Entsch 8 ganze Verordnung
außer Kraft treten. Regelung des Kart
lüsse handelt, auch Verkreter der Arbeitgeber⸗ Arbeiterorganisationen zugezogen werden. Die soll spätestens zwei Jahre nach Friedensschluß Weiter erklärt der Reichstag, daß die gelun 8 ell⸗ und Syndikatswesens ausschließlich Reichssache ist. Wenn er der Bundesratsverordnung über die Errichtung von Vertriebsgesellschaften für den Stein— kohlen⸗ und Braunkohlenbergbau nicht widerspricht, so wird er dabei lediglich von dem Gesichtspunkt geleitet, daß es während des Krieges zu große Schwierigkeiten machen würde, eine besondere sachverständige Behörde beim Reichsamt des Innern zu schaffen. Er spricht aber die sichere Erwartung aus, daß die verbündeten Regierungen nach Friedensschluß die geeignete Organisation beim Reichsamt des Innern treffen werden.
Abg. Gothein(pt.)
wendet sich dagegen, daß in die Bekanntmachung die Bestimmung aufgenommen werden soll, daß sie spätestens zwei Jahre nach Friedensschluß außer Kraft tritt. Nach Beendigung des Krieges müssen alle durch den Krieg hervorgerufenen Verordnungen außer Kraft treten. Fügt man in dieses Gesetz eine ausdrückliche Be⸗ stimmung hierüber ein, so kann daraus geschlossen werden, daß die Verordnungen, bei denen eine solche Bestimmung fehlt, weiter gültig bleiben.
Die Resolutionen werden denommen.
Die Kriegsbesoldung.
Eine Resolution ersucht den Reichskanzler, eine sofortige all⸗ gemeine Revision der Kriegsbesoldungsordnung zu veraulassen und 8 dem Reichstag einen Gesetzentwurf über die Kriegsbesol⸗ ungen alsbald vorzulegen.
Abg. Stücklen(Soz.):
Wir haben die Kriegskredite bewilligt und müssen nun auch Rechenschaft über ihre Verwendung verlangen. Die Kriegsbesol⸗ dungen sind ohne Mitwirkung des Reichstages festgesetzt worden. Die Kriegsbesoldungsordnung wird jetzt durch die Kommando⸗ gewalt des Kaisers gedeckt. Ter Kaiser kann nicht das Recht haben, über die Mittel, die der Reichstag bewilligt hat, vollkommen frei nach eigenem Ermessen zu verfügen.(Sehr richtig!) Die Friedens⸗ besoldungsordnung ist dem Reichstag vorgelegt worden, wir setzen jedes Jahr fest, wieviel die Offiziere, Militärbeamten und Mann⸗ schaften bekommen sollen. Da darf man doch jetzt nicht den Reichs⸗ tag vollständig ausschalten. Auch die Mehrheit der Kommission war dieser Ansicht. Als der Krieg ausbrach, wußte man zwar, daß eine Kriegsbesoldungsordnung besteht, ihr Inhalt war aber niemand im Reichstag bekannt. Und dabei stammt diese Ver⸗ ordnung schon aus dem Jahre 18871(Hört! Hört! bei den Soz.) Der Krieg beseitigt nicht das Budgetrecht des Reichstages.
