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herrscht Unruhe über das Schicksal des Dampfers„Oriole“ von der General Steam Navigation Company. Das Schiff fuhr am Freitag von London nach Le Havre ab, aber seit der Abreise hörte man nichts mehr von dem Schiff oder seiner Mannschaft. Man glaubt, daß„Oriole“ eines der beiden unbekannten Schiffe war, die von einem deutschen Unterseeboot torpediert wurden. Die„Oriole“ maß 1490 1 Tonnen; sie war im vorigen Jahre gebaut. 5 Echt englisch! 1 Berlin, 5. Febr. Nach einer Meldung der„Tägl. 5 Rundschau“ hat die englische Schiffahrtszeitung„Siren and Shipping“ ebenfalls wie das Organ des Schiffahrts⸗ interessenten„Shipping Gazette“ einen Preis von 10000 Mark für die Besatzung desjenigen Handelsschiffes aus⸗ gesetzt, dem es zuerst gelingt, ein deutsches Unterseeboot zum Sinken zu bringen. Der Preis ist an die Bedingung geknüpft, 1 daß es ein Handelsschiff und kein Hilfskreuzer 10 und daß * das Schiff keine von der Regierung gestellten Geschütze an * Bord hat. Holland über die deutsche Warnung.
Berlin, 4. Febr.(Ctr. Blu.) Ueber die Aufnahme der deutschen Warnung an die neutrale Schiffahrt in Holland berichtet die„Tägl. Rundschau“ aus dem Haag: Die An⸗ kündigung des„Deutschen Reichs⸗ und Staatsanzeigers“ an die neutrale Schiffahrt, daß die neutralen Handelsschiffe bei ihren Fahrten nach der Nord- und Westküste Frankreichs * großen Gefahren ausgesetzt wären, wird von der hollän⸗ dischen Presse sehr ernst aufgefaßt und teilweise ziem⸗ lich erregt besprochen. Das„Handelsblad“ sagt:
Warum müssen die Handelsdampfer, bei denen gewöhnlich nur eine flüchtige Untersuchung bereits erkennen läßt, welcher Art dis ö g ist, gezwungen werden, den zeitraubenden Umweg über Schottland zu machen? Die Warnung kann so aufgefaßt werden, 5 als ob die Handelsschiffe, gleichviel welcher Nation, welcher La⸗ daun oder Zielbestimmung, ohne besondere Untersuchung vernichtet 7 können, sofern sie nur der Route in der Nähe der für 5 die Kriegsoperationen dienenden französischen Häfen folgen. Diese Handlungsweise liefe allen Bestimmungen wie der Menschlichkeit zuwider, da die einzige Waffe der Deutschen im Kanal Untersee⸗ boote, treibende Minen und Luftschiffe sind, weshalb meistenteils eine Rettung der Mannschaften der versenkten Dampfer nicht er⸗ folgen könnte. Das„Handelsblad“ hofft, daß die Absichten der deutschen Regierung nicht in dieser Richtung liegen. Jedenfalls wäre eine baldmöglichste Klarlegung wünschenswerk. Zum Schlusse fordert das Blatt die holländische Regierung auf, eine deutliche Antwort auf die Note des„Reichsanzeigers“ zu geben und emp⸗ fiehlt gegebenenfalls das Zusammengehen aller neutralen Länder gegen die beabsichtigte Haltung der deutschen Regierung. 5 einer weiteren Meldung desselben Wlattes sind nnicht nur, wie schon berichtet, die Versicherungen wegen LKLriegsrisiko gestiegen, sondern auch die Frachtsätze für Stchiffsladungen haben infolge der deutschen Unterseebvots⸗ angriffe eine ungewöhnliche Erhöhung erfahren. Der Fracht⸗ preis nach Argentinien, der vor dem Kriege 12 Schilling 6 Pence die Tonne betrug, ist auf 70 Schilling gestiegen, der Frachtsatz von Galveston nach Havre ist 155 Schilling und von Galveston nach Liverpool 120 Schilling die Tonne.
