n* 106 Erstes Blatt Der Siezener Anzel scheint Wes.* Sonntags. 4 8 Liebenerbanilierdner r Fa 5 eimal wöchentl. Kreis⸗ lat für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag), n monatl. Land⸗ Wit stliche f Fernsprech- Auschlaße: für die Schriftleitung 112 Berlag, Geschäfts stelledl Adresse für Drahtnach⸗
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165. Jahrgang
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derei N. Lange. Schriftleitung, Geschästsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen.
Donnerstag, 6. Mai 1015
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Neue Erfolge bei
9 Rüdzug der Russen
Großes Hauptquartier, 5. Amtlich.) 1
Westlicher Kriegsschauplatz.
.— Verlusten weichen die Engländer weiter in Richtung auf den hart öftlich non Ypern gelegenen Brückenkopf zurück. Ferme Vanheule, Eksternest, der Schloßpark von Herenthage und Het Pap⸗ votje⸗Ferme wurden von uns genommen. Zwischen Maas und Masel herrschte mieder regere Tätigkeit. Im Priesterwalde nordwestlich von Pont 3 Mous⸗ son griffen die Franzosen gestern mit starken Kräften an. Troß lang andauernder Artillerievorbercitung brach der An⸗ griff mit starken Verlusten für den Feind in unserem Feuer zusammen. Dagegen gingen wir im Walde von Ailly und oͤstlich zum Angriff über der gute Fortschritte machte. Wir nahmen hier bisher 10 Offiziere und 750 Rannge⸗
fangen.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Von Südosten kommende russische Angriffe auf Ros⸗ genie wurden abgewiesen. Die Verfolgung des Feindes ist im Gange.
Auch bei Kalwarja sowie nordöstlich von Suwalki und östlich von Augustow scheiterten zahlreiche russische Vorstöße. Dort wurden insgesamt etwa 500 Rus⸗ sen gefangen genommen. N
1 Auf der übrigen Front fanden einzelne Nahkümpfe statt, die sämtlich zu unseren Gunsten entschieden wurden. Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Der Angriff der verbündeten Truppen nördlich der Waldkarpathen durchbrach gestern bereits die dritte befestigte Linie der Russen, dic, dort 2 der ganzen Frunt geworfen, auf die Wisloka zurückwei⸗
2 K 5
u der nördlichen Flanke bedrohten Stellun⸗ gen in den Waldkarpathen südwestlich von Dukla zu räumen beginnen. Die Schnelligkeit, mit der unsere Erfolge erreicht wurden, macht es unmöglich, ein zahlenmäßige Bild über die Siegesbeute zu geben. Nach den vorläufigen Meldungen scheint die Zahl der Gefange⸗ nen bisher über 30 000 zu betragen.
8 Oberste Heeres leitung.
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Auch der gestrige Tag war überall für uns und unsere Verbündeten von Siegesglanz umgeben, und die Entscheidun⸗ gen in Westgaltzien und in Flandern bewahren ihre volle Nachhaltigkeit. Neue Stützpunkte im Osten von Mpern sind errungen worden, die dortige Front der Engländer ist durchbrochen; sie werden Mpern nur wenige Tage noch hal⸗ ten können. Dann ist durch das wirksame Artilleriefeuer der Deutschen schon der weitere Vormarsch vorbereitet und gesichert. Im Osten ist der große Sieg am Dunajec in 5 seinen überaus glücklichen Folgen noch immer nicht ganz 5 übersehbar, aber am 4. Mai wurde bereits die dritte be⸗
festigte Linie der Russen dort durchbrochen, die auf das * nächste, ebenfalls in südlich⸗nördlicher Richtung fließende a Flüßchen Wisloka zurückweichen. Die russischen Stellungen 8 in den westlichen Waldkarpathen, südwestlich von Dukla, wurden aufgegeben. Die feindliche Karpathenfront ist also schon bedeutend abgebröckelt, und die nächsten Tage werden zeigen, ob es gelingt, die ganze Lage der Russen in Gali⸗ a zien über den Haufem zu werfen.
