Ausgabe 
(27.8.1915) 201. Erstes Blatt
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surchtbaren Sprache der Erergnisse. Die Phrase des Beispiels von 1812 erscheint wohl jetzt jedem leeres Gerede. Vor hun⸗ dert Jahren zogen sich die Russen widerstandslos zurück, während ste jezt mit äußerster Kraftanstrengung versuchen, den Vormarsch

Gegner zu verhindern. Von einer russischen Festung nach der andern wird das gbanner herabgeholt. Unerbittlich voll⸗ zieht sich das Schicksal, welches die eroberungssüchtige Politik Rußlands über das eigene Land heraufbeschworen hat.

Russische Stimmungen.

Berlin, 26. Aug. DieVoss. Ztg. meldet aus Peters⸗ burg: Der Führer der Progressisten Jefremow meinte: Wenn man nicht alles verlieren wolle, so müsse man an die Spitze der lt eine diktatorische Persönlichkeit stellen, der das ganze Volk vertrauen könnte. Die Lage sei sehr ernst, da kein Mensch in Rußland mehr leeren Worten und Versprechungen traue. Wie stark gegenwärtig das Mißtrauen des Volkes ist, beweist folgendes: Als gestern bekannt wurde, daß der gegen⸗ wärtige Hofminister Frederiksz sich mit Rücktrittsgedanken trage, und vielleicht demnächst durch General Maximowitsch ersetzt wer⸗ den würde, da verbreitete sich sofort das Gerücht, die Neubesetzung des Postens durch einen energischen General solle erfolgen, im Hinblick auf die Möglichkeit einer Räumung Petersburgs und die Verlegung des Zarenhofes nach Moskau. Diese Gerüchte fanden so starke Verbreitung, daß seitdem die Petersburger Groß⸗ banken von ihren Depositenkunden mit ängstlichen Fragen fast überschüttet werden. Von durchaus Vertrauen erweckender Seite wird soeben mitgeteilt, daß seit dem vorigen Samstag in unauf⸗ fälliger Weise eine Ueberführung des Petersburger Reichsarchivs nach Moskau begonnen habe. Den Beamten der Verwaltung wurde erklärt, diese Maßnahmen erfolgen, weil das Petersburger Archivgebäude auf der Millionaja⸗Straße zu Lazarettzwecken be⸗ nötigt werde. Allerdings eine höchstsonderbare Motivierung! . Petersburg, 26. Aug. Der Zentrumsführer God new erklärt, daß, wenn er noch einige Hoffnung hege, so lediglich aus dem Grunde, daß der Mensch schließlich noch als lebendig zu betrachten sei, solange er nicht völlig tot ist. Unsere meinte er, ist prekär, wenn nicht geradezu ver⸗ zweifelt. Nur die äußerste Rechte rechnet noch immer auf die Erschöpfung des deutschen Heeres, aber selbst die Nationalisten widersprechen dem und deren einflußreicher Führer Bala sch ow erklärte in den Wandelgängen der Dum, die einzige Ret⸗ tung könnten nur noch die westlichen Verbündeten brin⸗

11 gen. 4 Berlin, 28. Aug.(Priv.⸗Tel.) DieB. 3. meldet aus Stockholm: Wie aus Petersburg berichtet wird, sind in den Putilow⸗Werken außerordentlich hohe Unterschleife entdeckt worden. Der Kriegsminister ordnete eine Revision der gesamten Geschäftsführung an,

namentlich auch der artilleristischen Geheimzeichnungen der

Werke.

1 Der russische Bericht. 9 Pekersburg, 26. August.(WTB. Nichtamtlich.) Bericht tes Großen Generalstabes vom 25. August: In der Gegend von Riga keine Veränderung. In der Richtung von Jacobstadt und Dwinsk dauern die Kämpfe annähernd auf derselben Front an. In der Gegend von Wilna unternahm am 24. August der Feind einige Teilangriffe auf der Front nordwestlich von Jewje. Wir schlugen diefe Angriffe ab. Am mittleren Njemen ziehen sich unsere auf dem linken Ufer operierenden Truppen allmählich gegen den Fluß zurfammen. Auf der Front zwischen Bobr und der

Eegend von Brest⸗Litowsk setzt der Feind den Druck auf den Hauptabschnitt unserer Stellung westlich des Waldes von Bialowieska und zwischen der Chaussee nach Bielsk, der Station Sainvoka(Gajnowka) und Wysoko.Litowsk und Pru⸗ janhy fort. Während des 24. und 25. August schlugen wir westlich von Brest⸗Litowsk feindliche Angriffsversuche auf unsere Stel⸗ I auf dem rechten Ufer des Bug ab. Der Feind bemüht sich Jängs der Chaussee von Pischa nach Malaryto vorzudringen. Südlich von Wladimir⸗Wolynskt unbedeutende Vorpostengefechte.

