i„Harpalion“, welcher im Aermelkanal von einem deut⸗
lot
3 amtliche Kundmachung bezeichnet die Gerüchte als grund⸗
dige Beschießung mit schweren Geschützen beschädigten die
1 een port gen fuß aber mange an e Flotte die Be⸗ unserer
5 555 die feindliche Flotte die Dardanellen heute nicht be⸗ schossen.
.„Neuen Freien Presse“ erinnert Graf Julius Andrassy
Dardanellen zu gelangen, und legt dar, ein russischer Sieg
Schwarzen Meer einen russischen Binnensee machen, so daß die Verbindung dieser Balkanstaaten mit der übrigen Welt
iin der unmittelbaren Nähe dieser gewaltigen russischen Stütz⸗
bleiben könnten. Diese Machtstellung Rußlands würde aber das, sondern der größte Staatsmann und Patriot des mo⸗
1 pansion in
welche Gefahr ein russischer Sieg für sie bedeutet. 1 1— und Greys lassen keinen Zweifel darüber,
2 dern, auf Cypern und Malta weht die britische, in Biserta die französische Flagge. Mit dem Suezkanal wird England . den Schlüssel zum
. staaten und Griechenland teilt.
Soldaten in Frauenkleidern kämpfend gefangen genommen werden, wird die Ausübung dieser Kriegslist zur Ehre gereichen. Natürlich wird jeder feindliche Soldat, der in solch unwürdiger Verkleidung in unsere Hände fällt, erschossen.
Aus Russisch⸗Polen. Moskau, 28. Febr. WTB. Nichtamtlich.) Aus Warschau
des Oberstkommandierenden der Armer an den Warschauer General- uverneur ist ersichtlich, daß von der Bevölkerung der Stadt ielce im August 1914 auf die russischen Truppen geschossen rden ist. Der Stadt war deswegen z. Zt. eine Poen von 105 000 bel auferlegt.
Die russische Ausfuhr von Lebensmitteln. Petersburg, 27. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Eine
los, daß Lebensmittel massenhaft nach Schweden und von da nach Deutschland ausgeführt würden. Die Regierung ibt bekannt, daß die Ausfuhr nach Schweden sich auf den Durchschnitt dessen beschränke, was in den letzten Jahren ausgeführt worden sei. Dabei trage diese von der Regie⸗ rung genehmigte Ausfuhr dem Verbot, Lebensmittel von Schweden auszuführen, Rechnung. Finnland nun habe im⸗ mer viel von den Erzeugnissen, die auf dem Seewege eingeführt werden müßten, verbraucht. Da dieser Weg der⸗ zeit fast vollständig gesperrt sei, müsse Finnland notwen- digerweise die Einfuhr mittels der Reichseisenbahnen stei⸗ gern. Diese Steigerung der Einfuhr, zu der noch die äußerst geringe Leistungsfähigteit der finnischen Bahnen komme, verursache an manchen Stellen eine Ueberfüllung der Frach⸗ tenbahnhöfe. Das mache dann den Eindruck eines Massen⸗ exportes.
* 4*
Neue Dardanellenbeschießung.
8 Konstantinopel, 27. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit, die feindliche
* beschoß heute in großen Zwischenpausen das am
ardanelleneingang liegende Fort Sedelbahr. Konstantinopel, 27. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das
Große Hauptquarfier teilt mit: Durch die siebenstün⸗
feindlichen Schiffe gestern unsere äußeren Forts an den Dar⸗ danellen an einigen Punkten. Trotzdem hatten wir nur 5 Tote
gung fort, zog sich aber nachmittags aus dem Feuerbereich Batterien zurück. f 1
Bei Sedulbahr schiffte am 10. Februar ein französischer Kreu⸗ zer an der Küste von Akaba ctwa 100 Soldaten aus. Nach einen zweistündigen Gefecht flüchtete der Feind unter Ver⸗ Ilusten auf das Schiff zurück. Trotz der Heftigkeit seines Ge⸗ . und Maschinengewehrfeuers hatten wir nur drei Tote und i te.
