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Nr. 201
Etrstes Blatt Der Sletzener Anz Eicheint läglich, 1 Sonntags.— Beilagen: otermal möchenklich
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Sietzener Familienblätter; weimal wöchentl. Kreis: latt für den Kreis Gleßen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschertliche Heitfragen
168. Jahrgang
er Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen
bis vormittags 9 Uhr. Rotations druck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und steindruderei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7.
Freitag, 27. August 1915
Bezugs pre monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.
Brest⸗Litowsk unser. Die Matastrophe im Osten.
148 Eroßes Hauptquartier, 26. Aug. 1915.
1 Festung B
e Brest⸗Litowsk ist gefallen. Deut⸗ sche und österreichisch⸗ungarische Truppen stürmten die Werke ordwestfront und drangen in der
der West⸗ und N Nacht in das Kernwerk ein. Der Feind gab darauf
die Festung frei. 28 Oberste Heeresleitung. 8*
a 8 Y Eroßes Hauptquartier, 26. August.
Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Beaussjour in der Champagne wurde
Amtlich.)
ein vorgestern besetzter Sprengtrichter gegen französische An⸗ grisse deutet. prengtrichter gegen französisch Zwei feindliche Flugzeuggeschwader warfen
im Saartale oberhalb und unterhalb von Saar⸗
louis Bomben. Mehrere Personen wurden getötet oder ver⸗
letzt, der Sachschaden ist unwesentlich. Vor ihrem Start waren die Geschwader in ihrem Hafen Nancy mit gutem Erfolg von unseren Fliegern angegriffen worden. Außerdem büß⸗ ten sie vier Flugzeuge ein: Eins stürzte bei Bolchen brennend ab, Führer und Beobachter sind tot; eins fiel bei Re milly mit seinen Insassen unversehrt in unsere Hände; ein drittes wurde von einem deutschen Kampfflieger bei Arracourt(nördlich von Lunsville) dicht vor der fran⸗ zösischen Linie zur Landung gezwungen und von unserer Ar⸗ tillerie zerstört, das vierte landete im Feuer unserer Abwehr⸗ geschüe bei Moivrons(südlich von Nomen) hinter der feindlichen Front. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.
Bei Bausk und Schönberg südöstlich von Mitau
haben sich Kämpfe entwickelt. Oestlich 55 südöstlich von Kowno nehmen die Kä
den Vorstellungen der Festung. Zwischen Sejny und Merecz(am Njemen) wurde der Feind geworfen. Auch im Walde östlich von Augustow dringen Teile der Armee des Generalobersten v. Eichhorn nach Osten vor. 5 Weiter südlich wird um den Berezowka⸗Abschnitt ge⸗ kämpft. Unsere Spitzen haben Bialystok erreicht. Die Armee des Generals b. Gallwitz warf den Feind vom Or⸗ lanka⸗Abschnitt(nördlich und südöstlich von Bielsk) zurück. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Der schwer geschlagene Feind flüchtete in das Innere des Bialowieska⸗Forstes. Nur südlich des Forstes in der 9 nordwestlich von Kamieniec—Litowsk hält er noch Stand.*
Heeresgruppe
des Generalfeldmarschalls v. Mackensen.
Die Festung Brest⸗Litomwsk ist gefallen.
Während das österreichische Korps des Feldmarschalleut⸗ nants v. Arz gestern nachmittag nach Kampf zwei Forts der Westfront nahm, stürmte das brandenburgische 22. Re⸗ servekorps die Werke der Nordwestfront und drang in der Nacht in das Kernwerk ein. Der Feind gab darauf die
Festung frei.
5 Auf der ganzen Front der Heeresgruppe vom Bialowi⸗
eska⸗Forst bis zum Sumpfgebiet um Pripet(südöstlich von Brest⸗Litowsk) ist die Verfolgung im vollen Gange. N* Oberste Heeresleitung.
