Ausgabe 
(30.7.1915) 177. Erstes Blatt
Seite
166
 
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Iss vermißt; Mannschaften 48 372 tot, 156 308 verwundet, 4 50 969 vermißt. An den Dardanellen lauten die Zahlen für Offiziere 537, 1379, 198; für Mannschaften 7567, 28 635, . 10 892. Bei einem Vergleich mit früheren Verlustangaben ergibt sich, daß die Briten in den letzten Wochen allein 959 379 Mann verloren haben.

. Der englische Ministerpräsident über die Lage.

. London, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Bei der gestrigen Begründung des Antrages auf Vertagung des Hauses gab Asquith einen allgemeinen Ueberblick über die Lage. Er sagte, seiner Ansicht nach würde der Krieg wenigstens für einige Zeit eine Frage der Ausdauer sein. England wäre undankbar, wenn es nicht die beispiellos tapferen . Bemühungen der Russen anerkenne, die eindringende Flut auf⸗ 5 zuhalten und ihre Stellungen unversehrt zu bewahren.(Lauter Beifall.) Er finde in der ganzen militärischen Geschichte kein g 5

roßartigeres Beispiel von Disziplin und Ausdauer, als das von

er russischen Armee während der letzten sieben Wochen gegebene, Ueber Italien sagte der Ministerpräsident unter dem Beifall

4 des Hauses, er erkenne mit größter Befriedigung und Genugtuung aan, wie dieser neue Verbündete durch umsichtige Bewegungen stetig Boden gewinne und sich einen Weg vorwärts zum Siege bahne, N den er wahrscheinlich in sehr kurzer Zeit erreichen werde. In Frankreich gebe es seit Kriegsbeginn keinen Zeitpunkt, in dem die beiden Armeen von einer vollkommeneren, Brüderlichkeit beseelt And siegesgewisser gewesen seien als jetzt. Ueber die Flotte brauche erer nur zu sagen, daß sie so stark und noch stärker sei als zu Beginn des Krieges, und daß die U-Bootblokade ihr keinen ernstlichen verhängnisvollen Schaden zugefügt habe. Die Meere seien frei. Großbritannien erhalte Lebensmittel. Gutes Rohmaterial ströme in derselben Fülle und mit derselben Freiheit und, wenn man aus den Versicherungsraten Schlüsse ziehen dürfe, mit eben⸗ sowenig ernstlichem Risiko wie in Friedenszeiten zu.(Beifall.) Die Rekrutierung gehe unvermindert vorwärts. Der Zu⸗ stand sei höchst befriedigend. Die letzten Berichte gehörten zu den besten, die seit langer Zeit einliefen.(Beifall.) Lloyd George, dem geschulte Ratgeber beistünden, habe die industrielle Produktion für die kräftigste Fortführung des Krieges und der notwendigen Dinge auf einer Grundlage organisiert, wie man sie nie erträumt hätte und die den Bedürfnissen Großbritanniens reeichlich genügen, würde. Aber das Land müsse davor gewarnt werden, zu glauben, daß es seine nationale Pflicht schon erfüllt habe, wenn die Armee genug Rekruten bekomme und die ver⸗ schiedenen Industrien, die Munition herstellen, genug Leute hätten. Großbritannien falle nicht nur die Aufgabe zu, die Freiheit des Meeres zu erhalten und große Kontingente gut ausgerüsteter Sol⸗ daten auf die Schlachtfelder zu senden, sondern auch zu einem . ßen Teile die Kriegführung zu finanzieren. Wir könnten g das nicht leisten, ohne alle unsere Industrien zu organisieren.) Asquith betonte die Notwendigkeit, den Goldzufluß zu ver⸗ mehren, um die 8 nach dem Auslande leisten zu können. Er verglich die Lage mit der vor einem Jahre. Gebe es eine größere Verleumdung als die, daß die Nation im Mutterlande und über See sich ihrer großen Aufgabe nicht gewachsen gezeigt hätte? Eine noch größere Verleumdung wäre es, zu behaupten, daß die tapferen Verbündeten den Anteil Großbritanniens an dem schließ⸗ lichen Triumphe nicht würdigten. Der Premierminister schloß: Laßt uns mit derselben Energie und Entschlossenheit, die uns während der letzten zwölf Monate beseelt hat, hartnäckig auf den unausbleiblich siegreichen Ausgang hinarbeiten.(Anhaltender Bei⸗

dall-

Das neue englische Munitionsministerium.

