Ausgabe 
(19.2.1915) 42. Erstes Blatt
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aan den Belagerer einer Festung, die belagerte Festung freizu⸗

* der Kaiser hat dabei besonders hervorgehoben, wie sich

bis zum jüngsten Kriegsfreiwilligen wetteiferten alle, ihr

weise gering. Seine Majestät gedenkt in dem Aller- höchsten Telegramm sodann der glänzenden Führung der Operationen und sagt zum Schluß:

tigt durch den

bar jedes menschlichen Fühlens, daß er in sinnloser Wut auf der

Deutschen eins, wenn ich gelobe, daß das, was Menschenkraft ver⸗ mag, geschehen wird, um neues, frisches Leben aus den Ruinen . entstehen zu lassen.

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euchten wird, daß die britische Regierung bisher bestrebt war, ihre Rechte als kriegführende Macht mit jeder möglichen Rücksicht⸗ nahme auf die Neutralen auszuüben.

Der Unterseeboottrieg in der Nordsee. Amsterdam, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das Handelsblad meldet aus Rotterdam: Seit gestern 7 Uhr ind keine Schiffe mehr hier eingetroffen. Es ist unbekannt, ob die Ursache in dem schlechten Wetter oder in den deutschen Seemaßregeln zu suchen ist. Ein Beschluß des englischen Ministerrats. Berlin, 19. Febr. Nach einer Meldung derKölnischen Zeitung wird italienischen Blättern aus London gemeldet, ein Ministerrat unter dem Vorsitz Asguiths habe die Frage der neutralen Flagge und der Kontrebande besprochen und festgestellt, daß die bisherige Haltung nicht zu verändern sei. Wenn auch Amerika seine Neutralität zugun⸗ sten Deutschlands aufgeben wollte, so müsse es England ein Ulti⸗ matum stellen, da keine freundlichen Bemühungen England dazu bewegen könnten, auf seine stärkste Waffe, den Hungerkrieg, zu verzichten. Wenn man von England verlangen wollte, Deutschland nicht auszuhungern, so sei das gleichbedeutend mit dem Verlangen

geben.

* 8*

Die Kaiser über die Schlacht in Masnren. Berlin, 18. Febr.(WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser und König hat gestern dem Reichskanzler von dem glorreichen Ausgang der Winterschlacht in den Masuren telegraphisch Mitteilung gemacht. Seine Majestät

unter seinen Augen die neuen Verbände ebenso trefflich be währt haben wie die alten Osttruppen. Vom Landsturmmann

Bestes für das Vaterland herzugeben. Weder grimmige Kälte, noch tiefer Schnee, weder unergründliche Wege, noch die Tätigkeit des Gegners haben ihren Siegeslauf zu hem men vermocht. Unsere Verluste sind glücklicher-

Meine Freude über diesen herrlichen Erfolg wird beeinträch Anblick des einst so blühenden Striches, der lange Wochen in den Händen das Feindes war,

Flucht fast das letzte Haus und die letzte Scheune verbrannt,

oder sonst zerstört. Unser schönes Masuren-Land ist eine ste; unersetzliches ist verloren. Aber ich weiß mich mit jedem

Die Sieger in der Winterschlacht in Masuren.

Beglückwünschung Hindenburgs durch das preußische Apgeordnetenhaus.

Berlin, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Prä⸗ sident des 1 Abgeordnetenhauses Graf Schwe rin⸗Löwitz telegraphierte sofort nach der Schlacht in Masuren am 17. Februar an Hindenburg: Ew. Exzellenz beehre ich mich, im Namen des preußischen Abgeordneten⸗ hauses zu dem über unsere Feinde von neuem errungenen

länzenden Siege die aufrichtigsten Glückwünsche darzu⸗ 83 Das Vertrauen des deutschen Volkes zu Ew. Ex⸗ zellenz und unseren todesmutigen Truppen ist unerschütter⸗ lich und unbegrenzt. Gott sei fürderhin mit Ew. Exzellenz und mit den deutschen Waffen! Darauf ist folgende Antwort des Generalfeldmarschalls v. Hin⸗ denburg eingegangen: Ew. Exzellenz und dem Hohen

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den auch ferner unsere Pflicht gegen König und Vaterland erfüllen. Gott der Herr wird dann gewiß auch weiter mit uns sein. Hindenburg.

