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* Hauptquartier, 24. April.(WTB.
Amtlich. 8 estlicher Kriegsschauplatz.
ö Alle Versuche des Feindes, uns das nördlich und nord⸗ aͤstlich non Npern gewonnene Gelände streitig zu machen,
ißlangen. Nördlich von Ypern brach ein starker französi⸗ cher, nordöstlich von Ypern bei St. Julien ein englischer
griff unter Verluften zusammen. Ein weiterer feindlicher Angriff an und östlich der Straße Ypern⸗Bir⸗ schaote hatte nachts dasselbe Schicksal. Westlich des Kanals wurde nachts der Ort Lizerne von unseren Trup⸗ pen gestürmt. Die Zahl der gefangenen Franzosen, Eng⸗ läuder und Belgier hat sich auf 2470 erhöht; außer im ganzen 35 Geschützen mit Munition fielen eine grö⸗ Fere Anzahl von Maschinengewehren, viele Gewehre und son⸗ stiges Material in unsere Hände.
In der Champagne sprengten wir nördlich der Beauséjour⸗Ferme heute nacht mit vier Minen einen feind⸗
lichen Schützengraben; die Franzosen erlitten hierbei ftarke Verkuste, zumal ihre Artillerie das Feuer auf die eigenen Gräben legte.
Zwischen Maas und Mo sel erneuerten die Fran⸗ zofen an mehreren Stellen ihre Angriffe; im Ailly⸗Walde behielten wir im Bajonettkampf die Oberhand; weiter öst⸗ lich wurden die an einzelnen Stellen in unsere Linien ein⸗ gedrungenen Franzosen wieder hinausgeworfen; im Priefter⸗ 3 wir 78 8 ee
n den Bogesen erten Nebel un nee die Ge⸗ 8 stliche r K sch 1 estlicher Kriegsschauplatz. Im Osten ist die Lage unveründert. a Oberste Heeresleitung.
Großes Hauptquartier, Amtlich.)
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Abril eroberte Gelände nördlich von Ypern wurde uch gestern gegen feindliche Angriffe behauptet. Weiter öst⸗ segten wir unseren Angriff fort, stürmten die Ferme So⸗
laert südwestlich von St. Julien, sowie die Orte St. Julien und Keresselaere und drangen siegreich gegen Grafenstafel vor. Bei diesen Kämpfen wurden etwa 1000 Engländer gefangen genommen und mehrere Maschinen⸗ gewehre erbeutet. Ein englischer Gegenangriff gegen unsere Stellung westlich von St. Julien wurde heute
früh unter schwersten Verluften für den Feind zurückge⸗ g
schlagen. 5
PMestlich von Lille wurden Angriffsversuche der Eng⸗ länder durch unser Feuer im Keime erstickt.
. In den Argonnen schlugen wir nördlich von Le N— Paris einen Angriff zweier französischer Batail⸗ lone
Auf den Maas höhen, südwestlich Combres, erlitten die Franzosen eine schwere Niederlage. Wir gin⸗ den hier zum Angriff über und durchbrachen in einem Ansturm mehrere hintereinander liegende französische Linien. Nächtliche Versuche der Franzo⸗ fen, uns das eroberte Gelände wieder zu entreißen, scheiterten unter schweren Verlusten für den Feind. 24 französi⸗ sche Offiziere, 1600 Mann und 17 Geschütze blieben bei diesen Kämpfen in unserer Hand. 5 ischen Maas und Mosel kam es sonst nur an einzelnen Stellen unserer Südfront zu Nahkämpfen, die bei Aiuüilly noch nicht abgeschlossen sind. Im Priesterwalde miß⸗ glückte ein französischer Nachtangriff. 2 In den Vogesen behinderte auch geftern starker Nebel die Gefechtstätigkeit 5 * Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist unverändert. ö 1 Zwei schwüchliche Angriffe der Russen westlich Cie⸗ chanow wurden abgewiesen. b l 1 Als Antwort für Bombenabwürfe der Russen auf die friedliche Stadt Neidenburg wurde der Eisenbahnknoten⸗ punkt Bialystok von uns nochmals mit 20 Bomben
belegt Oberste Heeresleitung.