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Die Erfahrungen, die unser Heer hinter sich gebracht hat, lassen uns die stolze Ueberzeugung hegen, daß vorläufig nur die Mittel der deutschen und österreichischen Armee ge—
nügen, den Festungskrieg nach dem Grundsatze des Kommens,
Sehens und Siegens zu gestalten. Der Fall von Brest⸗ Litowsk, das uns unsere herrlichen Truppen gestern be⸗ scherten, krönt diese Ueberzeugung aufs neue. Nachdem knapp eine Woche um die Vorstellungen siegreich gerungen worden war, sah man in der Festung das Gespenst von Warschau, Kowno und Nowo⸗Georgiewsk sich am Horizont recken und räumte den Platz, ehe die Umklammerung vollzogen und die ungeheure Wucht unserer schweren Artillerie auch gegen die noch intakten Forts zu spielen begann. Mit Brest⸗Litowsk ist die elfte russische Festung in die Hand des Siegers ge⸗ fallen. Der eigentliche russische Festungskrieg begann erst
gegen Ende des ersten Kriegsjahres und bewies durch seinen
ispiellosen Siegeslauf die Erfahrungen des Beginns des 1 0 mae im Westen ein starker Waffenplatz nach dem andern— im ganzen waren es neun und außer⸗ dem sechs große Sperrforts— im Tanze mit unseren Mör⸗ sern den Atem verloren, so widerstand auch im Osten keine Festung dem Werben des deutschen Freiers. Der ungeheuren, abenteuerlichen Wirkung unserer schweren Geschütze 5
menschliche Nerven nicht gewachsen, und regelmäßig führ
nach kurzer, regelrechter Belagerung der Weg des Siegers
über die in Atome zerschlagenen Forts, meistens in über⸗ rumpelndem Sturm, zum Besitze des umstrittenen Objekts. Nachdem das vorletzte große Glied in der russischen Sperr⸗
kette gesprengt ist— Grodno wartet noch— kann man 2 15 noch einmal bestätigen, daß die Heere der Zen⸗
tralmächte als Festungsbezwinger unerreicht dastehen. Das wird
um so deutlicher, wenn man bedenkt, daß Przemysl erst h ungeheuren Verlusten des Angreifers und nach mehr⸗
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d mufe ihren Fortgang. Vor Olita nähern sich unsere Truppen
monatiger Berennung dem Hunger, und Tsingtau unter den e ee der vielfach überlegenen Meute zum pfer fielen; daß ferner die kleine Feste Boyen allen An⸗ Feine des Feindes getrotzt hat. 5 enn gestern die Glocken wieder den Sieg ins Land jubelten, dann waren es nicht nur diese Gedanken sieg⸗ reicher Ueberlegenheit über den Feind allein, die sie dem Rückwärtsblickenden eingeben. Ebenso stolz und schön stellt sich von der Warte des neuen Sieges der Blick in die nächste Zukunft dar. Strategisch bedeutet Brest⸗Litowsk für uns das Aufhören der so lange Monate gefährlich gewesenen Möglichkeit, daß der Feind seine geschlagenen Truppen
und aufs neue vorbrechen lassen konnte, bedeutet es den endgültigen Zusammenbruch der zweiten russischen Ver⸗ teidigungslinie am Bug und Njemen, von der nur mehr küümmerliche Reste stehen. Grodno kommt ernsthaft für den Halt der zermürbten und durcheinandergewirbelten Heere des Feindes nicht mehr in Frage, nachdem genügend deutsche Kräfte an allen Stellen der Front frei wurden, auch dort das letzte Wort zu sprechen und nachdem nun auch Bjelostok von unseren Truppen erreicht wurde. Die Beute in der Festung soll nach vorläufigen Vermutungen die von Nowo⸗ Georgiewsk noch wesentlich übertreffen.
Die Frage, die sich immer deutlicher angesichts des blitz⸗ artigen Geschehens im Osten aufdrängt, ist: Was wird nun werden? Daß der Feldzug im Osten endgültig zu unseren Gunsten entschieden ist, und daß alles, was jetzt dort noch geschieht, ein einziges gewaltiges Aufräumen, ein Ernten reifster Saat werden wird, davon ist nachgerade auch das ängstlichste Gemüt überzeugt. Die Spannung, mit der die weiteren Absichten unseres Generalstabs auch im Lager der Feinde aywartet werden, hat den Gipfel erreicht, und was das atemraubend 8 Feindes so furcht⸗ st nicht enntnis der eigenen
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151705 zu ein 2 5 mit Elektrizität gesch geren Uns er zusammengezo⸗ gen, deren grandioser Entladung wir Deutsche als dem Walten der unentrinnbaren Nemesis mit der Ruhe des guten Gewissens entgegensehen. Das Gericht erscheint, wie auch die Absichten der deutschen Heeresleitung sind, näher alls je. Liegt in ihrem Plan die Fortsetzung der Offensive im Osten, dann handelt es sich im Grunde noch um die Vollendung eines Werkes, die sich, wie man zu sagen pflegt, beim Verputz finden muß. An beiden Punkten, wo sich die allen Verbänden erschütterten russischen Massen zusammen⸗ drängen, gegen Minsk und Wilna und im Raume hinter Brest-Litowsk, harrt der zerrissenen, unter Munitions⸗ mangel leidenden und moralisch schwer mitgenommenen Heere das, was in Paris nach den neuesten Nachrichten er⸗ wartet wird, diemilitärische Katastrophe. Mit gan⸗ zer Deutlichkeit wird dies klar, wenn man liest, was die „Köln. Ztg.“ heute mittag aus dem Kriegspressequartier melden kann:
i. Köln, 27. Aug.(Eig. Drahtbericht.) Die Russen sind durch die überall östlich der Bahn Bielsk—Brest-Litowsk— Kowel verlaufende Front der Verbündeten ihrer wichtigsten Rück⸗ zugsstraßen beraubt. Im Raume östlich und nordöstlich Brest⸗Litowsk sind, obwohl die Räumung der Festung und der Abtransport bereits seit längerer Zeit begonnen haben dürfte, große Massen mit den entsprechenden Trains zusam⸗ mengedrängt, während längs der noch bleibenden Rück⸗ zugslinien unwegsame Wald⸗ und Sumpfgebiete lie⸗ gen. Das Eisenbahnnetz nach Minsk und Pinsk erscheint gegenüber den zu bewältigenden Massen spärlich. Die russischen Heere befinden sich in der ernstesten Gefahr.
