Ausgabe 
(10.4.1915) 84. Erstes Blatt
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bontschen Partei, die Bulgarien zum Kriege gegen Serbien aufreizen wollen, zu widerstehen, so sollten sie anderen den Platz überlassen; aber in Sofia müsse man aufhören, eine iespaltige Politik zu treiben, die unter dem Vorwande er Neutralität den Interessen der Feinde und der Alliier⸗ ten diene. DerFigaro fragt: Träumten denn die Serben, welche die Angreifer verfolgten, als sie die bulgarischen Uniformen erkannten?Gaulois schreibt, es sei unbekannt, ob die bulgarische Version mit den Ergebnissen der serhi⸗ schen Untersuchung in Einklang gebracht werden könne. Es stehe fest, daß die Türken die Anstifter des Zwischenfalls wären. Die Revolte sei in Berlin und Wien angezettelt worden, um eine Spannung zwischen Bulgarien und Ser⸗ bien zu erregen. Das beweise die bulgarische Antwort. Nur Petit Parisien begrüßt es mit Genugtuung, daß Sofia jede Solidarität mit den Anstiftern des Handstreiches ab⸗ lehne. Das Blatt sagt, die Erklärung Bulgariens ließe hoffen, daß der Zwischenfall schnell beigelegt werde.

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6 Die russischen Ansprüche⸗

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Petersburg, 8, April.(WTB. NichtamtlichRietsch beschäftigt sich im Anschluß an einen Artikel derRußkija Wiedo⸗ mosti mit der Dardanellenfrage und führt aus: Rußland könne sich keinesfalls mit der Neutralisation der Dardanellen ein⸗ verstanden erklären, wie die englische und französische Presse vor⸗ geschlagen habe. Weder die Schleifung der Befestigungen noch der 5 Besitz des Bosporus allein entspreche den russischen Interessen. Notwendig für Rußland sei die vollständige und unbe⸗ schränkte Besitzergreifung Konstantinopels. Einer anderen Macht, etwa Griechenland oder Bulgarien, Konstantinopel zu überlassen, sei ganz undenkbar. Der Besitz Konstantinopels werde Rußland einen breiten Weg zur Weltmachtstellung verschaffen. Ruß⸗ land könne Konstantinopel als Freihafen erklären und sonstige Er⸗ leichterungen des Handels zulassen, die vornehmlich Rumänien an⸗ 90 würden. Im übrigen könne Rußland unter keinen Umständen * den ausschließlichen Besitz Konstantinopels verzichten. Ein weiteres französisches Schlachtschiff beschädigt. FLVondon, 8. April.(Ctr. Frkf.) WieDaily Tele- graph aus Tenedos berichtet, ist bei der Schlacht in den Dardanellen auch das französische LinienschiffSuff⸗ ren schwer beschädigt worden. Weiter verloren die Franzosen einen Torpedojäger und zwei Wasser⸗ flugzeuge. 5Suffren, der 1899 vom Stapel lief, hat eine Wasser⸗ verdrängung von 12 730 Tonnen und vermag eine Geschwin⸗ digkeit von 18 Seemeilen zu entwickeln. Die Bewaffmung besteht aus vier 30,5⸗Zentimeter⸗, zehn 16,4⸗Zentimeter⸗, acht 10⸗Zentimeter⸗ und 22 kleineren Geschützen. Die Be⸗ satzung des Schiffes umfaßt 655 Mann.)

1 der Seeltieg.

g London, 9. April.(WTB. Nichtamtlich) Das Reutersche Bureau meldet aus Grimsby: Der FischdampferZarina ist in der Nordser in die Luft geflogen. Von der Besatzung werden neun Mann vermißt. Es ist unbekannt, ob das Schiff auf

ne Mine gelaufen oder torpediert worden ist. London, 9. April. Wi Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Eine Mitteilung der Admiralität be⸗ sagt, daß in der am 7. April beendigten, Woche fünf englische Dandelsschiffe von insgesamt 7904 Tonnen durch deutsche 930 te in den Grund gebohrt worden seien Nicht ein⸗ gerechnet seien fünf Heine von insgesamt 914 Tonnen Ge⸗

halt. In derfelben Woche seien in den Häfen Großbritanniens, obwohl Ostern war, 1234 Dampfer ein- und ausgelaufen.

