Ausgabe 
(31.5.1915) 125. Zweites Blatt
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ihrem Lande und ihrem Volke fernzuhalten und Italien zu deurschen Volke.(Lebhafte Zustimmung.) Die Sozial- steht. Diesen Herren soll verboten sein, im Bezirk zu sp einem Friedensfaktor für Europa zu machen.(Beifall.) demokratie hat Veranlassung genommen, vor dem In⸗ und Aus- weil sie sich über Kriegsziele ausgelassen haben. Das sind ö Nun werden neue Hunderttausende auf die Schlachtfelder ge⸗ lande festzustellen, daß sie an ihrer Haltung vom 4. August nichts törichte Blüten. Und wie politisch unklug wird gehandelt. Man führt. Unser Land, das schon seither gegen eine Ulebermacht zu zu ändern hat.(Erneute lebhafte Zustimmung.) Sie hat be⸗ wirft einigen Blättern für harmlose Artikel vor, daß sie Landes. Lande und zu Wasser stand, wird vor eine neue blutige Kraft⸗ tont, daß ihre damalige Haltung nicht das Ergebnis momentaner verrat hegehen usw. Das müssen sie dann an der Spitze des probe gestellt In dieser Stunde gesteigerter Gefahr Stimmungen gewesen ist, sondern daß diese Haltung in ihrer Auf⸗ Blattes ohne Zusatz abdrucken. Auf diese Weise kann im Auslande beten nen wer uns rückhaltslos zu dem, was wir fassung begründet ist, die sie auch jetzt noch betätigt hat.(Sehr tatsächlich der Eindruck erweckt werden, als ob so etwas in Deutsch⸗ am 4. August und späterhin erklärt haben.(Leb⸗ richtig.) Das ist eine Erscheinung die wir mit Freuden, begrüßen land wirklich vorkommen würde. hafter Beifall.) Wir stehen zu unserem ol ke!(Er- können und begrüßen. Es ist das, was ja schließlich unser ganzes In Elberfeld wurde eine Neuausgabe einer Zeitschrift, die 5 neuter lebhafter Beifall.) Einmütig wird das deutsche Volk jetzt zeigt. Unser Volk ist sich selbst treu. Wenn die Vegeiste⸗ 20 Jahre lang erschienen ist, wegen Besprechung von Friedens⸗ . Volk seine ganze Kraft einsetzen, um dieser 7 in den ersten Tagen des Weltkrieges groß war, noch 1 70 ist fragen verboten, mit der Begründung, es sei eine neue, Zeitschrift, 45 neuen Gefahr Herr zu werden und un ser Land vielleicht die stille und starre Entschlossenheit, die unser Volk jetzt die besonderer Genehmigung bedurft hätte. Besonders ungere t zu schützen.(Allgemeiner lebhafter Beifall) Aber wir be- in allen Wechselfällen des Krieges in Opfern kund tut.(Beifall.) dabei war, daß der verheiratete Redakteur verhaftet wurde. Im klagen es tief, daß mit dieser Verschärfung des Krieges die auf- Es gibt vielleicht nichts Ergreifenderes, als den würdevollen Stolz, Verlag des Genossen Molkenbuhr erscheint dieFreie Presse. leimenden Hoffnungen auf baldigen Frieden in weitere Ferne als die tiefe Ruhe, in der unser Volk die italienische Kriegs⸗ Der Druckerei würde verboten, daneben irgend welche Druck⸗ gerückt sind. Unerhört sind die Opfer an Menschenleben in allen erklärung aufnimmt. Daß wir 1 haben vor dem fremden arbeiten auszuführen. Nicht einmal eine Besuchskarte darf sie Ländern. Unermeßliche Kulturgüter sind vernichtet. Mehr und Volke, daß wir keine Ausschreitungen begehen wie sie in diesen berstellen. Auch die städtischen Aufträge entgehen ihr dadurch. mehr macht sich überall das Verlangen geltend, dem Entsetzen Tagen in Italien vorgekommen sind, das sichert unserem Volke In Münster wollte man einen Schriftleiter zwingen, eine Be⸗ 5 endlich ein Ende zu machen. Aber trotz dieser verschärften Situa- nicht nur seine Stellung als Kulturträger, sondern ist eine Pflicht, richtigung zu bringen, die den Anschein erweckte, als gehe sie von 1 tion glauben wir, getreu unserer sozialistischen Weltanschauung, die seine Vaterlandsliebe ihm auferlegt. Das zeigt, daß wir nicht ihm aus, obwohl er die Richtigkeit dessen kannte, was geleugnet 8 auch heute dieser Friedenssehnsucht Ausdruck geben zu sollen. Wir von Tagesstimmungen abhängig. sind, daß wir diesen Leidensweg werden sollte. Es ist auch verboten worden, aus in Zeitungen * wissen uns in Uebereinstimmung mit großen, Schichten aller Völker beschritten haben aus der tiefinnersten Ueberzeugung unseres erschienenen Prozeßberichten über den Feldgrauen eine Broschüre dabei, die mit uns einen Frseden ohne Vergewaltigung eines Herzens, daß wir das Ziel erreichen müssen, das wir uns gesteckt zusammenzustellen mit der Begründung, es könnte, dadurch unter 4 anderen Volkes erstreben, einen Frieden, der ein dausrndes Zu⸗ haben.(deten b d. Soz.: Welches Ziel!). Umständen das Vertrauen der Bevölkerung in die Rechtspflege 1 sammenwirken aller Kulturvölker wieder ermöglicht.