzählt, an ed und carbeitet. Ueber hundert solcher Sammelstellen sind ein⸗

gerichtet, und jede dieser Stellen wird von hundert bis

dertfünfzig Kindern besucht, so daß an 12000 Kindern

ligt sind. Für besonders bedürftige Kinder steht eine Summe für Erfrischung zur Verfügung. 155

55 u Gießener Märkte für 1916. Die Vieh⸗ und

5 folgt festgesetzt: Januar 4 und 5., 18. und 19. Februar

1. und 2. 15. und 16., 29.; März 1., 14. und 15., 28. und? 9.;

April 11. und 12.; Mai 2. und 3., 16. und 17., 30. und 31;

1. und 2., 15. und 16., 29. und 30.; September 12. und

18., 26. und 27.; Oktober 10. und 11., 24. und 25.; No⸗

vember 7. und 8. 21. und 22. Dezember 5. und 6.,

vieh, der zweite zum Handel mit Schlachtvieh und Schwei⸗

nen bestimmt. Der Frühjahrspferdemarkt findet

der Herbstpferdemarkt am 27. Sep⸗

sind am J. März, 15. April, 3. und 31. Mai, 21. Juni,

19. Juli, 2. und 30. August, 27. September, 11. und 15. Ok⸗

tober, 2. November und 20. Dezember.

lich in bernünftiger und nutzbringender Weise beschäf⸗

Krämermärkte sind für das kommende Kalenderjahr wie

Juni 20. und 21.; Juli 4. und 5., 18. und 19.; August

139. und 20. Der erste Markttag ist zum Handel mit Zucht⸗ am 29. 17

tember k. J. statt. Die 13 festgesetzten Krämermärkte

* Das silberne Jubiläum seiner Wirksämkeit

bauer des Volksbades, der höheren Mädchenschule, der Mitteldeutschen Ereditbank, der Universitäts⸗Kinderklinik, des Lupusheims, des Verwaltungsgebäudes unseres Elek⸗ trizitätswerks, sowie durch den Umbau der Stadtkirche, die an sich ein kunstgeschichtliches Baudenkmal da tellt, hat sich der Jubilar über unsere Provinz hinaus Ansehen und Beachtung verschafft. Nach seinen Entwürfen wurden u. a. das Sophienbad in Eisenach, die Volksbäder in Fried⸗ berg, Eßlingen und Aschersleben erbaut. Das in Gemein- schaft mit den Oberbauräten Fellner und Hellmes im Wien vom Architekten Hans Meyer erbaute Gießener Stadttheater ist eine anerkannte, hervorragende Zierde der Stadt. In Gießen danken ihm weiter die Landgrafen⸗ straße und der neuere Teil der Alicestraße ihr Entstehen. Ferner sind die meisten Verbindungshäuser unserer studen⸗ tischen Vereinigungen das Werk des Jubilars, 215 eine oße Anzahl Wohnhäuser und Villen in und außerhalb

er Stadt. f Landkreis Gießen.

Dorf- Gill, 29. Aug. Heute nacht gegen 3 Uhr zog ein schweres Gewitter über unsere Gegend. Dabei schlug der Blitz in die elektrische Lichtleitung, so daß im Nu sämtliche Lichter erloschen. Schwer betroffen wurde durch das Gewitter der hiesige Schäser Kutscher. Der Blitz schlug nämlich in seine Herde und

tötete 18 Schase. 1. Kreis Friedberg. 9 h. Nieder ⸗Eschbach, 30. Aug. Bei dem schweren Un⸗ 5 wetter, das sich Samstag über dem Vortaunus entlud, wurde in der iesigen Gemarkung ein Landwirt von einem Blitzstrahl ge⸗ troffen und schwer gelähmt. 1

00 0 Hessen⸗Nassau.

