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licher Schützengräben, Häuser und Mühlen
gemeldet werde. Aber nur selten finde man
bein Eingeständnis französischer Verluste. All⸗ 5 0 erkenne die Oeffentlichkeit, daß die französischen Ver⸗ luste schwer
5 selben Fleck stehe wie im November. Durch solches Verfahren
werde man endlich erreichen, daß kein Mensch mehr ein
. Paris“ erklärt General Cherfils, daß der Alkohol-
besonders der Kriegsminister müssen die allerschärfsten
Arbeitsministeriums teilt die Ergebnisse der amt⸗
fährt die„Köln. Volksztg.“ von einer Persönlichkeit, die in der
Eine ganze Anzahl Bomben ist im östlichen Stadtteil, unweit der
pool-Street 3 Häusser zertrümmert. Besonders schwer wurde die Gegend um die Broadstreet und Liverpool Street-Station mit⸗
genommen über ein breites Schienenfeld führt, zerstört wurde, ist durch
im der Nacht vom 5. zum 6. Juni über 2000 Tote gehabt. Ihre Verluste in den letzten Kämpfen im Abschnitt von Sedd⸗ül⸗Bahr sind noch bei weitem höher.
Berlin, 9. Juni. Nach einer Meldung der„Voss. Ztg.“ aus Mythilene haben die transatlantischen Dampfer „Mauretania“ und„Transsylvania“ in der Bucht von Mu- dros 15000 Mann frische Truppen gelandet, die morgen nach Gallipoli weitergehen werden.
Dundee, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Ch urchill sagte in seiner Rede am 5. Juni: Die vier Jahre seiner Ver⸗ waltung der Admiralität waren die wichtigste Periode der See⸗ geschichte Englands. In den Kämpfen an den Dardanellen müsse man große Verluste erwarten. Aber die Armee und Flotte seien, nur durch wenige Meilen von Gestrüpp und einige Hügel vor dem Siege getrennt, wie man einen solchen in diesem Kriege noch nicht gesehen habe, der die Vernichtung des feindlichen Reiches, die Vernichtung des Heeres und der Flotte des Feindes und den Fall der weltberühmten Hauptstadt herbeiführen werde. Durch die Engen der Dardanellen und die Hügel der Gallipoli-Halbinsel führe der sicherste Weg zu einem triumphierenden Frie⸗ den. Die Seekämpfe an den Dardanellen würden von der über⸗ schüssigen Flotte geführt, die sonst untätig in den südenglischen Häfen läge. Die große Zahl alter Schiffe, aus der sie bestehe, würde jedenfalls vor Jahresschluß ausrangiert werden, da ihre Beman nungen gebraucht würden, um die bis dahin fertigen neuen Schiffe u bemannen. Die Bedeutung der Verluste solcher alten Schiffe 3 leicht übertrieben werden. Churchill wandte sich dann gegen die Kritik der Presse. Angriffe auf Minister und Heerführer dürf⸗ ten nicht gestattet werden. Die allgemeine Wehrpflicht sei mindestens jetzt noch nicht notwendig. Es wäre auch unmöglich, die unter Wehrpflicht ausgehobenen Soldaten auszu⸗ rüsten; dagegen sei die industrielle Organisation der Nation not—
wendig.
Aus Frankreich.
Berlin, 9. Juni. Die Preise für Lebensmittel in Frankreich steigen, wie verschiedene Morgenblätter melden, an⸗ dauernd. Fleisch ist in den letzten Monaten um 30 vom Hundert teurer geworden. Die Regierung hat deshalb be⸗ schlossen, Gefrierfleisch von Australien einzuführen. Vorläufig wurden Kontrakte über die Einfuhr von 120 000 Tonnen abgeschlossen. N
Hervé über die französische Zensur.
