Ausgabe 
(23.3.1915) 69. Zweites Blatt
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halten. Mancher wird durch die veränderten Verhältnisse, die der Krieg im Gefolge hat, in weit höherem Maße an die wier Wände gefesselt, als es vielleicht bisheran der Fall gewesen sein mag. Das Leben in einer Familie, der das Haupt, wenn auch nur zeitweise, fehlt, oder die sich aus welchen Gründen auch immer mehr an den häuslichen Herd . fühlen muß, nimmt andere Formen an, ist ab⸗ hängiger von der Ruhe und der Behaglichkeit der Wohnun⸗ gen, als es früher war. Das Heim muß manches ersetzen, was man sich früher draußen zu suchen gewöhnt hatte, muß der Mutter stärker dazu dienen, die Zusammengehörig⸗ keit der Familie und die Ordnung unter den Kindern, denen die Hand des Vaters fehlt, aufrecht zu erhalten. Da gilt es in erster Linie, den warmen Schimmer des Bewohntseins, der Behaglichkeit zu verbreiten. Im Gegensatz zu den von außen auf uns einstürmenden Eindrücken muß die Wohnung das starke Gefühl des Sichgeborgenwissens in uns wecken, muß zum Ausruhen von der an alle herantretenden er⸗ höhten Anspannung im Daseinskampf geradezu einladen. Mit dem von allerlei sauber angeordneten Nichtig⸗ keiten vollgepfropften Staatszimmer, in dem man sich scheut, etwas aus der Hand zu legen, ist es nicht getan. Ein Zimmer, das dem täglichen Gebrauch dienen und doch auch dem Gemüt etwas sagen soll, darf nichts Unnötiges ent⸗ halten und braucht drum doch nicht in öde Langeweile zu verfallen. Allgemein gültige Regeln gibt es da nicht, Jondern der Geschmack ist die Grundbedingung für ein rich tiges Vorgehen. Frische und Sauberkeit, helle Fenster, die die Sonne hereinfluten lassen, ein paar bunte Blumen sie sagen mehr als der peinlich aufgeräumte Salon mit Nippes, Photographien und Möbelbezügen. In gar vielen Fällen wird diesmal der Umzug Sache der Haus frau sein, und im Sinne des oben Gesagten bietet sich ihr hier ein dankbares Feld der Betätigung, auf dem mit Liebe und Verständnis so manche schöne Wirkung zu erzielen ist. Im Familienleben ist's nicht genug, ein Dach über dem Kopf * da haben, sondern wenn Segen aus ihm wachsen soll, 1 un muß der Boden dafür nicht zuletzt in dem Frieden und der Behaglichkeit der Wohnung vorbereitet sein.

*

Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Lt. Walter Schmidt, Inf.⸗Rgt. 38, aus Worms. Ers⸗Res.

Heinrich Merx, Res.-Ins.⸗Rgt. 8J1, aus Hanau Res. Karl N Schmelz, Ins.⸗Ngt. 115, aus Lauterbach. Oberjäger Emil Hornung aus Bermuthshain. Lt. der L. Oberingentenr Adam Haust, Res.⸗Inf.-Agt. 216, aus Darmsiadt. Kriegsfreiwilliger i Judwig Pons, Ins.⸗Rgt. 115, aus Darmstadt. Kriegssreiw. Jos. Alois Rendel, Pionier-Bat. 21, aus Mainz-Kastel. Einj⸗ Kriegsfreiw. Johann Oehler, Res⸗Juß⸗-Art.-Mgt. 16, aus Nieder⸗ Saulheim. Kriegs'reiw. Gg. Helm, In!.⸗Ngt. 117, aus Minz. E Kriegssreiw Ger. Ludw. Waltz, Res⸗-Ins.-Agt. 2 2, aus Mainz. Unteroff. d. Ref Gerh ird Sauer, Ers.-Bat. 117, aus Mlainz. Ft. d. Res. Willy Tbomson, Ins.-Agt. 168, aus Offenbach a. M. Gefreiter Fritz Hrelscher, 2. Schneeschuh Bat., aus Offenbach a. M. Musk. Karl Rud. Ullrich, Res. Inf ⸗Zigt. 221, aus Offenbach a. M. Kriegssreiw. Albert Harn, Res.-Inf.-⸗Agt. 222, aus Dillenburg. stud. med. Heinr. Kro pp aus Grünberg. 3