Auch die Türkei hat große Erfolge errungen, und das neue Landungsmanöver der englisch-französischen Trup⸗ pen kann als gescheitert betrachtet werden. Wie unter solchen Umständen Italien noch Neigung haben könnte, zu den Feinden der Zentralmächte sich zu gesellen, ist schwer zu be⸗ 4 greifen. Und doch herrscht über die unmittelbar bevor⸗
stehenden Entschließungen in Rom zur Stunde noch eruste Ungewißheit. Man kann den heutigen Aeußerungen Ber⸗ liner Blätter entnehmen, daß man in den leitenden Stellen in Berlin und Wien auf alles gefaßt ist. Die Einweihung des Garibaldi⸗Denkmals in Quarto ist zwar ohne Zwischen⸗ fall verlaufen, der König war nicht auwesend, hat die Fest⸗ teilnehmer aber mit einem Telegramm begrüßt, in dem er die Wendung gebrauchte, sein Wunsch, zu kommen, sei in Bedauern verwandelt worden. Zugleich aber ist die Ueber⸗ zeugung gewachsen, daß der Känig und die Minister der Feier nur ferngeblieben sind, weil die Lage sich aufs äußerste zugespitzt habe. Es hat wohl keinen großen Zweck, die mancherlei Gerüchte und Zeitungsstimmen im einzelnen alle wiederzugeben. Ein Blatt will wissen, die Botschaft einer Mindestforderung Italiens an Oesterreich habe sich mit einem neuen Wiener Angebot an Rom gekreuzt. Soviel scheint festzustehen, daß Italien bisher mit keinem Ulti⸗ matum irgendwelcher Art aufgetreten ist. Die Stunde ist ernst und spannend. Aber der Geist der Deutschen und ihrer
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Verbündeten ist ungebeugt, stolz und voll ungetrübter Siegesgewißheit!
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. f Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 5. Mai.(WT. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauthart, den 5. Mai 1915, mittags. Die Rückwirkung des Sieges beginnt sichtbar zu werden. Die russische Bes⸗ idenfront Zboro— Sztropko— Lupkow ist unhaltbar
geworden.
un man daraus ersehen, daß
pern. üdwestlich
greichen verbündeten Streitkräfte zen Kämpfen von Westen her gegen r vordringen, ist der Gegner im nfront seit heute früh in vol⸗ garn, verfolgt von unseren und lussen sind somit an einer zirka gen Front geschlagen und m Rückzug gezwungen.
ist im allgemeinen unveründert. ter des Chefs des Generalstabs: er, Feldmarschalleutnant. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ Der Erfolg des Sieges in größer, als es sich im ersten Augen⸗ zon ein großer Teil der russischen
Da 0 unter andauernd erfolg Jaslo und Zmigrod iw Westabschnitt der Ka lem Rückzug aus deutschen Truppen. 150 Kilomete unter schwersten V
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Wien, 5. Ma pressequartier wird Westgalizien ist w
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Karpathenfront in Rückzug des Feindes hineingerissen ist. Ueber die Tro Sieges wird sich bei der Größe des
0 mes noch mehrere Tage kein Ueber⸗ ohl in Westgalizien, als in den twährend Gefangene eingebracht, doch ist möglich, deren Zahl verläßlich festzu⸗ stellen. Was also water Seite diesbezüglich in der Oeffent⸗ lichkeit verbreitet ht auf willkürlicher Schätzung und ent⸗ behrt einer reellen dlage. In den amtlichen Verlautbarungen wird jeweilig der in die rückwärtigen Sammelstationen täglich gebrachten gene Verpflegung genommenen Kriegs- gefangenen von all verlautbart. Die Endsumme wird jedenfalls sehr bei. in. Berlin, eber den Rückzug der Russen über die Pässe nach dem Karpathenkriegsschauplatz entsandte Korrest„Berliner Tageblattes“ folgendes. Am südlichen? ö n Armee des Generals Radko Dim K ute Knie an der west⸗ lichsten Duklasenke he
in Betracht komme blick gewinnen lasft Beskiden werd es begreiflicherweise
überstehende 3. öste den Versen, so daß der Rückzug stellenweise zur Flucht wird. Auf der Flucht vor den Deutschen haben die Russen Joslo schleunigst ostwärts verlassen. Verzweifelten Widerstand leisten sie noch am Nordflügel. ö
Der„Vossischen Zeitung“ wird zu dem Rückzuge der Armee Dimitriew berichtet: Von besonderer Bedeutung sind die Kämpfe, die nach der Ueberschreitung des Dunajec um Tarn ow entbrennen, dessen Fall in Bälde zu erwarten ist. Hier ist die ganze schwere Artillerie eingesetzt, um die russischen Stützpunkte, die zum Schutze des bisherigen Haupteta ppenortes natürlich be⸗ sonders stark angelegt sind, zu brechen. Mit besonderem Erfolg wird hier eine österreichische 42 Zentimeter-Batte⸗ rie verwendet, die ursprünglich zur Küstenverteidigung bestimmt war und früher schon bei Tarnow mitwirkte. Der russische Bericht.
