erreitsmedaille erhielten:
. e— furt a. M. Leutn. d. R. Schäfer,
J.— * Fliegerdank. Von der Inspektion der Flieger—
geht uns mit der Bitte um Veröffentlichung folgen⸗ des Dankschreiben zu:-
„Für unsere im Felde stehenden Flieger sind auch aus dem Großherzogtum Hessen viele Liebesgaben an Geld, Woll— sachen, Zigarren, Eßwaren usw. eingegangen. Die Juspektion der Fliegertruppen in Berlin spricht allen Gebern herzlichen Dank aus. Nach Möglichkeit werden die Spenden in erster Linie den in der Fliegertruppe stehenden Hessen zu Gute kommen.
Berlin⸗Schöneberg. Inspektion der Fliegertruppen. gez. Roethe, Major.“
Amtliche Personalnachrichten. Die Gro ß⸗ herzogin hat am 3. Februar d. J. den Oberlehrer an dem Gym— nasium Fridericianum zu Laubach Otto Wassem zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1915 ernannt.— In den Ruhestand versetzt wurde am 26. Januar ds. Is. die Lehrerin Mathilde Frank zu Offenbach auf ihr Nach— suchen mit Wirkung vom 1. Februar 1915 an.— Die Groß- berzogin hat am 4. Februar ds. Is. den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen Amtsgerichtsrat Ernst August Hirsch zum Landgerichtsrat am Landgericht der Provinz Oberhessen mit Wirkung vom 21. Februar 1915 und den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Umstadt Amtsgerichtsrat Fritz Scha de zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt J und am 3. Februar d. J. den Forst- assistenten Hermann Koch zu Lorsch zum Oberförster und den Forstassessor Wilhelm Jochem aus Laubach zum Forstassistenten ernannt.
Auszeichnung. Dem Feldunterarzt Fritz Salomon aus Gießen, der schon Ritter des Eisernen Kreuzes ist, wurde am 27. Januar vom Großherzog auch das Hessische Sanitäts- kreuz verliehen.
Stadttheater. Man schreibt uns aus dem Theater- bureau: Am nächsten Sonntag nachmittag findet bei Volks- preisen die unbedingt letzte Aufführung von Paul Heyses vater⸗ ländischem Schauspiel„Colberg“ statt.— Am Sonntag abend wird Heinrich Stobitzers Lustspiel„Barbaren“ zum ersten Male
egeben. Das Stück behandelt Kriegsepisoden aus 1870/71, und bringt gar manches, was zeitgemäß anmutet. Das Werk ist zurzeit überall in den Spielplan aufgenommen und hatte in letzter Zeit auch starken Erfolg in Frankfurt a. M. Da eine Aufführung von „Barbaren“ im Abonnement nicht vorgesehen ist, so gelten bei der Sonntag-Abend⸗Vorstellung Gutscheine.
* Vaterländischer Abend. Wir machen nochmals auf das am Sonntag stattfindende, von hiesigen Sängern veranstaltete Wᷣẽ o hltätigkeitsktonzert ausmerksam, und bemerken, daß der Eingang zur Galerie nur von der Goethestraße, zum Saal nur von der Ludwigstraße freigegeben ist. Die vorletzte Probe des Massenchores findet am Samstag in der Aula statk.(Siehe Anzeigenteil.)
