Überschreiten lassen, mit denen unsere Truppen seit dem 15. Jund an der Front Ostra— Koropetz—Kosmerzin—Suwidow— Wosliow Unisch in einem erbitterten Kampfe standen. Beim Anbruch des 21. Juni endigte dieser Kampf mit einem vollen Erfolge für uns. Unsere Infanterie nahm eine Reihe stark verschanzter Meiereien im Sturm und eroberte das Dorf Suwido w, wo der Feind erbitter⸗ ten Widerstand leistete. Wir machten hier über 3500 Gefangen und erbeuteten viele Maschinengewehre. Der Frind ging in voller Auflöfung über den Dnujestr zurück. Unsere Kosaken hef⸗ teten sich an den fliehenden Feind, drangen über viele feindliche Brücken über den Fluß und verfolgten ihn auf dem rechten Ufer weiter. Bei den Törfern Koropetz und Koszerein ist der N gleichfalls im Rückzuge. Bei Zowawa und der. Stadt Zaleszezykt hält sich der Feind in der letzten Verteidigung hinter seinen Drahtverhauen. In der Nähe des Dnjestr wurden in der Nacht zum 21. Juni die Dörfer Balamutowka, Rzeawentsy und Großmefzty, die während des heftigen Kampfes mehrfach den Be⸗ sitzer wechselten, durch einen neuen Ansturm von uns genommen. Wir machten 1000 Gefangene, darunter den Kommandanten der 42. Honvedbrigade und erbeuteten viele Maschinengewehre.
Ein russischer Vorwurf gegen die schwedische Presse.
Stockholm, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die russischen Blätter setzen ihre Angriffe gegen die schwedische Presse fort. In der letzten hier eingetroffenen Nummer behauptet die„Nowoje Wremja“, daß ein großer Teil der schwedischen Presse mit deutschem Gelde 77 chen ist.„Stockholms Dagblad“ weist, dies als eine lügen⸗ hafte Verleumdung zurück und erklärt, derartige Ausstreuungen, deren Lügenhaftigkeit jedem in Schweden klar sei, seien das beste Mittel, die korrekten nachbarlichen Beziehungen mit Rußland zu trüben.
Stockholm, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter besprechen eingehend den Fall Lembergs, die Perle in der Krone des Zaren, welcher schneller als erwartet genommen sei, und heben befonders die zu erwartende moralische Wirkung auf Ru⸗ mänien, in Sonderheit aber auch auf die Volksstimmung in Ruß⸗ land herwor, die furchtbar sein müsse.—„Svenska Dagbladet“ sagt: Deutsche Kraft, Planmäßigleit und Ausdauer haben wieder einen Sieg davongetragen.—„Dagen“ erklärt: Die Tapferkeit und bewundernswerte Organisation der verbündeten Armeen haben Wunderdinge geleistet. Dies sei wirklich ein entscheidender stra⸗ tegischer Sieg von bestimmendem Einfluß auf die weitere Ent⸗ wickelung des Krieges.—„Svenska Morgenbladet“ weist auf die Reihe der bewundernswert schnell und sicher durchgeführten Ope⸗ rationen hin, die zu einem glänzenden Ergebnis geführt hätten.
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Die schweren Stunden Frankreichs.
Paris, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Her vs erklärt in dem„Guerre sockale“, Frankreich durchlebe augenblicklich schwere Stunden. Der Rückzug der Russen, der Munitionsmangel der Engländer, das Versagen der erhofften großen Frühjahrsoffensive an der französischen Front, vor allem aber das Mißlingen der Aushungerung von Deutschland, bedeuteten schwere Enttäuschun⸗ gen für die öffentliche Meinung in Frankreich. Die unerwartez große Widerstandskraft der Zentralmächte mache alle Berechnun⸗ 8 Man müsse deshalb alle Mittel anwenden, um das
des Krieges zu beschleunigen. Hierzu sei vor allem not⸗ wendig, daß Rußland weniger starrsinnig wäre, und nicht zögere, eine Intervention Rumäniens durch Gebietseinräumungen her⸗ beizuführen, denn der Besitz von Konstantinopel würde für Ruß⸗ land eine genügende Entschädigung sein. Ferner müsse man ein — 2 Japans um jeden Preis herbeiführen. Es sei traurig,
5 zu müssen, daß England die Bestimmungen des Bündnisses mit Japan längst zur Wirksamkeit gebracht hätte, wenn der Feind in England stünde und die englische Armee unfähig wäre, den Eindringling allein zu verjagen. Man scheine sich in den alliier⸗ ten Staaten keine Rechenschaft darüber zu geben, wie sehr Frank⸗ reich wünsche, den deutschen Militarismus zu brechen, ohne einen neuen Winterfeldzug führen zu müssen.