In unserer Bibliothek war die Besoldungsordnung nicht zu erhalten, und als ich den Wunsch äußerte, sie kennen zu lernen, wurde mir gesagt, sie sei geheim. Es ist richtig, daß ein Teil der Verordnung geheim ist, dieser bezieht sich aber nicht auf die Besoldungsordnung. Hätten wir am 4. August gewußt, wie die Besoldungsordnung beschaffen ist, so hätten wir sicher noch einen oder zwei Tage auf ihre Prüfung verwandt. Wir hätten dann viel Geld erspart. Erst vor wenigen Tagen habe ich die Besoldungsordnung bekommen können. Da begriff ich, warum man uns so sehr vor ihr behütet hat. Ihr Studium ist alles andere als eine Annehmlichkeit.(Sehr richtig! b. d. Soz.) Ihre Sätze gehen weit über das erforderliche Maß hinaus. Ma n che Leute haben sich gewundert über das viele Geld, das sie bekommen.(Sehr richtig!) Ich will gewiß nicht an den Bezügen der höheren Offiziere nörgeln oder kleinlich um den Pfennig schachern. Aber wenn sich das ganze Volk ein⸗ schränken soll, da hätte man auch hier die P flicht der Spar⸗ . gehabt. Wir wenden uns gegen die ganze Art der esoldungsordnung. So bekommt ein junger Assessor, der viel⸗ leicht noch gar nicht angestellt ist, als Kriegsgerichtsrat ein Ge⸗ halt von rund 10 000 Mark. Die Gehälter sind allerdings nach Monaten berechnet, da wohl niemand eine so lange Dauer des Krieges voraussehen konnte. Ein Militärgerichtsschreiber, also ein ziemlich subalterner Beamter, bezieht für seine Tätigkeit 6000 Mark. Solche üge kann man doch einfach nicht billigen. (Sehr richtig! links.) Gegen die Tagegelder der hohen Beamten muß sofort eingeschritten werden.(Sehr richtig! b. d. Soz.)
Der Bibliothekar der Kriegsakademie bekommt 50 Mark Zu⸗ lage, weil es Krieg ist, die Professoren bekommen 90 Mark. Es ist gesagt worden, die Sätze kämen praktisch nicht zur Anwendung, weil die Herren im Felde seien. Warum stellt man sie dann auf. Das geht bis zum Totengräber in Metz, der monatlich
ohne weitere Aussprache an⸗
lagen an ein ganzes Heer von Beamten und Angestellten, die durch den Krieg mehr freie Zeit gewinnen, hitte der Reichstag auf keinen Fall bewilligt. Von dem Augenblick an, wo wir Kenntnis von der Verordnung bekamen, sind wir dagegen gewesen. Unsere Ent⸗ schließung verlangt eine sofortige Durchsicht und Aenderung der Kriegsbesoldungsordnung. Eine andere Entschließung verlangt die Vorlage eines Gesetzentwurses über die Kriegsbesoldungen. Praktische Bedeutung wird das allerdings erst nach dem Kriege haben. Da wird der Brunnen zugedeckt, nachdem die Millionen hineingefallen sind. Es muß der Regierung gezeigk werden, daß der Reichstag sein Ausgabenbewilligungsrecht für verletzt ansieht, weil eine Kriega-Besoldungsverordnung zur Anwendung gelangt, von der er keine Ahnung hat.
Abg. Bassermann(Natl.):
Auch wir halten eine gesetzliche Regelung der Kriegsbesoldun⸗ gen für notwendig und sind auch der Meinung, daß eine Reihe von Sätzen der bestehenden Kriegsbesoldungsordnung geändert werden aß. Es bezieht sich das weniger auf die Offisjersgehälter als auf die Bezüge von Militärbeamten. Die gesetzliche Regelung dieses Stoffes ist unterblieben, der Reichstag hak ihn für eine gesetzliche Regelung nicht beansprucht. Deshalb bleibt ein anderer Weg nicht übrig als die Regelung durch eine Kriegs⸗ besoldungsverordnung. Insofern kann man von einer Verletzung des Bewilligungsxrechtes nicht sprechen. Wir werden trotzdem gegen die beantragten Entschließungen stimmen, weil eine Regelung in diesem Augenblick nicht möglich und durchführbar ist. Es fehlen die nötigen Kräfte. Darüber ist uns im Haushaltausschuß die nötige Aufklärung gegeben worden. Daß das Kriegsministerium da⸗ zu nicht imstande ist, wird jeder bestätigen, der weiß, wie die Herren dienstlich belastet sind. Es müßten Offiziere aus der Front oder aus den Garnisonen herangezogen werden. Dem würde ich drin— gend widerraten.
