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sprünglichkeit entwickelt. Die Frauen gehen hier nur in
lassener Würde die Kamele, die fast ganz unter der Last des werk dient zum Bau und
Das„Kolonialblatt“ boörigen der Baptistenmission in Kamerun, die aufs neue be⸗
folgende interessante Stellen:
reich unserer, leider zu wenigen und für die Folgezeit auch un⸗
steigt bei kenturm dicht. steigt beim Funkentu ichter Rauch
schwarze Soldaten und rückten mit 2⸗ bis 3000 Mann und vielen
5 Hafen, so ist die Unordnung recht groß, und der Lärm, den die Menschen machen, vereinigt sich mit dem Donner der andringenden en.
Nur von der Seeseite her ist Hodeidah offen, von allen anderen Seiten ist es von einer befestigten Mauer umringt. Die Straßen der Stadt sind regellos angelegt, und jedes Regenwetter verwandelt sie in Schmutzkanäle. Die Straßen⸗ reinigung bleibt den Geiern und den kleinen grauen Adlern überlassen, die über ber Stadt zu kreisen pflegen. Hodeidah hat zahlreiche Moscheen, aber sie sind arm und dürftig und ihre Minarette entbehren des Reizes, den diese Bauwerke in vornehmeren arabischen und türkischen Städten besitzen. Den Mittelpunkt der inneren Stadt bildet natürlich auch hier der Basar oder Suk, ein arabischer Markt, wie man ihn in allen arabischen Städten findet, ein Gewirr von zumeist engen, schmutzigen Straßen, die von Leinenfetzen oder alten Matten überspannt und mit winzig kleinen Buden eingefaßt sind, auf deren Auslagen die Waren zur Schau gestellt werden. Das gesellschaftliche Leben der Stadt spielt sich jedoch nicht auf dem Suk, sondern auf dem großen Platz ab, den man erreicht, wenn man zu dem nach Osten gelegenen, durch zwei gewaltige, aber verfallene Türme flankierten
Haupttore hinausgeht. Man sieht sich dann auf einer Art Krammarkt, wo die Bevölkerung der Stadt sich zusammen— findet, um frische Luft zu schöpfen und sich bei Karten- und Brettspielen zu unterhalten. Jeden Nachmittag um 4 pflegt die türkische Militärmusik hier ihre mehr rauschenden, als künstlerisch veredelten Weisen anzustimmen; Anfang und Schluß des Programms bildet regelmäßig die Sultans⸗ hymne. Das Leben auf diesem Platze ist interessant. Man sieht hier bunt durcheinander Beduinen, Neger, Araber, Abessynier, Hindus, Italiener, Griechen und Türken. Kaffee⸗ häuser umgeben ihn, denen es an Gästen nicht mangelt. Mitten auf dem Platze haben kleine Burschen eine Art fliegenden Handel mit Kuchen, Zuckergebäck und Zigaretten aufgeschlagen. Es fehlt ihnen an schmutzigen Bettlern, an Blinden und Lahmen, an Verstümmelten aller Art und an
Irrsinnigen nicht, selbst auch an schreckenerregenden Fa⸗
kiren nicht, von denen die französischen Reisenden einen
beobachteten, der mit Ketten belastet war und in den wider- lichsten Zuckungen sich wälzte, während ein anderer, indem
c durch die Menge schritt, allerlei schreckliche Grimassen
Im Süden und Osten ist Hodeidah von Vororten um- geben, wo das arabische Leben sich in seiner ganzen Ur⸗
dunklen Gewändern, das ganze Gesicht vom schwarzen Schleier verhüllt, der nur zwei 2 ugenlöcher frei läßt. Durch die hin und her rennenden Menschen schreiten mit ge⸗
ihnen aufgepackten Buschwerkes verschwinden. Dies Busch⸗ zur Ausbesserung der Hütten, sowie auch zum Bereiten der Nahrung. Das Klima von Hodeidah ist ungesund, besonders herrscht zu jeder Jahres⸗ zeit dort das Sumpffieber, und die am Orte ansässige fremde Bevölkerung begibt sich, um der Malaria zu ent⸗ gehen oder sich von ihr zu erholen, in der Regel ins Ge⸗ birge nach Menacha. wo ein Aufenthalt von wenigen Mo⸗ naten in der frischen Bergluft die vollkommene Herstellung bewirkt. Das ist der Ort und das ist die Welt, in die ihre kühne Fahrt jetzt die Männer von der„Emden“ geführt hat.