5 Echo aus Skandinavien.
5 Kristiania, 4. Febr. In der deutschen Warnung an die neutrale Schiffahrt, sich der französischen Nord⸗ und
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Westküste zu nähern, schreibt das angesehenste Blatt der * standinavischen Reederinteressen,„Norges Handels⸗
sog⸗Sjoe farts Tidende“:
1 Diese Mitteilung ist in gleicher Weise aufzufassen wie die bri⸗ tiische Ankündigung, daß die Nordsee als Kriegsgebiet zu betrachten sei. Sie ist weder ein Verbot noch eine Drohung, sondern eine wohlwollende und korrekte Warnung, für die die Neutralen nur dankbar sein können. Hiernach ist es die Sache jedes Einzelnen, das Risiko zu überlegen und sich zu . ob er es eingehen will. Nach dem, was wir erfahren, ist es kaum wahrscheinlich, daß die deutsche Mitteilung irgend⸗ welche Erhöhung der Kriegsrisiko⸗Prämie verurfachen wird. Jeden⸗ falls nicht jetzt schon. Ob sie dazu führen wird, daß die iffe neue Wege einschlagen, ist nicht bestimmt. Augenscheinlich ist man gewillt, zunächst den Verlauf der Dinge abzuwarten.
5 Neue Unterseeboote sür England. * London, 4. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Bericht der„Afsociated Preß“ werden in Kanada 20 Un⸗
terseeboote für England gebaut, wovon 10 vor diesem Herbst abgeliefert werden sollen.
Französische Bewunderung deutscher Leistungen.
N Paris, 4. Febr.(WTB Nichtamtlich.) Der„Temps“ bewundert die Geschicklichkeit der Deutschen in der Herstellung neuer Verbindungslinien, von denen beispiels⸗ weise eine Verdun im Halbkreise umgebe, während ein ande⸗ rer Schienenstrang bis St. Mihiel vorstoße. Auch in Frank⸗ eich, fährt der Artikel fort, verbirgt man sich nicht mehr, daß Deutschland bis zum Aeußersten aushalten und nicht nach⸗ geben wird, solange es nicht in nicht wieder gut zu machender Weise niedergerungen ist.— In angesehenen Kreisen Frank-
reichs gibt man sich auch wegen der Maßnahmen der deut⸗ schen Regierung gegen den Getreide- und Brotverbrauch
keinen Illusionen hin, sondern sieht darin vielmehr einen 8 1 für den Willen, den Kampf bis zum Aeußersten fort⸗ zusetzen.
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. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. „ Wien, 4. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 4. Februar mittags. In Polen und West⸗ galizien keine besonderen Ereignisse. 5 Die Kämmfe in den Karpathen dauern mit unver⸗ minderter Heftigkeit an. Im westlichen Frontabschnitt wur⸗ den feindliche Angriffe abgewiesen. Den im mitt⸗ leren Waldgebiet vordringenden eigenen Kolonnen gelang es auch gestern, erneut Raum zu gewinnen und einige Hioundert Gefangene zu machen. N Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Erfolgreiche österreichische Flieger. Berlin, 5. Febr. Ueber erfolgreiche Flüge öster⸗ reichischer Aviatiker läßt sich der Berliner„Lokalanz.“ aus Budapest berichten. Der Aviatiker Stephan Dabos flog über Cetinje und warf sechs Bomben ab. Drei schlugen in das Arsenal, zwei in eine Kaserne, die dritte fiel auf das Dach eines Privathauses. In der letzten Zeit haben die österreichisch⸗ungarischen Flieger häufiger Aufklärungsflüge über Belgrad unternommen.