Man wird annehmen können, daß zunächst die Schritte, die noch zur Vernichtung der Heere des Zaren führen müs⸗ sen, getan werden. Der Festungskrieg ist für sie verloren, in der Feldschlacht werden sie noch weniger widerstehen können. Aber auch der zweiten Möglichkeit, die ins Auge
efaßt werden kann, nämlich der Verwendung der zu neuen
Schlägen bereiten Armeen des Reichskanzlers an anderen Stellen, haben sich gestern wieder neue Perspektiven ge⸗ öffnet. Wie es kommt, ob im Osten oder im Westen oder an— dritten Stellen nach dem Ende des russischen Festungs⸗ krieges die Donnerschläge des Gewitters niedersausen wer⸗ den, das sich in Russisch⸗Polen für die Feinde zusammen⸗ braute und gestern den Himmel ihrer 3 ganz verschwinden ließ— wir wissen, daß sie herniedersausen und daß sie furchtbar sein werden. Dafür hat der Tag von Brest⸗Litowsk, der Jahrestag von Tannenberg, die stärkste Sicherheit gegeben.
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Erfolgreiche Beschießung russischer Signalstationen.
Berlin, 26. Aug.(WTB. Amtlich.) Am 25. August abends hat einer unserer kleinen Kreuzer die russische Signalstation Kap⸗Süd⸗Ristra auf der Insel Dagö beschossen und teilweise zerstört. Zur gleichen Zeit hat ein anderer kleiner Kreuzer die Signalstation An⸗ dreasberg, gleichfalls auf Dag mit Erfolg unter Feuer genommen. Feindliche Streitkräfte wurden nicht
e Der Stellvertreter des Chefs des Admiralstabes: 6(gez.) Behncke..
immer und immer wieder hinter sicheren Mauern auffrischenssch
Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 26. August 1915.
Russischer Kriegsschauplatz.
Die Festung Brest⸗Litowsk ist gefallen. Die un⸗ garische Landwehr des Generals v. Arz entriß geftern dem Feind das südwestlich der Festung gelegene Dorf Koby⸗ lany, durchbrach damit die äußere Gürtellinie und fiel den zunächst liegenden Werken in den Rücken; westgalizische, schlesische und nordmährische Heeresinfanterie erstürmte gleichzeitig ein Fort südlich der Ortschaft Koroszezyn. Deut⸗ e Truppen bemächtigten sich dreier Werke an der Nordwestfront und besetzten heute früh die an der Bahn⸗ brücke gelegene Zitadelle. Unterdessen drängten die Verbün⸗ deten den Feind auch über die Lesna und im Wald⸗ und Sumpfgebiet südöstlich Brest⸗Litowsk zurück und unsere von Kowel nordwärts verfolgende Reiterei warf russische Nach⸗ huten bei Bucin und Wyzwa.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Im Doberdo⸗Abschnitt griffen die Italiener gestern mit⸗ tag den Monte Dei sei Busi neuerdings an; sie wurden wie immer zurückgeschlagen. Vor dem Görzer Brückenkopf herrschte Ruhe. An der übrigen küstenländischen Front fan⸗ den stellenweise Geschützkämpfe statt, so namentlich im Raume von Flitsch, wo sich die feindliche Infanterie vorsichtig heran⸗ arbeitet. Der bereits gestern als abgeschlagen gemeldete An⸗ griff gegen den Nordabschnitt der Hochfläche von Lavarone wurde von starken feindlichen Kräften geführt; nach zehn⸗ tägiger, auch die Nächte hindurch andauernder heftiger
vorgestern abends ihr Feuer gegen die Front Cima di nach Mi
zeng.—Basson zu größter Schnelligkeit. Bi ach ie unser gen mi
Truppen und Standschützen, von oberösterreichischen und der Artillerie hervorragend unterstützt, schlugen ak Stürme zurück. In den Morgenstunden war der feind liche Angriff endgültig zusammengebrochen. J den Hindernissen allein liegen 200 tote Italiener; danach
mag. einer hatten nur geringe Verluste.. 5 iner unserer Flieger erzielte in der Munitionsfabrik von Brescia mehrere Bombentreffer.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Das drohende Verhängnis in Rußland.
