Nr. 105
Der Gießener Anzeiger
erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchenklich Gießener Kamilienblütter; zweimal wöchentl. Kreis- latt fuͤr den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zei en Jernsprech ⸗Anschlüsse: für die Schriftleitung112 Verlag, Geschäftsstelleö l 1 e für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. 1 e von Anzeigen für die Tagesnummer
Ars) Großes Hauptquartier, 20. August. Amtlich. Die Festung Nom o⸗Georgiewsk, der letzte Halt des Feindes in Polen, ist nachhartnäckigem Wi⸗ derstand genommen. Die gesamte Besatzung, davongesternimEndkampfalleinüber 20 000 Mann und vorläufig unübersehbares Kriegs⸗ material fiel in unsere Hände. Seine Majestät der Kaiser hat sich nach Nowo⸗Georgiewsk begeben, um dem Führer, General der Infanterie von Beseler und den tapferen Angriffstruppen seinen wie des Vaterlandes Dank
auszusprechen. Oberste Heeresleitung. *** (TB.) Großes Hauptquartier, 19. August. (Amtlich.) 1
.. Westlicher Kriegsschauplatz.
Zwischen Angres und Souchez führte der Gegner gestern abend einen während des ganzen Tages durch Ar⸗ tilleriefeuer vorbereiteten Angriff durch. Er drang stellen⸗ weise in unsere vordersten Gräben ein und hält in der Mitte des Angriffs⸗Abschnittes einen Teil noch besetzt, ist auf der übrigen Front aber bereits geworfen.
In den Vogesen erneuerte der Feind gestern seine Angriffe nördlich von Münster gegen unsere Stellungen auf Lingekopf und Schratzmännle. Nach vorübergehen⸗ dem Vordringen bis in einzelne unserer Gräben auf dem Lingekopf it der Gegner dort überall zurückgeschla⸗ gen, am Schratzmännle ist der Kampf noch im Gange.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.
Bei der Einnahme von Ko w no wurden noch 30 Offi⸗
ziere und 3900 Mann gefangen genommen.
Unter dem Druck der Fortnahme von Kowno räumten die Russen ihre Stellungen gegenüber Kalwarja⸗Su⸗ walki. Unsere Truppen folgen.
Weiter südlich erstritten deutsche Kräfte den Narew⸗ Uebergang westlich Tykozin und nahmen dabei 800 Ruffen gefangen.
Die Armee des Generals v Gallwitz machte Fort⸗ schritte in östlicher Richtung. Nördlich Bielsk wurde die Bahn Bialystok—Brest⸗Litowsk erreicht; 2000 Russen wurden zu Gefangenen gemacht.
Im Nordostabschnitt von Nowo⸗Georgiewsk über⸗ wanden unsere Truppen den Wkra⸗Abschnitt. Zwei Forts der Nordfront wurden erstürmt. Ueber 1000 Gefangene und 125 Geschütze fielen in unsere Hand.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. 5 Der linke Flügel trieb den Feind kämpfend vor sich her und erreichte abends die Gegend westlich und südwestlich von Mielejezyce. Der rechte Flügel, über den Bug bei Mielejozyce vorbrechend, warf den Gegner aus seinen starken Stellungen tördlich des Abschnittes und ist im weiteren Vorgehen.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls f v. Mackensen.
Auch hier wurde zwischen Niemirow und Jan ow ber Bugübergang von den verbündeten Truppen er⸗ zwungen.
Vor Brest⸗Litowsk drangen deutsche Truppen bei Rokitno(südöstlich von Janow) in die Vorstellun⸗
gen der Festung ein. Oestlich von Wlodawa folgen unsere Truppen dem geschlagenen Feinde. Unter dem Drucke unseres Vorgehens hat der Gegner das östliche Ufer des a Bug auch unterhalb und oberhalb von Wlodawa geräumt. Er wird verfolgt.
