Ausgabe 
(7.8.1915) 184. Erstes Blatt
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wurde dieser Befehl ausgeführt. Die Truppen, die Warschau deckten, gingen am 5. August 5 Uhr morgens, ohne vom Feinde ange⸗ e zu werden, in die neue ihnen bezeichnete Front zurück, nach⸗ sie alle Brücken über die Weichsel hinter sich in die Luft gesprengt hatten. ö In der Richtung auf Riga wich der Feind nach den Kämpfen an der Mir re am 4. August in voller Eile zu dem Flusse Eckau zurück, indem er in seinen Schützengräben viele Granaten und unition zurückließ. In der Gegend von Poniewiez dauern die Kämpfe an. Es gelang den Deutschen von neuem, ein wenig vorzurüclen. 5 3 An der Narewfront unternahmen die Deutschen Angriffe in der Richtung auf Lomza und vor der Front Ostrolenka RNozan; sie ergriffen die Offensive mit bedeutenden Kräften auf den Straßen nach Ost row. Am 4. August wurde ein Kampf mit Außerster Erbitterung im Abschnitt des Oje⸗Flusses geliefert. Unsere Truppen machten gegen den Feind, der diesen Fluß an mehreren Stellen fülöberschritten hat, energische Gegenangriffe. Westlich Warschau und weiter südlich von der Chaussee nach Blonie warfen wir am 4. August erfolgreich deutsche Angriffe zurück. Der Feind ge⸗ langte unter außerordentlichen Verlusten bis an unsere Stachel⸗ drähte, wurde aber hier durch unser Feuer zum Stehen gebracht. Rechts der Weichsel bei Matzie vitze ist die Lage im großen und ganzen unverändert. In der Gegend von Jwangorod gingen unsere Truppen, ohne vom Feinde angegriffen zu werden, auf das rechte Weichselufer hinüber, indem sie die Brücken hinter sichsprengten. a Zwischen Weichsel und Bug warfen unsere Truppen spät abends am 3. ds. die Deutschen unter außerordentlichen Verlusten für den Feind zurück. An zahlreichen Punkten der Fronten gaben 1 iese örtlichen Erfolge, die durch kurze Verfolgung ausgenutzt wurden, unseren Truppen die Möglichkeit, in derselben Nacht, ohne daran gehindert zu werden, eine neue vorteilhaftere Front auf dem linken Bugufer, sowie in der Richtung Wladimir Wo⸗ linsky Kowel einzunehmen. Am oberen Bug, an der Zlo⸗ ta⸗Lipa, und am Dnujestr keine Veränderung. 5 Im Schwarzen Meer wechselten unsere Torpedoboote Schüsse mit den Batterien von Eregli, versenkten 37 Segel⸗ schiffe und zerstörten die Schiffswerft. 1***

Der türkische Bericht. Konstantinopel, 6. August.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Kaukasusfront geht der von unserem rechten Flügel errungene Vorteil weiter. Unsere Truppen, welche das ganze Murod⸗Tal besetzt haben, nahmen dem Feind am 3. August auf der Verfolgung Alesch⸗ kerd, nordwestlich von Kirkilissa, weg.