Paris, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) In einem „Das Recht auf Wahrheit“ überschriebenen Artikel tritt Hervé in der„Guerre Soziale“ gegen die Art auf, wie das französische Publikum über die Er⸗
eignisse unterrichtet wird. Er bedauert, daß die Zensur nur Günstiges für die Alliierten und Ungünstiges für die Zentralmächte zulasse, besonders aber, daß der Ab⸗ druck der deutschen, österreichisch-ungarischen und türkischen Tagesberichte untersagt sei. Man hätte sonst vermeiden können, daß der Fall von Przemysl Ueberraschung und große Bestürzung hervorrief. Er könne nur die Achsel zucken, wenn er sehe, wie die französischen Agenturen phantastische deutsche Verlustziffern veröffentlichen, wenn er dem gegenüberstelle, daß seit Krie bruch die französischen Verluste systema⸗ tisch verheimlicht würden. Ein großer Fehler sei auch die Abfassung der französischen amtlichen Berichte. Es ver⸗ gehe kaum ein Tag, wo nicht eine schwere Schlappe der Deutschen, die Gefangennahme zahlreicher Deutscher, die Eroberung feind⸗
sein müßten und daß man ungefähr auf dem⸗
1 der amtlichen Berichte glaube und daß das Vertrauen französischen Volkes getötet werde.
ueble Zustände hinter der französischen Front. Paris, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Im„Echo de
genuß hinter der Front einen erschreckenden Umfang an⸗ enommen hat. In den Garnisonstädten 5 5 die fés und Schankwirtschaften ungeahnte Einnahmen. Aus⸗ schreitungen und Unsittlichkeit halten mit der Trunksucht gleichen Schritt. An der Front selbst ist diesem Mißstande zwar Einhalt geboten, aber die Regierung und
Maßnahmen ergreifen, um hinter der Front diesem Uebel⸗ stande, welcher die besten Kräfte der Nation aufzehrt, schleu⸗ nigst abzuhelfen. 5 Handel und Wandel in Frankreich. Paris, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Eine Note des
lichen Untersuchung über die Tätigkeit der kom⸗ merziellen und industriellen Unternehmun⸗ gen Frankreichs nach den acht Kriegsmonaten mit. Die Untersuchung erstreckte sich auf 22 610 Unternehmungen, die in normalen Zeiten 1097670 Arbeiter beschäftigt— a August 1914 waren infolge der Mobilmachung nur
Prozent der Unternehmungen in Betrieb; ihre Anzahl stieg nacheinander im Oktober auf 58, im Januar auf 69 und erreichte endlich im Juni 77 Prozent. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter und Angestellten betrug im August 34 Prozent, stieg im Oktober auf 44, im Januar auf 59 und erreichte am 1. Juni 65 Prozent. Am 1. Juni waren in der Tat 21 209 Unternehmungen in Betrieb, die 713 166 Arbeiter beschäftigten. Die Besserung war also beträchtlich und anhaltend.
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Der Zeppelin⸗Besuch in London. i. Köln, 9. Juni. Zu dem Zeppelin⸗Besuch über London er⸗
Nacht des Besuches in London weilte, daß nicht nur die Vororte, sondern auch London selbst mit Bomben belegt wurde.
gesamten London-Docks niedergegangen. Eine Bombe hat in Liver⸗
Da die dort befindliche Eisenbahnbrücke, die
polizeiliche Absperrung der Zutritt zu dieset Gegend auf mehrere Tage unterbunden. Die vom Abend bis zum andern Mittag an⸗ dauernden Brände verursachten großen Schaden.
Fleischnot in England.
London, 8. Juni.(Win Nichtamtlich.) Die Fleisch⸗ vorräte am Smithfieldmarkte waren in der letzten Woche
8
Aus dem englischen Unterhause. London, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Im Unter⸗ hause hat Asquith, der unter lautem Beifall seinen Sitz neben Bonar Law auf der Regierungsbank einnahm, eine kurze Erklärung abgegeben, in welcher er Italiens Beitritt zur Sache der Alliierten bewillkommnete. Ita⸗ lien sei einer der Schützer der liberalen Traditionen in Europa und pflege andere höhere Ideale, als diejenigen einer Gewaltherrschaft. Wir begrüßen seine tapferen Sol⸗ daten und Seeleute als Kameraden in einem Kampfe, von welchem die Freiheit der Welt abhänge.
1
* Der Seekrieg.
London, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Chro⸗ nicle“ gibt die Zahl der bis Ende der Woche von deutschen Unterseebooten zerstörten Schiffe auf 21 an. Das Blatt führt noch folgende Schiffe an:„Jona“ aus Dundee,„Inkum“ aus Liverpool, Schooner„George and Mary“ aus Glasgow und die Fischdampfer„Ed. Hamay“ aus Peterhead und„Bardolph“ aus Hull, ferner den belgischen Fischdampfer„Delta“, den dänkschen Schooner„Salvador“ und den französischen Dampfer„Penfeld“.
London, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyd meldet aus Margate, daß der belgische Dampfer„Monapier“ gestern abend von einem deutschen Unterseeboot torpe⸗ diert wurde. Der zweite Offizier, der zweite Maschinist und 6 Mann der Besatzung landeten in Margate. Der Kapi⸗ tän, dessen Frau und Tochter, der erste Offizier, der Lotse und 12 Mann der Besatzung werden vermißt. Das Schiff sank in einer halben Minute.
London, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ein deutsches Unterseeboot hat in der Irischen See den norwegischen Dampfer „Trudveng“ versenkt.
Aus Spanien.
Berlin, 9. Juni. Der„Nowoje Wremja“ zufolge schilderte, wie dem„Berliner Lokalanzeiger“ aus Stockholm gemeldet wird, der spanische Gesandte in Petersburg in spanischen Zeitungen die glänzende Lage Deutschlands. Deutsch⸗ land siege, während seine Feinde erschlafften. In Spanien habe man die Ueberzeugung von Deutschlands Unbesiegbarkeit gegenüber jeder feindlichen Allianz. Der Untergang der„Lusitania“ habe keine Entrüstung hervorgerufen. Mißtrauen herrsche gegen Ver⸗ sprechungen marokkanischen Gebietszuwachses seitens des Drei⸗ verbandes, weil im spanisch-amerikanischen Kriege niemand Spa⸗ nien geholfen habe.
f Aus dem Reiche. Das Wesen der Kriegsgetreide-Gesellschaft.
Es besteht in weiten Kreisen des Volkes noch immer die irr⸗ tümliche Auffassung, die K.⸗G. sei eine Erwerbsge⸗ sellschaft. Diese Auffassung hat dazu beigetragen, in manchen Kreisen eine gewisse Mißstimmung gegen die K.-G. zu erzeugen, be⸗ sonders in denjenigen Erwerbsständen, die sich durch einzelne not⸗ wendige Maßregeln der K.-G. in ihren Sonderinteressen geschä⸗ digt fühlen. Die K.⸗G. hat solche Maßnahmen nicht immer ver⸗ meiden können, wenn sie ihr Ziel, die Ernährung des Heeres und der Zivilbevölkerung bis über die neue Ernte hinaus sicher zu stellen, erreichen wollte. Bei der großen Opferwilligkeit der Nation würden diese, einigen Berufsschichten zugemuteten Mißhelligkeiten sicherlich gern und willig hingenommen, wenn das Wesen und die Aufgaben der K.⸗G. überall bekannt wären. 8
Der leichteren kaufmännischen Beweglichkeit wegen hat man die K.-G. allerdings in die Form einer Gesellschaft mit beschränk⸗ ter Haftung eingekleidet; eine Erwerbsgesellschaft ist sie aber nicht. Sie arbeitet ausschließlich gemeinnützig im Interesse des deutschen Volkes. Ihre Gesellschafter erhalten nur eine Verzinsung ihres Kapitals mit 5 Proz. Im Einverständnis mit allen Reichs⸗ und Staatsbehörden sucht sie ohne Gewinn und Verlust abzu⸗ schließen. Sollte sich ein Ueberschuß ergeben, fällt er satzungs⸗ gemäß zugunsten der Kriegs- und Hinterbliebenenfürsorge dem Reiche zu. Die Gemeinnützigkeit ergibt sich sowohl aus der Art der Gesel after, wie der Personen in der Verwaltung. Gesellschafter der K.-G. sind die nachfolgenden Bundesstaaten: Preußen, Bayern, Baden, Sachsen, Mecklenburg⸗Schwerin, Hes⸗ sen, Württemberg, Braunschweig, Elsaß⸗Lothringen. Ferner: 48 deutsche Großstädte und einige großgewerbliche Unternehmungen, wie Friedr. Krupp A. ⸗G., einigte Köln-Rottweiler Pulver- fabriken, Rheinisch⸗Westfälisches Kohlensyndikat usw.
An der Spitze der Verwaltung steht der Reichskommissar zur Ausführung der Bundesratsverordnung vom 25. Januar, der Unterstaatssekretär im Königl. Preuß. Finanzministerium, Wirk⸗ licher Geheimer Ober-Finanzrat Dr. Michaelis, zu Berlin. Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der Ober⸗ bürgermeister der Stadt Berlin, Exzellenz Wermuth. Durch die Bundesratsverordnung vom 25. Januar wurde der K.⸗G. die Auf⸗ gabe zugewiesen, das im ganzen Lande beschlagnahmte Getreide von den Landwirten zu den Mühlen zu bringen, es vermahlen zu lassen und das Mehl dem Verbrauch zuzuführen.