Siegesjubel in Konstantinopel.

(WTB.) Konstantinopel, 18. Febr.(Nichtamtlich.) Die Nachricht von dem Siege der Deutschen in Ostpreußen wurde im Parlament durch Telegramme des Wolffschen Bureaus bekannt, welche die Agence Milli im Parlament anschlagen ließ. Bei Beginn der Sitzung beschloß die Kammer unter begeister⸗ ten Kundgebungen für Deutschland, dem großen Verbün⸗ deten, dem deutschen Volke, durch Vermittlung des Deutschen Reichstags, ihre Glückwünsche auszusprechen. Ganz Konstantino⸗ pel ist mit Fahnen in den osmanischen, deutschen und österreichisch⸗ ungarischen Farben geschmückt. Am Abend war die Stadt fest⸗ lich beleuchtet.

Wollzeug für die Truppen in den Karpathen.

Berlin, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Mit⸗ teilung des österreichisch-ungarischen Militärbevollmächtig ten, Grafen Stürgkh, haben die in den Karpathen stehen⸗ den deutschen Truppen wenig Wollsachen. Die Kälte soll dort außerordentlich groß sein. Der Kriegsaus⸗ schuß für warme Unterkleidung wird daher nach Benehmen mit dem Großen Generalstab den nächsten Wollzug nach Murbacs absenden.

* 1*

Das LuftschiffL 3 verloren!

Berlin, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir erfahren, ist das LuftschiffL 3 auf einer Erkundungsfahrt bei Süd⸗ sturm infolge Motorenhavarie auf der Insel Fanoe an der Westküste Jütlands niedergegangen. Das Luftschiff ist verloren. Die ganze Besatzung ist gerettet.

Deutsche Angriffe in Nordfrankreich.

London, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) DieDaily News meldet aus Nordfrankreich vom 17. Februar: Längs der ganzen Linie machen die Deutschen wieder heftige Angriffe. Bei pern drangen sie in massigem Keil vor und durchbrachen unsere Linie. Unter einem Hagel von Artillerie- und Infanteriefeuer kam es zum Handgemenge. Beide Teile hatten schwere Verluste. Selten wurde Pardon gegeben.

Ein neues französisches Lenkluftschiff. Paris, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) DerTemps schreibt: Das neue LenkluftschiffPilatrs de Rozier hat gestern abend seine erste Ausfahrt unternommen, die zwei Stunden dauerte. Während der Fahrt wurde Paris überflogen.

Der Führer desBlücher f. London, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach der Daily Mail ist der TLapitän des Schlachtkreuzers

Blücher in Edinburg einer Lungenentzündung erlegen.

Türtische Erfolge über die Engländer.

Konstantinopel, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Korrespondent derAgence Milli telegraphiert aus Bagdad: Eine osmanische Ka vallerieabteilung, bestehend aus 130 Mann, die in der W von Scha⸗ bich eine Rekognoszierung unternahm, jagte über 200 feind⸗ liche Reiter, nachdem sie ihnen große Verluste zugefü, . in die Flucht. Am 15. Februar rückte eine osmanische ruppenabteilung gegen Koran vor. Es gelang ihr, sich dem Stationsort der englischen Kanonen⸗ boote zu nähern. Die englischen Posten der Kanonenboote zogen sich unter beträchtlichen Verlusten zurück. Die Os⸗ manen erbeuteten zwei Kanonen und eine große Menge Munition; sie verloren bloß drei Tote und einige Verwun⸗ dete. Der Feind flüchtete hinter die Verschanzungen von

Korna. Aus dem Reiche.

