Ausgabe 
(31.3.1915) 76. Erstes Blatt
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einfache Kost man trinkt Whiscy oder den dünnen fran⸗ zösischen Lanbwein. Ordon dienen dabei als Bedie⸗ nung. Auffällig soll die Zahl junger Offiziere in hohen ungen sein. Bei der Tafel unterhält man sich im ge⸗ mütlichsten Plauderton. Meistens wird natürlichfach⸗ simpelt, doch spricht man auch viel vom Leben in Eng⸗ fand. Die englischen Witzblätter liefern reichlichen Unter⸗ haltungsstoff, und man lacht von Herzen, wenn eine Punch⸗ Nummer von Hand zu Hand geht, die den barocken Einfall einer deutschen Familie beiihrem täglichen Morgenhaß gegen England im Bilde zeigt.

Im englischen Hauptquartiere bezeichnet man echt englisch keinen Teil der Organisation mit seinem Na⸗ men, sondern alles mit den abkürzenden Anfangs buchstaben. Das Hauptquartier ist G. H.(General Headquarters) die beiden Hauptabteilungen heißen O. und J., nämlich Abtei⸗ lung fürOperations und Abteilung für Intelligence (Nachrichtendienst; die beiden Hilfen des Generaladjutanten heißen selbstverständlich D. A. G.(Deputy Adjutant⸗Gene⸗ ral), und so ist es weiter bei allen Abteilungen mit ihren zahlreichen Unterabteilungen. Manche der Abteilungen ha⸗ ben eine erstaunlich große Arbeit zu leisten und leisten sie anscheinend auch wirklich fehlerlos, wenn darüber auch nichts amtlich bekannt gegeben wird. Das gilt z. B. von dem Verwaltungszweige, der mit dem Truppennachschube be⸗ traut ist. Wie der Berichterstatter erzählt, laufen täglich zur selben Zeit von allen Punkten der Front die genauesten Berichte über die Verluste ein, so daß der Nachschub für Ausfüllung der Lücken sorgen kann. Aehnlich umfangreich 5 die Aufgabe des Quartermaster General, der Proviant,

ition und anderes Kriegsmaterial zu beschaffen hat, deren jeder wieder eine besondere Gruppe unter sich hat, 8. B. denDirector of Supplies, denDirector of Trans⸗ port usw. Die Verpflegung einer großen Truppenmacht fern von der Heimat, von der man noch dazu durch das Wasser getrennt ist, ist selbstverständlich eine schwierige Aufbei der es aufs richtige Ineinandergreifen aller Teile ankommt. Selbst während desgroßen und ruhm⸗ reichen Rückzuges von Mons(so drückt der Engländer sich aus), während dessen die Truppen ständig in Bewegung waren, litten die Engländer an nichts Mangel. DerDirec⸗ tor of Supplies erhalt täglich seine Listen über die Zahl der zu Verpflegenden; die Anzahl der nötigen Verpflegungs⸗ portionen wird täglich von der e bis zum nächsten Bahnhofe versandt, von wo sie durch alle möglichen Wagen nach den einzelnen 1 und von da weiter zu den 5 j und bis in die Feuerlinie geschafft werden; die Abteilung für Munition arbeitet ent⸗ sprechend. Die Unterstelle, die mit Requirierungen und Quartiersuche zu tun hat, hat natürlich auch eine stattliche Arbeit. Für sie gibt es einClaims Office im Haupt quartier, an das die Bauern usw. in dem von britischen Truppen besetzten Gebiete ihre Requisitionsscheine usw. ab⸗ zuliefern haben. Alle Offiziere sind mit einem einem Scheck⸗ buche ähnlichen Heft von Requisitionsformularen ausge⸗ rüstet, deren Text französisch und englisch gehalten ist; das Buch enthält überdies ein Vorwort mit genauesten Angaben darüber, was für Forderungen der Offizier an die Zivil⸗ bevölkerung stellen darf und welche nicht.

Aus dem Reiche.

Arbeit für die Landesverteldigung am zweiten Osterfeiertage.

Berlin, 30. März.(WTB. Amtlich) Im Interesse der Landes verteidigung muß jeder Rückgang in der Fertigung der Heeresbedürfnisse, insbesondere der Munition, vermieden wer⸗ den. Hierzu ist erforderlich daß auch die in der Heimat arbeiten⸗ den Münner hinter ihren im Felde stehenden Brüdern an Opfer⸗ freudigkeit nicht zurückstehen, sondern sich bereit finden, während der bedorstehenden Feiertage den dringendnötigen Heeres bedarf zu fertigen. Daher werden die deutschen Arbeiter dem Wunsche der Heeresverwaltung, die Arbeit während der bevor⸗ stehenden Feiertage sowohl in den staatlichen Betrieben als auch in den mit Heereslieferungen betrauten Privatfabriken nur am ersten Osterfeiertage ruhen zu lassen, gern entsprechen.