Marburg, 30. August. Der Ausschuß der neugegründeten Marburger Konsumenten⸗Vereinigung hat in seiner ersten Sttzung beschlossen, eine Herabsetzung des Milchpreises auf 20 Pfg. anzustreben und gleichzeitig den Magistrat zu ersuchen, daß die städtischerseits zu beziehenden guten Speisekartofseln nicht

u mehr als 3 Mark der Zentner kosten. Dem Ausschuß gehören i Damen und Herren aus allen Gesellschaftskreisen an. Zwischen 2 den Stationen Treysa und Schlierbach wurde gestern der Hilfs⸗ N bahnwärter Ewald aus Waltersbrück vom Postzug 3010 erfaßt

und getötet. 8 1 h. Frankfurt a. M., 30. August. Der kürzlich verstorbene ö Kaufmann Iguaz Albert Sichel hat unter den Namen Mana und Aung Sichel⸗Stiftung ein Kapital von 1500 000 Mar gestiftet. Aus den Beträgen soll eine Erziehungsanstalt für jüdische Knaben errichtet werden Die Stiftung erhielt bereits die landesherrliche Genehmigung. Bis zur Errichtung des Anstaltsgebäudes sollen die Zinsen der Stiftung Zwecken der Kriegsfürsorge dienstbar gemacht werden. Eine nachahmens⸗ werte und bereits in vielen Fällen trefflich bewährte Einrichtung traf derVerein Frankfurter Mutterschutz. Viele Familien, deren Ernährer im Felde stehen, haben größere Woh⸗ nungen inne, von denen sie regelmäßig Zimmer abvermieteten. Gegenwärtig stehen aber diese Zimmer infolge der Einberufung der Mieter leer, so daß den Wohnungsinhabern, in diesem Falle den Kriegerfrauen, erheblicher Schaden erwächst. Um diesen Aus- fall auszugleichen, hat der Mutterschutz junge Mütter, deren Männer auch im Felde stehen und die meistens noch keinem eigenen Hausbalt haben, veranlaßt, solche Zimmer zumreten. Nach zwei Seiten wirkt diese Maßnahme. Einmal wird ber Mie⸗ tern und Vermietern die wirtschastliche Not gelindert. Dann aber finden beide Teile gegenseitigen Anschluß, der durch den Gedanken an die beiden unter den Fahnen stehenden Männer, noch besondere Wärme und Vertiefung erfährt. In vielen Fällen übernummt auch die Wohnungsvermietexin die Aufsicht über das Kind der Mieterin, so daß diese 1 75 1 1 2875 Das Frankfurter Beispiel dürfte au erswo zu en sein. 45 10 Bad Homburg v. d. 8. 30. Aug. Am Marktplatz wurde ein älterer Herr von einem Straßenbahnzuge der Lokalbahn überfahren und so schwer ver⸗ er nach kurzer Zeit int städtischen Krankenhause

1

.

herrscht, hat die

entschloß sich dieselbe, g einige frohe Stunden zu bereiten.

hiefige Bürger auf fünf großen mit

wagen die braven Feldgrauen

von den hiesigen Einwohn,

bewirtet; einer su

Gesichtern der So fühlten. Abends wurden sie wieder Hephata gefahren. h. Fischbach i. T. 30. Aug Am Samstagabend wur⸗ den vier hiesige Landwirte beim Grummetmähen von einem Gewitter über rascht, vor dem sie unter einer in der Nähe stehenden Eiche Schutz suchten. Kaum hatten die Leute mit ihren Sensen unter dem Baum Platz genom⸗ men, als ein Blitzstrahl herunterfuhr und den 50jähri⸗ en Ohlenschläger und den 38 jährigen Roth auf 555 Stelle tötete. Die beiden anderen Landwirte erlitten nur leichte Brandwunden und Lähmungen. Die Sensen kurden durch den Strahl in ungezählte Stücke zerschellt.

e Getötete sind verheiratet 2 Familienväter.

2

igenem Antriebe Anstalt Hephata

0 chnrück;

in Gießen begeht heute Architekt Hans Meyer. Als Er-

8

5 5 Märkte.