Die Reichsregierung hat geglaubt, daß diese zum großen Teil auf rein fmännischem Gebiet liegende Aufgabe nicht durch eine rein beamtete Behörde, sondern durch eine kaufmännis isch organisierte Gesellschaft zu leisten sei. Es wurde deshalb die K.⸗G. mit dieser Aufgabe betraut.
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Berlin, 8. Juni.(WTB. Amtlich.) Pferde⸗An⸗ käufe der Heeresverwaltung. Auf den zur Deckung des Pferdebedarfes der Heeresverwaltung angesetzten öffent⸗ lichen Märkten werden in wachsendem Umfange Preise ge⸗ fordert, die zu dem Wert der Pferde in keinem Verhält⸗ mis stehen, Zahlreiche kriegsbrauchbare Pferde müssen wegen des zu hohen Preises vom Ankaufe ausgeschlossen bleiben. Augenscheinlich werden die Pferde in der Hoffnung auf wei⸗ tere Preissteigerungen vom Verkauf zurückgehalten. Die Heeresverwaltung wird nach wie vor bestrebt bleiben, den Pferdebedarf— zur Vermeidung von Aushebungen— soweit irgend angängig durch Ankauf zu decken, ohne indessen der unangemessenen Preisbildung zu folgen, die umsoweniger berechtigt ist, als sich die Beschaffenheit der Pferde auf den Märkten naturgemäß nicht bessert. Im gleichen Maße, wie die eee versagen, muß zu Aushebungen geschritten werden.
München, 8. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Der Kaiser hat dem Staatsminister Grafen Hertling in Anerkennung erfolgreicher Mitarbeit bei der Kriegsgesetzgebung und deren Durchführung das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen, ebenso dem Verkehrsminister v. Seidlein für dessen Ver⸗ dienste um die Vorbereitung und Durchführung der Eisen⸗ bahnoperationen des Heeres.
Breslau, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der konservative Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Breslau I, Kammerherr . Carmer(Osten), ist heute vormittag um 9 Uhr ge⸗
n.
Tcirche und Schule. g Ordentliche Evangglische Landessynode. 2
Darmstadt, 8. Juni.
am 1430 Tonnen geringer, als in der entsprechen⸗ den Woche des Vorjahres.
Die Epangelische Landessynode setzte vor⸗ Asse 2 tür döcr dur frre, Peck Eg tgnibbesdrung bes Bor-
5
3 anschlags des Evang. Zentralkirch handlungen fort. Als 5 des Kirchenregiment⸗ Oberkonsistorialpräsident P. Nebel, Geheimerat D. Dr. F ring, Prälat Euler und die Oberkonsistorialräte D. Peter sen und Dr. Bernbeck den Verhandlungen bei. Nach d Eingangsgebet begrüßte Präsident Pfarrer Dingeldey die S node, gedachte der jetzigen schweren Kriegszeit und sprach die Zuversicht aus, daß der Krieg Dank der
3
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Führung des Kaisers und seiner Feldherren durch unsere tapferen Truppen zu einem sieg⸗ reichen Ausgang führen werde. g 55
Nach Verpflichtung des neugewählten stellvertretenden Mit⸗ glieds Steinhaußen⸗Butzbach und geschäftlichen Mitteilun⸗ gen wurde in die Beratung des Voranschlags eingetreten.