5 London, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyd George 3 117 im Unterhause über die vom neuen Munitions⸗ Meinisterium geleistete Arbeit, es seien in verschiedenen eilen des Landes sechzehn nationale Fabriken unter A icht der Regierung errichtet worden; sie würden die Erzeugung von Granaten außerordentlich vermehren. In den Besprechungen, die er in Frankreich mit dem französischen Munitionsminister hatte. seien die Erfahrungen, die man in beiden Ländern gesammelt hat, ver⸗ glichen worden. Man beschloß, ein neues, großes Programm durch⸗ zuführen, das bedeutende Anforderungen an die technischen Hilfs⸗ quellen des Landes stellen werde. Um diesen neuen ungeheueren 2 zu genügen, werde es nötig sein, noch zehn na⸗ tionale erkstätten unter Aussicht der Regierung zu er⸗ frlaichten. Lloyd George sprach die Erwartung aus, daß in wenigen. Wochen, gewiß aber in wenigen Monaten, diese Werkstätten fertig seien und Großbritannien in den Stand setzen würden, seine Heere so auszurüsten, daß auch die besten Heere Europas nicht besser ausgerüstet sein könnten.

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*

*

der Seelrieg.

. Berlin, 30. Juli. Die dänische Presse stellt für die letzten Tage eine Rekordtätigkeit der deutschen Anterseeboote fest. Seit Samstag seien nicht weniger 18 als 22 englische Schiffe versenkt worden. Aber auch die Ver⸗ nichtung fkandinavischer Schiffe sei erfolgt und habe den

fkandinavischen Handel mit Bannware empfindlich gestört. 8 5

9

Eine neue amerikanische Note an Deutschland?

Berlin, 30. Juli. Nach einer Meldung desBer⸗ liner Tageblatts aus Washington bereitet Staatssekretär Lansing eine neue Note an Deutschland vor wegen Schadloshaltung für den amerikanischen Dampfer .

f ashington, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung

derAssocigted Preß. Unter dem neuen Gesetz, das die Re⸗ gierung in Amerika von Schiffen, die im Ausland gebaut wurden . sind 149 Schiffe mit einer Bruttotonnage von 527 071 Tonnen während des Finanzjahres, das am 30. Juni endete, in amerikanischen Besitz übergegangen; unter ihnen befinden sich 99 Schiffe der 3 30 der deutschen und 6 der belgischen Handelsflotte, ferner ein italienisches Schiff, 3 norwegische und 4 kubanische Schiffe. Von den deutschen

ffen gehörten 25 der Deutsch-Amerikanischen Petroleum-Ge⸗

sellschaft, 4 der Hapag. l g New Pork Smit Boat and Engine Company erhielt von den

Regierungen der Alliierten den Auftrag, Voranschläge für starke, geschwinde Motorboote zu unterbreiten, die zweioder mehr leichte Kanonentragen können und zur Jagd auf deutsche Unterseeboote verwendet wer⸗ den sollen. England will eine Flotte von hundert, Rußland von dreißig bis vierzig solcher Boote einstellen. Die Boote werden im⸗ stande sein, fünfzig Meilen in der Stunde zu fahren.

*

Genf, 29. Juli.(WTB Nichtamtlich.)Journal de Geneve meldet aus Tunis, daß eingroßesgriechisches Segelschiff von den Alliierten am Kap Matapan ge⸗ kapert und nach Biserta gebracht worden sei.

London, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldun des Reuterschen Bureaus. Der DampferMangara ist gestern. Lowestoft gesunken.

Grimsby, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der Fisch⸗ dampferDovey ist von einem deutschen Unterseeboot in der Nordsee versenkt worden. Man glaubt, daß die Besatzung von neun Mann ertrunken ist.

*

Esbjerg, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Vestyjllands Social⸗Demokrat ist gestern nachmittag zwi⸗ schen 5 und 6 Uhr der deutsche bewaffnete Fisch⸗ dampferSenator von Beerenberg fünf bis sechs Meilen von der Küste nördlich von Harnsrew-Feuer⸗ schiff von einem Unterseeboot, das wahrscheinlich der

englischen Marine angehört, torpediert worden und

gesunken. Der Dampfer hatte eine Besatzung von 30 Mann, ein Mann ertrank, drei wurden von dem Unterseeboot an Bord genommen, 26, darunter zwei Schwerverwundete, be⸗ gaben sich in einem Rettungsboot nach dem Harnsrew⸗Feuer⸗ schiff. Nach einer Meldung vonRibe⸗Stiftstidende sind von der Besatzung des Fischdampfers drei Mann ertrunken, drei vom Unterseeboot gerettet und 24, darunter drei Ver⸗ wundete, an Bord des Harnsrew-Feuerschiffes gegangen.