5 An der Dardanellenfront ließ der Feind in der Nacht zum 4. August vor den Schützengräben unseres linken Flügels eine Mine springen und machte einen Angriff, wurde aber mit Verlusten für ihn zurückgeworfen. Wir stellten eine große Anzahl gefallener Feinde vor unseren Gräben fest. In der Nacht beschoß die Artillerie unseres rechten Flügels ein feindliches Tor⸗ eboboot, welches getroffen wurde und sich brennend urückzog. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr schwaches Gewehr⸗ und Geschützfeuer mit Unterbrechung von beiden Seiten. Unsere Truppen haben durch allmählich fortschreitende Angriffe dem Feind auf dem linken Flügel 200 Meter Gelände in Rich⸗ ung seiner Schützengräben abgenommen. Feind⸗ che Flieger haben Bomben auf das Lazarett von Agaderz bei Sedd⸗ul⸗Bahr geworfen, obgleich die Fahne mit dem Roten Halb⸗ mond darauf deutlich sichtbar war. Sie haben vier dort liegende Verwundete getötet und 14 Personen verwundet. An den anderen Fronten nichts von Bedeutung. Die Kämpfe an den Dardanellen. 5 Berlin, 6. Aug.(Priv.⸗Tel.) DieB. 3. meldet aus Lugano: DerCorriere della Sera meldet aus Messina: er Kommandant eines italienischen Schiffes, das von den Dardanellen kam, erzählte, daß die Engländer 50 Meter von der Küste fünf italienische Dampfer in Grund gebohrt hätten, über die sie eine 500 Meter lange Barriere bauten, um auf diese Art das Landen von Truppen und Material leichter zu gestalten. Deutsche Unterseeboote im Mittelmeer.

Berlin, 7. Aug. Wie dasBerliner Tageblatt mel⸗ det, vermutet derMatin, daß sich im Mittelmeer ein deutsches Unterseeboot befindet. Von diesem sei am 1. gust bei Algier ein Angriff auf einen mit dem Schutz der afrikanischen Küste beauftragten Hilfs⸗ kreuzer und am folgenden Tage bei Kap Matifou ein Angriff auf einen Handelsdampfer gemacht worden. Die An⸗ griffe hätten jeboch keinen Erfolg gehabt.

Ein neues Kabinett Venizelos? g Berlin, 7. Aug. Nach derBerliner Morgenpost meldet der römischeMessagero aus Athen, daß König Konstantin Venizelos mit der Bildung eines neuen Kabinetts beauftragt habe. Die bulgarische Anleihe in Deutschland..

Berlin, 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Dele⸗ erte der bulgarischen Regierung, Dr. Steyaneff, irektor der bulgarischen Staatsschuldenverwaltung, hat nach erfolgreicher Beendigung der Verhand⸗ lungen mit einem unter Führung der Diskonto-Gesell⸗ schaft stehenden Konsortium Berlin verlassen. Vor seiner Ab⸗ reise wurde er von dem Staatssekretär des Reichsschatz⸗ amtes und dem Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amtes

empfangen.

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* ö a Der Jahrestag der Kriegserklärung in Frankreich. Paris, 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Meldung der Agence Havas. Der Jahrestag der Kriegserklärung gab den Anlaß zu feierlichen Sitzungen des Senates und Hammer, welchen die Reden der Präsidenten und die Verlesung einer Botschaft Poincarés vorangingen, die das einmütige Empfinden des Landes wiedergibt. Eine starke patriotische Erregung bemächtigte sich beider Häuser, als Dubost und Deschanel den unerschütterlichen Willen des Parlaments bekräftigten, die am 4. August 1914 bekannt⸗ gegebene heilige Einigkeit aufrecht zu erhalten, um auch veiterhin dem Lande das Beispiel der Entschlossenheit und Arbeit zu geben, die das Geheimnis und die Kraft Frank⸗ reichs waren und die Grundlage des Sieges Frankreichs ein werden. Alle Parlamentarier hörten stehend die Reden Dubosts und Deschauels, wie die Verlesung der Botschaft Poincarés an. Der 5 Anschlag der Reden un Botschaft wurden einstimmig beschlossen. n der Botschaft an das Parlament stellt Poincaré

fest, daß die von ihm zu Beginn des Krieges proklamierte

Notwendigkeit der geheiligten Einigkeit von allen Teilen der Bevölkerung, sowie von der Armee anerkannt worden ist. Poincars selbst fährt dann fort:In der Verwirrung seines Hochmutes hatte Deutschland sich ein leichtsinniges unper⸗ sönliches Frankreich vorgestellt, das in seiner Unbeständig⸗ keit unfähig wäre zur Ausdauer. Aber das Volk und die Armee werden durch ihre Anstrengung fortfahren, diesem

