Ausgabe 
(30.3.1915) 75. Erstes Blatt
Seite
185
 
Einzelbild herunterladen

haben.

* Sobranje ist geschlossen worden. Vor der Verlesung der Schließungsverordnung erklärte der Ministerpräsident, er lege Wert darauf, seine frühere Erklärung zu erneuern und gleichzeitig zu

*

SOhppofition habe sich schließlich auch gelegt. Das Finanzgesetz

* dos wird telegraphiert, daß die englischen und französi⸗ schen Truppen Lemnos geräumt und sich auf der

5 Faeer Es wird bestätigt, daß die Engländer Tenedos de

eltat besbachet babe und weiterhin beobachten werde. Sie werde keiner Pression nachgeben und sich durch keinerlei eitles Versprechen fortreißen lassen,

Volk könne Vertrauen zu seiner Regierung haben, deren Politik dem Lande nur nützlich sein werde. Bulgarien habe niemandem gegenüber Verpflichtungen. Es könne sich nicht voreilig binden, denn es sei sicher, in diesem Falle zu verlieren. Die bulgarische Re⸗ gierung misse sich vor jeder Verlockung, von welcher Seite auch

sollten, werde die Regierung mit der gesamten Nation die not⸗ wendigen Beschlüsse fassen müssen. Indem er die sozialistische These von der Balkanföderation zurückwies, sagte Radoslawow: Diese Föderation ist unmöglich, weil es schwer ist. die Interessen der Balkanvölker zu versöhnen, die Bulgarien auflauern, um ihm den letzten Bissen zu entreißen. Der Minister⸗ prüsident schloß mit folgenden Worten an die Deputierten: Sie ken⸗

men, um unseren Platz einzunehmen. Beifall.)

Weldu

5

1 . 75

2 Vormitta

75

. Prästbent Köhler eröffnet die Sitzung um Uhr. Das

Etatsberatung ein. Punkt 12 der Tagesordnung lautet: Regierungsvorlage, die Erstreckung des Finanzgesetzes fur 1914 auf das Jahr 1915

Jinanzausschusses zunächst einen Ueberblick über die allgemeine

Len mündlichen Bericht uber die Ausschußverhandlunden de⸗ . Finanzgesetz erst so spät zur Vorlage brachte. Infol Anforderungen und Arbeiten herangetreten. Aber Dauf dem ge⸗

unnd vor allem die Volksernährung des Landes sicher gestellt werden. Bei allen Parteien sei das ernstliche Bestreben hervor⸗

beschränken

zunächst die große Aufgabe der Landwirtschaft, die Volksernährung während der Kriegszeit sicher zu stellen, eine Aufgabe, die trotz

in die neuen Verhältnisse hineingefunden und die Beschränkung der Nahrungsmittel willig auf sich nahm. Auch Industrie, Han⸗

sondern auch der kleine Bürger und das platte

diesmal nur 25 Seiten gegenüber dem großen Umfang der frühe⸗

5 8 3 hätten daher ähnlich so beim 4

in der Umgebung von Choi Aus Medina wird vom 21. März gemeldet: Ein vor Musseldsche an der Küste von Medina verankertes Kriegs⸗ schiff fcuerte einige Granaten gegen die Stadt und versuchte etwa 30 Soldaten zu landen. Die Araber eröffneten aus dem Hinter halt ein lebhaftes Feuer, wodurch ein großer Teil der Eng⸗ ander getötet oder verwundet wurde. Hierzu wird bemerkt, daß dieser Zwischensall mit den Behauptungen in dem Schrriben des Admirals Pears an den Wali von Smyrna, wonach England Freundschaft für die Muselmanen hege, schlecht zusammenstimme. Der Kommandant der Sachtiaren⸗Krieger in Persien wirrde mit dem Grußkordon des Medschidie⸗Ordens ausgezeichnet. Liman von Sanders türtischer Armeeführer. Konstantinopel, 29. März. WTB. Nichtamtlich. Durch ein kaiserliches Jrade wurde angeordnet, daß die in den Dardanellen und in deren Umgebung zusammengezogenen otto⸗ manischen Streitkrüfte fortan eine Armee, und zwar die fünfte, zu bilden haben, deren Oberbefehl Marschall Li⸗ man von Sanders, dem früheren Oberbefehlshaber der ersten Armee, anvertraut wurde. Türtische Flugzeuge. Konstantinopel, 29. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier meldet: Gestern warf eines unserer Flugzeuge Bomben auf ein englisches Kriegsschiff, das außerhalb der Dardanellen kreuzte. Von den griechischen Inseln. Athen, 29. März.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Tene⸗