Die Mitglieder versammlung des Gießener Gartenbauvereins, die am Samstag abend im Saale des Hotel Schütz stattfand, war so stark von Herren und Damen besucht, daß sich der etwa 150 Personen fassende Raum als zu klein erwies. Der Vorsitzende Stadtv. Simon eröffnete die Versammlung, be⸗ grüßte die Mitglieder und wies auf die vom Verein mehrfach er⸗ Frterte Kleingartenbaufrage hin. Er bemerkte, daß es 5 wohl noch zweifelhaft sei, ob die Stadt Gießen im nächsten Jahre die Frage durch Anlage von Kleingarten fördern werde. Deshalb t der Verein sich ein größeres Gelände jenseits der Lahn am

ßmarer Weg an die Hand geben lassen, um, wenn sich genügend Interessenten finden, dort Kleingärten anzulegen, die in einer Größe von 250 Quadratmetern für etwa 20 Mark jährlich verpachtet wer⸗ den sollen. Hierauf nahm Dr. Hoffmann Friedberg das Wort. um sehr anschaulich die Anlage eines solchen Gartens in allen Einzelheiten zu schildern. Er gab Fingerzeige für die Bearbeitung des Bodens, die Anlage der Wage und die Bepflanzung eines sol⸗ chen Gartens. Eindringlich warnte der Redner besonders den Neu⸗ ling, nun zu Beginn der Sache zu viel zu pflanzen; er gab in dieser Beziehung recht beachtenswerte Ratschläge, die auch fir den⸗ jenigen wichtig waren, der sich schon länger mit dem Gartenbau für den Hausgebrauch beschäftigt hat. In der an den Vortrag sich an⸗ schlie ßenden Aussprache wurde die Mistbeelfrage erörtert, wo⸗ bei die Redner fast alle die Ansicht vertraten, daß eine solche Anlage für kleinere Verhältnisse sich nicht lohne, weil unsere Berufsgärtner junge4 7 zu verhältnismäßig billigen Preisen abgeben. Der Borsitzende forderte am Schluß der Versammlung Liebhaber eines Kleingartens auf, sich beim Verein zu melden* 5 die Mitglieder,

die im Gartenbau bereits Erfahrungen gesammelt haben, Anfängern mit Rat und Tat auf Erfordern zur Seite zu stehen da es e machen lasse, eine vom Vorstand geplant gewesene Berat un 93 stelle für Gartenbau in unserer Stadt einzurichten.

* Lahn ⸗Dünsberg⸗ Turnerbund. Der am Sonntag zu Fellingshausen abgehaltene 10. Bundestag des Turnerbundes Lahn⸗Dünsberg stand ganz unter dem Zeichen des Krieges. Bundesvorsitzender Dau⸗

gert⸗Wieseck gedachte vorerst der gefallenen Turner, deren Photographien soweit als möglich auf einer Ehrentafel zu⸗ sammengestellt waren. Aus den 36 Vereinen waren 28 Ver⸗ treter sowie 7 Vorstandsmitglieder erschienen, außerdem viele junge Mitglieder aus den Nachbarvereinen. Ueber 600 Tur⸗ ner stehen bis jetzt unter den Waffen, unter den Gefallenen sei besonders Bundesrechner Becker⸗Reiskirchen erwähnt. Während an seiner Stelle Scherer⸗Wieseck gewählt, wurde von einer Neuwahl des Bundes⸗ und Turnausschusses Ab⸗ stand genommen. Der Bund zählte im abgelaufenen Jahr 2600 itglieder, darunter 58 Ehrenmitglieder, 484 Zöglinge und 2058 steuerpflichtige Mitglieder. Die Jahres⸗ rechnung schließt mit einem Kassenbestande von 91,35 Mk. ab, außerdem wurden bei der Städtischen Sparkasse zu Gie⸗

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für das Jahr 1915 nicht erhoben, zumal turnerische Ver⸗ anstaltungen gänzlich zum Ausfall kommen. Am 1. Juni⸗ Sonntag ist ein Turngang von Launsbach nach dem Dünsberg in Aussicht genommen. Außerdem sollen im Laufe dieses Sommers Bezirksvorturnerstunden abgehalten wer⸗ den. Mit den besten Wünschen für unsere Turner im Felde

Schokolade

ßen 250 Mk. verzinslich angelegt. Eine Bundessteuer wird 6

und einem kräftigenGut Heil wurde der 10. Bundesturn⸗ tag geschlossen.