Petersburg, 5. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Großen Generalstabs. Am 3. Mai unternahm der Feind nichts gegen Libau und Mitau, das unsere Truppen besetzt halten. Bei Rossieny fanden kleine Gefechte statt. Am linken NPiemenufer nördlich vom Bobr und Narew und auf dem linken Weichselufer bis zur Pilica ist die Lage ohne wesentliche Verände⸗ rung. Zwischen Netta und Tschermogensha nördlich von dem großen Sumpfe nahmen wir mehrere Dörfer im Kampf ein. Die Deutschen griffen unsere Stellungen am rechten Ufer des Omulew auf einer ziemlich breiten Front an, wurden jedoch durch unser Feuer zu einem bestürzten Rückzuge gezwungen und ließen ihre Toten und Verwundeten vor unseren Stellungen. Süd⸗ lich der Pilica unternahm der Feind, von schwerem Artillerie⸗ feuer gedeckt, mehrere Angriffe. Bei Lopuschmo lam die feind⸗ liche Infanterie am 2. Mai bis auf 200 Schritte an unserg Schützengräben heran. Aber in der darauffolgenden Nacht warf sie unser Gegenangriff mit großen Verlusten aus den Verschanzungen, die sie errichtet hatten, und die wir unbrauchbar machten. An ein⸗ zelnen Stellen versuchte der Feind die Nida zu überschreiten, aber unsere Gegenangriffe zwangen ihn, das linke Ufer vollständig zu räumen. An der Weichsel bei Kras new setzte sich der Feind nahe bei unseren Stellungen fest, wo er sich hartnäckig verschanzte. In der Nacht vom 3. Mai wurden diese Abteilungen von uns durch Bajonettangriffe vernichtet. Wir machten 400 Gefangene, darunter neun Offiziere.
In Galizien entwickelten sich aufeinauderfolgende Kämpfe von der Weichsel bis zu den Karpathen im Laufe des 2. Mai bis zum 3. Mai. Einzelnen Abteilungen des Feindes gelang es, an das rechte Ufer des Dunajer zu kommen, unser Feuer verhinderte sie jedoch, vom Ufer aus vorzudringen. Die Kämpfe nahmen in der Gegend Tuchoff-Biecz besondere Heftigkeit an Die seind— liche Artillerie entwickelte hier, was die Anzahl der verbrauchten Geschosse betrifft, ein ganz außerordentlich starkes Feuer. Ju Verlaufe unserer Gegenangriffe machten wir mehrere hundert Ge⸗ fangene und konnten die Anwesenheit deutscher Heeresteile fest— stellen, die zum erstenmal an unserer Karpathenfront erscheinen. In der Richtung gegen Siriyj, in der Gegend Golovetzko, dauert der heftige Kampf an. Eine Höhe wechselte hier dreimal den Besitzer, bis wir sie am Morgen des 3. Mai endgültig eroberten. Im Laufe des Tages machten wir neuerdings 1200 Gefangene, darunter fünf Offiziere, und eroberten drei Maschinengewehre. Im Quellengebiet des Flusses Swiea scheiterte ein Versuch des Feindes, unsere Flanke zu umgreifen, vollständig. Auch hier machten wir Gefangene und zwangen den Feind, in großer Unordnung zurückzugehen.
Die Siegestunde und das ungarische Abgeordnetenhaus: Budapest, 5. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) In der Sitzung Abgeordneten ergriff Ministerpräsident Tisza Wort und sagte, er wolle dem Hause die neuesten Nachrichten
der das
iegreiche Gefechte im Osten.
von Dukla.
des Hauptquartiers mitteilen: Der vorgestrige Angriff der ver⸗ einigten österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen, welcher die befestigten westgalizischen russischen Stellen an mehreren Punk⸗ ten durchbrach, hatte zur Folge, daß wir diese Stellungen in ihrer ganzen Breite von den Karvathen bis zur Weichsel eroberten. (Langanhaltender Beifall.„Eljen“-Rufe und Händeklatschen.) Der Sieg fand gestern seine Fortsetzung, indem unsere Armee in öst⸗ licher Richtung siegreich vorgedrungen ist und die ihr gegenüber⸗ stebende starle- russische Armee zum schnellen Rückzuge gezwungen hat.(Lebhafte„Eljen“-Rufe.) Wir können heute auch
noch nicht annähernd die ganze Tragwette des Sieges beurteilen. Auch liegen noch keine genauen Daten über die Menge des eroberten Kriegsmaterials vor. Bisher wur⸗ den 64 Maschinengewehre und 24 Geschütze gezählt.(Lebhafte „Eljen“-Rufc.“ Die Zahl der Gefangenen übertrifft 30 000.(Die Mitglieder des Hauses erheben sich und brechen in allgemeine „Eljen“-Rufe aus. Gottes Segen, so schloß der Ministerpräsident, schwebe über den verbündeten Mächten und über dem Heldenmut der ungarischen Nation, die in diesem Kampf auf Tod und Leben sich mit übermenschlicher Kraft schlägt. Nachdem Graf Apponyr der allgemeinen Freude und Bewunderung für das Heer Ausdruck gegeben und beantragt hatte, die Sitzung zu unterbrechen, erklürte der Präsident, er beantrage, das Haus möge seiner unendlichen Freude und Begeisterung über den Erfolg der vereinigten Armeen Ausdruck verleihen und Seiner Majestät, dem allerhöchsten Kriegsherrn, seine Glückwünsche darzubringen. Gleichzeitig
möge der Armee die Versicherung des Dankes und der Anerkennung auf dem Wege über das Oberkommando zum Ausdruck gebracht
werden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. 5 Die neue Kriegsanleihe in Oesterreich⸗ungarn.
