Ausgabe 
(30.3.1915) 75. Erstes Blatt
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186
 
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daß bereits alle verfügbaren

Burgerschaft an der 7 ist so stark 0 U

Plätze ausverkauft sind. Es ist deshalb von vielen Seiten der Wunsch geäußert worden, die Feier möge an einem späteren Tage tederholung erfahren. Eine solche ist jedoch, wie wir boͤren, nicht zu ermöglichen.

Die Gießener Volksküche. Im Betriebe der Volksküche wird, wie auch aus einem Aufrufe in der heutigen Nummer hervorgeht, eine Aenderung eintreten. Da die zur Verfügung stehenden Mittel zu einer allgemeinen, unentgeltlichen Abgabe der Speisen nicht hinreichen, ander⸗ seits der Segen des Unternehmens außer Frage steht, wird man dazu übergehen, nach Ostern eine Bezahlung von 10 Pfennig für den Liter Suppe zu erheben. Hier⸗ mit wird ein Weg eingeschlagen, der früher schon von den verschiedensten Seiten empfohlen worden ist, und es wird manchem Mißstand, wie z. B. einer zu weitgehenden Aus⸗ nutzung der Anstalt, der dauernden Abhängigkeit von frei⸗ willigen Spenden usw. vorgebeugt. Das Unternehmen wird, sicher, nicht zum einer gesunden Entwicklung, mit festen Maßstäben rechnen können. Dabei ist es keines wegs ausgeschlossen, daß ganz Unbemittelte das Essen un⸗ 5 erhalten. 25 exwächst der Wohltätigkeit nach wie vor die dankbare Möglichkeit, der Volksküche diese Ausgabe durch Spenden zu erleichtern und ihr zu helfen, den durch die Bezahlung nicht ganz zu deckenden Etat ins zu bringen. Mit ihrem Vorgehen befolgt die Volksküche übrigens eine Praxis, wie sie in den meisten Städten mit ähnlichen Unternehmungen schon lange üblich war.

Die Brotmarkenhefte für die Zeit vom 5. bis 18. April werden nur am Samstag, den 3. April von morgens 8 bis abends 6 Uhr zur Ausgabe kommen. Wir verweisen auf die diesbezügliche Bekanntmachung des Oberbürgermeisters.

» Auszahlung der Familienunterstützungen. Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung des Oberbürger⸗ meisters, nach der die Auszahlung der Familienunter⸗ stützungen für die Angehörigen der zum Heeresdienst Ein⸗ berufenen am 31. März, I., 2. und 6. April d. J. stattfindet.

Stadttheater. Aus dem Theaterbureau schreibt man uns: Nochmals sei auf die morgige Wiederholung des Bismarck⸗ sestspielesDes deutschen Volkes Ekkehart von Direktor Steingoetter hingewiesen, die um 4 Uhr nachmittags be⸗ ginnt. Die außerordentlich günstige Aufnahme des Werkes bei der Erstaufführung, die von der Presse bestätigt wurde, sollte bei den außerordentlich niederen Preisen(25 Pig. der Platz, nur Logen kosten 50 Pig.) ein ausverkaustes Haus schaffen. Erwähnt sei noch, daß die Jugendwehr, deren freundliche Mitwirkung so wesentlich zum Gelingen der Erstaufführung deigetragen hat, sich auch morgen wiederum beteiligen wird.

