Ausgabe 
(8.2.1915) 32. Erstes Blatt
Seite
48
 
Einzelbild herunterladen

f

N

f 5 g 5 2 N . c

J

n

CCC

5 von Ibn Reschid

Das n

Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte.

Wien, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart 6. Febr. 1915: An der ganzen Karpathenfront und in der Bukowina dauern die Kämpfe an.

Die Situation in Polen und Westgalizien ist un⸗ verändert. Ein russischer Nachtangriff bei Kopuczno wurde ubgewiesen. 8.

Am südlichen Kriegsschauplatz hat sich in der letzten Zeit nichts Wesentliches ereignet..

Der Stellvertreter fs des Generalstabes v. Höfer, Feldm alleutnant.

Wien. 7. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 7. Febr. mittags. Die Lage in Russisch⸗ Polen und Westgalizien ist unverändert.

An der Karpathenfront wird heftig gekämpft.

In der füdlichen Bukowina sind unsere Truppen in erfolgreichem Vordringen. die Russen in vollem Rückzuge. 1200 Gefangene eie gemacht und zahlreiches Kriegsmaterial erbeutet. Nachmittags zogen unter dem Jubel der Bevölkerung eigene Truppen in Kim polung ein. 5

Auf dem südlichen Kriegsschauplatz keine Ver⸗ änderung.. 5

In der Adria hatte ein Luftangriff unserer bra⸗ ven Flieger auf französische Transporte guten Er⸗

folg. Durch Bombenwürfe wurden mehrere Treffer erzielt.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Der amtliche russische Bericht.

Petersburg, 7. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Großen Generalstabs vom 6. Februar: In O st⸗ preußen nahmen die Kämpfe im Tale der Inster und Szeszuppe einen erbitterterten Charakter an. Auf der Schlacht⸗

nt am linken Weichselufer war sehr heftiges Artilleriefeuer. roß der Gegenangriffe der Deutschen setzten sich unsere Truppen nicht nur auf dem linken Ufer der Bzura nahe ihrer Mündung fest, sondern sie gingen auch später zum Angriff über und be⸗

mächtigten sich eines sehr bedeutenden feindlichen Stützpunktes im

Norden des Dorfes Vitkowidze Nahe dem Gute Borzymow haben wir auf einem beträchtlichen Abschnitt die deutsche Schützengraben⸗ linie genommen und uns eines Teiles der Gräben zweiter Linie bemächtigt. Im Gebiete von Borzymow hat der Feind drei erfolg⸗ lose Angriffe unternommen. Demonstrative Angriffe des Feindes in der Gegend zwischen Malogostsche und Chenchny sowie in der Gegend der oberen Weichsel nahe Chaoli⸗Bogovitze und in Galizien südlich von Tschenjkowitze wurden ohne Schwierigkeit abgewiesen. In den Karpathen wurden erbitterte Kämpfe im Nor⸗ den der Linie Zboro⸗Stroko⸗Meso und N geliefert, wo wir weiter fortschreiten. Im Gebiete der Beskiden pässe wurde die feindliche Offensive beeinträchtigt. In den Stellungen am Wyschkoff⸗Paß und auf den Straßen nach Madvorno wiesen wir kräftig alle feindlichen Angriffe zurück. Die Kämpfe im Kaukasus.

Konstantinopel, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kaukasus eingetroffene Nachrichten besagen, daß eine aus Angehörigen verschiedener Stämme zusammen⸗ gesetzte türkische Kolonne, die in der Richtung von El Artawin in der Nähe von Schylan nördlich von Korn a auf Rekognoszierung ausgezogen war, einen Zusammen⸗ stoß mit feindlicher Kavallerie hatte, die nach

großen Verlusten genötigt wurde, sich in Unordnung zurück⸗

2 510 Der Feind räumte die Stellungen und zieht sich

ndig gegen Süden zurück. Die Zahl der Stämme, die

sich der türkischen Armee anschließen, wächst von Tag zu

Tag. Die arabischen Streitkräfte unter dem Kommando sind auf dem Kriegsschauplatz eingetroffen. Cholera in Petersburg.

Hamburg, 7. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Wie den Hamburger Nachrichten über Stockholm aus Peters⸗

burg berichtet wird, ist dort eine Choleraepidemie ausgebrochen, die täglich rasende Fortschritte macht.

Schon sind sehr viele Todesfälle zu verzeichnen. Hungersnot in Odessa.