(Beifall b. d. Hier besteht allerdings zwischen der Auffassung der Sozial- erschüttert werden. 1 1 0 5 Soz.) Darum wenden wir uns mit Entschiedenheit gegen die⸗ demokraten. und der unserigen eine Kluft. Nachdem das hier ein⸗ DerBergarbeiter-⸗Zeitung wurde eine Propagandanummer 2 jenigen Bestrebungen, die den Frieden von allerlei Eroberungen mal ausgesprochen ist, können auch wir das sagen. Gewiß, wenn im Voraus verboten, die der Zensur noch gar nicht vorgelegt abhängig machen wollen.(Sehr richtig! b. d. Soz.) die Sozialdemokratie die Eroberungspolitik verwirft, so ist das worden war, was auf eine vorausgegangene Angeberei schließen f Wir haben von Anfang an den Standpunkt eingenommen, ganz unsere Auffassung, und auch wir wollen keine Eroberungen. läßt. Die Zensur arbeitet zu langsam. Was Blätter anderer daß wir jeden Eroberungskrieg verurte ilen. An Es ist keine Rede davon, daß wir napoleonische Eroherungs⸗ Richtung gebracht haben, können die unter Präventivzensur E dem halten wir fest.(Zustimmung b. d. Soz.) Angesichts der tendenzen verfolgen. Aber die unerhörten Opfer an stehenden sogialdemekralischen Zeitungen manchmal erst eine N länzend be! glen wirtschaftlichen und militärischen Widerstands-[ Blut und Gut verlangen ein Entgelt. Nicht als ob Woche später bringen. Die Zivilbehörden können gegenüber den 7 raft unsere: Volkes und angesichts der durch unsere tapferen ein Land, eine Menge Gold ein Entgelt für alle Leiden sein kommandierenden Generälen so gut wie nichts erreichen. Ja, 3 Volksgenossen erkämpften günstigen Kriegslage kann dieses Aus⸗ könnte, sondern nur in dem Sinne, daß uns durch die Opfer an die Herren brüsten sich damit, daß sie auf Bes werden auch von 5 sprechen des Friedensgedankens von niemand als Schwäche ger Gut und Blut die Verpflichtung auferlegt wird, dafür zu sorgen, Abgeordneten nichts zu geben brauchen. Deshalb muß den * deutet werden.(Zustimmung b. d. Soz., Widerspruch rechts.) daß die, die gestorben sind, nicht umsonst gestorben sind.(Lebh. Generälen eine Aufsichtsstelle in Berlin ge⸗ 5 Unser Volk hat Gewaltiges in diesem Kriege geleistet. Draußen] Beifall und Händeklatschen.) g eben werden, die die größten. beseitigt. 5 vor dem Feinde und 2 hat es alles darangesetzt, um seine Wir sind es unseren teuren Gefallenen schuldig, daß wir Die Zivilbehörden haben sich die Sache leider aus der Hand 8 Pflicht zu tun. Alle Heerführer bekunden ihre Hochachtung vor wenigstens kommenden Geschlechtern einen, festen Wall gegenüber nehmen lassen, indem sie der Verhängung des Belagerungs⸗ * der Masse. So schrieb kürzlich ein bürgerlicher Kollege. Ein allen denjenigen aufrichten, die uns jetzt überfallen haben. Das zustandes nicht genügend Widerstand entgegensetzten. Nun 5 anderes Mitglied des Hauses sagte:Das ganze Volk ist ein ist der Unterschied, daß wir nicht in alte deutsche Träumereien können, sie sich beschwerdeführend an den Kaiser wenden, er . Held. Einem solchen Volk darf nicht länger vorenthalten wer⸗ zurückfallen wollen(lebh. Zustimmung), daß wir nicht um. irgend. möge den neralen raten, sich nicht gar zu viel von ihren 3 den, was es sich längst erworben hat, worauf es längst berechtigten welcher Theorien, willen von Völkerfreundschaft auf irgend etwas Beratern einbrocken zu lassen. Die Auswahl dieser Berater * Anspruch hat, was es längst besitzen müßte: Gleichberechti⸗ verzichten, was durch die Situation uns in die Hände gegeben ist ja sehr kurzsichtig gewesen. Durch all das fündigt man an 5 gung aller auf allen Gebieten.(Sehr richtig! links.) ist.(Erneute Zustimmung.) Niemand denkt daran, aus der der Geschlossenheit des Volkes. 5 1 Gleiche Entwicklungs möglichkeit für jeden. Er⸗ Situation mehr herauszuholen, als in ihr enthalten ist. Aber Die Besprechung schließt. f 5. neute Zustimmung links.) es muß unsere Aufgabe sein, die militärische Situation bis zum Die Petitionen werden durch Uebergang zur Tagesordnung 5 Nur so wird es möglich sein, unserem innerpolitischen Leben letzten auszuschöpfen, lediglich unter dem Gesichtspunkt realer erledigt. 8 5 eine gesunde Basis zu geben. Nur so wird es allen Voltsgenossen Sicherheiten für den Frieden.(Lebh. Beifall.) Wenn diese Abg. Graf Westarp(Kons,) 5. möglich sein, freudig mitzuarbeiten an den gewaltigen Arbeiten realen Sicherheiten eine Erweiterung unserer Grenzen verlan- berichtet dann über die Verhandlungen der Kommission über die auf wirtschaftlichem, sozialem und kulturellem Gebiet, die das gen, wenn militärische Notwendigkeiten es geboten erscheinen Aenderung des 9 51 des deere 2. für Angestellte. Eine