Uameruner misstonare in englischer Gefangenschaft.
veröffentlicht Berichte von Ange⸗
stätigen, mit welch unerhörter Rücksichtslosigkeit die Englän⸗ der nicht nur alles, was deutsch ist, zu zerstören suchen, son⸗ dern auch das Ansehen der weißen Rasse durch die Afrikaner mit Füßen treten lassen. Wir entnehmen diesen Berichten
Anfang September ließ sich das erste feindliche Kriegsschi in der Mündung des Kamerunflusses 3 5 1 englische Kanonenboot„Dwarf“. Etwa am 10. September machte es einen Versuch, Duala zu beschießen, wobei es aber in den Be⸗
zureichenden Geschütze kam, aber„Dwarf“ erhielt zwei Treffer und zog sich schnell wieder zurück, ohne uns Schaden zugefügt zu haben. Etwa am 24. September erschien ein größeres— mit drei Schloten im Kamerunbecken. Es war der Kreuzer„Chal⸗ — der am Freitag, 25. September, Duala zu beschießen
ann.
Sonntag, den 27. September, kurz vor 6 Uhr, ertönte erneut Kanonendonner. Dichter Nebel ließ nichts vom Feinde erkennen. Der kurzen Kanonade folgte eine unheimliche Stille. Gegen 9 Uhr auf, donnernd stürzt der
zusammen. Auf Anordnung der deutschen Behörde ist er gesprengt worden. Vor der Uebermacht des verbündeten Feindes
Engländer und Franzosen, denen von verräterischen Eingeborenen M
ein Weg gezeigt worden war, auf dem sie Duala auch von der Landseite angreifen konnten, mußte unsere nur geringe Truppen⸗ macht sich zurückziehen. In großen Abteilun rückten jetzt die feindlichen Truppen von der Land⸗ und Wasserseite in Dual a ein. Die Stadt wurde damit überflutet. Ein wüstes Durcheinan⸗ der, Zerstören und Plündern begann von Soldaten und Einge⸗ Porenen. Die einmal früher verbreitete Nachricht, daß die Eng⸗ länder Privatbesitz 9 erwies sich hier als unwahr, nichts wurde ges Wohl sind sie, als alles drüber und drunter ging, dem Plündern der Eingeborenen mit Waffen entgegenge⸗ treten, wobei mancher erschossen worden ist; an anderen Orten da„wie z. B. Jabassi, haben sie die Leute zum lündern und Rauben geradezu veranlaßt. Ge⸗ schäftsräume, Privatwohnungen, ja sogar Kapellen und Schulen sind geplündert und beschädigt worden. Gleich am Montag began⸗ nen die Feinde mit der Gefangennahme aller Weißen, ob sie Waf⸗ fen getragen hatten oder nicht. Männer, Frauen und Kinder, alles wurde in rücksichtslosester Weise gefangen genommen. Selbst Angehörige neutraler Sataten befanden sich unter den Gefange⸗ nen. Die im Vertrauen auf die baldige Rückkehr
weggeführten Missionare zurückgebliebenen Missionsschwestern er⸗ hielten eine schwarze Wache, ohne deren Begleitung sie keinen Schritt gehen durften. Am 29. November erhielten wir die Mit⸗ teilung, daß wir am 1. Dezember nach England transportiert werden sollten. Inzwischen hatten die Engländer eingesehen, daß sie außer Duala nur noch einige Küstenstädte mit Hilfe ihrer 4 bombardieren und besetzen konnten, daß sie aber, um der Kolonie Herr zu werden, einer starken Truppenmacht bedurf⸗ ten. Deshalb holten sie aus ihren Nachbarkolonien etwa 10 000
Maschinengewehren auch nach Buea vor, da ft annahmen, daß Buea, der Sitz des Gouverneurs, stark befestigt sei. Weil die
aber nur eine Hand voll Soldaten für Buea hatten, so war eine Verteidigung gar nicht beabsichtigt, die wenigen Sol⸗ daten sollten nur den Anmarsch des Feindes erschweren und sich dann zurückziehen, um andere Truppenteile zu verstärken. Dieser Vlan gelang auch insoweit, als unsere wenigen Leute— es sollen 150 bis 200 gewesen sein— den Feind durch ein zweistündiges Gefecht aufhielten. Am 15. November rückte der Feind in Bue a ein. Da die Missionare unter allen Umständen gern im Lande geblieben wären, machte Herr Lutz, der Leiter der Basler Mis⸗ sion, eine Eingabe an den englischen General in Duala, in der er sagte, er könne doch nicht glauben, daß das christliche England den Missionen eine schlimmere Behandlung zuteil werden lasse,
