nr. 100 Der Sießener Anzeiger
Erstes Blatt 105. Jahrgang erscheint täglich, außer* 175
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5 Gießener Famil jenblätter; e
5 blatt für den Ureis Sieen 8(Dienstag und Freitag); Aagalaice seien 0 agen
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Samstag, 10. Juli 1915
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%%% ͤ Ä 2 1 1 5* N 5 N 5 1 7 schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den
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Die deutsche Note an Amerika.
5 WTB.) Großes Hauptquartier,
Westlicher Kriegsschauplatz. uckerfabrik von Souchez wurde ein abgeschlagen. Kleine in unsere Stellung eingedrungene Abteilungen wurden niedergemacht. Es gelang vorgestern verlorene Grabenstück west⸗ Feinde zu säubern. Die von der fran⸗ g gebrachte Nachricht über Eroberung ützes ist unrichtig. 5
y ergebnislose franzö sische
Amtlich.)
Nördlich der französischer Angrif
uns bisher nicht, da lich von Souchez vo
zösischen Heeresleitun eines deutschen Gesch Oestlich von Aill
nicht nach dem Völlerrecht wie ehrliche Kriegsgefangene, sondern gegen das Völkerrecht wie Verbrecher behandelt wer⸗ den. Sie ließ daher an die französische Regierung die Forderung stellen, daß die Mitglieder der Patrouille unverzüglich in ein Kriegsgefangenenlager überführt und daß sie dort wie unbestrafte Kriegsgefangene ihres Ranges mit solchen gemeinsam untergebracht und behandelt werden. Da diese Forde- rung nicht erfüllt worden ist, wurden nunmehr auf Anordnung der deutschen Heeresverwaltung sechs kriegsgefange ne französische Offiziere in das Militärgefäng nis nach Spandau übergeführt, wo sie genau in derselben Weise wie die Mitglieder der Patrouille Schierstedt untergebracht
rückhaltlos anerkannt, daß durch den Unterseebootkrieg die Intere essen der Neutralen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Aber ebenso wird auch die amerikanische Regierung zu würdigen wissen, daß die Kaiserliche Regierung in dem Daseinskampf, der Deutschland von den Gegnern aufgezwungen und angekündigt ist, die heilige Pflicht hat, alles, was irgend in ihrer Macht steht, zu tun, um das Leben der deutschen Untertanen zu schützen und zu retten. Wollte die Kaiserliche Regierung diese ihre Pflichten versäumen, würde sie sich vor Gott und der Geschichte einer Verletzung der⸗ jenigen Prinzipien höchster Humanität schuldig machen, welche die Grundlage jedes Staatslebens sind. Mit erschreckender Deutlich⸗ keit zeigt der Fall der„Lusitania“, zu welcher Gefährdung
i i f und behandelt werden. Etwaige Verschärfungen in der Lage der] von Menschenleben die Art der Kriegführung unserer Gegner 5 45 A 9 127 7 a 15 eee deutschen Gefangenen würden auch den sechs französischen Offizieren] führt. Durch die unter Verheißung von Prämien erfolgte An⸗ französische Grabenlinien in einer Breite von 350 Metern, gegenüber zur Anwendung kommen. weisung an die britischen Handelsschiffe, sich zu armieren und die
K 2 1 4 8 Regier 1e.-Unterseeboote zu rammen, ist, in schärfstem Widerspruch mit allen machten dabei über 250 Gefan gene und erbeuteten vier Daß sich die deutsch terung n. pieser 1 Grundsätzen des Völkerrechts, jede Grenze zwischen Handels⸗ und Maschinenge wehre. Nachts fanden auf der Front von K Wie e. 1 Kriegsschiffen verwischt und find die Neutralen, die ihre Handels⸗ Ailly bis zur Mosel nur unbedeutende Patrouillengefechte kaun uns nicht zugemute ee wen schise al Reisende kenuzen, allen Gesab ren be green er⸗ statt. Nach starker Artillerievorbereitung griff der Feind die[unsere Feinde schamlos den Boden des Rechtes verlassen, um höhtem Maße ausgesetzt worden. Hätte der Kommandant des deut⸗ von uns am 22. Juni erstürmte Höhe 631 bei Ban⸗de⸗deutsche Landsleute in frivoler Weise zu peinigen. Wie Eng⸗s schen Unterseebootes, welches die„Lusitania“ vernichtete, Mann⸗ Sapt an. Wir mußten die vollkommen verschütteten Grüben land von der unwürdigen Behandlung unserer U-Boot⸗ sckaften und Reisende vor der Torpedierung ausbooten lassen, so auf der Kuppe räumen besatzungen durch deutsche Vergeltungsmaßregeln abgekom- hätte dies die sichere Vernichtung seines eigenen Bootes bedeutet.