Transportflotte eingeschifft hätten. Sie wären, begleitet von englischen Kreuzern, nach einem unbekannten Ziel ab⸗

setzt und eine Zensur für alle Telegramme eingeführt

Die Haltung Bulgariens. Sofia, 29. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die Session der

unterstreichen, daß die Regierung bisher die strengste Neu⸗

weil sie der Ansicht sei, daß die wirklichen Interessen Bulgariens Erwägungen sentimentaler Art vorgehen müßten. Das bulgarische

immer, hüten. Sobald die Interessen Bulgariens verletzt werden

nen das letzte Wort der Regierung, die Bulgarien den Frieden die Neutralität geben will. Wenn es andere gibt, die mutiger und kühner find, und ihm den Krieg geben wollen, mögen sie kom⸗

Aus Aegypten. Mailand, 29. März.(WWB Nichtamtlich.) Nach einer derItalia ersetzte die ägyptische Regierung aus Mißtrauen die Einheimischen das gesamte Eisenbahnpersonal durch Engländer.

hessische zweite Kammer. (Jortsetzung aus dem 2. Blatt.) 5 rb. Darmstadt, 29. März. Nachmittagssitzung. Am Regierungstische dieselben Regierungs vertreter wie am

Haus tritt sofort in die

betreffend. Abg. Dr. Osann gibt als Vorsitzender des erweiterten

inleitend, daß man sich an⸗

nzlage in Hessen. Er bemerkt 1 0 der Kürze der Zeit auf

gesichts der gegenwärtigen Lage u

schränken müßte; es sei bedauerlich, daß die Regierung das neue

e der Kriegs⸗ lage seien an Regierung und Volksvertretung meinsamen Zusammenwirken aller

e die wirtschaftliche Lage

getreten, sich auf die großen

r Wirtschaftsfragen zu und von diesem

streben sei auch der erweiterte g F n an cu bei seiner ganzen Etatsberatung geleitet gewesen. N sei an ihn eine Reihe neuer Aufgaben herangetreten. Es war

aller Schwierigkeiten doch so gut, wie möglich, erfüllt worden ist. Es könne festgestellt werden, daß sich auch die Be völkerung

* Technik hätten sich in die neuen Verhälknisse eingefügt. Deutschen Kriegsanleihe, an der sich nicht nur Großkapitalisten, Land in her vor⸗ ragender Weise beteiligten. Der Voranschlag für 1915 weise

ren Voranschläge auf; das komme in erster Linie daher, daß die meisten Etats positionen des Jahres 1914 auf das Jahr 1915 mangels jeder zuverlässigen Unterlage einfach übertragen werden mußten. Es schwebten viele Positionen vollständig in der Luft, wie das Kapitel Staatseisenbahnen. Das Reich und verfahren, wie rfahren erhobene

wir in Hessen und die anfänglich gegen dies

solle nach dem Vorschlag der Regierung mit nur unwesentlichen Abänderungen angenommen werden Es wurde mit der größten Sparsamkeit gearbeitet, aber wesentliche Abstriche waren unmöglich und hätten auch keinen praktischen Wert. Mit den vom Ausschuß getroffenen Ansätzen und Beschlüssen habe sich die Regierung ein⸗ verstanden erklärt, namentlich auch mit den Ersparnissen. Diese müßten aber da zurücktreten, wo es sich um die Beschaffung von

