Bronschafter in beiden Hauptstädten, dem Ersuchen Folge zu leisten. 14* 5
*
5 Pressestimmen.
. Berlin, 21. Mai.„Italien will den Krieg“ schreibt die 5„Nationalzeitung“. Die Beschlüsse der beiden Kammern brücken mur das amtliche Siegel unter die Abmachungen, die von
der Regierung schon seit längerer Zeit getroffen worden sind. Es
bat gar keinen Zweck mehr zu leugnen oder zu beschönigen, daß
der Abfall Italiens vom Dreibunde schon vor Wochen erfolgt it und daß es sich für die Regisseure, Salandra und Sonnino, 9
25
0 N
daß die Eintracht, die Festigkeit, die Tapferkeit von Armee und Murine die Einigkeit des Vaterlandes vollenden würden. Es lebe unser Italien!(Sehr lebhafter Beifall.) 1
Der Präfident widmete dem König einige Worte und schloß nit einem Hoch, das von der Kammer mit wiederholtem, begei⸗ stertem Beifull aufgenommen wurde.
Auf Antrag des Ministerpräsidenten Salandra vertagte die Kammer sich auf unbestimmte Zeit. Nach Schluß der Sitzung wurde d Annunzio eine große Kundgebung bereitet. Alle Deputierten, die Jpurnalisten und das Publikum sangen das Ma⸗ meli⸗Lied in unbeschreiblicher Begeisterung.
Die Senatssitzung.
Rom, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Auch die Straßen in der Nähe des Senatsgebäudes wurden durch Truppen letten gesperrt. Nur die Senatoren und Deputierten und die mit Tribünenkarten versehenen Personen wurden durch⸗ elassen. Auch im Senat waren der Sitzungssaal und die ribünen dicht besetzt. Ueber 230 Senatoren waren an- wesend. Um 4 Uhr tritt Präsident Mandfandi in den Saal und hinter ihm Salandra mit den übrigen Mitgliedern der Regierung. Salandra wurde stürmisch begrüßt. Man rief:„Es lebe Italien! Hoch der König, Hoch die Armee!“ Sämtliche Senatoren erhoben sich. Salandra ergreift das Wort und wiederholt die Erklärung, die er schon in der Kammer abgegeben hat, die häufig von lebhaftem Beifall unterbrochen und zum Schluß mit einer stürmischen Kund⸗ Gbblang, beantwortet wurde. Sodann wurde auf Vorschlag Salandras die Sitzung bis auf morgen nachmittag 2 Uhr vertagt.
Die Schweiz Vertreterin der deutschen Juteressen
iu Italien.
Berlin, 21. Mai. Nach der„Kölnischen Zeitung“ würde ein Schweizer Blatt von ganz zuverlässiger privater Seite aus Mailand berichten, daß in Genua 190 Infan⸗ terie⸗Regimenter in Kriegsstärke vereinigt seien. Deut sch⸗ land habe die weitere Wahrnehmung der deut⸗ schen Interessen in Rom während des Krieges der Schweiz übertragen. Den Schutz der Interessen Oester⸗
reich⸗Ungarns werden die Vereinigten Staaten übernehmen.
Amerika vertritt die österreichisch⸗nugarischen Interessen in Rom.
Washington, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Ita⸗ lien und Oesterreich-Ungarn haben die Vereinigten Staa⸗ ten ersucht, ihre diplomatischen Angelegenheiten in Wien und Rom zu übernehmen, falls die Beziehungen abge⸗
brochen werden. Die Regierung in Washington beauftragte ihre
noch darum Wehandelt hat, den rechten Augenblick für den
Theaterstreich zu finden, dessen Schauplatz nunmehr das Parla- 5 ment geworden ist.
Die gestrigen Parlamentsbeschlüsse waren
der schein für den Dreibund. Besser heute eine klare Ent⸗ schei und Ankündigung des Krieges, als versteckte
HFeuchelei und
. .