*** Feldgraue uniform in der Schweiz.

Berlin, 30. Juli. Nach demBerliner Lokalanzeiger

bewilligte der schweizerische Bundesrat 15 bis 18 Mi

für die feldgraue Uniformierung der schweizerischen

Armee. Eine neue Revolution in Haiti.

Washington, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter. Nach den amtlichen Berichten, den das Staatsdepartement aus Port⸗au⸗Princ e erhielt, holte die Bevölkerung trotz des Pro⸗ testes des französischen Gesandten den Präsidenten Guillaume aus der französischen Gesandtschaft heraus, schoß ihn tot und

riß den Leichnam in Stücke, die sie im Triumph durch

Stadt trug. Später wurde der zerstückelte Leichnam von Frauen

auf dem Kirchhofe beim Kapitol begraben. Die Stadt

Der PanzerkreuzerWashington ist in Port⸗au⸗Prince an⸗

gekommen.

Washington, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Admiral Caperton meldet, daß er

Marinetruppen des KreuzersWashington in

Prince habe landen lassen, um die Amerikaner und Fremden zu be⸗ schüten. Die Unruhen dauern an. Auf Amerikaner wurde nicht

geschossen.

[lionen

die ganze ist ruhig.

Port⸗au⸗

Ans den neiche.

Stuttgart, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.)

heutigen Sitzung hat die Zweite Kammer dem Etat für

1915 zugestimmt. Auch die sozialdemokr

Fraktion hat ihm die Zustimmung erteilt mit der Begründung, daß es auch für sie als erste Pflicht die Ge⸗ schlossenheit des bürgerlichen Volkes in diesem ungeheuren Kampfe auch nach außen zu betonen gilt. Dagegen hat die sich mit

neugegründete Fraktion(sozialistische Vereinigung dem Etat nicht einverstanden erklärt. Sie sprach

Erklärung ihre Ueberzeugung aus, die mit den sozialdemo⸗ kratischen Grundsätzen und den Beschlüssen der Parteitage der Sozialdemokratie übereinstimme. Nach dieser Ueber- zeugung sei der Staat die Organisation der besitzenden Klasse, der sie jede Vertrauenskundgebung verweigere. Allenstein, 29. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kaiserin begab sich gestern in Begleitung der Kronprin⸗ zessin mit der Eisenbahn von Allenstein nach Neiden- burg, besichtigte die Stadt und das Johanniter-Kranken⸗ haus und kehrte über Hohenstein und Grieslienen mittels Auto nach Allenstein zurück, woselbst sie beim Regierungs- präsidenten v. Hellmann Wohnung genommen hat. Für heute ist eine Besichtigung von Ortelsburg und der dortigen

Kriegslazarette in Aussicht genommen.

In ihrer

atische

in einer

Aus Stadt und Cand.

755 Gießen, 30. Juli 1915. Das Publikum und die Lage auf dem

f ben den Lebens- mittelwucher während der Kriegszeit verfolgt, so fallen zwei Um⸗ stände auf: auf der einen Seite sucht man für die Tatsache über⸗ hoher Preise einen Schuldigen zu finden und zwar möglichst eine ganze Schicht von Erwerbstätigen, also etwa die Landwirte, die 92 15 die Detaillisten, die Banken, die Industriellen, auch mal

Lebensmittelmarkt. Wenn man die öffentlichen Erörterungen über,

eile der Konsumenten selbst. Man sieht das Bestreben,

sönliche Schuld zu konstruieren. Daß auch rein sachliche Gründe eine starke Verteuerung herbeiführen könnten, das will man in seinem Aerger über die Verteuerung nicht zugeben. Auf der an⸗ dern Seite ruft man in der Erkenntnis, daß man selbst ohn⸗

mächtig ist, nach einer starken Hilfe, und das sind Fällen stets und ständig die Behörden und der Staat.

chen helfen, wenn es sonst nicht anders geht. Wie das Kind, wenn es sich nicht zu helfen weiß, nach Vater oder Mutter ruft, so rufen die Konsumenten bei hohen Preisen nach dem Vater Staat.