Gießen, 31. Aug. Marktbericht. Auf dem beuklgen Wochenmarkte kostete: Butter das Pid. 1,60 0,00, Hühnereser das Stück 14 Pfg., Käse das Stück 78 Pig. Käsematte 2 Stück 60 Pfg.: Tauben das Paar 1,400,00 Mk., Hühner das Stück 2,002,20 Mk., Hahnen das Stück 1,501,70 Mk., Ochsen- lleisch das Pfund Mk. 1,161,20, Kuhfleisch 9600 Pfg. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 1,161,20 Mk., Schweine sleisch das Pfund 1,700,00 Mk., Kalbfleisch das Pfd. 1,00 1,04 Me., Hammelfleisch das Pfund 96110 Pfg. Kartoffeln 100 Kilo 9,00 Mark, Milch das Liter 24 Pfennig; Aepfel das Pfund 1020 Pig. Gurken große 1020, kleine 23 Pfennig. Bohnen 1215 Pig. das Pfd.: Spinat 18 bis 20 Pig. das Pfund; Wirsing 1025 Pig. das Stück, Gelberüben 810 Pfennig das Päckchen, Rotkraut 102⁵ Pfg. das Stück, Kohlrabi, oberirdische, 7 Pig. das Stück, Weißkraut 1025 Pfg. das Stück, Birnen 1015 Pfennig das Pfund. Zwiebeln der Zentner 1600 Mk. Marktzeit von 7 bis 1 Uhr.

se. Frankfurt a. M. Biehhofmarktbericht vom 30. Aug. Austrieb: Rinder 2094(Ochsen 332, Bullen 63, Kühe und Färsen 1699), Kälber 512, Schase 103, Schweine 925.

Marktverlauf: Rinder rege, Kälber gedrückt, Schafe und Schweine langsam, nahezu geräumt. Preise für 100 Pfd. . Lebend- Schlacht- 3 Ochsen. gewicht Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- Mk. Mt. wertes, 47 Jahre alt.. 7178 182188 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ens nne 118177 Bullen. Vollfleischige, aus gewachsene, höchsten Schlachtw. 606? 103115 Vollfleischige, jüngere656-60 100108 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw 6272 115 133 Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- wertes bis zu 7 Jahren 60-67 110125 Wenig gut entwickelte Färsen. 53-60 106-120 Aeltere ausgemästete Kühe. 5057 100114 Mäßig genährte Kühe und Färsen... 38-44 7688 Gering genährte 5 1 Färsen. 3038 68-87 er. Feinste Mastkälbee rr 76-80 127183 Mittlere Mast- und beste Saugkälbern. 7276 120-127 Geringere Mast- und gute Saugkälber.. 6670 112119 Geringe Saugkäl ber. 6064 102108 Schase. Weidemastschase: Mastlämmer und Masthammel.. 58-60 125-130

Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendge wicht.... 150.0015500 185.00 195.00 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebenge wicht. 140.00 150.00 175 186.00 Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendgewicht... 150.00 155.00 186.00 195.00 Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht... 150.00-155.00 185.00 195.00 se. Frankfurt a. M., 30. Aug. Frucht markt. Der Verkehr ist in Getreide ruhig bei stetigen Preisen. Das Angebot in aus, ländischer Ware ist klein, für Weizen wird 6870 Ml. verlangt und bezahlt; Gerste, rum., 6870 Mk., Mais 5860 Mk. Futtermittel vermehrte Anfrage, das Angebot außerordentlich klein. Kokoskuchen notierte 6062 Mk., Leinkuchen 67-68 Mk., Raps kuchen 50,00 Mt., Kleie 4951 Mk. Alles an disponibler Ware ab Station. te. Fraukfurt a. M., 30. Aug. Kartoffelmarkt. toffeln ab Wetterau 8,50 9,00 Mk. für 100 Kg.

1 Büchertisch. 260 Ein mache Rezepte für 60 Pig., einfache, altbewährte und solche neuester Methoden für alle Früchte, Gomüse, Marmeladen, Obstpasten, Beeren- und Obstweine, enthält das illustrierte Einmachebuch von Frau Amtsxat Rose Stolle. Ge- rade in der gegenwärtigen schweren Zeit liegt der deutschen Haus- srau die hohe Pflicht ob, durch Haltbarmachung der reichen Ernte jür die obst⸗ und gemüsearme Zeit vorzusorgen und unseren heim kehrenden Kriegern eine gesunde Labung zu bieten. Rose Stolles Einmache-Rezepte haben sich nicht nur in tausenden Fällen bestens bewährt, sondern zeichnen sich vor allem auch durch Billigkeit aus, da bei ihnen der Zuckerverbrauch möglichst eingeschränkt wird und so der reine Fruchtgeschmack erhalten bleibt. Daher wurde das Rezeptbuch während der Kriegsmonate des vorigen Jahres von mehr als 20 800 Hausfrauen benutzt. Soeben erschien die 7. Auf- lage im Verlage von Wilhelm Möller, Oranienburg bei Berlin. Preis 60 Pfg., Porto 5 Pfg.