Stimmen zum Fall von Brest⸗Litowsk.
(WTB) Berlin, 28. Aug. In ihrer Besprechung des Fal⸗ les von Brest⸗Litowsk verbinden die Morgenblätter ein berg. a 5 5
Im„Berliner Lokalanzeiger“ heißt es: Heute, vor einem Jahr, hob in Ostpreußen der blutige Entscheidungskampf an, der die Russen von diesem uns teuren Boden herunterfegte,
gefallen, rascher, als wir uns in unseren weitgehenden Erwar⸗ tungen hätten träumen lassen. Kowno, Nowo⸗Georgiewsk, Brest⸗ Litowsk, die drei gewaltigsten Festungen, die das Zarenreich sein eigen nennt, binnen einer Woche mit stürmender Hand genommen — wahrlich, der Schlachtengott hat Großes an uns getan.
stärkste russische Festung überhaupt, in unsere Hand gefallen. Un⸗ sere und unserer Verbündeten Truppen haben sich bei der Erstür⸗ mung von Brest⸗Litowsk wieder auf das heldenmütigste bewährt, doch steht noch darüber das Verdienst der überlegenen Strategie, die, richtig betrachtet, das russische Heer aus seinem Haupt⸗ bollwerk herausmanövriert hat.
Die„Tägliche Rundschau“ sagt: Die letzte Hoffnung der Russen und ihrer Verbündeten, den deutschen Sturm gegen Osten sich brechen zu lassen, ist vor diesem Sturm zusammen⸗ gebrochen. Wie auch die weiteren Kriegsgeschehnisse nach den Plänen unserer Heeresleitung sich entwickeln mögen, einstweilen jedenfalls hat Rußland vergebens auf das Wunderbare gehofft, das Brest⸗Litowsk halten sollte. 8 vorangegangenen natürlichen Geschehen es selbst den echtest russi⸗ schen Leuten bange werden muß bei diesen kolossalen Rückzugs⸗ künsten ihrer Obersten Heeresleitung.
Im„Berliner Tageblatt“ schreibt Major Moraht: Ohne Zweifel dürfen wir bei dem schönen Erfolg, den das österreichisch⸗ ungarische Korps des Feldmarschalls von Arz und das branden⸗ burgische 22. Reservekorps errungen haben, eine erhebliche Wir⸗ kung auf die Neutralen voraussetzen. Sie konnen nicht mehr unklar darüber sein, daß die russische Kraft gebrochen ist. Noch niemals ist es einem großen Heere gelungen, nach einem solchen Rückzuge die volle Kraft wieder zu gewinnen. Vor der Tür steht der Winter, das Einfrieren des weißen Meeres und der ungeheuer erschwerte Transport amerikanischer Munition durch Sibirien. Man sagt deshalb nicht zu viel, wenn man behauptet, Rußlands Kraft ist für den Vierverband schon jetzt auf lange Zeit aus geschaltet. 1 5.
Die„Wiener Allgemeine Zeitung“ schreibt zum Fall von Brest⸗Litowsk: Brest⸗Litowsk, das stärkste Bollwerk des Zaren, ist nun auch vom Schicksal erreicht worden. Brest⸗Litowsk gefallen. Ein furchtbarer Schlag hat abermals Rußland getroffen. Mit Jubel wird die neue Freudenbotschaft bei uns und unseren Verbündeten aufgenommen. Wohl noch niemals haben in so rascher Reihenfolge vernichtende Schläge das russische Riesenreich erreicht, wie dies durch unseren und der Deutschen ununterbrochenen viermonatigen Siegeszug jetzt geschehen ist. Alle Trostgründe, mit denen die Entente sich über die Niederlagen Ruß⸗
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lands hinwegzusetzen versuchte, erscheinen haltlos gegenüber der
Bei den in Ostgalizien stehenden Armeen nichts Neues. a
Schützen
läßt sich ermesfen, welche Opfer dieser Angriff gekostet haben
Gedenken des Jahrestages der Schlacht von Tannen ⸗ 1
und gestern ist mit Brest⸗Litowsk das letzte Bollberk am Bug
Die„Kreuzzeitung“ schreibt: Mit Brest⸗Litowsk ist die Haupt⸗ stellung der russischen inneren Verteidigungslinie, vielleicht die
Tatsache ist, daß nach allem
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Beschießung unferer Werke steigerte die feindliche 1 b
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