—22 Worte, 1 bei uns doch niemand mehr für
:——„Freisinnigen Zeitung“ heißt es: Der Krieg, den ien munmehr mit den bisherigen Verbündeten zu führen unternimmt, ist der„den die Weltgeschichte je gesehen
perlings auf dem Dache willen, eine Taube aus der Hand frei
. Das italienische Volk gleicht einem Manne, der, um des
ibt. Dieser Krieg konnte nur zustande kommen durch verächt⸗ ichsten Verrat an den bisherigen Bundesgenossen. 5 Das„Berliner Tageblatt“ faßt seine, Betrachtungen dahin zusammen: Wir glauben nicht, daß ein Volk, das unter solchen Verhältnissen unter so bösartigem und skrupellosem An⸗
sporn ins Kanonenfeuer hineintaumelt, lange im Traume be⸗
fangen bleiben kann, mit dem man es umspinnt hat. Die ver⸗ einten Heere Deutschlands und Oesterreichs-Ungarns werden dafür sorgen, daß das Erwachen beschleunigt wird. a
„Berliner Lo kalanzeiger“ schreibt: Niemand in Italien hat es verhindern können, daß eine gewissenlose Mino⸗ rität das Recht gewalttätig mit Füßen getreten hat.
Ein Zwischenfall in Konstantinopel.
Konstantinopel, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter veröffentlichen folgende amtliche Mitteilung. des Presse⸗ bureaus: Ein Unterleutnant, der heute mit einer Truppen⸗ abteilung durch Pera kam, stieß beim Gehen an eine Person. Es wurde festgestellt, daß diese Person der italie⸗ nische Botschafter war. Dieser einer bedauerlichen Unacht⸗ samkeit entsprungene Zwischenfall wurde zur Befriedi⸗ gung des italienischen Botschafters gereg elt.
— 8**
Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 20. Mai.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wird
verlautbart: 20. Mai, mittags:
Oestlich Jaroslau und bei Sieniawa wurden starke russische Angriffe unter schweren Verlusten des Feindes zurückgeschlagen. Die verbündeten Trup⸗ pen haben nach Osten und Südosten Raum ge⸗ wonnen.
In den Kämpfen am oberen Dujestr weitere 560 J Gefangene. Die Russen wurden in einem Abschnitt nördlich Sambor aus ihrer Hauptverteidigungsstellung geworfen, eine Ortschaft zehn Kilometer südwestlich Mos⸗ eis ka erstürmt. An der Pruthlinie ist die Situation
unverändert. Nördlich Kolo mea brachte ein kurzer Gegen⸗
stoß 1400 Gefangene ein.. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der russische Bericht.
Petersburg, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der neralstab des Generalissimus teilt mit: In Gegend
Szawle sanden am 17, und 18. Mai Teilkämpfe an der
1
mützel statt.
Front Kurschany-Rossienie-Eiragola statt. In Gegend Eira— gola nahmen wir mehrere Stützpunkte des Feindes, erbeu— teten Maschinengewehre und Hunderte von Gefangenen. Ein deutscher Gegenangriff südöstlich Rossienie wurde unter roßen Verkusten für den Feind zurückgeschlagen. Am inken Ufer des Niemen fanden nur kleine Schar⸗
An der Front Narew und nördlich der cht Ruhe. Die Schlacht an der oberen d auf der ganzen galizischen Front ging weiter und erreichte am 17. Mai in vielen Gegenden eine ungeheure Heftigkeit. In Gegend Opatow wurden starke Abteilungen des Feindes in Unordnung gebracht und zogen sich am 17. Mai schnell hinter Iwaniska zurück, von un; energisch verfolgt. An der Front Tarnobcz, Eghi Pazwaduw und am unteren San wurden Kämpfe er⸗
Pilica herrs Weischsel un
folgreich fortgesetzt. Im Abschnitt Jaroslau-Lezakhow gelang ses dem Feind, sich am rechten Sanufer festzusetzen. Südlich Jaroslau hielten wir beide Fluß⸗ ufer. Das Bombardement von Przemyßfsl wird fort- gesetzt. Im Abschnitt zwischen Przemysl und den großen Dujestrsümpfen warfen wir neue erbitterte Angriffe des Feindes erfolgreich zurück. Der Feind hatte dort um jeden Preis Erfolge erzielen wollen. Nach hartnäckigem Kampfe warfen wir die Deutschen aus den Schützengräben hinaus, die sie am Tage vorher zweien unserer Bataillone bei Gussa⸗ low weggenommen hatten. In Gegend Drohobyez⸗ Stryj⸗Dolina wirft der Feind trotz ungeheurer Ver⸗ luste immer neue Massen zum Sturm gegen unsere Stellun— gen. An mehreren Orten unternahmen wir gelungene Ge⸗ genangriffe und machten Hunderte von Gefangenen. An der oberen Bistritza und bei Dolatyn und Kolomea verhielt sich der von den Mißerfolgen der Vortage erschöpfte Gegner am 17. Mai passiv. Dort machten wir neuerliche Fort⸗ schritte. Die dort erbeuteten Gefangenen und Kriegsmaterial wachsen ständig..
