1
8. und Antwort 2 schon vorgedruckt. Di Vel pepeder dige Auen aner wellig g
esörderung vor dem Feinde. Schutzmann Karl — 0 von hier ist wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum
ffizier⸗ Stellvertreter ernannt und zum Feldwebel— Leutnant vorgeschlagen worden.
* Postscheckverkehr. Der zwischen den Postscheckämtern in Berlin, Bres au, Köln, Frankfurt(Main), Hamburg, Hannover, Karls duhe(Baden) und Leipzig und den Abrechnungsstellen der Reichsbank bestehende bargeldlose Zahlungsausgleich weist für das Jahr 1914 trotz dem Kriege gegenüber dem Jahre 1913 noch eine Zunahme auf. In den Abrechnungsverkehr gelangten rund 558.000 Schecks in Betrage von mehr als 4,8 Milliarden Mark.
Kreis Alsfeld.
O Alsfeld, 19. März. Dem Jahresbericht der Groß- herzoglichen Oberrealschule ist zu entnehmen, daß die Anstalt im Berichtsjahre folgende Frequenzziffern aufwies: Am 15. Mai 1914 betrug die Zahl der Schüler 213(gegen 282 im Vorjahre), die Gesamtzahl der Schüler war 284(gegen 290 im Vorjahre) und am Schlusse des Schuljahres 1914/15 hatte die Anstalt noch 261 Schüler(gegen 272 im Vorfahre).
Kreis Lauterbach.
O. Lauterbach, 18. März. Am hiesigen Ort hat man für die Heeresverwaltung eine größere Lieserung in verschiedenen Arten von Säcken, übernommen. Hierdurch ist der minder bemittelten weiblichen Bevölkerung der Umgebung von Lauterbach zurzeit eine gn stige Arbeitsgelegenheit ge⸗ boten, von der auch ausgiebig Gebrauch gemacht wird, da die Säcke zu Hause angefertigt werden können. Namentlich ist dies den Frauen der zum Heere einberufenen Männer neben sicherer Kriegsunterstützung ein willkommener Nebenverdienst.
Starkenburg und Rheinhessen.
Darmstadt, 19. März. Die Stadtverordneten⸗ versammlung beschloß gestern für die zweite Kriegsan⸗ leihe einen hierfür zur Verfügung stehenden Betrag von 200 000 Mark, darunter 45000 Mark Einquartierungsgelder, die von der Einwohnerschaft infolge Verzichtleistung zur Verfügung der Stadt stellt wurden, zu zeichnen.— Der Oberbürgermeister wies hierbei 1 f hin, daß die Städtische Sparkasse diesmal einen noch höheren Betrag, wie bei der ersten Anleihe, zeichnen werde.— Die Stadt⸗ verordneten lehnten dann das Gesuch, die eigentlichen Reinigungs⸗ arbeiten vor den nicht gemeindesteuerpflichtigen Gebäuden, d. i. gesamte Straßenreinigung, ausgenommen die Rei⸗ Fußsteige von Schnee und Eis, und das Bestreuen der
Jußsteige bei Glatteis, wie in anderen) 8. hier durch die Stadt kostenlos ausführen zu lassen, ein⸗
sollen. Haupt sache sei noch notwendige große
die A Schritte eingeleitet.— Eine Anzahl Stadtverord⸗ t, der
ein⸗ 175 bezwecken soll. Da die isherigen Mittel von
als Zeichnung für die zweite Kriegsanleihe. Für die Unter⸗ haltung einer Kriegsfeuerwache wurden 10000 Mark nachbewilligt und die tägliche Vergütung der Wachmannschaft von 5 Mark auf 7 Mark für den Mann vom 1. März an erhöht. Für die Errichtung einer Räucheranlage im städtischen Schlachthof wurden 7600 Mark und für die Errichtung einer Güterabfertigungs⸗ stelle im Hafen 21 900 Mark bewilligt. Außerbalb der Tagesord⸗ nung wurde der Stundenlohn für die Erwerbsbeschränkten und Arbeitslosen von 32 auf 35 Pfg. erhöht und dem Theaterdirektor Steffter⸗ Hanau für weitere 8 Vorstellungen im Offenbacher Interimstheater ein Zuschu ß von 400 Mark gewährt.