In Galizien an einzelnen Teilen unserer Front Gewehr⸗ und Ge⸗ 5 5 n.

Die Stimmung in Frankreich.

ülrich, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) DieNeuen * 5 Nachr. melden aus Lausanne: Eine aus Paris eingetroffene hochangesehene Persönlichkeit schildert die Lage in Frankreich in sehr düsteren Farben. Man stehe in

ris vor einem Wendepunkt. Entweder Wohl⸗ fahrtsausschuß im Stile 1789, oder Militärdikta⸗ tur ist die Situation, auf die man raschen Schrittes zutreibt und aus der es anscheinend kein Entrinnen mehr gibt. Alle ernsthaften Franzosen sehen mit Bangen der weiteren Ent⸗ wicklung eines Zustandes e e welchem die Geheim⸗ sitzungen der Kammer die erste Phase sei. Die Franzosen, schu n lieben, wollen lieber Militärdiktatur als Aus⸗

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Joffres Bericht.

Paris, 26. August.(WTB. Nichtamtlich) Amtlicher Be⸗ richt von gestern abend. Auf der gesamten Front Artillerie⸗ kampf. Die heftigsten Artilleriekämpfe entwickelten sich im Ab⸗ schritt nördlich Arras, zwischen Somme und Oise, in der Cham⸗ pagne, den Argonnen und im Priesterwalde. In den beiden letz⸗ teren Abschnitten griffen unsere Schützengrabenkampfwerkzeuge und die großkalibrige Artillerie mehrmals wirksam ein. In den Vogesen nahm im Fechttale, wo wir die eroberten Stellungen einrichten, die Kanonade an Stärke ab. Es fand kein Infanterie⸗ statt. Ein Aviatikflugzeug warf vier Bomben auf Besoul. ine Frau und ein Kind wurden verletzt. Der Sachschaden ist gering. Amtlicher Kriegsbericht von heute nachmittag. Im Artois, um Souchez und Neuville Kanonade und Kämpfe mit Petarden und Handgranaten während eines Teiles der Nacht. Im Gebiete von Rohe andauernd scharfe Tätigkeit beider Artillerien. Im Argonnenabschnitt von La Fille Morte ziemlich lebhafter Kampf mit Bomben und Handgrangten. Auf der übrigen Front nichts Wichtiges zu melden. Am 24. August bombardierte eines unserer Flugzeuge die wichtige Verzweigungsstelle auf dem Bahn⸗ fe Offenburg im Großherzogtum Baden. Am 25. August über⸗ log ein Geschwader von vier Gruppen, zusammen 62 Flugzeuge, die Hochöfen von Dillingen(Geschoß⸗ und anzerplattenfabrik) nördlich von Saarlouis, worauf mit Präzision über 150 Granaten, darunter etwa 30 großen Kalibers, abge⸗

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Eine Schlacht zwischen Afghanen und Engländern.

dene Morgenblätter nach derNeuen Zürcher Ztg. melden, ist es an der Nordwestgrenze von Indien zu heftigen Kämpfen zwischen englischen Grenzschutztrup⸗ pen und den Truppen des Emirs von Afghanistan ge⸗ kommen. Auf englischer Seite seien 300 Mann gefallen. Eine erbitterte Schlacht, die bei Lahore, der Haupt⸗ stadt des Pendschabs im vorigen Monat stattgefunden habe,

habe 20 Tage gedauert. 1 0 5 n 1

Vom Balkan.

Sofia, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die bulgarisch Presse bespricht mit wachsendem Unmut die Veri aus Nisch über den Verlauf der Skupschtina⸗Bera⸗ tungen und kommt zu dem Schlusse, daß in Nisch keine

Berlin, 27. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Wie verschie⸗

erfüllen. Das Regterungsorgan erklärt an leitender Stelle, Bulgarien sei nicht geneigt, sich zu einem Spiel, wie man es in Nisch zu treiben scheine, herzugeben..