Oestlicher und füdöstlicher Kriegsschauplatz.[men ist, so wird auch Frankreich es sich überlegen, ob es Nach talen bei der Versenkung viel kleinerer und weit seetüchtigerer Die Lage ist unverändert Iidie Leiden und Opfer dieses Krieges fernerhin zwecklos Schiffe gemachten Erfahrungen war zu erwarten, daß ein so mäch⸗
. 0 eme, N vermehren will f tiges Schiff wie die„Lusitania“ auch nach der Torpedierung lange . Oberste Heeresleitung. ö genug über Wasser bleiben würde, um die Passagiere in die Schiffs⸗ 3„ N. boote gehen zu lassen. Umstände ganz besonderer Art, infonder⸗
** 5 1* . a. 5 3 7 heit das Vorhandensein großer Mengen hoch⸗ 1 Die mit größter bg erwartete deutsche Note auf Die deutsche Antwort an Amerika. aberdeen oa Seh dan Bod echen ede rng des Präsidenten Wil orstellungen in der Unterseeboot— f 1 3 556. Außerdem darf noch darauf hingewiesen werden, daß bei der 95 il nunmehr 1 veröffentlicht 2 Die]. Berlin, 9. Juli.(WTS. Amtlich.) Dig Antwort der Kaiser⸗[ Schonung der„Lusitania“ tausende Kisten m it M uni- lich Deutschen Regierung auf die amerikanische Note vom 10. Junistion den Feinden Deutschlands zugeführt und
deutsche Regierung weicht darin von ihrem früher festgeleg⸗ 1915 if 5 5. e i 1 4 5
i N 15 ist gestern überreicht worden und lautet wie folgt: dadurch Tausende deutscher Mütter und Kinder ten sachlichen und rechtlichen Standpunkt um keines Haares a„ ü i 6 77 g 31 N Breite ab. Durch einleitende historische Rückblicke und Zu⸗ Der Unterzeichnete beehrt sich, Ew. Exzellenz, dem Votschaster ihrer Ernährer beraubt worden wären. In dem
tend 0 l Vereini S 2 ika, J W. Ger f di iste der Freundschaft, von dem das deutsche Volk gegenüber sonrmenfassung aller derkenigen imstände, die zu der gegen⸗ Jet dom 40 J e de dier eee 6 Tagen ihres Ve wärtigen Kriegsführung zur See geführt haben, wird der amerikanischer Interessen durch den deutschen Unterscebootskrieg Aahens beseelt ist, wird die Kaiserliche Regierung immer bereit Auseinandersetzung ein Abschluß gegeben Die deutsche Note] Nachstehendes zu erwidern: sein, auch während des gegenwärtigen Krieges alles ihr mögliche dale Meal St eezerbel nende g ac e be eee eee Blende See de el: den eee viene St J„ entnommen, wie f es der Regierung der Vereinigten Staaten! Mich, 5 iranisd Seni f 11311 g wahre Fumanität und ernsteste und erste Pflicht gegen das am Herzen liegt, die Grundsätze der Menschlichteit auch im gegen⸗[ihre a e des nian er handch 5, Schille in Arik l g 9 1 25 3 in] der legitimen Schiffahrt nicht gehindert, das Leben amerikanischen eigene Volk der deutschen Regierung gebieten, an den Maß⸗ wärtigen Kriege verwirklicht zu sehen. Tieser Appell findet in Bürger auf neutralen Schiffen nicht gefährdet werden sollen. Um eln festzuhalten, bie den englischen Uebergriffen entgegen⸗ Deutschland vollen Widerhall; und die Kaiserliche Regierung ist 12 hende 8 5 15 5 5 ands gesetzt werden mußten. In diesem grundsätzlichen Punkte] durchaus gewillt, ihre Darlegungen und Entschließungen auch W eee dene eee gibt es also nichts mehr zu verhandeln, und die Auffassung eee e dener ben ut 2 b. schließen, werden die deutschen Unterseeboote angewiesen werden, en e bah einen cee bereuen. Lakerlche entern, daß die aerftansche Reelerung in ihert lebe e de e eee, lber Deutschland will g eichwohl einen Schritt freundschaft⸗ Note vom 15. Juni 1915 selbst daran erinnerte, wie sich Deutsch⸗ e 1 ssen abel abt sich 3 Kaisceliche Rer 1 licher Rücksichtnahme auf Amerika tun, trotzdem es sich in land in der Behandlung des Seekriegsrechts stets von den Grund- 3 2. ch 100 8 u bin paß 9 so unerbittlichem Kampf auf Leben und Tod keine Ab⸗ sätzen des Fortschritts und der Menschlichkeit leiten ließ. In der 5 R ierung die Gewähr„ N 5——.