Plateaus von Doberdo wird weiter gekämpft. Gegen den Abschnitt Peteano—Sdraussina setzten die Ita⸗ lliener in der verflossenen Nacht drei Angriffe, die abgewiesen wurden, an. Ebenso mißlang ein Versuch des Gegners, sich zwischen Sdraussina und Polazzo näher an unsere Grüben heranzuarbeiten. Auch neuerliche Vorstöße des Feindes bei Selz, Vermegliano und gegen den Monte Co sich wäaren gleich allen früheren vergeblich. N Am Mittel⸗Isonzo finden nur Geschützkämpfe stat. Im Krngebiet wiesen unsere Truppen gestern, dann nachts und heute früh Angriffe ab.
Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet hat sich nichts Wesentliches ereignet. Ein Nachtangriff der Italiener auf den Monte Piano scheiterte. Das Artilleriefeuer hält f an mehreren Stellen an.
1 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs 5. v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Der Kaiser an Woyrsch.
Breslau, 23. Jali.(WT. Nichtamtl.) Die„Schle⸗ sische Zeitung“ meldet: Anläßlich des von den Truppen der Armeeabteilung Woyrsch glänzend durchgeführten Durch⸗ bruches durch die feindliche Stellung am 18. Juli 1915 ist an den Generaloberst v. Woyrsch aus dem Großen Haupt⸗ quartier folgendes Telegramm eingetroffen: 0
„Seine Majestät hat die Meldung über den gestrigen Durch⸗ bruch durch die Stellung des russischen Grenadierkorps nordöstlich von Sienno mit Freude entgegengenommen und mich beauftragt, Ew. Exzellenz sowie den Ihnen unterstellten Führern und Truppen, im besonderen auch der tapferen schlesischen Landwehr, die wie so oft schon erneut wuchtige Schläge zur Sicherung ihres schönen Heimatlandes geführt hat, den Ausdruck seiner beson⸗ deren Anerkennung mitzuteilen. Gez. v. Falkenhayn.“
Breslau, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Die„Schle⸗ sische Volkszeitung“ erfährt: Generaloberst von Woyrsch wurde von der philosophischen Fakultät der Universität Breslau zum Ehrendoktor ernannt.
a Der russische Bericht. * Petersburg, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) General- stabsbericht.
5 In Gegend Szawle feindliche Truppenanhäufungen auf
. 5 5
*
gend jenseits des Niemen am 21. Juli erbitterte Kämpfe am Jesstafluß, südwestlich Tow no. An der Narewfront in Gegend des Brückenkopfes Rozany erbitterte Kämpfe. Bei den Dorfern Mrotschka, Kawka säbelten die Kosaken bei einem schnei⸗ digen Gegenangriff eine deutsche Kompagnie nieder. Auf dem 4 0 linken Weichselufer haben unsere Truppen die Front Blonie—Nadarzyn und die vorgeschobenen Stellungen von Iwangorod inne. Der Kampf zwischen Weichsel und Bug nahm am 21. Juli neuerdings den Charakter großer Erbitterung an. Der Feind versammelt seine Hauptkräfte in den Richtungen . Balgitze, Trawniki, Wojstabwitzi, Grubeschow; manche Dörfer und 19 Höhen wechseln oftmals den Besitzer. Am Bug erbitterte Kämpfe von Krylow bis Dobrotwor auf breiter Front. Flußaufwärts von Sokal säuberten wir das rechte Bugufer vom Feinde und machten in dem Dorfe Poturzice ungefähr 1500 Gefangene.
Die inneren Fragen Rußlands.
