Ausgabe 
(20.8.1915) 195. Erstes Blatt
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schen Mißerfolge der russischen Armee sind. Das größte Unglück Rußlands

Sbm solche Mißgriffe zu zühne für die Vergangenheit schaffen. Der 4 aus, daß bereits im

amtes, Poliwanoff, schuß eingesetzt habe,

stände einreichte. Im treten; daraufhin seien die Arbeiten des brochen und ihr Ergebnis unterdrückt worden. Es wäre jetzt ee die damaligen Entdeckungen ans Tageslicht zu ördern.

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5 Die Cholera in Rußland. 5 Kopenhagen, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Wie . stark die Cholera in Rußland verbreitet ist, geht aus Meldungen des Stadthauptmannes in Petersburg, Tolstoi, hervor, der die Eröffnung der von der Sanitätskommission verlangten neuen Cholerabaracken innerhalb der dreiwöchi⸗ gen Frist für unmöglich erklärte. Der Leiter der Sanitäts⸗ verwaltung, Fürst Oldenburg, befahl in einem Rundschrei⸗ ben, Maßnahmen zu ergreifen, wodurch die Mißstände auf den westlichen Eisenbahnen beseitigt würden. Er sah auf 9 der Durchreise selbst das Elend der vertriebenen Bevölke⸗ 3 rung und rügt es, daß gegen die unter dieser Bevölkerung 5 er Cholerafälle keinerlei Maßnahmen auf den tionen ergriffen wären; nicht einmal gekochtes Wasser war vorhanden. i Settische Milizen. Petersburg, 19. Aug.(WT. Nichtamtlich.) Die lettischen Dumamitglieder erhielten die Exlaub⸗ nis, eine Miliz gegen die einrückenden Deut⸗ schhen zu gründen. Sie erließen einen Aufruf an die lettische Bevölkerung. Die städtische Kommission bewilligte 25 Mil⸗ lionen Rubel zur Erleichterung des Loses der vertriebenen Zivilbevölkerung. Die Hilfe aus dem asiatischen Rußland. . Petersburg, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Ein vom 8. August datierter Ukas des Zaren befiehlt die Einberufung süämtlicher Marinechargen aus dem asiatischen Rußland.

Ein englisches urteil über den Ernst der Lage.

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unsere einnahmen, und die Anwesenheit eines Teiles der Heere von Macken sen auf dem rechten ier des Bug bei Wlodawa ist ebenso unangenehm wie unerwartet. Der Fluß und die Pi Sümpfe, so dachte man, würden ein un⸗ überwindliches Hindernis darstellen, wenn von den natürlichen

mitteln in geschickter Weise Gebrauch gemacht würde.

stande Rechnung getragen hat. 5 5 8

. Die Nöte des französischen Eisenbahnwesens.

5 Lyon, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) DerNouvelliste berichtet aus Paris: Auf eine Anfrage des Kam meraus⸗ schusses für öffentliche Arbeiten über den Zustand des rol⸗ lenden Materials der Eisenbahnen erklärte der Mi⸗ nister Sem bat, daß die Abnützung des rollenden Materials in Kriegszeiten bedeutend größer sei als in Friedenszeiten. Außer⸗ dem seien den Deutschen große Mengen rollenden Ma⸗ terials in die Hände gefallen. Die Herstellung neuen Ma⸗ . terials, besonders Lokomotiven, sei seit Kriegsausbruch beinahe glünzlich eingestellt worden. Die Staatsbahn habe Bestellungen nach dem Auslande gegeben, was den Privatgesellschaften aus finanziellen Gründen gegenwärtig unmöglich sei. Nach dem Kriege werde eine wirkliche Krisis bezüglich des rollenden Materials aus⸗ brechen, wenn man nicht schnell große Mengen Waggons anschafsen könne. Da aber nach dem Kriege die Waggonfabriken ganz des⸗ organisiert seien, sei es das beste Mittel, zur Vermeidung einer Krisis von Deutschland bei Friedensschluß die Abtretung großer