* Unterhaltungsstunden für Verwundete. Man bittet uns, folgende Dankeszeilen hiesiger Lazarett⸗ insassen zu 1 Am lebten fand in der Anatomie zum 6. Male eine Unterhaltungsstunde für Verwundete statt. Ich müchte diese i um im Namen meiner Kame⸗ raden an dieser

Unterhaltungsstunden

3 ist zu ersehen, wie gerne wir den Einladungen ge⸗ elgt sind, und so füge ich zu dem Dank meiner Ka

JLandwirtschaft und Arbeitskräfte. Von der Hessischen Handwerkskammer wird uns ge schrieben:

Die Landwirtschaft bedarf zur bevorstehenden Saatzeit eine große Anzahl Hilfskräfte, die infolge der zahl⸗ reichen Einberufungen auf dem üblichen Wege in nicht ge⸗ nügendem Maße beschafft werden können. Es ist im vater⸗

ländischen Interesse nötig, daß von den jetzt zur Ent⸗ K

lassung kommenden Schülern soweit erforderlich auch die zur Mithilfe bei landwirtschaftlichen Arbeiten herangezogen werden, die sich zur Erlernung eines Handwerkszwei⸗ entschlossen haben. Naturgemäß müßte hierdurch die eh e entsprechend später beginnen und der Termin 25 Eintritt etwa auf Mitte Mai festgelegt werden. In einer wichtigen Sache müssen alle anderen Rücksichten zurück⸗ treten, es gilt einer nationalen Pflicht zu genügen. * Kontrollversammlung. Das Bezirkskom⸗ mando weist noch einmal besonders darauf hin, daß die Kontrollversammlungen nur in den Kreisstädten statt⸗ finden, daß sich also die Kontrollpflichtigen aus dem Kreise Gießen an den in der Bekanntmachung bezeichneten Ter⸗ minen sämtlich in Gießen einzufinden* * Die Viehzählung in beiden Hessen. Nach der vorläufigen Feststellung wurden am 1. mber 1914

in Hessen⸗Nassau 1 Pferde(ohne Mili⸗ tärpferde), 652348 Stück Rindvieh, darunter 61227 Kälber unter 3 Monate alt, 210976 Jungvieh 3 Monate bis 2 Jahre alt, 33 124 2 Jahre alte und ältere Bullen, Stiere und Ochsen und 347021 Kühe(auch Färsen, Kalbinnen), 166 423 Schafe, 779 915 Schweine, darunter 374119 unter ½ Jahr alt, 292 123 ½ bis 1 Jahr alt und 113 673 1 Jahr alt und älter, 200 228 Ziegen. Im Großherzogtum Hessen wurden gezählt: 40 099 Pferde(ohne Militärpferde), 339 046 Stück Rindvieh, darunter 35 060 Kälber unter 3 Monate alt, 99 945 Jungvieh 3 Monate bis 2 Jahre alt, 14521 2 Jahre alte und ältere Bullen, Stiere und Ochsen und 189 520 Kühe (auch Färsen, Kalbinnen), 57 866 Schafe, 410 466 Schweine, darunter 212 411 unter ½ Jahr alt, 163 300 ½ bis 1 Jahr alt und 34 755 1 Jahr alt und älter, 144 646 5

* Aus dem Gefangenenlager. Im Gefangenen⸗ lager auf dem Trieb sind gestern, wie schon kurz ge⸗ meldet, wieder 1000 Russen und etwa 75 Franzosen ange⸗ kommen, nachdem vor einiger geit die belgischen Zivil⸗ gefangenen(militärpflichtige Personen) nach dem west⸗ fälischen Industriegebiet verbracht worden sind, wo die Leute als Bergarbeiter Beschäftigung fanden. Auch die Stadt Gießen hat vor 810 Tagen den Versuch gemacht, vorerst 30 Franzosen mit Ebnungsarbeiten an der Marga⸗ retenhütte zu 5 Den jüdischen Gefan⸗ genen wird für die Osterfeiertage Mazzes l(ungesäuertes Brot) statt der sonst üblichen Brotmenge geliefert. Die Kosten hierfür wurden aus einem Wohltätigkeitsfonds hiesiger Glaubensgenossen gedeckt.

Landkreis Gießen.

A Ettingshausen, 29. März. Auf den Aufruf der Frau Generalin von Schenck- Frankfurt a. M. gingen beim hiesigen Pfarramt aus Ettingshausen und Hattenrod 200 Mk. für 8 ein, die im Kriege ihr Augenlicht verloren

en.

