Eine neue Prote
London, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ neldet aus Washington unter dem 18. ds. Die Re⸗ gierung erwägt, der„New York Evening Post“ zufol eine neue Protest note an England über die handlung des amerikanischen Handels. Die Note soll ebenso
klich sein, wie die Konterbande-Note vom Dezember. In amtl. Kreifen wachse die Erregung, da England trotz aller Ve ngen seine alte Politik der Verschleppung sortsetze, so daß 40 amerikanische Schiffe, darunter etwa 28 mit Baumwolle beladene, in englischen Häfen festgehalten seien.
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.
ü 5 der Seekrieg.
2 Berlin, 20. Mai.(WTB. A Die„B. Z. am ig“ meldet aus Lugano: Aus Syrakus wird ge⸗
meldet, daß ein österrei e Unter⸗
seeboot im Kanal von Malta, 30 Meilen von der Insel, gesichtet wurde. Berlin, 20. Mai.(WB. Nichtamtlich.) Die„B. 3. am 971 meldet aus Kristiania: Der finnische und Rigaer Meer busen ist für die Schiffahrt mit Aus⸗ nahme des Verkehrs innerhalb dieser Meerbusen selbst ge⸗ schlossen. Einige Häfen am Bottnischen Meere sind für die neutrale Schi t offen.
London, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermel⸗ dung. Die Admiralität gibt bekannt: Der Dampfer „Dumfries“ wurde am 19. Mai morgens torpediert.
atzung wurde gerettet. Das Schiff treibt noch 25 Mei⸗ füdwestlich von Hartland Point.
Reuter meldet aus Cardiff: Der„Dumfries“ wurde
* mittag auf der Höhe von Trovese Head torpediert.
Das erste Torpedo versenkte das Schiff nicht. Das Schiff
von einem norwegischen Dampfer ins
genommen. Beide Schiffe wurden von einem
Unterseeboot verfolgt. Der Norweger durchschnitt deshalb
das und te weg. Hierauf wurde ein zweites
Torpedo auf den„Dumfries“ abgefeuert, der den Dampfer
Sinken brachte. Das norwegische Schiff nahm die
g an Bord, die dann von dem niederländi⸗
schen Dampfer„Magdalena“ nach Cardiff gebracht
London, 20. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Dem Reuter⸗ schen Bureau zufolge wurde der Fischdampfer„Chry⸗ 7485 aus Hull von einem deutschen Unterseeboot vierzig
5 805 Kinnairdshead versenkt. Die Besatzung wurde
gerettet. ö
London, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agen⸗ tur meldet aus Fraserbourgh: Ein dänischer Segler hat die
Besatzung des Trawlers„Lucerne“ gelandet. Dieser ist
von einem deutschen Unterseebobt in die Luft ge⸗ sprengt worden, als er sich am 20. Mai früh 40 Meilen von Pattrayhead befand.
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Aus Portugal.
Berlin, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Berl. Lokalanz.“ erfährt aus N Einer Meldung aus Madrid 5 erlag der portugiesische Ministerpräsident Chagas seinen 3 Zwei spanische Kriegsschiffe sind in Lissabon ein⸗
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Wiffabon, 20. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Havasmeldung. Angesichts der endgültigen Bildung des Ministeriums löste sich 1 N. Komitee auf. Es herrscht vollkommene yon 20. Mal(WTB Nichtamtlich.)„Nouvelliste“ meldet aus Madrid Die politische Lage in Portugal ist nun⸗ mehr die folgende: Die Demokraten triumphieren. Aber be— deutende Republikaner wie Machado, welcher ein Vorkämpfer für den Sturz der Monarchie war, der Unionistenführer Ca- macho, der Revolutionistenführer Almeida, verurteilen die jüngsten Ereignisse und erklären, sich vom politischen Leben zurückziehen zu wollen. Die Monarchisten sind entschlos⸗ 185— den Sturz des neuen Kabinetts mit allen Mitteln zu be⸗ treiben. Die gefangenen Minister werden nach Maßgabe des Gesetzes über ministerielle Verantwortlichkeit abgeurteilt wer⸗ den. Die Ruhe in Lissabon und Oporto ist nur oberfläch⸗
lich Neue Unruhen können jeden Augenblick ausbrechen.