. Der Zar. Der 3
arskoje⸗Sselo, 4. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) 5 Nussische Weizen⸗ und Zucerlieferungen
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ar hat sich zur Front begeben. für Frankreich. London, 4. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Tele⸗ graph“ meldet aus Paris vom 1. Febr.: Zwischen der
krrussischen und der französischen Regierung ist ein Vertrag abgeschlossen worden, nach dem Rußland Frankreich 25
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Millionen Pud Weizen und sechs Millionen Pud Zucker liefern soll. Der Termin der Ablieferung ist auf mehrere Monate verteilt. Die französische Regierung erbot sich, die Lieferung im voraus zu bezahlen.
i Türkisch⸗englische Kämpfe.
Kairo, 4. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Gestern hatten die britischen Truppen eine Begegnung mit dem Feinde bei Is⸗ mail a. Der Sandsturm hinderte den Feind am Vorrücken. Wir hatten sechs Verwundete.
erlin, 4. Febr.(Priv.⸗Tel.) Das„Berl. Tageblatt“ meldet aus Konstantinopel: Nach einer über Athen hier eingetroffenen Meldung soll in Kairo von einem in⸗ dischen Mohammedaner angeblich ein Anschlag gegen den Oberkommandierenden von Aegypten, General Maxwell, verübt worden sein. Der Täter soll auf offener Straße mehrere Revolverschüsse abgegeben, den General verfehlt, aber den Adjutanten getötet haben.
Brotmangel in Italien.
Berlin, 4. Febr.(Priv.⸗Tel.) Die„B. Z. am Mittag“ meldet aus Rom: Neue Tumulte, hervorgerufen durch den steigenden Brotmangel, ereigneten sich in Sizilien, Sardinien und Toskana. Mehrfach mußte das aufgebotene Militär von der Waffe Gebrauch machen. Ein Schuß aus dem Fenster tötete einen zwölfjährigen Knaben.
Ein ungarischer Protest in Amerika.
Budapest, 4. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Bericht des„Az Est“ hat die Liga der New Yorker ungarischen Arbeiter dem Präsidenten Wilson einen Protest gegen die Verletzung der Neutralität über⸗ reicht, die dadurch begangen werde, daß in zahlreichen Jabriken für die Länder der Entente KHriegsaus⸗ rüstungsgegenstände hergestellt werden. Die ungari⸗ schen Arbeiter dieser Fabriken sind somit gezwungen, sich gegen Leben und Interessen ihrer eigenen Landsleute zu vergehen. Der Protest schließt mit dem Ersuchen an den Präsidenten, auf eine wahre und ehrliche Einhaltung der Neutralität strenge bedacht zu sein. 17 5 a
*** Die Lebensmittelnot im englischen Unterhause.
London, 4. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) In der gestri⸗ gen Sitzung des Unterhauses fragte Henderson(Ar⸗ beiterpartei) den Premierminister, ob er eine Erklärung dar⸗ über abgeben wolle, wie weit der hierfür aufgestellte Ka⸗ binettsausschuß den Preisen für Lebensmittel nach⸗ hing, was für Daten vorlägen, ob die Untersuchung bald
eendet sei und dem Hause bald Gelegenheit geboten würde, die Frage der Preise für Lebensmittel und für andere not⸗ wendige Gebrauchsgegenstände zu erörtern. Ashquit ant⸗ wortete, der Ausschuß habe der Frage seine volle Aufmerk⸗ samkeit zugewendet. Er könne noch nicht sagen, wann die Arbeiten abgeschlossen werden würden. Es werde jedoch ohne Verzögerung geschehen, da die Regierung sich der Dringlich⸗ keit der Frage bewußt sei. Henderson kam später nochmals auf dasselbe a zu sprechen und wies auf die Stimmung im Lande, besonders unter den armen Leuten, hin, die die gegenwärtigen Preise, welche an Hungersnotpreise grenzten, besonders hart empfänden. Er e eine Be⸗ sprechung der Angelegenheit zu Beginn der nächsten Woche. Ashquit antwortete, die Frage solle so bald wie möglich be⸗ handelt werden. London, 4. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Ab nächsten Sonntag werden die Milchpreise in London um einen halben Penny für das Quart erhöht. Auch die Mehl⸗ preise steigen weiter.. Vom Burenkrieg. Pretoria, 4. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) 8 des Reuterschen Bureaus. Vier Offiziere und 10 Buren welche zum Teil zu den Streitkräften Maritz' ge⸗ hörten, haben sich bei Kakamas ergeben. 500 Mann haben sich mit Kempergeben. ö N Heldentod eines deutschen Offiziers.