Fun der Höhle des Löwen. Es ist schon in Friedens⸗ zeiten niemals ohne Reiz gewesen, mündlich oder gedruckt zu ver⸗ nehmen, daß eigentlich nur Paris und London Weltstädte im Sinne des Wortes seien, und daß das. Berlin mangels jeglichen Stils und jeder echten und alten Tradition der Lebens⸗ formen mit ihnen nicht im Entferntesten zu vergleichen sei. Nun, es hat sich gezeigt, daß die militärische Tradition Berlins und Deutschlands mit Pariser und Londoner Stil wenig Federlesens gemacht hat, und daß vor ihrem Gebot das Seine⸗Babel und die Riesenstadt an der Themse ihren Weltstadt⸗Nimbus in einer Art verloren haben, der in Paris ans Tragische, in London ans Gro⸗ teske streift. Harüber plauderte gestern abend im Stadttheater, dessen aufmerksame Leitung auch hier wieder einmal einer For⸗ derung der Stunde entgegen kam, Herr Norbert Jacques, der im Auftrage der„Frankfurter Zeitung“, und, irren wir nicht, unter dem Schutze luxemburgischer Staatsangehörigkeit, Frankreich und Sede im Dezember bereist hat und einige Zeit den Puls der Geschichte an den empfindlichsten Stellen der uns feindlichen Mächte spüren konnte. Es war von einem eigenartigen, teils er⸗ schütternden, teils pikanten Interesse, aus den zwanglosen Schil⸗ derungen des Vortragenden die abgründigen Unterschiede heraus⸗
zulesen, die unser deutsches Wollen, Handeln und Empfinden heute vom Durchschnitts⸗Franzosen und Engländer trennen. Der Red⸗ ner verzichtete durchweg auf psycho⸗analytische Erörterungen oder die Untersuchung elhischer Momente, sondern gab vor allem kleine und kleinste Ae frisch hergusgegriffene Ausschnitte aus seinen Reiseerlebnissen, zuständliche Schilderungen und Stim⸗ mungsbildchen, erlauschte Gespräche und Meinungsäußerungen; eben dies machte seine 8 fesselnd. Aus den bunten Steinen setzte sich mosaikartig ein Gesamtbild zusammen, vor dessen zwingender Anschaulichkeit, was Frankreich angeht, die Empfindung eines mit Grauen gemischten Mitleids zustande kam, und das hinsichtlich Englands von der zwingenden Notwendig⸗ keit von neuem überzeugen konnte, gerade diesem Feind die Ver⸗ nichtung zu bereiten.— Man folgte dem Vortragenden auf schleichendem, mit Verwundeten überladenem Bahnzug nach Lyon, der einst vom Lied der Arbeit dröhnenden, jetzt erstorbenen In⸗ dustriezentrale Frankreichs, begleitete ihn in alte Kirchen, in deren schlecht erhaltenen Räumen Frankreich sich wieder darauf besinnt, die älteste Tochter des Katholizismus zu sein, und wo es für die Niederlage Deutschlands betet, man vernahm von dem Treiben der französischen Regierung in Bordeaux, wo Frankreich vornehmlich vom Restaurant„Zum feinen Kapaun“ aus in Gesellschaft der Pariser Halbwelt und ohne Rücksicht auf die Polizeistunde seinen Kurs erhielt: man hörte aus Gesprächen die Riesengröße der fran⸗ zösischen Verluste, den gänzlichen Stillstand jedes Geschäfts⸗ und Handelslebens, die Möglichkeit, seinen Patriotismus in bar zu erlegen, statt Blutopfer zu bringen,. das dem Deutschen so wesensfremde, selbsthypnotische Phrasengeklingel des Franzosen. das mit der Wirklichkeit viel weniger, als mit vagen, erhofften Vorstellungen rechnet; man sah die toten Straßen und die unheim⸗ liche Dunkelheit von Paris, dessen Nerven nicht mit dem Roten.
FRITZ NOV AC
Kreuz„degoutiert“ werden dürfen. Aus allem wurbe die fast ge⸗ spenstische Verblendung des unglücklichen Volkes, dessen seelische Verfassung nur mehr an Schatten und Kleinlichkeiten Genügen findet, offenbar.— Der Redner führte die Zuhörerschaft dann nach London. Ist Paris aus der ville de la lumiere eine Stadt der Dunkelheit geworden, so ist London aus der Heimstätte nüchternen, wenn auch mit viel Aeußerlichkeiten arbeitenden Geschäftssinnes⸗ eine Stadt wahnwitziger Erregung und immer neuer Zwangsvor⸗ stellungen geworden. Die alle Begriffe übersteigende, für uns Deutsche lächerlich wirkende Reklame für den Krieg und die Angst vor dem Feind aus der Luft beherrschen die Stunde. Der Londoner hat seine sonst sprichwörtliche Zurückhaltung vollkommen aufgege⸗ ben; sein und seiner Mitbürger Gemütsleben hat sich immer noch nicht darauf einstellen können, daß Deutschland es gewagt hat und wieder wagen kann, Englands Boden zu berühren. Der englische Vetter aber hat Blut gerochen; seine oft bewiesenen Raubtier⸗ instinkte sind erwacht; wessen man sich von ihnen zu versehen hat, lehren unzählige Beispiele; deshalb muß, so schloß der Vortragende, die deutsche Faust die Firma Lord, Busineß und Zufall aus der Geschichte tilgen; denn nur durch diese drei Faktoren ist England zu seiner unerträglichen Weltvormundsrolle gelangt.— Die Zu⸗ hörerschaft, die von Anfang bis Ende des anderthalbstündigen Vor⸗ trags gespannt gelauscht hatte, spendete am Schlusse starken Beifall.