deutsche Volk nach dem Kriege erfüllen muß.(Sehr richtig! lassen, diese Grenzen anders zu gestalten, um weniger Blutopfer Anrechnung der Militärdienstja 1 5 iche 5 links). Entschlossen, unser Vaterland in diesem Sinne zu einem müssen o holten 8 für eine tief sittliche Pflicht, W nicht möglich wege her beg e 3 wohnlichen Haus für alle auszubauen, wehren wir jede darauf zu bestehen, daß diese Veränderun der Grenzen statt. der Staatssekretär eine Kriegsmaßregel in Aussicht gestellt, wo⸗ 8 Gefahr von außen mit allen Kräften ab. Niemals findet.(Lebh. Zustimmung bei der Mehrheit. Abg. Lieb- nach die Kriegsdienstzeit angerechnet werden soll.. 5 haben wir Sozialdemokraten einen Zweifel darüber gelassen, daß knecht(Soz.): Kapitalsinteressen! Große Unruhe. Abg. Sachse(S. 9) . bor mit unserem Volle füt unsere wirkschaftliche und politishe Lebh, Rufe b. d. Mebrbeite Pfui wanrsene n) e de, it Es gibt imme nac Feen Neßeran ten, de die. N Selbstbehauptung alles einsetzen werden.(Lebh. Beifall,) Das Unzählige geblutet haben, von Kapitalsinteressen zu sprechen, ist beit 1 pührlich drücken. Manche Arbeit 1 cer gilt vor allem heute, wo durch den Beitritt der letzten europäischen] unglaublich. Wer hat das gesagt! j 5 Schüzen⸗ 17 5. w le 4 18 5 10 1 8 5 5 Großmacht zur Koalition unserer Feinde dieser Krieg ein Riesen⸗ Präsident Dr. Kaempf: hält if a en gehen zu wollen, als unter manchen Ver⸗ kampf für die Selbständigkeit und Unabhängigkeit des deutschen habe nicht ort bon wei Bwischenruf ekommen nissen e ieee 3 5* Volkes geworden ist.(Lebh. Beifall.) il 155 bitte 2 50 dich a0. 2 7 Staatssekretär des Innern Dr. Delbrück: * Abg. Graf Westarp(Konsd): Abg Dr. Liebknecht(Soz.): 19 1 2 ic wih 10. 2 92.* 72 0 * uns scheint keine Notwendigkeit vorzuliegen, auf die Vor⸗ Ich habe das Wort gesprochen.(Große Unruhe und stürmische 9 1 auf die Jule 5 00 Fällen kann ich igt 15 schichte der italienischen Kriegserklärung jetzt einzugehen. Der Rufe: P fui. Schämen Sie sich!) erwidern, da ich sie zum ersten Male höre. 9 Reichskanzler hat das gestern in so klarer und eindrucksvoller Abg. Schiffer(natl.): Dann hat er über die allgemeine Lage der Bergarbeiter im 3 Weise getan, daß sich jedes weitere Wort darüber erübrigt hätte. Wir werden uns dadurch ni t beirren lassen. Das Volk wird Ruhrrevier und anderen Bezirken geklagt. In der Kommission .(Zustimmung rechts.) Was mich zwingt, gegen unsere Absicht wissen, was es von Ihnen zu halten hat.(Lebh. Zustimm.) Das ist ja schon mitgeteilt worden, daß der Handelsminister etwal⸗ . das Wort zu ergreifen, ist der Umstand, daß die Herren Sozialdemo⸗ ganze Volk kennt nach wie vor keine Parteiinteressen dem Aus⸗ gen Mißständen entschieden 3 Auch der 2 kraten den heutigen Tag für geeignet erachtet daben, von neuem lande gegenüber, sondern es steht in hut und Jot und Tod einig Reichskanzler persönlich kümmert sich um diese Fragen. Soweit ihren Standpunkt auszusprechen, nach welchem der Friede unter zusammen, wie wir das vorhin gehört haben. Später werden wir begründete Beschwerden vorhanden waren, wird ihnen abge⸗ keinen Umständen vonEroberungen wie sie es nennen zum gemeinsamen Ziele vielleicht verschiedene Wege gehen müssen, hol ßen.