tend. Aber von Duala kam die Antwort, kein Deutscher dürfe in Buea bleiben, nicht einmal Missionar Bender. Als wir am Bahnhof Soppe anlangten, kam ein trauriger Zug an: die Ver⸗ triebenen aus Buea, unter der Bewachung von süwarzen Sol⸗ daten mit aufgepflanztem Bajonett! 3
Wenn wir alle unsere Erfahrungen zusammenfassen, so müssen wir sagen: die Engländer wollen die Kolonie auf jede Art und Weise wirtschaftlich ruinieren. Ja, das reiche England schämt sich nicht, allen das Geld bis auf im günstigsten Falle 100 Mark pro Person abzunehmen. Jede Arbeit ruht, die Entwickelung für die Zukunft ist untergraben. Der Respekt vor dem Weißen ist dahin, die Neger haben sie bekriegen und ihnen befehlen dürfen, man hat uns als Gefangene gesehen. Unsere Gemeinden sind ohne Missionare in den Händen von schwarzen Gehilfen und werden es schwer haben, durchzukommen, denn nicht einmal die Mis⸗ sionsarbeit hat das christliche England geschont.
Einer der ersten Orte, auf welchen die Engländer ihr Augen⸗ merk richteten, war Jabassi. Es entspann sich dort ein heftiges Gefecht, bei dem es jedoch der nur etwa 300 Mann starken deut⸗ schen Schutztruppe unter Führung von Hauptmann Oaedicke gelang, die Engländer zurückzuschlagen. Annähernd 150 Farbige und Engländer sollen dabei auf feindlicher Seite gefallen sein, während von der deutschen Truppe nur 5 farbige Soldaten— 2 davon beim Kentern eines Bootes— den Tod fanden. Am Tage darauf wurde die Kanonade auf Jabassi aufs neue eröffnet, diesmal mit solcher Heftigkeit, daß die deutsche Truppe, welche keine Kanonen, sondern nur Maschinengewehre besaß, vor den feindlichen Granaten nicht stand halten konnte und sich von Ja⸗ bassi zurückziehen mußte. Hierdurch wurde den Engländern auch der Weg nach Nyamtang frei.
Es war am 6. November, als während des Mittagessens einer unserer Zöglinge uns meldete, daß englische Soldaten sich auf dem Hofe herumschlichen. Wir begaben uns sofort alle auf die vordere Veranda. Kaum hatten die Soldaten uns bemerkt, als etliche auch schon ihre Gewehre auf uns anlegten. Andere zerrten und stießen uns in Gegenwart von Eingeborenen die Treppe hinunter und wangen uns, ohne Bedeckung in den glühenden Strahlen der
ittagssonne zu stehen und zuzusehen, wie verschiedene Soldaten durch die Zimmer gingen und alles Greifbare an Geld, Uhren und anderen Wertsachen in ihre Rucksäcke wandern ließen. Als Hald darauf ein Oberst mit anderen Offizieren erschien und ich mein Befremden darüber äußerte, daß Engländer eine Missionsstation in solcher Weise überfallen, sowie mich über die schmachvolle Be⸗ handlung von seiten englischer Soldaten beschwerte, erhielt ich zur Antwort:„Krieg ist Krieg.“ Auf unsern Hinweis, daß wir amerikanische Bürger seien, erwiderte uns der Oberst, daß er strenge Weisung habe, alle Weißen, ohne Ausnahme, gefangen zu nehmen und somit auch wir bis zum nächsten Morgen zur Abfahrt bereit sein mußten. Unser Vieh sowie unser Proviantbestand, zu⸗ sammen im Werte von etwa 1100 Mark, wurde requixiert. Als ich eine Quittung darüber forderte, sagte man mir, daß ich sie am nächsten Morgen bekommen würde; ich habe sie jedoch trotz aller meiner Bemühungen bis heute nicht erhalten. In Duala gab mir ein Offizier, als ich ihn auf unsern Verlust aufmerksam machte, zur Antwort, ich solle froh sein, überhaupt etwas gerettet zu haben.
