8 8 Ur. 76 Erstes Blatt
Der Sietzener
viermal. wächenllich nal bieuftrten Brel:
P ee 2
ruchter Anzeiger Gieten. für 8
. 5 Y roßes Hauptauartier, 30. März.
Westlicher Kriegsschauplatz. fanden nur Artillerie⸗ und Sappenkämpfe statt. a Destlicher Kriegsschauplatz.. Bei den Kümpfen um Tauroggen die zur Besitz⸗ nahme diefes Ortes führten, hat sich nach Meldung des dort 9 Prinzen Joachim von Preußen der ostpreu⸗ tzische Landsturm glänzend geschlagen und 1000 Gefangene gemacht. 5 Bei Kras novo! erlitten die Russen sehr schwere Ber⸗ (etwa 2000 Tote). Unsere Beute aus den dortigen sen belief sich bis gestern abend auf 3000 Ge⸗ fangene,? Maschinengewehre, 1 Geschütz und mehrere Munitionswagen. An der Szkwa bei Klinki wurden bei einem mißglück⸗ sche Offiziere und
ten russischen Angriff zwei russi 600 Mann gefangen. In Gegend Olszyny(linkes Omulew⸗Ufer) wurden zwei russische Nachtangriffe abgeschlagen. Uebergangsversuche der Russen über die untere Bzura
wurden abgewiesen. *** Wir haben auch heute günstige Nachrichten von den Kriegsschauplätzen. An verschiedenen Stellen haben die
liefern von der allgemein feststehenden deutschen Ueber Meldung 1. een e gen. Auch in den Karpathen kommen die Feinde nicht voran. eg, der den Engländern immer neue Verluste bereitet,. die„Morning Post“ neuer⸗ ungsmittel der
im das etne erheblich. werden nun die Aussichten geringer, die Unterseeboote durch Dampfer zu rammen.
licht große Verstärknig dez 1
Die„Times“ weisen auf den Umstand hin, daß seit kurzem Unterseeboote mit höherer Zahlenbenennung in Ver⸗ wendung sind. Dem„Standard“ zufolge beginnt die Fracht⸗
erhöhung, die Verringerung der Erzzufuhren und die Stei⸗ gerung sige Verteuerung
die Das einzige Mittel ist eine mög⸗ Erkundungsdienstes durch englische
be. er Kohlenpreise eine rief 1 amten Erzeugungsverhältnisse der englischen Eisen⸗ * und 5 auch des Schiffsbaues und der Kriegs⸗ materialienherstellung zu verurfachen. Die Zahl der ver⸗ senkten englischen Schiffe stellt noch nicht den Gesamtschaden der den Briten zugefügten Verluste dar; noch wesentlicher ist die 8 des Verkehrs, die sich in Zahlen fehr schwer berechnen läßt.
Von 1 Dardanellen kommt die wenig erschütternde Nachricht, daß neuerdings einige feindliche Schiffe in die Dardanellen eingefahren sind und die Innenforts be⸗ schossen h Es handelt sich hier aber wohl mehr um demonstrative Absichten der Engländer, als um die Hoffnung, wirklich die Durchfuhr zu erzwingen. Nach den neuesten Meldungen war auch die Nachricht von bereit⸗ gestellten Landungstruppen auf griechischen Inseln nichts als ein Bluff. Gerben Aufsehen muß es erregen, daß, nach einer Meldung aus Athen, die Landungstruppen vor den Dardanellen aus Mangel an W wieder eingeschifft und nach Cypern und Aegypten befördert worden sein sollen. Liman von Sanders, der neuernannte türkische Heerführer, hätte sich sicher gefreut, die Bekanntschaft der Ankömmlinge zu machen. Er wird nunmehr dafür Sorge ab. daß für künftige Fälle die Posten alle gut besetzt
**
* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird berlautbart: 30. März 1915. In der Karpathenfront entwickelten sich gestern im Raume südlich und östlich L up- kow wieder heftigere Kämpfe. Starke russische Kräfte gingen erneut zum Angriff vor; bis in die Nacht dauerte der Kumpf an Der Feind erlitt große Verluste und wurde überall zurückgeschlagen.