Die neue Kriegsanleihe. Berlin, 18. Febr.(Priv.⸗Tel.) Der BerlinerLokal- Anzeiger meldet, daß die* für die Begebung der zweiten Kriegsanleihe Ende Februar bekanntgegeben werden. Die Anleihe wird zu fünf Prozent mit einem Emissionskurs aufgelegt werden, der zwischen dem Aus⸗ gabepreis der ersten Anleihe von 97,30 bzw. 97,50 Mark und dem Nennwerte etwa die Mitte hält. 0 Die Mehlversorgung. Berlin, 18. Febr.(WTB. Amtlich.) In der Ueber⸗ sangszeit, bis die Mehl zuwendung vollständig in Tätig⸗ keit ist, haben sich manchen Stockungen in der Mehlversorgung gezeigt, wobei es nicht an Mehl überhaupt, sondern nur an nmehl fehlt. Um derartige Verlegenheiten zu beseitigen, hat der Bundesrat den Landes- zentralbehörden oder den von ihnen bestimmten Behörden die Befugnis gegeben, die einschlägigen Vorschriften über das Ausmahlen von Brotgetreide sowie über die Bereitung von Backware vorübergehend im Falle eines dringenden wirtschaftlichen Bedürfnisses abzuändern. Die Behörden sollen ermächtigt werden, je nach den Umständen vorzu⸗ schreiben, daß dem Weizenmehl nicht 30, sondern z. B. nur 15 1 Roggenmehl zuzumischen seien, oder daß die Bäcker bei der Bereitung von Weizenbrot an Stelle des Roggenmehlzusatzes einen Zusatz von Kartoffel-, Gerste⸗, Mais- oder Hafermehl oder ähnlichem zu verwenden haben. Der Verkehr der preußischen Staatseisenbahnen. Berlin, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) DieNord⸗ deutsche Allgemeine Zeitung meldet über den Verkehr der preußischen Staatseisenbahnen: Auch im Januar entwickelte sich der Verkehr der preußischen Staats⸗ eisenbahnverwaltung erfreulich weiter. Von den Einnahmen des entsprechenden Monats des Vorjahres kamen seit dem Beginn des Krieges im Personenverkehr im August 56,51 Pro⸗ zent, im Güterverkehr 41,25 Proz., im September 49,59 bzw. 68,73, im Oktober 61,80 bzw. 79,67, im November 75,36 bzw. 81,41, im Dezember 78,12 bzw. 95,94, im Januar 84,61 bzw. 92,23 Prozent ein. Hiernach würde gegenüber dem Ergebnis im Dezember der Personenverkehr eine be⸗ trächtliche Verbesserung, der Güterverkehr eine leichte Ab⸗ re aufweisen, in Wirklichkeit hatte jedoch der Januar einen Sonntag mehr und einen 1 weniger als der Januar des Vorjahres. Bei gleicher Zahl der Arbeitstage würde der Januar bei beiden Verkehrsarten ungefähr das gleiche Verhältnis zum Vorjahre zeigen, wie der verhält⸗ nismäßig sehr günstige ber. Die Einnahmen aus Militärtransporten waren hier von abermals geringem Umfange, im Personenverkehr mit 6,28 Prozent und im Güterverkehr mit 6,44 Prozent beteiligt. Die Sanitätshunde.

Hause herzlichen Dank für die mir gütigst ausgesprochenen Nlücbolnsche Ich und die mir anvertrauten Truppen wer⸗

Oldenburg, 18. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Verein für Sanitäts hunde, der mit seinen gegen 1400

7 5 5 5 ins Feld gesandten Sanitätshunden bereits auf namhafte Erfolge zurückblicken kann, kann nunmehr auch die freudige Genugtuung verzeichnen, daß seitens der Obersten Heeres⸗ leitung dieser neuen Einrichtung weitgehendstes Interesst entgegengebracht wird und volle eee zwischen Verein und Heeresverwaltung in der Verwendung der Hunde und Führer bei der Truppe herbeigeführt ist. Die Verhandlungen, welche dieser Tage seitens des Vorstandes durch Oberst v. Jordan und Kommerzienrat Stelling im Großen Hauptquartier gepflogen sind, haben für die Or⸗ anisation des Sanitätshundewesens in der Armee eine

5 und feste Grundlage Eschaffen.

