Ausgabe 
(24.7.1915) 172. Erstes Blatt
Seite
133
 
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N 5 ö.

165. Jahrgang

Sommtags. Beilagen: wöchentlich

Siehener gamilienblätter; 3 wöchentl. Kreis⸗ att für den Kreis Giehen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen

Geleral⸗Anzeiger für Oberh

1 Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

WTB.) Großes Hauptquartier, 23. uli. (Amtlich.) 5 5 Westlicher Kriegsschauplatz.

und nordwestlich von Souchez wurden abgewiesen.

In der Champagne unternahmen wir in der Ge⸗ gend von Perthes umfangreiche Sprengungen und besetzten die Trichterränder.

Bei Metzeral warfen wir sie aus einer vorgeschobenen Stellung, die wir, um Verluste zu vermeiden, planmäßig

In Erwiderung der mehrfachen Beschießung von Thiscourt und anderer Ortschaften zwischen Maas und nahm unsere Artillerie Pont⸗a-Mousson unter

euer

Unsere Flieger griffen das Bahndreieck von Saint Hi⸗ laire in der Champagne an und zwangen feindliche Flieger zum Rückzuge. Auch auf die Kasernen von Gérardmer wurden Bomben abgeworfen. Bei einem Luftkampf über Conflans wurde ein feindliches Kampfflugzeug vernichtet.

Oestlicher Kriegsschauplatz. In Kurland folgen wir den nach Osten weichenden Russen unter fortgesezten Kämpfen, bei denen gestern 6 Geschütze, viele

arf schoben Armeen näher heran. Vor Rozan wurden das Dorf Miluny und das Werk Szygi mit dem Bajonett gestürmt und in letzterem 290 Ge⸗

fangene gemacht. - Nächtliche Ausfälle aus Nowo⸗Georgiewsk miß⸗ gen.

lan

Zwischen Weichsel und ug gelang es den ver bündeten Truppen, den zähen Widerstand des Gegners an

zu zwingen. Die blutigen Verluste der Russen

Notiz: Lingekopf und Barrenkopf liegen drei

bis vier Kilometer nördlich Münster. Granica 10 Kilo⸗ f

meter südlich Iwangorod.

*

Die Neuregulierung der Getreideversorgung für das neue f

Wirtschaftsjahr, deren Grundzüge jüngst von der Regierung

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.

Buch⸗

Samstag, 24. Juli 1915

Bezugsprelz: monatl. 75 Pf., viertel-

jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz.

Verantwortlich für den

*

politischen Teil und das

Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗

richtssagl: Otto Braun;

und Steinbruderei K. gange. Schristleitung, seschästsstelle u. drucerel: Schulstr. 7. bet, sämic e Ge

Hortschritte im Osten.

Festsetzung von Höchstpreisen und andere wirtschaftliche Beschlüsse des Bundesrates.

as Plus von dies so nennen den, wenn die

äußeren Feind

allgemeinen O

Mit Recht

der Staatsgew muß, so bedarf

bestraft wissen

natürlich nicht

müssen.

Machenschaf ich i hör

veröffentlicht worden sind und die bei der Verwertung von in den Regie

mancherlei Erfahrungen aus der abgelaufenen Periode die

allgemeine Volkszustimmung gefunden hat, ist nunmehr Gente oder

durch die neue Festsetzung der Höchstpreise ergänzt worden.

Auch diese hält sich im Rahmen der vielfach in der Oeffent⸗ U 5 g lichkeit geäußerten Wünsche. Die bestehenden Preise für Brot- die Serin

getreide werden festgehalten, und die Konsumenten haben nun Anspruch darauf, daß das tägliche Brot nicht teurer wird als bisher. In der nachstehenden kurzen amtlichen Mittei lung über die entscheidende Sitzung des Bundesrates werden mit Vermeidung aller Erörterungen über Sonderwünsche und Klasseninteressen einige Feststellungen gemacht, die so⸗

nicht nur die sondern auch

beiterschaft als

und Raub ausge

wieder außer

nichten. Dies wird nun aufhör it einer Zwan

ten wer *

sonst wären manche Anordnungen der Behörden in der Lebens⸗(

f angeblichertechnischer Unmöglichkeit nicht zu verstehen. Jedenfalls wächst in vielen Arbeiter- und Angestelltenschichten die glückliche Zuckerpolitik genährt morden ist, unerfreulich, denn