Diese Ausführung eines unserer bekanntesten

3 Wirtschaftspolitiker geben wir nach einem Aufsatz in der

Köln. Ztg. wieder, weil sie kurz und treffend die

wiedergibt, die bei der Beurteilung der Lebensmittelfrage im großen und ganzen vorherrschen. Die. der ersten, nämlich der Schuldfrage, ist eine überaus undan bare,

schwierige und nach keinerlei älteren Maßen zu

Frage. So sehr man geneigt ist, sich bitter über den Lebens⸗

mittelwucher zu entrüsten und eine Erwerbsschich

schuldigen Teil an den Pranger zu stellen, so wenig kann dies Verfahren einen greifbaren Erfolg von Dauer zeitigen, so sehr ist es aber anderseits geeignet, eine tiefe Bresche in die nationale Einigkeit zu legen. Wir wollen deshalb an

dieser Stelle von einer nicht unbedingt nötige

ziehung der Schuldfrage absehen und sie nur von einem Ge⸗ sichtspunkt betrachten, unter dem sie viel zu wenig beurteilt wird, nämlich unter der daß auch das Publikum

ebensmittelmarkt einen erheb

an den Preisen auf dem lichen Teil der Schuld trägt. Richard Calwer,

fasser des oben schon erwähnten Aufsatzes, sagt zu diesem

Thema: 5 Der Lebensmittelwucher kann nur dort gedeihen,

geeigneten Boden dazu findet. Es müssen denen gegenüber, die zu

viel nehmen, solche vorhanden sein, die zu viel geben.

geben aber die Käufer zu viel? Es mag sein, weil sie als einzelne Käufer nicht die Macht haben, den zu hohen Preisen gegenüber Widerstand zu leisten. Nun gut, wenn dem so ist, warum schließt ihr Käufer euch nicht zusammen, warum findet ihr die

Kraft nicht, geschlossen gegen die Verkäufer aufzutreten

ihr das nicht könnt, solange ihr das nicht wollt, solange ihr das nicht einseht, so lange sorgt ihr ganz allein dafür, daß der geeignete Boden, auf dem der Lebensmittelwucher 1 kann, vor⸗

h nicht die staatliche

Wir glauben baum, daß hier die Möglichkeit für das Publikum, einen direkten Einfluß zu gewinnen, überschätzt wird. Es ist hier ein Weg gewiesen, den man in einer

roßen Reihe deutscher Städte schon mit den 8 hat. Daß

handen ist. Dagegen kann keine Macht, au Macht, ankämpfen.

e beschritten eine solche Organisation,

sich, solche Fälle zuerst einer Stelle zu unterbreit

sachverständig prüfen und bearbeiten und nötigenfalls die Gerichte damit befassen kann. Zu dieser Vermittlung hat

sich der Gießener Lebensmittelgusschu klärt. Wer also glaubt, Verfehlungen im Sinne

eine per⸗

in solchen Der muß

Ansichten

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der Ver⸗

wo er den

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7 Solange

vielerorts schon segensreich f 2 hat, auch in Gießen praktische Erfolge erzielen önnte, steht außer Frage. Wir denken da in erster Linie an die neue Bundesratsverordnung gegen den Le⸗ bensmittelwucher, die eine ausgezeichnete Handhabe bietet wenn man sich ihrer zu bedienen weiß. Es geht lich nicht an, daß jeder, der sich übervorteilt glaubt, ins Blaue hinein nach dem Staatsanwalt ruft. Es empfiehlt

natür⸗

en, die sie

bereit er⸗

im Interesse der B gen beim Lebensmi

Als der Krieg

sich als ungenügend.

Sie trieben dadurch in falsch angewandter

vorbeugen; es heißt forderungen der Zeit im eigenen Haushal

vereine

die Preisbildung.

diese Art selbst ein

Hausfrauen se der Handel auf un

allgemein zurückh

10-12 Pfg.

0 15 be wie von den

esser

den augenblicklichen ekauft werden.

sonst für reifes Obst darauf, als ob die zu Gelee zu kochen.

zurückzuführen, wie

im Schlusse dieser ihre Verwirklichun

Marktes verschafft

den 2. un

kasse erfolgen.

ratsverordnung ber

Wanxen ein, so z. B. das knapp vorhandene Mehl, das dadurch zum Teil verdarb; auch sogar Zucker und Salz, weil sie nicht wußten, daß diese Lebensmittel in ausreichender Menge vorhanden waren.

Sie muß nach großen Gesichtspunkten geordnet und bis ins Kleinste ausgestaltet werden. Gemeinsames Handeln ist so nötig wie umfassende Aufklärung. Nur eine straffe Organisation kann Beides leisten. In ganz Deutschland müssen Hausfrauen⸗ * egründet werden, die sich wie die schon bestehenden in dem großen Verband Deuts schließen müssen. Kein Ort i es Konsumenten und Produzenten und ungerechtfertigt hohe Preise. Die Aufgaben des Verbandes Deutscher Hausfrauenvereine sind: Die hauswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Ausbildung der Hausfrauen und die Erlangung eines regelnden Einflusses auf

z. B. für Butter mehr als

der Zusammenschluß der intere Mittel, auf die wir nochmals aus

ferien wegen am Ende dieser Woche ge chlossen wird

6 ittelausschuß, anbringt. Man wird dann s. So lange in Gießen keine Verb die die Interessen des Publ