* Ausdehnung des Zeitungsvertriebs in Bel⸗ gien. Der am 1. Januar in beschränktem Umfange aufgenommene Postvertriebdeutscher Zeitungen und geitschrif⸗ ten in Belgien wird vom 1. Aprtl ab bei sämtlichen deutschen Postämtern in Belgien eingeführt. Die Zeitungen werden unter Wegfall der bisher üblichen Einzelverpackung ganz wie im inneren deutschen Betriebe versandk: die Bezieher in Belgien haben nur die deutschen Bezugspreise und e. F. das Zeitungsbestellgeld zu entrichten. Gleichzeitig wird der Vertrieb von Verlegerexemplaren durch alle deutschen Postäntter in Belgien zugelassen.

** Der Wechselverkehr in den Grenzmarken. Nachdem der Bundesrat durch Bekanntmachung vom 4. März be⸗ stimmt hat, daß die Protestfrist für Wechsel, die in El sa ß⸗ Lothringen, in der Provinz Ostpreußen oder in einzelnen Teilen Westpreußens zahlbar sind, frühestens mit dem 31. Mai 1915 statt mit dem 31. März 1915 abläuft, ist die Post⸗ ordnung vom 20. März 1900 entsprechend geändert worden. Danach werden die Postprotestaufträge mit Wechseln der bezeich⸗ neten Axt, deren Zahlungstag in die Zeit vom 30. Juli 1914 bis einschließlich 29. April 1915 fällt, am 31. Mai 1915 nochmals zur Zahlung vorgezeigt werden.

Kreis Büdingen.

Büdingen, 21. März. Eine größere militärische Uebung der hiesigen Jungmannschft unter Leitung des Ober⸗Wacht⸗ meisters Streuber-Büdingen fand hei schönstem Wetter zwischen hier und Selters statt. Büdingen war der Angreiser, Stockheim, Bleichenbach und Nachbarorte markierten den Feind. Viele Touristen und die Bevölkerung der Nachbarschast freuten sich des

Anblicks. Kreis Friedberg.

h. Friedberg, 23. März. Geh. Justizrat Jöckel feiert heute seinen achtzigsten Geburtstag bei außerordentlich körperlicher und geistiger Frische. Das greise Geburtstagskind hat in seinen jüngeren Jahren in der politischen Geschichte Hessens, vor allem seiner Heimatprovinz Oberhessen eine führende Rolle gespielt. Als nationalliberaler Abgeordneter des Wahlkreises Friedberg-Büdingen erwarb er sich in jahrelanger Tätigkeit um die⸗ sen Bezirk bleibende Verdienste. Bekannt und verdienstvoll ist auch

s Wirken des Nestors der nationalliberalen Partei Hessens in der hessischen Zweiten Kammer und den verschiedensten parla⸗ mentarischen Ausschüssen. Dem Jubilar wurde von dem Vorstand der nationalliberalen hessischen Landespartei ein herzliches Glück⸗ wunschschreiben zugesandt.

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Im felde

erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ blattes. Um eint Unterbrechung in der Zustellung zu vermeiden, wolle man

den ftldpost/B̃e⁊ug ucs Gießener Anskigers fur das naqse vierieijahr(n yrũ · mai uni)

schon jetzt erneuern

Alle kostamter nehmen die Bencllung cnigegen. der vierteljahrs- Bezug be⸗

tragt Mk. 3, 20 cinschliezuch der Um⸗ schlag⸗bebuhr. Außerdem vermittelt die Bentnellungen wie bisher auch die

Geschäftsstelle des bichener Anzeigers

Gießener Strafkammer. th. Gießen, 20. März. Ein gefährlicher Freund. Hch. W. von Klein⸗Selsheim, der sich in Gießen aufgehalten

hat, lernte in einer Wirtschaft einen Landwirt aus Wi

nen, der gerade zwei Schweine verkauft hatte und

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einer neuen ann ihm ein

war, ihm die Barschaft abs r S

ständig, erhielt der Angeklagte, weil er rückfällig ist, unter 2

billigung mildernder Umstände, 1 Jahr 6 nate Gefängnis. Ein schwerer Junge

ist der Kaufmann Emil W. aus Bamberg. Trotzdem derselbe erst 28 zählt, hat er doch ein ansehnliches ister aufzuweisen. Er ist geständig, in 10 Fällen in Friedberg, Vilbel und in der Provinz Starkenburg Einbruchsdiebstähle verübt zu haben. Außerdem hat er sich* Namen bei

bewirkt, daß dieser i runde Der Angekl. murrde, als man ihn an der Ostanlage in Nummer⸗ chwer krank, so daß man ihn der Klinik zur 4

dem Genes der

ar ken⸗

Hntal usstrafe von 113 amtzuchthausstrase von neun

Aufgeld für ein 20⸗Markstück.