Eine gesetzliche Regelung der ganzen Angelegenhest in diesem Augenblick ist vollkommen aus⸗ geschlossen, wenn wir uns an die großen Kämpfe bei der Ve— soldungsordnung erinnern, die wir hier beschlossen haben. Ganz natürlich und selbstverständlich würde dann jede Schicht der Ve— teiligten mobil gemacht werden. Eine Aussprache würde viele Mo— nate erfordern, wir haben das Kriegsministerium heute für wich⸗ tigere Aufgaben nötig. Selbst wenn zugegeben wird, daß Mifßz⸗ stände vereinzelt vorhanden sind, kann die Aufgabe jetzt nicht gelöst werden.
Reichsschatzsekretär Dr. Helfferich:
Die Auffassung der Regierung ist eine andere als die des Ab⸗ geordneten Stücklen. Der Erlaß der Besoldungsvorschriften stellt keine Verletzung des Bewilligungsrechtes des Reichtages dar.
Die Fragen, die mit der Kriegsbesoldungsordnung zusammen⸗ hängen, berühren den gesamten Aufbau der Reichsverfassung, ins⸗ besondere die Fragen, die der oberste Kriegsherr zu regeln hat. Es handelt sich nicht um ein juristisches Destillat, sondern um eine ganz reale historische Entwicklung. 1860 bestand eine Kriegsbe⸗ soldungsordnung und auch 1870 ist ebenso verfahren worden. Da⸗ mals bestand das Reich zwar noch nicht, aber die Verfassung des Norddeutschen Bundes ist bekanntlich auf das Deutsche Reich über⸗ nommen worden. Niemand hat damals den Einwand erhoben, daß der Kontingintsherr nicht berechtigt sei, eine Kriegsbesol⸗ dungsordnung zu erlassen. Daß eine Kriegsbesoldungsordnung bestand und bestehen mußte, und daß im Kriege andere Gehälter und Löhne bezahlt werden müssen, liegt auf der Hand und mußte jeder wissen, der sich irgendwie darum kümmert. Eine Aenderung des vorliegenden historischen Rechtszustandes hätte höchstens beim Erlaß des Besoldungsgesetzes von 1909 im Reichstag erfolgen kön- nen. Damals haben die beteiligten Ressorts aufs Eingehendste ge⸗ prüft, ob das Kriegsbesoldungsgesetz, das 1887 zum letztenmal er⸗ lassen worden war, eine Aenderung erheische und sie sind zu einer anderen Auffassung gekommen. Jetzt haben wir die vielen neu ge⸗ bildeten Formationen.
Im Friedensetat sind die Formationen genau vorgeschrieben, mit dem Kriegsausbruch werden fie nicht nur auf Kriegsfuß ge⸗ bracht, sondern die Kommandogewalt schließt auch die Schaffung neuer Formationen ein, die in keinem Etat stehen. Der Reichs⸗ tag hat nur die Gesamtheit der Maßnahmen finanzieller Bedeutung, die durch den Krieg herbeige⸗ führt werden, durch Bewilligung der Mittel zu decken, wie das bisher durch Bewilligung der Pauschsummen in Milliardenhöhe ge⸗ schehen ist. Wenn wir die Durchführung im Rahmen des ordent⸗
20 Mark Zulage bekommt.
Der mag leider viel zu tun haben. Es
„Gezeit“.