Petersburg, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ka⸗ dettenführer Maklakow befürwortet in einem Artikel im „Rietsch“, in der Du ma alle politischen Fragen beiseite zu lassen a und alle Kräfte für die Mobilisierung der Munitions-
herstellung zusammenzuhalten. Ter„Rjetsch“ bemerkt dazu, man könne nur mobilisieren, wo die Grundlagen dafür vor⸗ handen find. Man müsse lieber von einer Organisierung der Kräste sprechen und dafür sei die politische Haltung des Ministeriums von größter Bedeutung.„Nowoje Wrem ja“ kommt hin⸗ sichtlich der Duma zu derselben Ansicht und erklärt, diese müsse scharf die Verschleppungen der Behörden kontrollieren. Die Haupt⸗ bleibe immer die Herstellung von Maschrnenge⸗ wehren. Gewissen Mutlosen, die da meinen, daß es zu spät für di Organisation der Munitionsherstellung ser, ruft Menschi⸗ ko w zu, daß es niemals zu spät sei. Die Bedeutung der Duma luieege auch darin, daß in einer 1 Gefahr instinktw alle sich gegenseitig stützen sollten. Man müsse hoffen, daß die Duma sich nicht in mutlosen Reden ergehen werde.— In einem zweiten Artikel im„Rjetsch“ schlägt der Nationalökonom Tugan Barranowski vor, zur Aufklärung des Volkes und um den Krieg populärer zu machen, in ämtlichen Kreisen aller Gouverne⸗ ments die intelligentesten Bauern und die übrige Intelligenz zu Krkisausschüssen zu organisieren und ihnen die Sachlage über den Krieg, wie die Fragen der Munition und Lebensmittel zu erklären und ihnen die Organisierung des Kampfes gegen die Teuerung zu überlassen.* 5 5
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Am 20. Juli abends versuchte der Feind einen durch Bombenwürfe vorbereiteten Bajonett⸗ angriff gegen unsern linken Flügel Seine Reihen, durch unser Feuer gelichtet, kehrten in ihre Stellungen zurück. Bis morgens erneuerte er den Versuch dreimal; wir warfen ihn immer zurück und trieben ihn mit schweren Verlusten bis in seine Stellungen. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr be⸗ schoß der Feind am 20. Juli unseren linken Flügel zwei Stunden lang vergeblich. In der Nacht zum 21. Juli wiederholte er die Be⸗ schießung, indem er unseren rechten lügel mit Leuchtkeugeln und Scheinwerfern beleuchtete, wirkungslos. Wir hielten eine Er⸗ widerung für überflüssig, In derselben Nacht verursachten unsere Batterien bei Kumkaleh durch einen Feuerüberfall auf das feindliche Lager von Sedd⸗ül⸗Bahr eine große Explosion und einen zweistündigen Brand des feindlichen Munitions- magazins. Am 21. 2 beschossen wir das Lager und die Artilleriestellungen bei ortolimon wirksam. Der Feind erwiderte es wirkungslos. 2 0 An der Front von Irak versuchte der Feind, um seine Niederlage zu verschleiern, Demonstrationen durch abgezweigte Truppen, welche wir mühelos abwehren konnten. An den übrigen Fronten nichts Bemerkenswertes.
Der türtische Freiheitstag.
Berlin, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nordd. Allg. Zeitung“ schreibt: Ter 23. Juli ist der türkische Freiheits⸗ da g. An diesem Tage begann vor sieben Jahren, 1908, die junge Türkei ihr politisches Dasein mit dem Programm, dem Volk der Osmanen im Innern und nach außen eine selbständige Entwicklung zu sichern. Tieses Programm wurde damals auch in solchen Län⸗ dern begrüßt, deren Regierungen jetzt über die Zukunft der Türkei den Stab brechen und über ihre Gebiete in Europa und Asien das Los werfen wollen. Ersatz für solche Scheinfreundschaften fand das ottomanische Reich bei den Mächten, mit denen es auf Grund der wahrhaften Interessengemeinschaft Schulter an Schulter im Kampf um Sein oder Nichtsein steht. In diesem Kampf bewährt die Türkei ein Heldentum, das den glänzendsten Tagen der ottomanischen Ge⸗ schichte ebenbürtig ist, sie führt den Krieg unter schweren Enttäu⸗ schungen für ihre Feinde und zur Bewundern ihrer Verbündeten. An dem Tage ihrer Nationalfeier weilen unsere Gedanken mehr als je bei den tapferen Bundesgenossen, mit dankbarer Freude über die bisher vollbrachten kriegerischen Taten und mit innigen Wünschen für den endgültigen Erfolg des ruhmvollen Kampfes.