Zwischen dem Lupkower Sattel und dem Ul z soker Paß wurde ebenfalls hartnäckig gekämpft.
„ Von den vor Ur zemy l zuletzt gestandenen russischen Kräften wurden bel den Angriffen südlich Dwern ik die 1171 N 4 64 konstatiert.
n ostgalizien, am Dunajec und in Rus⸗ sisch⸗Polen 5 die Situation unberändert b Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Wien, 30. März. WTB. Nichtamtli Die Kriegsbericht⸗ Suatter der Blatter melden; Die Nnpfpaufe zu eden gelber hr Duklasenkung dauerte nur 24 Stunden. Die Russen setzten neue Reserven ein. Die Kämpfe im Ondava und Labore za tale sind wieder in vollem Gange. Unsere Truppen leisten UHeber⸗ nienschliches in heroischer Tapferkeit. Auch gestern brachen wieder zahlreiche Angriffe des Feindes unter schwersten Verlusten zusamt⸗
n. Beionders heftig gestalten sich noch immer die Kümpfe in
(Dienstag und—* —
les. Jahrgang
der Gegend des Uzsokerpasses und auf der Front westlich davon bis zur Baligroder Straße. Bisher konnten die Russen trotz ihrer kolossalen Angriffe nicht an einem einzigen Punkt i Absicht, neuerlich nach Ungarn ustoßen, verwirklichen. Alle Karpathenkämpfe, ausgenommen die Kämpfe des zähen Ringens in der Duklaniederung, wo die Russen noch immer dieselben Stellun⸗ gen mit ganz geringen 2 chungen der Front von der Grenze innehaben, wie int Januar, spielen sich auf galizischem Boden ab. In der Bukowina gab es auch gestern wieder einzelne für uns erfolgreiche Gefechte, während in Ostgalizien und an der gan⸗ zen übrigen Front Ruhe herrscht.
Der Seekrieg.
London, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die Admira⸗ ralität gibt bekannt, daß in der Woche vom 17. bis 24. März drei britische Schiffe von zusammen 11650 Ton⸗ nen Gehalt von Unterseebooten versenkt worden sind viertes Schiff wurde torpediert, erreichte jedoch den Hafen. Die Zahl der in der Woche angekommenen und aus⸗ gefahrenen Schiffe von über 350 Tonnen Gehalt betrug 1450.
Das Neutersche Bureau meldet: Die Admiralität gibt bekannt, daß der holländische Dampfer„Amstel“ auf der Fahrt von Rotterdam nach Goole am Montag früh 4 Uhr auf! der Höhe von Flamborough auf die Mine eines deutschen Minenfeldes lief. Die Besatzung wurde am gelandet. Die Admiralität teilt weiter zur Versenkung der„Aquila“, die auf der Fahrt von Liverpool nach Lissabon auf der Höhe von Pembroke torpe⸗ diert wurde, mit, daß 23 Mann von der Besatzung und drei Passa⸗ giere vermißt werden. Der Kapitän und 19 Mann sind in Fish⸗
zan arne Fasrnfst der
„guard gelandet worden.
London, 30. März.(W Reuterschen Bureaus. Gestern „Falaba“ hier auf der
10 8
. de f und Seen
schnell und holt 8 lei See
pedo aus 200 Meter Dampfer mittschiffs, der in zehn Minuten sank. Fast unmittelbar
Die britischen Verluste.
London, 30. März.(WDB Nichtamtlich.) Die gestern veröffentlichte brit ische Verlu st li ste enthält die Na⸗ men von 68 Offizieren.
Das Angebot der australischen Regierung, weitere 10000 Mann Truppen zu schicken, das von der Reichs regie⸗ rung angenommen worden ist, bringt die Stärke der austra⸗ lischen Truppen auf 60 000 Mann.
*„*
Die Bedrohung der Dardanellen.