Bemerken möchte ich noch, daß die Engländer schon bald nach ihrer Ankunft in Nyamtang verschiedentlich andeuteten, während der Reise dahin am Wege verschiedene Leichen von Ein⸗ geborenen gesehen zu haben; sie hoben hervor, daß man es nicht verstehe, wie deutsche Soldaten harmlose Eingeborene nieder⸗ schießen könnten. Auf der Reise nach Jabassi kam der uns be⸗ gleitende 8 wieder auf die„Grausamkeiten“ der deutschen Truppen zu sprechen. Ich machte ihn darauf aufmerksam, daß es noch keineswegs erwiesen sei, wer die Ein⸗ eborenen erschossen habe, falls es aber von deutscher Seite ge⸗ 9— sein sollte, so könne es sich nur um Schwarze gehandelt haben, tweder sich weigerten, Lasten zu tragen, oder die beim Truppentransport versucht hätten, zu fl Unter gleichen Verhältnissen würden die Engländer ebenso ge lt haben; das sei doch noch keine Grausamkeit. Der Gegenstand wurde dann auf der Reise nicht weiter berührt. Erst nachdem wir in Duala ange⸗ kommen waren, wurde ich vor das Oberkommando geladen und aufgefordert, etwas über die„Grausamkeiten“ der Deutschen nieder⸗ zuschreiben. Ich weigerte mich und wurde entlassen. Bald erfolgte eine zweite Vorladung. Wieder kam dieselbe Zumutung. Nachdem ich mich bereit erklärt hatte, zu schreiben was ich gesehen habe, konnte ich wieder gehen. Der Inhalt meiner Niederschrift, die ich dann einreichte, handelte von der schamlosen Behandlung, welche uns und anderen Missionaren zuteil geworden war. Hierauf wurde ich wieder vorgeladen und scharf verwarnt, denn meine Aufzeich⸗ nungen seien eine Anklage der englischen und französischen Sol⸗ daten und eine Verdächtigung des gesamten Kommandos. Man batte aber den traurigen Mut, noch einen Schritt r e und mir in Aussicht zu stellen, am nächsten Tage aus der r entlassen zu werden, wenn ich ihren Wunsch erfüllte und einen Bericht über„Grausamkeiten, verübt von deutschen Truppen“, ihnen zusenden würde! Selbst⸗ verständlich konnte ich das nicht tun. Unter der Beschuldigung, ich hätte als amerikanischer Bürger die Neutralität verletzt und die deutsche Regierung in ihren Zielen unterstützt, sind dann meine au und ich als Kriegsgefangene nach England gebracht worden. löst noch dort begründete man mein Festhalten durch Neutrali⸗ tätsverletzung. Zum Glück wurde ich aber als ordinierter Missio⸗ nar endlich freigegeben und nach Deutschland entlassen.
Das traurige Ereignis für uns während der Zeit unserer Kriegsgefangenschaft war das Abscheiden der Frau Missionar
ärtens. Wir mußten s aer gc erfahren, daß die Engländer sogar kranke Frauen als Kriegsgefangene behandeln.