Berlin, 4. Febr. Am 30. November 1914 war eine Offizierspatrouille unter Führung des Leutnants v. Gries hei m nach Bielsk zu Zwecken der Aufklärung ausgesandt worden. Die Patrouille, bestehend aus dem Offizier, einem Unteroffizier und 14 Mann, wurde in der Gegend von Lelice plötzlich von 40 russi⸗ schen Husaren umzingelt und beschossen. Gleich zu Beginn des Scharmützels fiel das Pferd des Leutnants v. Griesheim. Die Patrouille kehrte ohne ihn und 4 Husaren zu ihrer Schwadron zurück. Zu Fuß lief Leutnant v. Griesheim über gefrorenen Acker und das brechende Eis eines Grabens in ein nahegelegenes, einzelstehendes Haus. Der befehlführende russische Offizier 2 den deutschsprechenden Besitzer des Hauses an Leutnant v. Gries⸗ heim, mit der Aufforderung, sich zu ergeben. Leutnant v. Gries⸗ heim lehnte das ab Die Aufforderung wurde wiederholt und damit begründet, daß jeder Wiederstand des einzelnen gegen eine Truppe unmöglich sei. Leutnant v. Griesheim zählte die Patronen in seinem Revolver und ließ dem russischen Offizier sagen:„Ein deutscher Offizier ergibt sich nicht; ich habe noch fünf Patronen: die reichen für euch und mich.“ Es entspann sich darauf ein kurzes Gefecht, in dem Leutnant v. Griesheim zwei schwere Wunden davontrug. Als der russische Offizier eintrat und den Jutode⸗ getroffenen fragte, weshalb er sich nicht ergeben habe, zeigte
tnant v. Griesheim auf sein Eisernes Kreuz und sagte:„Da⸗ mit ergibt man sich nicht.“ Er wurde sosort verbunden, starb aber auf dem Transport. Der russische Brigadekommandeur ordnete für den deutschen Offizier ein Begräbnis mit militärischen Ehren an. Eine russische Schwadron mit Gewehren gab ihm das letzte Geleit auf dem Kirchhof zu Drobin. Der Ortsgeistliche hielt die Andacht. Die Russen schmückten das Grab mit einem hohen Holzkreuz, auf das sie in deutschen Buchstaben setzten, was auf der Erkennungsmarke des Gefallenen stand: v. Gries heim, Leut⸗ nant im 4 Husaren⸗Regt. Nr. 12, dazu oben links, in russi⸗ scher Schrift, das Datum. Beim Wiedereinzug des Regiments in Drobin am 30. De fand man das Grab des jungen Offiziers Die Richtigkeit des Berichtes bezeugen der Ortsgeistliche, der biner Arzt, und ein deutscher Husar, der in Drobin in Gefangenschaft geriet. Das Heldengrab des fungen gefallenen Husaren⸗Offiziers schmückten in stiller Andacht am Silvestertag 1914 seine Regimentskameraden und seine Husaren, denen er für 5 11 wahrer Held und treuester Kamerad im Gedächtnis
eiben wird.
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Aus Hessen.