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dieser Auslegung entgegen und erklären, die parlamentarische Kon⸗

der treffendste gekennzeichnet. Im allgemeinen dürfte das schnelle Wech⸗

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durch die verlogenen Nachrichten, die im Schatten die uwuche Seele belagern, noch durch die lärmenden Frie⸗ bensversicherungen feindlicher Manifeste, noch durch die süßlichen und perfiden Worte, die verdächtige Agenten bis⸗ weilen in die Ohren der Neutralen murmeln Damit meint Poincaré offenbar die letzten Kunde ngen des Deutschen Kaisers und des Papstes. Er schließt mit den WortenFrankreich will siegen, es wird siegen.

Telegrammwechsel zwischen dem König von England und dem König der Belgier.

Le Havre, 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Anläßlich des Jahrestages des deutschen Ultimatums an Belgien hat der König von England dem König der Belgier telegraphisch sein Vertrauen ausge⸗ sprochen, daß die alliierten Armeen unentwegt bis zum endlichen Siege kämpfen würden. England sei dazu entschlossen. Der König der Belgier erwiderte mit dem Ausdruck des uner⸗ schütterlichen Vertrauens, daß den Alliierten der Sieg beschieden 2 werde. Belgien werde trotz aller Leiden und Opfer durch⸗

alten. Die Parlamentstkontrolle in Fraukreich.

Paris, 6. Aug.(WT Nichtamtlich.) Die reaktionäre Presse bekämpft die Verschärfung der parlamen⸗ tarischen Kontrolle, welche von mehreren Gruppen mit der Regierung erzielt worden ist. Die Zeitungen dieser Richtung be⸗ fürchten, daß die parlamentarischen Ausschüsse bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit sich in die Angelegenheiten mischen werden, welche nur die Landes verteidigung angingen und mit dem Parlamentarismus nichts zu tun hätten. Glücklicherweise habe sich die Regierung das Kontrollrecht über die Art der von den Kammer⸗ ausschüssen beschlossenen Abordnungen vorbehalten und dadurch die parlamentarische Kontrolle von ihrem Willen abhängig gemacht. Die republikanische und die sozialistische Presse treten

trolle sei nicht dazu angetan, den Gegnern der Republik zu gefallen. Das Volk aber wolle die Kontrolle und deshalb müsse sie auch durchgeführt werden.

Die Schuld Belgiens.

Berlin, 6. Aug.(WIB. Amtlich.) Soweit sich bis jetzt feststellen läßt, schweigt die Presse unserer Gegner die Veröffent⸗ lichungen tot, die wir aus den belgischen Archiven vor⸗ nehmen. Andererseits sucht die Entente den Eindruck, den diese Veröffentlichungen hervorrufen müssen, dadurch abzuschwächen, daß sie im neutralen Ausland in die von ihr beeinflußten Blätter die Parole lanciert, das Eintreten des belgischen Gesandten für Deutsch⸗ land widerlege die von deutscher Seite aufgestellte Behauptung, daß Belgien in heimlichem Bunde mit England und Frankreich war. Die militärische Konnivenz Belgiens mit England und Frankreich ist durch die hierüber veröffentlichten Dokumente so zweifellos festgestellt worden und wird durch die veröffentlichten Berichte des Gesandten überdies noch bestätigt, daß es überflüssig wäre, darüber noch ein Wort zu verlieren. Diese Berichte erweisen aber, wie vorzüglich die belgische Regierung durch ihre auswär⸗ tigen Vertreter über die internationale Lage unterrichtet war und daß sie genau wußte, daß nicht die politischen Bestrebungen Deutsch⸗ lands, sondern die Politik der Triple⸗Entente den Frieden bedrohte. Um so schwerer trifft die belgische Regierung der Vorwurf, die aggressiven Tendenzen der Entente⸗Mächte dadurch unterstützt zu haben, daß sie ihren militärischen Plänen Vorschub leistete⸗ Belgien trägt hierdurch mit die Verantwortung für den Ausbruch des gegenwärtigen Krieges.