Redner gedachte dann des großartigen Erfolges der zweiten] der

ebenso habe er für die Justiz verwaltung die angeforderten 15 neuen Aktuariats-Assistentenstellen dewilligr. Ueber die finanziellen Er⸗ gebnisse des Jahres 1914 habe der Herr Finanzminister im Aus⸗ schuß vertrauliche Mitteilungen gemacht, die es aber nicht aus⸗ schlössen, hier einiges daraus mitzuteilen. Besonders groß werde der Einnabmeausfall pei den Eisenbahnen sein, deren lleberschüsse im Vorjahr mit 17 Millionen veranschlagt waren. Nach den fast z% Triegsmonaten des Jahres konnte ein solches Ergebnis selbstverßzändlich n erwartet werden. Als erfreulich wurde da⸗ gegen bezeichnet, daß sich in den späteren Monaten und besonders im Dezember steigende Einnahmen aus dem Güterverkehr und Personen verkehr ergaben, die sich bei ersterem bis auf 95 Prozent des Berkehrs vom Vorjahre steigerten. Die Einnahmen würden noch mehr steigen, wenn die niedrigen Tarife für die Militär⸗ beförderung etwas erhöht würden. Im Ausschuß wurde Veran⸗ lassung genommen, die glänzenden Leistungen der deutschen Eisen⸗ bahnen, besonders auch die der preußisch⸗hessischen Eisenbahnge⸗ meinschaft, ausdrücklich anzuerkennen und man war sich darin einig, daß unsere Eisenbahnbeamten durchweg ganz Hervorragendes ge⸗ leistet haben, sowohl im Inland, wie in den okkupierten Gegenden. Tie Einnahmen an Stempelgebühren, sowie bei Kapitel Bad⸗ Nauheim, Lotterie usw. weisen bedeutende Ausfälle auf, denen aber auch Mehreinnahmen bei den Forstdomänen, den Universitäts⸗ Kliniken für Pflegegelder, auch Ersparnisse an Besoldungen für Beamte und Lehrer, die im Felde sind, gegenüber stehen. Ter Herr Finanzminister habe für das Jahr 1914 einen Fehlbetrag von rund 13 Millionen berechnet, während sich der für das Jahr 1915 zu erwartende Fehlbetrag noch in keiner Weise auch nur annähernd

schätzen läßt. Der Ausschuß war sich materiell darüber einig, daß diese Ausfälle nicht aus den von laufenden Staats- mitteln gespeisten Reservefonds werden sollen,

b gedeckt

sondern, wie auch ein Antrag Molthan ganz besonders betont, aus Anleihemitteln. Die Restefonds werden gerade nach dem Kriege besonders nonvendig sein, und sollen daher unsere Reserven bilden. damit nach dem Krieg nicht sofort zu S werden muß Die Fonds sind auch nicht geschaffen, um bei po⸗ litischen Ereignissen einzutreten, sondern für Schwankungen. Vor allem dürfen wir nicht unsere nach dem Krie

eumkehrenden Krieger mit einer Steuererhöhung scberraschen.(Zu⸗

mmung. Wir müssen also die Fehlbeträge für 1914/15 aus Anleihemitteln decken, doch nur diejenigen Beträge, die aus An⸗ laß des Krieges entstanden sind, nicht aber solche Fehlbeträge, die aus besonderen Bedürfnissen im tat entstanden. Der Ausschuß habe entgegen der Meinung der Regierung diese Frage nicht für eine spätere Zeit verschieben wollen, fondern einen Zusatz⸗ antrag sofort den Weg der Anleihe beschlossen.(Art. 6 des Fi⸗ nanzgesetzes. Die u Finanzausschüsse waren bestrebt, nicht in kleinliche Erwägungen zu verfallen, sondern ganze Arbeit zu leisten, um die wirtschaftlich angeregten Gesetze, wie sie vom Reichs⸗ tag beschlossen und vom Bundesrat ausgeführt wurden, hier ins Leben überzuführen. Auch die Regierung und die Behörden des Landes haben sich bemüht, den neuen Verhältnissen 2 1 tragen, die Regierung verdient Anerkennung umsomehr, weil sie angesichts der vielen eingezogenen Beamten größere 5 auf sich nehmen mußte. Wir waren im Ausschuß bemüht, die Einheit⸗ lichkeit der Gesinnung in den Vordergrund zu stellen und anzuer⸗ kennen die große Opferwilligkeit unserer gesamten Bevskkerung. Wir sind zu einmütigen Beschlüssen gekommen. Möge diese Ein⸗ mütigkeit auch heute hier bei den Verhandlungen zum Ausdruck kommen und damit die Kraft finanziellen Lebens in unserm Lande ebenso stärken, wie dies im Reichstag geschah Wir wollen beweisen, daß wir bereit sind, fest durchzuhalten zur Ehre und Sicherheit un⸗ seres deutschen Vaterlandes. haftes Bravo!) Nachdem die Dringlichkeit der Vorlage beschlossen, gab Abg. Ulrich(Soz.) folgende Erklärung seiner Parte iab:

Unter völliger Wahrung unseres prinzipiellen

früheren Jahren zum Ausdruck gebracht haben, werden wir in Anbetracht der großen Zeit und in der Absicht, auch in diesem Hause der Welt zu zeigen, daß wir einig sind in dem Streben, durch gemeinsame Arbeit zum Siege und dauernden Frieden zu kommen, für das diesjährige Finanzgesetz st im⸗ men.(Brav, Wir haben bewiesen, daß wir uns mit allen Volksgenossen in der Verteidigung des Vaterlandes gleich verpflichtet fühlen und glauben erwarten zu dürfen, daß für die Zukunft auch die völlige Gleichberechtigung der soz kratischen Volksgenossen folgen wird, ja folgen muß.

Abg. Molthan(Zentr.) gibt die Erklärung ab, daß er seinen zum Finanzgesetz gestellten Antrag, betr. die Deckung des

im wesentlichen das Gleiche bezwecke. Da das Wort weiter nicht gewünscht wird, beginnt fofort die Abstimmung über das Finanzgesetz. Der Antrag Korell⸗Angen⸗ rod zum Kap. 75 a a) bezüglich der Verwendung der Mittel zur 3 der i t wird einstimmig angenommen, des⸗ 8 3 Beschluß des Ausschusses zu Kap. 77 1 und

ap. 103 J, über die anderweite gesetzliche Regelung des Verhält⸗ nisses zwischen den Kreisverwaltungen und den Baube Abänderung des Kunststraßengesetzes, rich, Dr. Osaun und Wünzer, im Kap. 89 des Staatsvoranschlags für 1915 15 weitere Stellen für Aktuariatsassistenten einzustellen, dann d) die von der Regierung in 36 von der Regie⸗ rung verlangten Bewilligungen und vorgesehenen Ermächtigungen süt das Voranschlagsjahr 1915 zu genehmigen, und e) dem ntrag Korell⸗Angenrod zuzustimmen, in welchem die Regierung ermäch⸗ tigt wird, der für die Beschaffung von Saatgut und Futtermitteln eingerichteten i und Verkaufsstelle den Betrag von 100000 Mark und wenn erforderlich, mehr als Darlehen zur Verfügung zu stellen und diesen Betrag auf dem Wege des Staats⸗ kredits zu beschaffen. Weiter wird einstimnrig beschlossen, dem Finanzgesetz folgen⸗ den Art. 6 einzufügen: Die Mittel zur Deckung eines etwaigen Fehlbetrags, der auf den Krieg zurückzuführen ist, sind endgültig nicht aus vorhandenen Fonds zu entnehmen, sondern auf dem Wege des Staatskredits aufzubringen. Die näheren hierüber und insbesondere über die Höhe des danach auf Anleihe zu nehmenden Betrags, fowie die Tilgung sind spatestens nach Bücherschluß für 1915 dur besonderes Gesetz zu treffen. Diese Vorschriften gelten sinngemä auch für denjenigen Teil des Fehlbetrags für 1914, der auf den Krieg zurückzuführen ist.

ich wird noch der Ausschußantrag angenommen:

Großh. Regierung zu ersuchen:

1. die nicht speziell kreditierten fachlichen Ausgaben, wie Unter⸗ haltungskosten und dergleichen den unteren gsbe hörden nur mit einem Teil der vorgesehenen Summen zu überweisen und Nachforderungen nur in ganz besonders dringlichen, besonders begründeten Fällen zu entsprechen;

2. zu. den unteren 82 800 bei der ihnen wiesenen ite gr it zur i zu machen, unbeschadet der sozialen 3 des Staates:

3. zu dem nächsten Hauptvoxranschlag eine Zusammenstellung derjenigen budgetmäßigen Ausgaben vorzulegen, die während der Kriegsdauer bis dahin erspart worden sind

Die einstimmige me aller kte des 2 und der Ausschußanträge hierzu rief im Haufe eine ige Stimmung bervor und Prascdent K 5 5 Her gaß der großen Freube über die Tinmüt igkeit des Hauses bei der Abstimmung über das Finanzgesetz noch ganz besonders öffentlich Ausdruck. Auf Vorschlag des Abg. Damm wird dann der Antrag des Tammervorstandes, auch den Verwaltungs voranschlag der Zweiten Kammer von 1914 auf das neue Jahr zu übertragen, ebenfalls angenommen.

Es folgt darauf die Bergtung über die verschiedenen Initiativ⸗ anträge der Abag. Dr Osann. Schott und Cal man, Korell- Ingelheim, Stöpler, Schott⸗Calman und Ko⸗ rell⸗Angenrod, die sämtlich nach den Ausf. d

schußanträgen ange⸗ nommen wurden, während die übrigen Antt i i Stdung zurüggeszell Durden a A

Arbeitsgelegenheit handelte. Der Ausschuß sei auch den Forde⸗ rungen der Landwirtschaft und der Bauverwaltung nachgekommen,

Nächste Sitzung: morgen vormittag 10 Uhr.

Falle wirtschaftlicher de ge

Standpunktes zu den einzelnen Kapiteln des Hautptporunschlags, den wir in J

Fehlbetrags durch Anleihe, zurückziehe, weil der Ausschußantrag i

otte. erster Klasse im 18. Das Eiserne Kreuz erster Klasse erhielten: 17

und Das Eiserne Kreuz

Regt 80: Major und Bat.⸗Kommandeur Bothe; Res-⸗Inf. 87: Hauptm. und Bat. Frankenfeld

Inf.⸗Regt 80: Lt. u. Regts ⸗Adi. Bering, Et. u. 1 Führer Kilburg; uo. d. R Sturm 5 r Nr. 87: Uo. d. R Grede(11); Res.-Inf.⸗Regt. 80:

25 f d. R Leuser(7): Gen.-Kdo. d. 18. Res.-Korps: Hptm. i. Gen.⸗St. Frhr. v. Neubronn; Hptm. i. Gen. ⸗St. Eisen⸗ burg; Hptm. i. Gen. St. Zeitz. Kdr. d. Pion. 18. Res⸗⸗ Korps Lt. u. Adj. Zapfe. Res.⸗Inf.⸗Regt. 80: Lt. d. Res. Inf.-⸗Regt. 87 Jacobs(10); Lt. u. Bat.⸗Adi. Lehmann (II); Vißsefeldw. d. Bierbrauer(M. G..); Uo. Bauer(9). Res.⸗Inf.⸗Regt 88: Lt. d. R Inf⸗ 118 Zäilsdorf. Pion. Bat. 11: Lt. d. R. Pion. 21 Kühn(I, 4); Off. Stellv. Korf(II, 4). Res.-Inf.⸗Regt. 88: St. d. R. Inf⸗ 8 Monschener(9). Ers.-Komp. Pion.⸗Bat. 10: l d. R. Oehlmann(1). Feldflieger⸗Abt. 2, 16. A.⸗K.: Hptm. Stein. Feldart.⸗Regt. 70: Maj. u. Regts. ⸗Kdr. Müller.

