von uber gen
Depots weiter; größere Güter, im Vewi K. sind bei— Eskenbahn-Eltaut- Es nehmen Pakete an: das Militär⸗Paket Depot n a. M. Süd, Mittlerer Hasenpfad 5: für 8. Armeekorps, 18. Reservekorps, 38. Reservekorps; das Mili⸗ tär⸗Paket⸗ Depot Darmstadt(Zahnhofs: für die Groß ich sche(25. Infanterie⸗Division. N aftsbereich der Militär⸗Pakel⸗Depots ergibt sich aus
dem dort und bei allen größeren stalten aushängenden Verzeichnis der Militär⸗Paket⸗Depots. Sämtliche nähere Bestim⸗ — sind bei diesen Stellen zu erhalten. Die Räume des Mili⸗ tär⸗Palet⸗Depots Frankfurt a M.⸗Sud befinden sich neben der Elgut⸗Abfertigung in Sachsenhausen, die Geschäftszimmer Mittlerer Hasenpsad 5. Geschäftsstunden: Wochentags 8—12 Uhr und 2—7 Uhr, an Sonn⸗ und Feiertagen nur von 10—12 Uhr
vor 8 i tliche Auskunftsstelle Klimsch⸗ Frankfurt, Goethe⸗ sraße 3 erteilt Auskunft in Paket und Frocht⸗Angelezenheiten; in den Räumen des stellv. Generalkommandos, Taunus⸗Anlage 9, wird solche grunosätzlich nicht erteilt. 185 * Die Gefangenen von Tsingtau. die neueste 3 deutschen Verlustliste enthält das Verzeich⸗ nis in japanischer Gefangenschaft befindlichen Angehörigen der Bes von Tsingtau. 5. Stadttheater. Man schreibt uns aus dem Theater“ bureau: In der morgigen Vorstellung des neuen Lustspieles von Georg 5„Die heitere Residenz“— zu der Gut⸗ scheine tigkeit haben— wirken in Hauptrollen mit die Herren Goll, Rotteck, Schubert, Steinhofer und Heß, sowie die Damen untag⸗Blume, Stettner, Frenzel und Jüngling; in kleineren Aufgaben ist fast das gesamte Personal beschäftigt. 5 Frau Geheimrat Heichelheim, die Gemah⸗ lin des Präsidenten der Handelskammer Gießen, Stadtv. Geh Kommerzienrats Heichelheim, ist am Samstag . einem Herzschlag erlegen. Heute nachmittag 3½ Uhr findet auf dem Neuen Friedhof die Beisetzung statt. * Geflügelzuchtverein. In det gestern im Metropol statt denen Hauptversammlung des Geflügel⸗ zuchtvereins Gießen und Umgegend, die sehr gut, be⸗ onders von auswärtigen Mitgliedern, besucht war, fand eine lebhafte Aussprache über die eingetretene Futternot für das Geflügel statt. Einzelne Geflügelzüchter erklärten, bei den enorm hohen Preisen für Körnerfrucht und Mais bleibe nichts weiter übrig, als das Geflügel abzuschlachten Es sei überhaupt schwierig, heute noch Frucht aufzutreiben. Dr. Ulrich erklärte, daß die Futterfrage an⸗ fange, beüngstigend zu werden, denn es sei bei der Situation zu Se en e es bald selbst für Geld kein Futter für das Geflügel mehr gebe. Man war sick in der Versammlung aber darüber klar, daß es eine Pflicht des Vereins sei, dafür zu sorgen, daß es den Mitgliedern ermöglicht wird, ihr Federvieh durchzuhalten, damit die wertvollen Bestände unserer Volkswirtschaft erhalten bleiben. Es wurde eine dreigliedrige Kommission Fewählt, welche für Vereinsrechnung Futter ankaufen soll, selbst wenn der Verein dabei ein Geldopfer bringen müßte. 5 us anten. 4 1 = Rudingshain, 28. Febr. Eme Anzahl von hier nach dem Staate Illinois in Nordamerika ausgewanderter Bewohner hat 110 Dollar an den hiesigen Ortsbürger ob. Heinr. Adolph gelangen lassen. Der Betrag soll zu Liebesgaben für die hiesigen im Felde stehenden Krieger Verwendung finden. 