Heimtückische Kampfesweise der Engländer.
a Berlin, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Wie durch eidliche A 45 von 15 deutschen Soldaten festgestellt worden ist, haben die Engländer am 18. Mai bei La Bassée an ihrem Schützengraben eine Fahne in den deut⸗ schen Farben aufgezogen und in deutschen Unifor⸗ men, mit deutschen Helmen, Mänteln und Tor⸗ nistern die deutschen Truppen angegriffen.
Ein Handschreiben des Königs von Spanien an Kaiser Franz Josef.
Wien, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser empfing gestern den spanischen 8 in halb⸗ stündiger Audienz. Der Botschafter über rachte der„Neuen Freien Presse“ dick dem Kaiser ein in herzlichen Worten gehaltenes Handschreiben des Königs von Spanien.
Maßnahmen für das neue Erntejahr in Oesterreich⸗Uungarn.
Wien, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Durch eine kaiser⸗ liche Verordnung werden die erforderlichen Maßnahmen für die Sicherstellung des Bedarfs an Mehl und Brot aus der neuen Ernte getrossen. Gleichzeitig wird auch das ab⸗ änderte Statut der Kriegsgetreide-Verkehrsanstalt veröffentlicht. Die*— kam nach eingehender Prüfung und Erwägung auch anderer Möglichkeiten zu dem Schlusse einer monopolistischen Ordnung des Getreideverkehrs. Durch den 8 1 der Verordnung wird die inländische Getreideernte 1915, und zwar Weizen, Spelz, Roggen(Korn), Gerste Buchweizen und Mais aller Art, mit dem Zeitpunkte der Trennung vom Ackerboden für beschlagnahmt er⸗ rt. Die Beschlagnahme erfolgt zu Gunsten des Staates, der als Träger des gesamten Versorgungsdienstes erscheint. Die Beschlag⸗ nahme hat die Wirkung, daß die beschlagnahmten Gegenstände weder verarbeitet, verbraucht oder verfüttert, noch freiwillig oder zwangs⸗ weise veräußert werden dürfen, sofern nicht in der vorliegenden Verordnung oder durch besondere Vorschriften andere Anordnungen, 48 werden. Ferner werden Bestimmungen über die Zu⸗ sigleit gewerblicher Verwendung von Getreide⸗ und Mahl pro⸗ dukten getroffen, wofür die Malzfabriken, Brauereien und Teig⸗ warenfabriken in Betracht kommen. Die beschlagnahmten Gegen⸗ stände übernimmt die Kriegsgetreide⸗Gesellschaft bezw. ihre in den einzelnen Kronländern zu errichtenden Zweigstellen. Die Kriegs⸗ getreide⸗Gesellschaft ist verpflichtet, zum Kaufe angebo⸗ tenes, mahlfahiges Getreide anzukaufen und bei Abnahme zu bezahlen. Erfolgt die Abnahme nicht sofort, so ist bei Kaufabschluß eine Anzahlung bis zur Höhe von 50 Prozent des Kaufpreises zu leisten und der Rest nach Ma der weiteren Abnahme zu entrichten. Der Besitzer der beschlagnahmten Gegenstände ist ver⸗ Mlichtet, diese, soweit sie ihm nicht nach den getroffenen Bestim⸗ mungen zu verbleiben haben, an die Kriegsgetreide⸗Gesellschafz oder deren Beauftragte zum festgesetzten Uebernahmepreise zu ver⸗ kaufen. Entsprechend der Verkaufspflicht sind auch die Zwangs⸗ mafmahmen vorgesehen. Die Unternehmer landwwirkschaftlicher Pe- triebe werden wie bisher das fütr ihre eigenen Zwedle beschlag⸗ nahmte Getreide und Mehl in einer nach der Verbrauchs regelung sesgesetzten Menge verbrauchen dütrfen. Die Unternehmer diefer Betriebe dürfen die zur Aussaat notwendigen Getrridemengen wobei das Höchstausmaß des zurückbehaltenen Saat⸗
