Ausgabe 
(5.3.1915) 54. Erstes Blatt
Seite
28
 
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Etstes Blatt

Gießen

General⸗Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei n. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen.

Nr. 54 Der Sletzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich Siehener Familienblätter;

eimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche zeitfragen rusprech-Anschlüsse: r die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleö l dresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

Ein deutscher Sieg bei Arras. Masuren. Amerikanische Hal

WTB.) Großes Hauptquartier, 4. März. (Amtlich.) 4 5. Westlicher Kriegsschauplatz.

Ein französischer Munitionsdampfer, für Nieuport bestimmt, fuhr durch ein Versehen der betrunkenen Besatzung Ostende an, erhielt dort Feuer und sank. Die verwundete Besatzung wurde gerettet.

Auf der Loretto⸗Höhe, nordwestlich Arras, setzten sich unsere Truppen gestern früh in den Besitz der feindlichen Stellungen in einer Breite von 1600 Metern. Acht Offi⸗ ziere 558 Franzosen wurden gefangen ge⸗ nommen, 7 Maschinengewehre und 6 kleinere Geschütze erobert. Feindliche Gegenangriffe wurden nachmittags abgeschlagen.

Erneute französische wurden leicht abgewiesen.

Ein französischer Vorstoß westlich St. Hubert in den Argonnen mißlang. Im Gegenangriff entrissen wir den Franzosen einen Schützengraben, auch im Walde von Chipyy scheiterte ein französischer Angriff.

Eine der letzten Eiffel urmveröffentlichungen brachte die Nachricht, daß eine deutsche Kolonne beim Marsch über die Höhge von Taähure mit Erfolg beschossen worden sei. Wir müssen die ausnahmswesse Richtigkeit dieser Nachricht be⸗ stätigen. Die Kolonne bestand aber aus abgeführten französischen Gefangenen, unter denen ein Ver⸗ lust von 38 Mann tot, fünf verwundet eintrat!

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Russische Angriffe nordwestlich G rodno ge⸗ rieten in unser flankierendes Artilleriefeuer und scheiter⸗ ten. Auch nordöstlich Lo mza brachen die russischen Angriffe unter schweren Verlusten zusammen.

In Gegend südlich von Mus ziniec und Chorzele 3 Prasznusz erneuerten die Russen ihre

ugriffe.

Auf der übrigen Front keine Veränderung.

DOberste Heeresleitung.

***

Mit einiger Spannung verfolgt man jetzt die amerika⸗ nischen Besorgnisse vor der Marinetaktik Englands. Bisher hat nur ein Teil der amerikanischen Presse gegen das englische Vorgehen protestiert, und wir glauben nicht, daß Präsident Wilson an wirksame Schritte denkt, um die anmaßenden Briten zur Befolgung des Völkerrechts anzu⸗ halten. Interessant wird dieses diplomatische Zwischenspiel aber erst werden, wenn England auf die neuesten amerika⸗ nischen Vorschläge geantwortet haben wird. Die heute ver⸗ öffentlichte Meldung des Reuter-Bureaus, daß beide Häuser des amerikanischen Kongresses in Entschließungen die Re- gierung ermächtigt haben, die Uebermittlung von Kohlen und Waren an Fahrzeuge Kriegführender zu unterbinden, ist eine kleine Wendung zum Besseren für Deutschland insofern, als viele Amerikaner ihre Stimmung gegenüber dem Deutschen Reiche etwas geändert zu haben scheinen. Die Tatsache, daß bisher amerikanische Schiffe so offen die Unternehmungen unserer Feinde gefördert und unterstützt haben, spricht übrigens deutlich genug. Noch ist aber kein Anzeichen dafür vorhanden, daß Präsident Wilson sich end⸗ lich aufgerafft, um, entsprechend dem auch in der neuesten deutschen Note ausgesprochenen Ersuchen, gegen den Waffen handel mit unseren Feinden einzuschreiten.