Odessa, 6. Febr.(WWB. Nichtamtlich.) In Odessa herrscht große Not an Nahrungsmitteln. Infolge Ueberlastung der Eisenbahnen und des Fehlens von Waggons ist die Zufuhr von Getreide auf ein Minimum er

0 beschloß, täglich 40 Waggons zur Linderung der Not zu stellen.

Aus der russischen Duma. a

Petersburg, 6. Febr. WTB Nichtamtlich.) Im Budget⸗ ausschuß der Duma beklagte sich der Referent Ratkow Rasch⸗ nom darüber, daß die Zinsen für die kurzfristigen Schatzanweisun⸗ * nicht im Budget eingestellt sind. Der Direktor der Kredit⸗ anzlei erwiderte, daß sich die Einstellung erübrige, da die Schatz⸗ anweisungen in eine konsolidierte Anleihe verwandelt werden sollen, zu deren Summe auch die Zinsen gerechnet werden. Der Abge⸗ ordnete Teschemoswitow brachte zur Sprache, daß bei der Ver⸗ haftung von fünf sozialdemokratischen Abgeord⸗ neten eine ganze Reihe von Ungesetzlichkeiten verübt worden seien. Der Gehilfe des Justizministeriums Werjowkin erwiderte darauf mit einer verlegenen Handbewegung:Was kann ich san sagen? Die sozialdemokratischen Abgeordneten befinden in Untersuchungshaft.

Die Türken am Suezkanal.

Konstantinopel, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Große Generalstab meldet: Unsere Vorhuten sind in den Gegenden östlich des Suez⸗Kanals angekommen und haben die englischen Vorposten gegen den Kanal zu⸗ rückgedrängt. Bei dieser Gelegenheit fanden Kümpfe in Umgegend von Ismailia und Kantara statt, die noch andauern.

* 6*

Wechsel im österreichisch⸗ungarischen Finanzministerium. Wien 7. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Offiziös wird

gemeldet: Der bereits angekündigte Rücktritt des gemein⸗

samen Finanzministers Ritter v. Bilinski ist erfolgt. Zu seinem Nachfolger ist der frühere Ministerpräsident Ernst

v. Körber ernannt worden, der in den nächsten Tagen vom

Kaiser vereidigt werden wird.

Eine bulgarische Anleihe bei deutschen, österreichischen

und ungarischen Banken.

Sofia. 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) DieAgence Bulgare meldet: Das Syndikat deutscher, österreichischer und ungarischer Banken, das mit der bulgarischen Regie⸗ rung einen Vertrag auf Gewährung einer Anleihe im Betrage von 500 Millionen Franks abgeschlossen hat, beschloß in Anbetracht der gegenwärtigen Verhältnisse des Geldmarktes, welche die Durchführung der Anleihe nicht gestatten, Bulgarien, damit das bulgarische Schatzamt sich nicht in Verlegenheit befinde, auf diese An⸗ leihe gegen al pari aufgenommene Schatzbons einen Vor⸗ schuß von 150 Millionen Franks zu Prozent Zinsen zu gewähren, wovon 75 Millionen im Augenblick der

Unterzeichnung der Vereinbarung, der Rest in Teilbeträgen von 10 Millionen alle 14 Tage vom 9. März bezw. 1. April angefangen, zu zahlen sind. Es handelt sich um eine rein finanzielle Operation. Das Abkommen wird der See nicht unterbreitet werden. Wenn ein Teil des Vorschuß⸗ betrages in Verwahrung der Banken bleibt, werden diese der bulgarischen Regierung für den betreffenden Betrag gleichfalls Prozent Zinsen gutschreiben.

Staatssekretär v. Jagow über die Neutralität

der Schweiz.

Bern, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Vertreter desBerner Bund, Stegemann, wurde in Berlin von dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, von Jagow, empfangen, der sich in liebenswürdiger Weise über die deutsch⸗schweizerischen Beziehungen äußerte. Wie Jagow sagte, hat die streng neutrale Haltung der Schweiz in Deutschland den günstigsten Eindruck gemacht. Der Staats⸗ sekretär sagte weiter:

Die Schweiz hält ihre Haltung, welche sie schon vor dem Kriege in der Politik betätigt hat, unter den schwierigsten Um⸗ ständen klug und tatkräftig aufrecht. Man wird dem Schweizer Bundesrat die höchste Anerkennung zollen müssen, daß er es ver⸗ standen hat, die Lebensinteressen der Schweiz mit diesem Stand⸗ punkt zu vereinigen. Die deutsche Regierung wie das deutsche Volt sind von freundschaftlichen Gefühlen für dieses Land erfüllt. Wir haben an einer neutralen, selbständigen und wehrhaften Schweiz ein sehr lebhaftes Interesse und sind auch gewillt, die Be⸗ ziehungen in diesen schweren Zeiten tunlichst zu pflegen, besonders auch auf wirtschaftlichem Gebiete. Naturgemäß erleiden die Han⸗ delsbeziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz durch den Krieg gewisse Störungen und Einschränkungen. Wir waren aber von vornherein der Auffassung, daß die Schweiz, die in ihrer Binnenlandstellung zwischen den kriegführenden Nationen einge⸗ bettet ist, der Zufuhr bedarf und alles erhalten muß, was sie zum Leben braucht. Deutschland hat deshalb z. B. soviel es konnte zur Aufrechterhaltung der Kohlenausfuhr getan, und es hat auch nicht versäumt, der Schweiz das Getreide zukommen zu lassen, das für sie noch in Mannheim eingelagert war. Ganz besonders hob der Staatssekretär noch die humanitäre und charitative Tätigkeit der Schweiz hervor, wodurch sie sich in diesem Kriege die Dankbarkeit aller kriegführenden Parteien gesichert habe. Schließlich erklärte der Staatssekretär, daß ein wahrhaft neutrales Land, wie es die Schweiz dank der weisen Leitung des Staates und der Grundstim⸗ mung ihrer Bevölkerung sei, nicht nur ein Recht auf vollkommene Respektierung habe, sondern daß die S iz zweifellos auch die Kraft besitze, als lebendiges Staatsgebilde ihre besondere Auf⸗ gabe und ihre friedliche Mission im Schoße Europas zu erfüllen.

Stegemann hatte noch Gelegenheit, mit dem Reichs⸗ kanzler zu sprechen, der sich in gleichem Sinne äußerte.

Eine Wehrstener in der Schweiz.

Bern, 7. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Zur Deckung eines Teiles der Kosten des Truppenaufgebots während des Krieges hat der Bundesrat die Aufnahme eines neuen Verfassungsartikels beantragt, durch den der Bund befugt wird, eine einmalige direkte Kriegs⸗ steuer auf Vermögen und Erwerb zu erheben. Vermögen unter 10000 Franken und Erwerb bis zu 2500 Franken bleiben steuerfrei. Für Witwen und Waisen kann das steuer⸗ freie Vermögen erhöht werden. Der Steuersatz bei natür⸗ lichen Personen ist progressiv von 1 bis 15 pro Tausend des ee ½ bis 8 pro Hundert des Reinerwerbs. Bei Aktien⸗ und Kommanditgesellschaften beträgt der Steuersatz nach der Dividende 2 bis 10 pro Tausend des eingezahl⸗ ten Aktienkapitals, des Reservefonds und anderer Rück⸗ e sowie pro Tausend des nicht eingezahlten Aktienkapitals. Bei Genossenschaften beträgt der Steuer⸗ satz 3 pro Hundert des Reinertrags. Der unterliegt der Abstimmung des Volkes und der Stände.

4000 deutsche Kriegsgefangene in Marokto.

Paris, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der Temps berichtet, befinden sich seit dem 1. Februar 4000 deutsche Kriegsgefangene in Marokko und sind in Abteilungen von 100 bis 300 in den Gebieten der Schania Dukkala untergebracht.(2000 in dem Bezirk von Rabat, 1500 im Bezirk Fez und 500 im Bezirk Mekines.) Sie erhalten denselben Sold wie die französischen Soldaten, dazu einen Zuschlag von 20 C. für jeden Arbeitstag. Die Gefangenen werden zu Straßen- und Erdarbeiten 3 Die Disziplin ist sehr gut und der Gesundheitszustand gut. Kundgebung englischer Sozialisten. London, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Eine A bekannte Sozi a 110. en darunter Hyndman und Thorne, veröffentlichten eine Kund⸗ gerung in welcher sie erklären, die gesamte Organisation der Arbeiterklasse Großbritanniens erkenne an, daß der Krieg fortdauern müsse, bis die von Preußen hende Bedrohung des Friedens und der Freiheit beseitigt ei. Der Friede sei weder erwünscht, noch überhaupt zu erörtern, ehe Belgien und Frankreich völlig befreit seien.