** Ein Porträt. Es wird die zahlreichen Freunde des Rechtsanwalts Kaufmann interessieren, daß im Schau⸗ fenster der Kunsthandlung Hirtz, Seltersweg, ein Porträt des Gefallenen ausgestellt ist. Es ist gemalt von dem auch hier wohl— bekannten Stuttgarter Künstler Otto Jung.
N* Aufnahme der Getreide- und Mehlvor⸗ räte. Der Oberbürgermeister weist heute in einer Bekannt⸗ machung darauf hin, daß diejenigen Anzeigepflichtigen in der Stadt Gießen, welche keine Vordrucke erhalten haben, dies umgehend im Stadthaus, Gartenstraße 2, Erd— geschoß, Zimmer Nr. 8, anzeigen müssen.
** Mehlaufnahme. Unsere Schutzleute sind seit dem Montag treppauf treppab unterwegs, um die Mehlvor⸗ räte in den Haushaltungen festzustellen. Es ist dies keine kleine Arbeit, denn wir haben in Gießen zwischen 5500 und 6000 Haushaltungen, die für die Aufnahme in Betracht kommen. Es wird uns versichert, daß sehr selten in einer Haushaltung mehr als 2 Zentner Mehl vorhanden sind. Verschiedene kluge Hausfrauen sollen denjenigen Teil des Mehlsegens, der über die zulässigen 2 Zentner in ihrem Besitz war, ihrem Bäcker noch rechtzeitig vor der Aufnahme überlassen haben, der so freundlich war, den Vorrat billig zu erwerben.
* Die Eisernte hat am Freitag voriger Woche begonnen. Das Eis ist in stehenden Gewässern ca. 20 bis 25 Zentimeter stark und sehr fest. Bezahlt wird dafür in diesem Jahre 9—10 Pfg. für den Zentner. Es Pagen bisher 10001200 Zentner Eis über die städtische Wage an der
Neustadt. Kreis Lauterbach.
O Se 3. Jebr. Dem Unteroffizier Lehrer August Döll aus Lanzenhain wurde das Eiserne Kreuz gerliehen. Döll ist schwer verwundet.
ö Hessen⸗Nassau.
— Oberbürgermeister a. D. Exzellenz Dr. Adickes 5.
h. Frankfurt a. M., 4. Febr. Der Schöpfer des neu⸗ zeitlichen Frankfurt, Oberbürgermeister a. D. Franz Adickes, ist vorgestern nacht nach schwerer Krankheit im 68. Lebens⸗ jahre verschieden.