**
* Ein neuer Völterrechtsbruch der Engländer.
Berlin, 21. Mai. Ueber einen neuen Völker⸗ rechtsbruch der Engländer berichtet der Kriegs- berichterstatter Scheuermann aus Russelaer vom 20. Mai in der„Deutschen Tageszeitung“. Auf der Fahrt nach den Schlachtfeldern von Mern erfahre ich, daß auf der stark unter Feuer gehaltenen Straße 150 bis 200 Meter südlich St. Julien ein englischer Sanitätsautomobilzug, bestehend aus dem Kraftwagen und einem Anhänger, ge— funden wurde. Die Wagenführer waren durch Streufeuer getötet worden. In dem Anhängewagen, der ebenfalls das
Rote Kreuz trug, war ein Maschinengewehr er- mittelt, dessen Bedienungsmann, ein Schwarzer, eben⸗
falls getötet worden ist. Zahlreiche Aerzte und Soldaten haben mir erklärt, daß die Engländer oft auf sie feuerten, trotzdem sie das rote Kreuz deutlich erkennbar trugen.
Der amtliche französische Bericht. Paris, 19. Mai.(Ctr. Frkft.) Die amtlichen Mitteilungen vom Mittwoch lauten:
3 Uhr nachmittags: Das schlechte Wetter dauerte an. Kein Ereignis auf der Front während der Nacht, ausgenommen einige Kanonaden auf verschiedenen Punkten. Oestlich der Yser — 5— zwei Angriffsversuche des Feindes durch unser Feuer auf⸗ gehalten.
11 Uhr abends: Das Wetter ist immer sehr schlecht. Es herrscht ein äußerst dichter Nebel. Es gab keine Aktion den Tag über auf irgend einem Punkte der Front. In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch versuchten die Deutschen einen Angriff im Priester⸗ walde, den wir durch unser Feuer unverzüglich zum Stehen brachten.
Die englischen Verluste.
London, 20. Mai.(WT. Nichtamtlich.) Die neueste Verlustliste weist 107 gefallene Offiziere auf.
Die amtlichen Veröffentlichungen des Generals French heben dauernd die dem Feinde beigebrachten„un⸗ eheuren“ Verluste hervor. Es hat den Anschein, als ob der englische Oberbefehlshaber dadurch die Aufmerksamkeit von den letzten Mißersolgen im Mpern-Bogen ablenken und vor allem über die eigenen großen Verluste hinwegtäuschen will. Obgleich die englische Frontlinie sich in den letzten vier Mo⸗ naten durch Herausnehmen französischer Kräfte nur um etwa 16 Km. verlängert hat, haben sich die Offiziersverluste in unverhältnismäßiger Weisesgesteigert. Sie betrugen nach den amtlichen englischen Veröffentlichungen im Januar 254, im Februar 37, im März 1184, im April 1300. Die hohen Verluste im März wurden durch die Kämpfe bei Neuve Chapelle, deren Erfolg ein kaum nennenswerter Geländegewinn war, die im April durch die Kämpfe im Mpern-Bogen bewirkt. Für den Monat Mai scheint die Ver⸗ lustzahl gewaltig emporzuschnellen. Eine Zusammenstellung der Offiziersverluste vom 1. bis 11. Mai übersteigt schon die Gesamtzahl vom April; sie beträgt 1478, von denen 289 tot, der Rest verwundet oder dr sind. Die Ursachen für diese hohen Ziffern sind die verlustreichen Kämpfe auf der Insel Gallipoli und die englischen Angriffe südwestlich Lille. In diesen Kämpfen sollen nach Aussage von Ge⸗ sangenen die Verluste weit höher sein als bei Neuve Cha⸗ pelle. Die Gesamtzahl der englischen Offiziersverluste bis zum 1. Mai beträgt 8957, die Verluste der Marine zur See sind in dieser hohen Zahl nicht einbegriffen.
London, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Mor- ning Post“ schreibt: Wir dürfen keine Zahlen nennen, aber die Verluste im Kriege müssen jetzt erheblich höher sein, als die Ergänzung durch die Rekrutie⸗ rung. Niemand erklärte je, wie Kitcheners neue Armeen zustande kommen sollen; wenn keine Ergänzungen kommen, schrumpfen die Regimenter zu Skeletten zu⸗ sammen.
Lord Kitchener über die Lage.
London, 20. Mai.(WT Nichtamtlich) Im Ober⸗ hause gab Lord Fitchener eine Uebersicht über die Kriegs⸗ lage: Die französische Offenswe südlich La Bassee weist bereits einen völligen Erfolg auf und schreitet mit allen Anzeichen weiterer völlig befriedigender Resultate fort. Dien britische Offenswe gegen die Kuppe von Aubers, die. vor sich geht, wird hoffentlich bedeutende 1 7 e erzielen. Die Russen halten nach verzweifeltem iderst ande gegen den österreichisch-ungarischen und deutschen Vormarsch jetzt eine starke Linie von den Ostkarpathen bis zur Weichfel mit Przemysl als Hauptbollwerk. Die Fortschritte der Truppen auf der Halbinsel Gallipoli sind wegen der großen Geländeschwie⸗ rigkeiten natürlich langsame, aber die Türken werden allmählich aus ihren sehr starken Stellungen herausgeworfen ob⸗ wohl der Feind beständig Verstärkungen heranzieht, sind die Nach⸗ richten durchaus befriedigend. Die Besetzung von Wind⸗ huk hat den letzten Abschnitt des südafrikanischen Feldzuges er⸗ öffnet. Mesopotamien wir Streitkräften gesäubert. Die Herstellung von Mun ition hat zweifellos eine beträchtliche Verzögerung infolge der 4 sast unbegrenzten Anforderungen erfahren, die an die Hilfsquellen und die Industriellen gestellt worden sind, Seitdem sind sehr erhebliche Fortschritte in der Herstellung gemacht worden. Die Herstellung hochexplosiver Granaten für Feldgeschütze ist bei Anfang des Krieges vorbereitet worden, und o die Neu⸗ artigkeit der Kriegsmunition natürlich Verzögerungen und Schwie⸗ rigkeiten für die Industriellen mit sich gebracht hat, werden wir in sehr naher Zukunft in einer befriedigenden Lage betreffs Lie⸗ serung dieser Geschosse an unsere Armee in. unseren jüngsten Offensiven und Operationen erlitten unsere und die französischen Trunpen schwere Verluste, aber die Aufgabe der Armeen erheischte große Opfer und der Geist und die Moral der Truppen waren
nie höher. 5 N g f Leitartikel schließt die„Times“ aus der
In einem g Rede Kitcheners im„daß augenblicklich eine 1 5 r ren
befriedigende Lage betreffs der hochexplosiwen Feldgeschütze bestehe. Die Regierung habe in den
Stadien des Krieges die Warnungen wegen Mangels an Munition nicht beachtet und Kitchener habe einen Anteil an
d allmählich von allen feindlichen[z
1 05 3 Auberts vor zehn Tagen seien Sold weise gefallen, weil es den Feldgeschü an Munition gefehlt hatte. Angebote N M 4 tion zu fabrizieren, seien von dem Kriegsamt ruhl ab⸗ gelehnt worden. Das Kriegsamt habe geglaubt, die heu⸗ tigen Formen der Kriegführung besser zu verstehen, als di Männer an der Front. Die englischen Geschütze wären auf Schrapnells angewiesen geblieben, anstatt hochexplosive Ge⸗ schosse zu bekommen. Die Enthüllungen über die herrschende Verwirrung bei der Herstellung von Munition wären in großem Maße die Ursache der politischen Exregung der letz⸗ ten Tage gewesen. Die Episode in der Admiralität habe nur den Ausbruch der Krise herbeigeführt. Das Blatt schließt, das Kriegsamt müsse von der Kontrolle'der Kriegs vorräte entlastet werden; diese Aufgabe erfordere besondere Behörden. f 5
Demgegenüber lautet die Kritik eines englischen Augen⸗ zeugen bei den Ereignissen an den Dardanellen ganz anders.
