nach Cundurman kamen die wilden Reiter des neuen Mahdi. Jetzt wurde die Sache kritisch. Durch Fürsprache eines Araberscheichs er⸗ hielten die Familien die Zusagen, daß sie das Land verlassen könn⸗ ten. Nur ein Franzose wurde von drei arabischen Lanzenreitern ans Pferd gebunden und in gestrecktem Galopp weggeführt.
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Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 18. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 18. März, mittags. In den Karpathen und auf den Höhen westlich abarczrev wurde der Angriff stärkerer feindlicher Kräfte nach blutigem Kampfe unter gro⸗ ßen Berkusten für den Gegner zurückgeschlagen. Meh⸗ rere feindliche Kompagnien wurden hierbei vernichtet. Cbenso scheiterten im Südosten Galiziens wieder⸗ holte Versuche der Russen, durch überraschendes Vorgehen numerisch überlegener Kräfte einzelne Stützpunkte in unse⸗ ren Stellungen zu nehmen. Bei dem Zurückweisen dieser An⸗ griffe, die überall auf den nächsten Distunzen im Feuer un⸗ *— Truppen zusammenbrachen, wurden auch 280 Mann 3 ngen. Auf allen übrigen Fronten hat sich nichts Wesentliches
ereignet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Die deutsche Front im Osten. Berlin, 18. März.(WTB. Amtlich.) In der Provinz Ostpreußen und darüber hinaus sind in den letzten Tagen wieder unfinnige Gerüchte in Umlauf gesetzt worden, wonach die Russen neuerdings einen Teil der Provinz Ostpreußen in Besitz genommen hätten. An der Hand der amtlichen Berichte ergibt sich für jeden Einsichtigen, daß derartige Ausstreuungen nicht dem wirklichen Sachverhalt ent—
swrecgen 5 W Die von uns im Osten besetzte Linie verläuft von der Pilica längs der Rawka und der Dura bis zur Weichsel. Nördlich der Weichsel setzt sich die Linie unserer Truppen östlich Plock itber Warowinek-Stupsk(beide
über die Gegend nördlich Prasznysz, südlich Mysti⸗ nike, südlich Kolno, nördlich Lomza und trifft bei Mocarce auf den Bobr. Von hier folgt sie der Bobr⸗Linie bis nord⸗ westlich Ossowiec, das von uns beschossen wird, und läuft über die Gegend östlich Augustow⸗Krasnopol⸗Mariampol⸗ Pilwiszki⸗Szaki an der Grenze entlang über Tauroggen nach Nordwesten, also von Anfang bis zum Ende ausschließlich auf feindlichem Gebiet. 5
AIgn der äußersten Nordspitze von Ostpreußen in der Gegend nördlich Memel sind am 17. März, also nach der Eentstehung der oben erwähnten Gerüchte, schwache russische Abteilungen eingefallen. Es find alle Maßnahmen ge⸗ troffen, um die Banden zu vertreiben, die man nur als Mordbrenner bezeichnen kann.
Diplomatische Schritte der nordischen Staaten. . Stockholm, 18. März.(Ctr. Frkft.) Die schwedische Negierung veröffentlicht folgendes Communiqus:„Die von der britischen und französischen Regierung infolge der deut⸗ 1 850 ien u geführt, in lm zwi
77 1 norwegischen und dänischen Regierung 75 3 g. gepflogen wurden, deren Resultat * Ueberreichung gleichlautender Noten an die britische und die französische Regierung bildete.“
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4 Der deerieg.
5 London, 18. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Central News“ meldet: Der englische Dampfer„Blonde“, der im Tyne angekommen ist, berichtet, daß er von einer„Taube“ angegriffen wurde. Ein Mann sei getötet worden.
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Erfolge der türkischen Flotte.
5(WTB., Konstantinopel, 18. März.(Nichtamtl.) Das Hauptquartier meldet: Ein Teil unserer Flotte bombardierte heute früh die Schiffswerft und den Uebungsplatz für Torpedoboote westlich von Theodosia in der Krim und steckte sie in Brand. SgBeute früh eröffnete die feindliche Flotte ein hef⸗ tiges Feuer gegen die Forts der Dardanellen, welches mit Erfolg erwidert wurde. Um 2 Uhr nachmittag wurde das französische Panzerschiff„Bouvet“ in den Grund gebohrt. 5
Der erfolglose Angriff auf die Dardanellen.