5 a Kreis Friedberg. l Butzbach, 1 März. In der letzten Gemeinderats⸗ sitzung wurde der Vorauschlag der Stadt Butzbach für 1915, der mit einer Einnahme und Ausgabe im Betrage von 249 466 Mark abschließt, verlesen und genehmigt. Durch die vorsichtige Auf- ste llung des e die in den letzten Jahren gemachten Ersparnisse ist es trotz vielen Steuerausfälle und⸗Niederschläge nicht nötia, den bisherigen Steuersatz zu erhöhen. Stadtverord. Metzger berichtete über das Ergebnis der stattgehabten Prüfung des Voranschlags der Realschule für 1915 seitens der erwählten Kommission und verlas das Kommissionsprotokoll. Nach dem In- — dieses Protokolls sei auch sestgestellt, daß seit 1905 ein steter ckgang der Schülerzahl der. verzeichnen gewesen sei. Die Kommission hat die Frage, wie Schülerzahl der hie⸗ sigen Anstalt gehoben werden könne, eingehend erörtert, und unter- breitete der Versammlung die Ergebnisse und entsprechende Vor⸗ 9 Weiter wurde angeregt, Gelände, welches bisher nicht land virtschastlich 1. wurde und noch bewirtschaftet werden könnte, mit Kartosseln, an bestellen. Der Gemeinderat beschließt, die zuständige Militärverwaltung zu ersuchen, der Stadt das Grasstück um Lustgarten zum Anbau von Kartoffeln während der Kriegsdauer zu überlassen. 5 a Reichelsheim, 28. Febr. Ein Landwirt aus dem benach⸗ barten Weckesheim war gestern am hliesigen Bahnhose mit Ver- laden beschästigt, wobei seinem Pferde durch einen Windstoß die aufgelegte Decke um den Kopf geschleudert wurde. Das Tier schente. Der Mann wollte es halten, wurde aber dabei zur Seite geschleu- dert und trug erhebliche Verletzungen an Kopf und Seite
davon. 5 3 Starkenburg und Rheinhessen. 10 F er⸗ ossen 1 ag etwa lt Metzger und Wirt Roth auf e
90 Willy Flohr wurde am hiesigen Krematorium die 3000. ee eee vorgenommen. Die Anstalt wurde im Jahre 1891 auf Rechnung des Frankfurter Vereins für Feuerbestattung ufwand von 17000 Mk. hier errichtet, mußte acht Jahre lang unbenutzt bleiben, da die hörde die
bereits gewährte 1 wieder zurückzog. Erst am 13. Dez.
e e e e f 2 i in ie Tante wohnte, vergessen hatte und feine Geistes
N infolge des Hungers ler hatte schon d zweiten 2 dem Frühstück nichts zu sich eeremmen) nach⸗
1 er am Rheinufer entlang, um in Rüdesheim anzukom⸗ nen. Wen bort fuhr der Knabe nach Bingen, wo er angehalten wurde. Die Polizei benachrichtigte seine Eltern. Darauf holte die
er ihn ab und brachte ihn nach Leipzig zurück. Nach seinen
Hause bringen sollte. 5 „Aus Rheinhessen, 28. Febr. Die Witterung der letz⸗ ten war 15 die Ausfü der Arbeiten in den Wein⸗ bergen günstiger als in der Vorwoche. Der Weinbergsboden war krockener geworden, so daß die Arbeiten schneller von statten gehen. Ueberall sind die Winzer eifrig beschäftigt, die Arbeiten möglichst 81 fördern. Geschäftlich ist eine Aenderung nicht zu ver⸗ zeichnen. Obwohl die Weine viel probiert werden, wird doch wenig gekauft, wenigstens im Verhältnis zu sichtigt man allerdings die durch den Krieg gescha
e Lage, f. können die Winzer mit den Umsätzen zufrieden sein. 1 25
. 0 3 w. Wetzlar, 28. Febr. abgelau Woche ist die der Insassen unseres 1 200 5080
Neun 8 8 1 Dutenhofen, 28. Febr. Infolge der Zusammen⸗ 4 1 ing der Feldmark wurde für unseren aufstrebenden Ort sehr augelände aufgeschlossen, woran es hier bisher mangelte. Die erbaute Schule steht ts an einer neuen Straße.