Aus dem Reiche.
Berlin, 20. Mai.(WTB. Amtlich.) In der Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: Eine Vorlage betreffend Prägung von Drei⸗ und Zweimarkstücken als Denkmün⸗ zen zur Erinnerung an den verewigten Herzog Georg von Sachsen⸗Meiningen; eine Vorlage betreffend Erlaß des Wehr⸗ bdeitrags zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen; ein Ent⸗ wurf der Verordnung wegen Aenderung des Paragraphen 8 der Verordnung betreffend Tagegelder, Fuhrkosten und Umzugskosten der Beamten der Militär⸗ und Marineverwaltung vom 11. De⸗ zember 1906; Entwurf einer Bekanntmachung über Verfüttern von grünem Roggen und Weizen..
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len
Aus Stadt und Cand. Gießen, 21. Mai 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Reservist Heinr. Hansel, Res.⸗Ins-Agt. 223, aus Schlitz.— DOPberlt. d. Res. Amtsrichter Henner Lommel aus Weilburg.— Kriegsfreiw. Fritz Christ, Ersatz-⸗Rgt. 87, aus Heppenheim.— Hardist Albert Schmidt, Res.-Ins.⸗Regt. 205, aus Stock⸗
hausen a. d. L. 1
Ritter des Eisernen Kreuzes. Leutnant der Landw. Schimpf, Oberlehrer an der Oberrealschule in Alsfeld. Leutn. Usinger, Lehrer an der Beere in Alsfeld. Feldw. Steinacker aus Kirtorf. Oberstabsarzt
Dr. Braun von Diez(1. Kl.) Unteroff, im Inf.⸗Regt. 145 A. Kraus aus Ginseldorf. Pionier Wilhelm Medebach aus Wetzlar, beim e% 16. Unteroff. Wilhelm Schneider aus Langenhahn, Oberwesterwaldkreis. n Militärische Ausbildung der Jugend. Am Samstag abend fand ein Vorpostengefecht zwischen Wieseck und Trieb statt. Am Mittwoch abend' unterrichtete ldwebel-Leutnant Ranft über Vorposten- und Feldwach— enst. Im Anschluß daran sprach Prof. Dr. Brand, Oberleutnant d. L., Über die Kämpfe des Res.-Inf-Regts. 80 auf dem rechten Flügel der kronprinzlichen Armee von Ende September ab. In außerordentlich interessanter Weise schil⸗ derte der Redner die überaus schwierigen Pionierarbeiten des modernen Krieges, wie sie z. B. nötig wurden für die Erstürmung der Höhe 191 südlich von Cernay. Begeisterter Beifall wurde ihm zuteil.— Die nächste Instruktionsstunde indet in 14 Tagen(Mittwoch, 2. Juni) statt. An diesem * 5 wird bei genügender Meldung wieder eine Ersatz- eilung zusammengestellt.
* Die Entwicklu brad estern abend auf
nades Kriegs⸗Seewesens date der hiesigen Orts⸗
„gruppe des Flottenvereins
5. 9 9 85 1 n ö s in der Neuen Aula In⸗ Leider hatte man sich, wie auch Ober⸗
1
genieur Hans Lemke.