rakter
behördlich festgesetzt wird. Entsprechend dem staatlichen Cha⸗
des neuen Systems der Verkehrsregelung werden sowohl die Uebernahme, wie die Verkaufs preise der Kriegsgetreide-Gesellschaft staatlich bestimmt. Die Getreidebesitzer sind verpflichtet, den Aus⸗ drusch vorzunehmen, Die Mühlen sind zur Aufbewahrung und Aus- mahlung des Getreides verpflichtet. Der Minister des Innern bestimmt die Grundsätze, nach denen die verfügbaren Vorräte dem Verbrauchte zuzuführen sind. Was die höheren täglichen Ver⸗ brauchs mengen an Brot und Mehl betrifft, so kann die Nruregelung
finden. Es ist aber beabsichtigt, für die Zwischenzeit eine Erhöhung für schwer arbeitende Perfonen, wie Erntearbeiter und gewisse Industriearbeiter festzusetzen. Da alle Zwischenglieder dar Preis⸗ bildung staatlich oder von der Kriegsgetreide⸗Gesellschaft fest⸗ gestellt werden, so kann auch eine wirksame obrigkeitliche Bindung der Kleinverkaufspreise erfolgen, weshalb die Behörden in der Verordnung nunmehr verpflichtet werden, die Verkaufspreise fest⸗ zusetzen. * 1
Der italienische Bericht.
Rom, 23. Juni.(WTB. Nichtantlich.) Bericht der Obersten Heeresleitung: An mehreren Stellen längs der ganzen Grenze beschränkt sich die Tätigkeit des Feindes auf Ar⸗ tillerietämpfe aus großer Entfernung. Eines unserer Alpini⸗ bataillone stieß gestern im Kriegsgebiet mit bedeutenden Abteilungen feindlicher Albenjäger zusammen, welche anscheinend kürzlich aus Galizien eingetroffen waren. Es griff sie an und warf sie zurück, wobei es dem Feinde schwere Verluste beibrachte und Gefangene machte. Die„ gegen unsere Stellungen von Plawa erneuerten sich. Feind verstärkte sein Feuer und warf auch einige Handgranaten. Alle diese Angriffe wurde zurückgeworfen. Wir festigten die von uns am unteren Isonzo besetzten Stellungen. Die von dem Feinde längs des Monfalcone⸗ Kanals und in den benachbarten Gebieten hervorgerufene Ueber⸗ schwemmung nimmt zwar merklich ab, aber bildet immer noch ein bedeutendes Hindernis. Die feindlichen Flugzeuge warfen einige Bomben, ohne irgendwelchen Schaden anzurichten.
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Die Mämpfe an den Dardanellen.
London, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Haupt⸗ quartier an den Dardanellen meldet: Am 19. Juni abends feuerten die Türken 450 Explosivgranaten auf unser linkes Zentrum und sammelten sich dann zu einem N der aber nicht ausgeführt wurde. Bei einem folgenden Angriff glückte es ihnen, in unserer vordersten Stellung Fuß zu assen; sie wurden hieraus aber schließlich vertrieben. Die hl der Toten auf türkischer Seite wird auf beinahe 1000 geschätzt.