An Bord des englischen Dampfers„Bathurst“ wurden die Missionare um Mitternacht geweckt und nach Geld untersucht. Dem Missionar Märtens wurden 200 Mark weggenommen. Nur 25 Pfennig hatte man ihm gelassen! Die ersten zwei Tage be⸗ kamen wir gar nichts zu essen. Am dritten Tage wurde etwas Proviant verteilt, doch so, daß man nicht satt wurde. Ein Herr bekam ein Glas gemahlenen Pfeffer, einzelne ein Stück Seife und viele andere ungenießbare Ware. Am vierten Tage erhielt jeder zwei Stück Schiffszwieback— zusammen etwa/ Pfund— und einen Salzhering, und damit mußte man einen auskommen. Eine Emailleschüssel diente 22 Personen als Eß⸗, Wasch⸗ und Auf⸗ waschschüssel. Bald waren unter diesen Verhältnissen 18 Per⸗ sonen erkrankt.— In Lagos hatten die Engländer aus Furcht vor den Deutschen die Häuser 2 mit Sandsäcken verbarrikadiert; Kanonen, von schwarzen und weißen Soldaten bedient, waren zum Schutz aufgestell. Auch an der Goldküste wurden die Damen und Kinder auf großen schmutzigen Lastautos unter Bewerfen mit Steinen, Bespeien usw. seitens der Eingeborenen fortgebracht.
Aus Stadt und Cand. Gießen, 8. Februar 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen.
(Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Einj.-Gefr. Hermann Küchler, Res.-Ins.⸗Rgt. 221, aus Ossenbach a. M.— Gardist Hermann Reifschneider, Inf. Ngt. 115, aus Offenbach a. M.— Musk. Johs. Lohmann, Inf.⸗Rgt. 117, aus Mörstadt.— Kriegsfreiw. r Heinr. Altvater, Pionierbat. 21, aus Darmstadt.— Musketier Ludw. Midinet, Inf-Agt. 168, aus Darmstadt.— Ersatz⸗Res. Dietrich Eisenach, Res.-Inf.⸗Rgt. 116, aus Eisa. *
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Ritter des Eisernen Kreuzes: Leutn. d. R. und Ko ieführer Fr. Schmalz aus Gießen, Res.⸗ Inf.⸗Regt 222. Stabsveterinär Dr. Zürn aus Wetzlar, Fu 3 3. Feldw. Ott aus Wetzlar, Landst.⸗Ersatz⸗ Bat. Wetzlar, früher Inf.⸗Regt. 87. Vizefeldw.(Lehrer) Franz Mockewitz aus Wetzlar, Res.⸗Inf.⸗Regt. 71. hrm. Heinrich Hofmann aus Burgsolms, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81. Uffz. d. R. Karl Eichenauer aus Naunheim, Inf. ⸗Regt. 83. Unterarzt Edi Spengler, 26. Res.⸗Armeekorps.
Feldw. Lenz aus Butzbach, Inf.-Regt. 168. Gefr. Fritz Bauer aus Darmstadt, Leibgarde⸗Inf.⸗Regt. 115. Leutn. Forstasß Kern aus Bad⸗Nauheim, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222.
eutn. d. R. Berck aus Bad⸗Nauheim, Inf.⸗ 168. Res. Konrad Mull aus Hopfgarten, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. Feld⸗ webelleutn. d. R. im Res.⸗Inf.⸗Regt. 10 Ludwig Müller aus Offenbach. Wehrmann Bernhard Oberle aus Offen⸗ bach, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. Uffz. Josef Weyer aus Nieder⸗ zeuzheim. Res. Anton Bau sch aus Oberzeuzheim. Gefr. Langschied aus Birlenbach, Inf.⸗Regt. 87. Lehrer Karl Schmidt aus Hahnstätten, Uffz. im Ersatz⸗Bat. 50. Feldw. Alex Loos aus Diez.
Pfundbriefe nach dem Feldheer. Feld post⸗ briefe nach dem Feldheer im Gewicht über 250 g bis 500 g werden bis auf weiteres für unbeschränkte Zeit zugelassen. Die Gebühr beträgt 20 Pfg.