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Briefkasten der Redaktion. (Auonyme Anfragen bleiben unberücsichtigt.)

nach Utphe: 1. Ja. 2. Darmstadt, 3. Heeresgruppe Mackensen, 18. Reserve-Armeekorps, 25. Res.⸗Division. Da ständig Truppen⸗ verschiebungen stattfinden, empfiehlt sich nach einiger Zeit bezügl. Frage 8 nochmalige Erkundigung bei dem nächsten Postamt.

Amtlicher Wetterbericht. 5 Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. 1

Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 1. Sept. 1018; Wolkig bis heiter, trocken, etwas wärmer, nordwestliche Winde.

Letzte Nachrichten

Wie die Japaner ihre Gefangenen behandeln.

i. Köln, 31. Aug. DieKöln. Ztg. erhielt von mehreren Seiten, darunter von einem Offizier, der bei Tsingtau mitgekämpft hat und dann in japanische Gefangenschaft geriet, Meldungen, wonach die Behandlung der deutschen Gefangenen durch die Japaner geradezu skandalös ist. Die Lage der Gefangenen lasse sich in ein paar Worten zusammenfassen. Gerade genug zu essen und eine Lagerstätte. Die Behandlung aller, die Offiziere mit einbegriffen, gleiche mehr derjenigen von Ver- brechern, als der besiegter Soldaten. DieKöln. Ztg. bringt darüber detaillierte Angaben und erklärt: Wir hoffen, daß die himmelschreienden Zustände, an deren Bestehen nicht zu zweifeln ist, der deutschen Regierung Veranlassung geben werden, die amerikanische Regierung, die den Schutz der deutschen Interessen in Japan ausübt, zu einer Untersuchung dieser Zustände anzuregen.

Kar-;

Die Lage der Russen verzweifelt.

Kopenhagen, 31. Aug. Die dänische Regie rungszeitungPolitiken, hält jetzt die Lage der Russen für verzweifelt. Die deutsche Verfolgung habe in den letzten Tagen ein derartiges Tempo angenommen, daß die Widerstandskraft des russischen 5 mt völlig gebrochen scheine. Der 7 1 he Murer eschehe mit derartiger Hast, daß er jetzt tatsächlich in Flucht aus seartet sei. Die deut⸗ schen Heere näherten sich als drohende Sieger Wilna.

Ein Kronrat in Petersburg.

Petersburg, 31. Aug. Wie aus Petersburg ge⸗ meldet wird, findet am Donnerstag in Zarskoje Sselo ein außerordentlicher Fron rak statt, bei dem der Zar den Vorsitz führen wird.

PC

Bulgarien und der Vierverband.

Wien 31. August. DasNeue Wiener Journal meldeß f

aus Bukarest: Der Vlerverband überreichte in Sofia eme 1

Note, die die neuen Zugeständnisse an Bulgarien enthielt. Die 5

bulgarische Regierung ist nicht geneigt, sofort eine Entscheidung

zu treffen. Dazu wird noch bemerkt, daß Bulgarien die bisher vor⸗ liegenden Zugeständnisse Serbiens als ungenügend bezeichnet.

Aeußerungen Enver Paschas,

Wien, 31. August. Der türkische Kriegsminister Enver Pascha äußerte zu dem Berichterstatter desAz Est: Das italie⸗ nische Eingreifen in den Kampf der Verbündeten wird nicht viel bedeuten. Wir werden jeht die tripolitanische⸗ Ohr- feige zurückgeben. Ich weiß, daß die Kämpfe in Tripoli⸗ tauien für die Italiener sehr verlustreich, sind, denn das Volk haßt die Italiener. Wenn wir dort den heiligen Krieg offiziell ver⸗ künden, werden die Senussi die Italiener vor sich herfegen. Italien harrt ein neues Abessinien. Ich weiß davon, daß die Italiener in Kleinasien landen wollen; wir sind darauf vorbereitet und wir erwarten mit Vertrauen alle weiteren Entwicklungen. Auf Gallswoli ist es denr Feinde nicht an einer einzigen Stelle gelungen, vorzudringen. Die Flotte ist untätig. An der Kaukasus⸗ front verteidigen wir uns auch mit Erfolg. Terrainschwierigkeiten erklären es, daß wir uns auf die Defensive beschränken. Unsere Truppen sind gegen Persien vorgedrungen. Die Engländer drin⸗ gen vom Persischen Golf gegen Bagdad vor. Es stellt sich aber her- aus, daß wir dort gerade so gut stehen wie anderswo. Im Yemen kämpfen unsere braven Truppen, zumeist Araber, mit vollem Ex⸗ folg. Unser Verhältnis zu Bulgarien ist ein unverändert freund⸗ schaftliches und auch die Erörterung der griechischen Frage ist ganz normaler Natur.