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier meldet: Unsere in der Richtung auf Slty operierenden Truppen verjagten durch die von ihnen unternommenen zahlreichen Angriffe mit Erfolg den in diesen Gegenden befindlichen starken rechten Flügel des Fein⸗ des nach Osten. Infolge dieser Angriffe bemächtigten sich unsere Truppen wichtiger feindlicher Stellungen und mach⸗ ten dabei reiche Beute. Die letzthin von uns gefangenen Russen erzählen, daß in Rußland sogar fünfzig⸗ jährige Leute ausgehoben und mit Berdenkageweh⸗ ren ausgerüstet werden und daß die neuen Rekruten sowie die Bevölkerung in mehreren Ortschaften sich gegen den Krieg erhoben haben.
An der Dardanellenfront unternahm der Feind mit Unterstützung seiner großkalibrigen Kanonen und der jüngst erhaltenen Verstärkungen am Morgen des 21. Juni mehrere Angriffe gegen unsere Südgruppe bei Sedd⸗ ül⸗Bahr, doch scheiterten auch diese Angriffe, welche bis nach Mitternacht dauerten, vollständig. Der Feind, der sehr blutige Verluste erlitt, wurde vertrieben und nach seinen früheren Stellungen zurückgedrängt. Am 20. Juni beschädigte eine unserer der Gruppe nördlich von Ari Burnu an⸗ gehörenden Batterien mit ihrem wirksamen Feuer wei großefeindliche Trans portschiffe, welche in diefer Gegend an der Küste kreuzten, und zwangen sie, sich zu ent⸗ fernen. Am 21. Juni morgens zerstörte unsere Artilterie voll. ständig eine Batteriestellung, die der Feind auszubauen im Begriffe war. Von den anderen Fronten ist nichts Wichtiges zu melden.
Konstantinopel, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) 8 Uhr 30 Min. abends. Das Haupt quarter teilt mit: An der Kaukasusfront bemächtigten sich unfere Truppen, die sich im Marsche in der Richtung auf Olty befinden, gestern nach er⸗ bittertem Kampfe des 2900 Meter hohen Karadagh, der in der Gegend von Kale Boghazi zwei Stunden von unserer Grenze ent⸗ fernt liegt. Wir erbeuteten von dem nach Osten flüchtenden Feind mehrere hundert Kisten Munition und eine Menge Pioniermaterial. An der Dardanellenfront wurde am 22. Juni ein am ÜUser bei Ari Burnu vorüberfahrendes feindliches Tor⸗ pebobovt durch zwer von umserer Feldartillerte abgefeuerte Granaten getroffen, worauf es sich entfernte. Die Schlacht bei Sedd⸗ül⸗Bahr am 21. Inni, die fast 24 Stunden dauerte und mit einer Niederlage des Feindes endete, verlief folgendermaßen: Der Feind bereitete einen wirksamen Angriff vor, indem er be⸗ sonders während der letzten fünf Tage ohne Unterbrechung mit seiner schweren Artillerie unsere Schiitzengräben bombardierte, die einen Teil des linken Flügels uunserer Gruppe bei Sedd⸗ u ⸗Bahr bildeten. Am 21. Juni morgens 5 Uhr hatte ber Feind, nachdem er dieses Feuer noch verftärkte, indem er 150 Granaten in der Minute abfeuerte, infolge eines Sturmangriffes und dank der beständig bei ihm eingetroffenen Verstärkungen einen Teil unserer
sehr dicht an ihn herangeschoben waren. Diese Schützengrüben gingen aus unseren Hünden mehrere Male infolge wiederholker Gegenangriff in die des Feindes über. Gegen Abend blieb mur noch ein hundert Meter langes Stück Schützengraben in den Pünden des Feindes. In der Nacht vom 21. zum 22. Inni nahmen unsere Truppen, die während des Kampfes am Tage großen Heldenmut zeigten, durch einen energischen Angriff und nächtliche Ueber⸗ raschung dieses Stück Schsttzengraben dem Feinde wieder weg, der schließlich trotz großer Munitionsverschwendung unter großen Ver⸗ lusten für ihn in Unordming in seine alten Stellungen zurürk⸗ geworfen wurde. Gestern verfuchte der Feind keine Kampfhand⸗ lung. Nur am Morgen und am Abend dauerte der Artilleriekampf mit Unterbrechungen auf unserem linken Flügel an. i
Auf den übrigen Fronten hat sich nichts von Bedeutung ereignet.