Oberste Heeresleitung. 5„
Der Kaiser ist nach Nowo⸗Georgiewsk geeilt, um seinen Truppen für ihre glorreiche Tat den Dank des Vaterlandes abzustatten. Der Reichskanzler hat am Vorabend dieses neuen Sieges im Osten dem versammelten Reichstag die allgemeine Lage enthüllt. Wenn man eine kurze Inhalts⸗ angabe der Ausführungen des Kanzlers machen wollte, so kämen nach Sensation dürstende Gemüter nicht auf ihre Kosten. Herr v. Bethmann Hollweg ordnete noch einmal die Blätter der Vergangenheit. Was er sodann von der Gegenwart und Zukunft sagte, hatte darum nicht die an⸗ spruchsvolle Form eines siegreichen Eroberers, sondern den viel überwältigenderen Herzenston eines Staatsmannes, der lange Jahre ein vielbefehdetes, gefährdetes, aber durch eigene Kraft und Tüchtigkeit schließlich glückliches und über⸗ legenes Land vertrat. Staunend und voll heiliger Bewun⸗ derung sehen wir, noch in schimmernde Wehr gekleidet, den deutschen Sieg von den Grenzen langsam auf uns zukom⸗ men, aber wahrlich, groß und erschütternd tragisch war auch wieder die deutsche. der letzten Jahre. Wir hätten das klare, in deutlichen Linien gefügte Bild, das uns der Kanzler gestern gab, in Zeiten des Zweifelns an unserer Möglichkeit, siegreich durchzuhalten, nicht so ins Herz auf⸗ nehmen können, wie heute, wo die Würfel bereits gefallen sind. Aber der Kanzler hat nicht gesprochen, nur um un⸗ sere Gefühle zu erheben, sondern er hat zugleich die sieg⸗ reiche Waffe des Wortes gegen das Ausland geschwungen. Dort werden wir verleumdet und geschmäht. Schon bekannte Tatsachen hat der Reichskanzler mit der Widerlegung neuer Verdächtigungen Deutschlands zu einer Beweis⸗ lette verflochten, die insbesondere den Hauptschuldigen dieses Weltkrieges, Sir Edward Grey, der allerdings nur in ver⸗
hängnisvollen Ueberlieferungen seiner Vorgänger stand, wie einen Sünder zu fesseln geeignet ist. Von außerordentlicher Bedeutung wurden jetzt im Munde des Kanzlers jene amt⸗ lichen Aeußerungen belgischer Diplomaten, die als gewiß unverdächtige Zeugen der e politischen Ränke Englands, Frankreichs und Rußlands sich so unverblümt ausgesprochen haben. Allerdings zu einer Zeit, wo sie noch nicht wissen konnten, daß ihre maßgebende Staatsautorität in kurzsichtiger Unterschätzung der deutschen Kraft sich auf die Seite unserer Feinde schlagen würde! Der Reichskanzler ließ es im hellsten Lichte erstrahlen, wie sich die Gefahren für Deutschland vor dem Kriege von Jahr zu Jahr gehäuft hatten; früher mußte uns manches aus diplomatischen Gründen verschleiert bleiben. Aber wir fühlen es heute mit dem obersten Beamten des Reiches, daß er sich frei fühlen kann von jeder Schuld, und wenn der Kaiser sein historisches und unerschütterliches Wort gesprochen hat:„Ich, habe diesen Krieg nicht gewollt“, so hat gestern Herr
von Bethmann Hollweg die schlagendsten Nach⸗ weise geführt, daß auch des Kaisers Rat⸗ geber alles getan haben, was in ihrer Macht
lag, das ungeheure Menschenmorden eines Weltkrieges zu verhindern. Schon war in letzter Zeit in England öfter die Feststellung ausgesprochen worden, daß Sir Greys Politik des europäischen Gleichgewichts all die schwere Not der Zeit veranlaßt, verschärft und die Katastrophe unvermeid⸗ lich gemacht hat. Der Reichskanzler hat diese Ueberzeugung in allen Einzelzügen unwiderleglich gefestigt. Greys Heuche⸗ lei wird treffend gekennzeichnet durch eine neue Mitteilung, die wir vom Kanzler erfahren haben. Als der deutsche Botschafter am 4. Augast vorigen Jahres sich von dem britischen Minister verabschiedete, da sagte dieser zu ihm nicht ohne Betonung, der zwischen Eng⸗ land und Deutschland ausgebrochene Krieg werde es ihm ermöglichen, uns bei Friedens⸗
schluß wertvollere Dienstezuerweisen, als die Neutralität Englands ihm ttet hätte Vor seinen Augen richtete sich Ai
kleinen Enthüllung hinzu, h land wohl schon die Riesengesta auf, und dann wäre ein
cus dem
siegreichen Abschreckung der
kleinen,
Reiche Staaten an die Wand gemalt hat, besteht nicht: Deutschland kommt in Wahrheit als Befreier:„Wir halten den Kampf durch, bis jene Völker von den wahren Schul⸗ digen den Frieden fordern, bis die Bahn 9 wird für ein neues, von französischen Rän⸗
zur neutralen
ken, moskowitischer Eroberungssucht und englischer Vormundschaft befreites Europa.“
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Pressestimmen zur Kanzlerrede.