Gründung einer deutschen landwirtschaftlichen Bank.

Berlin, 31. März. In einer von Händlern aus allen Teilen Deutschlands 2 reich besuchten Verf. welche gestern in stattsand, wurde Beschluß gefaßt, die Deutsche Landwirtschaftliche Bank mit einem Ge⸗ samtkapital von zunüchst Millionen Mark zu gründen. An der Gründung seien bisher etwa 400 angesehene deutsche Firmen der Getreide-, Futter⸗ und Düngemittel branche beteiligt.

Aus Ostpreußen.

Königsberg i. Pr., 30. März.(WTB. Nichtamtli Der Landeshauptmann der Provinz Ostpreußen* Staats kommissar für das Flüchtlingswesen mit Genehmigung des Oberbefehlshabers im Osten zu den früher freigegebenen Gebieten mit Bekanntm vom 24. März auch die Kreise Lötzen, Darkehmen, Angerburg und Gumbinnen Flüchtlingen für die Rückkehr frei In diesen Kreisen ist aber eine Reihe non Ortschaften so zerstört, daß Flüchtlinge, die dort wohnen, wegen mangelnder Unterkunft nicht dorthin zurückkehren können. Da nicht die Sicherheit besteht, daß diese Flüchtlinge in Nachbar⸗ orten würden Unterkunft finden können, werden sie von der Rück⸗ lehr vorläufig absehen müssen. Die zerstörten Ortschaften sind im Kreise Lötzen: die Ortschaft Marczinawolla; im Kreise DTar⸗ kehmen: Jodszuhnen, Tautschillen, Kellmienen, Wi msberg⸗Dorf, Auerfluß, Stroepken, Puckwallen, Wesdern, Bi zuhnen, Grün⸗ walde, Kl. Grobienen, Gotthardsthal, Broszaitschen, Osznagoren Gr. Sobross, Kl. Sobrost, Ostkehmen, Stoeringen und Romberg; im Kreise Angerburg: Rosengarten, Gr. Guja, Kl. Dombrowken, Buddern, Gr. Strengeln, Kl. Strengeln, Possessern, Kruglanken 1 9 3 Gumbinnen: Woru⸗

en, Sodinehlen, Jodzuhnen, innen, rschlagen, g 5 pehnen und Sodehnen. W

Das Endergebnis der Kriegsanleihe.

Berlin, 30. März.(WTB. Amtlich.) Auch bei der z wei⸗ ten Kriegsanleihe haben sich alle Schichten der Bepölke⸗ rung, reich und arm, gleichmäßig beteiligt. Nach dem nunmehr bei der Reichsbauk vorliegenden Endergebnis gruppieren sich die Zeichnungen nach der[öröße wie folgt(die ei Ziffern sind das Ergebnis der ersten Kriegsanleihe): Bis Mark 200 beträgt die Zahl der Zeichnungen 452 113(231 112); in Millionen von Mark 71(36); von 300 bis 500 Mark 581 470 (241 804) bezw. 254(111); von 600 bis 2000 Mark 1079 637 (453 143) bezw. 1337(587); von 2100 bis 5000 Mark 361 459 (157 591) bezw. 1354(579); von 5100 bis 10 000 Mr. 130 903 (56 438) bezw. 1057(450); von 10 100 bis 20000 Mr. 46 105 (19 313) bezw. 745(307); von 20 100 bis 50000 Mk. 26 407 (11584) bezw. 926(410); 50 100 bis 100 000 Mark 7742(3629 bezw. 648(315 von 100 100 bis 500 000 Mark 4361(2050 bezw. 1066(509); von 500 100 bis 1000 000 Mr. 538(361) bezw. 440(287); über 1 Million Mark 3(210)* (869, Zusammen beträgt die Zahl der Zeichnungen 2 691 060 (1177 235), Betrag in Millionen Mark 9060(4460). Es wurden gezeichnet bei der Reichsbank und ihren Zweiganstaften 565, bei Banken und Bankiers 5592, bei öffentlichen Sparkafsen 1977, bei den Lebensversicherungsgefellschaften 384, bei den Kreditgenossen⸗

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Aus Stadt und cand. Gießen, 31. März 1915. Der Gründonnerstag.