(Beifall.) N a also von Gebietserwerbungen abhängig gemacht werden soll. aber vorläufig können wir uns den Luxus verschiedener Meinun⸗ Ich bin überzeugt, daß der Vorredner nicht nur Abhilfe schaf. 1 (Sehr richtig! bei den Sozd.) Warum dieser Standfunkt heute gen noch nicht gestatten. Vis zum Ziele bis zum Siege und fen, sondern auch die von ihm, vertretenen Bergleute beruhigen ausgesprochen werden mußte, ift mir nicht klar erlich lich.(u,] um den lategerischen Imperatib des Sieges kämpfen wir wollte. Hoffentlich ist ihm das gelungen. Immerhin sollte er stimmung rechts. Widerspruch bei den Sozd.) Der Standpunkt ift vielleicht noch ein langer und blutiger Weg. Aber diesen lan- gewärtigen, daß solche Ausführungen im Auslande; namentlich in war bekannt. Die Wahl des Augenblicks aber, in dem die So- gen, blutigen Weg wollen wir allesamt in Feutscher Treue zu⸗ England, wo die Verhältnisse im Bergbau ungünstig liegen, zialdemokraten es für möglich gehalten haben, diesen Standpunkt sammen gehen.(Stürmischer lang anhaltender Veifall.) falsch verstanden werden könnten. Es könnten Echlüsse ezogen 0 noch einmal auszusprechen, bedauern wir.(Sehr richtig! rechts. f 5 werden, die der Wirklichkeit nicht entsprechen. stelle deshalb g Zurufe bei den Sozd.) Abg. Scheidemann(Soz.): 5 noch einmal fest: Seit Beginn des Krieges haben alle Arbeitgeber 5Vir sind der Ansicht, daß dieses Aussprechen ine r. er angemaßt, sich 7 2 a. und Arbeitnehmer alle bestehenden Streftigteiten und Streiks ein. * dieser gegenwärtigen ernsten Stunde alles eher sein ehrer aufzuspielen. Das weisen wir gang entschseden dunen gestellt und arbeiten in vielen Zweigen friedlich zum Wohle des 3 konn als nützlich.(Sehr richtig rechts, Widerspruch b. d. Soz) Wir sagen das, was wir notwendig halten nach unserer eigenen Vaterlandes zusammen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer 0 Die Sozialdemokraten haben in ihrer früheren Erklärung gesagt Ueberzeugung, gang gleichgültig, ob das dem Grafen Westarp an- haben in jeder Beziehung ihre vaterländische Pflicht daß sie diesen Standpunkt einnehmen in Uebereinstimmun mit genehm ist oder nicht. Wenn wir einen Redner hner Ausführungen erfüllt.(Beifall.) 50 der Internationale. Ob sie noch heute der Ansicht sind, daß solche in gewissem Sinne machen ließen, so ist das nicht in letzten Sinne In den vberschiedensten Zweigen haben sich überall die, Ar⸗ volle Uebereinstimmung der Internationale auch in den feindlichen deshalb geschehen, um Reden die außerba li deen Hau- beiter mit Eifer und voller Hingabe ihrer Kräfte Ländern besteht, das will ich ihrem eigenen Urteil. ses gehalten worden sind, und die wir für sehr töricht in den Dienst de Vaterlandes gestellt, Ueberschichten (Sehr gut! rechts.) Das eine aber glaube ich aussprechen zu hielten, und die uns im Auslande schaden konnten, zurück- nicht gescheut, eee Arbeitszeiten ertragen und Ab. i