d. Mainz, 17. März. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde die Aenderung des appens der Stadt, das noch die Spuren der französischen Fremdherrschaft trägt, beschlossen. Es soll, wie es Jahrhunderte lang war, ein rotes Schild mit zwei silbernen Rädern führen.— Für die hilfsbedürftigen Deutschen Galiziens und der Bukowina wurden als Beihilfe 2500 Mk. bewilligt.— Die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet an der Biebricher Straße in Amöneburg wurde gutgebeißen.
5 dessen- Nassan. 5
m. Momberg(Kr. Kirchhain), 18. März. Der zwölfjährige Sohn einer hiesigen Familie spielte mit mehreren gleichaltrigen
in einer cheune, wo auch eine Futter⸗ schneidemaschine stand, Kriegsspiel. Um nicht erhascht zu
werden, sprang der Junge auf die Maschine und kam mit einem sisch
uß in das Nädergetriebe zu stehen. Diesen Augenblick benutzten
eine Kameraden und setzten eiligst die Maschine in Bewegung. Leider war es dem Knaben nicht mehr möglich, seinen Fuß heraus⸗
zuziehen, und so wurde ihm ein Stück vom Stiefel samt einem Teil
der großen Zehe glatt abgeschnitten. Dillenburg, 18. März. Ein Eisenbahnunfall ereignete sich auf der nahen Niederschelder Hütte. Steben be- ladene Roheisenwagen gingen über die Prellbockeinrichtung und stürzten am Ende der Anlage etwa 15 Meter in die Tiese. Per- sonen wurden glücklicherweise nicht verletzt. ——— 3 2— Aniversitäts⸗ Nachrichten.
— Marburg, 18. März. Dem hier wohnenden Gymnasial⸗ direktor a. D. Geh. Reg.⸗Rat Prosessor Dr. Theodor Hartwig, einem früheren Geschichtslehrer unseres jetzigen Kaisers, als dieser das Gymnasium zu Kassel besuchte, wurde aus Anlaß seines heutigen Doktorjubilänums von der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität das Diplomerneuert. Geh. Rat Hartwig kam von Kassel aus nacheinander als Leiter der Gymnasien nach Corbach und Hauau und zuletzt als Direktor des Kaiser⸗ Friedrich- Gymnasiums nach Frankfurt a. M.
Briefkasten der Redaktion. (Auounme Aufragen bleiben unberücsichtigt.) C. Sch., hier. Die Annahme an Kindesstatt erfolgt durch einen 5 8). trag ist vor einem Notar zu errichten. 2— Sie sich an das hiesige Amts⸗ gericht. 1 —————
Märkte. se. Frautfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 18. März. Auftrieb: Rinder 109(Ochsen 4, Bullen 1, Kühe und Järsen 104), Kälber 860, Schase 188. Schweine 1579. Tendenz: Rinder, Kälber, Schase und Schweine gedrückt. Preise für 100 Pfd.
Lebend Schlacht ⸗ gewicht. Kälber. Mt. Mk. Jeinste Mastkäl ber 5 60-64 100—107 Mittlere Mast- und beste Saugkälber„ 5560 91100 Geringere Mast-* Saugkälber. 50-51 85—92 ase. Stall mastschafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel 46—48 100—104 Schweine. Schweine von 80 bis
Vollfleischige 00 4 gebendgewicht„ 65.0090 00 102.00 104.00
Vollfleischige Schweine unter 80 kg
„Lebendgew ict. 75.00 80.00 90.00— 100.00
Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendge wicht.
chige Schweine von 120 bis
( ben, die ich heute als Abordnung aller Teile des
Bestätigung des Amtsgerichts bedarf(88 1741 ff, R
85.00— 90.00 102.00— 104.00 D
II. Marburg, 18. März. Heute wurde hier der diesjährige Frühjahrs⸗bferdemarkt abgehalten. Es hatten sich hierzu zahlreiche Landwirte aus der ganzen Umgegend eingefunden. Der Handel ging bei hohen Preisen flott. Die Zahl der ausgestellten Pferde und Fohlen betrug freilich nur 55 Stück.