Der fünfte Tag der Osterwoche, der der Exrimerung an die Einsetzung des Abendmahls gilt. heißt seit rund 700 Jahren Gründonnerstag. Schon ums Jahr 1200 kommt diese Bezeichn vor. Woher mag sie stammen? Man hat die verschiedensten Erklärungen dafür angegeben. Da das Osterfest in den Frühling fällt, liegt es von vorn⸗ herein nahe, an einen Zusammenhang mit dem Frühlings⸗ grün, mit dem Grün der Kräuter zu denken; es gibt ja auch eine ganze Reihe volkstümlicher Bräuche am Grün⸗ donnerstage, die hierfür sprechen, so das Verzehren von allerhand Grünzeug, die westfälischeNegenstärke, ein Ge⸗ misch von neun verschiedenen Kräutern usw. Allein die Forschung hat sicher nachgewiesen, daß der Zusammenhang umgekehrt ist: von dem Namen des Gründonnerstags rührt die Sitte her, an diesem Feste Grünes zu essen. Einen Anhalt für die Herkunft des auffallenden Namens bekommt man, wenn man nach den Bezeichnungen des gleichen Fest⸗ tages bei anderen Völkern oder zu anderen Zeiten sucht. Fischart beispielsweise nennt den Gründonnerstag den grünen oder weißen Donnerstag; bei den Franzosen heißt er jeudi absolu, bei den Engländern sheer⸗thursday und bei den Skandinaviern ist er auch derreine oder reini⸗ gende Donnerstag. Man geht aber fehl, wenn man in diesem Zusammenhange die 3 als gleich⸗ bedeutend mit frisch oder rein, auf Bibelstellen zurück⸗ will, die zum Gründonnerstag in Beziehungen tehen. Lukas 23, 31 heißt es:Denn so man das tut am grünen Holz, was will am dürren werden? Allein daher stammt das Grün des Gründonnerstags nicht, und ebenso⸗ wenig von dem Leseabschnitt für Gründonnerstag:Er weidet mich auf einer grünen Aue im 28. Pfalm. Viel- mehr ist die Farbenbezeichnung des Tages auf rituelle Vorschriften zurückzuführen. Der Tag des Abendmahls, der späteredies viridium, der Tag der Grünen, hieß

1785 Zeit Leos II. 692 wurde der Festtag ei etzt noch ies coenge domini oder dies absolutionis, der Tag der Lossprechung, weil an diesem die von der Kirche

Ausgeschlossenen, nachdem sie während der Fastenzeit bei jedem Gottesdienste in Bußgewändern an der Tür ge⸗ standen hatten, wieder aufgenommen wurden. Anfangs hatte die christliche Kirche als einzige Kultusfarbe das Weiß ver⸗ wendet, das wohl aus dem flaffischen Altertum übernommen worden war. Unter Innocenz III. wurden in Anlehnung an die Kultuskleider der jüdischen Hohenpriester liturgische Far⸗ ben in der Kirche eingeführt; dieser Papst regelte sie(unter Hinweis auf die Einrichtungen des Alten Testaments). Bei⸗ spielsweise wurden rote Gewänder für die Feste der Apostel und Märtyrer gewählt, auch zu Pfingsten follte Rot

braucht werden zur Erinnerung an die feurigen 1 ür die Tage der Buße und Enthaltsamkeit und für Totenfeiern wurden schwarze Paramente vorgeschrieben usw. Am Grün⸗ donnerstag wurden, wie der Bonner Theologe Kellner an⸗ gibt, beim Akte der Wiederaufnahme der Pönitenten rote, beim aber grüne Paramente gebraucht, und dies ist der Ursprung der Bezeichnung Gründonnerstag.

*

Die Kriegsspielzeit im Stadttheater.

beiden Abonnementsabenden, Dienstags und Freitags, wur⸗ den zusammen 30 Vorstellungen und wöhnlichen Preisen gegeben, die j gegen normale Zei ten etwas herabgesetzt waren. Die meisten übri or- stellungen fanden bei niedrigen Preisen statt, öhte Preise wurden in keinem Falle angesetzt. Im ganzen wurden 33 Vorstellungen bei den sog. gewöhnlichen Preisen, 30 bei kleinen Preisen und 27 bei Volkspreisen gegeben; unter den letzteren befanden sich 5 Schüler⸗ und 5 Kindervorstel⸗ lungen. Zur Aufführung gelangten 37 einzelne Werke, von denen 15 Neuheiten für Gießen waren. Ernsten Charak⸗ ters waren 15 der aufgeführten Stücke, die übrigen 2 ten zur heiteren Gattung, doch war auch bei diesen sicht auf die Zeit und ihre Erfordernisse genommen wor⸗ den. Neben diesen Vorstellungen fanden noch 19 in Mar⸗ burg statt, die für das Personal besonders anstrengend waren, da der Kriegsfahrplan die Rückkehr erst gegen 3 Uhr nachts ermöglichte. Von den 34 Stücken, die mit dem hie⸗ sigen Personalwurden 13 von Direktor Steingoetter, 11 von Oberregisseur Dworkowski, 6 von Regisseur Goll und 4 von Regisseur Conradi in Szene gesetzt.