Die englischen Offiziersverluste.

e 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die Associated Preß gibt die gesamten Offizierver⸗ luste Großbritaniens seit dem i 0 12 642 an, von denen 3685 tot und 1115 vermißt seien. ö 5.

Derr Feelrieg.

Berlin, 6. Aug.(WB. Nichtamtlich.) Zu der wiederholt vom Auslande gebrachten Nachricht, daß in der Ostsee ein deutscher Truppentransportdampfer mit einem Re⸗ giment Soldaten tor pediert worden sei, wind nach Erkundigung an zuständi Stelle ausdrücklich festgestellt, daß sich an Bord des fraglichen Schisses überhaupt keine Truppen befanden und daß dasselbe auch kein Truppentransportda m p⸗

er war. 3 f London, 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) In der am 4. Aug. zu Ende gegangenen Woche wurden Genglische Handels⸗ schiffe und 9 Fischer fahrzeuge durch Unterseeboote in den Grund gebohrt ein Fischerfahrzeug geriet auf eine Mine und sank. 1453 4 N sind 3 2 3 König⸗ reiches angekommen bezw. von dort abgefahren..

1 on, 6.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. 2 FischdampferGrinbarian ist von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden. Vier Mann von 5 5 Besatzung wurden aufgenommen und an Land

ebracht. 8 3 f Amsterdam, 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Handels⸗ blad meldet aus Terneuzen: Das holländische MotorschiffCor⸗ nelia wurde am Donnerstag letzter Woche auf der Fahrt nach England auf der Höhe der S. bank von einem Zweidecker mit vier Bomben beworfen, die ihr Ziel verfehlten, die aber auf dem Wasser mit solcher Gewalt platzten, daß Stücke auf das Schiffs⸗ deck geschleudert wurden. Eines der Stücke trug eine Nummer. Nach der Rückkehr des Schiffes nach Vlissingen wurde den Militär⸗ behörden Meldung erstattet.

Die Versenkung desGiunseppe Garibaldi.

Wien, 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Aus dem Kriegs⸗ pressequartier wird gemeldet: Ueber die Versenkung des Giuseppe Garibaldi werden von maßgebender Seite noch folgende Einzelheiten mitgeteilt:Garibaldi fuhr im Verbande von feindlichen Flottillen, Kreuzern und Torpedohooten, worunter drei Kreuzer vom TypGaribaldi, einer vom TypVettor Pisani. Das Unterseeboot lancierte ein Torpedo, der denGaribaldi traf, Die drei anderen Kreuzer flohen. Die Matrosen desGaribaldi sprangen mit Rettungsgürteln ins Meer. Ter Kreuzer versank in fünf Minuten. Die Matrosen wurden von zurückgebliebenen Zerstörern aufgenommen. Kaum begannen diese das Rettungswerk, als der Unterseebootskommandant mit Erstaunen sah, daß auf jedem Zerstörer die Genfer Flagge hochging, daß sich diese also unter den Schutz der völkerrechtlichen Vereinbarung stellen wollten, der ihnen keineswegs zukam. Das Unterseeboot ver⸗ suchte, näher zu fahren, doch kaum war es entdeckt, als sich schon diese merkwürdigenSpitalschiffe auf das Unterseeboot stürzten, um es zuüberrennen. Sie erzielten zwar keinen 3 aber die gegnerische Kriegsführung er⸗ scheint durch den krassen Mißbrauch der Genfer Flagge und die bedeutende hinterlistige Handlungsweise auf das

seln der Flagge bei der italienischen Maxine zur Gewohnheit ge⸗ worden sein. Die Zerstörer verließen nach einstündiger a arbeit den Schauplatz ihres Mißerfolges. Unter den zahlreichen aus dem Wasser herausgefischten Gegenständen befand sich die Flagge des italienischen Vizeadmirals, woraus zweifellos hervor⸗ geht, daß derGaribaldi das Flaggschiff der vor Ragusa operierenden Flotte war. DerGaribaldi ist somit das vierte