Ein italienischer Dampfer von den Franzosen

angehalten.

Ba fel, 9. April.(WI Nichtamtlich) Nach einer Mel⸗ . der Nachrichten aus Mailand ist der it a⸗

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1 angehalten und nach Niz

fowie Kleider aus Genua, die für deutsche Kaufleute in Montevider

bestimmt waren, wurden beschlagnahmt. Ferner wurden an Bord es spanischen Dampfers von einem französischen Hilfskreuzer

350 Tonnen Dörrerbsen, die als Transitgut nach der Schweiz be⸗

stünmt waren, beschlagnahmt, anscheinend, weil auf den Kannosse⸗ ments der Empfänger nicht genannt war.

95 Der englische Handel.

London, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem 5 icht des Handelsamtes betrug der Wert der GEin⸗ fuhr im nat März 75 590 918 und Sterling gegen 66947315 Pfund Sterling im März 1914, der Wert der Ausfuhr 30176 066 Pfund Sterling gegen 44 518 661 Pfd. Sterling im gleichen at des Vorjahres.

* Eine neue englische Hetzlüge.

erlin, 10. April. Ueber englische Hetzlügen liest man Bossischen Zeitung aus Amsterdam:Daily Telegraph eldet mit offensichtlicher Genugtuung aus New Pork, daß in ganz Deutse amerikanische Waren boykottiert wür⸗ den und zwar aus Vergeltung gegen die Munitionsausfuhr aus AAmerika. In Rundschreiben würde es als heilige Pflicht bezeich⸗ net, alle Geschäftsverbindungen mit Amerika abzubrechen. Ameri⸗ 2 Waren würden überhaupt nicht mehr zum Verkauf an⸗ 1 eboten.

1 DieVossische Zeitung bemerkt hierzu: Die Meldung bele die in Deutschland lebenden Amerikaner über die Wahre e

Bonkott ist von ihnen selbst durch Unterbind der in⸗ 3 rch erbindung deutschen Ein

Ein Anschlag auf den Sultan von Aegypten. Kairo, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter⸗

schen Vureaus. Gestern nachmittag 3 Uhr wurde auf den Sult als er den Abdenpalast verließ, um eirtige äger 7 1

1 Rom, 9. April.(WTB. Stefani aus Kairo meldet, ist der!der gestern

Heinen Anschlag auf den Sultan verübte, ein junger mohammedanischer Aegypter namens Mohammed Ga⸗ bel aus Mansura. Der Sultan blieb unverletzt, weil ein 5 Italiener namens Gianotti den Revolver beiseite schlug.

* 0 n

amtlich) Wie die Agenzia nachmittag

5 ö* Reise der Königin von Schweden nach Deutschland. Hopenhagen, 9. April.(WTB Nichtamtlich) Die

Königin von Schweden ist heute früh mit Gefolge 3 und hat um 11 Uhr die Reise nach Deutsch⸗

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Berlin, 9. April.(WTB. Nichtamtlich) Die Königin von Schweden ist heute abend hier

Der Dank desedelmütigen Frankreich! Genf, 5. April. DerMatin, vom Fisch⸗Boulevard 5 8 e ist das erfte N Eindruck der

a en K e ihrer Heimat ickkehre durften, 1 galt natürlich für dee at 5 möglichst fundamentale Verdrehung der Wahrheit zu bewerk stelligen, mit welch schmutzi Geschäft ein Sieur Andre

ung 75 kienische DampferAurora von französischen 2 A izza gebracht worden. Maschinen,