Die Arbeit, die sich hinter diesen Zahlen verbirgt

bei den sog. ge⸗

hinter die Kulissen die Vorstellungen selbst nur den kleineren Teil der lerischen Leistungen darstellen, daß vielmehr die Vorberei⸗ tungen der Vorstellungen den Hauptteil der Zeit und Arbeit des Schauspieles verschlingen. Und dieser mit sei⸗ nem besonderen 2 stellte auch ganz beson⸗ dere Anforderungen an ler, Regisseur und Bühnen⸗ leitung. Wurden den beiden ersteren schon weitaus größere Leistungen zugemutet, so hieß es für die Bühnen⸗ leitung sich neu orientieren. Denn ftr sie galt es bei beschränktem Mitgli der möglichen Stücke, bei schlechtem

waren, als sich schon* dem dieser 3 zeit gewichtige immen gegen Theater haupt erhoben hatten.

Daß das Problem im Ganzen gelöst wor⸗ ee ien ue e ra Ergebnis, das von einer schen Garantie von 10000 außerdem u. a. noch die

lichte, 8 hung Kriegsve mit etzten Opfer hatten

zu bringen, die um so mehr der Kritik ausgesetzt

schaften 400 mud bei der Post 112 Melktonen Mark.

n g 1 zu en, auch im ieljahr 1914/15 Gedanken der sozial Fertonge nach Mönliceit belong bat, An Erselg, bir wich

. Entgegentonmen der Stadtvertretung zu 8 5

kann nur derjenige ermessen, der schon einmal einen Blick hat; nur dieser weiß auch, daß ü

kl oder den e von reichsgesetzlichen Bestimmungen und

bestand, bei 1 Kreis] B dauerndem und Ersatz darstellender wie technischer Kräfte gute Darbietungen i

Diesenigen aber, die in der Kriegsspielzeit 1914/15 den Leistungen Bühne gefolgt sind, werden mit der An⸗ erkennung nicht zu ten, daß sie die Motive bestens

12 hat, die im Oktober zu dem bekannten Be⸗ 1 der Stadtverordneten führten, trotz dem Kriege die Pforten des Theaters zu öffnen. Und wenn den Verwun⸗ deten, die in hiesigen Lazaretten lagen, die Erinnerung an Gießen zu den angenehmsten des Krieges gehören wird, dann hat das Theater ein gut Teil dazu beigetragen.

* Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Res. Frieor. Aug. Nickel, Inj.-Rgt. 0, aus Cubach. Lehr⸗ amtstandidat Walter Kornder, Res-Inf.-Rgt. 224, aus Wetzlar. Ersat-Res. Gottir. Hofmann, Res.-Inf.-Rgt. 222, aus Lauf⸗ dors. Gefr. Konr. Baier, Ins.-Rgt. 115, aus Mainz. Gesr. Dans Peter aus Marburg. Gardist Lehrer Georg Kayser, Inf.-Agt. 115, aus Reinheim. Kriegsfreiw. Fritz Fuchs, Inf. Agt. 109, aus Worms. Musk. Karl Weiß, Res.-In'.-Ngt. 254, aus Zell. Et. d. L. Lehrer Aloys Kilburg aus Wiesbaden. Landwehrm. Gefr. Jakob Busch, Landw.-Inf.-Rgt. 116, aus Neuhütte.

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*Das Eiserne Kreuz wurde Herrn Prof. Dr. Gise⸗ dius, der als Hauptmann d. R. bei einer Etappeninspektion in den Karpathen steht, verliehen.

Auszeichnung. Dem Krastwagenführer Karl Baer von Gießen, z. Zt. im Stabe des Pionier-Rgts. Nr. 25, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.