Mit großer Aufmerksamkeit betrachtet man gegenwärtig alle Bewegungen und Schritte der Neutralen, von denen noch kein Land deutliche Zeichen bestimmter Absichten offenbart hat. Griechenland hat einen Kronrat veranstaltet, angeblich um über die innere Lage zu verhandeln. In Wirk⸗ lichkeit wurden militärische Vorbereitungen besprochen. In Rumänien scheint man den Angriff auf die Dardanellen mit sehr gemischten Gefühlen zu verfolgen und Politiker, wie Take Jonescu, die das Heil ihres Landes vorwiegend an der Seite des uns feindlichen Dreiverbandes gesucht haben, sprechen sich bereits dahin aus, daß im Falle eines erfolgreichen Durchbruches durch die Dardanellen man sich verständigen müsse, um die Meerenge international zu verwalten. Auch in Sofia sträubt man sich gegen die russischen Bestrebungen, und, vielleicht auch als Antwort auf die griechischen Vorbereitungen, der bulgarische Kriegs⸗ minister hat lautFrankf. Ztg. in der Sobranje einen Gefetzentwurf eingebracht, wonach alle dienstfähigen bul⸗ garischen Staatsbürger vom 21. bis einschließlich 50. Le⸗ bensjahre einberufen werden können, um Kriegsausbildung zu erhalten, Einer unbeglaubigten Pressemeldung, die Drei verbandsmächte hätten Italien den Angriff auf die Dar⸗ danellen vorher besonders angekündigt und um Mitteilung darüber ersucht, wie es sich verhalten wolle, darf man keine zu große Bedeutung beilegen. Sie ist wohl eine Erfindung, ähnlich wie die ohne besonderen Anhalt verbreitete Nachricht, man habe Bulgarien angeboten, sich am Angriff auf die Dardanellen zu beteiligen und ihm dafür Landbesitz in Thrazien in Aussicht gestellt. Als weitere unverbürgte Zeitungsmeldung wollen wir auch die nach⸗ folgende Notiz wiedergeben:

Aus Stockholm wird derTägl. Rundschau berichtet: Wie die Blätter melden, hat die schwedische Regierung das am 26. Fe⸗ bruar abermals ergangene Ersuchen der Gesandten Rußlands, Englands und Frankreichs nach freier Durchfahrt von Kriegs⸗

Angriffe in der Champagne

r. 1* 8

105. Jahrgang

material nach Rußland abschlägig beschieden. Nach Petersburger Blättermeldungen wird der Hafen von Archangelsk bei der milden Winterwitterung Mitte April eisfrei sein.

Die Stimmung bei den Nordstaaten ist nach den neue⸗ sten Londoner Maßnahmen keineswegs englandfreundlich; freilich begnügen auch sie sich mit schüchternen Zeitungs- protesten. Der Glaube an Englands Ueberlegenheit ist aber offenkundig stark gesunken. Man betrachte die nachstehenden Ausführungen eines dänischen Blattes:

Kopenhagen, 4. März.(WTB. Ni Utamtlich.)Natio⸗ nal Tidende sagt in einemDie Schwierigkeiten, Millio- nenheere zu schaffen überschriebenen Leitartikel: England hat erklärt, daß es beabsichtige, neue Heere, zusammen drei Mil lionen Mann, zu schaffen. Ein Heer wird aber nicht nur aus Menschen, sondern auch aus Kriegsaus stun g gebildet. Die Frage ist also, wer England das erforderliche Kriegsmaterial be schaffen soll. Die Verbündeten sind hierzu ganz außerstande, da sie selbst Material brauchen. Die größten Waffenfabriken der Welt sind nur in Deutschland, Oesterreich-Ungarn und Belgien zu finden. Amerika ist auf größere Fabrikation nicht eingerich⸗ tet. England ist daher auf die eigene Fabrikation angewiesen. Es würde nach eingehender Berechnung etwa ein Jahr brauchen, um et⸗ wa ½ Million Mann mit Gewehren auszurüͤsten; die erforderliche Munition könnte selbst in dieser Zeit nicht hergestellt werden. Die Herstellung der erforderlichen Artillerie würde minde stens zwei Jahre in Anspruch nehmen, ganz abgesehen von allem anderen Material, wie Patronentaschen, Sattelzeug, Zugriemen, Wagen, Zelten, Uniformen, Lazarettmaterial, Konserven usw. Selbst wenn also eine Absperrung Englands nicht in Berechnung kommt, kann man nicht einsehen, wie es England glücken sollte, wie reich auch England an Gold sein mag, ein derartiges Millionenheer in 1 Jahren wirklich brauchbar auszurüsten, wahrscheinlich wird es mindestens die doppelte Zeit dazu gebrauchen, so daß Aeuße⸗ rungen von englischer Seite, daß der Krieg drei Jahre dauern würde, wohl unzweifelhaft mit Rücksicht auf die genannten Schwie⸗ rigkeiten gefallen sind. A 8

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Amerika und die englische Kriegführung zur See.

Washington, 4. März.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Beide Häuser des Kon gresses nahmen heute früh Resolutionen an, welche die Regierung ermächtigen, Zoll- beamte und bewaffnete Seesoldaten bereitzustellen, um die Ab⸗ reise aller Schiffe jeder Nationalität aus amerikani- schen Häfen zu verhindern, so oft man überzeugt ist, daß sie beabsichtigen, Kohlen und Waren an Fahr⸗ zeuge Krieg führender zu liefern.