Stuttgart, 18. Febr.(Priv.⸗Tel.) Der verstorbene Fabrikant Bleyle hat eine Stiftung von 50 000 Mark für Kriegsunterstützung seines Arbeiterpersonals und des Roten Kreuzes hinterlassen. 5

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Aus Stadt und Cand. Gießen, 19. Februar 1915.

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Gesr. Leinr. Müller, 1. Garde⸗Agt. z. F., aus Burgsolms. Kriegsfreiwilliger Heinr. Müller, In.⸗Rgt. 168, aus Offen⸗ bach a. M. Landwehrm. Phil. Lendel, Inf.⸗Rgl. 168, aus Offenbach. Gefr. u. Oifiz⸗Asp. dans Spieß, Inf.-Agt. 88, aus Friedberg. Unteroff. Karl Mangold, Landw.-Ins. Agt. 116, aus Darmstadt. Ersatz-Res. Phil. Bergmann, Weiterstadt bei Darmstadt. Einzj.⸗Freiw. Erwin Gibfried, stud. ing, Inf.-Rat. 116, aus Darmstadt. Erf.-Res. Albert Nuppel, Inf.⸗Agt. 88, aus Wallernhausen. Musk. Joh. Meng, Ins.⸗Agt. 116, aus Worms. Ers.⸗Res. Phil. Schilling aus Eich bei Worms. Kriegsfreiw. Wilhelm Jöckel, Inf. Rgt. 221, aus Friedberg. Kriegsfreiw. Erich Krück, Inf. Rgt. 88, aus Büdingen.

** Ritter des Eisernen Kreuzes. Feld⸗Tele⸗ raphist Gefr. Kranz bei der Armee-Telegraphen⸗Abtei⸗ ung Woyrsch aus Steindorf b. Wetzlar. Uffz. Frank aus Berstadt. Vizefeldw. Göbel, Inf. Regt. Uffz. Lehrer Eichstädt aus Eibelshausen. Pionier Willi Neumann aus Schierstein(1. Kl.). Feldw. Leutn. Löffert im Jäger⸗ bat. 11 in Marburg. Sergt. August Wiegand, Bayr. Art.⸗Regt. 12, und Res. Gefr. Heinrich Wiegand, Inf. Regt. 167, aus Wasenberg bei Treysa. Gefr. d. Lacbw Herm. Klös aus Kohden, Landw.-Inf.-Regt. 53.

Auszeichnung. Dem Vizefeldwebel Castein von Gießen, bei einem Bataillon schwerer Artillerie der Armee⸗ abteilung Falkenhausen, wurde vom Großherzog von Baden die silberne Verdienstmedaille am Bande der militärischen Karl-Friedrich⸗Verdienstmedaille verliehen. 5

L. U. Probevorlesung. Herr Lic. theol. Dr. phil. Wilhelm Vollrath in Gießen, der sich an der Landesuni⸗ versität für systematische Theologie zu ilitieren wünscht, wird Mittwoch, den 24. Februar, Uhr in der kleinen Aula seine Probevorlesung halten über Das Schrift⸗ problem in der Dogmatik der Gegenwart.

* Sitzung der Stadtverordneten. Heute nach⸗ mittag 5 Uhr findet eine Sitzung der Stadtverordneten mit folgender Tagesordnung statt: 1. Neubau von Wilhelm Horn Kreuzplatz 15. 2. Einfriedigung am Amtsgerichts⸗ Neubau. 3. Gewährung eines Beitrages zum Soldatenheim. 4. Anlegung von Kleingärten. 5. Gesuch der Käthe Dietrich um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Wolfstraße 9. 6. Desgleichen des Johannes Haas für Löwen⸗ gasse 22. 7. Desgleichen des Johannes Sieck zum Gast⸗ wirtschaftsbetriebe im Hause Hammstraße 14. 5

* Im Landwirtschaftlichen Provinzial⸗ verein für Oberhessen, der morgen imFelsen⸗ keller tagen wird, wird an Stelle des zuerst in Aussicht genommenen Referenten Prof. Dr. Gise vius sprechen.