L. U. Landesuniversität. Die Rektoren der deutschen Universitäten legen heute, am Tage vor Bismarcks Geburts- tag, zu dessen Reier einen Kranz in Friedrichsruh nieder. Der Rektor unserer Universität ist hierbei beteiligt und daher, wie er uns bittet mitzuteilen, zu seinem lebhaften Bedauern verhindert, an der Gießener Feier im Stadttheater teilzunehmen.

Städtischer Rechnungsabschlust für 1913⸗ 1914 Nach den Rechnungsabschlüssen der städtischen Verwaltung für das Jahr 1913/14 beträgt die Einnahme der gesamten Rechnung 7064 767 Mk., der eine Ausgabe von 5 741584 Mk. gegenübersteht, so daß ein rechnungs⸗ mäßiger Ueberschuß von 1323 182 Mk. verbleibt. Die Ein⸗ nahme der Vermögensrechnung beträgt 3 252 940 Mk., die Ausgabe 2307929 Mk., so daß ein Rest von 944991 Mk. verbleibt. Die Betriebs rechnung, auf deren Gestaltung es in der Hauptsache zur Beurteilung der städtischen Finanzen an⸗ kommt, zeigt eine Einnahme von 3811846 Mk., gegenüber einer Ausgabe von 3 433 654 Mk., so daß ein Rest aus vor⸗ 82 hende Jahre von 378 192 Mk. eibt, welcher zur Balancierung des Voranschlags 1915/16 in Einnahme ge⸗ stellt wird. g

* Die Brotmarkenverteilung ist nun n in der zweiten Woche im Gange. Man lann sagen, daß sich die Einrichtung im ga schnell eingebürgert hat. Doch bestehen bei den Verbrauchern noch immer einige Un⸗ klarheiten, wie sie sich in besonderen Fällen zu verhalten haben. Wir wollen deshalb nochmals auf einige Punkte be⸗ sonders aufmertsam machen, um dem Publi' und der Verteilungsbehörde unnötige Zeitversäumnis 5

Als obersten Grundsatz sollte sich jeder tmarten⸗ empfänger einprägen, daß für seine Anliegen vor allen e 1 uständig ist. Dorthin er Wünschen und An zuerst

Die mit der Soudervorstelhung des Bismarck so mehr Nrot marken nötig werden, 5 dies festspieles Des Den Bolkes Ekkehart. ig schlie⸗ E. 2 r ein en ßende Kriegsspielteit 1914/1 bat in 5 Monaten(der Be-(nicht Kinder!) in der Sprechstunde(ech deeünnt auler ge eee den ee dane f daes der den 8e ge f. wee e 8

i eine Personal unsere Satie gegeben, eine durch ein En⸗ 2. semble von Frankfurter Künstlern und drei Abende wurden] Art. Dies bezieht sich auch besonders auf Be uch der für durch Vorträge(Norbert Jacques, Professor Marzell längere oder in einer ifft, Salzer und Dr. Ludwig Wüllner) ausgefüllt. An den Auch der Besuch gilt als zum Hane n und ist deshalb unter Vorlage der Ausweiskarte unter Angabe

der voraussichtlichen Dauer des Aufenthalts von dem Haus⸗ haltungs vo bei der Bezirksstelle anzumelden. Dort wird dann die nötige Anzahl Brotmarken verabf wer- den. Umzüge sind ckenfalls möglichst sofort Be- zirksstelle melden. Erfolgt der Wo inner- halb des irks, so t Angabe der neuen Wohnung gelegentlich der nächsten rkenausgabe. Bei in einen anderen Bezirk erfordert die Zuweisung des Bezugs⸗ berechti an den neuen irk im ein bis

echtigten Bezirk i Tage. Es liegt daher lediglich im Interesse der;!. empfänger, wenn die Meldung so schnell wie möglich erstattet wird, damit eine ung im War denken Ausgabe kann

einen T. b

von der

Brotes steht

ein für allemal 5 4 mit Herabsetzung der . Heben(auch diese sollen vorgekommen sein) und 39

ie Abwickelung des Austauf nicht wollen.

* Das 30jäbrige Dienstjubil sum feiert morgen schutzmann Bernhard E

** Gefangenenbriefe. Das Publikum wird vom

Generalkommando des XVIII. Armeekorps wiederholt

darauf hingewiesen, daß nach Vorschrift der ausländischen

Verwaltungen von Gefangenenlagern dort nur Briefe zu⸗

23 werden, die nicht länger als zwei Seiten zu

6 Zeilen und deutlich in lateinischer Schrift geschrieben

sind. Bemerkungen über militärische und politis

genheiten sind zu vermeiden.

Landkreis Gießen.

7 Bettenhausen, 31. März. Kampfe für das Balerlaud ftarb