Kreis Büdingen.

9 1 heim, 27. März. In einem Basaltsteinbruche wurde der Arbeiter Jakob Stede aus Blofeld schwer ver⸗ letzt, indem ein herabrollender Basaltstein dem Manne ein Bein zerschlug und das andere schwer verletzte, ebenso scheint der Mann innere Verletzungen davongetragen zu haben.

Kreis Alsfeld.

O Storndorf, 28. März. Heute sand die ordentliche Generalversammlung des Landweirtschaftlichen Konsumpereins im Saale des Herrn Döring statt. Präsident Jäger eröffnete die Versammlung mit einer Ansprache. Rendant Weber brachte die Jahresrechnung und Bilanz vom Geschäfts jahr 1914 zu Gebör, worauf die Verleilung des Reingewinnes statt⸗ fand. Die Dividende wurde auf 5 Prozent herabgesetzt. In den Vorstand wurde wiedergewählt derr Johs. Hamel II. und in den Aussichtsrat die Herren Bürgermeister Schäser und H. Hamel J. Ein Teil des Reingewinnes in Höhe von 30 Mark wurde dem Roten Kreuze überwiesen.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 29. März. Die Schüler der hiesigen Real- schule waren 14 Tage lang eisrig tätig, in der Stadt und Um- gegend das Gold zu sammeln und es an der Reichsbank gegen Scheine umzutauschen. Auf diese Weise führten sie dem Reiche in kurzer Zeit die schöne Summe von 12 000 Mark in Gold zu.

N Kreis Schotten.

n. Schotten, 29. März. Der VereinLehrerheim Vogelsberg, der sich die Erhaltung und den weiteren Ausbau des um Jahre 1895 bei Schotten erbauten 3 Lehrerheims

jahr einen Zu⸗

ten] zur Pflicht gemacht, hatte im abgelaufenen

wachs von 183 neuen Mitgliedern zu verzeichnen, so daß die letzte Mitgliedkarte auf die Nr. 2650 lautet. Auch die Kassen⸗ verhältnisse des Unternehmens haben sich in günstiger Weise entwickelt, so daß außer der regelrechten Amortisation die Schuld auf Anteilscheinen à 50 Mk. sich wieder um 700 Mk. vermindert hat. Von dem in diesem Jahre gesammelten Fonds für den un⸗ bedingt nötig gewordenen Erweiterungsbau wurden 3000 Mk. zu der ersten Kriegsanleihe, von der StiftungLehrersrauen⸗ dank an Vater Backes Mk. 2600 bei der zweiten Kriegsanleihe gezeichnet. Der Besuch des Heims von Lehrern und Nichtlehrern war bis zum Ausbruch des Krieges recht gut, hörte aber dann sast ganz auf, so daß eine Ermäßigung des Pachtpreises eintreten mußte. Der Vorstand hofft jedoch, daß bei der prächtigen Lage des Heims und der dort gebotenen ausgezeichneten Verpflegung der Besuch jetzt zu Beginn der 1915er Saison wieder lebhafter wird.

g Hessen⸗Nassan. Marburg, 29. März. Heute vormittag geriet der Schaffner Sauer in Sterzhausen unter einen Zug und wurde etötet. Auf dem Marburger Bahnhof wurde der Lokomotiv⸗ ührer Stiefel vom Zuge überfahren und blieb gleich⸗ falls tot.

h. Frankfurt a. M., 29. März. Die Stadtverwal⸗ tung bedenkt jeden im Felde stehenden Frankfurter, der sich das Eiserne Kreuz erwarb, mit einen reichhaltigen Lrebes⸗ gabenpaket, dem eine vom Oberbürgermeister arte mit poetischem Gruße beiliegt. Bis jetzt wurden mehr a 700 solcher Pakete und Karten ins Feld geschickt.

h. Usingen, 29. März. Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln zu angemessenen Preisen ordnete der Land⸗ rat an, daß die inden die erforderlichen Mengen von den Landwirten anzufordern haben. Die Kartoffeln sollen dann durch Händler, die aber nicht mehr als 5 Prozent hierbei ver⸗ dienen dürfen, verkauft werden. Bei Landwirten, die sich zur Abgabe von ihren überschüssigen Kartoffelvorräten weigern, ist die zwangsweise Enteignung der Waren einzuleiten.