die immer wieder

weisen, ist zu erwidern, daß es sich bei den in Kriegsindustrien

Zwang undBevormundung, wenn man fest

will, wird ja mühelos wieder abgestreift wer⸗Höchstpreisbezirke auf 4 große Preisgebiete unter

gehalten und nur die Zahl der gegenwärtigen 32

Schranken gefallen sind, die das Land heute gleichzeitiger Einschränkung der Preisspannung verringert.

mit Aufbietung aller unserer Waffenkraft1½

wirksam treffen, so müssen wir auch unter uns mit größe- wie n 0 ü rer Strenge gegen alle diejenigen vorgehen, die in der Stunde festgesetzt. Für Hafer und Ger ste sind, um wenigstens

pferwillens auf ungebührliche Bereicherung feine

alt im Kriege schärfer und strenger blicken hat

es auch eines wirtschaftlichen Kriegs⸗ beschlossen, welche e f rechtes. Ein solches hat sich das deutsche Volk jetzt geschaf⸗ steigerung bei dem Handel mit Gegenständen des 9 fen. Denn es war sein Ruf, der die schamlosen Preistreiber[ glichen Bedarfs, insbesondere Nahrungs⸗ und 13

wollte, und die Androhungen zahlreicher][Gen

oberster Militärinstanzen, die nach der Durchführung der und L chtstof ei f einheitlichen Maßregeln der zuständigen Reichsstellen wohl Möglichkeit einer Enteignung vorgesehen für Fälle, Kraft treten werden, waren not- wo jemand derartige Gegenstände zurückhält. Sodann ist in

mahnende Zeichen der Zeit. Immer ihr

en Häuptern süch

einschnüren und alle seine Lebensbedingungen verändern.] Danach bleibt der Grundpreis für den Bezirk Berlin Der günstige Boden für übertriebene und verderbliche Speku⸗ wie die 2 0 lationen erheischt eine sorgsame Bewachung; wollen wir den Vom 1. Januar 1916 ab treten wie bisher Zuschläge von

bisher auf 220 Mark für die Tonne Roggen.

Mark halbmonatlich hinzu. Der Preis für Weizen ist in diesem Jahre auf 40 Mark über den Roggenpreis

Annäherung an die stark gestiegenen Preise für die

en. N übrigen. erreichen, Einheitspreise für das steht daher in der amtlichen Mitteilung ganze Reich von 300

von den Strafbestimmungen für Lebensmittelteuerung der] für Satz:Die Verordnung ist vom sozialen Standpunkt beson⸗⸗get ders zu begrüßen. Die menschliche Gesellschaft brauchtsgebunden. Strafgesetze, braucht auch Gefängnisse, und wenn das Auge

ark festgesetzt. Dabei ist die Ger st e gersteverarbeitende Betriebe, ebenso alles Saat-

reide, wie in diesem Jahre an die Höchstpreise nicht

Berlin, 23. Juli.(WB. Amtlich.) Der Bundesrat in seiner heutigen Sitzung den Erlaß einer Verordnung 1 eine übertriebene Preis⸗

ußmitteln aller Art, rohen Naturerzeugnissen und Hei Leuchtstoffen richtet. In der Verordnung ist einmal die

eine Strafvorschrift enthalten gegen diejenigen

wieder hat man im Volke gemunkelt, daß verbrecherische Erzeuger und Händler, welche für obengenannte Ge senstände Elemente sich nicht gescheut hätten, Vorräte zu vernichten sowie für solche des Kriegsbedarfs Preise fordern, die einen i eisforderungen gar zu ver⸗übermäßigen, durch die gesamten Verhältnisse, insbesondere Und mehr als dies: Die] die Marktlage nicht gerechtfertigten Gewinn enthalten. Auch teignung und besondere] wird weiter bestraft, wer Vorräte solcher Art in gewinn⸗ 15 übe tiger Absicht zurückhält, vernichtet oder andere un⸗ a

gerechte Durchführung der angedeuteten Verfügungen ist tragen, welche durchgreifende Maßnahmen gegen die 1150

leicht und einfach. Es werden besondere In-⸗winnsüchtigen Preistreibereien, insbesondere auf dem

ist d

stanzen mit den erforderlichen Vollmachten versehen werden sbensmittelmarkte, zum chegenstand hatten. Die Verordnung

eshalb vom sozialen Skandpunkt besonders zu begrüßen.