Von der hiesigen Organisation des Roten Kreuzes wurden im Januar folgende Wollsachen an Soldaten frisch ins Feld rückender bezw. hier durchkommen⸗ der Truppenteile abgegeben: 335 Paar wollene Strümpfe, 93 Kniewärmer, 60 Pulswärmer, 39 Leibbinden, 74 wollene Halsbinden und Tücher. 138 Paar Handschuhe, 12 Brust⸗ schützer, 22 Ohrenschützer, 4 Kopfschützer, 75 Unterhosen, 1 Unterjacke, 75 wollene Hemden, 3 pelzgefütterte Woll⸗ westen, 33 wasserdichte Aermelwesten, 14 Wämse, 358 Woll⸗ decken. Auch die ausgerückte Land sturmkompagnie wurde vollständig mit Wolldecken versorgt.
„ Als ältester Beamter der Großh. Hess.(25.) Division ist der Oberzahlmeister Becker, 3. Batl. Inf⸗Rgts. Kaiser Wilhelm Nr. 118, ausgerückt. Er dient 31 Jahre ununter⸗ brochen in der Hess. Division. Er ist Ritter des Eisernen Kreuzes und des Hessischen Philippsordens. Seit 1902 gehört er dem 3. Batl. Inf.⸗Rgts. 116 an.
Postuachricht. Als Einzahlungskurse gelten: nach den Niederlanden 100 Gulden= 187 Mk., nach Dänemark, Norwegen und Schweden 100 Kronen= 116 Mark.
* Vom Reichskursbuch erscheint eine neue Aus gabe Anfang März zum Preise von 2 Mt. 50 Pfg. Bestellungen nehmen sämtliche Postanstalten und Buchhandlungen entgegen. Der Postbezug für 4 aufeinander folgende Ausgaben ist zurzeit
aufgehoben. Kreis Friedberg.
Butz bach, 6. Febr. In der Gemeinderatssitzun vom 5. Februar kam die Rechnung der Stadt Bus bach für 1913 zur Verlosung. Sie schließt ab mit einer Einnahme von 252 500,47 Mk. und einer Ausgabe von 206 902,90 Mk., so daß ein Kassevorrat von 45 597,57 Mk. vorhanden ist. Von diesem Kassevorrat sind noch 26 466,25 Mk. als Kapitaltilgung zu ver⸗ wenden, die aber 1 zur Bestreitung von Kosten für Kriegs⸗ zwecke zurückbehalten un verzinslich ausgeliehen worden sind. Da gegen die verlesene Rechnung keine Einwendungen erhoben wurde, so wurde dem Stadtrechner Bayersdorf Entlastung erteilt. — Die festgesetzten Zahltage, Dienstags und Freitags, sollen bei⸗ behalten werden.— Die Jagd wäre in diesem Jahre neu zu verpachten. Die bisherige Jagdgesellschaft hat sich bereit erklärt, die Jagdpacht noch auf 2 Jahre zu verlängern zum jährlich. Pacht⸗ preise von 1000 Mark. Der Finanzausschuß schlägt dem Ge⸗ meinderat vor, das Anerbieten der Jagdgesellschaft zu berück⸗ sichtigen, da 23 des Krieges eine Neuverpachtung nicht 5—.— erscheine. Der inderat stimmte dem Antrage des nz⸗ ausschusses zu.— Das ehemalige Pulverhäuschen, zuletzt Unter⸗ kunftshäuschen auf der Steinkaute, war vor einigen Jahren durch Brand zerstört worden. Infolge der Feldbereinigung mußte der Wiederaufbau zurückgestellt werden. Der nun vorliegende Bau⸗ plan soll der Brandversicherungskammer zur Begutachtung und Genehmigung übersandt werden.— Als erständige für die Prüfung und Enteignung von Frucht⸗ und Mehlvorräten wurden sewählt: Beigeordneter Heil, Jean Sauerbier IV., Christoph
ießler und Christoph Wendel. 8
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 7 Jebr. Die Großherzogliche Regierung hat das ehemalige Bahnhofsgelände nördlich und südlich Allee zur unentgeltlichen Benützung zur Verfü⸗
ung gestellt. Das ziemlich große Gelände wird nach einer Mittelung der Bürgermeisterei zur landwirtschaftlichen Benutzu in Teilstücken(Losen) von verschiedenem Flächeninhalt auf Grund besonderer Bedingungen überwiesen. Es kann unentgeltlich (pachtfrei) bis zur Dauer von drei Jahren überwiesen werden.