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Neue Kämpfe und neue Siege! Es werden dabei nicht die großen Ziffern genannt wie im Osten, aber was uns an den flandrischen Erfolgen in so hohem Maße zur Gemigtuung gereicht, das ist die Beweisführung von der Ohumacht des egnglischen Heeres. Man weiß, wie viel den Engländern daran liegt, ger auf diesem nördlichen Schauplatz des Krieges
standzuhalten und womöglich siegreich vorzurücken, und es ist bekannt, daß England sich nicht etwa entschließt, dem General Joffre zu anderen Unternehmungen an anderer Stelle der Westfront mit nennenswerten Kräften zur Verfügung zu stehen. Es besteht zwischen Franzosen und Engländern nicht die brüderliche Bundestreue und Hilfsbereitschaft wie zwi⸗ schen den Deutschen und den Oesterreichern. Dafür läßt sich a r auch genauer nachprüfen, wo bei unseren Feinden im Westen die beste und stärkste Arbeit verrichtet wird. Die Eng⸗ änder fechten in Flandern nicht allein, sie haben die Hilse des Restes der belgischen Armee, und unweit von Mern be⸗ ginnt schon ein Stück rein frauzösischer Front Lloyd George hat neuerdings im englischen Unterhause die Heeresorgani⸗
25. April.(WTB.
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105. Jahrgang
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zeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen
Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7.
Montag, 2b. April 5 f
Svezugosrets: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den 1 politischen Teil und das 6 Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.
sation Kitcheners gelobt und mit Stolz auf di Monaten aus dem Boden gestampfte Heer wir wollen die kriegerische Tüchtigkeit der ven nicht bezweifeln, aber wo lagen bish Einzig und allein in der Defensive. Sie sch und Calais. Die englischen Angrisse habe ang noch zu keinen nennenswerten Erfolgen geführt; Neuve Chapelle wird in der Kriegsgeschichte hauptsächlich als ein Denkmal sütr gefallene Engländer erscheinen.
ses in wenigen wiesen. Nun, lischen Trup⸗ e Erfolge? Ditn kirchen
Deutschland hat in den letzten Kämpfen bei Mpern aller Welt dargetan, daß die Engländer uns wohl manches zu schaffen machen, aber als furchtbarer entscheidender
ütsche Offensive stetig voran: Kräfte haben Ansturm aufzu⸗ r in Gefangen⸗ 1 Schauplatz in F 3470. Die am ten Orte liegen stseite des Yser⸗
Gegner keineswegs in Frage kommen.
lebt auch in Flandern noch, und sie s aller Widerstand und alles Aufraffen i den Gegnern nicht geholfen, den deutschen halten. Es gerieten neuerdings 1000 Englä schaft und die Zahl der auf dem fland den letzten Tagen Gefangenen erhöht sich Samstag von den deutschen Truppen erob im Nordosten von Ypern, also auch auf den
an
kanals. St. Julien liegt etwa 5 Kilometer nordpstlich von Mpern, Grafenstafel, gegen das unsere Truppen im siegreichen Vorrücken begriffen sind, liegt drei bis vier Kilo⸗ meter östlich von St. Julien. Diese in me en Tagen fort⸗ gesetzten Erfolge lassen sich, so viel sib ich die Herren
Joffre und French abmühen, nicht v schiebt die Schuld an der doch zie gegebenen Niederlage den französift diese sicherlich sehr erbaut sein werden sein Heil wieder einmal im Auftragen er die deutschen Erfolge einfach bestreitet Ausland wird die englischen und französischen Berichte er hal⸗ K d dami issen, wie die Din n v.
de deutlis eber. Ziffern gena n. Freuch will die vier schweren Ge⸗ chütze, von denen in der deutschen Freitagmeldung zu lesen war, wieder zurückerobert haben. Vielleicht wird dies von deutscher amtlicher Seite noch als Unwahrheit zurückgewie⸗ sen werden.
Die Franzosen haben auch auf den Maashöhen südwest⸗ lich von Combres eine schwere Niederlage erlitten. 24. zösische Offiziere, 1600 Mann und 17 Geschütze fielen ei in deutsche Hand. Während so die deutschen Waffen Erfolg an Erfolg reihen, ist es nicht die Zeit, müßige Friedens⸗ erüchte zu beschwatzen. Eine nachstehend wiedergegebene amtliche deutsche Feststellung, daß die leitenden Kreise dar⸗ auf beharren werden, die Feinde gründlich auf die Knie zu zwingen, wird mit allgemeiner Zustimmung be⸗ grüßt werden.
Auch der Stand der Ereignisse im Osten läßt ein gün⸗ stiges Fortschreiten der deutschen Sache erwarten. Aus den Karpathen wird ein neuer wichtiger Erfolg gemeldet: Der Feind ist aus seinen Stellungen beiderseits des Orawa⸗ tales geworfen worden. Dieses Tal liegt etwa 30 Klm. öst⸗ lich des vielgenannten Uzsoker Passes. Die russische Offensive muß in Rückzug und Flucht umschlagen. Gerade die jetzige Lage in den Karpathen verspricht für die nächste Zukunft noch manches 1 1. Ereignis. Die größte Schlacht der Weltgeschichte, die sich dort abgespielt hat, wird Sieg auf der einen und Niederlage auf der andern Seite bringen. Um dies in die Erscheinung zu bringen, dazu bedarf es noch heißer Kämpfe und Mühen.