Italien und die Türkei.
Rom, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Tribuna“ teilt ihr Vertreter in Sosig mit; Ich erfahre von sicherer Quelle aus Konstantinopel, daß die türkischen Behörden sich willkürlich eines Schleppers bemächtigt haben, Halen von Galata Dienst tat und einem italienischen Untertan
gehörte. Troß der Reklamationen der konsularischen und diplo⸗
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7
deen Straßen westlich der Chausse Miau. Sdawie In Gee
matischen Vertreter bei der Pforte ist bisher für den Mißbrauch keine Erklärung gogegeben worden; ebenso wenig billigte man, wie sonst üblich, dem Besitzer des Schleppers eine Entschädigung zu. Noch viel bedenklicher als die Beschlagnahme des Schleppers ist die Tatsache, daß der Schlepper von den Türken seit mehreren Tagen zu kriegerischen Operationen im Marmarameer benutzt wurde und daß er dabei die italienische Flagge beibehalten hat. Der italienische Botschafter legte energisch Verwah⸗ rung hiergegen ein, Auch die„Idea Nazionale“ erhält aus Bukarest die gleiche Nachricht. Nach Informationen, die die „Tribuna“ außerdem erhielt, glaubt sie, die ernste Tatsache be⸗ stätigen zu können. * *
1 Ein Armeebefehl des Kronprinzen. Saarbrücken, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die „Saarbrücker Volkszeitung“ veröffentlicht folgenden vom Armee-Oberkommando der 5. Armee bekanntgegebenen Armeebefehl des Kronprinzen: „Armeehauptquartier, den 19. Juli. Kameraden! Es ist mir
an den siegreichen Kämpfen der letzten Woche beteiligt gewesen sind,
und Graben um Graben nach Süden zurückgedrängt. Mancher tapfere Krieger hat in diesem Walde sein Leben für sein Vater⸗
angrisse auf eine vom Gegner besonders stark ausgebaute Stellung habt Ihr, meine Argonnentruppen, von neuem gezeigt, daß, ob⸗
gemeinen ein defensives Verhalten auferlegt, wobei die„Winter⸗ schlacht in der Champagne“,„Cöte Lorraine“,„Vogesenkämpfe“ „Schlacht von Arras“ ein beredtes Zeugnis von unvergleich⸗ licher deutscher Tapferkeit und von treuem Ausharren ablegen, wir doch in der Lage sind, wo es erforderlich ist, den Franzosen tüchtige Schläge auszuteilen. Mit voller
beer um unsere siegreichen Fahnen winden werden.—. Der Ober⸗ befehlshaber; Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reiches und 1
von Preußen.“ Der französische Bericht.
Paris, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von Donnerstag nachmittag. Die Nacht war auf der ganzen Front verhältnismäßig ruhig, nur im Artois und in den Argonnen, nur zwischen er und Mosel(Les Eparges und Wald von Apremont) einige Arkilleriekämpfe. In der Nacht vom 20. zum 21. Juli und am 21. Juli fanden auf der Höhe des kleinen Reichsacker⸗ kopfes, westlich von Münster, sehr heftige Kämpfe statt; einem Angriffe unsererseits folgten neun deutsche Gegenan⸗
Jägerbataillone, die wir ansetzten, die Bemühungen des Feindes in Schranken, indem sie den Deutschen schwere Verluste beibrachten.
Stellungen. Nördlich von Münster richteten sich unsere Truppen in den Stellungen ein, die sie am Lingegrat eroberten. Wir
warfen acht 90-Millimeter- und vier 120-Millimeter-Bomben auf den Bahnhof von Autry nordwestlich Binarville.
An der Dardanellenfront herrscht seit unseren Er⸗ folgen vom 12. Juli und 13. Juli Ruhe.