Aus Südafrita. Pretoria, 7. Febr.(WTB Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Deutschen griffen Kako⸗ mas an, wurden aber mit einem Verlust von neum Toten und 22 Verwundeten E Die britischen Ver⸗ luste betragen einen Toten und zwei Verwundete.(Wie die englisch⸗füdafrikanischen Verlustangaben zu bewerten sind, ist hinlänglich bekannt.) London, 6. Febr.(WDB. Nichtamtlich.) DieTimes meldet aus Kapstadt: Die Uebergabe Kemps und die jeden Augenblick zu erwartende(7) Uebergabe Maritz' sind politisch und strategisch sehr wichtig, da man immer einen An⸗ griff von jenseits der Grenze befürchten mußte und die Re⸗ gierung deshalb nicht ihre ganze Kraft auf das Hauptziel des Feldzuges richten konnte. Kemp und Maritz verfügten über ungefähr 1200 bis 1500 Buren. Bei Kemps Kommando be⸗ fand sich van Rendsburg, der großen Einfluß besaß und einen beträchtlichen Teil der Verantwortung für den Aus⸗ bruch der Erhebung trägt.(Anm.: Die Richtigkeit all dieser Reutermeldungen läßt sich von hier aus natürlich in keiner Weise nachprüfen.)

London, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet aus Kapstadt vom 4. Februar: Kemp, Maritz und Devilliers kamen unter dem Schutz der weißen Flagge am 30. Januar nach Upington. Das bnis der Besprechungen war, daß sich Hemp, 40 andere Offi⸗ ziere und 517 Rannergaben. Die Kriegsgefangenen sind meist aus Transvaal und dem Freistaat. Kemp ist krank und wurde ins Lazarett geschafft.

us dem Reiche.

Der Reichstag. Berlin, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Reichs⸗ präsident Dr. Kaemps erläßt folgende Bekanntmachung: Die Plenarsitzung des Reichstages findet am

10. März um 2 Uhr nachmittags statt. Den Gegenstand der Beratung teile ich demnächst mit. N

undesbeschluß gef

Die kommende neue Kriegsanleihe. f

Berlin, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) üglich der Ausgabe einer neuen Kriegsanleihe a maßgebender Stelle, daß über den Zeitpunkt noch nichts Genaues feststeht. Seit langem war bekannt, daß sie für das Frühjahr und vielleicht schon im März erwarten sei. In den letzten Tagen scheinen aber Spekulanten das Bevor⸗ stehen der Anleiheausgabe durch Umtauschoperationen aus⸗ nützen zu wollen, obgleich der Emissionspreis der neuen Anleihe noch nicht feststeht und es daher recht fraglich er⸗ scheint, ob Verkäufe in der ersten Kriegsanleihe den erhofften Nutzen bringen werden. Andererseits. das patriotische 93 in der jetzigen ernsten Zeit davon abhalten, durch spekulative Verkäufe den Kurs der Kriegsanleihe herabzu⸗ drücken. Es müßte einen 9 Eindruck im Auslande hervorrufen, wenn durch das Verschulden einiger Gewinn⸗ suhreßf 75 Kurs der Kriegsanleihe eine Abschwüchung er⸗ ahren sollte.

Eine neue Verordnung 1 5 Verkehr mit Getreide 1 ehl.

Berlin, 6. Febr.(WTB. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrates wurde der Verordnung wegen der Aenderung der Bekanntmachung über die Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl die Zustimmung erteilt, ferner wurde beschlossen, den Kommunalver⸗ bänden die Befugnis zu verleihen, ihre 8 zur Anzeige der Vorräte zu ichten, die bei der Erhebung durch das Reich am 1. Februar 1915 nicht erfaßt worden sind, weil sie unter einem Doppelzentner verblieben. Die Kommunalverbände können dann diese Vor⸗ räte sichübereignenlassen, soweitsie bei dem einzelnen Besitzer 25 Kilogrammübersteigen. Hierdurch werden die Kommunalverbände in den Stand ge⸗ etzt, aus privaten Haushaltungen, die fie überreichlich mit

ehl eindeckten, noch hl der Allg heit zuzuführen.

Ein Aufruf für Motorbootfahrer.

Berlin, 8. Febr. In einem Aufruf des Kommandan⸗ ten des Freiwilligen Motorbootkorps, des Vize⸗ admirals Aschenborn, wird an alle Besitzer von kräftigen Motorbooten die Bitte gerichtet, ihre Boote und auch sich selbst, die nicht mehr militärpflichtigen Wassersportleute, Be⸗ rufsseesoldaten, dem Vaterland zur Verfügung zu stellen.