— von seinem Ziele gestatten darf, Es wird den Tat baben seit der Zeit, wo Friedrich der Große mit John Adams, diese Schiffe 1 10 11 an Bord oben Amerikanern zu Gemüte geführt, daß sie, nachdem ein Teil Bensamin Franklin und Thomas Jefferson den Jreundschafts⸗ und näheren Vereinbarungen für eine unbehelligte Fahrt dieser Schiffe der See zum Kriegsgebiet erklärt worden ist, nicht ver-] Handelsvertrag vom 10. September 1785 zwischen Preußen und
51 8 a 2 740 AN, würden von den beiderseitigen Marinebehörden zu treffen sein. langen können, von Gefahren verschont zu werden, der Republik des Westens vereinbarte, deutsche und amerikanische Zur Schaffung ausreichender Reisegelegenheit für ame⸗
denen auch auf den Kriegsschauplätzen zu Lande jeder⸗ Staatsmänner in dem Kampfe für die Freiheit der Mecre und rikanische Bürger über den atlantischen Ozean stellt die
mann ausgesetzt ist, der sich auf das Kriegsgebiet begibt. 125 17 0 e e er. deutsche Regierung zur Erwägung, die Zahl der verfügbaren Damp⸗ Das deutsche Entgegenkommen besteht nun darin, daß be⸗ des Seekriegsrechts epflogen wurden, sind Deutschland und Amerika] er dadurch zu vermehren, daß eine angemessene, einer genaueren
sonders zu bestimmende und kenntlich zu machende Schiffe] für fortschrittlich rundsätze, insbesondere für die Ahschaff 3 Vereinbarung unterliegende Zahl neutraler Dampfer unter ame⸗ unter amerikanischer Flagge unbehelligt gelassen werden 3 spwie fe die W 1 rikaniscker Flagge in den. unter den gleichen Be⸗ sollen, falls die amerikanische Regierung die Gewähr dafür eingetreten. Noch bei Begtun des gegenwärtigen Krieges hat sich n i. 1 1 e übernimmt, daß sie keine Konterbande an Bord haben. die deuchche Regierung auf Vorschlag der amerklanischen Regierung e ee e. eben für aper Es wird auf diesem Wege den Amerikanern eine unge⸗ sofort bereit erklärt, die Londoner Seekriegsrechtserklärung zu Bürger 7 Reise über den Atlantischen. 1 schasfen fine fährdete Reisegelegenheit über den Atlantischen Ozean ge— e und sich dadurch bei der Verwendung ihrer Seestreit⸗ Eine zwingende Notwendigkeit für amerilanssche Bürger, in Kriegs⸗ währt, und in Washington wird man dieses Entgegenkom⸗ häfte allen dort vorgeschriebenen Beschränkungen zugunsten der zeiten auf Schiffen unter feindlicher Flagge nach Europa zu reisen,
1; f ö Neutralen zu unterwerfen. Ebenso hielt Deutschland stets an de 5 ö i 7 1 men, in dem vor allen Dingen ein außerordentliches Maß Grundsatz sest, daß der Krieg mit der bewaffneten und— dürfte demnach nicht vorliegen. Insbesondere vermag die Kaiser⸗