Konstantinopel, 18. März.(WTB Nichtamtlich.) Der Sonderberichterstatter von Wolffs Telegraphischem Bu⸗ reau telegraphiert aus den Dardanellen vom 16. März abends: Die englischen undfranzösischen Opera⸗ tionen vor den Dardanellen kamen nach völlig er⸗ gebnisloser Beschießung zweier Forts nahe Tschanak Kale And Kilidul⸗Bahr zum Stillstan d. Offenbar ist der Feind katlos gegenüber den umfassenden Verteidigungsmaßnah⸗ men durch die Minensperre und Küstenbefestigungen. Täg⸗ lich überfliegt ein englisches Wasserflugzeug die
fttürkischen Stellungen, geht jedoch bei der Beschießung sofort g nieder, so daß es keine Beobachtungen ma kann. Alle 5 ech„die Minen aufzufischen und die inwerfer zu . 5 ießen, bleiben erfolglos; sie werden stets* dem eersten Treffer der Sperrbatterien abgebrochen. Am Montag mußte 5 5 F K ich ganz—.— Gefecht einen rferen Treffer erhielt, sich zurückziehen. Sei .. N—— 10 105 erlin, 18. März.(Nichtamtlich) Die„ 9 meldet aus Konstantinopel: Marschall N 5 äußerte sich auf dem gestrigen Kriegs⸗Abend bei der Gattin des deutschen Botschafters; Einen etwaigen erneuten An⸗ griff auf die Dardanellen werden die Türken mit noch * Vorbereitungen abzuweisen— 45 Ich bin sicher, kommende Historiker die Dardanellenverteidigung als enbe kriegerische Leistung der Türken verherrlichen wer⸗
„Die Erfahrung, die ich aus diesem Kampf zog, ist, daß auch kleinere und mittlere Artillerie mit 3 Erfolg gegen Panzerschiffe verwendbar ist.
4 Einzug der Türken in Korna.
Honstantinopel, 18 März.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Privatmeldungen aus Bagdad find die türkischen Truppen nach der Verfolgung des Feindes in Kornaein⸗ E Die Engländer, die sich in die Stadt ge⸗ lüchtet hatten, zogen sich sodann gegen Süden zurück. Im Laufe des Kampfes, der sich in der Stadt entspann, schossen die Engländer, von einer Panik ergrif⸗ sen, gegeneinander. Auf türkischer Seite ist kein Berlust zu verzeichnen. f
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in der—— 0 füdlich Mlawa) fort. Von dort verläuft sie in östlicher
Mit welchem Schwindel die frauzösischen Truppen ermutigt werden!
Großes Hauptquartier, 18. März.(WTB. Amt⸗ lich.) Bei einem im Walde von Bolante in den Argonnen gefallenen französischen Offizier des 5. Kolonial⸗ 3 wurde der nachstehende gedruckte Be⸗ fehl gefunden. Zunächst wurde das Schriftstück hier nicht ernst genommen, da es nicht glaubhaft erschien, daß sich die feindliche Heeresleitung zu der Herausgabe eines solchen Machwerkes erniedrigen würde. Nachdem aber fest⸗ gestellt ist, daß der Inhalt des Schriftstückes zahlreichen Gefangenen bekannt war, und nachdem westlich Lille ein weiterer gleicher Abdruck des Befehls durch Rakete an unsere Truppen herübergeworfen wurde, kann an seiner Echtheit nicht mehr gezweifelt werden. Es steht also fest, daß die französische Heeresleitung mit folgendem Erlaß einen letzten Verfuch unternahm, für den mißglückten Durch⸗ bruchsversuch in der Champagne den entmutigten Truppen Dinge vorzutäuschen, die ihnen neue Hoffnung ein⸗ flößen sollte.