bibliothekar Dr. Heuser in seiner Eigenschaft als Ortsgrup⸗
penvorsitzender in einer kurzen Einführungsansprache be⸗ merkte, in dem Interesse des Publikums getäuscht, denn der Besuch war in anbetracht des überaus zeitgemäßen Vortrags⸗ gegenstandes äußerst spärlich. Unterstützt von einer gediege— nen Auswahl von Lichtbildern gab der Redner einen ge— schichtlichen Ueberblick des weiten Weges, den die Kriegs— schiffbaukunst vom Einbaum bis zum Ueberdreadnought in einer jahrtausendelangen Entwicklung zurückgelegt hat. Ex⸗ pansionsbedürfnis, Entdeckertrieb, Raublust und Handels— beziehungen haben die Völker schon in grauer Vorzeit auf die Wogen des Meeres hinausgetrieben. Im drachenkopf⸗ geschmückten schildbewehrten Boot fuhren die Wickinger ohne nautische Kenntnisse über den Ozean und den Flußläufen nach weit ins Land hinein; mit Ramm⸗ sporn, Enterbrücken und Gefechtstürmen vernichteten die flinken Galeeren der Römer die schwerfälligere punische Flotte und erkämpften sich die Herrschaft im Mittelmeer; an die Ruder geschmiedet, in drei, vier, fünf Stockwerken, übereinander, arbeiteten bis ins Mittelalter hinein Sklaven und Verbrecher an den Rudern, um dem Schiffe neben der
Kraft des Segelwindes die des Menschen zu leihen. In einer gebrechlichen, kaum 400 t großen Karavelle— unsere Dread— noughts haben bis zu 30 000 t— der„Santa Maxia“, fuhr Kolumbus über den unbekannten Ozean. Allmählich drängt das Gebot der Wehrhaftigkeit und der Beweglichkeit die Schiffe zu größeren Dimensionen, starken Bug- und Heckauf— bauten, nautischer Vervollkommnung. Mittelalterliche Schiffbaukunst feierte ihre Triumphe in den starken Koggen der Hansa, mit der diese lange Zeit die Meere eher Auf ihnen findet sich schon die neue Waffe, die damals dem Menschen in die Hand gegeben wurde, das Geschütz, freilich noch in unbeholfener, wenig brauchbarer Form. Mit seiner Entwicklung stieg auch der Gefechtswert der Kriegsschiffe. Sche die Geschützkraft auch noch nicht zum Versenken eines Schiffes und kam es stets noch zu Enterkämpfen Mann gegen Mann, so hatte man doch erkannt, daß die Entwicklung der Seekriegskunst zum Fernfeuergefecht trieb. Mit großen Schritten ging diese weiter, als die Dampfmaschine dem Schiffbau nutzbar gemacht wurde und der Panzerschutz auf⸗ kam. Von Galeere, Korvette, Fregatte und wie die Schiffs- typen alle heißen, gelangte man dann schnell zu unseren modernen Panzerschiffen, deren Entwicklung durch den Kampf um die Ueberlegenheit von Stahlpanzer oder Geschoß gekennzeichnet ist. Eine Reihe guter Bilder zeigte zum Schluß des Vortrags die wesentlichsten Typen unserer deut⸗ schen Flotte, Linienschiffe, Küstenpanzer, große und kleine Kreuzer, Torpedo⸗ und Unterseeboote, deren Verwendung und taktischen Wert der Redner kurz schilderte.
e Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegshilfe. Nach Mitteilung des Kreiskomitees sind in der Zeit vom 11. April bis 11. Mai 1915 aus folgenden Gemeinden bezw. von folgenden Gebern die beistehenden Be⸗ träge an den Kreiskasserechner abgeliefert und von diesem an den Landesverein vom Roten Kreuz in Darmstadt über⸗ wiesen worden: 1. aus Gemeinden: Hungen 175, In⸗ heiden 80, Steinheim 20, Utphe 70, Villingen 94.48 Mk., 2. von der Molkerei Hungen 200 Mk. Der Gesamt⸗ betrag der vorstehend aufgeführten Gaben beläuft sich auf 639.48 Mk. Unter Einrechnung des bisher bereits abgeliefer— ten Geldes ist hiernach bis jetzt aus den Landgemein⸗ den des 1 Gießen der Betrag von 43 515.95 Mark an den Landesverein in Darmstadt abgeführt worden. Weiter sind seit dem 11. April 1915 abgeliefert worden an den Landesverein vom Roten Kreuz in Darmstadt zur Be⸗ schaffung von Verwundeten⸗Autos. Lazarettzügen; aus den Gemeinden Ettingshausen 146.49, Großen⸗Buseck 315, Oppenrod 82.40, Staufenberg 54, insgesamt 597.89 Mk., an die Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Gießen: für die Hinterbliebenen von Fliegern, Luftschiffern und Untersee⸗ bootleuten aus der Gemeinde Großen-Linden 26.61 Mk., auf das Konto des Kreiskomitees aus den Gemeinden Beuern 23.75, Garbenteich 100, Villingen 22, insgesamt 145.75 Mk.