Rotterdam, 4. März.(WTB. Nichtamtlich.) Nach demNieuwe Rotterdamsche Courant melden dieTi⸗ mes aus Washington vom 2. März:

Man wartet mit außerordentlicher Spannung auf die Taten, welche auf die Erklärung Asquiths folgen werden. Alle Londoner Blätter bringen Telegramme aus Washington, wonach die Ver⸗ einigten Staaten in bestimmter Weise protestieren werden. Der englische Botschafter in Washington teilte Bryan mit, nachdem er die französisch⸗britische Note überreicht hatte, daß die Antwort Englands auf die von den Vereinigten Staaten vorgeschlagene Verbesserung der Lage im Kriegsgebiet in London in Erwägung gezogen werde. Man hofft in Amerika, daß demnach noch die Möglichkeit zu einem Ausgleich vorhanden ist, wodurch die Fort setzung des neutralen Handels der Vereinigten Staaten mit Deutsch⸗ land und den Verbündeten in anderer Form gewährleistet würde. Man weist darauf hin, daß beispielsweise ein Zugeständnis an die amerikanischen Baumwollexporteure und Importeure deutscher Farbstoffe viel dazu beitragen könnte, die praktischen und gefühls mäßigen Folgen der Beschlagnahmung abzuschwächen. Eine andere Frage sei, ob die Vereinigten Staaten die Beschlagnahmen ohne Protest hinnehmen würden. Man schreibt der ameri- kanischen Regierung die Tendenz zu, energisch gegen die Erklärung der englischen Regierung protestieren zu wollen, worin sich die Bedrohung des neutralen Handels verberge. Am meisten mißfalle, daß sie eine Absicht verrate, die einer papiernen Blockade gleichkomme. An⸗ dererseits würde die effektive Blockade nach dem Völkerrecht nicht gestatten, sich in den Handel mit Häfen der an Deutschland gren zenden neutralen Länder einzumischen, nur well das feindliche Land die mutmaßliche Endbestimmung der Ladung sei. In ameri kanischen Kreisen wird gesagt, daß die Engländer für die Lage in den als Kriegsgebiet erklärten Gewässern moralisch verant wortlich seien, da sie durch die Beschlagnahme derWilhelmina zu verstehen gaben, daß sie beabsichtigten, die Einfuhr von Lebens mitteln abzuschneiden, womit sie das Völkerrecht verletzten.

London, 4 März.(WTB. Nichtamtlich.)Morning Post meldet aus Washington vom 28. Februar: Gestern sind im Kongreß drei Resolutionen über den Krieg eingebracht worden. Senator Newlands brachte eine Resolution ein, in der der Präsi deut gebeten wird, eine Konferenz der Neutralen einzube rufen, die die kriegführenden Mächte dringend zur Einstellung der Feindseligkeiten auffordern soll. Eine internationale Exekutivkörper⸗ schaft solle ins Leben gerufen werden, die Machtvollkommenheit besitze, um über Zwistigkeiten zwischen Nationen ein Urteil zu fällen und die Ausführung ihrer Beschlüsse durchzusetzen. Dietrich brachte eine Resolution ein, in der mehrere Verstöße Großbritanniens gegen die Vereinigten Staaten aufgezählt werden, die die Vereinigten Staaten geschädigt und ihre Neutralität ge fährdet hätten, Der Präsident wird aufgefordert, innerhalb sechzig Tagen nach Annahme der Resolution Zusicherungen zu erlangen, daß Großbritannien die Verstöße, gegen welche Klage geführt wird, aufgeben will. Calder beantragte die Einsetzung einer Kommission, die einen Plan zur Einrichtung neutraler See⸗ handelsstraßen mit entsprechendem Patrouillenschutz ent werfen soll. Die Resolution wurde der Kommission für aus wärtige Angelegenheiten überwiesen

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jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz.

Freitag, 5. März 1915

Bezugspreis monatl. 75 Pf., viertel-

Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H.

Neue Erfolge der Sieger in tung gegenüber England.

Kopenhagen, 4. März.(WTB. Nichtamtlich.)National- tidende meldet aus London: Die englische Presse betont einstim⸗ mig, daß sich Amerika keinerlei Illusionen machen sollte, daß irgendein noch so scharfer Protest gegen die englisch⸗ französische Erklärung irgendwelche Wirkung haben könnte. Alles Protestieren sämtlicher Neutralen könne von vornherein als ganz fruchtlos betrachtet werden. England werde jetzt den Krieg unter Ausnutzung der Seeherrschaft führen und sich über alle! roteste der Neutralen hinwegsetzen. Die Welt solle jeht erfahren, wie tief Englands Schwert schneide, wenn es ernstlich gezogen sei.