sehr einleuchtende Verdeutschung ist vor einiger Zeit der Fremdworte„Saison“ und„Season“ vorgeschlagen in unserem geschäftlichen und gesell⸗ e Rolle gespielt hatten: das Wort „Gezeit“. Als„Gezeiten“ bezeichnen wir heute nur noch die regelmäßige Wiederkehr von Ebbe und Flut; im Mittelhochdeutschen aber spielte das Wort gezit und das damit zusammengesetzte höch⸗ gezit eine sehr große lle; das erste bezeichnete eine festgesetzte Zeit oder Stunde, das zweite insbesondere ein Fest, ein Kirchen⸗ fest. Wir sprechen heute noch von„hohen Festen“; die einzige Erinnerung an das mittel hochdeutsche höchgezit bewahrt nur noch, wenn man von einigen mundartlichen Ausdrücken wie von dem bayrischen„Die hoch Zeit“(womit namentlich Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Allerheiligen bezeichnet werden) absieht, unser Wort „Hochzeit., das ja auf einen ganz bestimmten Begriff festgelegt worden ist. Man wende nicht ein, so schreibt uns ein Mitarbeiter, daß das alte Wort„Gezeit“ nicht mehr in anderer Bedeutung als der jetzigen verwendet werden dürfe; wir haben eine Menge von. Ausdrücken, die auf den verschiedensten Gebieten zur Anwendung elangen, ohne daß hierdurch Mißverständnisse hervorgerufen wer⸗ en; es sei nur an die Worte„Karte“,„Blatt“,„Band“, „Absatz“(beim Kaufmann, beim Schuhmacher, in einem Buche) usw. erinnert. Wir besitzen viele Worte in unserer Sprache, die einst gänzlich aus dieser verschwunden waren und dann zu neuem Leben erweckt worden sind wie die Ausdrücke: Halle, Hain, hehr, Ferge, Söller, Ahne, Aar, Brünne, Fehde, Recke, Heim und noch manche andere. Schon Lessing bemerkte im Vorbericht zur Logau⸗ ausgabe im Jahre 1759, durch Einführung der besten von den alten Wörtern seitens der angesehensten Redner und Dichter könne der Sprache ein weit größerer Dienst erwiesen werden als durch die Prägung ganz neuer Wörter. In kaufmännischen Kreisen scheint man sich mit dem Worte„Gezeit“ als Ersatz für„Saison“ nicht recht befreunden zu wollen, wie aus einer an einen Regierungs⸗ präsidenten und dann an den preußischen Handelsminister gerich⸗ teten Eingabe hervorgeht, in der erjucht wurde, die gesetzlichen Bestimmungen über die„Saisonausberkäufe“ dahin zu ändern, daß anstelle des im Gesetze stehenden Wortes„Saisonausverkauf“ gleichbedeutende deutsche Ausdrücke wie Sommer-, Winterausver⸗ kauf und dergleichen gesetzt werden. Der Minister hat die Ab⸗ änderung der gesetzlichen Bestimmungen nicht für notwendig er⸗ achtet und ausdrücklich die Zulässigkeit von Verdeutschungen an⸗ erkannt. Man darf daher unbedenklich neben den Bezeichnungen Sommer⸗ und Winterausverkauf, namentlich wenn man einen ganz
Eine zum Ersatz worden, die bis zu dem Krie; schaftlichen Leben eine große
allgemeinen Ausdruck anwenden will, das Wort„Gezeit⸗Ausver⸗ Im
kauf“ anwenden. Nicht wenige spotten über ein neues Wort, weil es ihnen zunächst ungewöhnlich und seltsam erscheint, später aber befreunden sie sich doch mit ihm. Als Campe, dem wir so manche treffliche Verdeutschung verdanken, den Ersatz von„Rendez⸗vous“ durch„Stelldichein“ vorschlug, wurde er von verschiedenen Schrift⸗ stellern, auf deren Meinung man damals etwas gab, deswegen angegriffen; das Wort„Stelldichein“ aber hat sich vortrefflich bei uns eingebürgert und man kann nur aufrichtig wünschen, daß erade in der jetzigen Zeit recht viele ebenso gute Ersatzworte für en prachliche Bezeichnungen in Vorschlag gebracht werden möch⸗ ten. Wenn die Kaufleute auch den früheren Ausdruck„Saison⸗ Ausverkauf“ durch auere Angaben wie Frühjahrs-, Sommer⸗, Winterausverkauf usw. ersetzen können, so fehlt ihnen doch ein Wort an Stelle des einst von ihnen viel gebrauchten allgemeinen Aus⸗ drucks„Saison“, und hier ist das gute deutsche Wort„Gezeit“ gas vortrettich am Platze. Ebenso ist von allen Ausdrücken,
n
die zur Ersetzung der Fremdworte„Saison“ und gesellschaftlicher geeignet als die
schicht e. In dem hat mun auch in Berlin der Schlagsahne das letzte schlagen. Könnten in einem Kampfe, in dem die eines 67⸗Millionen⸗Volkes au Rücksichten vorwalten, lich gefährdet sein.