Konstantinopel, 28. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung der Agentur Milli. Wie wir aus amtlicher Quelle erfahren,
Rußlands Absichten auf Konstautinopel.
Wien, 28. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) In der der Hand historischer Daten an die unausgesetzten Be⸗ gen Rußlands, in den Besitz des Bosporus und der
würde für die neutralen Balkanstaaten Rumänien und Bul⸗ garien ein Sklaventum bedeuten, denn die russische Herrschaft mim den Dardanellen und im Bosporus würde aus dem
ganz von Rußland abhängen würde. Auch Griechenland werde
punkte nur ein Scheinleben führen. Es wäre naiv, zu glauben, daß die Griechen dann noch Herren der Inseln
auch Italien bedrohen. Nicht ich, fährt Andrassy fort, sage dernen Italien, Cavour, der in einer Rede ausgeführt hat: „Sollte der Ausgang des Krieges für Rußland glücklich sein nd der Siegesadler des Zaren infolgedessen seinen Flug nach Konstantinopel nehmen, so würde Rußlands absolute Oberherrschaft auf dem Mittelmeere eine bedrohliche Ueberlegenheit in den Ka⸗ binetten Europas erringen. Diese Folgen müßten aber für Piemont wie für ganz Italien in höchstem Grade unheilvoll sein. Das arze Meer, das mittels Absperrung des Bosporus, dessen sel in den Händen des Autokraten bliebe, zu einem russischen . Meere würde, bekäme gleichsam den Charakter einer riesengroßen, ausgedehnten Reede von Sebastopol.“ 5. Derselben Ansicht war Cr isp i. Deshalb hat er uns und England in den achtziger Jahren gegen die russische Ex⸗ 99 das Bündnis angeboten. Andrassy erinnert daran, daß auch der dritte Napoleon und Welling⸗ ton die Absperrung der Meerengen als eine Gefahr für Frankreich und England erklärt hätten, und sagt: Nun, da Großbritannien und Frankreich dem russischen Besitz der Meerengen prinzipiell zugestimmt haben, wird hoffent⸗ lich jeder Zweifel bei den Neutralen darüber schwinden,
5 Das„Neue Wiener Tagblatt“ sagt: Die Erklärungen daß
stantinopel und die Dardanellen an Rußland verkauft sind, und daß man die Höhe des Kaufpreises beim Frie⸗ densschluß erfahren wird. Gibraltar gehört den Englän⸗
0 ittelmeer behalten und Rußland, das im Mittelmeer eingeschlossen bleibt, mag sich damit trösten, daß es dies Schicksal mit Oesterreich, Italien, den Balkan⸗
72
Der Seekrieg.
Paris, 27. Febr. WTB. Nichtamtlich.) Einer Mel⸗ dung des„Matin“ aus Dieppe zufolge ist ein englisches Handelsschiff bei Saint⸗Valery⸗sur⸗Somme torpediert worden.
„Berlin, 1. März. Ein Geschwader französischer Kriegsschiffe beschlagnahmte, wie dem„Berliner Tageblatt“ aus Touron stelegraphiert wird, auf der Höhe von Narseille den mit Salpeter beladenen, nach Venedig be⸗ stimmten chilenischen Transportdampfer„Ranvagna“.
1 Berlin, I. März. Einem Amsterdamer Telegramm der „Voss. 29915 aus Amlwich. ist auf der Norbküste der zu les ghörigen Insel Anglesea, dem Orte, an dem die„Cambank“ torpediert wurde, ein Rettungsgürtel mit dem Namen„Weehawken Swansega“, sowie ein totes Pferd angeschwemmt worden. Weehawken war 1891 gebaut und hatte eine Größe von 2784 Tonnen.
Paris, 1. März.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der
gewiß nicht
sich die„Ruskoje Slowe“ melden: Aus einer Mitteilung
schen Unterseeboot angeschossen worden war, nicht gesunken sein. Das Wrack sei vielmehr 35 Meilen nördlich von Cap Antifer gesehen worden.
