Ausgabe 
(11.5.1915) 110. Erstes Blatt
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frhisse erlitten anscheinend keine Beschädigungen, denn sie dampften bald darauf in ordnungsmäßigem Zustande außer Sehweite. Auch an anderen Küstenplätzen Rußlands sind deutsche Kriegsschiffe gesichtet worden. Petersburg, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)No⸗ woje Wremja meldet: Riga istüberfülltvon Flücht⸗ lingen aus Kurland. Viele sind geflohen, um nur ihr nacktes Leben zu retten. Die Wohltätigkeitsvereine tun alles,

um die Not zu lindern. *

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Die Dardanellenkämpfe.

Konstantinopel, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier teilt mit: An der Dar⸗ danellenfront, bei Ari Burnu, machte der Feind gestern nacht vier verzweifelte Angriffe, wurde aber durch unfere Bajonettangriffe vollständig zu⸗ rückgeworfen. Der Feind hatte dabei schwere Verluste; ungeführdreiseiner Bataillone wurden auf⸗ gerieben. Heute mittag brachte der Feind unaufhörlich seine zahlreichen Verwundeten in seine Boote. Im Süden bei Sedd ül Bahr machte der Feind unter dem Schutz des Feuers seiner Schiffe vom Meeresufer aus einen An⸗ griff, der dant unserer Gegenangriffe erfolglos blieb. Von den übrigen Kriegsschauplätzen ist nichts von Be⸗ deutung zu melden.

Paris, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) DieAgence Havas meldet aus London, es werde versichert, daß der Befehlshaber des französischen Expeditions⸗ korps bei den Dardanellen, General d' Amade, seit etwa acht Tagen erkrankt sei. Er befinde sich augenblicklich wieder wohler. 1

Paris, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)Petit Parisien meldet: General d' Amade, bisher Befehlshaber des fran⸗ zösischen Expeditionskorps, wird demnächst nach Frankreich zurückkehren. Die Regierung wird ihm eine Mission über⸗ tragen. Nachfolger d'Amades wird General Houraud, der sich bei den Operationen in Marokko einen großen Namen machte.

Die Bündnistreue der Türken.

Konstantinopel, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Das Osmanische Nachrichtenbureau hat dem Vertreter des Wiener K. K. Tielegr.⸗Korr ⸗Bureaus folgendes mitgeteilt: Das imEcho de Paris veröffentlichte Telegramm aus Konstantinopel über eine 5 angebliche Sitzung der Partei für Einheit und Fortschritt, in der die Frage des Abschlusses eines Sonderfriedens er⸗

örtert sein soll, ist in allen Stücken für die Bedürfnisse des Drei! verbandes erfunden worden. Die türkische Regierung ist mehr denn je ihren Bündnissen treu und setzt das größte Vertrauen in einen günstigen Ausgang des Krieges.

Die Helden derEmden.

Konstantinopel, 10. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Die überlebenden Helden derEmden sind mit der Hedschasbahn von Medina in Maan eingetroffen. Die Bevölkerung bereitete den deutschen Gästen, deren Helden⸗ taten die ganze Welt erfüllen, überall die lebhaftesten Sympathiekundgebungen. In Damaskus ist ein festlicher Empfang vorbereitet worden und auch hier werden Ver⸗ brübderungsfestlichkeiten stattfinden.. 0

Konstantinopel, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Die der 1 3 j E angekommen. Ziwil⸗ u sitärbehörden, i Hulussi 1 der Kommandierende General Husni Pascha, eine Ehren⸗ Tompagnie, Jugendwehr und Schulen mit Mufik waren am Bahn⸗ bof anwesend Der Enthusiasmus der gesamten Bevölkerung war unbeschreibli Unmittelbar nach der Ankunft erfolgte die Be⸗ wirtung der Offiziere und Mannschaften iin Regierungsgebäude und der Kommandantur. Die von Kapitänleutnant pon Mücke ge⸗ führten Mannschaften machten auf ihrem Marsche durch die Stadt trotz der Anstrengungen der langen Reise einen vorzüglichen Ein⸗ druck. Der Kommandnat der vierten Armee, Diemal Pascha,

an alle Militärbehörden Befehl erteilt, die heldenhafte Bo⸗

zung derEmden mit militärischen Ehren zu empfangen. Auf

1 nn standen Ehren posten. Die Weiterreise erfolgt ittwoch.