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einer stets vorzüglich unterrichteten Privatperson vorbehalt⸗ lich wieder, wonach die parlamentarischen Kreise und Diplo⸗ maten in Paris der Ansicht sind, daß das Ministerium demnächst zurücktrete. Es sei des Kampfes gegen die in ihrem Hase gegen Millerand unversöhnliche Linke müde. Das Kabinett soll durch ein Ministerium Briand ersetzt werden, worin Joffre das Kriegsporte⸗ feuille übernehme. Mit Joffre als Heerführer ist man in parlamentarischen Kreisen und im Elysee sehr unzufrieden, man erwartet aber, daß man wenigstens die dringende

e der Munitionserzeugung lösen werde. Der Posten, des Generalissimus soll dann nicht mehr durch eine einzelne Person, sondern durch eine Art von oberstem Kriegsrat aus⸗

Mengen rollenden Materials zu fordern(J).

Die Krisis in Frankreich.

. Bern, 19. Aug.(WB. Nichtamtlich) DasBerner Tagblatt gibt ein auf Umwegen angelangtes Telegramm

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sei, daß d ght ei, daß sich die höchst⸗ gestellten Beamten immer alles e 2 15 Strafe zu fürchten. Es genüge nicht, sich für die Zukunft sichern, sondern man müsse auch Rjetsch ö Jahre 1911 auf Veranlassung Duma der damalige Unterstaatssekretär des Kriegs⸗ einen Untersuchungsaus⸗ ig 0 der ein ganzes Jahr arbeitete und einen Bericht mit Aufzählung der entdeckten großen Miß⸗ April 1912 mußte Poliwanoff zurück⸗ Ausschusses unter⸗

Paris, 20. Aug.(WTB. Nichtamtlich) DerTemps meldet: Hier hat sich ein Hilfskomitee aus Mitgliedern der französischen Handelskammer in Brüssel und dem Vorsitzen⸗ den der französischen Gesellschaften in Belgien, die augen⸗ blicklich in Frankreich Zuflucht suchen, gebildet. Das Komitee beabsichtigt, alle Nachrichten zu sammeln, die zur Wahrung der Interessen französischer Firmen in Belgien dienen können und alles vorzubereiten, um den deutschen und den österreichischen Handel in Belgien durch den französischen Handel zu ersetzen.

Aus dem französischen Heeresausschuß.

Paris, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der Heeresausschuß, der den Mi⸗ nister des Aeußern Delcassé über die als Repressalien eingerichteten Lager und des Heimtransportes des Sanitätspersonals und der e e nen befragte, hat von Delcasse Briefe erhalten, in denen er die deutsch⸗französischen Verhandlungen darlegt, die den deutschen Maßnahmen ein Ende setzen sollten. Die deut⸗ schen Maßnahmen beständen darin, mit Vorliebe unter den gefangenen Franzosen solche auszuwählen, die keinen körperlichen Beruf ausüben, und sie in sumpfige Gegenden 1 schicken, um diese Gegenden urbar zu machen. A 0 and gab vor, daß Lager für gefangene Deutsche in den französischen Kolonien errichtet würden. Die französische Regierung setzte dieser Behauptung Zeugnisse Neutraler gegenüber. Die gefangenen Deutschen werden genau so behandelt, wie die französischen Soldaten. Deutschland er⸗ klärte sich, nachdem es sich schließlich überzeugt hatte, nach Androhung von Repressalien bereit, die französischen Ge⸗ fangenen, die den Gegenstand des Protestes der französi⸗ schen Regierung bildeten, in ein Gefangenenlager zurück⸗ uschaffen. Ein anderer Brief Delcasses benachrichtigt den usschuß, daß ein deutsch⸗französisch⸗englisches Abkommen über den Rücktransport des Sanitätspersonals zustande kam. 300 Aerzte und 3000 Krankenwärter wurden aus⸗ getauscht. Was die Zivilgefangenen anlangt, wurden die über 60 Jahre alten freigelassen. Ein anderes Abkommen konnte infolge der Schwierigkeiten, die durch das Vor⸗ handensein von Geiseln entstanden find, die von den deut⸗ schen Behörden in den besetzten Departements genommen wurden oder noch genommen werden können, nicht abge⸗ schlossen werden. Ein österreichisch⸗ungarisch⸗ französisches Abkommen setzt fest, daß Frauen jeden Alters und die gesunden Männer von weniger als 17 oder mehr als 25 Jahren, sowie alle invaliden Männer, außer den strafrechtlich zu verfolgenden Personen, heim⸗ befördert werden.