Dermischtes. Ein Eisenbahn unfall DerBerl. Lokal-Anz. meldet aus Innsbruck: Der Wiener Nacht⸗ Schnellzug tit auf der Fahrt nach Innsbruck bei Admont entgleist. Die Maschine und der Tender stürzten über die Böschung. Der Loko- motiossüthrer und der Heizer wurden getötet. Die Passagiere haben keinen ernstlichen Schaden genommen.

Gefahren veralteter Katarthe.

Außerordentliche Erfolge in veralteten Fällen. Keine Er⸗ kältung, sondern Ansteckung. Drei typische Fälle. Bronchial⸗ affektion, Atemnot, Halserkranku Neunjähriger Kehlkopf⸗ latarrh. Nasen⸗ Rachenkatarrh und Erkältungen. lleber 18 000 erfolgreiche Behandlungen mit einem neuen Apparate. Die Kosten und die Gefahren eines Katarrhes. Was man

tun sollte.

Ziemlich allgemein ist die Ansicht verbreitet, daß ein heftiger Katarrh der Nase, des Halses oder der Lunge seine Zeit haben müsse, daß er nach einigen Wochen von selbst vergehe und daß außer Vorsicht über Erkältungen nichts dagegen zu machen sei. Tiese Ansicht ist total falsch! Erstens vergeht der Katarrh leines⸗ 2* 3. sondern 7 jahrelang be⸗

1 ang die Atmu ne besonders emp⸗ kunde e nene e dee eee Umgenent- zündung usw. machen, zweitens gibt es ein Mittel, einen Katarrh in Stadium mit Erfolg zu bekämpfen, selbst in veralteten

en, drittens spielt die Erkältung bei Katarrhen überhaupt nur nebensächliche Rolle. Man kann die ärgsten Unvorsichtigkeiten begehen, ohne Katarrh zu bekommen, und man kann ihn sich trotz F eee. 5 e ung bereitet nur vor, die direkte Ursache Katarrhes ist die mit Ansteckungsstoffen ges. serte Luft. fen aus mehr als 18 000 Fällen, über deren erfolg⸗ u ere Berichte vorliegen, einige heraus.

Herr Tel ⸗Assistent Franz Torner, Berlin⸗Mariendorf, Kurfürsten⸗ straße 47, schreibt: Nachdem ich Ihren Inhalator nun schon 3 Jahre besitze, ihn diverse Male benutzt habe, ist es mir sein Be⸗ dürfnis, Ihnen mitzuteilen, wie zufrieden ich mit dem Apparat bin. Die Bronchialafsektion, derentwegen ich seinerzeit den Apparat kaufte, verschwand nach dreiwöchentlichem Gebrauch, desgl. eine damit verbundene Atemnot beim Treppensteigen. Seitdem gebrauche ich den Inhalator bei sämtlichen Halserkrankungen; sogar der Schnupfen, gegen den ich fast alle Mittel erfolglos angewendet habe, verschwindet stets nach 23 Tagen. Ich werde auch fernerhin 4 weiter empfehlen; er dürfte eigentlich in keinem e fehlen. b Herr Wilh. Steinhauer, Waldkappel, schreibt: Der von Ihnen 0 Inhalator hat mir großartige Dienste geleistet, wie durch ein Wunder bin ich, schon beinahe 9 Jahre leidend, von meinem Kehlkopftatarrh befreit worden. Ich kann diesen Apparat nur jedem, welcher an Beschwerden des Halses oder der Luftwege leidet, bestens empfehlen. Ich habe in den 9 Jahren keine Gesangstunde besuchen können, trotzdem ich ein großer Freund vom Singen bin, jetzt besuche ich vor wie nach wieder die Singstunde. Sage Ihnen deshalb vielen Dank. 5 Herr Johann Benl, Hauptlehrer in Paulushofen(Bayern) schreibt: Es ist mir ein Bedürfnis, heute nach fast 2 jährigem Ge⸗ brauch Ihres Inhalators, also nach gewiß reiflicher Ueberlegung Folgendes zu bezeugen: allein Ihr Apparat hat mich von einem nahezu sechs Jahre lang anhaltenden Nasenrachenraum⸗ latarth gründlich befreit. Bei allen möglichen zeuweise erscheinen⸗