müssen: Nach unserer Auffassung sind Grundsätze der Inter⸗ zuweisen.(Beifall.) Wenn Graf Westarp behauptet hat, der Arbeit von den zur Sicherung von Leben und Gesundheil

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nationale im gegenwärtigen Augenblick für solche Fragen absolut im gegenwärtigen Augenblick sei für internationale Grundsätze der Arbeiter getroffenen Vorschriften willig geduldet, übe

0 gleichgültig, abfolut unverständlich.(Zustimmun rechts, Wlber⸗ kein Raum, so erklären wir, daß es sich hier bei unseren Dar- daß die Forint der Arbeit in dem Bekrieb im unerlä lichen 5 spruch b. d. Soz.) Die Ausführungen der ozialdemokraten legungen gleichfalls um das höchste nationale deutsche Interesse Interesse des Vaterlandes liege. Aus dieser. 5 zwingen uns aber, die gegensätzliche Auffassung, von der wir aus handelt. Glauben Sie etwa, daß alle internationalen Fäden ist es überall gelungen, Differenzen über die Löhne aus Welt 75 gehen, heute hier 5 Ausdruck zu bringen. Ein Konsen. zwischen Kunst⸗, Wissenschaft. und Kulturfragen immer. zerrissen zu schaffen. In der Mehrzahl der Fälle gelang es auch, eine 5 lieren durch Schweigen können wir in diesem Falle unmöglich zu⸗ bleiben sollen? Daran kann kein vernünftiger Mensch denken. Lohn estsekung zu erreichen, die der keurer gewordenen Lebens⸗ . lassen. Wir find der Meinung, daß es geradezu Graf Westarp hat den Reichskanzler für seine haltung der Arbeiter Rechnung trägt. Der Vorredner meint 5 eine Lebensfrage ist, eine solche Schaden Ueberzeugung reklamiert. Ich für meine Person allerdings, das sei im Bergbau nicht überall oder nicht genügend