lich der kulturhistorischen
lichen Haushaltes der Bewilligung des Reichstages
e und ee Hinsicht vorgeschlagen worden sind, keiner so gut ses kurze und praktische Wort„Gezeit“.
*
— Die Schlagsahne in der Berliner Kulturge⸗ aufgezwungenen mitleidslosen, Stündlein ge⸗ Lebensfristung dem Spiele steht, kulturgeschichtliche
einrich Heine, Laube, Julius Rodenberg, und and
Zeit nach den Befreiung
war— außer Apfelkuchen mit Schlagsahne neusilbernen Kannen aufgetragenen Kaffee, begehrenswerte süße Leckerbissen boten.
Der damals noch Malerei und Dichtkunst schwankte, wohnte zuerst in der straße zu Berlin und dann in dem „Bauhof“ am Kupfergraben gegenüber den neuen Monumentalbauten der M aber verlebte er, w Lebens, den Linden 8, stammte zerzimmer“ und Kaffee, damals„modernen“ dort alles dekoriert,“ 1
fügt er malitiös hinzu,„ich esse keine Spiegel und seiden Gardinen.“ Ein andermal aber lobt er ausdrücklich„die dicke schmelzende Sa Kaffee, den ma
wie auch Heinrich Heine, der aber in dem vorderen
schreibt er,„überall Spiegel, Blumen, Mar,
den man sich m übrigen war die 0 ditoreien, die denn auch jede ihr besonderes oder jene„Attraktion“ hatten. Eine Sinne des Wortes, wo der Schla das Ausschlaggebende war, blieb der Nordseite der Linden, wo die Zeitschriften auslagen und der Tref Hier entwickelte sich die heute manchmal unangenehm auf fallende Spezialität des„Zeitungstigers“, halb Dutzend Journale„belegt“ und alle Angriffe auf seinen tem porären Besitz listenreich und sieghaft abwehrt. Gendarmenmarkt verkehrten die Journalisten u den unterhaltendsten Veröffentlichungen der erschienene„ hely. Eine melodramatische Szene. 9 Josty an der Stechbahn, wo tagtägli
rnhagen von Ense am Arme seiner
Die berühmteste Schlagsahn
0
Nahrungskrieg
so würde das Edelprodukt der Milch schwer⸗ War die Schlagsahne doch einst in Verbindung mit dem unvermeidlichen Kuchen und Kaffee ein Wahrzeichen des literarischen Deutschlands, im besonderen Zeitalter der ästhetischen Tees, des politischen Träume die be Zwiesprach vereinigten. H
Berlins, bei dem sich im des Biedermeiertums und der sten Geister der Epoche zu gewichtiger Theodor Fontane, ere haben mehr oder minder ausführ⸗ Mission der Schlagsahne gedacht. Die kriegen bis in die 50er Jahre des ver⸗ flossenen Jahrhunderts hinein war die klassische Epoche der Kon⸗ ditoreien, die,— genügsam wie das Geschlecht von anno dazumal und gutem, in großen nur wenig sonstige e im Zeichen der Schlagsahne ward Gottfried Kellers„Grüner Heinrich“ und die D prächtige Novellensammlung der„Leute von Seldwyla“ geschrieben. unbekannte Schweizer Meister, der lange zwischen Mohren⸗ alten, längst verschwundenen Messelschen useen; seine gedankenreichsten Stunden ie jeder Mann der Feder und des öffentlichen in der Konditorei; und zwar in der Fuchsschen Unter wo ihn ein im echten Engadinstil— der Besitzer aus dieser Graubündener Gegend— gehaltenes„Schwei⸗ an die Heimat erinnerte. Dort saß er ber Schlagfahne
Zimmer Stammgast war.„Wunderschön ist Vergoldungen, kurz die ausgezeichnetste Eleganz—
hne auf dem Backwerk und den unergründlichen, ohne die versilberte Kanne nicht denken mag.“ Schlagsahne ebenso verschieden wie die Kon⸗ Publikum und diese „Lesekonditorei“ im wahrsten gsahnekonsum wahrlich nicht jahrzehntelang Spargnapani an wissenschaftlichen und kritischen punkt der gelehrten Welt war.