von Vertrauen liegt, hoffentlich zu würdigen wissen. Macht feindli Staates zu 1 ist 5 ie[licke Regierung nicht zuzugeben, daß amerikanische Bürger ein Zur Durchführung dieses Angebots sind noch besondere feindlige re W 3 7 eindlickes Schiff durch die bloße Tatsache ihrer Anwesenbeit an Verhandlungen erforderlich, und das Nähere wird von rischen Maßnahmen verschont bleiben muß. Die Kaiserl. Regierung] Bord zu schüten vermögen. Trutschland folgte lediglich dem Bei⸗ beiden Seiten in allen Einzelheiten noch festzulegen sein.] hegt die bestimmte Hoffnung, daß es beim Bntritt des Friedens iel Englands, als es einen Tait a er en mite Daß der vorgeschlagene Weg gangbar ist, steht außer oder sogar schon früher gelingen wird, das Seelriegsrecht in einer] Härte. Unfälle, die in diesem Kriegsgebiet Neutralen auf feind⸗ Zweifel. Wir begrüßen die deutsche Antwort als fest und] Weise zu ordnen, die dee Freiheit der Mere verbürgt, und sie lichen Schiffen zustoßen sollten, könnten daher nicht wohl anders würdig, dabei maßvoll und staatsmännisch, und gane wird es mit Tank und Freude begrüßen, wenn sie dabei Hand in] beurteilt werden, als Unfälle, denen Neutrale auf dem Kriegs⸗ i
1 5 g and mit d ikanif N 5 schauplatz zu Lande jederzeit ausgesetzt sind, wenn sie sich trotz daß die deutsche Regierung auch mit diesem Schritte das Hand mit der amerikanischen Regierung arbeiten kann. vorheriger Warnung in Gefahr begeben. Sollte sich jedoch die
gesamte Volk hinter sich haben wird. Wenn in dem gegenwärtigen Kriege je länger je mehr die Erwerbung neutraler Passagierdampfer für die amerikanische Re⸗ Gleichzeitig mit der deutschen Antwort auf die Note 8 durchbrochen werden, die das Jiel der Jukunst dein] gierung nicht in ausreichendem Umfange ermöglichen lassen, ist die Amerikas läßt die deutsche Regierung eine Angelegenheit sollten, trägt die deutsche Regierung keine Schuld daran. Der Kaiserliche Regierung bereit, keine Einwendungen zu erheben, daß
1 185„amerikanischen Regierung ist bekannt, wie von vornherein und in] die ikanische Regierung vier Passagierdampfer feindlicher Fl i . g ssagung Regeln 5 er ikanische d' 7. r d ich auch unsern Lesern wohlbekannten französischen Kriegs⸗ Mißachtung aller Rechte der Neutralen durch die völlige Lahm⸗ Fah c 1 erichtsspruch gegenüber einer deutschen Kavallerie-Pa⸗ legung des friedlichen Verkehrs zwischen Deutschland und den neu⸗ en eee auch auf diese früher fene Paas rouille, die unter den Leutnants v. Schierstedt und Graff tralen Ländern nicht sowohl die Kriegführung, als vielmehr das dampfer ausgedehnt werben. Der Präsident der Vereinigten Strachwitz stand. Die Patrouille war„wegen Plünderung“ Leben. Nation F zu treffen. Am 3. No- Staaten erklärte sich in dankenswerter Weise zur Uebermittelung de wangsarbeit und Zuchthaus verurteilt worden. Die 77 Lerklärte England die 1 zum Kriegsgebiet und und Anregung von Vorschlägen an die großbritannische Regierung,. eutsche Regierung hat sich, wie in der„Nordd. Allgem. 145 8 5. 3 1 Min 5 9 1 Furchfahrt] insonderheit wegen einer Aenderung des Seekrieges, bereit. Die Ztg.“ dargelegt wird, bemüht, das ungeheuerliche Urteil. Schifse aufs außerste so i n Kaiserliche Regierung wird stets von den guten Tien der des Prä⸗ JJ. egierungsblatt erklärt weiter: vor Beginn des Unterseebootkrieges unterband Eng⸗ 1 Freihei Mee Der 5— Erfolg aller Verhandlungen war, daß Leutnant] land Aach de legitime i t 1a 0 7 1 8 große 1991 der Freiheit der Meere zu einer Verständigung v. Schierstedt aus La Rochelle, wo er mit anderen zum Abtrans⸗[land so gut wie völlig. So wurde Deutschland zu einem Handels- 3 3; Ne. 855 nach Guyana bestimmten Sträflingen