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Zwei Zeppeline über England. London, 10. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Zwei Zeppeline erschienen morgens 2 Uhr 45 Min. über Southampton und Westeliffe und warfen im ganzen einige 30 Bomben ab. Einige Brandbomben verursachten eine Anzahl Brände. Soviel bis jetzt bekannt ist, wur⸗ den zwei Frauen getötet und eine Anzahl Einwohner verwundet. Eine Bombe wurde auf die Gas wer ke abgeworfen, verfehlte aber iühr Ziel. f

um Qpern. 5 London, 10. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Die Daily Mail meldet aus Rotterdam: Zoll für Zoll rücken die Dieutschen gegen pern vor, trotz des hartnäckigsten Wider⸗ standes der Engländer. Um den Besitz der Höhe 60, wo die Deutschen Fuß gefaßt haben, finden harte Kümpfe statt. London, 10. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. French berichtet von gestern: In der letz⸗ ten Nacht und heute setzte der Feind seine Angriffe östlich von Ypern fort, die alle mit schweren Verlusten abgeschlagen wurden. Unsere Linie dort ist jetzt stark befestigt. Unsere erste Armee griff auf der Linie des Feindes zwischen Bisgrenier und St. Hu⸗ bpert an und gewann Gelände in der Richtung auf Fromelles. Der Kampf dauert noch an. Unsere Flieger machten erfolgreiche An⸗ griffe auf St. André, einen Kreuzungspunkt nördlich Rijsel und auf die Kanalbrücke von Don. * Der amtliche französische Bericht. Paris, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Amtlicher Bericht vom Sonntag n einer deutschen Feldschanze bei Liens, die wir am 8. eingenommen hatten, machten swir etwa 100 Gefangene. In den Argonnen warfen unsere Truppen bei Bagatelle drei Angriffe I den einen in der Nacht zum 8. Mai, zwei während des 8. Mai. An der übrigen Front fand Geschützfeuer statt. 5 5 a 72 Paris, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Samstag abend: Zwischen Nieuwport und dem Meere griffen die Deutschen an, wurden aber zurückgeworfen. Sie er⸗ ültten bedeutende Verluste. Die englischen Truppen gewannen Gelände im Gebiet von Fremelles. Wir erzielten ernstliche 3 schritte nördlich von Arras in der Richtung auf Lens und fülich Carency. In letzterem Gebiet nahmen wir auf einer Front von 7 Kilometern zwri, zuweilen drei Reihen feinblichert sehr stark besestigter Schützengräben. Wir bemächtigten uns des Dorfes Le Targette und der Hälfte des Dorfes Neuville St. Vaast. Unser Fortschritt erreicht au einzelnen Stellen 4 Kilometer Tiefe. Wir machten über 2000 Gefangene und er⸗ beuteten 6 Kanonen. In der Champagne warfen wir einen Angriff bei St. Thomas am Rande der Argonnen zurück. In Bagatelle konnten wir die Bedeutung der vom Feinde bei seinen gestrigen Angriffen erlittenen Verluste feststellen. Die Deut⸗ schen bedienten sich übrigens ohne jeden Erfolg erstickender Bomben und brennender Füssligkeiten. Auf der übrigen Front, besonders im Priesterwalde und Sillackerwasen Artilleriekämpfe.