Aus Stadt und cand. Gießen, 30. März 1915.

Bon Kuchen und Ostereiern.

Es ist immer noch nicht alles, wie es sein soll, und wie es alle Einsichtigen wünschen. In großen vaterländischen Dingen, in Opferwilligkeit, Einmütigkeit und Heldentum Volksganzen läßt Deutschland sich von niemandem über⸗ 8 E ent Volk wie⸗

rum terla zur fügung gestellt, unsere

gewaltige Industrie ist von Grund aus umgebaut 2 n Krieg ei ichtet worden und die ig Millionen Deutscher in Stadt und Land, im kleinsten Dörfchen, er⸗ halten das tägliche Brot nach einem einheitlichen Plane. n im kleinen, in den einzelnen tungen?

Es hat sich tatsächlich als notwendig erwiesen, daß die Behörde bekannt machte, daß auch an Samstagen keine Kuchen gebacken werden dürfen. Wohin man bete. konnte man von dem famosen Sams hinterpförtchen vernehmen.Wie, Sie essen Kreppel?O, die sind vom vorigen Samstag, und Samstag darf man

backen! Nein, man darf auch an Samstagen keine Kuchen backen. Das alles ist klar und deutlich in den Bekanntmachungen zu lesen gewesen, aber da hat eben mancher ein Auge zugedrückt. Tatsache ist aber, daß das Gesetz kein Verständnis zugedrückte Augen hat. Ostern, Konfirmation und Kommunion stehen vor der Tür. Man möchte doch den Kindern so gerne

eine Freude machen. Und ein Freudentag ohne Kuchen? Wir lassen hier folgen, was in den von uns gestern er Merkblättern des Rhein⸗Mainischen Verbandes fütr Volks⸗ 5

rn B deus Se

verdorben. da an ee de ihnen wird die Freude icht, der meint, Ostereier und 5 Kinder passen

dem Empfinden: darfst mit hel unger erliegen

tso n, daß wir nicht den Krieg

fe 7

im Felde gedichtet hat: 5 Fee vom Teufel und soll nicht sein: Obne feige Bedenken zu suchen 3 And bat doch nicht 8 ö Ihr aber eßt Kuchen! g

Das ist vom Teufel und soll nicht sein: Der Graue leidet große Pein, 135 Muß er die Heimat 2 8 a Ei ß im Verband, hinkt er zerschossen ins Vaterland, Ihr aber eßt Kuchen! n r fast 4 ozent dem Ernäh fnis, sondern unseren Kranken und Ver au

80

einem Genusse, der

auch nicht: Ostereiern. Unser irds der Mutter oder der wenn sie wegessen, die er sie etwas wird

55

b ig ist! Nein,

auch nicht aus dem eigene Vom 15. November bis 15.also in

naten, wurde so viel Mehl verbraucht, wie uns

ganze fünf Monate bleibt. Darum aufgepa

um die O t und bei Einsegnung und

ähnliche Fehler gemacht werden. 2

*

Auf dem Felde der Ehre gefallen. Hessen und den Nachbargebieten.) Unteroff. Friedel Dein, Res.-Inf⸗Rgt. 221, aus Darmstadt. 8 2 A. K 5 m 5 1 n Unteroff. 27 Landw.⸗Ins.-Rgt. 81, 2 Zulan Adolf deim, Inf. 143 aus 2 a. N. Rel.

Jol, Ed. Hofmann, Inl-Agt. 115, aus Offenbach. Reservist* Wilh. Mohrherr, Ink.-Rgt. 167, Hauobpemm Karl ran dt, es- 120 aa aus Varmftak. ö 9

* * Bis mard- Feier. In einer darauf hingewiesen, die vorbestellten Karten bis Mittwoch den 31. März, nachmittags 1 Uhr, an der kasse in Empfang zu nehmen sind, andernfalls diese Karten abends ander eit ver werden. Da nicht ausgeschlossen * zlich eingetretener Verhinderung eine Anzahl

an der asse nochmals eiln

*

werden, empfiehlt es sich, morgen vorn nachzufragen. Die 2