Von der belgischen Armee. 8 Paris, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)Petit Parisien meldet aus Le Havre: König Albert ernannte den bisherigen zweiten Generalstabschef, Generalmajor Wielemans, zum General⸗ stabschef. Oberst Marchovelette, der seit mehreren Monaten die belgische Armee im französischen Großen Hauptquartier vertrat, wurde vom Kriegsminister Broqueville zur Leitung seines Militär⸗ kabinetts berufen und zum General ernannt, ö

Die franzöfische Presse über die Lage in Griechenland.

Paris, 19. Aug.(WTB Nichtamtlich,) Die Presse beschäf⸗ tigt sich mit der KFabinettskrise in Griechenland und begrüßt die mee Rückkehr Venizelos zur Macht mit Befriedigung. Er werde zwar sein früheres Programm infolge des Esch wunge in der Volksstimmung nicht mehr verwirklichen können, aber er werde den Griechen die mit den Interessen der Alliierten übereinstimmenden wahren Interessen ihres Landes wieder eindringlich vor Augen führen können. DerTemps er⸗ klärt, selbst wenn es Venizelos unmöglich sei, das zu verwirk⸗ lichen, was das Land von ihm erwarte, so sei doch schon seine An⸗ wesenheit eine Wohltat für Griechenland DasEcho de Paris erklärt, der Sturz des Kabinetts Gunaris bedeute einen Triumph des Volkswillens in Griechenland Man sei deshalb in Frank⸗ reich befriedigt. DerMatin stellt mit Bedauern fest, daß sogar ein so beliebter Mann wie Venizelos nicht in der Lage sein werde, Griechenland von der Notwendigkeit von Gebietsabtretungen zu überzeugen. Immerhin müsse man die Rückkehr Venizelos mit Freude begrüßen.

Der Seekrieg.

Ein englisches Unterseeboot vernichtet.

Berlin, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das eng⸗ lische unterseeboot 13 ift am 19. Auguft vor⸗ mittags durch ein deutsches Unterseeboot am Südausgang des Sundes vernichtet worden. 5 Der Stellvertreter des Chefs des Admiralstabes der Marine gez.) Behncke. *

Eine Auszeichnung des Großadmirals v. Tirpitz. Berlin, 19. Aug.(WWB. Nichtamtlich.) DerReichs⸗ anzeiger meldet: Großadmiral v. Tirpitz ist der Orden Pour le merite verliehen worden. Berlin, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die skandina⸗ vischen Zeitungen veröffentlichen schwere Beschuldigungen gegen ein deutsches Unterseeboot, das die Post von dem norwegischen DampferHaakon VII. beschlagnahmt, teil⸗ weise sogar vernichtet haben soll. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, 1815 hierüber von Seiten des U-Boots komman⸗ danten noch keine Meldung vor. Es ist also zumächst nicht ersichtlich ob es sich hier um Paletpost oder um Briefpost handelt. Für die Behandlung von Paketpost gelten im allgemeinen die Grund⸗ sätze über die Behandlung von Bannware. Briespost ist zwar nach dem 11. Haager men unverletzlich, dieses Abkommen ist aber von verschiedenen Kriegsparteien, insbesondere von Ruß⸗ land. nicht rektifiziert und findet daher nach Artikel 9 in dem gegenwärtigen Kriege überhaupt keine Anwendung. Ueberdies haben unsere Gegner die Unverletzlichkeit der Bpief in keiner Weise geachtet. Sie hielten nach Deutschland gehende und von Deutsch⸗ land kommende Briefpost durchweg an und haben sie einer Zensur unterworfen oder geradezu weggenommen, auch wenn sie auf neu⸗ tralen Schiffen nach neutralen Häfen befördert wurde.