Frankfurt a. M., 28. Febr. ug am Samstag mittag der
Im Torweg der Biber, n jährige Schleifer Phil. 3 5
rüheren— Berück- paßte
8 15. 4
Dangemer den Kaufmannslehrling Feel aus Neu⸗Isenburg mit einem Stück Eisenrohr nieder und suchte ihn dann zu be⸗ rauben. Der— 1. der einen größeren Geldbetrag bei sich führte, schrie jedoch um Hilfe, worauf der Täter die Flucht ergriff, aber an der Hauptwache eingeholt und verhaftet wurde. Die Verletzungen des jungen Mannes sind nicht schwer. a
X. Hanau, 27. Febr. In der Plenarsitzung der ODa⸗ nauer Handelskammer wurde vom Vorsitzenden darauf Piber daß sich seit der am 2. Dezember v. J. abgehaltenen
nicht verändert habe. Die Hanauer Edelmetallindustrie z. B. leide nach wie vor unter fast völligem Ausbleiben der Aufträge, das Baugewerbe sei auf Bestellungen des Staates und anderer öffentlichen Körperschaften angewiesen, hingegen biete sich durch Lieferungen für den Heeresbedarf in vorerst noch genügen⸗ dem Maße für zahlreiche Betriebe und tausende von Arbeitskräf⸗ ten an vielen Orten lohnende Beschäftigung. Arbeitssoligkeit sei nur noch in verschwindendem Umfange zu konstatieren.— Im An⸗ schluß an das Vorgehen der Deutschen Gesellschaft für Kauf⸗ manns⸗Erholungsheime beschloß die Handelskammer, die Schaf⸗ fung eines Fonds zu versuchen, um minderbemittelten selbständr⸗ gen Kaufleuten ihres Bezirks, die als Kriegsteilnehmer erho⸗ lungsbedürftig geworden sind, den ko stenlosen Aufenthalt in solchen Heimen zu ermöglichen.
Gießener Strafkammer. 5 th. Gießen, 26. Febr. Die verbotene Wasserlei tung.
Der Restaurateur S. zum Jagdhaus Hubertus bei Münster hatte von der Gemeinde Münster die Erlaubnis erhalten, in einem dieser gehörigen Wiesengrund auf Wasser zu schürfen. Er ging aber weiter und leitete die gefundene Wassermenge durch fistalisches Gebiet nach seinem Besitztum. Die Wasserleitung war aber nicht ergiebig genug, und so begann S. im nächsten Jahre weiter nach sser zu dürfen. Er deckte den Rohrgraben der Leitung auch wieder auf, ohne von der Forstbehörde, welche schon im Jahr vorher diese Arbeiten untersagt hatte, eine Erlaubnis dazu zu haben. Das Schöffengericht Butzbach hatte den Angeklagten wegen der Besitzstörung zu einer Geldstrafe von 10 Mk., hilfs⸗ weise zwei Tagen Gefängnis, verurteilt. Die gegen dies Urteil bei der Straflammer eingelegte Berufung war ohne Ergebnis, Das Ge⸗ richt war der Ansicht, daß mit der Verfüllung des Rohrgrabens die von der Gemeinde erteilte Schürferlaubnis erledigt war. Wollte der Angeklagte im nächsten Jahre aufs neue schürfen, so hätte er erneut eine Erlaubnis zu den Arbeiten haben müssen. Es gehe auch nicht an, daß S. ohne Genehmigung der Forstbehörde durch deren Eigentum eine Rohrlegung vornahm.