Kopenhagen, 28. Febr.— Nichtamtlich.)„Po⸗ litiken“ zufolge melden die englischen Blätter, daß auf den Flüssen Tyne, Humber und Themse über 130 Schiffe liegen, deren Mannschaft sich weigert, auszufahren.
Die Streitbewegungen in England. Berlin, 1. März. Zu dem Streik in dem Clyd⸗ Distrikt läßt sich der„Vorwärts“ aus Amsterdam melden: Das Regierungskomitee für Regierungsarbeiten in Metallarbeiten und Schiffsbauten fordert eine schiedsgerichtliche Beilegung aller Konflikte innerhalb 10 Tagen. Das Komitee empfiehlt, in den Munitionsfabriken von der ortsüblichen Arbeitszeit abzusehen, Abzüge vom Stücklohn auszuschließen, mehr Frauenarbeit zuzu⸗ lassen, jede Arbeitseinstellung abzulehnen.— Weiter wird dem
Lohnzulage von 10 Prozent forderten. Die Arbeitgeber lehnten die Lohnzulage wegen der gesteigerten Produktionskosten und der schlechten Geschäftslage ab.
Aus dem englischen Unterhaus.
WTB. London, 28. Febr.(Nichtamtlich.) Unterhaus. Jowett(Arbeiterpartei) fragte den Staatssekretär Grey, warum er, trotzdem er die Abmachungen des französisch⸗russischen Bünd⸗ nisses nicht kannte, der französischen Regierung nicht mitgeteilt habe, daß Frankreich nicht von Deutschland ange⸗ griffen werden würde, wenn seine Neutralität von Groß⸗ britannien garantiert werde. Grey verwies Jowett auf Nr. 105 des britischen Weißbuches, aus der hervorgeht, daß die britische Regierung, obwohl sie die Abmachungen des französisch⸗russischen Bündnisses nicht kannte, doch wußte, daß die französische Regierung keine neutrale Haltung einnehmen könne, wenn Rußland durch Deutschland und Oesterreich⸗Ungarn angegriffen werden sollte. Die e Regierung habe schon im Voraus am 30. Juli er⸗ klärt, daß ein Vorschlag, wie er zwei Tage später tatsächlich von Deutschland gemacht wurde, ganz unannehmbar sein dürfte. Ab⸗ gesehen davon, dachte ich, daß dieses europäische Bündnis, gleich⸗ gültig ob Zweibund oder Dreibund, für die eine Macht die Ver⸗ pflichtung enthalte, der anderen Macht beizustehen, besonders wenn diese eine Macht durch zwei andere Mächte angegriffen wird.— Jowett fragte sodann, ob die von Churchill in einem Interview im„Matin“ ausgesprochene Ansicht, daß Großbritannien bis zum bitteren Ende kämpfen werde, wenn Frankreich und Ruß⸗ land sich von der Teilnahme am Kriege zurückzögen, mit Einwil⸗ ligung und Billigung der Regierung veröffentlicht worden sei. Asguith antwortete, Churchill erklärte in diesem Interview auch. daß er sich einen solchen Fall gar nicht vorstellen könnte. Ich stimme ihm absolut bei und habe keine Ursache, von den Ansichten, die er in dem Interview geäußert hat, abzuweichen.
England und Amerika.
London, 28. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„Central News“ melden: Der genaue Wortlaut der Note des Präsi⸗ denten Wilson über das Verbot der Einfuhr von Lebens⸗ mitteln nach Deutschland wird immer noch geheim ge⸗ halten. Der amerikanische Botschafter und Staatssekretär Grey verhandelten vorgestern über den Gegenstand. Die Note wurde später dem Premierminister Asquith vorgelegt. Gestern wurde ein Ministerrat einberufen, um die Note im Zusammenhang mit Repressalien zu erörtern, die von der Regierung als Antwort auf die deutsche Tauchblockade ge⸗ plant werden.