Oberkons.⸗Präs. D. Nebel bemerkt zunächst, es sei ihm mit⸗ geteilt worden, daß die Landessynode in Rücksicht auf die gegen⸗ wärtige schwierige Lage auf die in der Vorlage vorgesehene Er- höhung der Tagegelder und Reisekosten, die eine Abänderung nach dem Beispiel der Ständekammermitglieder erfahren sollten, Verzicht leiste. Infolgedessen ziehe das Oberkonsistorium diesen Teil der Vorlage zurück, behalte sich aber vor, zu gegebener Zeit wieder darauf zurückzukommen. 0 Der Ausschußberichterstatter Pfarrer Wagner macht darauf kurze erläuternde Mitteilungen über die Ausschußberatung des Voranschlags, worauf die Einzelberatung erfolgt. Der Ausschuß⸗ referent erklärt, die hessische Geistlichkeit sei gewillt, von der sehr notwendigen und erwünschten anderweitigen Gehaltsregu⸗ lierung zurzeit abzusehen. Er hoffe aber, daß das Oberkonsi⸗ storium so bald wie möglich an die Regelung dieser wichtigen Frage heranzutreten. Syn. Wahl⸗Schlitz spricht im Anschluß hieran den Wunsch aus, daß dabei auch eine Neuregelung der Vergütung für Aushilfen in den Pfarreien erfolgen möge. 95 5 Die Versammlung nahm darauf einstimmig folgenden Antrag des erweiterten Finanzausschusses an: 05
„Die Bestimmungen des Voranschlags über die Einnahmen und Ausgaben des Evangel. Zentralkirchensonds für 1910 bis 1914 nebst seiner Erweiterung in Rubrik 35 durch Beschluß der Landes⸗ synode vom 26. Febr. 1913 erhalten auch für die Finanzperiode 19151919 Geltung, so lange und soweit nicht aus den folgenden Bestimmungen etwas anderes sich ergibt.“ Es wird alsdann be⸗ stimmt, daß alljährlich um die Jahreswende der Finanzausschuß und das erweiterte Oberkonsistorium zur Prüfung der Finanzlage der Landeskirche und Entscheidung der Frage zusammentreten ob für das demnächst beginnende 1 die Aufstel eines neuen Voranschlags möglich ist. In diesem Falle ist der La synode rechtzeitig ein neuer Voranschlag für den Rest der Finanz⸗ periode vorzulegen. Zur Deckung des Kaufpreises für das ange⸗ kaufte Grundstück Waldstraße 38 werden 83 462,50 Mk. in fünf Jahresraten, also jährlich 16 692,50 Mk. zur„ als Kapital in Ausgabe vorgesehen, soweit nicht dringendere Auf⸗ gaben der Landeskirche die dieser Gelder als not⸗ wendig oder rätlich erscheinen lassen.— Die Bestimmungen des Staatsgesetzes vom 21. März 1914 über die Besoldung usw. finden mit Wirkung vom 1. 4. 1914 ab bis zu einer alsbald nach Friedens⸗ schluß einzuleitenden gesetzlichen Regelung auf die im Geschäfts⸗ kreis des Oberkonsistoriums und des Predigerseminars angestellten sinngemäße Anwendung. Unberührt bleiben hierdurch
die an den hessischen Staat hinsichtlich der Ruhegehalte und Hinterbliebenen⸗ versorgung dieser Beamten zu machenden Ansprüche.— Weiter werden zu Lasten der Rubrik 35 des Voranschlags verschiedene kleinere Beträge bewilligt und für das Rechnungsjahr 1915 ein Zuschlag von 12 Proz. zur Staatssteuer als allgemeine 5 Kirchensteuer genehmigt. Ebenso fanden die Vorlagen des Ober⸗ konsistoriums, betreffend die Gehaltsverhältnisse der an den Anstalten und Vereinen der Inneren ssion an⸗ gestellten Geistlichen, wofür 12 000 Mk. angefordert werden, sowie über die Errichtung einer selbständigen Pfarrei in Bretzen⸗ heim, einer neuen Pfarrstelle in Mainz ben r und über die Lostrennung des Flensunger Hofes von der Pfarrei Lardenbach einstimmige Genehmigung. Zum Schluß erfolgt noch die Beratung über folgende, vom Syn. Baper und 16 Ge⸗ nossen gestellte Anfrage:„Die unterzeichneten Abgeordneten rich⸗ ten an Großh. Oberkonsistorium die Anfrage, ob es mögl ist, vorhandene Wünsche auf Unabkömmlichkeitserklä⸗ rung hessischer Geistlicher zum Heeresdienst in weitgehender Weise zu berücksichtigen?