Globe bedauert nur, daß dieser Standpunkt nicht schon an einem früheren Zeitpunkt offen ausgesprochen wurde.W e st⸗ minster Gazette meint: Es zeigt sich, daß die öffentliche Meinung der Neutralen außer Stande ist, uns zu helfen. Wir müssen uns daher selbst mit allen Mitteln helfen. Wir beklagen, daß dies anderen Mächten Unannehmlichkeiten bereitet, wir müssen aber jetzt rücksichts los unsere Interessen wahr⸗ nehmen. Diese Gesichtspunkte werden vollständig von der eng⸗ lischen Regierung geteilt.

Berlin, 5. März. Der amerikanische Staatssekretär Bryan soll dem englischen Gesandten in Washington er⸗ klärt haben, Amerika lege großen Wert darauf, daß Eng⸗ land die Ausfuhr von Baumwolle nach Deutsch⸗ land und die Einfuhrvon Farbstoffen von Deutsch⸗ land nach Amerika zulasse.

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Eine ameritanische Legion.

London, 4. März. WTB. Nichtamtl.) DieTimes melden aus Washington: Unter der Leitung des früheren Präsidenten Roosevelt, des Generals Wood und anderer wurden die ersten Schritte getan, um eine ameri⸗ kanische Legion aufzustellen. Die Aufgabe der Legion wird die Organisation aller Männer sein, die irgendwie militärische Ausbildung genossen haben, um sie für den Kriegsfall als Freiwillige zur Hand zu haben. Man glaubt, daß es möglich sein wird, gegen 200 000 Mitglieder anzu⸗ werben, welche die bisher vollständig fehlende erste Reserve bilden würden.

DieDacia.

Brest, 4. März(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas: Die Besatzung derDacia wird am Don⸗ nerstag nachmittag von Brest nach Le Havre gebracht. Der Kapitän bleibt in Brest bis nach den Entschließungen der französischen Behörde über den Dampfer.

Ein neuer Ausstand in England

London, 4. März.(WTB. Nichtamtlich.)Morning Post meldet aus Newcastle vom 1. März: Auf den Schiffs⸗ werften von Goole ist gestern ein Streik ausge⸗ brochen. Alle Schiffbauer legten die Arbeit nieder. Durch den Ausstand sind betroffen die Goole Shiphuilding and Espatring Company und die Webster and Rickerton Com pany, die beide für die Regierung arbeiten. Die Arbeiter fordern eine Lohnerhöhung von 5 Schilling für die Woche. Die Firmen sind bereit, 3 Schilling zu bewilligen.

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Neue Freunde deutscher Einrichtungen. Berlin, 4. März.(Priv.⸗Tel.) DerBerl. Lok.⸗Anz. meldet aus Genf: Die hier durchgekommenen französi⸗ schen Invaliden zollten den musterhaften deutschen Lazaretteinrichtungen und den hervorragenden Leistungen der deutschen Chirurgen dankbare Anerkennung. Einige sangen in Deutschland erlernte deutsche Volksweisen.

Ein abgestürztes französisches Militärflugzeug.

Paris, 4. März.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der Temps berichtet, fing bei einem Nachtflug über Cha⸗ lons⸗sur-Marne ein Militärflugzeug Feuer und stürzte in der Nähe von Chalons-sur-Marne ab. Beide In⸗ sassen wurden getötet.

Neue französische Panzerschiffe.

Paris, 4. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die Panzer⸗ schifsfeProvence undBretagne, die im April 1913 vom Stapel liefen, werden dieser Tage in Dienst gestellt werden. Die Wasserverdrängung beträgt 23550 Tonnen, die Bewaffnung 10 Geschütze von 340 Millimetern, 22 von 138 Millimetern, die Geschwindigkeit 20 Knoten, die Besatzung über 1100 Mann.

Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.

Wien, 4. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: An der Biala südöstlich Zakliczyn wurden gestern vorgehende russische Truppen nach blutigen Kampfe zurückgeworfen. Beiderseits des Latorcza⸗ Tales und auf den Höhen nördlich Cis na dauern die Kämpfe, stellenweise auch nachts, an. Uebe call, wo es unseren Truppen gelungen ist. Raum zu gewinnen, unternimmt der Feind wiederholt Gegenangriffe, die stets blutig zurückge⸗ schlagen werden. Besonders entlang der Straße von Bali⸗ grod versuchten die Russen während dichten Schneegestüöbers mit starken Kräften vorzustoßen. Der Angriff, der bis auf die nächsten Distanzen herangekommen war, brach schließ⸗ lich unter großen Verlusten

des Gegners in un⸗