Grand Quartier Général, deurxisme bureau, 8. Mars 1915. Unser Sieg ist gewiß. Die französischen Armeen haben jetzt sieben Monate hindurch gefochten mit dem Willen zum Siege. Von nun ab kämpfen sie mit der Gewißheit des Sieges.
1. Die deutschen. Verluste: Das deutsche Heer kann sich nicht mehr verstärken, weder an Zahl, noch an innerem Gefechts⸗ wert, Es ist dem Untergang verfallen. Die Verluste der Deutschen einschließlich der Kranken übersteigen jetzt schon drei Millionen. Die Regimenter und Bataillone sind vollkommen verbraucht. Für die Regimenter sind durchschnittlich nur noch 12 Berufsoffiziere zum Dienst vorhanden, und da das deutsche Offizierkorps sich nur aus den ersten Gesellschaftskreisen ergänzt, ist Deutschland nicht mehr in der Lage, den Truppen neue Offiziere zuzuführen. Die deutschen Geschütze sind abgenutzt. Viele ihrer Granaten krepieren nicht. Unsere Soldaten wissen es. Für die Rekrutenausbildung steht nur jedem dritten Mann ein Gewehr zur Verfügung.
2. Deutschland perhungert: Der Nachschub an Kriegs- material für die kämpfenden Truppen, schon bisher schwierig, fängt an, unmöglich zu werden. Die Flotten Englands und Frankreichs beschlagnahmen alle Waren, die von dem Auslande für Deutsch⸗ and herangeführt werden. Die deutsche Zivilbevölkerung erhält Brot, Kartoffeln, Bier und Fleisch von der Regierung in nur un⸗ zureichender Menge. Beweise für die Unzulänglichkeit der Verpfle⸗ gung finden sich in Briefen, die deutschen Gefangenen und Toten abgenommen worden sind. Die deutsche Regierung hat diesen Mangel selbst anerkannt, indem sie die amerikanische Regierung er⸗ suchte, die Verpflegung der deutschen Zivilbevöllerung zu sichern und diese zu beaufsichtigen. Ein solcher Vorschlag, der übrigens von Amerika abgelehnt wurde, steht bisher einzig da in der Ge⸗ schichte einer Großmacht. Das deutsche Geld hat in den neutralen Ländern einen Kursverlust von 15 Prozent erfahren. Die deutschen Soldaten, bisher von ihren Offizieren planmäßig über alle Kriegs⸗ ereignisse getäuscht, fangen 3 an, zu begreifen, daß Deutsch⸗ land geschlagen ist, und daß die Hungersnot das durch unsere Waffen begonnene Zerstörungswerk vollenden wird.
3. Die Verbündeten Deutschlands geschlagen: Die Türkei, der Verbündete Deutschlands, wird in ihrer eigenen Hauptstadt durch die Flotte Englands und Frankreichs bedroht. Griechenland und Rumänien haben mobil gemacht, um sich uns anzuschließen. Die Russen haben soeben den Versuch eines deutschen und österreichischen Angriffes im Keime erstickt und dabei noch nicht einmal den fünften Teil ihrer ungeheuren Kräftequellen im Rekrutennachersatz verbraucht. Die Serben haben die Oesterreicher für immer aus ihrem Lande vertrieben. Die deutfchen Schlacht⸗ schiffe wagen nicht, den schützenden Hafen zu verlassen. Was die Unterseeboote anbetrifft, so haben wir und unsere Verbündeten schon mehr davon in den Grund gebohrt, als sie selbst Handelsschiffe ver⸗ nichten konnten. Der Sieg ist uns sicher. Ohne Mitleid für den Feind muß er bis zum letzten Ende durchgeführt werden.
4. Die Verbrechen der Deutschen: Mitleid verdient Deutschland wahrhaftig nicht. Seine Regierung hat durch den Ein⸗ sall in Belgien seine Vertragspflicht gegen dieses edle Land auf das gröblichste verletzt und im Lande des Feindes jedes Völkerrecht außer acht gelassen. Die deutschen Truppen haben offene Städte beschossen, wehrlose Dörfer in Brand gesteckt, Greise und Kinder ermordet, Frauen und Mädchen geschändet. Die Unterseeboote haben sogar neutrale Handelsschiffe versenkt. In den Gebieten Frankreichs und Belgiens, in denen die Deutschen zurzeit hausen, zwingen sie die Frauen, deren Männer im Felde stehen, sich ihrem brutalen Willen zu fügen. Viele der Unglücklichen gehen schwanger infolge der Vergewaltigung.