Die Pariser Presse. Berlin, 11. Mai. Die ganze Pariser Presse schwei

Pionier Johs. Schmitt, Musketier Heinr. Weimer, Lehrer Ludw. Neumann aus

Lie . L 17 b Sade e aus 1 7 1 7 Joh. arl Ko. Garde-Ersatz-Rgt., aus adt bei Hanau. Must. itt G1 8 ba ch, 9 8 Ers.-Res. Louis Lenz,

Schmittner, Rektor an der höl

Solms-Laubachsche Obersörster Karl 9 Leutnant und Adjutant im Res.⸗Fuß-Art.⸗Agt. 18, wurde mit dent

Galizien. Dagegen steyt das ThemaItalien im Vorder⸗ grunde der Besprechungen. Ein Blatt sagt: Ohne Bulgarien ist die italienische Intervention ein Stückwerk. Die Hauptsache sei der Fall von Byzanz, denn die Alliierten brauchten die dortigen Schiffe und Soldaten.

Die Stimmung in Italien.

Berlin, 11. Mai. Ein Stimmungsbild aus Italien gibt General der Infanterie z. A von der Boeck imTag, in dem es heißt: Früher hat man nur die Oesterrricher gehaßt, aber letzt macht man keinen Unterschied mehr zwischen diesen und den Reichsdeutschen. Ein allerdings nicht sehr angesehenes Blatt machte den Vorschlag, man solle die Deutschen nicht mehr frei im Lande umhergehen lassen, sondern sie schon jetzt in die Konzentrations⸗ lager, oder aber in die Galeren sperren. Viele Deutsche hätten Italten bereits verlassen, oder ihre Familien in der Schweiz sinter⸗ gebracht. Man wolle hoffen, daß die dunklen Wolken, die sich heute an dem sonst so schönen italienischen Himmel zusammengeballt haben, wieder zerreißen. Sollte sich diese Hoffnung aber nicht ver⸗ wirklichen, dann werde zwar noch viel Blut fließen, unser festes Vertrauen auf die Zukunft brauchten wir aber gewiß nicht zu ver⸗ lieren, umsomehr, als unsere gerechte Sache auf allen Kriegsschau⸗ plätzen günstiger als je steht.

Berlin, 11. Mai. Das Eintreffen Giolittis in Rom habe, wre verschiedenen Morgenblättern berichtet wird, einen starken Druck auf die Kriegshetzer ausgeübt. Giolitti wird morgen gegen Italiens Eingreifen in den Krieg erneut protestieren. Stündlich wird es klarer, daß nur eine kleine Minder⸗ heit des Volkes und des Parlaments für die angebliche Notwendig⸗ keit des Krieges Verständnis hat.

Aus Griechenland.

Berlin, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) DerBerl. Lok-⸗Anz. meldet aus Athen: Der König hütet seit gestern infolge eines Fiebers das Bett. Sein Zustand gibt zur Beunruhigung keinen Anlaß.

Athen, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung un⸗ seres Privatkotrespondenten. In den drei letzten Tagen sind mehrere außerordentliche Ministersitzun⸗ gen abgehalten worden, die sich, wie verlautet, mit der auswärtigen Politik beschäftigt haben. Ein Ergeb⸗ nis der Beratungen liegt bis jetzt nicht vor; es ist aber nächstens zu erwarten. Der neuernannte russische Botschafter in Rom, v. Giers, traf heute auf seiner Durchreise nach

Italien hier ein. * 5* Der Seekrieg.

London, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. Obwohl aus den Mitteilungen der Admi⸗ ralität über die deutsche Blockade hervorgeht, daß die Unter⸗ seeboote in der Woche bis zum 8. Mai eine lebhafte Tätig⸗ keit entwickelt haben, vor allem gegen Fischereifahrzeuge, so kann man doch sagen, daß die Anzahl der eingelaufenen Schiffe seit Aus⸗ bruch des Kriegs nie so groß war, wie in dieser Woche. Ihre Zahl stieg don 801 in der am 12. August 1914 endigenden Woche auf 1604. Bei Lloyds wird erklärt, daß selbst der Verlust der Tusitania auf die britische Schiffahrt wenig Einfluß haben werde. Die Zahl der Reisenden, die gestern bei der Cunardlinie Reisen nach Amerika buchen ließen, war ungefähr ebenso groß wie ge⸗ wöhnlich, während auf dem CunarddampferTransshlvania, der gestern fahrplanmäßig aus New Pork abfuhr und 879 Passagiere an Bord hatte, nur zwölf Fahrgäste von der Reise Abstand nahmen. London, 11. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Reu⸗ termeldung ist derOueen Wilhelmina aus West Hartle⸗ pool von einem deutschen Unterseeboot am Samstag auf der Höhe von Blyth versenkt worden. Die Besatzung wurde gerettet.

Berlin, 10. Mai.(WTB Nichtamtlich.) DieB. Z. mel⸗ det aus Amsterdam: Der als. Fisch⸗ dampferScottish Queen wurde, demDaily Telegraph zufolge, in der Nordsee auf der Höhe von Aberdeen durch ein deutsches Unterseebovt versenkt, die Mannschaft wurde in Aberdeen gelandet. 1 London, 10. Mai.(WB. Nichtamtlich) Reuter meldet aus Grimsby: Der FischdampferHellanic stieß am Samstag in der Nordser auf eine Mine und ist in die Luft geflogen. Von der Besatzung wurden zwei Mann getötet und der Rest in Grimsby gelandet.

Die Torpedierung derLusitania.

Kopenhagen, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)Natio- naltidende meldet aus London: Das Auswärtige Amt in Washington erbat von der Regierung in Berlin einen Bericht über die Torpedierung derLusitania und forderte, daß der Bericht auf den Meldungen des Führers des Unterseebootes beruhe. Der Kriegsminister Gorrison unterbrach seine Inspektions⸗ reise nach Tennessee.

Aus dem Reiche.

Braunschweig, 10. Mai. 77 75 Nichtamtlich.) Heute nachmittag um 6 Uhr fand im herzoglichen Residenzschloß die Taufe des jüngstgeborenen Prinzen des herzoglichen Nane statt. Der Prinz erhielt die Namen: Georg, Wilhelm, Ernst, August, Friedrich, Axel.

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Aus Stadt und Cand. Gießen, 11. Mai 1915.

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Leutnant der Res. Fri Burchhardt, Inf.⸗Rgt. 154, aus Worms. Vizewachtmeister Johs. Block, Jeld-Art.⸗Schießschule im Landenhausen. Musk. Otto Möller, Ins.⸗Rgt. 224, aus Eichelhain. Res. Heinr. Wahl, Inf.-Rgt. 81, aus Allmenrod. Kriegssreiw. stud. math. Felix Luthardt aus Darmstadt. Eisenbahn-Regiment 3, aus Arheilgen.

ns.-Rgt. 138, aus Steindorf.

aunheim. Gefreiter Heinrich aus Naunheim. Einj-Kriegs⸗

Rühl IV., Res.-Inf.⸗Rgt. 234,

sreiwilliger Karl Knötig aus Wiesbaden. Ers.-Res. Heinrich

Fuchs aus Beltershain. Erf.⸗Res. Joh. Karl Altenburg, Nr 42, aus Offenbach a. M. Landwehrmann Ferdinand erbach, Ersatz⸗Bat. 49, aus Offenbach a. M. Musk.

es.-Inf.-Rgt. 233, aus Dodenau. Res.-Ins.-Rgt. 236, aus Niederelsenhausen. *

* Ritterdes Eisernen Kreuzes. Leutnant Otto heren Mädchenschule zu

Oberstein, früher Lehramtsassessor an der Grünberger höhe⸗ ren Bürgerschule. Wehrm. ig Römer,* im Inf. Regt. 88, aus Ettingshausen. Karl Tremmel von Bürstadt. Off.⸗Stellv.