Wien, 5. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Finauz⸗ minister genehmigte die Bedingungen für die neue KHriegsanleihe, welche in den nächsten Tagen bekannt⸗ gegeben werden sollen. Der Bedarf wird in ähnlicher Weise wie im November 1914 durch Ausgabe von 5½prozentigen Schatzscheinen gedeckt werden. Einem aus Verkehrskreisen geäußerten Wunsch entsprechend werden diese eine ze jährige Laufzeit haben. Wie bei der ersten Kriegsanleihe wird der Betrag nicht getrennt sein. Der Kurs wird mil 95 Prozent festgesetzt werden.
Wien, 5. Mai.(WTB. Nichtamtlich. Die Zei auf die neue 5½ progentige Kriegs-Anleihe be⸗ ginnt am 8. Mat und wird am 29. Mai mittags geschlossen. Der Betrag der Anleihe ist nicht beschränkt. Der Subskrip⸗ tionspreis beträgt 95.25 Prozent.
*** Die deutschen Stellungen auf dem Hartmanusweilerkopf.
Zürich, 5. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Die„Neue Zürcher Zeitung“ gibt folgendes Telegramm des Obersten Müller wieder: Ich beging heute vormittag die deutschen Stellungen auf dem Hartmannsweilerkopf. Ich über⸗ zeugte mich persönlich, daß die Deutschen alle für sie taktisch wichtigen, nach freiem Willen gewählten Stel⸗ lungen und Beobachtungspunkte fest in der Hand haben. Die Behauptung des Gegenteils widerspricht den Tatsachen. Vielmehr liegen sich die deutschen und die französischen Horchposten auf dem 956,5 bezeichneten flachen Gipfel auf, nächste Entfernung gegenüber.
Ein Bericht Freuchs.
5. Mai.(WTB) Amtlicher Bericht. French meldet, der Geländeverlust infolge des um⸗ erwarteten Gebrauchs erstickender Gase durch den Feind machte die Bildung einer neuen Linie nötig, die west⸗ lich Zonnebeke verlaufe. In den letzten 24 Stunden sei der Zustand an der ganzen Front normal gewesen. Nord- westlich von Ypern machte der Feind einen schwachen An⸗ griff, der mit Leichtigkeit abgeschlagen wurde.— Eine Zu⸗ schrift an die„Times“ sagt, englische Offiziere bei pern hätten geäußert, man solle sobald wie möglich mehr Sol⸗ daten und mehr Munition schicken, wenn man überhaupt noch eine englische Armee bei pern vorfinden wolle.
Was England der Krieg kostet.
London, 5. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Bei Einbringung des Budgets erklärte Lloyd George noch, die Staatsschuld sei jetzt auf 1165 857000 Lstr. gestiegen, Die Einnahmen des nächsten Finanzjahres schätze er aul 270 332 000 Lstr. Falls der Krieg gegen September beendet sei, würden sich die Unkosten auf 786 Millionen Lstr. belaufen, wenn er noch 12 Monate dauere, auf 1136 Millionen Lstr. Die Fehl⸗ beträge würden sein: 514 346 000 Lstr. bezw. 862 332 000 Estr. Lloyd George wies nachdrücklich auf die wichtige ökonomische Rolle hin, die England dadurch erfülle, daß es seine Verbündeten unter⸗ stütze. Er erinnerte das Haus daran, daß, wenn im Etat keine neuen Steuern vorgesehen seien, dieser Etat eben nur provisorisch sei. Wenn sich der Krieg in die Länge ziehe, würden neue Steuern notwendig werden.
Kopenhagen, 5. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die „National Tidende“ aus London meldet, herrscht in England allgemeine Depression über die Zahlen, die Lloyd George im Unterhause über die Kriegskosten gegeben hat. Demgegenüber wirkte die außerordentlich optimistische Rede des Premierministers Asquith sehr merkwürdig.
London,
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