Berlin, 31. März. In der Nacht auf den 29. März dran⸗ gen, einem Drahtbericht der„Voss. Ztg.“ zufolge, drei Panzerschiffe und vier Torpedobootszerstörer in die Dardanellen ein und beschossen aus großer Entfernung das Fort von Kilid Bahr. Am 29. März früh erschienen, wie es weiter heißt, vier französische Flotteneinheiten im Golf von Saros und beschossen die tür⸗ kischen Befestigungen. Unterdessen drangen englische Panzerschiffe neuerdings in die Dardanellen ein und bombar⸗ dierten die Forts von Dardanos, welche das Feuer erwi⸗ derten. Von mittags bis gegen 4 Uhr war eine Gefechts pause. Dann feuerten die Schiffe gegen Kritia an der europäischen Küste. während die„Queen Elizabeth“ ein indirektes Feuer vom Golf von Saros her unterhielt. Während des Nachmittags flog ein türkischer Flieger über die Gallipoli und Tenedos und kehrte unbeschädigt zurück. Die türkischen Landstreitkräfte bereiten sich eifrig auf einen Widerstand im Falle einer Truppenlandung vor.
Da sie mit schwerer Artillerie versehen seien, werde man mit einem
heftigen Seekrieg rechnen müssen.
Berlin, 31. März. Nach einem Konstantinopeler Telegramm der„Kölnischen Zeitung“ erweisen sich die englisch⸗französischen Nachrichten von Ansammlungen von starken Lan dun gstrup⸗ pen auf den griechischen Inseln als Bluff. Durch Flieger ist zweifelsfrei festgestellt worden, daß sich keine Landungstruppen auf den Inseln nahe der Dardanellen befinden.
i. Köln, 31. März. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Athen: Infolge Mangels an Pla bl für die Unterbringung der Truppen und unzulängliche Mittel für die Unterhaltung der Mann⸗ schaften und Zugtiere haben die Admirale der verbündeten Flotten beschlossen, die vor den Dardanellen zusammengezogenen Lan⸗ dungstruppen in Stärke von 30 000 Mann wiedereinzuschif⸗ fen und sie nach Cupern und Aegypten zu befördern. Dort soll angeblich ihre Zahl auf 150 000 erhöht werden. Dann will man sie zur sofortigen Verwertung bei den Dardanellen erneut ein⸗ schiffen. Dies dürfte aber mindestens noch einen Monat
dauern.(Daß die Verbündeten an den Dardanellen keinen Platz
um
Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen
bis vormttiags 9 lihr. Rotationsdrud und verlag der Brühl schen Untv. Buch und Steindruckerel R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druderei: Schulstr. 7.
Wiederum 4600 Russen gefangen! Ab Angriffe in den Karpathen.
und Porto sollen nacht Zusammenkünfte von Cerbonari staft⸗-
Mittwoch, 3J. März 1915
Bezugsere! monatl. 75 P., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Y.; durch die Post Mk. 2.— viertel ⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pi, ausw. 20 Pf.— Haupi-⸗- schrijtleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; g für Stadt und Land, 1 Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.
geschlagene nge
F
finden können, ist eine Nachricht, die ihnen ausnahmsweise einmal jeder glauben wird. Red. d. G. A.) * 0* Der amtliche französische Bericht. f Paris, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von 7 1 5 abend. Der Feind beschoß die Stadt Nieu port und Bad Nieuport. Er verucfachte an der über die Mer geschlagenen Brücke Beschädigungen ohne große Bedeutung. In der Cham⸗ 5 4 Artilleriekampf um Beauséjour. In den rgonnen Kano⸗ nade. Es wurden Bomben geworfen, i
Sonst verlief der Tag ruhig und ohne Infanteriekämpfe. Die landwirtschaftlichen Frühjahrsarbeiten
1 2 1 5 aris, 30. März.„ Nichtamtlich.)„Petit Jour⸗
nal“ schreibt: Nach 4 ben Aderbaeminiterhn vorliegen⸗
den Berichten kann man hoffen, daß die Frühjahrsarbei⸗
ten für die Ernte unter verhältnismäßig guten Beding⸗ ungen fortschreiten. Es herrscht jedoch großer Mangel an Landarbeitern. Die Verwaltun sabteilung des Ministeriums des Junern fordert deshalb die Arbeitslosen, besonders die belgischen Flüchtlinge, auf, im National-
„ besonders im Gebiet von Bagatelle, wo die Tätigkeit auf beiden Seiten sehr lebhaft bleibt. 1 28
bureau für Landwirtschaftsarbeiten Stellung zu suchen. Die 1
Reisekosten nach dem Arbeitsorte übernimmt zu drei Vier⸗ teln das Nationalbureau, zu einem Viertel der Arbeitgeber.