nellen Politiker nicht, aus schwarz weiß zu machen; er mußte eingestehen, daß sich keiner der französischen Ge⸗ fangenen über die ärztliche Behandlung usw. ernsthaft be⸗ klagte. Daß dieser Sieur Lefevre trotzdem die Aussagen seiner Landsleute nur dazu benutzt, um in niederträchtiger Weise die Tüchtigkeit deutscher Aerzte anzuzweifeln, ver⸗ steht sich von selbst, umsonst schindet man beimMatin leine Zeilen! Um aber einerseits die kindische Bösartigkeit dieses professionellen Politikers zu charakterisieren und um andererseits zu zeigen, was sich ein Pariser Publikum von einem Ignoranten alles bieten lassen kann, sei nur eine Stelle seiner Auslassungen hier wörtlich wiedergegeben: Bevor die deutschen Behörden unsere Landsleute freigaben, haben sie diesen in einem schön eingerichteten Hotel in Schaff⸗ hausen am Bodensee(1) einen dreiwöchentlichen Aufenthalt bezahlt, während dessen man es 8 17 sie ein wenig herzustellen, aus Scham gewissermaßen, damit diese Kranken nicht in einer zu elenden, leiblichen Beschaffenheit vor uns erschienen. 1 N Bismarck sagte von einem Franzosen:Er ist ein Herr, der eine Dekoration trägt und die Geographie igno⸗ riert. Voltaire nannte den Franzosen ein Gemisch vom Affen und vom Tiger. Fügen wir noch ein reiches Maß von seelischem Defekt hinzu, und so haben wir eine Charak⸗ teristik dieses Sieur Lefdͤvre, Abgeordneter von Beruf und Lügner aus Neigung.

1 Aus dem Reiche.

5 Die Kriegsanleihe. a

Berlin, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Bis zum 9. April wurden auf die zweite Kriegsanleihe 4640 Mill. Mark eingezahlt, das sind mehr als die Hälfte der Gesamtzeichnung von 9060 Millionen Mark.

Journalisten neutraler Länder in Deutschland.

Bremen, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Auf Anxegung der Zentralstelle für den Auslandsdienst in Berlin sind für die nächste Zeit Reisen der in Deutschland weilenden Journalisten der neutralen Länder durch deutsche Städte geplant. Die erste Reise führt in die drei Hansestädte, um den Teilnehmern Einblick in das öffentliche Leben und insbesondere der wirtschaftlichen Ver⸗ hältnisse daselbst während des Krieges zu gewähren. Unter Füh⸗ rung des Direktors Schuhmacher, als Vertreter der Zentrale für den Auslandsdienst, traf vorgestern abend eine größere Anzahl der Vertreter großer Zeitungen Schwedens, Dänemarks, Hollands, Nord- Amerikas, Spaniens, Rumäniens und Griechenlands ein. Die Herren besichtigten die Stadt und einige industrielle Anlagen, in denen emsiger Betrieb herrschte. Im Verwaltungsgebäude des Norddeutschen Lloyds begrüßte Senator Hildebrand als Leiter des Roten Kreuzes die Gäste, worauf Pastor Frick in einem län⸗ geren Vortrage das segensreiche Wirken des Roten Kreuzes in Bremen beleuchtete. Auf der Fahrt durch die Stadt fand eine Be⸗ sichtigung der Wehranlagen an der Weser, des städtischen Elektrizi⸗ tätswerkes sowie des Betriebes der Hansa⸗Llohd⸗Automobilfabrik statt. Am Nachmittage wurde den Gästen die Wohnweise der bre⸗ mischen Arbeiterschaft durch Besichtigung verschiedener Typen von Einfamilienhäusern erläutert. Hieran schloß sich ein Besuch der Kaffee⸗Handels⸗Aktien⸗Gesellschaft und des städtischen Museums für Handel und Völkerkunde an, sowie ein Empfang durch die Handels⸗ kammer, bei dem der Vizepräsident Achelis die Herren namens der Handelskammer begrüßte. Direktor Schuhmacher dankte na⸗ mens der Zentrakstelle für den Auslandsdienst und der Journalisten. Abends waren die Herren Gäste des Senats.

