Nr. 107 Der Sleßener Anzeiger erschernt täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchenklich Sietener Familtenblätter; bla e d tdenttirele⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsste ebl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer
(TB.) Großes Haupt uartier, 21. August. Gumtlich ßes Hauptg Auguft
5 Westlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 5 v. Hindenburg. Bei den Kümpfen östlich von Kowno wurden 45 0 Gefangene gemacht und fünf Geschütze erbeutet. Südlich von Ko wno gab der Gegner auch seine Stel⸗ lung an der Jesia auf und wich nach Osten zurück. iny wurden russische Stellungen
Bei Gudele und Se erstürmt.
pfen westlich von Tykoc in verloren die ngene(darunter fünf Offiziere) und vier
In den Käm
Russen 610 Gefa
Maschinengewehre. Die Armee des Generals v. Gallwitz nahm Bielsk avon die Russen über die Biala.
und warf südlich d Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Erneuter feindlicher Widerstand wurde gestern abend und während der Nacht gebrochen. Der Gegner ift seit heute früh in weiterem Rückzuge. Es wurden über 1000 Gefangene gemacht.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen.
Nachdem der linke Flügel über den Koterka⸗Abschnitt
und den Bug an der Pulwa⸗ Mündung vorgedrungen
fert. setzte der Feind auch auf dieser Front den Rückzug
Vor Brest⸗Litowsk und öftlich von Wlodawa wurden weitere Forts chritte gemacht.
Oberste Heeresleitung.
Berlin, 21. August.(WTB. Amtlich.) Unsere See⸗ streitkräfte in der Ost see sind in den Rigaischen Meerbusen eingedrungen, nachdem sie sich durch zahlreiche geschickt gelegte Minenfelder und Netzsperren unter mehrtägigen schwierigen Räumungsarbeiten Fahrstraßen ge⸗ bahnt hatten. Bei dem sich dabei entwickelnden Vorposten⸗ gefecht wurde„ein russisches Torpedoboot der „Emir⸗Bucharsti“ Klasse vernichtet. Andere Torpedo⸗ boote, darunter„Novik“ und ein größeres Schiff, wurden schwer beschädigt.
Beim Rück
teilweise schwer verwundet, durch u rettet werden.
Drei unserer Torpedoboote Minen beschädigt. Vo eins konnte auf Strand
wurden durch n ihnen ist ein Boot gesunken f gesetzt, eins in den Hafen gebracht werden. Unsere Verluste an Menschenleben sind gering. Der Stellvertreter des Chefs des Admiralstabes der Marine (gez.) Behncke.
(WTB. Gro
ßes Hauptquartier, 22. Auguft. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oestlicher Kriegsschauplatz. gruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.
Die Armee des Generals von Elchhorn machte östlich
und südlich von Kowno weitere Fortschritte. Beim Er⸗ stürmen einer Stellung nördlich des Zuwinty⸗Sees wurden 750 Russen gefangen genommen.
Die Zahl der russischen Gefangenen aus den Kämpfen westlich Tykocin erhöhte sich auf über 1100.
Die Armee des Generals v. 1 dringt südlich des Narew über die Eisenbahn Bia ystok— Brest⸗ Litowsk weiter vor. An Gefangenen wurden in den beiden letzten Tagen 13 Offiziere und über 3550 Mann ein gebracht. 0
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold pon Bayern.
Unter siegreichen Gefechten überschritt die Heeresgruppe estern die Eisenbahn Kleszezele—Wisoko⸗Litowsk. Hen erneut sich setzenden Gegner warfen deutsche Truppen heute früh aus seinen Stellungen. Es wurden über 3600 Gefangene gemacht und eine Anzahl Maschinengewehre erbeutet.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen a
Die Angriffe der deutschen und österreichisch⸗ungarischen Truppen in den Abschnitten der Koterka, der! ul wa, am Bug oberhalb Ogrodniki, sowie am Unter aufe der Krsna schreiten vorwärts.
Vor der Südwestfront von Brest⸗Litowsk nichts Neues.
Bei und nordwestlich von Pif zea(uordöstlich von Wlodawa) dauern die Kämpfe an.
Oberste Heeresleitung.
Die Italiener, die, wie auch der neueste österreichisch⸗ ungarische Heeresbericht, wieder schlagend darlegt, in ihrem
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Heeres
General⸗Anzeiger
bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und verlag der Brühl'
matie“ gestrei
diplomatischen Vertreter im
und ein Hand in Handarbeit in Auslandsfragen könnte um werden. Der Attachés für unsere auswärtige schlag entspricht der Meinung, der ausführt, der moderne Dip bilden, lediglich„durch keckes
Zugreifen nach politischen Sp sich bieten“, zum mit Recht hervorhebt,„ist das dernen Entwickelung des diplo nehmende Zentralisati Ausland geschickten Bevollmä hängig von den Verfügunge macht“. Es läßt sich daraus gewöhnliche 1 in er ämtern in Berlin gefordert wer dürfen nicht in einsamer Höhe sondern bedürfen der Mitarbeit b kes, dessen Verständnis und M muß, wenn die großen Aufgaben gelöst werden sollen.