5. Die Leiden der französischen Gefangenen: In zahlreichen Kämpfen haben wir gesehen, wie die Deutschen in 8 Bestialität unsere V ten mit dem Bajonett töteten. Die wenigen, die als Gefangene abgeführt worden sind, sind in Deutschland fürchterlicher Willkür und Gemeinheit aus⸗ geliefert. Sie sterben vor Hunger. Ihre Nahrung besteht des Mor⸗ gens und des Abends aus einem Aufguß von Eicheln, des Mittags aus einer Suppe, dazu für je fünf Mann ein verschimmeltes Brot.
6. Der sichere Sieg: Welche Schlußfolgerungen sind nun aus alledem zu ziehen? Junächst die Mahnung, unsere Kräfte doppelt anzuspannen, um das nahe Ziel zu erreichen, nämlich die Sicherstellung und dauernde Erhaltung des europäischen Friedens, andererseits aber die Ueberzeugung, daß es besser ist, auf dem Schlachtfelde zu sterben als den Deutschen in die Hände zu fallen und an Entkräftung oder Schwindsucht in ihren Kerkern elend um⸗ zukommen. Also vorwärts! Vertrauens voll mit aller Kraft dem sicheren Siege entgegen, dem Siege des Vaterlandes und der Republik, dem Siege von Recht, Freiheit und Sitte.
Eine Erläuterung zu diesem Befehle zu geben, er⸗ übrigt sich. Oberste Heeresleitung.
Aus dem Reiche.
Höchstpreise für Mehl und Futtermittel.
Berlin, 18. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der stän⸗ dige Ausschuß des Deutschen Landwirtschaftsra⸗ tes beriet am 17. März über Kriegsmaßnahmen und faßte folgenden Beschluß: Die Mehlpreise stehen in einem starken Mißverhältnis zu den Höchstpreisen für Brotgetreide. Die beabsichtigte Versorgung des Volkes mit verhältnismäßig billigem Brot und Mehl ist nur zu erreichen, wenn auch für Mehl Höchstpreise festgesetzt werden. Der ständige Aus⸗ schuß des Deutschen Landwirtschaftsrates steht deshalb nach wie vor auf dem Standpunkt, daß die Festsetzung von Höchstpreisen für Brotgetreide notwendig auch Höchstpreise — Mehl 5 4 haben muß, und bn wiederholt ingend die sofortige Einführung von Höchstpreisen für Mehl. Sämtliche im Inlande befindlichen e tel sind zu beschlagnahmen und für dieselben Höchst— preise festzusetzen, die in richtigem Verhältnis zu den be⸗
reits eingeführten Höchstpreisen bestehen.
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Berlin, 18. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Zeich⸗ nungstermin der zweiten deutschen Kriegsan⸗ leihe läuft am Freitag l ab. Doch ist, wie wir hören, angesichts der vielen ittelungsstellen, die die Zeichnungen angenommen haben, die Bekanntgabe eines zuverlässigen sultats vor dem nächsten Montag nicht zu erwarten.
Berlin, 18. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Reichs⸗ kanzler Dr. v. Bethmann⸗Hollweg hat sich in das
Große Hauptquartier begeben.
Berlin, 18. März.(WTB. Nichtamtlich) Wer 19 7 ordnungsausschuß des Reichstages hat beschlossen das Meardaf bs 5(Elsaß-Lothringen 5, Rappoltsweiler) für er⸗ edigt zu tren. g 4 Berlin, 18. März.(WTB. Amtlich.) In der heutigen
Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: eine Ergänzung der Bekanntmachung über den Verkehr mit Hafer vom 13. Februar 1915 und der Entwurf einer Bekannt⸗ machung betressend die Anrechnung militärischer Dienstleistungen in der Angestelltenoersicherung. Dem Auslieferungs⸗ 5 zwischen dem Reiche und dem Freistaat Paraguay wurde zugestimmt. 1
Aus dem Budgetausschuß des Reichstags.