* ö London, 19. Aug. 4 mtlich.) Meldung des Reutersch 7 Nichtamtlich.) 9 ist vor Parmouth versenkt

FischdampferGeorge Baker worden.

London, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Lloyds mel⸗ det: Der britische DaBonny und der spanische DampferIsidoro wurden versenkt. Die Besatzun⸗ gen sind gerettet.

London, 19. Aug.(WT. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der PostdampferGrod no! der Wilson⸗Linie und der britische DampferThorn⸗ field wurden versenkt. Die Besatzungen sinb gerettet.

Kopenhagen, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Ein englisches Untersee boot i auf der Südostseite von Saltholm auf Grund gestoßen. Das Unterseeboot scheint in Brand geraten zu sein.

72 werden, der aus drei der bewährtesten Generäle be⸗

Die Kämpfe an den Dardanellen.

Konstantinopel, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellen⸗ front versuchte bei Anafarta am 18. August eine auf ein Regiment geschätzte feindliche Streitmacht einen Angriff, wurde aber mit schweren Verlusten zurückgetrieben. Bei Ari Burnu und Sedd⸗ül⸗Bahr Ruhe. Am Nachmittag wurde ein über dem Meere vor dem rechten Flügel unserer Stellung bei Sedd⸗ül⸗Bahr liegendes Wasserflugzeug durch unser Geschützfeuer beschädigt, fiel ins Wasser und wurde durch Torpedoboote abgeschleppt. An den übrigen Fron⸗ ten nichts von Bedeutung.

Artilleriekämpfe an der Yserfront.

Berlin, 20. Aug. Nach einer Meldung desBerliner Lolal⸗ anzeigers wütete gestern nachmittag längs der ganzen Pfer⸗ front ein äußerst heftiger Artilleriekampf. 5

Italienische Generäle abgesetzt. Zürich, 19 Aug.(WTB. Nichtamtlich.) DenNeuen Zürcher Nachrichten meldet ihr Privatkorrespondent aus Mailand, infolge der geringen Ergebnisse der bi Operationen seien neuerdings vier italtenische Ge⸗ nerale ihres Kommandos enthoben worden.

Von der montenegrinischen Front.

Paris, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der, meldet aus Cetinje: Die Oesterreicher entwickelten in letzten Tagen eine lebhafte Tätigkeit auf der ganzen mon⸗ tene grinischen Front, hauptsächlich bei Grehowo und Gatzko an der Grenze der Herzegowina und an der Bocche di Rate 165 1 De bsterre 28 5 e teriegefechte stattfanden. Die österreichi ngari Flug⸗ seuge überfliegen beständig die montenegrinischen Stel⸗ ungen. a f

Der Angriff deutscher Luftschisse in England.

London, 19. Aug.(WTB. Nichtamtli. r letzten Fahrt der deu tschen Lüftfchiffe auh Saen be; das Pressebureau weiter: Die Zeppeline warfen Bomben ab. Sie wurden von Abwehrkanonen W Man glaubt, daß ein, Zeppelin getroffen wurde. Auch Luftpatrouillen waren tätig, aber die atmosphärischen Bedingungen waren ungünstig und ermöglichten es den pelinen, zu entkom⸗ men, Einige Gebäude und eine Kirche wurden be⸗ schädig t. Wie gemeldet wird, wurden 10 Personen getötet und 36 verletzt. Sämtliche sind Zivilpersonen.

Die dritte Kriegsanleihe in England.