5 Ohrfeigen zu Recht 2 8
soll nach der Ansicht des Schöffengerichts der jugendliche K. in Großen ⸗Linden von dem Landwirt J. daselbst erhalten haben. J. packte den jungen Burschen dabei, wie er mit einer Stange Zwetschenbäume im Garten bearbeitete. Als I., um sein Eigen⸗ tum zu schützen, den jungen Menschen mit Worten anfuhr, erklärte „Pack dich weg, du Rindvieh, sonst schmeiße ich dir mit einem Stein auf den Kopf.“ Für diese Drohung erhielt K. die Ohrfeigen, die dessen Vater als tätliche Beleidigung auffaßte und wegen der er gegen den J. Privatklage erhob. Die Richter der Strafkammer und die beiden die Parteien vertretenden Anwälte waren privatim der Ansicht, menschlich betrachtet sei der Fall vom Schöffengericht richtig entschieden. Der Vertreter des Klägers aber wollte von einem vom Vorsitzenden der Strafkammer angeregten Vergleich nichts wissen und verlangte die Angelegenheit nicht nach mensch⸗ lichen, sondern nach juristischen Gesichtspunkten entschieden. Die Strafkammer war der Ansicht, das Schöffengericht habe geirrt, wenn es den J., der die Ohrfeigen verabreicht hat, frei prach, weil es hier ein abgeleitetes väterliches Züchtigungsrecht als vor⸗ liegend annahm. Deshalb sei die Vorentscheidung aufzuheben. Es wird dagegen erkannt, daß der Angeklagte J. als straffrei zu erklären sei, weil er eine Beleidigung und eine Drohung auf der Stelle erwidert hat. Die Kosten beider Instanzen wurden dem Kläger K. zur Last gelegt. 2
Verstoß gegen die Höchstpreise..
Ende Dezember verhandelte die Strafkammer schon einmal gegen den Seniorchef der Gießener Firma S. R. Söhne, dessen Firma Speisekartoffeln zum Preise von 6,50 Mark pro Malter ab Bahnhof durch ein Inserat angeboten und auch in einzelnen Fällen verkauft hatte. Der Höchstpreis für Speisekartoffeln war damals vom Oberbürgermeister vro Malter auf 6,50 Mark frei Keller oder Haus des Käufers festgesetzt. Weiter sollte der Angeklagte statt Speisekartoffeln nur ganz geringwertige Ware, Futterkartoffeln, angeboten und verkauft haben. Der Angeklagte bestritt damals, daß er das betreffende Inserat aufgegeben habe, es sei der ganze Handel ohne sein Wissen in Szene gesetzt worden, er habe nachträglich den Verkauf der Ware an Privatleute direkt verboten. Es stellte sich in der Verhandlung heraus, daß aller⸗ dings der Juniorchef der Firma ohne Wissen seines Vaters den Kartoffelverkauf und besonders das öffentliche Angebot durch In⸗ serat veranlaßt hat. Am Freitag standen nun Vater und Sohn als Angeklagte vor der Strafkammer. Der jüngere W. R. er⸗ klärte, er habe von der Festsetzung der Höchstpreise nichts gewußt. Die Kartoffeln seien der Firma als Speisekartoffeln, wie solche vom Acker lommen, von Norddeutschland aus offeriert und fakturiert worden. Im Vertrauen, daß die Ware auch gut sei, habe er die⸗ selbe, ohne sich vorher durch den Augenschein überzeugt zu haben, als Speisekartoffeln weiter offeriert. Er bestreitet, daß er wissent⸗ lich und mit Absicht die behördlichen Anordnungen, betreffend der Höchstpreise für Kartoffeln, verletzt hat. Zwei Sachverständige erklärten übereinstimmend, daß die Ware als Syeisekartoffeln nicht zu bezeichnen gewesen sei. Die Strafkammer sprach den Vater S. R. von Strafe und Kosten frei, verurteilte aber den Sohn W. R. zu einer Geldstrafe von 300 Mark, hilfsweise 60 Tagen Gefängnis. Es sei nach der ganzen Sachlage und nach der Beweisaufnahme für den Gerichtshof zweifelsfrei er⸗ wiesen, daß der Verurteilte absichtlich gefehlt hat.