Blockade der Küste Deutsch⸗Ostafrikas. Haag, 27. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Staats⸗ courant“ schreibt: Der Minister des Aeußern brin des Kenntnis, daß die britische Regierung ab tern 28. Februar zum 1. März die Blochade der Küste Deutsch⸗Ostafrikas und der anliegenden Inseln ange⸗ kündigt habe. Die Blockade soll sich erstrecken zwischen vier Grad 41 Minuten südlicher Breite und 10 Grad 40 Minuten südlicher Breite. Binnen vier Tagen von dem Inkrafttreten der Blockade gerechnet, dürfen neutrale Schiffe das blockierte Gebiet ungehindert verlassen.
Der Aufruhr in Indien.
Stockholm, 27. Febr.(WTB. Nichtamtl.)„Rietsch“ meldet aus Singapore vom 20. Februar: Japanische Soldaten besetzten die Kasernen der aufrüher⸗ ischen indischen Truppen und verfolgten die ge⸗ flüchteten indischen Soldaten.—„Rußkoje Slowv“ meldet aus Dalny vom 19. Februar: Die chinesische Regierung hat eine Anweisung an die Generale erlassen, die Truppen von Feindseligkeiten gegen Japaner zurückzuhalten.
Die„Dacia“ gekapert.- Paris, 28. Febr.(Amtliche Mitteilung des Marine⸗ ministeriums.) Der Dampfer„Dacia“ wurde von einem französischen Kreuzer im westlichen Kanal ange⸗ halten und nach Brest geführt.
* 1*
Die Verhandlungen zwischen China und Japan. London, 28. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Ti⸗ mes“ meldet aus Peking vom 26.: Bei der heutigen chinesisch⸗japanischen Konferenz erklärten sich die chinesischen Delegierten bereit, einige später zu bestim⸗ mende wichtige Orte in Schantung als Vertragshäfen u öffnen. Die anderen Schantung betreffenden Punkte wur⸗ — vertagt. Man hofft, daß Japan einsehen wird, daß es wünschenswert sei, die Erörterungen bis nach dem Kriege hinauszuschieben. Chinas Gegenvorschläge, die Ja⸗ pan ablehnte, waren die Erfüllung des angeblichen Ver⸗ sprechens Japans, Tsingtau an China zurückzugeben und den Statusquo in Schantung durch Zurückziehung der Be⸗ satzungstruppen sowie der Truppen für den Schutz der Eisen⸗ bahnen und Telegraphen wiederherzustellen. Die japanischen Delegierten drängten auf Chinas Anerkennung der beson⸗ deren Stellung Japans in der südlichen Mandschurei und in der östlichen und inneren Mongolei. China erklärte, erstrebe damit die Herrschaft daselbst, und hob hervor, daß die Anerkennung der japanischen Ansprüche der Schließung dieser Gebiete für Handel und Industrie, der anderen Ver⸗ tragsmächte gleichkomme. Berlin, 1. März. Das erste und zweite Geschwader der Vereinigten Staaten sind, wie laut„Voss. Ztg.“ der„New Pork Herald“ meldet, nach dem Stillen Ozean ausgelaufen. Die amerikanische Flotte vor Schanghai sei durch sechs Schiffe verstärkt worden.
Die deutschen Truppen in den Harpathen.
— dem Großen Hauptquartier wird uns ge⸗ schrieben:
Seit etwa drei Wochen operiert eine beach in unmittelbarer strategischer und taktischer Anlehnung an die österreichisch⸗ungarische Armee in den b Das Gelände der erbitterten Kämpfe liegt in der allgemeinen Linie Delatyn— Tucholla—Kiczera Schilska— Bereznicau und nordwestlich.