Mit Adickes erlosch ein bedeutendes Menschenleben, dessen Wirken noch durch lange Jahrzehnte in der Main⸗ metropole nicht nur, sondern auch weithin im Lande als ein reichgesegnetes nachklingen wird. In 22 Jahren seiner bürgermeisterlichen Tätigkeit gestaltete Adickes die Stadt Frankfurt mit überragendem Weitblick für die Zutunft zu einer Weltstadt, einem modernen Gemeinwesen im besten Sinne des Wortes um. Als er seine Wirksamkeit begann, waren für ihn die Zeitumstände zur Durchführung seiner Pläne besonders günstig. Miquels Sparpolitik hatte die städtischen Kassen bis zum Rande gefüllt. Unterstützt von einer opferwilligen Bürgerschaft begann Adickes eine durch—
eifende Wohnungsreform in den Altstadtdurch⸗ rüchen. Dann schuf er den mustergültigen Bebauungs- plan, die prunkenden Anlagenxringe, die stolzen Straßen- züge. Er baute die Bildungsanstalten zu Musterinstituten aus, verschaffte der Stadt neue Industrien; er setzte den Bau des Osthafens durch, baute die vielbefehdete und heute so unentbehrliche Festhalle. Aus der von ihm gegrün⸗ deten Akademie ließ er die stolze Krönung seines Lebens- werkes, die Universität, hervorwachsen. Und selbst als er vor drei Jahren zurücktrat, war er bis vor Tagen noch unermüdlich für„seine“ Universität tätig. Dankbare Bürger⸗ liebe ernannte ihn, den„Vater von Großfrankfurt“, um Ehrenbürger der Stadt.— Auch politisch trat der Verstorbene hervor; im preußischen Herrenhause betätigte er sich in der Verwaltungs- und Justizgesetzgebung in her⸗ vorragender Weise. Die„Lex Adickes“, das Gesetz zur Er⸗ leichterung von Stadterweiterungen, hält den Namen ihres Schöpfers dauernd im Gedächtnis der Nachwelt fest.
Der Magistrat beschloß in einer gestern abgehaltenen Trauersitzung, die Beisetzung des Verstorbenen auf Kosten der Stadt zu bewirken und bis zum Beisetzungstage das Rathaus halbmast flaggen zu lassen. Die Beisetzung findet Sonntag früh vom Römer aus statt.
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Letzte Nachrichten.
Aus der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion.
Berlin, 5. Febr. Die sozialdemokratische Reichs⸗ tagsfraktion hat, wie der„Vorwärts“ schreibt, sich gestern in eingehender Weise mit der Frage des Friedens beschäftigt. Außerdem hat sie sich mit einer Reihe wichtiger sozialpoli⸗ tischer Anregungen befaßt. In allen diesen Fragen wurde eine erfreuliche Uebereinstimmung erzielt. In den Fral⸗ tionsvorstand ist an Stelle des ausgeschiedenen Genossen Lede⸗ bour Genosse Hoch gewählt worden. Als Etatsredner wurden die Genossen Haase und Scheidemann bestimmt. Im An⸗ schluß an die im„Vorwärts“ veröffentlichte Erklärung des Abg. Liebknechts faßte die Fraktion folgenden Beschluß:
„Die Fraktion weist die Behauptung, daß die Bewilligung der Kriegskredite den Interessen des Proletariats, dem Parteipro⸗ gramm und den Beschlüssen internationaler Konferenzen wider⸗ spricht, mit aller Entschiedenheit zurück. Was die Verbreitung irre⸗ führender Mitteilungen an das Ausland durch Liebknecht betrifft, so ist mehr als genug festgestellt worden, um den Beschluß der Frak⸗ tion zu rechtfertigen.“ Weiter hat die Fraktion folgenden Beschluß gefaßt;„Die Fraktion erklärt den von Liebknecht gegen die Ge⸗ schäftsführung des Vorstandes erhobenen Vorwurf der Verschlep pungs⸗ und Vertuschungspolitik als jeder tatsächlichen Grundlage entbehrend und verurteilt sein Vorgehen auf das schärfste.“
Patriotische Ansprache eines sozialdemokrat. Abgeordneten.
Berlin, 5. Febr. Am Schluß der gestrigen Sitzung der badischen Kammer hielt der Vizepräsident Geiß, ein Sozialdemokrat, eine patriotische Ansprache. Er gab, wie der„Vossischen Zeitung“ gemeldet wird, der Hoffnung Ausdruck, daß die Arbeit, die draußen im Felde und hier im Hause geleistet werde, der deutschen Bürgerschaft einen ehrlichen Frieden sichern werde. Sodann brachte Geiß ein dreifaches Hoch auf den Großherzog und das Vaterland aus, worauf die Tagung ge⸗ schlossen wurde.
Englands Schmerz über die deutsche Blockadeankündigung.