Der künftige Staatshaushaltsplan. R-B. Darmstadt, 5. Febr. Der Br der Zweiten Kammer ist von seinem Vorsitzenden Abg. Dr. Osann für Donnerstag, 11. Febr., zu einer n einberufen worden, in der eine gemeinsame Beratung mi der Regierung über die eventuelle Gestal des Staats⸗ haus halts im künftigen Etatsjahr n wird. Zu⸗ nächst handelt es sich darum, festzustellen, in welcher Weise die 1e das Budget zu erledigen gedenkt. Im preußi⸗ schen Landtage ist die Beratung bekanntlich dahin erledigt worden, daß vorbehaltlich notwendiger Ae der
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Aus Stadt und Cand. a N Gießen, 5. Februar 1915.
Militärische Ausbildung der Jugend. Der letzte Sonntag n„ Jugendkompagnien in einem kleinen Gefecht, das der bildung der Patrouillen diente, nach dem Hochwartturm. Am Mittwoch abend unterrichtete Herr Horst über„Ver⸗ halten im Gefecht“, 5 Herget über die„Kriegsartikel“. Herr Kern über unser„Militärgewehr“, Zum Schluß schil⸗ derte Herr nt Schupp in sehr interessanter Weise die Kämpfe unserer 116 er am 16. und 17. September, in denen er sich das Eiserne Kreuz erwarb. Die de 2 45 aufmerksam seinen Ausführungen und spendete ihm geisterten Beifall. 1 3 . Tie Veranstaltungen des Bezirks Gießen-Stadt für die militärische Ausbildung der Jugend, die nunmehr fast drei Monate dauern, haben bis jetzt recht guten Erfolg gehabt. Die Jugend nimmt ihre Aufgabe recht ernst; und ohne Rück⸗ sicht darauf, ob das Wetter günstig oder weniger bunstig ist, erscheint ein fester Bestand allsonntäglich zur Uebung. Das ist sehr erfreulich und verdient Anerkennung. Denn, wenn einmal die Ausbildung eine„militärische“ sein soll, so darf nicht nach dem Wetter gefragt werden. Bedauerlich ist und bleibt aber für unsere Stadt die eine Tatsache, daß noch zahlreiche der jungen Leute, für die in erster Linie die ungeheure Arbeit, die die Uebungsleiter jeden Sonntag auf sich nehmen, berechnet ist, sich für zu gut halten, teil⸗ zunehmen, also junge Leute im 18. und 19. Lebensjahr und die jüngeren Jahrgänge des ungedienten Landsturms. Sie haben bedauerlicherweise noch nicht den Ernst der 14 er⸗ faßt und sind sich darüber noch nicht klar geworden, daß sie, wenn sie nicht freiwillig hinausziehen wollen, dem Vater⸗ land und seinen tapferen Verteidigern doch auch ein Opfer ö bringen müssen, das kleine Opfer, am Sonntag sich wäh⸗ rend dreier Stunden für den militärischen Dienst vorzu⸗ bereiten. Während die Brüder draußen unter den schwerslen Entbehrungen, in Sturm und Regen ihr Leben und ihre Gesundheit uns allen zum Opfer bringen, wollen sie in der Heimat sich nicht in ihrem Sonntagsvergnügen— lassen. Wie schön würe es aber, wenn diese jungen frei willig aus sich heraus, ohne Ansehung des Standes, des Berufs usw. nebeneinander als„deutsche“ junge Männer mitmarschieren würden, um den Kö zu ü stählen fürs Vaterland. So erwächst denn den Eltern, Lehrherren und Meistern die ernste Pflicht, ihre Jugend zum Besuch der Uebungen zu veranlassen und ihnen den notwendigen Urlaub, sofern er nötig ist, hierzu zu geben. Habtihr Eltern, Lehrherren und Meister eure vaterländische Pflicht nach dieser Richtung 90 tan? Welche Bedeutung die Behörde diesen banner eimißt, geht aus einer e hervor, nach bei dem letzten Aushebungsgeschäft in Alsfeld jeder Ge⸗ stellungspflichtige von der Kommission befragt wurde, ob er einer Jugendwehr als Mitglied angehöre und welcher. Im verneinenden Fall mußte er sich sofort anmelden. Jeden jungen Mann, der für den Militärdienst tauglich ist, einer Jugendkompagnie aber noch nichr angehört, sollte man a. sehen als einen solchen, der bis jetzt nicht gelernt hat, seine persönliche Bequemlichkeit der nationalen Pflicht unter⸗ zuordnen. Erst wenn alle mitwirken, die Zahl dieser zu ver⸗ mindern oder gar zu beseitigen, hat die schwere Zeit des Krieges ihre erzieherische Wirkung auch auf unsere Jugend voll und ganz ausgeübt. Einstweilen freuen wir uns aber herzlich leit Erreichten 5 3 5 auf, doppelt fleißig mitzuwirken u urch die Freiwillig keit des Wertes von heute doppelt zu adeln..