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deutlich zu⸗ ypen zu, wovon e aber sucht Lügen, indem
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Gegen die Gerüchte von Friedensverhandlungen.
Berlin, 24. April.(WTB. Amtlich) Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt: Von verschiedenen Seiten hören wir, daß in Stadt und Land Gerüchte über eine Anbahnung von Friedensverhandlungen in Umlauf gesetzt wer⸗ den. Des Näheren wird angedeutet, daß vorbereitende Schritte zur Herbeiführung eines Sonderfriedens mit England auf der Grundlage gewisser englischer Wünsche und Forderungen im Gange seien oder in Gang gebracht werden follen. Kein Urteilsfähiger kann daran denken, die für Deutschland günstige Kriegs⸗ lage zugunsten eines vorzeitigen Friedensschlusses mit irgend einem seiner Feinde preiszugeben. Nach der vorläufig allein mög⸗ lichen allgemeinen Umschreibung des Kriegszieles, die der Reichskanzler in seinen Reden gegeben hat, müssen wir jeden Vor⸗ teil der militärischen Lage benützen, um die Sicherheit zu schaf⸗ fen, daß keiner mehr wagen wird, unseren Frieden zu stören, und dabei muß es bleiben. Die Gerüchte ber deutsche Friedens⸗ neigungen sind, gegenüber unsererun verminderten Ent⸗ schlossenheit zur Niederkämpfung der Gegner, törichte oder böswillige, auf jeden Fall aber mü ßig„Erfindungen.
Verdrehungen in den Berichten unserer Feinde.
Berlin, 26. April. Während die Oberste Heeresleitung neue deutsche Siege bei Mpern meldet, verdreht der amtliche französische Bericht vom Samstag abend die Tatsachen, welche den vorausgegangenen heftigen Kämpfen um das Dorf Lizerne zugrunde liegen. Die„Kreuzzeitung“ bemerkt dazu: Die dreiste Ableugnung des deutschen Erfolges durch Joffre wagt French nicht mitzumachen. Er gesteht in seinem Bericht die enormen
weitere siegreiche Kämpfe in Flandern. Ein neuer Erfolg in den Karpathen.
Verluste der kanadischen Diwision zu. Es ist nicht ohne In⸗ leresse, festzustellen, daß French die Franzosen für die Nieder⸗ lage verantwortlich zu machen sucht. Der amtliche französische Bericht.
Paris, 24. April.(WTB. Nichtamtlich) Amtlicher Nach⸗ mittagsbericht vom 23. April: Gestern abend fanden ziem⸗ lich lebhafte Gefechte in Belgien statt. In der YMserschleife nördlich Dixmuiden warfen belgische Truppen gegen Schloß Wi⸗ cogne gerichtete Angriffe zurück und en dem Feinde starke Verluste bei. Nördlich Ypern gelang es den Deutschen, indem sie eine große Meuge erstickender Bomben verwendeten, deren Wirkung bis auf zwei Kilometer hinter unseren Linien verspürt wurde, uns 5 zum Rückzug in der Richtung des Merkanals gegen 4 Westen und in der Richtung nach Ypern gegen 5 Süden zu veranlassen. Der feindliche Angriff wurde unte- bunden. Ein kräftiger Gegenangriff gestattete uns, das Gelände wieberzugewinnen, wobei wir zahlreiche Gefangene machten. In St. Michiel griffen wir westlich und östlich von der zuvor eroberten Stellung an. Wir besetzten 700 Meter Schützengräben und machten etwa 100 Gefangene, darunter drei Offiziere.
Herrn Joffre scheinen, nach diesem Bericht zu urteilen, recht unzuverlässige Nachrichten von der Front zuzukommen. Er dürfte also erst aus der heutigen Mitteilung der deutschen Obersten Heeres⸗ leitung die Wahrheit über den Umfang der englisch⸗französischen Schlappe am Mpernkanal erfahren haben.
Paris, 24. April. WTB. Nichtamtlich.) Gestern abend wurde amtlich bekanntgegeben: In Belgien hatte die durch Bom⸗ ben mit erstickender Wirkung, deren sich die Deutschen bedienten, hervorgerufene Ueberrumpelung nördlich von Ppern leine ernstlichen Folgen Unser Gegegangriff rechts von den englischen Truppen kräftig, links von den belgischen Truppen gleichfalls unter⸗ stützt, entwickelte sich erfolgreich. Die englisch⸗französischen Truppen gewannen Gelände gegen Norden zwischen Steenstragte und der Straße Ypern— Poelcapelle; unsere Verbündeten machten Ge- sangene dreier verschiedener Regimenter. In der Champagne zerstörten wir bei Beaussjour ein in einer Kasematte aufgestelltes feindliches Geschütz, welches unsere Schützengräben unter Seiten⸗
Auf den Maas hö te der euer N 55 uf 8 ee
zum Stehen gebracht wurden. Im Walde von Apremont daner⸗ ten unsere Fortschritte an der Tote de Vache an; in den eroberten Schützengräben waren etwa 200 tote Deutsche. Unsere Artillerie brachte zwei Munitionslager zur Explosion, wodurch eine in der Nähe befindliche Infanteriekompagnie fast vollständig vernichtet wurde. Wir erbeuteten einen Minenwerfer, ein Maschinengewehr und Kriegsmaterial..