Berlin, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die Groß⸗ Berliner Gemeinden beabsichtigen, Brotkarten

Familienkarten, einzuführen, wobei die Absicht best Freizügigkeit innerhalb des Großberliner Gebietes Einkäufe nicht einzuschränken. Zur Erreichung des sichtigten Zweckes sollen eine strenge Kontrolle und Straf⸗ borschriften erlassen werden. Vor dem endgültigen Inkraft⸗ treten der Einrichtung der Brotkarten wird der Bevöl 2 Zeit gelassen, um sich in das System der Brot⸗ arten, die den Einzelnen zugesandt werden, einzuleben. Berlin, 8. Febr. Ueber die geschäftliche Behandlung des preußischen Voranschlags sagt derBor⸗ wärts: Die eigentliche Generaldebatte ist nicht schon am Dienstag, wo nur die Sozialdemokraten eine Erklärung ab⸗ Den werden, sondern bei der zweiten Lesung des Etats des taatsministeriums am 15. Februar zu erwarten. Hierbei soll über die mit dem Kriege zusammenhängenden Fragen gesprochen werden. Eichstätt, 6. Febr.(WWB. Nichtamtlich.) Bei der strigen Reichstagsersatzwahl in dem bapyerischen

und zwar in der Form als Einzelkarten,. d 5 e 1 die beab⸗

Wahlkreis Eichstätt wurde Freiherr v. Frankenstein (Zentrum) mit 6678 Stimmen gewählt; 37 Stimmen waren

zersplittert. 2 5 Deutsche Kolonien. Die Deutsche Kolonialgesellschaft

erläßt einen von ihrem Präsidenten, dem Joh

Albrecht zu Mecklenburg, unterzeichneten feierlichen Pro⸗ test gegen das Vorgehen der länder und sen in den deutschen Kolonien, das das ganze europäische Kulturwerk in Afrika zu zerstören geeignet sei. Die Aus Krieges auf

des die gegen europäische Angriffe nicht geschützten deutschen afri⸗ kanischen Kolonien sei in keiner Weise durch das geboten, und die

Zerstörung europäischer Kulturarbeit in Afrika durch andere europäis

e Völker könne das

Ergebnis des Weltkrieges nicht beeinflussen. Aber die Wirkung davon, daß jetzt vor den Augen der Eingeborenen Wei N Weiße und unter ihnen ße kämpfen en,

Schwarze gegen wird in Zukunft dem Kolonisationswerk jedes europäischen Volkes in Afrika verhängnisvoll werden. Der Protest führt dann aus, in welcher sinnlos⸗brutalen Härte umsere Gegner in den deutschen Kolonien vorgehen: So haben die Franzosen die aus To 22

Kilometer weit 2 5. 4 das Innere dieser Kolonie Arbeit in der Tropensonne täglich sieben Stu lang Ka * ro 1 2 die Engländer unbewa deutsche Namder

d auf Frachdunper 9 gebracht, ohne daß si und au 0

wendigsten Gebrauchsgegenstände nritnehmen konnten. westafrika haben die Engländer den unperteidigten Ort Lüderitz⸗ bucht nach friedlicher Uebergabe der Plünderung f die im Privatbesitz befindlichen Diamantfelder beraubt. bevölkerung wurde aus ihren

imstätten in südafrikanische Konzentrationslager verbracht. Gegen alles Völker-

recht haben die Engländer un verteidigte 1 wie 8 Swakopmund r* beate des el Art verübt. Geradezu 9 5 gegen Empfinden unferes Zeital warßz

ichnet werden, daß die Engländer seit Beginn des Krieges bis 1* jeden ichter zwischen der Bevölkerung der afrikanischen Kolonien und ihren 0 in der ge⸗ waltsam verhindern. Hierdurch zerreißen sie kalten das zwischen beiden Teilen Familienband die

und al um bas Schicksal ihrer Lieben preis-. Gott, truse e

Aus Stadt und and. Gießen, 8. Februar 1915.

Landsturmyflichtigen des Kreises, die in den Jah⸗ ren 1 bis 1145. sind, vom 19. bis zum 26. Februar 1915 in Gießen statt.

Personalien. Tie am 12. Januar 2 belege des Pfandmeisters Wilhelm Bock zu Friedberg. den i- treibungsbezirk Gießen wurde auf sein Nachsuchen zurück⸗ enommen. Der Plandmeister des Beitreibungsbezirks Worms II 51765 Krämer 50 7 2 in eßen versetzt. e Stelle andmeiste den Beitreibungsbezirk Worms II.

» Heldentod. Oberst Rott, der an der Spitze des

Reserve⸗Infanterie-Regiments 222 ins Feld gezogen ist, ist am

4. ar gefallen. Diese traurige Mitteil. kam W

420 Ae, Lie wic der e

bindung st und die von ihn gehört haben, one Zweie

sautet von