Die vier Landwirte Ph. Carl G., Hch. Wilh. G., W. G. Sch. und Wilh. Friedr. A. aus Nieder⸗Florstadt haben am 22. resp. 24. Oktober dem Makler Lösch von Assenheim zusammen ca. 220 Zentner Kartoffeln zum Preise von 3.50 Mk. pro Zentner ver- kauft, obgleich der Höchstpreis 3.25 Mk. pro Zentner betrug. In der Verhandlung stellte sich heraus, daß der Handel wegen der Kartoffellieferung mit Lösch am 22. und 24. Oktober bereits ab⸗ geschlossen war. Im Amtsverkündigungsblatt für den Kreis Fried⸗ berg war die Bekanntmachung wegen des Höchstpreises für Kar⸗ toffeln, den das Kreisamt bestimmt hat, erst am 26. Oktober ver⸗ öffentlicht worden. Aus diesem Grunde mußte die kostenlose Frer— sprechung der Angeklagten erfolgen.
Liebesgabenmarder.
Die unverehelichte Karoline B. war beim Hausmeister in der Bürgermeisterei in Dienst und hatte die Räume des Stadthauses nach Beendigung der Dienststunden zu säubern. Zuerst hat das Mädchen einen Regenschirm, den ein Stadtrat versehentlich hatte stehen lassen, an sich genommen und verschenkt. Weiter eignete sie sich 2 Tabakpfeischen, Zigaretten, Tabak und andere Kleinigkeiten an, die als Liebesgaben ins Feld gehen sollten. Aus einem ver⸗ schlossenen Schreibtisch, den sie mit einem falschen Schlüssel öff⸗ nete, entnahm die Angeklagte 25 Mark in bar. Die Angeklagte be⸗ haubtet, was auch der Tatsache entspricht, daß sie die Geldschub⸗ lade mit einem Schlüssel geöffnet hat, der in einer andern Schub⸗ lade des Schreibtisches steckte, der aber auch für das andere Schloß Sie habe nicht geglaubt, daß es sich um einen falschen Schlüssel handle, als sie die Geldschublade öffnete. Der Tatbestand 5 te sich aus diesem Grunde in allen drei Fällen als einfacher
iebstahl heraus und die Strafkammer erachtete eine Gesant⸗ gefängnisstrase von 3 Wochen als ausreichend. ———— Briefkasten der Redaktion. (uouyme Aufragen bleiben unberücsichtigt.)
;. K. 18. Zum Eintrütt in den mittleren Justiz- und Ver⸗ waltungsdienst ist im Großherzogtum Hessen Brimareise erforderlich.
E. Sch. 5. Eine genaue Auskunft ist ohne eingehende Kenntnis der besonderen Verhältnisse nicht möglich. Im ersteren Falle dürste Anspruch auf Unterstützung bestehen, wenn der zum Militär Ein- d erusene die Mutter vor Ausbruch des Krieges zum größten
itzung die allgemeine Lage von Industrie und Handel wesentlich. 1
Teile unterhalten hat. Das geringe Vermögen kommt nicht in Betracht, ebenso auch nicht der jedensalls nicht zum Lebensunterhat für das ganze Jahr ausreichende Arbeitsverdienst. Im zweiter Jalle dürste eine Unterstützung wohl kaum in Frage kommen. —
Letzte Nachrichten.