Nisch, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der englische Gesandte suchte am 16. August den Ministerpräsidenten Pasitsch auf, um ihn zu veranlassen, den bulgarischen Forderungen nachzugeben. Pasitsch forderte Aufklärung über folgende Punkte: Ob die Vorschläge der Entente end⸗ gültig seien und nicht mehr geändert werden könnten; wo die serbische und die bulgarische Grenze sich berührten und welche Kompensationen Serbien für die zu bringenden Opfer gewährt würden. Der englische Gesandte erklärte, daß die Note des Vierverbandes unabänderlich sei, Serbien müsse die strittigen Gebiete sofort und ohne weitere Ver⸗ handlungen abtreten.

Konstantinopel, 25. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blockade des Hafens von Dedeagatsch durch die englische Flotte dauert trotz des Einspruches der bulgari⸗ schen Regierung ungeschwächt fort. Englische Kriegs⸗ schiffe liegen ständig vor dem Hafen und untersuchen jedes ein⸗ und ausfahrende Schiff. Den bulgarischen Handels⸗ kreisen erwächst durch dieses Vorgehen Englands beträcht⸗ licher Schaden. Es wird erzählt, daß englische Offiziere, die auf einige Stunden in Dedeagatsch an Land kamen, geäußert hätten, Bulgarien würde England noch weit unangenehmer kennen lernen, wenn es sich wei⸗ gern sollte, den Forderungen Englands nachzukommen.

Umschwung der Stimmung in Griechenland. Berlin, 27. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die Stim⸗ mung in Griechenland zugunsten Deutschlands um⸗ 9 eschlagen ist, zeigt laut BerlinerLokalanz. ein Brief, en ein Schüler des Gymnasiums in Solingen von seinen in Athen lebenden Eltern erhalten hat. Es heißt darin u. a.: Hier in Athen wird man immer deutschfreund⸗ licher. In den Theatern finden jeden Abend deutschfreund⸗ liche Kundgebungen statt. Man hört Rufe wie:Hoch lebe 72Hoch lebe der Kaiser!Nieder mit Eng⸗

and! 5

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* Kanzlerrede und holländische Presse.

Haag, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Zur Reichs⸗ kan 5 lerrede, die in allen holländischen Blättern wieder⸗ gegeben wird und über deren grundlegende Bedeu⸗ tung in der ganzen holländischen Presse nur eine Stimme sherrscht, schreibt der Dr. Kuyper nahestehende konservativeStandard: Der deutsche Reichskanzler hat aus Anlaß seiner großen Rede in Deutschland eine gute Presse gehabt. Dies war auch zu erwarten. Er sprach machtvoll und seine Argumente waren in vieler Hinsicht überzeugend. Man muß erkennen, daß die Entente⸗ mächte sich in Deutschlands Macht und Fähigkeit, durch⸗ zuhalten, nicht wenig verrechnet haben. Der in Utrecht erscheinendeStichtsche Courant schreibt: Die kriegerischen Vorgänge in Rußland förderten die deutsche Sache tüchtig; aber auch die kraftvolle und gewal⸗ tige Rede des Reichskanzlers wird der Stellung Deutsch⸗ lands von Nutzen sein. Das vom Reichskanzler veröffent⸗ lichte Telegramm nach Wien vom 29. Juli 1914 soll stets der Beweis bleiben, daß Deutschland sich anstrengte, um den Hrieg zu vermeiden. DerNieuwe Har⸗ lemsche Courant schreibt: Die eindrucksvolle und sicher für die Weltgeschichte höchst bedeutsame Rede, die der Reichs⸗ kanzler im Reichstage gehalten hat, verdient in vieler Hinsicht Studium und genaueste Erwägung. Sie enthält ungewöhnlich kostbare Beiträae zur Welt⸗ geschichte. 5

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5 N Der Seekrieg. DieArabic.

Berlin, 26. Aug. Wie dieVoss. Ztg. von zuver⸗ lässiger Seite erfährt, sind die Verhandlungen mit Amerika über den Untergang derArabic voll im Gange. Es liegt bis zur Stunde kein fester Anhaltspunkt vor, der eine entscheidende Stellungnahme auf der einen oder anderen Seite rechtfertigen würde. An dem guten Willen auf beiden Seiten zu einer friedlichen Beilegung des Zwischenfalles fehlt es nicht, und man darf hoffen, daß dieser geringfügige Anlaß nicht ausreichen wird, eine mehr als hundertjährige Freundschaft ernstlich zu trüben.

London, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die Whi Star⸗Linie gibt bekannt: Es sei zweifellos, daß dieAra⸗ bic torpediert worden ist: der Kapitän habe zwar nicht das U-Boot, aber mit Bestimmtheit das Porpedo ge⸗ sehen. DieArabic habe nicht versucht, das U-Boot zu rammen, da man es von der Kommandobrücke nicht ge⸗ sehen habe, auch nicht versucht, zu entkommen, sondern nur das U-Boot, aber mit Bestimmtheit das Torpedo ge⸗ sei ohne Warnung torpediert worden, und zwar sechzig Seemeilen von Irland. Abwarten!

Brennende Schiffe. Kopenhagen, 26. Aug.(WD. Nichtamtlich) Die Berlingske Tidende meldet: Der Dampfer E von Leith, 1 in Kopenhagen angekommen. Er fuhr auf seiner Reise durch die 4 an nicht weniger als sechs

roßen brennenden Schiffen vorüber, die augen⸗ scheinlich alle mit Holz beladen und von deutschen Unter⸗ seebooten in Bra

gesetzt waren. *

Lissabon, 26. Aug.(WTB.) Meldung derAgence Havas. Der aus Barry kommende norwegische Dampfer Havtor nahm am 21. August 40 Schiffbrüchige des englischen DampfersWindsor auf, welcher von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden war. DerWind⸗ sor war von London nach Italien bestimmt.

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Nicht das gewünschte Ergebnis.

London, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) In dem amt. lichen Bericht von den Dardanellen über die Kämpfe seit dem 6, August an dem westlichen Ende der Gallipoli⸗Halb⸗ insel wird gesagt: Es bestanden getrennte Angriffslinien. Die erste war australisch⸗neuseeländischen Korps, die andere war die von Suvlabucht, wo eben die angekommene Armee kämpfte. Ferner wurde ein Angriff vom Kap Helles in der Richtung Krithia unternommen. Trotz des fortwährend heftigen Kampfes und der schweren Verluste auf beiden Seiten erreichten unsere Trup⸗ pen in keinem der Gebiete ihr Ziel, obwohl sie ihm ent⸗ schieden näher kamen und das Gebiet, das sich in unseren Händen

beträchtlich ausbreiteten. Der Angriff des australisch⸗ neuseeländischen Korps richtete sich auf den Saribair⸗Chunul⸗ Hügel, hatte aber nicht das gewünschte Ergebnis. Die australisch⸗neuseeländischen Truppen vermochten nicht, ihre Stel⸗ lungen auf der Höhe zu halten und mußten sich nach den unter⸗

lb gelegenen Stellungen zurückziehen. Der Angriff aus

Da sie aber den Gipfel der Höhe nicht sie nach ihrer ursprünglichen Stellung zur u

davonzutragen.

Englische Lebensmittelnöte. 5 Kopenhagen, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Nach derNationaltidende bildet jetzt die Versorgung mit billigen Lebensmitteln, insbesondere Fische, den Gegenstand täglicher Erörterungen der lischen Presse. Dabei wird statistisch nachgewiesen, daß Fische am stärksten,

und zwar durchschnittlich um 75 Prozent im Preise gestiegen sind. Bei der Ernährung der großen Arbeiter⸗ massen in den Industriegegenden des Nordens bilden Fische das Hauptnahrungsmittel. Deshalb ist auch die Einführung gefrorener Fische von Amerika beschlossen worden. 3 Erster Schneefall auf dem italienischen Kriegsschauplatz.

Zürich, 26. August. Nach Meldungen der Blätter ist auf dem italienischen Kriegsschauplatz der erste Neuschnee 1 Der starke Wettersturz in den Hochalpen ist allgemein. hat bis auf 1300 Meter herunter geschneit. Die Alpenübergänge werden durch den bevorstehenden Winter für die Italiener noch uneinnehmbarer als bisher. 5 5

Deutsche Achtung vor der Neutralität.