Wöchentl. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Gießen. 10. Woche. Vom 28. Februar bis 6. März 1915. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 900(inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitszisser: 22,46%,
Nach Abzug von 5 Ortsfremden 14,22.
Er- Kinder
Es starben an Zu. wachsene im 1er. von.— Angeborener Lebensschwäche 1(ö))— 16)— Kindbettfieber 10) 10)—— Tuberkulöser Hirnhaut
entzündung 1 1—— Lungenentzündung 2 4— 1 Krankheiten des Herzens 5(1) 5(J)—— Krankheiten d. Verdauungs-
organe 1—— 1 Blinddarmentzündung
(Wurmsortsatz) 10) 1(00) 270 5 Krebs 2(1) 2()— 7
Summa: 14(5) 114 1 2
Anm: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. a Samstag. den 20. Marz: In der Johanneskirche. Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Bechtols heimer.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 20. März 1915: Unbeständig, zeitweise Niederschläge, kühl, westliche Winde.
Der Kaiser bei den Sachfen.
Dresden, 19. März. Der Kaiser hat in den letzten Tagen dem 12. Sächsischen Armeekorps einen Besuch ab⸗ gestattet. Nach einem Vorbeimarsch der Truppen hielt der Kaiser an die versammelten Offiziere etwa folgende An⸗ sprache: ö
Es ist mir eine besondere Freude, den Herren auch von Person zu Person für das alles zu danken, was das 12. Armeekorps bis⸗ her Treffliches geleistet hat. Das Korps hat schwere Tage hinter sich. Es hat sich heldenhaft mit der bekannten sächsischen Zähig⸗ keit, Tapferkeit und Unerschrockenheit unter Führung seines tapferen Generals geschlagen und erneut unvergängliche Lorbeeren um seine Fahnen geschlungen. Ich werde S. M. dem König von Sachsen Rapport erstatten über die vorzügliche Haltung der Trup⸗ Armeekorps gesehen habe. Seine Majestät der König Hurra!
Später hielt der Kaiser noch eine zweite An sprache nach dem Vorbeimarsch des Grenadier⸗Regiments Nr. 101. Er sagte dabei etwa folgendes:
Es ist mir eine besondere Freude, nachdem ich schon oft die Auszeichnung gehabt habe, mein schönes Grenadier-Regiment im Frieden zu begrüßen, ein Bataillon dieses Regiments heute hier auf feindlichem Boden begrüßen zu können. Das Regiment hat sich mit Ruhm bedeckt und unvergänglichen Lorbeer an seine Fah⸗ nen geheftet. Ich spreche ihm meine volle Zufriedenheit aus und werde auch dem König von Sachsen meine volle Anerkennung über dieses Regiment zum Ausdruck bringen. Mit dem Wunsche, daß das Regiment auch fernerhin Vorzügliches leisten wird, das Regiment Hurra!
Eine neue für den Feind verlustreiche Beschießung der Dardanellen. Konstantinopel, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptauartier meldet: Heute vormittag 11¼ Uhr eröffneten 14 feindliche Panzerschiffe das Feuer gegen die Dardanellen batterien. um z uhr nachmittags zog sich ein Teil der Panzerschiffe aus unserem Feuer zurück. Acht Panzerschiffe setzten das Bombardement bis 5 Uhr in sehr großen Zwischenräumen fort. Außer de m franzö⸗ ischen Panzerkreuzer„Bouvet“ wurde ein feindliches Torpedoboot zum Sinken gebracht. Ein englisches Panzerschiff vom Irmistible-Typ wurde kampfunfähig gemacht, ein anderes vom Corn⸗ wallis⸗Tup beschädigt und gezwungen, sich aus der Kampf⸗ linie zurückzuziehen.—
Hinter der Front der feindlichen Verbündeten.