** Keine besonderen Pfingstliebesgaben. Das Stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps macht bekannt: Die von der Heeresverwaltung seinerzeit gegen die Osterliebesgabensendungen erlassene Erklärung er— streckt sich sinngemäß auch gegen derartige Sendungen aus Anlaß des Pfingstfestes. Danach ist es nicht angängig, besondere Pfingstliebesgabensendungen an die Front zu schicken. Weder die Militär-Paket⸗Depots noch die Güterabfertigungsstellen übernehmen die Vorführung an⸗ läßlich des Pfingstfestes etwa geplanter geschlossener Trans— porte mit Liebesgabenpaketen.
* Verbot des Ausdrucks„Sanitäter“. Der fast durchweg dienstlich und noch mehr privatim im schrift⸗ lichen und mündlichen Verkehr mit den Behörden angewen⸗ dete Ausdruck„Sanitäter“ für das Heeressanitäts⸗ personal oder Angehörige der freiwilligen Krankenpflege ist fortan verboten. Es sind unter allen Umständen nur folgende Dienstbezeichnungen zulässig: Bei dem Unterperso⸗ nal im militärischen Sanitätsdienst heißt es„Sani⸗ tätsmannschaften“(„Sanitätsfeldwebel“,„Sanitätsunter⸗ offtzier“ usw.) und bei den Angehörigen der freiwilli⸗ gen Krankenpflege„freiwillige Krankenpfleger“,„freiwil⸗ lige Krankenträger“ usw. Auch im persönlichen Verkehr hat die Anwendung des Ausdrucks„Sanitäter“ fortan nicht
m tattzufinden. 0 5 Kreis Friedberg.
J Bad-Nauheim, 21. Mai. Da die Zahl der Kur⸗ gäste sich ständig steigert, sind von den 9 staatlichen Badehäusern jetzt 6 geössnet. Der Charakter des Kurlebens ist anders als sonst. Er ist weniger international, doch ist eine stattliche Anzahl von Gästen aus Oesterreich-Ungarn, aus Holland, Skandinavien usw. vorhanden und es laufen auch beställdig Anfragen aus dem neu- tralen Auslande ein. Gern gesehene Gäste sind unsere Feldgrauen, die sich der Segnungen des Bades ersreuen.
h Nieder-Wöllstadt, 20. Mai. Ein hiesiger Land wirt in mittleren Jahren machte seinem Leben durch Erhängen
ein Ende. a Kreis Wetzlar.
At Wetzlar, 20. Mai. Aus dem hiesigen Gefangenen- lager sind in letzter Zeit nach Gießen, Limburg usw. Tausende von Franzosen verlegt worden, so daß dessen Bestand nur noch aus 1600 Gefangenen besteht. Wie man hört, soll das Wetzlarer Lager nur noch mit Russen belegt, werden.
Hessen⸗Nassau.
h Höch st a. M., 20. Mai. Bei der heute stattgesundenen Landtags⸗Ersatzwahl im Wablkreise Höchst Wiesbaden wurde für den verstorbenen Abgeordneten Wolff- Biebrich der nationalliberale Kandidat Justizrat Dr. Haeuser(Höchst) von sämtlichen anwesenden 211 Wahlmännern zum Abgeordneten ge⸗ wählt. Zentrum, Jortschrittler und Sozialdemokraten hatten ihren Anhängern Wahlenthaltung empfohlen. 5
X Danau, 19. Mai. Nachdem erst kürzlich ein jugendlicher Postaushelser wegen Entwendung von Feldpostpaketen sestgenommen worden ist, hat nunmehr auch den 20jährigen Hilfs- anspanner Meub von hier das gleiche Schicksal erreicht, der in noch stärkerem Maße als sein Vorgänger Jeldpostpatete gestohlen
hat.— Im Maine ertränkt hat sich der 24 Jahre alte Land sturm-Rekrut Louis Karb aus Hanau, der beim 2. Ersatz⸗ Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 168 in Darmstadt diente und set: einiger Zeit von diesem Truppenteile wegen unerlaubter Entfernung gesucht worden war. Karb war ein talentvoller Musiker und hatte schon an einem größeren auswärtigen Theater aushilfsweise als Kapellmeister gewirkt.