»Ein Grozleuer in Norwegen. Aus Kristiania vom 29. März wird gemeldet: Bei einer Feuersbrunst in Sandeljord brannten gestern vier Holzhäuser und drei Stein⸗ häuser nieder. Zwei junge Mädchen kamen in den Flammen um, 4 Geschäste wurden eingeäschert. Der Schaden beträgt 800 000

ronen.

Märkte.

Gießen, 30. März. Maretbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Piund 1,251,35 Mt. Hühner- eier 1 Stück 1011 Pa., 2 Stück 00 Pig.: Enteneier 1 St. 0 Pfa. 2 St. 00 Pfg.: Gänseeier 1 St. 0-0 Pig, 2 St. 00 Pfg.: Käse das Stück 78 Pig. Käsematte 2 Stück 60 Pig.: Tauben das Paar 1,001,40 Mk., Hühner das Stück 1,00 2,50 Mk., Hahnen das Stück 1,00 2,50 Mk., Enten das Stück 2,503,00 Mk., Gänse das Pid. 7080 Pig. Welsche 45 Mk.; Ochsenfleisch das Pfd. 90 98 Pfg., Rindfleisch das Pfund 9094 Pfg., Kuhfleisch 8090 Pfg., Schweine- fleisch das Pfund 100 116 Pig, Kalbfleisch das Pd. 76 80 Pfg., Hammelfleisch das Pfund 8096 Pfg.; Kartoffeln 100 Kilo 1213,50 Mk., Weißkraut d. St. 1525 Pig.: Zwiebeln der Ztr. 12,00 15,00 Mk.: Milch das Liter 24 Pfg.: Aepfel der Zentner 1520 Mk.; Birnen das Piund 1215 Pfg., Nüsse 100 Stück 4050 Pia. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. i

1, Fraukfurt a. M., 30. März. Heu- und Strohmarkt. Man notierte: peu 4,705,00 Mk., Stroh(Kornlangstroh) 0.00 bis 6.00 Mk., Wirrsiroh 0%00,00 Mark. Alles je 50 Kilo. Ge⸗ schäst langsam. Die Zufuhren waren aus dem Obertaunuskreis, den Kreisen Hanau und Dieburg.

Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 31. März 1915: Wolkig, trocken, Nachtfrost, südwestliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Die Kämpfe bei Marcheéville. Genf, 30. März. Bei dem gestrigen Kampfe bet Marche⸗ ville wurde der den Deutschen günstige Ausgang einen un⸗ e stümen deutschen Basjonettangriff eden. Die anzosen erhielten Rückzugsbefehl, nachdem ern Bataillon voll⸗ 5 8 saerich 1 f

war.