Errichtung einer Reichs futtermittelstelle. Berlin, 23. Juli.(WB. Amtlich.) Der Bundesrak

hat in seiner heutigen Sitzung die Errichtung einer Re uch s⸗

Organen der rechts- und linksstehenden Presse vielfach aus⸗ 51 i inlän dee ite 0 1 ö 1 8 Sicherung und Verteilung der inländischen Futtermittel gu

gesprochen. In derSo zialen Praxis verdient fol⸗ 95 f t ei i i

l N gende 3 die zum Teil durch die bundesrätlichen 2 5 beschlossen. r, th ein Beirat n

verschiedenen Stellen zu brechen und ihn dort zum Rückzuge B ed

termittelstelle, deren Aufgabe es ist, für die

chiedene vier Abteilungen zuständig sind für Hafer,

igt ist, einige Beachtung: Gerste, Kraftfuttermittel und zucke⸗ ige F f

i g W 3 5 zuckerhaltige Futtermittel. 105 55 e ee er Se en die bite. Seine Zustimmung ist zu bestimmten grundsätzlichen Ent⸗ stellung herrscht, daß die geltenden Teuerungspreise nicht bloß] scheidungen notwendig. Die neue Reichsstelle hat die Ver⸗

steynatürlichen Verhälfnissen, Kriegsschwierigkeiten. erhöhten Ge. pdaltungsangelegenheiten nach Maßgabe der verschiedenen

Erntekosten, sondern auch in künstlichen Verordnungen über den Verkehr mit den ebengenannten ten, in spekulativer Zurückhaltung 1 r Futtermitteln vom 28. Juni 1915, sowie die statistischen

iger Preistreiberei ihren Ursprung haben, und daß von den Be⸗]Fest d schieden genug den übertriebenen Erzeu- Anträge und Eingaben, die sich auf die Durchführung der bemtenend Händleransprüchen zum Schutze der un- genannten Verordnungen beziehen. Neben der Reichsfutter⸗ bemittelten Käuserschichten eutecgengetreten wird. Die Ein⸗ mittelstelle bleiben die vorhandenen Landesfutter⸗ lüsse der interessierten Sach verständigen der ein⸗ mittelstellen bestehen und es können auch neue der⸗

stellungen zu bearbeiten. Sie entscheidet auch über alle

rungskreisen über Gebühr 5 artige Stellen in Zukunft errichtet werden.

Kaufkraft der Massen hat ihre Grenzen, die Kunst, sich einzuschränken. Denen, am

den besten Ausgleich für die Teuerung hin⸗

f f N 5 sich be ahzig delsind ustrien seing wahl den Anstrengungen und Leistungen der Landwirtschaft en de er ble Masse Ver Aeke edu, bee bis aneh unden elnen Punkten bis auf 300 Schritte

als auch den großen, allgemeinen Bedürfnissen gerecht werden. Es heißt, daß die Produktionskosten, die Schwierig⸗ leiten des landwirtschaftlichen Betriebes sich erhöht hätten, auch das Ernteergebnis voraussichtlich etwas geringer sein werde, daß aber gleichwohl der alte Preis festgehalten worden sei. Das bedeutet, daß die Landwirte in der Zeit, die weiteste Konsumentenkreise vor Beschränkung ihrer Einnahmen gestellt hat, auch an ihrem Teile billige eständnisfe m müssen. Darf man es doch

nicht als gering anschlagen, daß dem landwirtschaft⸗ urch die Reichsverteilung und Fest⸗ er Vorräte auch manche Sorgen abgenommen

1 15 19 1 wird in 2 Weise gewürdigt u sahlt, und er braucht ni zwischen un⸗ herumzulaufen, die aus den Verlegen⸗

Futtermittel ist jetzt bgelaufenen Jahr so oft des Einheitspreises und r inländischen Vorräte.

einrichten muß

Wir stehen

klärlich gewese Allgemeinheit dürfnisse ist

hat am 23. Jul und Hafer fi

7

mindestens 50 P

Die Regelung der Lebensmittelpreise.