Berlin, 20. Aug. Die Morgenblätter würdigen die gestrige bedeutsame Rede des Reichskanzlers, durch welche die Sitzung des Reichstages zu einer historischen wurde. Die „Vossische Zeitung“ sagt:
Die gestrige Rede des Reichskanzlers hatte einen völlig anderen Stil als ihre Vorgängerinnen. Das interessanteste bei der ganzen Rede, die der Kanzler gestern gehalten hat, war die Stelle, in, der er fordert, daß in Zukunft die l englische Pol tik der Balance of Power verschwinden muß. Dieser Satz bedeutet ein Programm. Die Theorie der Balance of Power wird freiwillig von den Briten nicht aufgegeben werden, so lange die Briten die alte Macht in sich fühlen. Das Pucllespiel muß diesmal durch die Gewalt unserer Waffen den Engländern ein für allemal unmöglich gemacht werden. Man beschuldigt die deutsche Politik, die Anstifterin des Weltbrandes gewesen zu sein, während es vielmehr die englische Politik gewesen ist, die den ehrlichen Versuch der deutschen Politik, zu einer Verständigung mit Eng⸗ land zu gelangen, zum Scheitern gebracht hat. Die Rede wendet sich an den Verstand, das Urteil, daneben aber auch an das sittliche Empfinden.
Das„Berliner Tageblatt“ hebt hervor:
In zwei Kardinalpunkten hat Herr von Bethmann Hollweg gestern 1 5 Gegner geschlagen. Er konnte aktenmäßig nach⸗ weisen, daß der englische Premier die Irreführung des englischen Parlaments und lkes in entscheidenden Fragen fortgesetzt hat und Sir Edward Grey schon vor dem 4. August 1914 versucht hat, der Lage eine andere Wendung zu geben. Ferner vermochte aber Herr von Bethmann Hollweg den Beweis dafür zu er⸗ bringen, daß wir in dem Bestreben, eine direkte Einigung des Wiener und Petersburger Kabinetts herbeizuführen, uns am 20. Juli 1914 starke und unter Bundesgenossen ungeheuerlicher Druckmittel gegenüber Oesterreich⸗Ungarn bedient haben. Die russische Mobilmachung hat allen does bünd rng verhanckungen. allen Mühen um eine Lokalisierung des Konf iktes ein jähes Ende bereitet, so daß die Kriegspartei in Rußland im letzten Moment, besonders auch infolge der Haltung Englands, die Sberhand gewann. f l
In der„Hreuzzeitung“ heißt es:
Die große Rede des Reichskanzlers darf nicht nur rednerisch, sondern auch sachlich eine hohe Bedeutung beanspruchen. Die Rede war ein Schlaglicht von vernichtender Stärke, das der Kanzler auf die Machenschaften und Heucheleien und auf die jahrelange Geschäftspraxis der englischen Politik warf.
Die„Tägliche Rundschau“ bemerkt:
Ein gutes Wort sprach der Kanzler am Schluß, als er sagte, daß das deutsche Volk in der harten Schule dieses Krieges die
. General⸗Anzeiger Oberhe en
bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und verlag der Brühl schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei A. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7.
Freitag, 20. August 1015
Bezugspreis:
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Nowo⸗Georgiewsk gefallen! Die Manzlerrede im Reichstag.
Regierung in Zukunft mit gutem Beispiel vorangehen wird. Das e der City Londons ist ein erfreuliches und nütz⸗ liches Zeichen des oft vergebens erwarteten Anfangs. 5
Die„Deutsche Tageszeitung“ sagt von dem Teil der Rede, in dem der Kanzler die Anschuldigung zurückweist, daß Deutschland den Krieg verschuldet habe, er sei von erschütternder Wucht und Wirkung gewesen. Verfolgt der Reichskanzler auch in Zukunft die dargelegten Richtlinien der deutschen Politik mit un⸗ 1 5 Entschlossenheit, dh pane er das Volk in seiner über⸗ wiegenden Mehrheit hinter sich en. a N
Die„Köln. Volksztg.“ sagt:„Von Frankreich aber sprach der Kanzler wenig, sozusagen gar nicht, auch von Belgiens Schicksal nicht; aber ein Augenblick von weltgeschichtlicher Be⸗ deutung war es wieder, als der Reichskanzler von Polen redete. Es ging bei diesen eine freudige Erregung und Ueberraschung durchs ganze Haus. Des Kanzlers Worte können für die Polen viel, sehr viel bedeuten. Er sprach von dem vom russischen Joch befreiten Lande der Polen und seiner glück⸗ licheren Zukunft, in der es die Eigenart seines nationalen Lebens pflegen und entwickeln könne. Solche Worte sind dem polnischen Volke im Deutschen Reichstage noch nie verkündigt worden. Das polnische Volk wird aus en die Verheißung heraushören, daß der Sieg der deutschen u österreichisch-ungari⸗ schen Truppen ihnen die Freiheit und die Erfüllung alter natio⸗ naler Hoffnungen bringen wird. Man denke, es ist erst ein halbes Jahrzehnt seit den Vereinsgesetz und dem Enteignungsgesetz ver⸗ gangenk! Sache der polnischen Führer wird es sein, die Zeit und die Worte des Kanzlers richtig auszunutzen.“ 0
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Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. August 1915 miKags.