Amstezdam, 19. März. Ein Handelsblad⸗Korrespondent, der hinter Front der Bundesgenossen in Flandern tätig ist,
berichtet über bedeutende Verstärkungen durch englische Truppen. Das Gelände um die große Düne bei Lombartzyde ist zu einem be⸗ festigten Lager gemacht worden, was den Deutschen natürlich wohl bekannt ist. Das erneute Bombardement von Nieuport habe offenbar 2 Ziel, an dieser Stelle eine Bresche in die Bundes⸗ genossen⸗Front zu legen. Bei einem Streifzuge über Schoore und. Ramscapelle hinaus konnte der Berichterstatter feststellen, daß die Positionen längs des Ueberschwemmungsgebietes, die vorher nur definitiven Wert hatten mit allen Hilfsmitteln militärischer Tief⸗ bautechnik zu starken Angriffsstellungen ausgebaut worden find. Namentlich das zusammengeschossene Ramscapelle ist ein starker Stützpunkt geworden. Die Bundesgenossen denken, von. hier aus den wichtigen Weg nach Rousselär unbedingt zu beherrschen.
b Dschavid Bey in Berlin. Berlin, 19 März.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ Am Donnerstag fand beim 8 zu Ehren Dschavid Beys ein Frühstück statt, zu dem Einladungen erhielten: der türkische Botschafter Mukhtar Pascha, der* a Großwesir Hakki Pascha, der bayerische Ge⸗ sandte Graf Lerchenfeld, der Präsident v. Havenstein und der Vize⸗ präsident v. Glasenapp vom Reichsbankdirektorium, der Gesandte Graf Botho Wedel, der Geheime Legationsrat Freiherr Langwerth von Zimmern, Finanzrat v. Wassermann, Legationssekretär Graf Zech und Assessor Meher.
Engländer auf dem elsässischen Kriegsschauplatz. Basel, 19. März.(WTB. Nichtamtlich) Die Schweize⸗ rische ee meldet nach dem Matt a Franzosen beschossen gestern die Stellungen bei Moos Moer⸗ nach mit 75 mm-Geschützen. Englische Offiziere wurden bei Rechesy⸗Pfetterhausen beobachtet. Ein Automobil mit vier englischen Offtzieren hielt vor einem Gasthause an der äußersten Unter 14— 815* 3 1 afk fr.— 1 ung r Franzosen ässischen iegs⸗ schauplatze eingetroffen sind.
f Die russischen Reichswehrhaufen.