n. Ofsenbach, 6. Febr. Die hiesige Volksschullehrer⸗ schaft hat bis jetzt den Gesamtbetrag von über Mark 12000 ugunsten der Kriegsfürsorge aufgebracht, wobei die von . außerhalb der Organisation gestisteten Beträge nicht eingerechnet sind. Von dem Offenbacher Bezirksverein des hessi⸗ schen Landeslehrervereins sind jetzt dem Verein für Sanitäts- hunde wiederum 200 Mk. überwiesen worden.
5 Kreis Wetzlar.
J. Krofdorf, 8. Febr. In diesem Winter sind es 50 Jahre, daß der Landwirt Philip p agner von hier der Beschästi⸗ gung als Holzhauer nachgeht. Seit vielen Jahren versieht er den Posten als Holzhauermeister. Schon oft setzte er seine Vor⸗ gesetzten durch seine ungewöhnliche Rechenkunst in Erstaunen.
5 Hiessen⸗Kassau 45 ch. Geisenheim, 7. Febr. Nach langem schweren Leiden verschied hier im Alter von erst 36 Jahren der Weinbauinspektor Joseph Fischer, Weinbaulehrer an der Kgl. Lehranstalt für Wein⸗, N e e geen e ge. Hanau, 7. r. In der heu wirtschaftlichen Kreisvereins Hanau i bechlsfen worden, in einer an die Landwirtschaftskammer und an die b zu richtenden Eingabe um Festsetzung von Höchstpreisen alle Futtermittel, +— auch für Mehl, sowie um agnahme der vorhandenen Gerstenvorräte zu bitten. Nach einer Bekanntmachung des
X Hanau, 5. Febr. Magistrats ist in der Stadt Hanau in der Zeit vom 12. bis ein⸗ as Kuchenbacken
schließlich 17. Februar, also zur Fastnachtszeit, verboten. Dieses Verbot erstreckt sich nicht nur auf die Bäckereien und Konditoreien, sondern auch auf die Haushaltungen.
Gerichi aal.
Der Künstlername des Schauspielers.
Ein äußerst interessanter Rechtsstreit um die Frage, ob ein Künstler(Schauspieler oder dergleichen) als. (Künstlernamen) einen beliebigen anderen 5 namen benutzen darf, bezw ob ein Träger dieses Fami⸗ liennamens berechtigt ist, dem Künstler den Gebrauch dieses Decknamens N zu lassen, hat kürzlich das
richt beschäftigt. Es um fol:
Reichs ge gendes: Ber Scheufpfeker Fritz Diamant in Charlotten⸗
usübun,
ells 0 hat t dem
amen Delius drucken lassen. Seine Bühnenverträge unterzeichnet er mit beiden Namen, während er den Behörden 1 nur seinen 4 25 Familiennamen Diamant gebraucht, da ihm eine 2.— zur Führung des Namens Delius nicht er⸗ teilt ist. noper fühlt sich dadurch, daß Diamant den Namen Delius als Decknamen gebraucht, in seinen Interessen verletzt; er behauptet, es könne ihm nicht gleichgültig Dritter sich seinen Familiennamen beilege. Er hat deshalb Diamant auf Grund des§ 12 Bürgerlichen Gesetzbuchs K
amens
auf
als sie von den Heiden zu gewärtigen hätte. Missionar Bender machte außerdem seine Ausprüche als amerikanischer Bürger gel⸗
1
e 1 Lucius aus Usenborn. Wilh. Appel aus Nieder⸗Mockstadt. Landwirtschaftslehrer Dr.
erhoben mit dem Antrage, die hrung des N in jeder Form, sowohl innerhalb irnstl im bürgerlichen Leben, mindestens r außer in
Lung aus Alsfeld, Off.⸗Stellv. im Inf.⸗Regt. 116. San-
der breiten
seime Regierungsrat Fritz Delius in Han⸗
ein, wenn irgend ein beliebiger
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