untergebracht war, zu krieg mit Unterseebooten gezwungen. Bereits am 16. November Indem der Unterzeichmete den Herrn Botschafter bittet, Vor⸗ en übrigen Mitgliedern der Patrouille in das Zuchthaus in Riom 1914 erklärte der englische Premierminister im Unterhzuse, daß stehendes zur Kenntnis der amerikanischen Reairung zu bingen, kam, und daß schließlich beide Offiziere und die vier Leute ges ses eine der Hauptaufgaben Gaglands sei, zu verhindern, daß Nah- benutzt er diesen Aulaß, um Seiner Erzellenz die Versicherung seiner meinsam aus dem Zuchthaus in das Militärgefängnis in Abignon rungsmittel für die deutsche Bevölkerung über neutrale Häfen nach] ausgezeichnetsten Hochachtung zu erneuern. 8 übergeführt wurden. Nach großen Schwierigkeiten durfte ein Mit⸗ Deutschland gelangten. Seit 1. März 1915 nimmt England von gez. von Jagow. lied der Vertretung einer neutralen Macht die Gefangenen in] den neutralen Schiffen alle nach Deutschland gehenden, sowie alle An Seine Exzellenz den Botschaster der Vereinigten Staaten 9 besuchen. Dieses stellte fest, daß die Offiziere und Mann von Deutschland kommenden Waren, auch wenn sie neutrales Eigene] von Amerika, Herrn James W. Gerard.
schaften zwar für sich getrennt von den französischen Sträf⸗ tum sind, ohne weiteres weg. Wie seinerzeit die Buren, so soll i lingen in der Anstalt untergebracht waren, daß sie sich aber mit] jetzt das deutsche Volk vor die Wahl gestellt werden, ob es mit 2 Pressestimmen. 2 diesen auf demselben Hofe bewegen müssen und in gleicher Weise] seinen Frauen und Kindern dem Hungerkode erliegen, oder ob es Berlin, 10. Juli. Zu der deutschen Antwort
wie sie behandelt und verpflegt werden. Leutnant v. Schierstedt istf eine Selbständigkeit aufgeben wolle. Während uns so unsere Jeindefnote an Amerika äußern sich die Morgenblätter in weit⸗ infolge der un verdienten schmachvollen Behandlung einer schwe⸗ laut und offen den Krieg ohne Gnade bis zur völligen Vernichtung gehendem Sinne zustimmend. e Erkrankung verfallen und neuerdings in] ansagten, führen wir den Krieg in der Notwehr für] Der„Berliner Lokalanzeiger“ ist mit Form lanstalt übergeführt worden, in welcher er schon früher unsere nalionale Ex istenz und um eines dauernd und Inhalt der Note vorbehaltlos einverstanden. Die Note orübergehend untergebracht war. Gleichwohl blieben alle Be⸗[gesicherten Friedens willen. Den erklärten A''sichten halte sic 1 tfer K von satrer niebigk 75 zühungen, ihn wegen Dienstuntauglichkeit frei zu bekommen, bis- unserer Feinde und der von ihnen angewandten völkerrechtswi'ri⸗ sich ebensoweit entfern von starrer Unnachmebigee er erfolglos. 8 gen Kriegfülnung mußten wir den Untersceb zotelrieg anpise Bei gegenüber den von Amerika ausgespr ochenen Wünschen, wie „Die Deutsche Regierung glaubt es nicht länger hinnehmen fallen grundsäklichen Bemühungen, neutriles Leben und Eigen- von ängstlicher Rücksichtnahme auß die au sich unwillkomme⸗ können, daß tapfere deutsche Offiziere und Sol⸗ tum nach Möglichkeit vor ciner Schäsigung zu bewahren, hit die[ nen Folgen einer unveränderten Fortführung unseres Han⸗
12 ilitärischen Pflichten treu erfüllten, deswegen] deutsche Regierung schon in der Denkschrist vom 4. Februar delskrieges gegen England. Die Hauptsache ist, sagt das
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