Das tägliche Leben in Reims. Genf, 1. März. Der„Temps“ meldet, daß in Reims das einer fortwährenden Beschießung durch die Deutschen ausgesetzt sei, nach viermonatiger Unterbrechung der Schulunterricht wieder aufgenommen worden sei. Die Schulräume befinden sich in Kellern und mehrere Meter unter der Erde. Die Schüler arbeiten ohne Angst vor den niederprasselnden Geschossen Kaum 500 Kin⸗ der besuchen die vier Kellerschulen. Das tägliche Leben in Reims ist nicht weiter gestört. Man bewundert den Mut der Bewohner, von denen etwa 25000 in Reims geblieben sind.
Die panikartige Flucht der Russen aus Masuren.
Stockholm, 1. März. Entgegen den amtlichen russischen Berichten, die russischen Truppen hätten sich nach der Winter⸗ schlacht in Masuren in voller Ordnung zurückgezogen, erfährt der Korrespondent des„Berl. Tageblattes“ von einem soeben aus Ostpreußen eingetroffenen Augenzeugen, die Russen seien ohne jede Ordnung in panikartiger Flucht, als hätten sie alle Sinne verloren, geflohen. Viele Soldaten hätten keine Zeit gefunden, sich anzukleiden und sind trotz der Kälte in bloßer Unterwäsche, also in Unterhosen(autentisch) geflohen. 3
Czernowitz nach der Russenherrschaft.
Wien, 1. März. Die Stadt Czernowitz trägt sicht⸗ bare Spuren der schweren Zeit, die sie unter der russischen Herrschaft durchgemacht hat. Die Bevölkerung, die sich lang⸗ sam erholt, kehrt allmählich in die Stadt zurück. Unsere Truppen schreiten erfolgreich auf der Linie links des Pruth vor.
Die Kämpfe in den Karpathen.
Budapest, 1. März. Die schweren Kämpfe in den Kar⸗ pathen und bei Stanis lau dauern an, weil die Russen mit dem letzten Kraftaufgebot um diese Stellungen bei Stanislau kämpfen. Das Ziel der Russen war, alle Karpathenpässe zu be⸗ setzen, um hierdurch um so sicherer Galizien behalten zu können. Unsere Offensive mit den deutschen Truppen in den Karpathen brachte gleich zu Anfang eine unangenehme Ueberraschung für die Russen. Trotzdem ihre Schützengräben und Dectungen drei Meter tief in die Felsen eingehauen waren, haben wir sie in einigen Tagen aus diesen Stelungen herausgetrieben. Wir haben nach Nor⸗ den zu bedeutende Fortschritte gemacht. Die ungarischen Honveds standen immer in der ersten Reihe. Jetzt ist ein harter um einen 1200 Meter hohen Berggipfel im Gange, wo die Russen neue Truppen herangeführt haben. Der Kampf besteht hier zu⸗ meist aus Bajonettangriffen.
Südlich des Dnjestr.
(DD.) K. k. Kriegspresseguartier, 1 März. In den Kämpfen südlich des Dinesti scheinen die Kräfte sich jetzt ungefähr die Wage zu halten. Der Feind verfügt, was sich nicht verkennen läßt, in dieser Gegend über eisenbahntechnische Vor⸗ teile, die unsererseits durch Güte und Tapferkeit der Truppen ausgeglichen werden müssen. In Südostgalizien ist der Kampf schwer und wird wie alle bisherigen großen Kämpfe wohl einen langsameren Fortgang nehmen, als nach den einleitenden Erfolgen am Nordfuß der Karpathen von der öffentlichen Mei⸗ nung erwartet wurde. l
Ein Unterseeboot in den spanisch⸗französischen Gewüssern. Turin, 1. März. Aus Bilbao wird telegraphiert, im Meerbusen von Biscaya in der Nähe von Algorta wurde ein Unterseeboot bemerkt, das die spanisch⸗französischen Ge⸗ wässer abpatrouillierte. Seine Nationalität konnte, da es ohne Flagge fuhr, nicht festgestellt werden. Die Marine⸗ behörden sind sofort gewarnt worden. Dänemarks Neutralität.