verlautbart: 21. August 1
nur blutige Köpfe holen,
tarier, die in den Wandel italienischen Botschafter d sollen in ironische Ausr Wichtigkeit! Die italienisch Toilette zu machen!“ Türkei sind schon etliche besprochen worden, und an der Spitze des vorli
ieses neue Ereignis vernahmen ufe ausgebrochen haben:„Welch
egenden zweiten Blattes. kein Zweifel darüber möglich, daß England, der für seine Helfer und Bedienten, den roͤmi zu dieser Verbe hat. Eine andere Frage aber
Waschung und Reinigung gründli nische Anzug auf die Dauer behalten wird. Das i ängstlicher Spannun werden. Es ist noch daß die Italiener wir abenteuer teilnehmen werden. Zwecke auch zu erreichen, wenn dingungen der Form nach ein italienisches Blatt, möglicherweise nicht se
ist, ob die
gar keine so sicher ausgemachte Sache
Vielleicht denken sie,
bedeutend sein.
audienz empfangen, und ch⸗türkischen Beziehungen
g, Frankfurt a. M.) dargele ztg.“ einige interessante Stellen Mackay tadelt, keine Fühlung mit der Seele des! finden verstand; daß in London un Verständigungsausschüsse der derung neigende“ deutsche Botschafter sich einseifen ließ; er betrachtet mit Bismarck„die spitze kritische zunge des Durch⸗ schnittspreußen“ als undiplomatischen Charakterfehler; er bemängelt den fehlenden Ausgleich der Gegensätze zwischen deutscher Diplomatie und deutscher Volks ver⸗ tretung und Pressez er hält sich von der lobenden An⸗ erkennung und von sch arfem Tadel der konsularif chen Reichs⸗ behörden im Ausland zwar gleich fern, gibt aber doch ge⸗ wisse Mängel dabei zu:
Man begegnet noch immer im Auslande, allerdings glücklicher⸗ weise nur selten, deutschen Konsuln, die geradezu als diluviü testes einer überwundenen altpreußischen Schule und einer zopfigen Amts⸗ gebarung von sehr großer Korrektheit, aber sehr geringer Nützlich⸗
erren, die jede Angelegenheit nach
keit gelten können. Es sind die H
einem vorbestimmten Schema F, das ihnen als göttliche Weltord⸗ nung gilt, erledigen, die unweigerlich jede Anfrage, die nicht der berüchtigten Rückportovorschrift genügt, in den Papierkorb befördern, deren Auskünfte nicht selten zerst dann einlaufen, wenn auf dem Grab der Streit- oder Geschäftsfrage längst hohes Gras wächst, in deren Amtsstuben sich ein schneidiger Unteroffizierston mit der Luft i mischt und Höflichkeit wie eine Ver⸗
eines Inquisitionsgerichtes
sündigung an der heiligen Amtswürde betrachtet wird, deren Stolz
dabei vor jedem gesinnungstüchtigen Briten latzbuckelt und jeden n Bettler behandelt.
hilfsbedürftigen Deutschen wie einen lästige rstand des Reichsverbandes
Gestern hat in Berlin der Vo der deutschen Presse ebenfalls das Kapitel„Deutsche Diplo⸗ ft und in einer Entschließung gefordert, daß
die deutsche Presse unabhängiger von den ausländischen Agenturen gemacht werde. Dazu könnten nun auch unsere Auslande erheblich beitragen,
en der Presse und Diplomatie ein gutes Stück gefördert
empfiehlt zugleich Presse⸗ n Vertretungen. Dieser Vor⸗ des Freiherrn v. Mackay, lomat könne sich nicht ein⸗ und wagemutiges wahlloses ielgewinnen, wo immer sie gen; denn wie der Verfasser Charaktermerkmal der mo⸗
matischen Dienstes die z u- on, die das Wirken des ins chtigten immer unbedingter ab⸗ n der heimatlichen Hauptstelle natürlich folgern, daß ganz un⸗ ster Linie von den Zentral- den müssen. Aber auch diese über den Wolken thronen, erufener Organe des Vol⸗ itarbeit gefördert werden der Zukunft aussichtsreich
italienischen Volkes zu ter der Einwirkung der
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Reichsverband
Ziel zu gelan
Die österreichisch⸗ungarischen Tages berichte.
Wien, 21. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird 915, mittags.
Russischer Kriegsschauplatz.
krieg gegen den ehemaligen Bundesgenossen sich fortdauernd
für Oberhessen
schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7.