bahn⸗Regt. 3, aus Rodheim a. d. Schäfer, Landwehr⸗Inf.⸗HRe Angersbach. Leutn. d. Ref. 8 aus Weilburg. Feld⸗Unterarzt Dr. med. Gerhard

n udwig Krauskopf im Eisen⸗ B. Unteroff. Heinrich Geskiden⸗Armee), aus ichard Moser, Zuß⸗Art.

mann aus Limburg. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Der Gräflich

esse in Kloster Arnsburg,

lautDeutscher Tageszeitung über die russische Niederlage 5

Eisernen Kreuz 1. Klasse und der Hess. Tapserkeits⸗-

medaille ausgezeichnet, nachdem er sich bereits vor das Eiserne Kreuz 2. Klasse erworben hatte. i

** Polizeistunde. Der stellvertretende komman⸗ dierende General des 18. Armeekorps hat für seinen Befehls. bereich mit Wirkung vom 15. dieses Monats an die Poli⸗ zeistunde einheitlich festgesetzt, und zwar auf 12 Uhr in den Städten über 10000 Einwohner und auf 11 Uhr in allen anderen Orten. Auch für geschlossene Gesellschaften und Vereine gilt die Polizeistunde. Auf uwiderhandlungen 12 die Verordnung steht gegebenen Falls Gefüängnis⸗ trafe.

National⸗Stiftung für die Hinterblie⸗ benen Gefallener. Der Oberbürgermeister licht im Anzeigenteil vorliegender Nummer einen Auf⸗ ruf an die Gießener Bürgerschaft, sich nach Kräften an dem vaterländischen Werke der Hin terbliebenenfür⸗ sorge zu beteiligen, für die in Hessen im Anschluß an das Nationalkomitee ein Landesausschuß gebildet worden ist. Der Aufruf sei der Beachtung und Befolgung weiterer Kreise ans Herz gelegt. 10

* Die Auszahlung der Familienunter⸗ stützungen für die Zeit vom 16. bis Ende Mai an die An⸗ gehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen findet statt an diejenigen, deren Namen beginnen mit A bis K, am Freitag, den 14. Mai, für die übrigen am Samstag, den 15. Mai. Die Auszahlungen finden von 8 bis 1 Uhr vor⸗ mittags im Stadthaus N Nr. 16 statt. Die Beteiligten werden von der Zahlstelle ersucht, sich nach der Einteilung zu 7196 damit Störungen bei dem Zahlgeschäft vermieden werden.

r befördert.

* Vom städtischen Schlachthof. Die 2 tungen in der Stadt Gießen im e 70% stellen sich wie folgt: Großvieh 38 ick(im A N 3270 Stück), davon Schsen 1190(1114), Bullen 302 2 05 Kühe 846(732), Rinder 1533(1159). Weiter wurden an Kleintieren Ali 0 Kälber, 1312(974) Schafe, 14 248(12376) Schweine, 61

0) Ferkel. Die Schlach⸗

assen allerdi ein Ur⸗

zu, weil der Krieg ahmeverhältn brauchern geschaffen hat. e er sind die Durch⸗ schnittsgewichte der in den ersten vier naten dieses Jahres zur Schlachtung gekommenen Tiere, woraus her⸗ vorgeht, daß 5 die Menge des* Abr die Stückzahl der geschlachteten Tiere i einen Maßstab abgibt. Das Durchschnittsgewicht nach Kilo⸗ gramm 977

1915 bei Ochsen Kühen Jungrindern Kälbern Schweinen Januar 266 191 201 99 Februar 251¹ 187 178 31 89 März 287 1388 175 30 1 Bel Cc f. blteb sich bas G wicht it 85 ewe elt ei Schafen blieb si⸗ e m etwa.