Konstantinopel, 23. Juni.(WTB. Nichkamtlich.) Der Oberkommandant ist in Bagdad eingetroffen. Er hat an die Be⸗ völferung einen Aufruf gerichtet, in dem er mitteilt, daß der Kalif ihm Vollmachten verliehen habe; um Mesopotamien von den nie⸗ derträchtigen Feinden zu säubern. In dem Aufruf werden alle Muselmanen aufgefordert, sich gegen die Feinde zu einigen, die die heiligen Stätten des Islams und den Sitz des Khalisats mit — 1 beflecken wollen. Verrätern werden schwere Strafen an 5 a
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Aus dem englischen Unterhaus.
London, 23. Juni.(Wr. Nichtamtlich) Reuter. Das Unterhaus befaßte sich in allen Lesungen mit einem Gesetz, das die Aus fuhr beschränkt Es— ihm Ende der Woche eine Kabinettsorder folgen, durch die die Wusfuhr aller Güter nach den Niederlanden, außer solchen an den Trust, ver⸗ boten wird. Dasselbe Gesetz kann auch auf andere neutrale Staaten angewendet werden. Im Laufe der Aussprache sagte der Staats⸗ sekretär des Aeußern Robert Cecil, die Regierung wünsche zu ver⸗
— 11 4
erst nach ber Feststellung det Ergebnisses der neuen Ernte statt⸗
1
Schützengräben auf unserem linken Flügel besetzt, die übrigens suchun
S
Der britische Schatzsetretär über die 5 englische Anleihe. 9
Bei der Einbringung der Anleihebill 525
d Pfund
851 lionen und Treasurybills im Betrage von 235 Millionen aus. Die Gesamtsumme dieser Schulden beläuft sich auf 614 Millionen, oder nach Abzug der südafrikanischen Kriegsanleche auf 587448 000 Pfund Sterling. Das Gesamtdefizit betrug bis zum letzten Samstag 518 Millionen. Dagegen hatte die Regi bei der Bank von England Gelder geborgt, die im 120 Millionen, gegen⸗ wärtig weniger als 50 Millionen betragen. Diese Summe soll jetzt im Interesse der Goldreserve und der Erhaltung der selkurse zurückgezahlt werben. Da die Ausgaben die Einnahmen demnächst täglich um. Millionen Pfund übersteigen werden, müssen neue Mittel beschafft werden. Die Regierung e icht weiter Treasurybills auszugeben, sondern eine leihe au Die Regierung wünschte, daß nicht die Banken, sondern das Publikum das Geld leihe und die Regierung nicht verpflichtet wäre, das Geld während des Krieges zurückzuzahlen. Die Anleihe werde zu⸗ gleich auf die Sparsamkeit des Publikums einwirken und dem aus⸗ wärtigen Wechselkurse zugute kommen. Die Höhe der insung mit 4½ Prozent war aus zwei Gründen notwendig. Die 6 Kriegsanleihe bringt zu dem gegenwärtigen Preise, obwohl sie unter Emissionskurs steht, bereits 4¼ Prozent. Au braucht die Regierung viele Hunderte von Millionen, und wenn die Inhaber der alten Kriegsanleihe bereits 4¼ Proz. bekommen, so könnte man nicht hoffen, viele Hunderte von Millionen zu einem niedri Zinsfuß als 4½ Prozent aufzubringen. Das natürlich die Höhe dieses Zinsfußes nicht nur wegen zahlung, sondern auch wegen seiner Wirkung auf andere papiere. Aber Grundtatsache ist, daß der Staat die
884 Wellen illionen entstand November brachte
bringen muß und die Bedin n keinen Zweifel an folge der Anleihe lassen dürfen. Die Wirkung des Zin sein, auf den Preis anderer Wertpapiere mit antworten. Die Regierung gibt darum 1
Prozent egenheit, sie in neue Kriegs umz 3 Me. Kenna bemerkte über die Konsols, daß der— malpreis von 66 ¼ nur durch den Zwangskurs Polten werde. wüten soust erheblich tiefer stehen uad nach ker Emin neuen Kriegsanleihe unvermeidlich noch tiefer fallen. Nach einer längeren Besprechung wurde der in erster Lesung angenommen. „* 0 *
4
Der Seekrieg.
du g Aube ee a f g 2— 5 e ng. meldet aus Fraserburgh ein Aberdeen: Der britische Dampfer„Carisbroo 2 Weizen von Montreal nach Leith unterwegs, warrde von einem deutschen Unterseeboot auf der Höhe von Kinnatraes Head versenkt. Die Besatzung ist in Frasers⸗ burgh angekommen.