m. Neustadt, 19. Mai. Der Fürsorgezögling Ludwig) Peter hatte mit mehreren Kameraden einen Ausflug nach Treysa, gemacht. Zur Rückreise benutzte er anstatt des Personenzuges einen Schnellzug, der die hiesige Station 6,09 Uhr nachmittags durchfährt. Oberhalb der Station, in der Nähe der Teichmühle, sprang, 1 Peter aus dem in voller Fahrt befindlichen Schnellzuge und zog sich glücklicherweise nur eine Verletzung 5 am Knie zu, deren Heilung er im hiesigen Schwesternhause er- wartet. Eine bahnpolizeiliche Untersuchung gegen den kühnen Springer ist eingeleitet worden. g
Vermischtes. e. Aschaffenburg, 20. Mai. Der 74jährige Rentier Heinrich Risse, ein Mitkämpfer der Feldzüge von 1864, 1865 und 187% ist als Kriegs freiwilliger in das Heer eingetreten
und einem Landsturmbataillon in Schleswig eingereiht worden. Der 7 5 wackere Vaterlandsverteidiger dürste vielleicht der älteste Kriegs- 8 freiwillige der Armee sein. a Handel. 2
4 Gewerkschaft Gießener Braunsteinberg⸗
werke vorm. Fernié. Der Grubenvorstand hat jetzt den
Gewerken den Rechnungsabschluß und die Bilanz für das Jahr
1914 übersandt. Nach der Gewinn- und Verlustrechnung beträgt
der Betriebsüberschuß Mk. 360 731, wozu noch aus Nebeneinnahmen
der Betrag von 26617 kommt, so daß der Rohüberschuß im ganzen für das abgelaufene Jahr Mk. 387 348(gegen Mk. 625 188 im Vor- jahr) beträgt. Es gehen hiervon ab die Verzinsung der beiden 1 Anleihen Mk. 102 797, außerdem Nebenausgaben Mk. 68 686 und Vergütung für den Grubenvorstand Mk. 30 000. Nach Abzuig— dieser Beträge in Höhe von Mk. 201484 verbleibt ein Reingewinn von Mk. 185 863(gegen- Mk. 487 483 im Vorjahre). Hiervon wurden an Ausbeute verteilt Mk. 50 000(gegen Mk. 237 500 im Vorjahre), Von dem dann noch verbliebenen Ueberschuß in Höhe von Mark 135 863 werden zur Rückzahlung von 100 Obligationen der 1. un- leihe und 54 Obligationen der 2. Anleihe Mt. 133350 verwandt so daß Mk. 2513 auf neue Rechnung vorzutragen sind.
N
———. Kirchliche Nachrichten. 1 Jsraelitische Religionsgemeinde. 0 Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage), Samstag, den 22. Mai 1915: Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. 8 Nachmittags: 4.00 Uhr. 3 Sabbataus gang: 9.10 Uhr. 0
Israelitische Religionsgesellschaft. N Gottesdienst. 5 Sabbatsefe an 22. Mai 1915: Freitag abend 7.55 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. N Samstag nachmittag 4.00 Uhr. 125 Sabbatausgang 9.10 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 7.30 Uhr.
——.—(T— Amtlicher Wetterbericht. i 10
Die Wetterlage hat sich seit gestern nur wenig verändert, so
daß wir mit keiner wesentlichen Aenderung der bestehenden Witte⸗ rung zu rechnen haben 5 Wetteraussichten in Hessen am Somstag, den 22. Mai 1915: Wolkig, trocken, mild, nordöstliche Winde.