Ernährer überdies zu Millionen unter den Waffen stehen, und bis die Mehrheit der Angestellten sich mit weniger Geld als sonst] bis während die Preise für den Lebensbedarf um rozent im Durchschnitt gestiegen sind, ja für ver⸗ lusten zurückgeworfen. Südöstlich Sokal nahm bei

schiedene wichtige Nahrungsmittel viel höher stehen und noch weiter fe il g 8 Fenin f 0 zu steigen drohen. K kühnen Flankenstoß das Feldjägerbataillon Kopa

nicht mehr in den aufregenden Wochen, die

nach Kriegsausbruch auch auf den Gemütern derjenigen sbede

lasteten, die sich der inneren Organisation zu widmen be⸗ warfen die Truppen des Erzherzogs Josef Ferdina den rufen waren. Damals ist manches Schwanken und Zagen er⸗ Feind auf Belzyce und über W 2 14 zurüc. 1

n. Heute aber muß stark und entschlossen

jeder Schritt getan werden, der im obigen Sinne von der sind

gerechterweise gefordert werden kann. Die I w

iederen deutschen Manne beschwer⸗größte Sparsamkeit zugunsten der allgemeinen Be⸗ unse

Die Kämpfe in Südpolen, in Wolhynien und oberen Bug nehmen ihren Fortgang. Gegen die Bug⸗

aul, die gestiegenen Löhne der Ar⸗ strecke Lamionka Strumilowa Krystynopol Sokal, an

n Ostufer wir uns einige brückenkopfartige Stellungen erichtet haben, setzte der Feind sehr starke Kräfte an.

an unsere Schützengräben heran; andernorts kam es

die Verbündeten bis an den Strom und den Gürtel von angorod herangerückt. Bei Kozinice kämpfen re Truppen noch mit feindlichen Nachhuten. An den

chste Pflicht. anderen Teilen der Front ist die Lage im allgemeinen un⸗

vera

i Höchstpreise für Brotgetreide, Gerstes auf ir das kommende Wirtschaftsjahr festgesetzt.! Vor

Wenn auch die erhöhten Produktionskosten und die ver⸗ leich mehrten Schwierigkeiten des landwirtschaftlichen Betriebes des in diesem Jahre, besonders auch das voraussichtlich gerin- der gere Ernteergebnis, eine Erhöhung der Preise wohl gerecht-Itinische Landwehr neuerdings besonders aus. Am Nande des

W

ndert. 8 Italienischer Kriegsschauplatz. Die Schlacht im Görzischen ist noch immer nicht ab⸗

8 J a geschlossen. Gegen den Görzer Brückenkopf unterhielten die Berlin, 23. Juli.(WDB. Amtlich.) Der Bundesrat Italiener gestern ein mäßiges Artilleriefeuer. Ein Angriff

den Monte Sabotino wurde abgeschlagen. Im selde von Podgora liegen Hunderte non Feindes⸗ en. Unsere Truppen haben die ursprünglichen Stellungen Brudentopfes ausnahmslos im Besitz. Vei der Abwehr zahlreichen feindlichen Stürme zeichnete sich die dalma⸗

*

Der kommunistische Zug, der in allen diesen Anordnungen fertigt hätten, hat der Bundesrat doch mit Rücksicht auf eine

steckt, braucht uns keine Besorgnisse einzuflößen, er wider⸗ möglichst wohlfeile Ernährung der deutschen Bevölkerung streitet keineswegs den nationalen politischen Anschauungen. san den be stehenden Preisen für Bro tgetreide Nächtliche Handgranatenangriffe des Feindes nördlich D.

er Händler und Erzenge 45 sebührliche Preise] laute 1 3 und Gewinne fordern. M erwartet man f dieser Verordnun wird fachen nun den Wortlaut des neuen Gesetzes, denn die wirksame und Wünschen aus allen Kreisen der Bevöfterung Rechnung ge⸗