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Berlin, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.] Die Kron⸗ e und die Prinzessin⸗Tochter befinden sich

Stuttgert, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die würd tembergische Staatsschuld betrug nach einer Bekannt- machung des Finanzministeriums am 31. März 1914 insgesamt 646 729014 Mark 29 Pfg. Bei der Vergleichung des Standes der Staatsschuld mit dem Stande am 31. März 1913 ergibt sich Vermehrung der Staatsschuld von 23 743 92857 Düsseldorf, 8. April. In einer hier abgehaltenen

n des Deutschen Kartoffel⸗

eich besucten a f Großhändler verbandes wurde folgende Entschließung an⸗ genommen: Der Verband hat den Erlaß des Ministers des In⸗ nern, wonach die Landräte in Preußen beauftragt werden, Kar⸗ toffeln für das Neich zu kaufen, zum Gegenstand der Besprechung gemacht. Der Verband bedauert, daß die Preise der Kartoffeln beim Landwirt wiederum in so erheblicher Weise heraufgesetzt wor den sind, zumal dadurch der Handel genötigt wird, dem Landwirt ebenfalls die Preise zu bewilligen, was eine der Ware zur Folge hat. Insbesondere kann auch die Gleichmäßig leit der Zuschläge der Preise für die spätern Monate nicht gebilligt werden. Der Preis der Ware hängt ab von den einzelnen Sorten und ihrer Beschaffenheit, den örtlichen Verhältnissen, den Witte rungsverhältnissen und den landwirtschaftlichen Betriebsverhält⸗ nissen und kann im vorcus zweckmüßig micht festgestellt werden. Infolge des Erlasses des Mimisters ist eine vollstämdig unsichere im Handel geschaffen worden. Einzelne Landräte sind dazu übergegangen, die Ausfuhr von Ware in den betreffenden Kreisen 85 verbieten, wozu feine gesetzliche Berechtigung vorliegt. Viele rlader und Landwirte weigern sich mit Rücksicht auf die behörd⸗

Klarheit schafsfe. Ferner erwartet der unverzüglich Anweifung zu Aufhebung aller Ausfuhrverbote oder sonstigen Beschränkungen des Handels erhalten, und daß die vom Handel gekaufte Ware auf jeden Fall vom Ankauf und von der etwaigen Beschlagnahme durch die Landrüte ausgeschlos sowohl für die bestehenden Lieserungsvertrüge als auch Ware, die zukünftig gelauft wird.

Aus Stadt und Land. Gießen, 10. April 1915.

Wichtige Aeuderungen in der Liebesgabenorganisation.

Das stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps gibt bekannt: Trotz wiederholter Hin⸗ weise sind bislang die Liebesgaben fast immer für bestimmte Truppenteile gespendet worden anstatt für die Allge⸗ meinheit. Die Zuweisung der Liebesgaben an be⸗ stimmte Truppenteile hat num dazu geführt, daß Trup⸗ pen, die aus wohlhabenden Heimatsgebieten stammen, im Ueberfluß bedacht, während andere Teile, i sondere die zahlreichen Neufor mationen auch Landwehr und Landsturm die einen heimatlichen Standort nicht haben oder weniger bekannt sind, nicht versorgt wur⸗ den. Aus diesen Gründen hat das Kriegsministerium ange⸗ ordnet, daß bei den Abn en für freiwillige Gaben nur noch Liebesgaben für die Allgemein⸗ heit also ohne nähere Bezeichnung irgend eines Trup⸗ penteiles angenommen werden dürfen. Die Abnahme⸗ stellen leiten die ihnen zugeführten Liebesgaben in erster Linie an die aus dem Korpsbereich stammenden Truppen⸗ teile weiter. Hierdurch ist an und für sich schon die Gewähr egeben, daß Liebesgaben aus dem Bereich des 18. Armee⸗ lorps vorwiegend den aus dem Heimatsgebiet stammenden Verbänden zugute kommen. Daneben ist aber auch noch

Lesevre, Deputierter des ne⸗Departements, beauftragt wurde. Aber trotz bestem n gelang es diesem 2 2

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die Möglichkeit gegeben, Sendungen an bestimmte Truppenteile gelangen zu lassen und zwar durch Ver⸗