Admiralsschiff, das unseren Unterseebvoten zum Opfer fiel. Die bisher vernichteten Abmiralsschiffe sind:Jean Bart(Vizeadmiral Boue de Lapeysre),Leon Gambetta(Kontreadmiral Sanes)

Beginn des Krieges auf b

Amalfi(Flagaschiff der dritten Diwision),Garibaldi(Flagg⸗

verleumderischen Urteil die Wirklichkeit ihrer stillen Kraft entgegenzusetzen. Sie werden sich nicht stören lassen, weder

schiff der fünften Division). 5

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Washington, 6. Aug.(2 ch deutsche Note wiederholt die früheren Beweise

deu dur ertigung von Deutschlands Auftreten und erklärt von neuem i ie Bereitschaft Deutschlands, versenkte amerikanische Schiffe zu bezahlen. Deutschland schlug vor, den Schaden durch zwei Sachverständige feststellen zu lassen, deren einer von Deutschland, einer von den Vereinigten Staaten zu ernennen wäre. Wenn das Recht Deutschlands, Schiffe mit Bannware zu versenken, weiter bestritten werden sollte, so könnte diese Streitfrage dem Schiedsgericht im Haag unterbreitet werden. In amtlichen nordamerikanischen Kreisen ist man der Ansicht, daß die Feststellung des E ns durch zwei Sachverständige zwar nicht hinsichtlich der rechtlichen l⸗ lung der Vereinigten Staaten, wohl aber in Ansehung des Schadenersatzes genügen könne. Die Vereinigten Staaten seien auf dem Standpunkte, daß das SegelschiffWilliam P. Fry e durch den bestehenden Vertrag geschützt gewesen sei, wenn auch seine Banngutladung nicht geschützt war. Deutschland erklärt, durch das Abkommen nur zur Vergü⸗ tung des Schadens verpflichtet zu sein. Die deutsche Note weist darauf hin, daß das Schiff 8 für England an Bord hatte, also konfisziert werden durfte, daß aber der Versuch, das Schiff nach Deutschland zu bridie Auf⸗ bringenden in Gefahr gebracht haben würde, so daß die Vernichtung des Schiffes völkerrechtlich 8 war. Dies Recht zur Versenkung bes Schiffes ist in den Abkommen nicht ausdrücklich erwähnt, so daß die Versenkung weder ausdrücklich gestattet, noch ausdrücklich verboten ist. Die Antwort Amerikas an Oesterreich-ungarn. Washington, 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Meldun des Reuterschen Bureaus. Die Antwort der Bee 1 ten auf die österreichisch ungarische Note ist beinahe fertig. Sie wird binnen einigen Tagen abgesandt werden. Die Regierung der Staaten 4 5 15 5 8 4 dem Stand⸗ punkt, den sie gegenüber dem Grafen rnstorff eingenommen hat, nämlich, daß nicht ein Waffenausfuhrverbot in dieser eit eine direkte Verletzung der Neutralität der Vereinigten

taaten wäre. g B22

Aus dem Reiche.

Die Verteilung der Futtermittel. f

Berlin, 6. Aug.(WTB. Amtlich.) Der durch Bundes⸗ N vom 23. Juli errichteten Reichs futter⸗ mittelstelle gehen zahlreiche Anträge von Tierhaltern auf Zuweisung von Futtermitteln zu. Derartigen Anträgen und Angeboten vermag die Reichsfuttermittelstelle in keinem Falle Folge zu geben. Sie ist kein Geschäftsunternehmen, sondern eine Behörde, der die Durchführung der Bundes⸗ ratsverordnungen über den Verkehr mit Gerste, Hafer, Kraftsuttermitteln und zuckerhaltigen Futtermitteln obliegt. Sie hat daher weder Futtermittel in Besitz, noch kauft oder verkauft sie solche. Die Zuweisung von Futtermitteln kann durch sie, außer an die Heeres⸗ und Marineverwaltung, nur an die Kommunalverbände und an die in den Bundesrats⸗ verordnungen oder vom Reichskanzler besonders bestimmten Stellen erfolgen. Anträge auf Zuweisung von Futtermitteln sind ausschließlich an die zuständigen Kommunalverbände (Kreisausschuß, Magistrat, Amtshauptmann usw.) zu richten.