Berlin, 18. März.(WTB. Nichtamtlich.) Im verstärkten Budgetausschuß des Reichstages wurde der Etat des Reichs ⸗ schatzamts, der Etat der Reichsschulden⸗ und der all⸗ 5 Finanzverwaltung unverändert angenommen.
er Schatzsekretär machte vertrauliche Mitteilungen über die Kriegs ausgaben. Bei der Beratung wurde eine angemessene Besteuerung der Kriegsgewinne allseitig als notwendig bezeichnet. Ferner wurde die Frage der Kriegsschäden und des Rubelkurses in Russisch-Polen besprochen. Weiter fand der Gesetz⸗ entwurf über die Ausgabe von Reichskassenscheinen und von Reichsbanknoten zu zehn Mark unverändert Annahme. Der Schaffung der Banknoten zu zehn Mark wurde nach näheren Darstellungen des Rei nkpräsidenten und des Schatzsekretärs ohne Widerspruch zugestimmt.
Aus Stadt und Can. Gießen, 19. März 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Musk. Karl Beh, Inf.⸗Agt. 118, aus Mainz.— Landwehrm. Konrad Appel, Res.-Sanitätskomp. 17, aus Mainz.— Musk. Rudolf Hahn aus Bisses.— Ersatz-Res. Otto Wahl aus Von⸗ hausen.— Lt. der Res. Bergrefserendar Ernst Kolb aus Darm⸗ stadt.— Kriegsfreiw. Unteroff. Adolf Müller, Res.-Inf.-⸗Agt. 222, aus Oberscheld.— Musk. Rudolf Schneider, Res.-Juf. Agt. 224, aus Södel.— Landwehr mann Adolf Münz, Res.-Inf.⸗ Rgt. 118, aus Worms.— Unteroff. der Landw. Berth. Eichel ⸗ berg aus Marburg.— Erf.-Mes. Lorenz Weith aus Offen- bach a. M. 1 1
* Ritter des Eisernen Kreuzes: Bankbeamter Unteroff. Robert Brück aus Gießen, Ref.-Inf.-Regt. 222.
Amtliche Personalnachrichten. Die Groß⸗ herzogin hat am 13. März ds. Is. den Oberlandesgerichtsrat Ferdinand Schmidt für die Dauer des dermalen von ihm be kleideten Amtes zum Mitglied des Verwaltungsgerichtshofs er— nannt.— Uebertragen wurden am 15. März d. J. den Schulamts⸗ aspiranten Karl Friedrich aus Brensbach, Kreis Dieburg, Wilh. Loos aus Udenheim, Kreis Oppenheim, Johann Karl Rees aus Erbes-Büdesheim, Kreis Alzey, und Wilhelm Schell aus Lauter⸗ bach Lehrerstellen an der Volksschule zu Darmstadt; den Schulamts⸗ aspirantinnen Hermine Bohne aus Mainz, Sophie Lotheiß en, Clisabeth Re ibstein, Else Sieger und Anna Sieger aus Darmstadt, sowie Hedwig Tillmanns aus Elberfeld Lehrerinnen- stellen an derselben Schule, sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1915 an.— Verliehen wurden am 15. März ds. Js. der provisorischen Zeichenlehrerin an der Volksschule zu Tarmstadt Ella Veith aus Alsfeld mit Wirkung vom 1. April 1915 ab die Rechte einer end⸗ gültig angestellten Volksschullehrerin.— Am 11. März d. J. wurde Valentin Weiß aus Worms⸗Pfiffligheim vom 1. April 1915 an zum Schreibgehilsen bei dem Finanzamt Worms 1 ernannt.— Die Großherzogin hat am 17. März ds. Is. den Oberlehrer Dr. Georg Heußel zu Arnstadt zum Oberlehrer an der Ober- realschule zu Gießen vom 1. April 1915 ab, den Ober- lehrer an dem Woligang⸗Ernst-Gymnasium zu Büdingen Aloys Appelmann zum Oberlehrer an dem Gymnasium zu Offenbach mit Wirkung vom 1. April 1915 ernannt.— Uebertragen wurde an 15. März ds. Js. der Schulamtsaspirantin Elisabeth Nessel aus Seligenstadt, Kreis Offenbach, eine Lehrerinstelle an der Volks- schule zu Hainstadt in demselben Kreise.— In den Ruhestand ver- f setzt. wurde am 13. März ds. Is. die Lehrerin an der Volksschule zu Gonsenheim, im Kreise Mainz, Friederike Birlo auf ihr Nach- suchen, unter Anerkennung ihrer laugjährigen treuen Dienste, vom 1. April 1915 an. a