Eine verfrühte Siegesnachricht.

Petersburg, 30. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Rietsch wurde die bereits gemeldete Demonstration in Moskau dadurch entfesselt, daß ein kleines Blatt die Nachricht von dem Fall der Dardanellen aus angeblich zuverlässiger Quelle gebracht und von jubelnden Ausführungen darüber gestrotzt habe. Das Blatt sei sofort verboten worden. Bei der Schlägerei seien viele Privatpersonen und 8 Polizisten verwundet worden.

Selbstmord eines italienischen Kommandanten. Lugano, 31. Aug. Wie bekannt, wurde nach der Ver⸗ senkung desAmalfi der General Garelli alsDeparte⸗ mentskommandant von Venedig abgesetzt. In der Schweiz ein⸗ getroffene Venetianer versichern, daß Garelli vor etwa 20 Tagen in Venedig Selbstmord begangen habe, was von der Regierung

streng verheimlicht werde..

Die erste italienische Fahne.

Wien, 31. Aug. DenInnsbrucker Nachrichten zu; solge ist die erste italienische Regimentsfahne bei deu letzten erbitterten Kämpfeu in Südtirolerbeutet und gestern von einem Zugführer nach Innsbruck. gebrach⸗ worden, der sie sofort nach dem Landesverteidigungskom mando trug.

Der Feldzug für die allgemeine Wehrpflicht in England.

Rotterdam, 31. Aug. Die liberale englische Wochen⸗ schriftNation sagt: Der Feldzug für die allgemeine Wehrpflicht in England ist so gut wie verloren. Die Arbeiter seien dagegen, das stehe jetzt außer Zweifel. Ver⸗ schiedene Vertreter großer Fachvereine haben sich dahin unzweideutig geäußert. 1

* 1

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0 Das unfolgsame Japan.

Berlin, 31. Aug. Japan hat nach einer Depesche derNew Norker Staatszeitung aus Tokio die großbritannische Re⸗ gierung benachrichtigt, daß es unmöglich auf dessen Verlangen, den Handel mit Bürgern feindlicher Na⸗ tionen im fernen Osten zu verbieten, eingehen könne. Großbritannien hatte vor kurzem eine Verfügung erlassen, wonach den Engländern der Handel mit deutschen und österreichisch-unga⸗ rischen Staatsaugehörigen in China, Siam und Persien verboten werden sollte. Die japanische Regierung, von der Großbritannien, eine ähnliche Maßregel erwartet hatte, zog führende Geschäftsleut⸗ zu Rate und beschloß daraufhin, daß es sich der Bewegung nicht anschließen könnte und zwar hauptsächlich aus dem Grunde, daß die japanischen Gesetze eine derartige Maßregel nicht gestatten.

Amerikanischer Zinkmangel.

Amsterdam, 31. Aug. Amerikanische Blätter stellen fesk, daß die von amerikanischen Industriellen übernommenen Ver⸗ träge über Lieferung von Munition an England nicht erfüllt werden können, infolge des starken Mangels an Zink, denn die großen Zinkminen in Amexika seien ersoffen und auf lange Zeit hinaus nicht betriebsfähig. Die belgis 29 Zinkminen, aus denen Amerila sich zum Teil versorgt habe, seien in den Händen der Deutschen. Es werden jetzt neue Schmelz, 5 öfen gebaut, die Amerika in Zukunft von Europg unabhär 1 machen sollen. Aher naturgemäß würde, bis die Sache in Fial komme, geraume Zeit vergehen. ö

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