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mittelung der dungen dürfen aber das wi um nicht übersteigen. Für den Bezirk des 18. sind errichtet: a) als Abnahmestellen Abnahmestelle 1, Frank⸗ furt a. M., Bahnhofsplatz 15(für Lazaretthedarfsartikel), Abnahmestelle 2, Frankfurt a. M., Hebdexichstraße 59(für fänttliche übrigen Liebesgaben) b) als Militär⸗Paket⸗Depot: das Militär⸗Paket⸗Depot Frankfurt a. M., Mittlerer Hasen⸗ pfad 5, das Militär⸗Paket⸗Depot Darmstadt, im Po gebäude des Hauptbahnhofs.

ganze Vaterland erstrecken soll, ist neuerlich ins Leben 1 worden. Unter Ueberreichung einer Huldigungsanschrift, die den Kaiser der unwandelbaren Opferwilligkeit und Liebe der deutschen Frauen versichern soll, wird dem Monarchen am Tage seines Regierungsjubiläums eine Spende der deutschen Frauenwelt übergeben werden, die nach dem Gutdünken des Kaisers verwandt werden soll. Im Anzeigenteil der vorliegenden Nummer findet sich der Aufruf des Ausschusses an die Frauen⸗ und Mädchen⸗ welt und seine Unterstützung durch sämtliche Gießener Frauen⸗ vereine.

wendigen Gesuche. 1 * Militärische Vorbereitung der Jugend. Die Sommerübungen beginnen am Sonntag, 11. April, mit kurzen Exerzierübungen am Trieb. Die Jungmann⸗ schaften treten um 2 ¼ Uhr an der Germania(neuen Kaserne) an. Vollzähliges Erscheinen ist der bavorstehenden Besichtigung wegen sehr erwünscht. a Aepfel und Birnbäume haben in diesem Früh⸗ jahre einen reichen Blütenansatz. Geht die Blütezeit ohne Nachtfröste vorüber, so haben wir ein gutes Obstjahr zu er⸗ warten. Allerdings drohen dem Obstsegen noch mancherlei andere Gefahren, namentlich von seiten des Ungeziefers, wie z. B. von dem Apfelblütenstecher. Da der Winter sehr mild war, haben wir wohl ein ganzes Heer von Schädlingen zu erwarten. Man sehe darum die Lei mringe an den Bäumen nach, und wo man es unterlassen hat, solche anzu⸗ legen, hole man es jetzt noch nach. Wo der Raupenleim vertrocknet ist, erneuere man ihn, und viele Schädlinge, die nicht fliegend an die Knospen und Blätter gelangen können, werden hier festgehalten und finden ihren Untergang. Sehe niemand, wie dies in früheren Jahren geschah, diese Arbeit als unnötig an.

» Anlagemusik. Am Sonntag, 1I. April, vormittags 11% Uhr, findet am Landgraf Philipp⸗Platz Konzert, aus⸗ geführt von der Kapelle des 1. Landsturm-Ersatz-Bat. Gießen, statt. Die Spielsolge bringt: Choral: Lobe den Herern; Quverture zuDer Zauberer von Rom von Ebel; Mohnblumen, Romanze von Moret; Altniederländisches Dankgebet von A. Valerius; Bor 100 Jahren und jetzt, historisch-patriotisches Marsch-Potpourri von 5 3 und Aller Ehren ist Oesterreich voll, Marsch von J. Nowotny. 0

82 nes iert auf den Sirenen wird am Montag. vormittag probe weise gegeben werden. Es ist also kein Grund zur Beunruhigung vorhanden.

Vom Postscheckverkehr. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende März 1915 auf 105 473 gestiegen.(Zugang im Monat März 818.) Auf Postscheckkonten wurden im März gebucht 2142 Millionen Maß Gutschristen und 2124 Millionen Mark Lastschristen. Bargeldlos wurden 2352 Millionen Mark des Umsatzes* Das Gesamt⸗

uthaben der Kontoinhaber betrug im März durchschnütttich

3 Millionen Mark. Im internationalen Postüberweisungs⸗

Vom Hochbauamt sind im abgelaufenen Vierteljahr

zwei Baugenehmigungen erteilt worden, die jedoch keine

ufer betrafen. In der gleichen Zeit des Vorfahrs wurden sieben Baugesuche, darunter vier für Wohngenehmigt.