Haag, 5. Febr. An welch empfindlicher Stelle England durch die deutsche Ankündigung auf das Vorgehen gegen englische Trup⸗ pentransporte und gegen verdächtige Dampfer getroffen wurde, ist aus den fortgesetzten Wutausbrüchen der englischen Presse zu entnehmen. Wie aus einem Privattelegramm des„Nieuwe Rot⸗ terdamsche Courant“ aus London hervorgeht, scheint England aus der Ankündigung insofern Kapital schlagen zu wollen, als sie in Amerika eine Entrüstung gegen Deutschland zu entfachen ver⸗ suchen.„Daily Mail“ läßt sich z. B. aus Philadelphia drahten, daß der dortige„Public Ledger“ sich über die deutsche An⸗ kündigung des Unterseebootkrieges folgendermaßen ausläßt: Wünscht Deutschland noch mehr Feinde zu haben? Die Regierung in Berlin scheint tatsächlich die ernstesten internationalen Ver⸗ wicklungen durch den Unterseebootangriff auf Handelsschiffe ris⸗ kieren zu wollen. Was wird die amerikanische Regierung dazu sagen, wenn amerikanische Schiffe und Bürger dieser Gefahr aus⸗ gesetzt werden und in ihr umkommen? Der Leiter einer großen holländischen Schiffahrtsgesellschaft, mit dem unser Sonderbericht⸗ erstatter heute sich über die Frage unterhielt, nahm die Sache zwar auch sehr ernst auf, wies aber auf den Umstand hin, daß in der deutschen Note von einer Gefahr für Handelsschiffe nur dann die Rede sei, wenn sich diese in den Gewässern der nord⸗ und westfranzösischen Häfen aufhielten. Unverdächtige neutrale Schiffe kämen aber kaum in diese Gewässer und für die Lebensmittelzu⸗ fuhren müßten die neutralen Schiffe eben Bordeaux oder süd⸗ französische Häfen wählen.
Das Unterseeboot in der Irischen See. Amsterdam, 5. Febr. In Londoner Marinekreisen herrscht die Ansicht, daß das deutsche Unterseeboot die Irische See ver⸗ lassen habe und daß der Verkehr in dem Irischen Kanal wieder ungestört sei. Gerüchte, wonach das deutsche Unterseeboot von einem dänischen Dampfer mit Oel versehen wor⸗ den sei, können natürlich nicht amtlich bestätigt werden. Der „Globe“ behauptet, es könne keinem Zweifel unterliegen, daß die Unterseeboote häufig von Schiffen Oel erhalten, die unter neu⸗ traler Flagge fahren. Das Blatt verlangt deshalb, daß alle Schiffe, deren Ladung Oel enthalten, einer strengen Kontrolle unterstellt werden, wenn sie durch Gewässer fahren, in denen sich Untersee⸗ boote aufhalten, und wenn nötig, gezwungen werden, eine andere Route zu wählen. Wahrscheinlich wird im Unterhaus ein Antrag nach einem Aus fuhrverbot für Oel gestellt werden. Stiftung eines Kriegskreuzes für französische Soldaten. Paris, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kammer hat gestern ein Gesetz angenommen, durch welches eine Aus- zeichnung für Soldaten, das Kriegskreuz, ein⸗ geführt wird. Das Kriegskreuz wird Offizieren und Mannschaften verliehen, die seit Kriegsausbruch in dem Tagesbefehl des Heeres namentlich aufgeführt sind.— Wäh⸗ rend der Sitzung warf eine Frau, die sich auf der Zuschauer⸗ tribüne befand, Papierblätter in den Sitzungssaal. Die Frau, die anscheinend geisteskrank ist, wurde verhaftet. Beim Ver⸗ hör machte sie in gebrochenem Französisch verworrene An⸗ gaben und behauptete, eine Russin zu sein. Bis die Perso⸗ nalien festgestellt sind, wurde sie in Polizeigewahrsam ge— nommen.
Amtlicher Wetterbericht. 5 Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 6. Jebruar 1915: Wolkig, trocken, südöstliche Winde, etwas kälter.
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