Paris, 25. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern abend; Nördlich von Ppern machten die Deutschen in der Nacht vom Freitag zum Samstag und am Samstag heftige Anstrengungen, um die vorgestern durch ihre erstickenden Gase hervorgerufene Ueberrumpelung auszunutzen. Ihre Bemühung hatte leinen Erfolg. Bei Tagesgrauen am Samstag gelang es ihnen, auf dem linken Merufer das Dorf Lizaer einzunehmen. Ein kräf⸗ tiger Angriff unserer Zuaven und der belgischen Carabinieri brachte uns wieder in den Besitz des Dorfes, das wir bald hinter uns
ließen. Auf unserem linken Flügel rückten wir merklich vor im
Verein mit der belgischen Armee. Auf unserem rechten Flügel gingen wir laugsamer vorwärts. Inzwischen waren die englischen Truppen der Gegenstand eines heftigen Angriffs. Sie erwider⸗ ten ihn mit einem sofortigen Gegenangriff, dessen Ergebnisse noch nicht bekannt sind. In der Champagne, am Nordvorsprung einer Feldschanze von Beauséjour brachten die Deutschen fünf starke Minen in der Nähe unserer Schützengräben zur Explosion. Trotz der Heftigkeit der Sprengwirkung wurden die Trichter, die einen Durchmesser von 25 Metern besitzen, alsbald von unseren Truppen besetzt, die dort dem Feinde zuvorkamen. Sehr heiße Kämpfe wurden im Walde von Ailly geliefert, wo die Deutschen ihre verzweifelten Bemühungen verdoppelten, um 700 Meter Schützengräben, die wir ihnen entrissen haben, wiederzugewinnen. Nachdem wir am Morgen des 22. April einen Teil dieser Gräben hatten räumen müssen, nahmen wir ihn im Laufe des Tages wieder ein und behaupteten uns an dieser Stelle. Im Walde von Apre⸗ mont und an der Tete de Vache beschoß uns der Feind heftig, griff aber nicht mehr an. ö
Der Bericht des Generals French.
London, 24. April.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung French meldete gestern, daß der Feind am 22. April abends dit französischen Truppen zur Linken der englischen Truppen in der Nähe von Birschoote und Langemarck nördlich von Ypern angriff. Eine heftige Beschießung ging voraus, bei der der Feind viele Apparate zur Hervorbringung erstickender Gase benutzte. Aus der Menge der erzeugten Gase geht hervor, daß dies nach einem vorbedachten Plane im Widerspruch mit der Haager Kon⸗ vention geschehen ist. Die Franzosen mußten sich infolge der Gase nach dem Kanal bei Poesinghe zurückziehen, und wir waren gezwungen, unsere Linie in Uebereinstimmung mit der französischen zu ändern; unsere Front blieb intakt. Außer diesem Angriff auf unserer äußersten Linken fand ein solcher auch gegen die Laufgräben östlich von Ypern statt, er ist aber ab⸗ geschlagen worden. Der Kampf nördlich von Ypern dauert fort. Heute wurden zwei deutsche Flieger heruntergeschossen.
London, 24.*(WTB Nichtamtlich.) Das Kriegs⸗ amt teilt mit: Der Kampf um das Gelände zwischen Steen⸗ straate und Langemarck, wo die Deutschen durchdrangen, dauert noch an. Der Verlust dieses Teiles der Linie entblößte den linken Flügel der kanadischen Division, der zum Rückzug gezwungen wurde, um mit dem rechten Flügel der benachbarter Truppen Fühlung zu behalten. Im Rücken der letzteren befan⸗ den sich vier kanadische 4,7 Zollkanonen, die in die Hände des Feindes fielen. Aber einige Stunden später machten die Kanadier einen brillanten erfolgreichen Vorstoß und er⸗ oberten die Kanonen zurück.(2 Sie nahmen eine be⸗ trächtliche Anzahl Deutsche gefangen, darunter einen Obersten. Die Canadier hatten große luste, aber ihre Tapferkeit und Entschlossenheit retteten die Lage.(Die Absicht, die englische Nie⸗ derlage zu bemänteln, spricht so deutlich aus dieser Meldung, daß selbst die Landsleute Kitcheners trotz der Umhüllung wir eine bittere Pille schmecken werden.) g