Berlin, 19 März. Von einem genauen gdenner der russi⸗ schen Militär verhältnisse wird dem Berliner„Lokalanzeiger“ ge⸗ schrieben: Zu den Widerwärtigkeiten der russischen Kriegführung ist eine neue getreten Rußland entbietet seine Reichswehr auf Unsere ostpreußischen Grenzen, um zu sengen und zu plündern in örfern und Gütern. Diese neue Heldentat der moskowitischen
sogenannte russische Reichswehr ist, muß man dieses zusammen⸗ gewürfelte Gelichter vom letzten Landsturmaufgebot gesehen haben. Außer den alten Berdan⸗Gewehren, die man diesen Banden in die Hand gedrückt hat, und dem Landsturmkreuz auf der Zivilmütze fehlte diefen Reichswehrscharen alles, was an einen resulären Krieger erinnert. Nach der Verfassung fällt ihnen der Mi Ar dienstim Innern des Reiches zu, aber auch dort sind sie wegen ihrer völligen Disziplinlosigkeit und mangels jeder mili⸗ tärischen Organisation stets der Schrecken der einheimischen Be⸗ völkerung gewesen. Wenn nun Rußland heute mit dazu greift, sie an die Grenzen seines Reiches rücken zu lassen und durch ihre Hand Mord und Brandstiftung leisten läßt— denn zu anderen Aufgaben sind sie im Kriege natürlich nicht zu verwenden—, so scheint sich das Wort von dem leergeschöpften Menschenfaß Ruß⸗ lands tatsächlich im vollsten Sinne des Wortes zu bewahrheiten. Rußland ist in der Tat mit seinen regulären Beständen am Ende der Kunst angelangt. Es griff zu Menschenreserven, die die Hefe der Armee sind. Für uns entsteht die Frage, ob wir völkerrechtlich gehalten sein sollen, diese sengenden Banden als reguläre Truppen⸗ teile anzusehen, da ihre ganze Tätigkeit aus Brand und Mord! besteht, deren Schrecken sich einzig gegen unsere Zivilbevölkerung richtet, und ob unsere Heeresleitung nicht zu Repressivmaßregeln egen diese Horden selbst schreiten sollte, indem man mit ihnen urzen Prozeß macht. Denn die gestern angekündigten Vergeltungs⸗ maßregeln richten sich wohl mit Recht gegen die russische Regie⸗ rung oder die russische Zivilbevölkerung, ohne dabei die Verbrecher selbst zu treffen, denen die Lust vertrieben werden sollte, Brand⸗ stifterdienste für ihre Regierung zu leisten.
Rußlands wirtschaftliche Lage.
Petersburg, 19. März.(WD. Nichtamtlich) In der „Nowoje Wremja“ schreibt Menschikoff über die Krisis in der Kohlen produktion, daß der Bedarf im Januar 346 Mil⸗ lionen Pud betragen habe, wogegen sich der Transport nur auf 133 Millionen Pud belief. Dadurch sei eine große Krisis im Mos⸗ kauer Industriebezirk entstanden. Der Bedarf sei nur zu 67 Prozent gedeckt. Die Fabrikanten im Moskauer Industriebezirk hielten eine Versammlung ab und verlangten Abhilfe, da sie anderenfalls die Kriegsbestellungen nicht ausführen könnten.— Das genannte Blatt bespricht ferner den drohenden Mangel an Arbeitskräften im Lande und schlägt zur Abstellung die Heranziehung von Kriegs⸗ gefangenen, Sträflingen, jungen Mönchen und rng Letzteren empfiehlt er dabei von den deutschen marxistischen Ideen zu lassen und keine sozialistische Agitation auf das Land zu tragen.
Petersburg, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Verein
liegen des russif, Exportgeschäftes, dessen Umsatz früher 150 Millionen Rubel jährlich betrug.
Petersburg, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Tomsk wird dem„Rußkoje Slowo“ gemeldet, daß auch in Sibirien eine Teuerung für Weizen, Roggen und Hafer um sich greife. Die Preise dafür seien im Laufe eines halben Monats um 40 Prozent gestiegen.
Keine italienische Anleihe in Amerika.
Basel, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Nachrichten“ zufolge dementiert die italienische Regie⸗ rung die aus Amerika stammende Meldung von einer dort angeblich beabsichtigten italienischen Anleihe.
Aufruhr in Venedig.
vielhundertköpfige aufgeregte Volksmenge das Rathaus zu Venedig zu stürmen, um gegen die herrschende Lebensmittelteuerung zu protestieren. Unter den Rufen„Gebt uns Brot und Arbeit, wir leiden Hunger!“ zerschlug die Menge auf dem Markusplatz alle Fensterschei⸗ ben der offenen Lokale. Zwischen der aufgeregten Menge und der Polizei kam es zu einem blutigen Handgemenge. In e wird der bevorstehende Ausbruch des Generalstreils ürchtet.