* Arbeits jubiläum. Herr Karl Krombach ist heute

25 Jahre bei der Firma W.& G. Schuchard, Selters weg 44,

tätig. 5 N 8 N Landkreis Gießen. J.

U- verkehr wurden 7,3 Millionen Mark umgesetzt.

Fe Dorf- Gill, 9. April. Die Sammlung für die Natio- nalstiftung sür die Hinterbliebenen im Kriege ergab in biesigem Orte die Summe von 97 Mk., die an die Kreiskasse in

Gießen abgeliefert wurde. g A Climbach, 9. April. Als erstem in unserer Gemeinde

wurde dem Gefreiten Ludw r(Sohn des 23 Severin Leyerer) im Drag.- r. 23, zurzeit beim iments- Nr. 118, das Eiserne Kreu;

stabe des Reserve-Inf. verliehen.

A Klein⸗-Linden, 9. April. Unter-Bahnassistent Wirt. fa 10 seiert am Sonntag sein 25 jähriges Dienst⸗ jubiläum..

4 Hungen, 9. April. Ein in Amerika lebender Hungener Herr Fritz Muschenheim hat seinem Jugendfreund, der⸗

itigen Bürgermeister Fendt, eine Spende von 500 Mart . diefer bedürftiger Kriegsteilnehmer oder deren Familien

gesandt. Kreis Friedberg.. 0

Rodheim v. d. H., 9. April. Tot aufgefunden wurde gestern nachmittag in einem sogenannten Bleich in unmittelbarer Nähe unseres Ortes der in den fünfziger stehende öhner und Nachtwächter serer Gemeinde Friedrich Armbrust. Er wurde vorgestern vermißt. Ob der fleißige den Tod ist unbekannt.

Seer e e e e

t A belt i. her borragende Tapfer⸗ 150 eber Tres sowie sehlsch Terferkaltk⸗ medaille. 5

K. Bad- Nauheim, 10. April. Sn wenigen agen bo-

ginnt die eigentliche Kurzeit. Die regelmäßigen Kurkonzerte am 15. April. Ueberall werden eitrig Vorbereitungen

für den Sommer getroffen. Nach den zahlreich 5 An⸗ meldungen zu urteilen, wird voraussichtlich der Besuch lebhaft werden. Auch von dem neutralen Auslande kommen viele

falls in Bad-Naubeim eine Kur gebrauchen, wenn sie zuvor unter Einsendung eines ärztlichen Attestes die Zustimmung bei dem stell⸗ vertretenden Generalkommando des 18. Armeekorps in Frank- furt a. M. einholen und, soweit sie jetzt schon in Deutschland sich 8 die des Generalkommandos ihres jetzigen es.

Starkenburg und Rheinhessen. 5

ch. Bingen, 8. April. Die heutige Stadtverord⸗ netensitzung beschästigte sich abermals mit der Frage der Be⸗ schaffung von Fleischdauer waren. Von der Regterung ist 4 erlassen worden, nach welcher diejenigen Slot, 1 er

allen Dingen dienen. Nach beschlossen, bei der Zentraleinkaufsgesellschast für 150% Mar Fleischdauer ware zu bestellen. 3 Darmstadt, 9. April. Der Staatssekretär des N

wurde heute mittag vom Großherzog empfangen und 2 Staatsminister von Jwald einen Besuch

Darmstadt, 10. April. Der Groß am 7. April d. J. den Privatdozenten

.

Eine deutsche Frauenspende, die sich über das

den N.

Anfragen. Kurbedürftige aus dem übrigen Auslande können eben⸗

Ausenthalts⸗ 4

age noch nicht nähergetreten sind, sich umgehend

damit beschästigen sollen. Das Abschlachten der Schweine soll vor r Sicherung der vorhandenen Hartoffelvorrädte

3 zum Teil recht lebbaster Aussprache wurde

amtes, Dr. Helfrich, der gestern abend hier eingetroffen ist,