Russischer Kriegsschauplatz..
Die unter den Befehlen des Erzherzogs Josef Ferdinand
und des Generals v. Koeveß stehenden österreichisch⸗ungari⸗
schen Kräfte erkämpften sich nördlich von Jan ow und Kon⸗
stantynow den Uebergang über den Bug. Nie⸗
mirow und andere Orte des Nordufers wurden gestürmt,
„der Feind ist geworfen, die weitere Verfolgung im Gange. Die Einschließungstruppen von Brest⸗Litowsk, in deren Mitte sich die Divisionen des Feldmarschalleutnants
von Arz befinden, entrissen dem Gegner einige Vorfeld⸗ stellungen. 5 2 1 Bei Wladimir⸗Wolynski und in Ostgalizien nichts eues. Italienischer Kriegsschauplatz.
schwere Artillerie ihr Feuer auch während des gestrigen Tages und heute noch fort. Ein Angriff von zwei feind⸗
Gegen unsere Tiroler Werke setzte die italienische
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lichen Bataillonen auf unsere Vorfeldstellungen am Plateau 5
im nördlichen Abschnitt der küstenländischen Front dauert fort. Ein starker Angriff gegen den Hrzlirrh schei⸗ terte, wie alle früheren. Gegen den Südteil des Tol⸗ meiner Brückenkopfes griffen die Italiener nach⸗ mittags und abends sechsmal vergeblich an. Auch nachts⸗ über wurde erbittert gekämpft. Nach wie vor ist der Brücken⸗ kopf fest in unserer Hand. Mindestens 600 unbeer⸗ digteitalienische Leichen liegen vor unseren Grüben. Im Görzischen hält das gewohnte Geschützfeuer an. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Rom 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Der Chef des General⸗ stabes der Marine teilt mit: Gestern griffen 20 österr eichische Einheiten und ein Flugzeug die kleine Insel Pelagosa
leit aus. Der Feind zog sich zurück, ohne einen Landungsversuch zu unternehmen. Wir haben vier und drei Verwundete.
Tote, darunter einen Offizier, Die Verluste des Feindes sind unbekannt.
(Thaon de Revel.) Der russische Bericht.
Petersburg, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ge⸗ neralstab des Generalissimus teilt mit:
In der Gegend von Riga und in der Richtung Jacob⸗ stadt keine wesentlichen Veränderungen. Ein Versuch der deut⸗ schen Flotte, unsere Schutzminen an der Einfahrt in den Meerbusen von Riga aufzufischen, wurde durch das Feuer unserer Kriegsschiffe vereitelt. In der Richtung auf D ün a⸗ burg wiesen wir die Versuche der Deutschen, zur Offensive über⸗ zugehen, in der Nacht zum 17. August und am folgenden Tage zurück. Vor Kowno gelang es den Deutschen, sich nach er⸗ bitterten elftägigen Kämpfen, die dem Feinde ungeheure Verluste losteten, in den auf dem linken Ufer des Niemen westlich des Flusses Jesia gelegenen Befestigungen festzusetzen. Die Deutschen machen Versuche, auf das rechte Ufer dieses eingedämmten Flusses zu gelangen, wo ein Teil der Befestigungswerke noch in unserer Hand ist. Auf dem rechten Ufer des Niemen haben wir alle Befestigungswerke im Besitz. An der Front am oberen Narew, sowie zwischen diesem Fluß und dem Bug dauerten die Kämpfe am 16. und 17. August mit wechselndem Erfolge an. Der Feind unternahm besonders hartnäckige Angriffe auf die Straßen nach Bialystock Biel von Westen her. Am Jug in der Gegend der Eisenbahn Siedlee— Tscherscha unternahmen wir, nach⸗ dem wir die Offensive der Deutschen zurückgewiesen hatten, einen erfolgreichen Gegenangriff, bei dem wir einige Maschinengewehre erbeuteten. In der Gegend von Nowo⸗Georgiewsk setzt der Feind seine hartnäckigen Angriffe auf der Nordostfront ge die Befestigungen fort. Die Hauptanstrengungen der Deutschen sind dabei 8 die Befestigung gerichtet, die die von Mlawa kommende Eisenbahn beherrscht. Am oberen Bug, an der Zlota⸗Lipa und am Dujestr keine Veränderung.
Die russischen Mißstände.
Petersburg, 19. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der „Petersburger Kurier“ verlangt strengste Be⸗
Sentimentalität verlernt habe. Wir hoffen, daß hjer die deutsche
strafung derjenigen Beamten, die an dem artilleristi⸗
von Folgaria wurde abgewiesen. Die heftigen Kämpfe
an. Unsere Besatzung hielt den heftigen Angriff mit großer Tapfer⸗
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