———— Letzte Nachrichten. 1
Ein englisches Angebot an den Papft? 135 Zürich, 20. Mai.(Voss. Zeitung.) Von einer Seite, die 5
als sicher unterrichtet gelten kann, wird mitgeteilt, daß die eng⸗ lische Regierung dem Pap si den Antrag gemacht hat, für die Dauer des Krieges nach England über zusiedeln, wo die Re⸗ gierung einige Millionen Lire zur Bestreitung der Kosten seines Aufenthalts zur Verfügung stellen würde. Es versteht sich von selbst, daß der Papst diesen Antrag abgelehnt hat. l Eine Erklärung des französischen Kriegsministers. Genf, 21. Mai. Der französische Kriegsminister gab 1 Armecausschuß der Kammer einen ganz bestimmten Bescheid 70 die in der vorgestrigen Sitzung gestellten Fragen über die Vora 1 sicht eines direkten Zusammenwirkens der Italiener mit den Franzosen und Engländern zu Lande und zur See, ferner ob Italien sich verpflichte, spätestens am 27. Mai mllitärisch einzugreifen und ob die italienischen Streit⸗ kräfte bestimmte Aufgaben zur Förderung der Interessen des Drer⸗ verbandes gegenüber der Türkei übernommen hätten. Die mini⸗ sterielle Presse erwartet, daß es Italiens erste Aufgabe sein werde, vereint mit Serbien neben Albanien gewisse Pläne durchzuführen. Der„Eclair“ meint, das Zusammenwirken der italienischen Truu⸗ 3 den französischen solle auf das notwendigste beschränkt wer 8 2 Eine Aeußerung des bulgarischen Kriegsminifters. Wien, 21. Mai. Der Korrespondent des„Pesti Hirlap!“ meldet aus Sofia Der bulgarische Kriegs minister habe sich ihm gegenüber folgendermaßen geäußert: Für die Oeffentlichkeit habe ich nur einen einzigen Satz: Die Armee ist be⸗ reit, die wartet nur auf den Befehl. Wir haben alle Vorberei- tungen getroffen. Das übrige ist Sache der Politik. Ich wan immer der Ansicht, daß der Soldat nicht viel sprechen, sondern“ .... E er beendete den Satz nicht und machte eine kräftige bezeichnende Handbewegung. 3 Aus Griechenland. 5 Wien, 20. Mai. Das„Deutsche Volksblatt“ meldet aus Sofia: In Athen herrscht starke Erregung über Italiens Vorgehen, das besonders gegen die griechi⸗ schen Interessen auf dem Balkan bezeichnet wird. Wichti Entscheidungen stehen für die nächsten Tage bevor. g Keine serbische Ministerkrise. 1 Bukarest, 21. Mai. Das Pressebureau veröffentlicht folgende Mitteilung des serbischen Ministeriums des Aeußern: Die 1 rüchte über eine Regierungskrise sind vollständig grundlos. Auch jene Nachrichten entsprechen nicht den Tatsachen, daß zwischen Serbien und Italien in der Adriafrage ein Uebereinkommen zustande gekommen sei. N Eine Seeschlacht im finnischen Meerbusen. 993 Stockholm, 21. Mai. Stockholms Tidningen meldet! aus Haparanda: Reisende, die heute aus Finnland ein⸗ getroffen sind, berichten, sie hätten im finnischen Meerbusen Kanonendonner gehört, der sehr heftig war; die Häu⸗ ser in Helsingssors seien erschüttert worden. Ein russischess Kriegsschiff sei in scheinbar beschädigtem Zustande im Hel⸗ singforser Hasen eingelaufen. 5
985
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Bruch Heilunglautet die Sonderausgabe, welche von dem Bruch⸗Heil⸗Institut Habenicht unter Leitung des Herrn San.-Ra 4 Dr. med. Mueller u. Dir. Habenicht der heutigen Num⸗ mer unseres Blattes beigelegt ist und für die wohl in weiten Kreisen Interesse voxausgesetzt werden darf. Das operationslose Heilver⸗ sahren der Habenicht⸗Bruch⸗Heil⸗Institute hat sich in ungezählten Fällen seit Jahren glänzend bewährt, wie zahlreiche Anerkennungs⸗ schreiben beweisen. Um jedem Bruchleidenden Gelegenheit zur Er⸗ kundigung bei Geheilten zu geben, wird auf Wunsch von dem
Haupt⸗Institut in Cöln a. Ny. das Buch über den Unterleibsbrucß zugesandt, dem weitere Anerkennungsschreiben Geheülter beilegen, 14399 50 5