er will die Absicht gehabt haben, das 20 Markstück zu erwerben, um es sich aufzuheben. Rechtsanwalt Engisch, der den An⸗ geklagten verteidigte, erklärte, die Tat sei unvernünftig und dumm zugleich; sein Klient sei erst 19 Jahre alt, und es könne nur Unvernunft gewesen sein, 25 Proz. Aufgeld für ein Goldstück zu bezahlen, das er hätte zum Nennwert bekommen kör Der Angeklagte hat sich aber gegen die Verordnung des Reichskanzlers vergangen, wonach sich jeder strafbar macht, der es unternimmt, Gold mit Aufgeld an sich zu bringen, und wonach auf ein solches Vergehen bis zu 5000 Mk. Geldstrafe bezw. Gefängnis steht. Die Strafkammer erkannte auf 150 Mk. Geldstrafe, im Unvermögens⸗ falle auf 30 Tage Gefängnis.

Eine Person, die das Stehlen nicht lassen kann, ist das Dienstmädchen Elisabethe F. von Rüddingshausen, zuletzt in Gießen wohnhaft. Trotz ihrer 25 Jahre ist das Mädchen schon⸗ achtmal vorbestraft. Die Angeklagte hat einem Mädchen 2 Blusen und einer Frau, bei der sie Unterkunft gefunden hatte, 1 Mantel und eine Schürze entwendet. Die Angeklagte war geständig; sie wollte aber die Kleider, wie sie behauptet, nachdem sie dieselben getragen, den Eigentümerinnen wieder zurückbringen, was sie aber unterlassen hat. Der Gerichtshof verurteilte die Angeklagte unter Zubilligung mildernder Umstände zu 8 Monaten ängnis unter Anrechnung von 2 Wochen Unterfuchungshaft. 5

Ein ehrlicher Vergleich.. Der Landwirt Balthasar W. von Grebenhain hat zwei Rechts⸗ anwälte beleidigt, indem er behauptete, dieselben hätten beide ge ihn gemeinsame Sache gemacht und ihm außerdem bei der bührenberechnung zu viel abgenommen. Der 3 hat diese Behauptungen zum Gegenstand einer Beschwerde heim Ministertum . Das Strafverfahren mußte daher von Amts wegen gegen eingeleitet werden. Landgerichtsdirektor Schmeckenbecher war der Ansicht, daß in der heutigen schweren Zeit ein solcher Streit zwischen Deutschen nicht bis zum äußersten ausgetragen werden sollte. Einer der Rechtsanwälte erklärte, er sowohl wie sein Kollege hätten an dem Ausgang der Sache kein Interesse, nachdem die Anwaltskammer erklärt hat, daß die Anschuldigungen des W. unwahr sind. W. erklärte, er habe sich überzeugt, daß yr den Gegnern Unrecht getan; er habe aber sest geglaubt, es sei do, wie er es dem Ministerium mitgeteilt hat. Der Angeklagte be⸗ dauerte, die beiden Anwälte beleidigt zu haben, erklärte sich ver⸗ gleichsweise zur Zahlung von 50 Mark Buße an das Rote Kreuz f bereit und übernahm alle Kosten des Verfahrens Alle an dem Streit beteiligten Faktoren erklärten ihr Einverständnis damit, daß das Ministerium die Angelegenheit niederschlägt. 14 Ein böser Schwabenstreich. 1 Der Schweizer Josef D., aus dem Schwabenlande gebürtig, war in Heldenbergen tätig. Der Angeklagte ist 43 Jahre alt und ein vielfach vorbestrafter Gewohnheits verbrecher, der wegen Raubes, Diebstahls usw bereits viermal die Bekanntschaft des Zuchthauses gemacht hat. Er ist angeklagt, im Wartesaal 3. Klasse in Fried⸗ berg einem schlafenden Polizeidiener aus Hanau eine Doubloee⸗ Taschenuhr im Werte von 58 Mark gestohlen zu haben. Der An⸗ geklagte erzählt eine rührende Geschichte; danach will er an dem Abend 3 Taschenuhren besessen und durch Tausch die auf dem Gerichtstisch liegende gestohlene Uhr erworben n. Die Zeugen⸗ vernehmung brachte aber unzweideutig den Beweis, daß D. den Beamten aus Hanau gefleddert hat. Die Strafkammer ver⸗ urteilte den Angeklagten wegen Diebstahls im wiederholten Rück⸗ fall zu 2 Jahren Zuchthaus, 5jährigem Ehrverlust und Zulässig⸗ keit der Stellung unter Polizeiaussicht. Baumfrevel.