Das Vorgehen Japans. „Ruskoje Slowo“ aus Schanghai berichtet wird, die Japaner energischen Einspruch gegen den B der japanischen Waren in China.
Amtlicher Teil.
XVIII. Armeekorps. Stellvertretendes Generalkommando. Abt. II b. T.⸗Nr. 21 315.
erheben oykott
Frankfurt(Main), den 12. 3. 1915.
Betr.: Beurlaubungen zu Zwecken der Feldbestellung.
Von verschiedenen Seiten ist darauf hingewiesen worden, daß 5 855. 10 e von Gefangenen die rühjahrsbestellung mit den garnisondienstfähigen Mannf
wirksam durchgeführt werden könnte, 5 8 gehalten seien, nicht nur ihren eigenen Grundbesitz zu bestellen, sondern nach Fertigstellung dieser Arbeiten auch anderwärts aus⸗ zuhelfen. Gleichzeitig wurde bemerkt, daß die Heranziehung zu solchen„fremden“ Arbeiten meist nur dann möglich sei, wenn von den militärischen Dienststellen eine diesbezügliche Anweisung gegeben werde.
Das stellv. Generalkommando kann sich der Einsicht in die
Richtigkeit dieser Ausführungen nicht verschließen, erachtet jeden⸗
falls einen Versuch für wünschenswert und ordnet daher an, daß bei allen 9 übungen zu Zwecken der Feldbestellung auf den Urlaubspässen folgender Vermerk einzutragen ist: 2(Name) hat sich sofort nach Ein⸗ treffen bei dem zuständigen Bürgermeister oder Gemeinde- vorsteher zu melden und ist ausdrücklich angewiesen, während des erteilten Urlaubs nach Fertigstellung der eigenen Ar⸗ beiten auf Erfordern der Verwaltungs- oder Gemeindebehörde auch bei der Frühjahrsbestellung solchen fremden Grund⸗ besitzes tatkräftig mitzuwirken, dessen Besitzer im Felde stehen
oder aus dienstlichen Gründen nicht zur Feldarbeit beurlaubt 2
werden konnten.“ Der Kommandierende General: Freiherr von Gall General der Infanterie.
An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Indem wir Ihre Aufmerksamkeit auf vorstehende Anordnung lenken, empfehlen wir Ihnen dringend, von der Ihnen einge⸗ räumten Befugnis zur Heranziehung beurlaubter Militärpersonen zur Hilfeleistung in anderen landwirtschaftlichen Betrieben im Interesse einer ausreichenden Feldbestellung in allen geeigneten Fällen Gebrauch zu machen.
Gießen, den 17. März 1915.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger.
96%%%%
Lauusurmpfleige
welche ihre Einberufung er⸗ warten, können noch Lebens versicherung mit Einschluß für den Krieg bei erster Gesellschaft erbalten. Sehr günstige Bedingungen. Schriftl. Angeh. unter 01502
D
Talrnsete Mattaan
auch Spaghetti
empfiehlt
Emil Fischbach. Saatkartoffeln
Undustrie) empfiehlt 101514
—
Lebendgewicht.... 85.00—90.00 104.00 106.00
Banden zeigt uns wieder einmal, mit welchen barbaxischen Mitteln Rußland auch heute noch Kriege führt. Um zu wissen, was diese
an den Gieß. Anz. erbeten.
eee
W. Hankel, Gießen, Telephon 612. Neuen Bäue 7.
9
Gymnasiasten vor.
8
der russischen Holzindustriellen beklagt das völlige Darnieder⸗
Den„Basler
Turin, 19. März. Gestern versuchte wiederum eine
Moskau, 19. März.(Wr Nichtamtlich) Wie dem
wenn die beurlaubten Leute 1
85
5 . 9 7 .
N
6
45
8 7 *
4
5 0
A
2255 „
11
1