London, 23. Juni.(WTM Nichtamtlich.) Das Burenu Reuter meldet aus Norwich, daß nachmittag vor 2 Uhr der Dampfer„Punisiana“ in der Nähe von Pakefield auf Strand gesetzt wurde. Das Schiff war von einem deutschen Unterseeboot torpediert wor⸗ den. Die aus 33 Mann bestehende n landete in Lowestoft. Die„Punisiana“, die in Lo beheimatet ist, 28 55 einer Weizenladung von Montreal nach Hull unterwegs.
London, 33. Juni. 1 ä.) Meldun des Reuterschen Bureaus. N An 2 meldete der Kapitän des I„Venus“, daß er durch ein deutsches Unterseeboot an und gezwungen worden sei, eine große Menge der
die aus Lebensmitteln bestand, über Bord zu 1 durfte er die Reise fortsetzen.— Der„Bel⸗ grave“ ist an der Küste von torpediert worden. Er wurde kieloben nach Broadhaven geschleppt;
Besatzung wird vermißt. Skagen, 23. Juni.(WTB. N.) Der Fisch⸗
dampfer„Nord C. P. 51e 8
englischen Unterseeboottorpediert worden. Die
Besatzung wurde von einem andern deutschen Fischd r übernommen, mit Ausnahme des Kapitäns, der l 3
offizier von den Engländern ückbehalten Wie „Ffagens Avis“ meldet, ist die Besatzung heute früh 7 Uhr in den hiesigen Hafen eingebracht worden.
Die U⸗Boot⸗Frage im schwedischen Barlament.
Kristiania, 23. Juni.(WTB. Ni ich.) Bei Begin der gestrigen Sitzung des Storthings gab der des 2 Ihlen, Aufklärung darüber, welche Schritte Re ierung unternommen habe aus Anlaß der vielen
eiten, die die kriegführenden Mächte der norwegischen
Schiffahrt bereiten. Die gegebenen Auf siud im
großen und ganzen bereits früher in amtlichen
mitgeteilt worden. Zum Schluß fü der Minister aus:
die von norwegischer und deutsch⸗„ gen er der Beweiß vorliege, auch andere
Schiffe als die„Belridge“ von deutschen Unterfeebodten tor⸗
pediert wurden, so bezweifle ich nicht, daß die deutsche Regtermng
les Mögliche tun werde, um die Folgen der 1 die den 8 zugefügt werden, und daß di 2 ierung ebenso sehr wie die norwegis. Sollte der e 85 von 85 J tot i* gerzng in n e en e schlich ber volkerresht lichen. 225 1 Seiten des benden 1 d e der er wurde in 55 1.
leicht Irrtümer stattfinden u, in Erwägung wird,
den Kommandanten von Kriegsschiffen solche nenen
zu geben, daß sich die neutralen sicher fühlen
0 e 0 F Aus Spanien.
drid, 23.(WTB. Ni bi⸗ 1 hat 2 Milben der Nu ben
sioniert.
Madrid, 23. Juni.(WTB. e, Mun bens dent Da de an e Dato wird i um
in dem er erklärt, gierung gehegt, nicht erfüllt habe. sich die nung ihrer patriotischen Pflicht nicht König erwarte Kato zu einer Aussprache
hindern, daß Teutschland Baumwolle erhalte, gleichzeitig aber die gesetzlichen Rechte der Neutralen zu schützen.
Pag ken an de ne a al, n f Kabinett bleibt. as Telegramm des Königs gilt als ein sicheres Anzeichen hierfür.
2 N e