Ein deutsches Unterseeboot bei den Stillyinseln. London, 30. März. Nach hier vorliegenden Blättermel⸗ dungen fand bei den Scillyinseln ungefähr auf der Höhe bei St. Marie eine Begegnung zwischen zwei englischen Torpedojägern und einem deutschen Unterseeboot statt. Einigen Torpedojägern, die die Küste der Scillyinseln ab⸗

bootes in der Nähe von St. Marie gemeldet worden. Sie fuhren mit Volldampf dorthin und bemerkten bei ihrer Ankunft tatsächlich ein Unterseeboot, das im Begriffe stand, einen großen Drei⸗ master zu versenken. Die Torpedojäger eröffneten sofort das Feuer, ohne jedoch zu treffen. Das Unterseeboot tauchte, und schon glaubten die Engländer es vernichtet zu haben, als es etwa zwei Seemeilen weiter ostwärts auftauchte, einen Torpedo zwischen den beiden englischen Schiffen hindurchlancierte und so den Dreimaster doch noch zum Sinken brachte.

Nene Angriffe gegen die Dardanellen? Athen, 30. März. Aus dem von den Engländern setzten Tenedos wird gedrahtet, daß neue Operatio- nen gegen die Dardanellen begannen.

Die englischen Söldner.

Konstantinopel, 30. März. Werbeschiffe im gri 1 5 iel find das neueste Mittel, um für dieglor⸗ reiche FN œ!!. Dampfer laufen mäßig die jonischen Inseln an und bieten jedem Griechen, der sich für die englische Armee anwerben läßt, eine monatliche Löhnung von 130 Schilling und die sofortige Aus⸗ zahlung von einer unonatlichen Löhnung. Die Schiffe verkehren zwischen den jonischen Inseln und Malta, wohin die angeworbenen Griechen gebracht werden. Von hier aus werden sie zwei⸗ bis dreiwöchentlicher Ausbildung englischen Armee in Flandern geschickt

Munition für Serbien aus Frankreich.

Rotterdam, 30. März. Wie derOsmanische Aoyd erfährt, wurden in Saloniki 14 Feldgeschütze, 200 Kisten Munition, neun Automobile, 150 Trainwagen, zwei Flug⸗ zeuge und 800 Kisten Medikamente und Verbandzeug, alles aus Frankreich, gelandet. Die griechische Regierung verbot, trotz der Verwendung des griechischen Gesandten, die Durchfuhr nach Serbien und erlaubte nur die Ausladung von Medikamenten und Verbandzeug.

China gegen Japan.

Haag, 30. März.Daily Chronicle meldet aus Tokio,

im ganzen Süden von China sei ein starkes An⸗ wachsen der Gärung gegen die Japaner zu bemerken, deren Waren boykottiert und deren Dampfer in den chinesischen Häfen nicht mehr gelöscht würden. Gleich⸗ zeitig macht sich auch eine feindselige Haltung der Chinesen gegen die Engländer bemerkbar, weil man der An⸗ sicht ist, daß England die japanischen Forderungen unter⸗ stützt, oder wenigstens gut heißt. Ein Geschwader von vier englischen Kreuzern ist in Hongkong angekommen, um nach den mittelchinesischen Gewässern in See zu gehen. Auch französische Kriegsschiffe werden erwartet. Der Wegzug der Japaner aus China dauert an.

den Erkältungen der Atmungsorgane wirkt er bei mir in wenigen Tagen Wunder. Der Inhalator ist einfach unübertrefflich und fur den, der ihn kennt, absolut unentbehrlich. Niedergeschrieben nur aus Interesse für Leidende, vollständig unbeeinflußt.

Warnung! Achten Sie genau auf den Namen Tancrs und die patentamtliche SchutzmarkeDie Kur im Hause, damit Sie auch wirklich den echten und altbewährten Original⸗Tancré⸗Inhalator erhalten, da minderwertige Nachahmungen im Handel sind. Kein zweiter Apparat kann sich wie dieser auf 18 000 Zeugnisse von Aerzten und Patienten berufen.

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Aiene Cexl A. Tanere, Wiesbaden 24.

Ich wünsche Aufklärung über Ihr neues Inhalation. system. Es dürfen mir jedoch keine Kosten eutsteben.

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be-

zur Aufftilung der Lücken in den