Paris, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von Donnerstag abend. Aus dem Artois ist Artilleriekämpfen nichts zu melden. Die t von Arras wurde beschossen. In der Champagne versuchten feindliche Flieger Dörfer und Verproviantierungsbahnhöfe beim Lager von Chaälons zu bewerfen. Sie wurden heftig verursachten keinen Schaden. Zwischen Maas und Mosel, im nördlichen Woe vre und Priesterwald heftiges Feuer mit großkalibrigen Granaten. In Lothringen warfen wir eine
zurück. In den Vogesen besetzten wir auf den Höhen nördlich
am Schratzmannseck und Barrenkopfwald Fuß.
Gegen die„Drückeberger“ in Frankreich. Paris, 23.(WTB. Nichtamtlich.)
ziehen konnten, daß sie sich nicht in die Stammrollen ein⸗ tragen ließen, hatten ein ausgezeichnetes Ergebnis. Alle Männer,
auf der Straße angehalten und zur Vorlegung ihrer Papiere genötigt. In der Jahresklasse 1916 im Militärgouvernement
festgestellt worden.
geschätzt.
**
* Aus dem englischen Parlament.
neten Handelsschissen erlauben, amerikanische Häfen anzulaufen.
lichen Expeditionskorps zwer
ein von Herzen kommendes Bedürfnis, all den Truppen, welche
noch einmal meinen Dank und meine volle Anerkennung auszusprechen. Zehn Monate lang haben wir in schweren blutigen. Kämpfen einen zähen und tapferen Gegner Schritt für Schritt
land dahingegeben. Mit stiller Wehmut und Dankbarkeit gedenken wir unserer gefallenen Kameraden. Durch die siegreichen Sturm⸗
gleich die große Kriegslage uns hier auf der Westfront im all⸗
5 Genugtuung können wir auf die letzten Kämpfe zurückblicken, die uns eine große Beute an Gefangenen und Material aller Art eingebracht — Ich bin stolz und glücklich, an der Spitze solcher Truppen tehen zu dürfen, und bin überzeugt, daß, wenn der Augenblick kommt, wo unser oberster Kriegsherr den weiteren Vormarsch be⸗ fehlen wird, ich mich auf Euch verlassen kann und wir neuen Lor⸗
griffe. Trotz der Erbitterung unserer Gegner hielten die beiden
Wir nahmen einen Schützengraben ein und behaupteten ihn auf etwa 150 Meter Front. Wir behaupteten auch unsere früheren
machten im Laufe dieser Kämpfe 700 Gefangene. Unsere Flugzeuge
außer einigen beschossen, ihre Brandgranaten
starke deutsche Aufklärungsabteilung östlich Pioncourt-au-Seille
Münster, welche im Osten das nördliche Fechttal beherrschen, nach erbittertem Kampfe den Lingegrat und faßten in den Steinbrüchen
ö 5* Der„Temps“ berichtet: Die scharsen Maßregeln zur Feststellung der dienst⸗. fähigen Mannschaften, die sich dadurch ihrer Dienstpflicht ent⸗
die ihrem Alter nach militärpflichtig sein können, werden noch
Paris sind allein über 1000 nicht eingetragene Männer Die Gesamtzahl der nicht eingetragenen Mannschaften aller Jahresklassen für Paris wird auf über 10 000
London, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Lord Robert Cecil sagte auf eine Anfrage über die Bewaff⸗ nung der Handelsschiffe, daß die amexikanische Regierung gewiß Regeln aufgestellt habe, die für Verteidigungszwecke bewaff⸗
In jedem Falle sei eine unabhängige amtliche Untersuchung erfor⸗ derlich. Der Nachweis müsse geliefert werden, daß die Bewaffnung nur zu defensiven, nicht zu offensiven Zwecken gebraucht werde. Tennant sagte auf eine Anfrage, der Kriegssekretär werde er⸗ wägen, ob es vorteilhaft für die Armee sei, dem Rest des ursprüng⸗ oder drei Monate Ruhe zu gönnen, angesichts der Zahl neuer Truppen, die an die Front zu gehen