* deulscher Länder, wie wir sie in Ostpreußen und glaube, daß er dem Reichskanzler Unrecht getan hat. Ich glaube, der Fall. Es ist schwer, in solchen Fragen du einem Einver⸗ 5 im Elsaß erlebt haben unter keinen Umständen daß der Reichskanzler bei dem stehen wird, was in der Thronrede ständnis zu kommen. Hees 2 wieder zuzulassen.(Lebh. Zustimmung.) gesagt ist, nämlich: Wir führen keinen Eroberungskrieg. Mit Im allgemeinen sind die Bergarbeiterlöhne; ins⸗ * Wir sind der Meinung, daß wir uns vollständig zu stellen Recht hat Herr Schiffer eine ganze Anzahl von Aeußerungen des besondere der Häuer, ausreichend. Den zuständigen Behör⸗ . haben auf den Standpunkt der Erklärung, die der Reichskanzler Grafen Westarp direkt abgeschüttelt, in einer Weise, für die wir den wird eßz gelingen, im Bergbau das zu erreichen, was auf an⸗ 3 gestern ausgesprochen hat.(Zustimmung.) Wir sind der ihm unsere volle Anerkennung aussprechen.(öeiterkeit.) deren Gebieten errungen worden ist. Auf die Form kommt es zeugung, daß es darauf ankommt, alle Garantien und Was Ebert aussprach, war in der Tat das Bekenntnis zu dabei nicht an. Die muß uns jetzt gleichgültig sein. Es muß uns Sicherheiten zu schaffen,(Leb. Zustimmung.) Wir dem, was wir am 4. August und dann später bekannt haben, zu darauf ankommen, welcher Partei und welchem Stand wir auch

. sind der Auffassung, daß dieses Ziel nur ereicht werden kann, dem, was wir in diesen zehn schweren Monaten gemeinschaftlich angehören, daß die Verhältnisse so gestaltet werden, wie die Lage 99 wenn ausschließlich die eigenen wirtschaftlichen, politischen und mit Ihnen hier geschaffen haben. Ist aber das Ziel der Siche⸗ des Vaterlandes es erfordert. Die Arbeit im Bergbau ist

5 die militärischen Interessen des Reiches maßgebend sind, und daß rung erreicht und der Gegner zum Frieden geneigt, dann soll man eine vaterländische Arbeit und muß ebenso bewertet . wir auch von denjenigen Gebietserwerbungen das nicht ablehnen. Der beste Wall ist, abgesehen von dem Ent. werden, wie die Tätigkeit draußen m Schützengraben. Ich 1 nicht zurückschrecken dürfen, die hierzu nötig sind. chlusse des gun Volkes, das Vaterland zu verteidigen, der bin fest überzeugt, daß Arbeitgeber und Arbeitnehmer bereit sein

(Lebh. Zustimmung rechts.) Der sozialdemotratische Redner hat Mile, in Zulunft dauernd mit unseren Nachbarn in Arkeden zu werden diesen Lerhältnssen Rechnung an drag Wenn meine weiter es für notwendig erachtet, auch innerpolitische Forderun⸗ leben. Das geht aber nicht, wenn man ihnen ihre Selbstbestim⸗ Ausführungen im Anschluß an das, was der Vorredner gesagt

35 gen be! diesen Petitionen zum Auswärtigen Amt zur Sprache zu i hat, a bat, wie ich hoffe, dazu beitragen könnten, daß dies Ziel e 11 5 bringen. Auch diese Aeußerungen können als zeitgemäß nicht er⸗ ine unerfreuliche Nebenerscheinung der Jetztzeit ü die wird, dann wird anch die Rede des Abg. Sache die von ihm er- . achtet werten.(Zust rechts, Widerspruch b. d. Soz.) gensut. Diese Frage ist von der denkbar größten Vedautung wartete Wirkung baben.(Lebh. Beifall.) 1 5 Die immer wiederholte Forderung, es möge nun endlich auch für die Einheit des Volkes, die nicht törichte Verord⸗ Die Besprechung wird geschlossen. 1 f J 2 Gleichberechtigung allen Volkskreisen gegeben werden, gibt der im nungen gestört werden soll. Gewiß ist es notwen ig, daß die Presse* 4 1 guten oder schlechten Glauben im Auslande verbreiteten Auf- sich gewisse Beschränkungen auferlegt. Die Bestimmungen, des Abg. Graf Westarp(Kons.) 5 5 5. fassung Nahrung, als wäre unser Volk in Unzufriedenheit, als e reichen aber hier aus. en sind aber die Macht- berichtet über die Beratungen der Kommission über die Auf