„Temps“ aus Le Havre meldet, soll der englische Dampfer
In Eis und„in Geröll und Schlamm ringen hier deutsche und bier
Blatte gemeldet, daß 200000 Weber in Lancashire eine Stell.
an Heeresgruppe
teilweise noch von den Russen besetzten Pässe. Hier, in den Kar⸗ pathen, wird die Entscheidung angestrebt, die den Feind zurück⸗ a soll in die Ebenen Galiziens. 5 5 Die Entwicklung der Operationen verbietet augenhlicklich noch eine Beschreibung der bisherigen schweren Kämpfe. Soviel kann aber bereits heute gesagt werden: Deutschland darf stolz sein auf seine Söhne, die in den Karpathen unter unerhört schwierigen Ver⸗ bältnissen, im Schnee und in der Eiskälte des Hochgebirges, ihren harten 2 erfüllen. sind bi 1 Im Schnee ausgehoben sind die Schützengrüben Feuerstellungen der Artillerie. Ueber glatte Schneeflächen, über steile Hänge führen die Angriffe. Schneebedeckte 1. wundene Pässe müssen gestürmt oder im seindliche euer über⸗ wunden werden. Die Gefechte sind überaus heftig. Es liegt in der Natur des Gebirgskrieges, daß die Angriffe nur frontal durchgeführt werden können. Umfassungsbewegungen erfordern im Hochgebirge unendliche Zeit, die der Gegner ausnutzt, um der
Umfassung eine neue starke Front auf den die 1 be⸗ berrschenden Höhen entgegenzustellen. So mußte häufig in hef⸗ tigem Frontalkampf der Feind niedergerungen und auf rückwärtige
ungen zurückgedrängt werden. 5 Mit überraschender Schnelligkeit haben sich unsere Truppen an die schwierigen Verhältnisse des Gebirgskrieges gewöhnt. Führer und Truppen haben sich den neuen Bedingungen des es im Hochgebirge angepaßt. Die mangelnde Quer verbindung zwischen den einzelnen Paßstraßen ist durch ein ausgiebiges Netz von Draht⸗ leitungen ersetzt worden. Auf Schneesch gleiten Kom⸗ pagnien oder r Patrouillen die Hänge entlang. Ba⸗ racken biwalieren die Truppen, denen mangelhafte und wenig zahl⸗ 80 Ortschaften im Gebirge keine ausreichende Unterkunft ge⸗ währen J Unter militärischer Aufsicht arbeiten starke Kolonnen von
Landeseinwohnern an notdürftiger Ausbesserung der Wege und Paßstraßen; eine fast vergebliche Arbeit, wenn die Mittagssonne die ausgefahrenen Gleise und tiefen Wagenspuren in Schnee⸗ schlamm und tiefe Wasserlöcher verwandelt. f
In langem Anstieg oder in zahlreichen steilen Kurven ringen sich die Wege zu den Paßhöhen(über 1000 Meter) hinan. Zerstoͤrte Gehöfte, wenige schwarze aus der Schneedecke ragende Trümmer und Mauerreste bezeichnen die Stätten ehemaliger Gebirgsdörser. Für die aus der Feuerlinie in die Feldlazarette abgeschobenen Verwundeten und für die Kolonnen und Trains sind an Teil⸗ strecken der endlosen Paßstraßen behelfsmäßig Erfrischungsstationen in Baracken errichtet worden. 3 7
Unter denkbar schwierigsten Verhältnissen vollziehen sich die Kolonnenbewegungen hinter der Front: eine Riesenarbeit, zu