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üben und 1
* Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Kriegsfreiw. Reinhard Euker, Res.⸗Jägerbat. 24, aus Mar⸗ burg.— Landwehrmann Joh. Heinr. Rentzel, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 116, aus Kesenrod.— Landwehrmann August Pfeil, Res.-Inf.⸗ Rgt. 116, aus Worms.
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* Ritter des Eisernen Kreuzes: Leutn. d. R. Sievers, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116, g wã Gießen(1. Klasse). Oberjäger Paul Kilian, Kriegsfreiw. im Res.⸗Jägerbat. 24 Gefr. Georg e r. Vizefeldw. und„ im Inf-⸗Regt. 81 Karl Gebhard aus Allendorf(Kr. Kirchhain). Stabsveterinär bei der Res.⸗Fuhrp.⸗Kol. 32 Goldmann, Kgl. Kreistier⸗ arzt in Ziegenhain. Wehrm. Volk aus Offenbach, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. Leutn. Oberpostass. Kling aus Bad⸗ Nauheim, Landst.-Bat. 2 N, 5 ann v. Jon⸗ quières in Runkel. tn. Geibel aus Dutenhoser, Inf. Regt. 136. Bergvorschüler Friedrich Hofmann aus Dillenburg, Gefr. bei der 6. Festungs⸗Telegr.⸗ San. Uffz. Karl Heun aus Niederscheld. Hauptm. d. L. Rhein⸗ wald aus Oppenheim, Landw.⸗Fußart.⸗Regt. 2(1. Klasse). Leutn. Hugo Wasmuth aus Ems, Fußart.⸗Regt. (1. 1 5 Kurt Sturm aus ü 10 f 8⁰ und Uffz. Leo Gleim, Res.⸗Inf.⸗Regt. 88(1. Klasse). Topo⸗ graph Friedrich leads el 9 e eee
en Generalstabs, zurzei ung N 2. Affe d. R. Wilh. Engel aus m, Nerf Rege 168. 50 1 Elbrecht aus Lindheim, Art.⸗Regiments⸗ Stab 61. 5
* Das Gant ue 2 Wahn er 75 im Infanterie⸗Regiment iser m): Ol eutn. Rothardt, Regimentskommandeur. Leutn. d. R. Gabke. Leutn. d. R. Rohde. e Dr. Zang, 2. Komp. Unter⸗
ägerbat. 11.
arzt Dr. Goldmann, 3. m. Witting, 2., Gießen. Off.
Stellv. Spoer ießen. Off.
Uffz. 2 L., Frankfurt a. M. Uffz. 520 1 Laux, 5., Rottenburg. Lollar. tz d. N. Audi 5. Werdohl. San.-Uffz Häusler, 8, 0 Gen f Dick, 12. Essenheim. San.⸗Uffz Schäfer, M.⸗G., Mü,
Gefr. d. L Cha- gel. 4, Srwerberß
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vorjährige Etat auch für das laufende Jahr genehmigt würde. 1 1—.
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