. wäre ihm die Gleichberechtigung versagt. Wir haben die heutige befugnisse der kommandierenden Generale geradezu unbeschränkt. stellung einge Kriegswirtschaftsplanes für das 8 Auseinandersetzung nicht gewollt. ir sind dazu gezwungen Das geht in vielen Fällen über die Hutschnur, Vielfach nimmt Erntejahr 1915/16. Bei den bisherigen 777 men haben

* worden und schieben die volle Verantwortung den Sozialdemo⸗ das ganze Zensurverfahren geradezu komische Formen an, die zum sich mancherlei Unzuträglichkeiten ergeben. Die seute klagen

traten zu(Widerspruch b. d. Sog), die diese 1 8 lee Aus Zorn reizen müssen. Die Zensur ist oft wültürlich und partessch. darüber die Kartaffein zu langsam ußgenemmen würden.

. berbeigeführt haben. Im übrigen handelt es sich bei diesen Aus⸗] Das ist das härteste, was ich gel muß. Man hat sogar die Ve. Die e tung der Schweine hat ein 790 Ergebnis 7 25 einandersetzungen um Fragen der Zukunfk. Das Eine richte des Generalftabs, die Mitteilungen des Hauptquartiers Verschiedentlich werden Klagen über Wildschaden laut * steht fest, und wird auch durch diese Auseinandersetzungen nicht korrigiert. Ein Reklameblakat desVorwärts wurde verboten, weil Bei der Bewirtschaftung des neuen Erntejahres müssen 9

5 berührt und nicht in Frage gestellt, und das ist, daß auch die es einen Bären zeigte, der eine phrygische Mütze mit der deut chen bisher Landwirte zugezogen werden, und der Staatssekret. 75 a

4 tlalienische Kriegserklärung nichts weiter ist als ein neuer Ham- Kolarde trug. sonders eigenartige Zustände herrschen im Be dies auch zugesagt. Die Vorschläge des deutschen Landwirtschafts⸗

5 merschlag, mit dem die volle Einmütigkeit unseres ganzen Volkes, 31 ri des VII. Armeekorps. Ich mache dem General rats haben im allgemeinen die Zustimmung der Kommission 45. . mit dem unser fester Entschluß zu jedem Opfer, mit dem unser von Gayl selbst für die Verordnungen nicht verantwortlich, wohl funden. Einzelheiten, wie die Höhe des Zusatzes von Kartoffeln 5 sester Wille zum Siege stahlhart gehämmert wird.(Lebh. Beifall) aber seine Ratgeber. f zum Brot und der Ausmahlung des Getteides, köngen erst nach .. ImTag erschien ein Artikel gegen die Maul dem Ausfall der neuen Ernle geregelt werden. Die Kontingentie⸗

Abg. Schiffer(natl.): helden und die Stubenstrategen, ein gleicher Arkikel[ rung des Brotverbrauchs soll beibehalten werden, nur wurde eine 5 Der Abgeordnete Graf Westarp hat mit der Betonung der wurde von Brentano veröffentlicht. Wegen dieser Artikel wurde verschiedene Bemessun der Mengen je nach Bedarf ewüns. 1 . vollen Einmlltigkeit unseres ganzen Volkes geschlossen. Ich habe die sozialdemolratische Presse, die sie nachdruckte, in schwerer Weise Der Getreidebedarf so zunächst innerhalb der Kommuna verbände 1 aus der Rede des Abgeordneten Ebert in der Hauptsache auch gemaßregelt. Beim General von Gayl soll eine schwarze Liste und der Provinzen erfolgen, und den allgemeinen Ausgleich soll nichts anderes herausgehört als ein Bekenntnis zu ml sein, auf der neben nationalliberalen Herren auch mein Name dann eine Reichsausgleichsstelle bewirken.