Fortschritte des vormarsches im G
sten. Die Mriegserllärung Italiens an die Türkei.
haben noch eine Kriegserklärung gegen die Türken losgelassen, und französische Parlamen⸗ gängen ihrer Kammer von dem
eSchwester brauchtlange Zeit, um
Italiens Kriegsgründe gegen die Zeit vor der Entscheidung ausgiebig wir verweisen auf die Ausführungen Es ist gar Geldgeber schen Herrschaften sserung ihrer Toilette sehr ernstlich geraten geforderte ch ist, oder ob der italie⸗ sein gegenwärtiges Aussehen st's, was wir mit mehr Neugierde, als g in den kommenden Wochen verfolgen
klich und ernsthaft an dem n ihre sie die ihnen gestellten Be⸗
erfüllen, sagt doch heute selbst die militärischen Folgen würden
t, aus daß unser voriger Vertreter in Rom b
„zu vertrauensseliger Anbie⸗ 1
Montag, 25. August 1015 Bezugspreis: 5 monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.203 durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel · jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz;
für Stadt und Land, Vermischtes und Ge-
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richtssagl: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.
westlich Wisoko⸗Litomwsk erneuert heftigen Widerstand gegen die nachdrängenden österreichisch-ungarischen Truppen. Er ließ es an vielen Stellen auf den Bajonettsturm ankommen; so bei der Verteidigung des an der Straße nach Wisoko⸗gitowsk gelegenen Dorfes Tokary, das nach hef⸗ tigem Ringen genommen wurde, und im Kampfe um einen Stützpunkt bei Klukowiczy, dessen sich siebenbürgische Infanterie um Mitternacht bemächtigte. Mehrfach durch⸗ brochen und durch deutsche Truppen auch bei Tymiank⸗ geworfen, räumten die Russen heute früh die Pul⸗ was Stellung und weichen gegen den Lesnia⸗Abschnitl
zurück. 5 Vor Brest⸗Litowskt zogen wir den Einschließungs⸗ ring abermals enger. Während die Verbündeten an die Krzna⸗ Mündung vordrangen, warf Feldmarschalleutnan v Arz den Feind beiderseits der von Biala heranführenden Straße gegen den Gürtel zurück. 8 g
Unsere brückenkopfartige Stellung nördlich Wladi⸗ mir⸗Wolynskij wurde erweitert, wobei unsere Truppen stärkere feindliche Abteilungen aus dem Felde schlugen.
In Ostgalizien blieb die Lage unverändert.
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griff E n ch der Versuch einer Alpini⸗Abtei⸗ chächte vorzudringen, abgewiesen. Im iet dauern die gewohnten Geschütz⸗
Der Stellvertreter des v. Höfer, Feld
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Konstantinopel, 21. Au Der italienische Botschafter Marg der Pforte eine Note überreicht, in der erklärt wird, daf Italien sich als mit der Türkei im Kriegszustand be⸗ HN Zugleich hat der Botschafter seine Pässe verlangt.
Als Grund für Italiens Kriegserklärung werden an⸗ gegeben die Unterstützung des Aufstandes in Libyen durch die Türkei und die Verhinderung der in
iener an der Abreise.
Syrien ansässigen Ital Nichtamtlich.) Amtlich wird
Chefs des Generalstabs marschalleutnant.
g.(WTB. Nichtamtlich.) uis Garroni hat heute
Wien, 22. Aug.(WTB. verlautbart. 22. August 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. Die Truppen des Generals v. Köveß warfen den Gegner abermals aus mehreren Stellungen und trieben ihn über die von Brest⸗Litowsk führende Bahn zurück. Die Armee des Erzherzogs Josef Ferdinand gewann unter erneut einsetzenden Kämpfen bei Wysokow— Li towaf Raum Hier sowie westlich Brest⸗Litowsk und öst⸗ lich Wlodawa setzte der Feind dem Vordringen der Verbün⸗ deten heftigen Widerstand entgegen. Zwischen Wladimir⸗ Wolynskij und Czernowitz ist die Lage unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz.
Gegen die Karsthochfläche von Doberdo setzte gestern wieder lebhafteres feindliches Geschützfeuer ein. Ein von Bersaglieri gegen den Monte dei Sei Busi geführter Angriff brach nahe vor unserer Stellung im Feuer zusam⸗ men. Gegen den Nordwestteil der Hochfläche griffen die Italiener in breiter Front an, wurden aber, teils im Kampf Mann gegen Mann geworfen, teils durch unser Artilleriefeuer zum Stehen gebracht. Nachmittags beschoß der Gegner über unsere Stellungen hinweg einige Stadtteile von Görz aus Feld⸗ und schweren Geschützen. Ein neuerlicher Vorstoß gegen unsere Stellungen nürdlich Selo und ein Nachtangriff gegen die Isonzobrücke westlich Tolmein scheiterten unter schweren Verlusten des Feindes. Im Krn⸗Gebiet, im Raume von Flitsch und an der Kärntner Grenze fanden stellenweise Geschütz⸗ kämpfe statt. An der Tiroler Front griffen zwei italie⸗ nische Bataillone nach 20ftündiger Artillerievorbereitung die Gebirgsübergänge östlich Tresassi zweimal an; sie wurden abgeschlagen und verloren 300 Tote und sehr viele Ver⸗ wundete. Das Feuer auf unsere Werke der Folgaria⸗, Lava⸗ rone⸗ und Tonale⸗Gruppe hält mit wechselnder Stärke an.
Der Feind leistete gestern an der unteren Pulwa und
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Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
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