bannung d Ueberzeugungen, Sprecher erklärte eine Deb für unmöglich. In der Debatte über den a Steel⸗Meitkand, daß die Unruhen auf Ceylon, folge deutscher Machenschaften entstanden seien. Markhem sagte in der Debatte, das Oberhaus behandle heute die Frage der verheirateten Männer in der Armee, die im Unterhause zu beantworten die Minister sich geweigert hätten, weil eine Beant⸗ wortung nicht im öffentlichen Interesse läge, das heiße, das Unterhaus mit Verachtung behandeln, mit der es seit Bildung des Koalitionsministeriums stets behandelt würde. Ebenso wollte der Minister jetzt die Frage über die Zünder nicht beantworten. Die Tatsachen über die Zünder seien in Deutschland und England jedermann bekannt. Der Stellvertreter des Sprechers erlaubte die Erörterung. Markhem fragte, ob die in England ten Zünder dieselben seien, die p herstelle. Untersta Tennant erwiderte, Kitchener erachte die mili⸗ tärischer Fragen für unzulässig, und man müsse sich seiner mili⸗ tärischen Autorität fügen. 2 2 g London, 23. Juli.(WT Nichtamtlich)) Ober haus. Lord Devon port erbat eine Statistik über die Zahl der Ver⸗ heirateten in der Armee und bemängelte die Verschwendung, die in den Unterhaltungskostender Soldatenfrauen liege. Er sagte, bis zum Ende des Jahres werden die täglichen 5 eher vier als drei Millionen Pfund Sterling betragen. England gibt drei Lst. dafür aus, wofür Deutschland mit einem Pfund auskommt. Kann England sich das leisten? In Deutschland gibt es keine Verschwendung. Lord Newton gab die e Ziffer der Verheirateten in der Armee auf 843 009 an; di 1 er auf
für die Soldatenfrauen seit Beginn der Mobilisierung 25 Millionen Pfund an.
London, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die Amal ⸗ gamated Labourers Union beantragte für den Ge⸗ werkschaftskongreß, der am 6. September in zu⸗ sammentritt, eine Resolution, in der es für dringend wünschens⸗ wert erklärt wird, daß die Feindseligkeiten im Einklange mit der nationalen Freiheit und Ehre eingestellt werden und der Parlamentsausschuß vom Gewerkschaftskongreß auf t wird, Friedens bedingungen, die für die. englische Ar⸗ beiterklasse günstig sind, zu befürworten und die Regierun gend aufzufordern, bestimmt und unzweideutig zu erklären, für was England kämpfe. 19 5.
„Munitionsgerichte“ in England.
London, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Das erste Munitions gericht hat in Barrow getagt. 28 Ara beiter waren vorgeladen, weil sie zwei Tage gestreikt batten. Da sie auf Zureden des Abgeordneten Hodge die Arbeit wieder aufnahmen, zogen die Arbeitgeber den An⸗ 4 trag auf Strafverfolgung zurück.— Der parlamentarische 7 Mikarbeiter der„Daily News“ teilt mit, daß auf Grund eines Abkommens das Munitionsgesetz für Süd wales nicht in Kraft tritt. Das Munitionsgericht wurde zwar er⸗ richtet, aber es wird nicht tätig sein, wenn das Abkommen eingehalten wird. Der Minister Henderson begründete dies damit, daß die Kündigungen der Bergleute ergangen seien, ehe das Munitionsgesetz im Parlamente eingebracht und angenommen worden war.
Die neue Note Wilsons.
Berlin, 23. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Der„Berliner Lokalanzeiger“ teilt mit: Die Antwortnote des Präsidenten Wil⸗ son ist, wie wir hören, bei der hiesigen amerilbanischen Botschaft eingetroffen. Die Uebersetzung des recht un 3 Schriftstückes ins Deutsche wird einige Zeit in Anspruch nehmen.