* Militärische Ausbildung der Jugend. Am Sonntag nachmittag wurde im Hof der Zeughaus⸗ kaserne exerziert. Am Mittwoch abend fanden für beide Kompagnien Exerzier-Instruktionen durch die Herren Müller und Braubach statt. Anschließend hieran sprach unter großem Beifall Herr Pairan über die Aufgaben unserer Pioniere, insbesondere der Eisenbahnpioniere. Bei annehmbarem Wetter ist für den kommenden Sonntag eine Felddienstübung vorgesehen. 5 g
Stadttheater. Nochmals sei in letzter Stunde auf das heutige Gastspiel der Frankfurter Künstler unter Leitung des Herrn Arthur Bauer hingewiesen.— Das Gesamt⸗ Benefiz für die darstellenden Mitglieder des Stadttheaters am 14 Dienstag dürfte wohl der allgemeinen Teilnahme sicher ein. Wohl jeder Theaterfreund wird an diesem Abend durch seine Anwesenheit den Künstlern danken wollen dafür, daß sie bei ver⸗ ringerten Bezügen und verdoppelter Arbeit diese Winter-Spielzeit ermöglichen halsen. Die Wahl von„Mein Leopold“ gibt zudem sast dem gesamten Personal Gelegenheit, sich zu betätigen.“ 0
* Alice-Frauen⸗Verein für Krankenpflege. Unter dem Vorsitze der Großherzogin fand am 16. d. M. in Darm⸗ stadt eine Sihung des Landesausschusses des Alice⸗Frauen⸗Vereins statt, an der Mitglieder des Zentralkomitees, Vertrauensdanen und Vertreterinnen von Zweigvereinen, im ganzen etwa 50 Per- sonen, teilnahmen. Die Verhandlungen, die von dem General⸗ sekretär des Vereins, Ministerialrat Dr. Kratz, geleitet wurden, ö betrafen u. a. die Kriegsfürsorgetätigkeit des Vereins, insbesondere dessen Beteiligung an der Imen n für die Familien der Kriegs⸗ teilnehmer, an den Maßnahmen für die Volksernährung und an der Kriegsbeschädigtenfürsorge. Hierbei konnte mit Befriedigung sestgestellt werden, daß in allen Teilen des Landes die Zweig⸗ vereine eine rege und erfolgreiche Tätigkeit entw 77 Es wurde die Gründung eines besonderen Ausschusses
ür Kriegsbeschädigtenfürsorge beschlossen, der im Einvernehmen mit den bereits bestehenden di üglichen Organi⸗ sationen und im engen Anschluß an diese die planmäßige Beteiligung der Frauenvereine in unserem Lande zur Durchführung bringen soll. Es wurde sodann die wichtige Frage der Gewinnung und Ausbildung von berufsmä und freiwilligen Kranken⸗ vflegerinnen, Hilfsschwestern und Helferinnen eingehend er⸗ örtert und über die Organisation und Ausbreitung des Vereins gesprochen. In letzterer Hinsicht wurde mitgeteilt, daß seit Kriegs⸗ beginn durch Gründung zahlreicher neuer Zweigvexeine und An⸗ schluß bestehender Frauenvereine der Verein eine sehr erfreuliche Ausbreitung in unserem Lande 8 hat; er zählt zurzeit 127 Zweigvereine mit über 2200 itglieder.“ g
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