der mindestens ein
Bei Stehely am nd Politiker; zu f 0 Zeit gehört die 1827 Mitternächtliche Unterhaltung der Journale bei Ste⸗
der gefeierte Biograph ichte Ludmilla Assing
liegt uns bollkommen fern, gegen die Zulagen zu reden, die die zugänglich machken, dann wären W 5 Herren im Kriegsministersum beziehen; wir wissen, daß die Herren schlag en, längst verloren. In dem rs⸗Pensions⸗ der oberen Verwaltung tatsächtich viel arbeiten müssen. Aber Zu- gesetz sind außerdem die Friedensbezüge ausdrückl N m Gegensatz
4 3u
gelegen habe, irgend jemand, der an der Kriegführung teilnimmt und seine Haut zu Markte trägt, ein materielles Interesse an der Kriegsbesoldungsordnung zuzutrauen und bin ihm dankbar, daß er anerkannt hat, daß die Leistungen unserer Truppen im Felde so groß sind, daß der Maßstab des Geldes überhaupt nicht in Be⸗ tracht kommt. Ich erkenne an, daß in der Tat in manchen Punk⸗ ten die Kriegsbesoldungsordnung nicht so klar ist, wie sie sein sollte, und daß sie auf einen kurzen Krieg, nicht auf einen Krieg von so langer Dauer zugeschnitten ist. Das ist nicht bloß Theorie, sondern seit ich auf meinem Posten stehe, habe ich mit dem Kriegs⸗ ministerium in Verhandlungen gestanden, wie die Härten und Un⸗ gerechtigkeiten nach oben und unten ausgebessert und ausgeglichen werden können. für die der Kriegsminister im Ausschuß Beispiele gegeben hat. Es handelt sich um viele Millonen, die auf dem Wege der still⸗ schweigenden Abänderung fur die Rechskasse erspart worden sind. Auf diesem Wege könner wir weitergehen. samtrevision noch während des Krieges vorzunehmen, ist für die be⸗ teiligten Wir haben dringlichere Aufgaben, lassen Sie uns Frist, bis eine ruhigere Zeit kommt. Vorläufig ist die Hauptsache, daß alle ver⸗ fügbaren Kräfte an die Hauptaufgaben gestellt werden, damit wir siegen.
mit Geld zu schätzen. 5 darin, daß die Gesetze der Kriegsbesoldungsvorschriften der Ge⸗ rechtigkeit entspre erkannt. gegenüber den Männern an der sind, Platz greift und die es bitter empfinden müssen, wenn Leute fern ab vom Schuß viel größere Gebühr⸗ nisse erhalten als die, die draußen so Großes leästen. hören ungweifelhaft de lege ferenda.