“ b 8 Oberkonsistorialpräsident D. Nebel legt hierzu die Stellung⸗ nahme des Oberkonsistoriums näher dar und da sich die Fragesteller mit dieser Antwort zufriedengestellt erklären, wird auf eine Be⸗ sprechung der Anfrage verzichtet. f 55 a. Damit ist die Tagesordnung erledigt und Präsident Dingeldey vertagt die Landessynode auf unbestimmte Zeit. Aus Stadt und Cand. N Gießen, 9. Juni 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. 1 (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) 9 Ersatzreservist Georg Füg aus Landenhausen.— Fähnrich Walther de Niem, Inf.-Rgt. 35, aus Limburg a. d. Lahn.— Sparkasse-Beamter Emil Dreste aus Darmstadt.— Erf.-Res. Wilh. Weber, Landw.-Inf.-Rgt. 118, aus Obershausen.— Musk. Jak. Männchen, Inf.⸗Rgt. 118, aus Heppenheim a. d. W.— Leutnant d. Res. cand. ing. Wilhelm Damm, Inf.-Rgt. 254, aus Marburg.— Kriegsfreiw. Unteroff. Referendar Rud. Hinkel, Drag.⸗Rgt. 24, aus Offenbach a. M. Erf.-Res. Wilh. Krug, Ers.⸗Rgt. 42, aus Offenbach a. M. Musk.* Jagen⸗ berg, Inf.⸗Rgt. 118, aus Offenbach a. M.— Landsturmmann Karl Keim, Res.-Juf.-Rgt, 240, aus Offenbach a. M.— Unteroff. Albert Trölle, Landw.-Inf.-Rgt. 116, aus Lauter.— Unteroff. Karl Sann, Landw.⸗Inf.⸗Rgt. 116, aus Lauter.— Musk. Anton Christ, Res.-Inf.-Rgt. 224, aus Grünberg.— Wehrmann Konr. Lang, Inf.⸗Rgt. 88, aus Dörnigheim.— Major und Regiments⸗ führer Fritz Frhr. von Bellersheim, Drag.-Rgt. 28, aus Darmstadt.— Landwehrmann Wilh. Schubkegel, Landwehr⸗ Inf.-Rgt. 116, aus Darmstadt. 0 ö
* Ritter des Eisernen Kreuzes: Finanz⸗ Aspirant bei der Landes- Hypothekenbank, Feldmagazin⸗ Inspektor Otto Gabriel aus Ilbeshausen. n d. R. Philipp Lange aus Darmstadt, Inf.⸗Regt. 115. Kanzlei⸗ sekretär Werner aus Darmstadt, Leutn. im 1.— Bat. 1 Darmstadt. Kriegsfreiw. Ernst Messerschmidt aus Biedenkopf, Inf.-Regt. 138. Vizewa Beyer aus der Schlechtenweger Mühle bei Altenschlirf. Gefr. Georg Hüter aus Worms, Telephonist beim Seb d. Inf.⸗Regts. 118. Vizefeldw. Josef Jung aus Worms, Inf.⸗Regt. 118. Feldw. Wilhelm aus W 1 10. er Heinr. Görnert aus Weßzlar, Vizefeldw. beim Res.⸗Inf.⸗ Regt. 258. Leutn. d. R. Paul Ramdohr, Art. 25. Feldwebelleutnant Müller aus Darmstadt, Res.⸗Feld⸗ Artillerie-Regiment 56(früher Wachtmeister der 2. Batterie des Feld⸗Artillexie-Regiments 25). Oberjäger im Jäger⸗ Bat. 11 Gustav Schindler aus Marburg. Portefeuiller Otto Maison aus Offenbach. Leutn. d. R. Gerichts⸗Ass. Fritz Moufang aus Offenbach. Oberlehrer am Ludwig⸗ Georgs-Gymnasium Dr. Wilhelm Schmidt aus Darm⸗ stadt, Leutn. im Res.-Inf. Regt. 40.
*Das Eiserne Kreuz erhielt Zahlmeister Heinrich 8. im Reserve-Insanterie-Regiment 75, ein geborener
eßener. 1 1
31 Grad Celsius im Schatten, eine Tem⸗ peratur, die in dieser Jahreszeit immerhin nicht gewöhnlich ist, und die eher eine Neigung zum weiteren Steigen als zum Sinken zeigt, wies gestern das Thermometer 150 Die trockene Witterung wird voraussichtlich noch fortdauern. Da ganz Mitteleuropa an der gleichmäßigen Erhitzung teil hat, ist zudem eine Gewitterbildung kaum zu' erwa 5 e die aus demSommer 1911 noch in wenig ungenehmer Erinnerung sind. Was die Ti t für den Garten und für die Landtutrtschaft bedeutet, er br
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