Bern, 19, Aug.(WT. Nichtamtlich.) Nachrichten aus London zufolge ist es sicher, daß die englische Regierung 7 och vor November zur Aufnahme einer dritten Hriegsanleshe von mindestens 600 Millionen Pfund schreiten wird.

Eingreifen Persiens in den Krieg?

Konstantinopel, 19. Aug. 1 Nichtamtlich.) Die ZeitungTaswir⸗i⸗Efkiar erfä. Grund des Rücktritts des persischen Kabinetts und von Ain ed Dauleh liegt in der äußeren Politik. Man glaubt, daß mit dem Falle des Kabinetts Persien aus seiner Neutralität heraustreten kann, U gegen England und Rußland zu wenden.

Nah rscheinlichteit nach birdet das neue Aus wett Woter

Fiuk Momali. Schweden und die Schweiz.

Bern, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Zu der Frage, ob die Schweiz anlißlich der Errichtung einer schwedi⸗ schen Gesandtschaft in Bern sichtige, auch ihrer⸗ seits eine. ee Stockholm einzurichten, bemerkt Par r 3 155 6 erwarten. Eher dürfte man an die Beglaubigun Schweizer N in Berlin denken. In der Errichtung der schwebd schen Ge⸗ sandtschaft erblickt derBund tungen für Kümpfe

am grünen Tisch. Die durch den Krieg hervorgerufenen

schaftlichen Schwierigkeiten der Neutralen könnten nicht verfehlen, das Bedürfnis nach einer gegenseitigen Annähe⸗ rung zu wecken.

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Die Fälschungen derAgenzia Stefani.

Chiasso, 19. Aug.(Zens. Frkft.) DieAgenzia S te⸗ fanj fährt mit dem System fort, die deutschen Tages berichte zu fälschen. Sie erwähnt von den über 9000 im Tagesbericht vom 17. August 200 Gesc Gefangenen nur 625 und verschweigt die erbeuteten 260 Geschütze ganz Die offi⸗ zielle italienische Agentur traut offenbar dem italienischen Volke nicht zu, daß es die N von großen Verlusten der Russen ertragen könne.(Frkft. Ztg.)

Gerede über englisch⸗deutsche Friedensvorschläge. 5

Amsterdam, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich) DasHan⸗ elsa t rer: Was für Unsinn heutzutage in der Presse verbreitet wird, geht aus dem folgenden Berichte, der uns von Reuter aus London übermittelt wird, hervor. Der Daily Expreß erfährt aus Rom, der deutsche Kaiser ersuchte, als er an Rußland mit Friedensvorschlägen herantrat, die Niederlande als Vermittler aufzutreten und wies dabei darauf hin, daß die geographische Lage Bürgschaften für eine Unverletzlichkeit des Gebiets von Holland ausschließe. DasHan⸗ delsblad schreibt hierzu:Erstens ist von Deutschland bereits 5 amtlich entschieden verneint worden, daß Rußland Friedensvor⸗ schläge gemacht worden sind, auch e N 5 Neutralen. Abgesehen davon ist es toll, daß der Kaiser die Hilfe der Niederlande 1 5 und gleichzeitig darauf hin⸗ 1 gewiesen haben soll, daß die Unverletzlichkeit der Niederlande nicht verbürgt werden könne.

Rom, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich) DasGiornale d'Italia bemerkt bei der Wiedergabe einer Nachricht des Petit Journal und desTemps, wonach Deutsch⸗ land Italienbald Friedens vorschläge machen werde, daß Deutschland eine gebührende Antwort erhalten

werde, wenn es einen derartigen Schritt 115 Pharisäer und Zöllner.

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Die Antwort Amerikas an W 8

Wien, 19. Aug,(WTB. Nichtamtlich) Die Antwort des Washingtoner Kabinetts auf die österreichisch⸗un garische Role vom 29. Juni über die Priegsliefe⸗ rungen Amerikas wurde heute dem Ministerium des wärtigen überreicht. 1