Kopenhagen, 1. März. In der„Politiken“ schreibt
Georg Brand einen offenen Brief an Georges Clemen⸗ ceau wegen dessen Angriff auf Dänemark und dessen neutrale Haltung in dem gegenwärtigen Krieg:
„Ihre Worte über die Dänen, daß sie eine Nation ohne Stolz sind, haben bier böses Blut erregt und mich persönlich betrübt. Sie werfen in den bittersten und kränkendsten Ausdrücken Däne⸗ mark seine Neutralität vor und leiten sie aus Furcht und Hab⸗ sucht her. Ich für meinen Teil würde Dänemarks Teilnahme am Kriege als Wahnsinn betrachten. Solange ein Gran under Vernunft in einer dänischen Regierung übrig ist, wird sie nicht an Deutschland den Krieg erklären. Es ist Frankreichs und Eng⸗ lands Werk, daß Dänemark jetzt weder ein Heer noch eine Flotte hat, die als eine Angriffswaffe betrachtet werden könnten, oder
eine Grenze, die sich verteidigen läßt. Dänemark ist natürlich zu 1
einer Verteidigung gezwungen, wenn es überfallen wird, zu einem Angriff ist es nicht imstande. 1
Gegen den Vorschlag Wilsons.
Genf, 1. März. In Paris und London wird gegen
den in der Note des Präsidenten Wilson gemachten Vor⸗
schlag, daß die Kriegführenden in den in Frage kommenden
Gewässern alle Minen gleichzeitig entfernen sollten, der
Einwand gemacht, daß dieses sehr schwierig durchzuführen 1
sei. Es müßten die Minen beiderseits gleichzeitig entfernt werden und hierzu sei ein Waffenstillstand notwendig, wo⸗ für auf beiden Seiten keine Geneigtheit vorhanden wäre.
Allgemeiner Ausstand in Rio de Janeiro.
Paris, 1. März.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Blätter⸗
meldung aus Rio de Janeiro ist dort ein allgemeiner Streik aus⸗ gebrochen. Alle Arbeit ruht.
Apotheker Neumeler's Asthma- Cigars Cigarillos Papier) D. R. G. M. No. 26 122 und 26617 Aerztlich empfohlen.— Deutsches Erzeugnis. Erhältlich in den Apotheken.
Apotheker Neumeier, Frankfurt am Hain. ————
1 L 1
Sägemehl Verkaufe 12. 91. Vierjähriger üserei Sommerkorn.
Zu vervacht. od. zu verkauf. ist einer meiner Zeitungs · verkaufstellen lane Naher. Carl Herr, Steinstr. 19 l.
belg. Fuchs
18 Zentner, zu verkaufen. 190] Himmrich, Brand 5.
Stute mit Fohlen
zu verkaufen. 90 Himmrich, Brand 5.
Kaufgesuche
(gut im Stande Garten zu pachten, eytl. zu kaufen gesucht. Eichgärten od. Nahrungsberg erwünscht. Schriftl. Angebote unter 1810 an den Gießener Anzeiger.
oe
Komme von auswärts zum Ankauf von besseren ge⸗ tragenen Serrenkleidern, Stiefeln. Unisormen, Zahn gebisse usw. Schriftl. Ange ⸗ bote u. 1968 an den Gießener Anzeiger. Bin Donnerstag am Platze.
Familienverbältnisse⸗ halber verkaufe ich meine bestflorierende 1
Restauration
mit Anwesen in guter Lage von Mainz zu dem billigen Preis v. 50000 Mf. bet einer Anzahlung von 10 Mille. Ernstliche Inter essenten wollen schriftliche Angebote unter 1962 a. d. Gießen. Anzeiger senden.
r