Haag, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Korrespondenz⸗ bureau teilt mit: Am 18. August 1 5 ebe daß ein Luft⸗ schiffüber niederländisches Gebiet gefahren sei. Der deutsche Gesandte teilte am 23. August im age seiner Re⸗ eulsches Jifestiff brech Pesugen Nerd rd dee e,

iff dur bi ter über niederländisches Gebiet Ae wurde. Sobald das Schiff sich zu orientieren vermochte, bemerkte es die Abweichung vom Kurs und schlug die Richtung nach der See ein, die zwischen Vlieland und Terschelling wieder erreicht wurde. Die Re⸗ gierung hebt hervor, daß der bedauernswerte Vorfall ausschließlich eine Folge besonderer atmosphärer Verhältnisse war, die den Führer des Schiffes irreführten und fügt hinzu, daß seit dem Beginn der Feindseligkeiten den Führern der deutschen Luftschiffe strenge Befehle erteilt wurden, niemals über dem Gebiet neutraler Staaten zu fahren. 0

Die Universität Gent. 5

Köln, 27. Aug.(Privattel.) DieKöln. Ztg. meldet aus Brüssel: Die im Haag erscheinendeAvend po st brachte die Meldung, daß die Eröffnung der Universität Gent für Oktober beschlossene Sache sei und daß deutsche Professoren berufen würden für den Fall, daß sich nicht genügend belgische Professoren zu Vorlesungen bereit fänden. Von einem solchen Beschluß ist an den zuständi Stellen nichts bekannt, und von der Berufung deuts Professoren war selbstverständlich niemals die Rede.

Aus dem Reiche.

17 5 Bundesratsbeschlüsse. 8 i Berlin, 26. Aug.(Wr Nichtamtlich) In der Sit- zung des Bundesrates gelangten zur Annahme: Der Entwurf einer Verordnung über die me einer Vieh⸗ e am 1. Oktober 1915, der Entwurf einer Verordnung über ein Schlachtverbot für träch⸗ tige Kühe und Sauen, der Entwurf einer Verordnung üb. den Verkehr mit Zucker im Betriebsjahr 1915/16, der Em wurf einer Bekanntmachung betreffend die Ausprägung von Fünfpfennigstücken aus Eisen, der Entwurf einer Verordnung über den Verkehr mit Hülsenfrüchten, die Vor⸗ lage betreffend die Herabsetzung der Kontingente der Zünd⸗ warenfabriken für das Betriebsjahr 1915/16, der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend die Angestelltenversiche⸗ rungen während des N und die Vorlage betr Rd das Außerkrafttreten der Bekanntmachung über die Höchst⸗ preise für Speisekartoffel vom 15. Februar. 9

Aus Stadt

und Cand. ö Gießen, 27. August 1915.

Aus der Sitzung der Stadtverordneten.

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Punkten Pate gestanden: der Petroleumnot ist die stei Beliebtheit der Elektrizität zu danken, und so mu 7 den vorgesehenen Kredit für bie eee n Drittel erhöhen; eine Aus gabe, die allerdings nicht schm lich, sondern nur fi ringend ist. Weiter bewilligte m den für die Stadt i Druckereien einen Kri zuschlag, und schließlich erklä man sich damit ein standen, daß das Droschkenfahren in Gießen für die Fol noch mehr als bisher Sache des Portemonnaies wird. 5 neue Tarif geht gleich aufs Ganze und verlangt stellenwei 80 Prozent mehr als bisher. Man dachte aber an den teuren Hafer und seinen noch teureren Ersatz und vor allem daran daß nur solche, die es aushalten können, vom teuren S zierenfahren betroffen werden, und erfüllte die Wün Droschkenhalter. Womit man sich in Gegensatz stt einer Stadt im westfälischen Industriegebiet, wo die Fuhr halter in einer Zeitungsanzeige über den Unverstar des Publikums führen mußten, das billigere Prei verlangte mit der Begründung, man dürfe doch jetzt de teuren Hafer nicht mehr verfüttern. 1 Vor ein paar Tagen hatte die Stadt in einer An imGießener Anzeiger die Versteigerung von Frühbt ohné weitere Zusatze angesagt Tie Fassung der zu der Krhme ges, dee Beere u der e 5 8 0 ng Beschränkung auf bestimmte Kreise stattfinden solle hat tatsächlich manche von ihrem Besuch abgehalten. In gleichen Annahme und auf Grund uns zugegangener rungen dazu hatten wir in Nr. 199 unseres Blatte⸗ denken dagegen geäußert, daß die Obsternte auf diese zunächst wahrscheinlich in die Hand des Handels werde. Daß die Anzeige auch in Handelskreisen teil aufgefaßt worden war, bestätigte Stadtv. Simon, müplte daß einige Händler zu der Versteiger

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Neigung herrsche, Bulgariens berechtigte Forderungen zu

Suvla kam zum Stillstande, nachdem er zweieinhalb Meilen

und, als sie vom Ausschluß des Handels dom da