ausbrach, zeigte es sich, daß die deutschen

Hausfrauen den Anforderungen, die er an ein zweckmäßiges Handeln stellte, nicht zu genügen vermo volkswirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen Kenntnisse erwiesen

chten. Ihre

Sie kauften über ihren tatsächlichen Bedarf

die Preise in die Höhe, schädigten sich selbst,

ihre Nächsten und die Gefamtheit. Wohlhabende Frauen bestellten

Sparsamkeit ihren Tisch mit billigen Lebens⸗

mitteln, die sie den unbemittelten Volksgenossen hätten überlassen sollen. Auch die Kochkunst der Hausfrauen versagte. Die Wenig⸗ sten verstanden es, der Steigerung der Preise, dem Ausfall ge⸗ wohnter Lebensmittel durch restlose Ausnütung alles Vorhandenen zu begegnen. Die N wird täglich ernster. Es heißt

lernen und Versäumtes nachholen. Den An⸗ genügt die Ausbildung der jungen Mädchen t und in überkommener Weise nicht r.

Hausfrauen zusammen⸗ dafür z u Hern Ae gibt

Es bedarf keiner Frage, daß sich die Hausfrauen auf

e mächtige Waffe schmieden können. Wie

man im Publikum über den Mangel einer wirtschaftlichen Erziehung der Hausfrau urteilt, beweist übrigens folgende Zuschrift, die uns zuging: g Ueber die hohen Preise auf dem Gießener Wochenmarkt klagen die Hausfrauen aus allen Kreisen unserer Bevölkerung, und auch mit Recht. Zuerst muß man fragen, wer eigentlich die hohen Preise für Kartoffeln, für Gemüse, für Butter und Eier macht; die Antwort ist leicht die Einigkeit der Verkäufer und zweitens in der Hauptsacheunsere

zu geben: Erstens

lber. Wer zu beobachten versteht, wie seren Wochenmärkten sich abspielt, wird der

Ansicht, daß die Käufer an den hohen Marttpreisen selber die Schuld mittragen, zustimmen müssen. Die Markthesucher sollten

altender sein, wenn man ihnen zumutet, Mk. 1,50 oder für Eier mehr als zahlen. Statt dessen kann man beobachten, begüterten Klassen unserer Bevölkerung bei

den letzten Wochenmärkten zu den hohen Preisen Eier nicht für

Bedarf, sondern schon förmlich en gros ein⸗

Man stürzt sich ebenso auf die hochpreisige utter, trotzdem die Märkte davon mehr als A aufweisen Ebenso ist es mit Obst zum Einkochen. Trotzdem für Falläpfel Preise verlangt werden(Mk. 68 Zentner), welche man

Gale 7 auf den m eligkeit davon nge, diese teuren Aepfel Man muß sich wundern, Baß die Feuer

organisationen in unserer Stadt nicht einmal eine Versammlung einberufen, um Schritte zu unternehmen, welche geeignet sind, die Preise auf unsern Wochenmärkten auf ein erträgliches Maß

dies auch in anderen Städten geschehen ist.

Wie oben schon ausgeführt, geht man bereits mit der

Zuschrift ausgesprochenen Anregung um; g wäre von Herzen zu begrüßen. Jeden⸗

falls liegen die Dinge so, daß alles Reden und amentieren und Erzählen von Schauergeschichten vom Lebensmittelmarkt nicht nützt, vielmehr eher schaden kann. Aber hohe Zeit ist es, daß das Publikum erkennt, wie es seine nehmen kann. Daß es möglich ist, bewe Dutzender deutscher Städte, wo man gesagt hat: Selbst ist der Mann! und sich einen Einfluß auf die Gestaltung des

1 51 wahr⸗ isen die Beispiele

hat. Die neue Bundesratsverordnung und 8 Kreise sind zwei rücklich hinweisen möchten.

24. Juli d. Js. den vom Fürsten zu Isenburg 5 le u Offen⸗

** Klipp EE Am Montag und Diens⸗ Woche fand die 5. u 0 Bereitung von Klippfischgerichten in der Aliceschule und

6. Unterweisung in der

1 4 e dem immer wachsenden Interesse an

dur 0 entkommen, daß sie am Montag und Diens

*

Landkreis Gießen.

Wieseck, 30. Juli. Der Oberbäcker Ernst Stritter,

r Bundes⸗

Ref. Bäckerei-Kolonne 17, 25. Res.-Div., aus Wiesect, ielt di Lefsische Tapferkeitsweballle,.*

ern