deren Bewältigung nur eisernes Pflichtbewußtsein fähig ist. Hier im Hochgebirge leisten die Kolonnen mit ihren erschöpften Pferden in Eis und Schnee Taten stillen, aber desto eindrucks volleren, ent⸗ sagungsreichen Heldentums. 5 In endlosem Zuge arbeitet sich bier mit Pferde⸗ und Men⸗ schenkraft eine Munitionskolonne auf Schlitten zur Paßhöhe hinauf. Die schwerfälligen Fahrzeuge einer geleerten Verpilegenss keis begegnen ihr auf ihrem Marsch talabwärts. Schwere Bremsschuhe verhindern nur mit Mühe das Abgleiten der Wagen auf den schmalen glatten Serpentinen des Weges. Kraftwagen der höheren Befehlshaber keuchen mühsam bergauf und winden sich zwischen den Fahrzeugen hindurch. Hier hilft ein Trupp zurückgeführter russischer Gefangener einen an steilem Absturz im Schnee fest⸗ gefahrenen Kraftwagen befreien. Am stahlblauen Winterhimmel kehrten ratternd zwei Flugzeuge von der Erkundung der russischen Stellungen zurück. Die abgeworfenen Photographien zeigen deut⸗ lich erkennbar die feindlichen Schützengräben und Truppenansamm⸗ 9 auf der abgebildeten Schneefläche als schwarze Linien und e 5 5 N
Ein eiserner Wille nur scheint hier auf diesen verschneiten Gebirgsstraßen zu herrschen: den droben Kameraden unter allen U en Munition. 0. führen. Der Begriff des„Hindernisses“ hat in den eine Be⸗ deutung verloren. N 0 2 4 16 6 Schwere Kämpfe haben unsere Truppen in
5 Kämpfe Paßhõ
izer Grenze, die von Gumbinnen bis Südpolen Dafür bürgt der Geist der den die i
winterlichen Hochgebirges nicht 8 5 Aus Stadt und Can. Gießen, 1. März 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den 8 Landwehrmann Karl Selzer, f.-Rgt. 116, aus Offen- bach a. M.— Landwehrmann Franz Ricker, Ins.-Rgt. 221, aus Weiskirchen.— Kriegssreiw. cand. geogr. Ernst Klocken berg aus Wiesbaden.— Leutnant Karl Obenauer, Pion Nr.—, aus Oppenheim.— Ger. d. Landwehr und Gemeinderat Jakob Schroth II., Inf.⸗Rgt. 49, aus Sickenhofen.— Einjähr. Kriegsfreiw. Rudolf Grün, Res.-Inf-Rgt. 88, aus Hanau.— Ersatz⸗Nes. Wilh. Völker, Inf.⸗Rgt. 88, aus N— Naß Res. Karl Wolf, Inf.-Rgt. 80, aus Wolf.— Musketier Becker, Res.⸗Inf.⸗Rgt. Nr.—, aus Nieder-Mockstadt.— Land- wehrmann Ludwig Jüngling, ea 116, aus Stockheim. — Landwehrmann Jakob Joseph Hebach, Inf.⸗Rgt. 118, aus Mainz-Kastel.— Kriegsfreiw. Karl Schott, Garde⸗Schützen⸗ bataillon, aus Marburg.— Kriegsfreiwilliger Adolf Haibach, Ins.-Rgt. 222, aus Weinbach.— Kriegsfreiw. Friedrich Geiß; Res.-Inf.-Rgt. 80, aus Carlshof.— Ersatz⸗Res. Heinrich Euler, Inf.-Rgt. 99, aus Leihgestern.
1 1 1 i 3.. und jutant Harry Wolff aus Worms, Regt. 122. Feld⸗ telegraphist Paul Richter aus 3 Ludwig Zerr Seer aus i. were er⸗ si
d. R. Dr. Emil Sardemann aus lar. Feldwebel Kornrumpf aus Friedberg, Res.-Inf.⸗Regt. 221. Kriegs⸗
f Ae iu Otto Hirschel aus Friedberg, Res.⸗
** Eine Warnung. Das Stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps teilt mit: „In letzter Zeit sind wiederholt beunruhigende Ge⸗ rüchte über deutsche Niederlagen verbreitet worden; diese Gerüchte entbehren jeglicher Begründung. Es wird dringend
Japan gebeten, die Verbreiter derartiger lügen hafter Nach
richten zur Anzeige zu bringen, damit ihre Bestra⸗ fung veranlaßt werden kann.“
* Liebes gaben für das Bischweiler* 1 Es sind, 8 man uns 3 2 2 an das Regiment abgegangen. e i demselben stehenden Gießener 3 en sowie der aus den Nachtbargebieten stammenden des
iments gebeten, genaue Adressen der im Felbe S rden an das Sgtbezockek der füllst. langen zu assen.. 1
ichisch⸗ungarische Truppen gemeinsam um die