London, 20. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Ashmead Bart⸗ lett berichtet in Londoner Blättern über die Gefechte auf Gallipoli vom 6, bis 8. Mai: Nichts ist bemerkenswerter, als die Art, wie es die Türken verstanden haben, ihre Stel⸗ lungen zu verbergen. Die türlische Infanterie wurde durch unser! furchtbares Geschützfeuer nicht erschüttert. Unsere Geschütze a ten nur geringen Schaden an ihren gut angelegten Schützen⸗ gräben anrichten. Da die Türken am 6. Mai ihr Feuer ein⸗ stellten, glaubten wir, daß sie zurückgingen oder keine Munition mehr hätten. Aber als am 7. Mai die Brigaden 87 und 88 gegen Krithia worgingen, eröffneten die Türken ein furchtbares ier aus verborgenen Gräben, deren Lage nicht ermittelt werden konnte und deren Dasein nicht vermutet worden war. Eines unserer Regimenter mußte sich unter dem schrecklichen Hagel der Gewehr⸗ und Maschinengewehrkugeln zurückziehen. rechten Flügel überschütteten die Türlen die Franzosen mit einem igen Feuer. Die Linie wankte, brach und kam flüchkend 18 8 herunter. Ein Teil der Flüchtlinge brach direkt durch die Linie der Naval Division. Das türlich e Feuer war un⸗ 8 und es war nicht möglich, ihre Batterien zu er⸗ mitteln. 1 1 Alle Berichte von der Front erwiesen die außerordentliche Schwierigkeit, die feindliche Stellung festzustellen und an⸗ 1 zugreifen. Die Schützengräben und Maschinengewehre, die im W 10 1 e— e 1 urch schwerstes Geschütz nicht beschädigt n.. mußte einzeln durch unsere Infanterie angegriffen werden. Es war deutlich, daß die Moral des Feindes durch unser Geschütz⸗ feuer, so heftig es auch war, nicht erschüttert werden konnte. Die Türken fochten mit äußerster Tapferkeit und Entschlossenheit, ihre Artillerie arbeitete meister haft. Sie schoß nur, wenn es unbedingt nötig war, um das weitere Vor⸗ rücken der Franzosen auf unserem rechten Flügel oder uns eigenes Vorgehen zu hindern. Entweder hatten sie n i Munition oder sie fürchteten, ihre Stellung unseren geschützen zu verraten. Am 8. Mai wollten unsere Truppen, ol wohl sie durch die Anstrengungen ermattet waren, die Entschei⸗ dung herbeiführen. Der Kampf begann mit einem unerhörten Feuer aus den geschütben, dann griff die Infanterie an, aber der Sobald unsere Soldaten ihre Deckung ver⸗ ewehr⸗ b 3
* E
1
9
4 55
schinengewehrfeuer Schluchten. Die Artillerie niederzuhalten. Die Truppen schrecklichen Kugelregen weg Es wurde e t⸗ liches Vorrücken gegen Krithia erreicht, aber schließlich war man an einem Punkt angelangt, wo- es unmöglich war, vorwärts zur
lommen. Die Hoffnung mußte aufgegeben werden, Krithia un⸗ mittelbar zu erstürmen. Die Franzosen hatten die gleiche Er. fahrung gemacht. Schließlich setze die dem Kampf ein Ende. Wir hatten überall ein wenig Boden gewonnen, aber das Ziel des Kampfes war nicht erreicht. g 0
Der Wechsel im englischen Kabinett.
(Ctr. Frkft.) Reuter meldet „d Er⸗
5
folgendes: 1. Daß des Ministers leiden werden. 9098 N 2. Daß keinerlei Veränderungen in der* Landespolitik in Bezug auf Fortsetzung des Krie aller möglichen Energie und mit allen Hilfsmitteln
g des Kabinetts ausschließlich fa sen sei und nicht irgend eine
0
der 5 min ein⸗
1
,
it, machten es doch ntit Hilfe der Iren und der Arbeiter⸗ 92 öglich, den Kampf durchzuführen; die Winterwall N n s ließen das Kabinett ebenfall nahm das Oberhaus im folgenden Herbst es auf sein absolutes Vetorecht verzichtete über die Geschicke En Kabinetts hat—— mehrfe 0
zu tun. Noch einung. Die Regierung ein bekannt, wie je
der Front sein. Bei] annahen des D
ist; namentli tten i— 4 5 Kabinetts ifa 5 1 London, 20. Mai.
hause Asquith: eines no
der Verantwortung. Bei dem Kampfe um die Kuppe von
1