Die Da im Kriege. Als be⸗ achtenswertes Glied in der Kette der Maßnahmen zur Auf⸗ klärung der Bevölkerung über die Fragen der Volks⸗ ernährung im Kriege wird sich der am kommenden Sonntag in der Neuen Aula stattfindende Vortrag über dies wichtige Thema darstellen. In einer Bekanntmachung in vorliegender Nummer richtet der Oberbürgermeister an alle Kreise der Bevölkerung, namentlich aber an die Frauen und Mädchen, die dringende Aufforderung, den Besuch der Veranstaltung, die um 5 Uhr beginnt, nicht zu versäumen.

* Militärische Ausbildung der Jugend. Am letzten Sonntag wurde auf dem Trieb von den beiden Jugendkompagnien esp exerziert in Zügen aus der Kompagnie und die Ausbi. der Gruppenführer weiter gefördert. Am Mittwoch abend begannen 915 übun⸗ gen unter Leitung der Herren Ranft, Kern, Mengel und Müller. Eine sehr interessante Schilderung eines Nachtgefechts unserer 116er am 9. September durch Herrn Feldwebel Mengel beschloß den Abend. Für den kom⸗ menden Sonntagnachmittag ist bei brauchbarem Wetter eine größere Felddienstübung gegen den Jugendwehrbezirk Reiskirchen vorgesehen. Die Jungmannschaften treten pünkt⸗ lich 2 Uhr zwischen der neuen Kaserne und Kaiser⸗Allee,

egenüber dem Liebighöhe-Weg, an(auch bei weniger gün⸗ tigem Wetter).

* Evangelischer Bund. Der Gießener Zweig⸗ verein des Evangelischen Bundes hat, wie der Evangelische Bund überhaupt, seit Kriegsausbruch lediglich die vater⸗ ländisch-religiöse Seite seiner Arbeit gepflegt. Infolge der schweren Verwundung seines Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. Schmoll, konnte er im laufenden Winter überhaupt noch nicht an die Oeffentlichkeit treten. Er möchte aber ein⸗ mal, ehe der Winter zu Ende geht, seine Mitglieder und Freunde versammeln und ladet daher auf Sonntag, 21. Febr., S Uhr abends, zu einer vaterländischen Feier in die Stadtkirche ein. Herr Prof. D. Schian, der provisorisch den Vorsitz übernommen hat, wird eine Ansprache über das Thema;Unsere evangelische Kirche und der Krieg halten: Herr Geh. Kirchenrat Prof. D. Eck eine zweite Ansprache über das Thema:Unser deutsches Volk und der Krieg. Der Chor des Evangel. Arbeitervereins unter Leitung von Herrn Musiklehrer Gernhardt hat seine Mitwirkung freundlichst zugesagt. Der Eintritt ist für alle evangelischen Gemeindeglieder frei. 5

* Hindenburg und seine Schlachtfelder. In einem fast dreistündigen, fesselnden Lichtbildervortrag führte gestern abend Schriftsteller Foelsch⸗Rogewi aus lin ein auf⸗ merksames Publilum in die Gegenden des deutschen Vaterlandes, in denen Hindenburg den Grund zu seinem unsterblichen Ruhm gelegt hat. Der Ortsgewerbe⸗Verein und der Kauf⸗ männische Verein, die den Vortragsabend veranstaltet hat⸗ ten, konnten mit dem Erfolg zufrieden sein; denn die neue Aula wies kein leeres Plätzchen mehr auf. Der anschaulich und lebendig plaudernde Redner warf nach einer einleitenden Würdigung der Schwere des Kampfes, in dem wir stehen, und deutscher Sieges⸗ zuversicht zunächst einen Blick auf die Geschichte des in deutschen Gauen so wenig bekannten, aber so oft verkannten Stammlandes von Deutschlands Größe und führte dur omerzeiten, aus