Die Gewichtsabnahme bei Rindvieh und 5

K. daß die knappen Futtermittel und die eine ordentliche Ausmästung der Sake

Was ist Kuchen? Die Festsetzung des Begriffs Kuchen unternahm gelegentlich einer Gerichtsverhand⸗ lung ein Schöffengericht in der Umgegend. Beim Kuchen spielen Umfang, Größe, Form und die verwendete Mehl⸗ art nur eine Nebenrolle. Dagegen ist unter Kuchen jedes Gebäck zu verstehen, zu dessen Herstellung Milch, Fette, But⸗ ter, Zucker, Eier, Gewürz, Rahm usw. zum 3 der Er⸗ höhung der Schmackhaftigkeit und des Eßreizes verwen⸗ det werden. Der Bundesrat hat nach Ansicht des Ge⸗ richts das Kuchenbacken nur deshalb verboten, weil Kuchen mehr zum Essen reize als Brot und daun natürlicherweise auch mehr Mehl verzehrt werde, als dies in Brotform geschehen würde. Die vorliegende Erläu⸗ terung dürfte die erste von einem Gericht gegebene Begriffs⸗ bestimmung fürKuchen sein.

* Gießener u. Aufruf der Behörden für Turnerei und Sportp im . Reich zufolge hat der Klub ab 1. Mai Mitgliedern auch in di Jahr wieder den net gepflegten und umgebauten Klubpf

einen

ausgezeich⸗ . latz an der Hardt ur Verfügung gestellt. Von den 34 Mitgliedern, die der Nuub zurzeit zählt, stehen 11 im Felde; zwei sind bereits gefallen, einem wurde das Eiserne Kreuz verliehen.

In der Herberge zur Heimat sind im April 977 Gäste(gegen 1328 im März 1915) eingekehrt; davon erhielten gegen Bezahlung 760(869) und gegen Arbeits⸗ leistung 217(459) Gäste Herberge. Im Arbeits nach⸗ weis waren 102 offene Stellen angemeldet, von denen 97 besetzt wurden, und zwar 47 durch Handwerker und 50 durch Arbeiter. Nach außerhalb wurden 5 Arbeitskräfte, der von 92 wurde in Gießen untergebracht. Gesucht werden Schneider, Schuhmacher und Arbeiter für Munitionsanfer⸗ tigung sowie Gartenarbeiter, wogegen merkwürdigerweise landwirtschaftliche Arbeiter gar nicht oder nur sehr schwer augenblicklich unterzubringen sind.

* Ratsdiener Johannes Ochs, der vorgestern verstorben ist, war 1 1 Oktober 1878 5 8 unserer Schutzmannsf 8 mann in Dienst der Slade getreten. Am 1. Nat 1885 wurde Ochs der erste Kriminalschutzmann in Gießen. Am 1. April 1890 wu 70255 3 Pre per W. 1 und ihm im Nebenam. essor Dr. Buchner, Begründer unseres Museums, das Amt als Museumsverwalter über⸗ tragen. Der allgemein beliebte Beamte hat unter vier Bür⸗

germeistern seines Amtes gewaltet. Die it, die Ochs in den verflossenen 25 en für das entfaltet Rat, machten seine Dienste für die ausgedehnten Samm⸗ bun das er für Alter⸗

gen äußerst wertvoll. Das 3 0 2 an den E ei 5 5 ick bei 3 eine Fertigkeit in der serzusammensetzun N 5 denen Frucht von Urnen und in der Vervo fc verletzter Stücke ließen ihn zu seinem Amte A 4 0 berufen erscheinen. Die Freunde des Museums werden m wackeren Mann auch über das Grab hinaus ein treues Gedenken be⸗ wahren. Johannes Ochs war auch Verwalter der Schloß⸗ räume, die für den Großherzog reserviert sind. Landkreis Gießen.

r Birklar, 10. Mai. Aus unserem kleinen Dorfe stehen jetzt nahezu hundert Mann unter den Fahnen. Den Heldentod fürs Vaterland starb 1 Mann, vermißt sind 4 Mann, darunter zwei Brüder. An Auszeichnungen wurven verliehen dem Vizesel! Ott vom Insanterie-Regiment 222 das e Kreuz