Kritische Lage in Portugal.
Lyon, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Republicain“ meldet aus Madrid: Aus Portugal hier eingetroffene schildern die dortige Lage als sehr ernst. Gegen den Präsiden⸗ ten der Republik ist wegen seiner Eingriffe in die Rechte des Parlaments ein Verfahren eingeleitet worden. Die nw⸗ narchistische Presse versichert, daß zahlreiche Geheimgesellschaften eine Verschwörung gegen die Regierung angezettelt hätten. Die Presse spricht offen von einer Rev olution, die zum Ausbruch kommen„wenn mat es am wenigsten erwarte. In Lissaboern
finden, denen zahlreiche Unteroffiziere beiwohnen. Die Erregung und Unzufriedenheit infolge Mangel an Nahrungsmitteln nimmt 25 In einigen Ortschaften herrscht Mehlmangel. Die Bauern assen lieber das Land unbestellt, als daß sie dem Staate dieahohen Steuern bezahlen.
Die Meinnug eines spanischen Dichters..
Berlin, 31. März. Spaniens bedeutendster Bühnendichter, Benavente, war neben anderen Spaniern von dem franzö⸗ sischen Nationalisten Barres aufgefordert worden, seine un⸗ parteiische Meinung über den Krieg zu äußern. Er lehnte ab mit dem Bemerken, daß man von ihm nicht eine unparteiische, sondern eine deutschfeindliche Meinung wünsche In dem Madriber Blatt „El Imparzial“ erklärte er, daß er Frankreich zwar liebe, sich aber auf die Seite der Deutschen stellen müsse. Er fügt(laut Vossischer Zeitung) hinzu: Ich habe alles mit größer Aufmerksam⸗ keit gelesen, was über den Krieg geschrieben worden ist, und die Ueberzeugung gewonnen, daß dieser Krieg durch England vorsätz⸗ lich angezettelt worden ist.
Aus Bulgarien.
Berlin, 31. März. Seitens der bulgarischen Regie⸗ rung wurden laut„Deutscher Tageszeitung“ besonders solche verdächtigen Engländer und Russen ausge- wiesen, die durch falsche Meldungen über Heeresange⸗ legenheiten den Unwillen der leitenden Militärkreise er⸗ regten. Der russische Gesandte habe gegen das Verfahren Einspruch erhoben und vergeblich wénigstens einen Auf⸗ schub in der Ausführung der Maßregeln verlangt.
Die Wahlen in Japan.
London, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reu⸗ tersche Bureau meldet aus Tokio: Die Wahlen haben einen vollständigen Sieg der Regierun g und eine Nie⸗ derlage der bisher mächtigen Seiynkaipartei gebracht, die 73 Sitze verloren hat, von denen die neue, von dem ver⸗ storbenen Fürsten Katsura gegründete, jetzt von Baron Kato geführte Doschikaipartei 55 gewann. Der Regierung ist eine Mehrheit von mindestens 40, vielleicht 80 Stimmen, sicher.
** 5 In enzlishen Hauptquartier. Ein kleiner friedlicher Ort hinter der englischen Front ist der Sitz des britischen Hauptquartiers: in Bürgerstu⸗ ben, die mit Wachsfrüchten und
Das der englischen Heeresleitung gut arbeitet. Aus den inzelheiten, die der verdient hervorgehoben zu werden, daß zunächst die Verpflegung auch bei den höch⸗
sten Stellen durchaus einfach, ja nüchtern ist: es gibt ganz
Nachrichten
D
r
F