Ausstände von Munitionsarbeitern in Amerika. l London, 23. Juli.(WT Nichtamtlich.) Die„Dimes“ 1 melden aus Washington: Der Streik in 8 8 tonwerken ist mißlungen. Wenn es aber of Labour nicht gelingt, die fremden— au schließen, werden Wiederholungen stattfinden. Beamte Internationalen Maschinistenvereins zeigen an, daß die Zeit gekommen sei, den Achtstundentag für die Ma⸗ schinisten Amerikas zu verlangen. Ein kleiner Streik der Hafenarbeiter von New Pork hat onnen. In Cleveland versuchten fremde Agenten, die Maschinisten in den Muni⸗ tionswerkstätten zum Streiken zu veranla a
Aus Stadt und cand. Gießen, 24. Juli 1915.
Der Organisator. i „Hallo, wohin so eilig, Herr Meier?“„Um Gottes⸗ wille, halde Se mich net uff! Gehn Se liewer e Stück mit die Süd⸗Anlag erunner. Ich bin eilig. Puh, was unser einer an eim seim Hals hat...“ Herr Meier fuhr mit einem großen Taschentuch über die Stirn, verfiel aus seinem ohnehin verschärften Tempo in Geschwindschritt und sprach infolge der Wichtigkeit der Sachen, die ihn in so iche Bewegung setzten, in reinstem Hochdeutsch weiter. Er komme soeben aus dem neuen„Ausschuß zur lichen Brandmarkung gleit weiter
1 1
7
fent⸗
genüber de bl e ee Ki N
über der Reblaus,„ d e er,
255 Koloradokäfer und verwandten Schädlingen“ Es sei
um aus der Haut zu fahren, wie bodenlos indolent das
Publikum sei. Wenn man bedenke, wie der Koloradokäfer in Amerika Ernten der besten Kartoffeln i
Mißbill gabe Aer ger
ärfste Mißbilligung am.„Aber Herr
I ft ßbilligung N
der im] ni⸗
wünschten. Higham(liberal) fragte den Munitionsminister, wer dafür verantwortlich sei, daß gewisse britische Zünder 32 Unzen Bronze enthielten gegen 4½ Unzen in den französischen Zündern' so daß die Deutschen von jedem britischen Geschoß zwei Pfund Bronze gewinnen und daraus acht eigene Zünder her⸗ stellen könnten. Tennant bat Higham, seine Frage zurückzuziehen, da eine Antwort im öffentlichen Interesse nicht erfolgen könne. Higham wollte eine neue Frage stellen, aber der Sprecher ge⸗ stattete es nicht.
Byles fragte, ob Asquith genauer die wesentlichen giele bezeichnen wolle, für die England Krieg führe, in der Hoffnung, daß eine Intervention friedlicher Einflüsse die Erreichung diefer Ziele durch andere Mittel herbeiführen möchte, als durch die Fortsetzung des Krieges. Asquith erwiderte, auf Byles Frage, er habe die Ziele, so deutlich er es vermochte, in seinen Reden bei Beginn des Krieges und namentlich in der Guild⸗ hallrede am 9. November angegeben Snowder fragte, ob nicht] in Deutschland unter den Sozialdemokraten eine starke und wachsende Friedensbewegung bestände und ob Asquith sein Augenmerk darauf richten und jede Bewegung im Interesse der Beendigung des Krieges benutzen wolle. Asquith erwiderte, er habe seinen bisherigen Erklärungen nichts hinzuzufügen.
Hodge fragte, weshalb die Halbwöchentlichen Berichte von Fami French ausblieben und ob ihr regelmäßiges Erscheinen erneuert würde. Tennant sagte, French sende Berichte über alle wichtigen Ereignisse. Zwischenruf: Wie war es mit dem Hügel 602 Hodge 2 sodann, ob Asquith nicht dem Hause versprochen habe,
French zweimal wöchentlich berichten würde und weshalb dies
icht geschehe. Asguith erwiderte, Freuch sende Berichte, wenn
machen. eine Zu
er es für Wenn er nicht zweimal wöchentlich
eeignet halte. berichte, so da erheisce
be nichts stattgefunden, was Al Bericht
„Aber es regnet Meier?!“ Er hatte und Mantel sowie
Fu ständlich stren „aber trauen Sie sich denn au
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