keinen Gebrauch g daß er es nicht besitze. sonst nur eine formale Bedeutu letzten Jahrz gerade der Wir werden im Interesse der Gercch Frontoffiziere für die beiden Resolut
dig darüber e hebliche Mängel enthalte heiten zu beseitigen. sowohl in finanzieller Richtung Reichskasse erspart Hinsicht, indem Ungleichheite ausgeglichen worden sind. Es handelt sich aber nicht so sehr dar⸗ um, daß die Offiziere oder sonstige in der Front stehende Persön⸗ lichkeiten gegenüber denjenigen, benachteiligt sind, sondern me besondere Dienstleistungen, gar nicht vorgesehen worden sind. Die Besoldungsordnun übrigens bei der Expedition nach Ostasien und bei dem südw kanischen Feldzug in Anwendung. Damals hat niemand etwas dagegen gesagt. Technisch ist es nicht möglich, daß im Be⸗ reiche des Kriegsministeriums die se außerordentlich schwierige und weitschichtige Aufgabe jetzt gelöst wird. Nach dem Kriege wird aber die Revi leitet werden.
im Augenblick ausgeschlossen ist.
Budgetkommission, Antrag Schiffer(Natl wegen Abänderung des Gesetzes über den Belagerungszustand, Antrag über das W nungswesen, Petitionen.
0
0
.
1
ngst ge⸗
den Kriegsbezügen gestellt worden.
Ich bin dem Abgeordneten Stücklen dankbar, daß es ihm fern
Praktische Ersolge sind dadurch erzielt worden,
Aber eine Ge⸗ im Wege enes neuen Gesetzes
Personen und Aemter eine Unmöglichkeit.
(Beifall.) 1
Abg. Dr. Müller⸗Meiningen(Vp.) Selbstverständlich sind die Leistungen unserer Truppen nicht Der Ausschuß war jedoch einer Meinung
chen und der Schatzsekretär hat das selbst an⸗ stärker empfunden, als es
Das Unrecht wird um 15 e Front, denen wir so dankbar
(Sehr richtig!) Die Kriegsbesoldungsvorschriften ge⸗ zur Zuständigkeit Daß der Reichstag von seinem Recht bisher emacht hat, berechtigt nicht zu der Folge rung, Das Ausgabebewilligungsrecht hätte ja ng. Kein Mensch hat in dem ehnt mit dem Krieg gerechnet, und ich behaupte, daß Zustand unserer Gesetzgebung der Beweis dafür ist. tigkeit zum Besten unserer ionen stimmen.
Stellvertr. Kriegsminister v. Wandel:
Das Kriegsministerium ist mit dem Reichs schotzamt vollstän⸗ inig, daß die Besoldungsvorschriften er⸗ n. Wir sind dabei, Unvollkommen⸗ erhebliche Erfolge erzielt worden, — viele Millionen sind der worden— aber auch in fachlicher n und Härten nach oben und unten
Es sind
die weiter rückwärts sich befinden, hr um zu hohe Bewilligungen für die zum Teil in der Besoldungsordnung
kam afri⸗
e
sion nach Möglichkeit in die Wege ge⸗ 2 2* 1
(Beifall.)
Abg. Nehbel(Kons.): Wir sind davon überzeugt, daß eine grundsätzliche R
evision
Die beiden Resolutionen werden angenommen. Dongerstag 3 Uhr: Weitere Resolutionen und Ankräge der oh⸗
Schluß 57% Uhr.
1 hat ein Klindwort
der Reichsgesetzgebung 0
den einflußreichen Rat. meister, zur slürzen. Geldnot, übersah aber nehmung scheitern einem noch nicht
den süddcutschen
er ließ
Klindwo
auf, um so herzlicher gestalteten sie sich mit der Zeit des Staatsrats, dem bekannten Pianisten Felix K
ma Die junge Braut Sie Wagners ist seine Ent
die Tochter seiner Tochter, die ursprünglich Wilifred Willian
und bei der Adoption durch ihren Großvater dessen Namen. dem Vornamen„Senta“ annahm. Sie hat das Talent ihre Augustaschule war sie als Interpretin Richard und Siegfried Wa nerf usil bewundert und kurz und gut, trotz ihrer 18
W r bewundert und kurz und gut, trotz i 1
wird kaum jemand besser geeignet sein als sie, i
lieferungen des Hauses Wahnfried hineinzuw einst als Nachfolgerin Fran Cosimas 10.
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