Joh. H. VI. von Ober⸗Mörlen, ein 56 Jahre alter unbestrafter Tagelöhner, ist vom Schöffengericht Bad⸗Nauheim mit einer Geld⸗ strafe von 50 Mk belegt worden, weil er nachts auf dem Heimwege an der Straße ZiegenbergOber⸗Mörlen 10 Obstbäume mit dem Beil schwer beschädigt hat. Der Vertreter der Staatsbehörde ver⸗ folgte gegen das ihm zu milde Urteil Berufung bei der Straf⸗ kammer. Der Angeklagte erklärt, er wisse nicht, wie er zu der Tat gekommen sei. Er sei an dem Tage schwer betrunken und seiner Sinne nicht ganz mächtig gewesen. Das Urteil erging dahin, daß die Strafkammer es bei der Geldstrafe beließ. Die Kosten der Be⸗ rufungsinstanz fielen der Staatskasse zur Last.

Märkte. le. Frankfurt a. M. Biebbofmarktbericht vom 22. März. Auftrieb: Rinder 1723(Ochsen 24, Bullen 69, Kühe und Färsen 106, Kälber 302, Schafe 77, Schweine 1747. Tendenz: Rinder, rege, Kälber, Schase und Schweine lanasam,

geräumt. Preise für 100 Pfd. Lebend Schlacht⸗ Ochsen. ö gewicht Vollfleischige, aus gemästete, höchsten Schlacht- Mk. Mk. wer es, 17 Jure allt... 3838 102 108 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere eee Mäßig genährte lunge 147 aut genährte ältere 4550 8390 ullen. Vollfleischige, aus gewachsene, höchsten Schlachtw. 50-55 86892 Vollsleischige, jüngere.. 4650 8285 ärsen, Kühe. Vollfleischige aus gem. Järsen höchst. Schlachtw. 5256 93103 Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht⸗ wertes bis zu 7 Jahren 4852 9093 Wenig gut entwickelte Färsen 44-49 80694 Aeltere ausgemästete Kühe. 4146 7686 Mäßig genährte Kühe und Färsen.. 3340 6680 Gering genährte Kue Järsen. 28632 6072 e r. 5 Teinste Masträlber 60-64 100107 Mittlere Mast- und beste Saugkälber. 5660 9100 Oeringere Mast- und gute Saugkälber J. 850855 8593 Geringe Saugkäl ber. 4550 7685 Schase. Stallmastschafe: 1 Mastlämmer und jüngere Masthammel. 5000 10800 Schweine. 8 Schweine von 80 bis 100 bendge wicht. 57.50 90.00 104.00 108.00 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendge wicht 2 85.00 88.00 100.00 104.00

Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendge wicht.. 87.50 90.00 105.00 108.00 Vollfleischige Schweine von 120 bis 5 5 150 kg Lebendge wicht.. 87.50 90.00 105.00 108.00 te. Frautfurt a. M., 22. März.(Orig.⸗Telegqr. desGleß. Anz.) Infolge der Beschlagnahme der Getreidevorräte findet kein Handel in Getreide und daher auch keine Notierung statt. Futter⸗ mittel sest. Mais 5255 Mk. Sesamkuchen 36,0036,50 Mk, Kok oskuchen 37,00 37,0 Mk., Palmkuchen 36,0036,20 Mk., Lein⸗ kuchen 60 Mk., Erdnußkuchen 38,50 40,00 Mk., Rapskuchen 32 Mk. Alles für 100 kg ab Jabrit. je. Frankfurt a. M., 22. März. des Gieß. k. 11,50 bis

Ein Handelsmann ist geständig, einer Frau für eine Doppel krone in io in rr

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