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1 5 15 br 9 5 bischen dieVoss. 9. hört, ich der Dekan der philosophi Fakultät, Professor Hans Delbrück, in das Große Hauptquartier egeben, um dem Generalstabschef v. Falkenhahn das Diplom als Ehrendoktor der Philosophie ön⸗ lich zu überreichen. Zugleich mit Falkenhayn erhält den Doktorhut ehrenhalber der Generalleutnant und General⸗ Quartiermeister v. Freytag⸗Loringhoven.

Aus Stadt und Cand. : Gießen, 7. August 1915. Mitteldentscher Arbeitsnachweis verband.

Im Stadtverordnetensitzungssaale Wiesbaden trat am 655 M. der Mittel Beursche Ar beitsnach⸗ weis verband unter dem Vorsitz des Geheimrats Dr. Breidert⸗ Biebrich zu einer Konferenz zusammen, die sich lediglich mit Kriegs maßnahmen beschäftigte. An den

ee zu denen sich rund 100 Vertreter der Städte Frankfurt, Aschaffenburg, Gießen, Darmstadt, Mainz,

Höchst, Homburg, Worms, Fulda, Offenbach, Bad⸗Nauheim, Bingen, Herborn, Friedberg, Kassel, Marburg usw. ein⸗ gefunden hatten, nahmen neben dem geschäftsführenden Verbanzsausschuß Vertreter benachbarter Verbände, Ab⸗ eee, der hessischen Regierung und als Vertreter der taatsregierung Regierungspräsident Dr. v. Meister und Sblahen Begrien 47 Sekte üblichen Begrüßungen und der gabe geschäftlich Mitteilungen sprach ber Geschüftssührer de Jerbung, Dr. Schotter Frankfurt, überKrie hmen der Arbeitsnachweise mit besonderer Berücksichtigun beiterfürsorge für die heimkehrenden Krieger. Seine Aus⸗

führungen gipfelten in der des staatlichen Schutzes der Heranziehung aller sozialen Kräfte in Fragen der Fürsorge für die Krieger. Gerade in der Verwirklichung des

ichneten Zieles müsse Deutsch⸗

land ein unerreichtes Vorbild der Welt bieten. In der Aus⸗

FFC gen des Redners mit achdruck zu.

Geschäftsführer ef Balzer⸗ Frankfurt behandelte die Mitwirkung der Arbeit ise bei der Kriegs⸗ beschädigtenfürsorge, von der er 1 reichen Segen, Linderung großer Not und Ausgleich vieler Härten verspricht. Ueber dieMitarbeit der öffentl' Arbeits⸗ nachweise bei der. weiblicher Arbeitskräfte, vor allem der Frauen von er und Krieger⸗ witwen referierte Fräulein Moye⸗ 2 An die Vor⸗ träge, deren Inhalt reiche praktische ng bewies, chlossen 5 eingehende Aussprachen, die von erfreulicher zinmütigkeit in den Fragen der Kriegs⸗ und Arbeits fürsorge Zeugnis ablegten. 5 f

Eine den e Anzahl Einzelbespre aus dem prak⸗ tischen Leben der einzelnen Vermittlungsstellen schloß sich den Hauptvorträgen an. So wurden behandelt: Die Bericht⸗ erstattung für den Arbeitsmarkt⸗Anzeiger, die is Benutzung des Anzeigers und die am 1. August eingerichtete Ausgleichsstelle für Arbeitsnachweis, fernerVorschl für eine gemeinsame Arbeit der öffentlichen Arbeit nachveise

Tuggen Wetend feldem Nelliebchen P. 5 5

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