Ausgabe 
(3.2.1915) 28. Erstes Blatt
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tauglich be

Humane führt aus, daß

der schöngeformten starken weißen

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und ihre Kraft heben, und es besteht nicht der geringste Hinde⸗ rungsgrund, warum man dieses starke und tapfere junge Volk nicht in Aegypten verwenden könnte.

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Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.

Wien, 2. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart 2. Februar 1915, mittags: Die allgemeine Si⸗ tuation hat sich nicht geändert. Ein vereinzelter russi⸗ scher Vorstoß an der mittleren Pilica in Polen wurde abgewiesen.

In den Karpathen dauern die Kämpfe im west⸗ lichen Frontabschnitt an. 1 der Mitte der Front Erfel en deutsche und unsere Truppen mit

folg. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer. Feldmarschalleutnant. Erfolge der Türten.

Konstantinopel, 2. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Großen Hauptquartier wird gemeldet: Oertlich beschränkte Zusammenstöße der letzten Tage auf der kaukasischen Front hatten einen für unsere Truppen erfolgreichen Ausgang. Eine feindliche Abteilung, welche unsere Truppen bei Artwin angegriffen hatte, wurde mit schweren Verlusten zurückgeschlagen und ließ, als sie verfolgt wurde, viel Kriegsmaterial in unseren Händen. In der Gegend von Korna überraschte in der Nacht vom 30. Januar eine kleine Abteilung zwei hinter Stacheldrähten verschanzte feindliche Bataillone und brachte ihnen bedeu⸗ tende Verluste bei. Am nächsten Tage versuchte der Feind. unter dem Schutze von Kanonenbooten, in der Umgebung zu landen. wurde aber unter Zurücklassung zahlreicher Toten, darunter eines Hauptmanns und eines Unteroffiziers, zurück⸗ geworfen.

Konstantinopel, 2. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Ein be⸗ sonderer Korrespondent meldet der Agence Milli aus Ba g dad: Eine türkische Abteilung von 100 Mann griff in der Nacht ein englisches Lager bei dem Leuchtturm von Kor na über⸗ raschend an, drang ein und schlug zwei englische Batail⸗ lone in die Flucht, welche dabei starke Verluste erlitten. Die Engländer verloren so sehr den Kopf, daß sie, in Gruppen ge⸗ drängt, einander zwei Stunden lang beschossen und so weitere Verluste erlitten. Bei Anbruch des Tages eröffneten zwei Schwadronen englischer Kavallerie unter dem Schutze von Kanonenbooten das Feuer gegen unsere schwache Abteilung. Die Engländer landeten Soldaten, um ihre Flüchtigen aus dem vorher gegangenen Gefecht zu sammeln. Die Gelandeten mußten sich aber vor dem tapferen Widerstand unserer Truppen wieder zurück⸗ ziehen und viele Tote, darunter einen Hauptmann, zurück⸗ lassen. Die Kanonenbootbesatzungen wagten keine weitere Landung an dem von uns besetzten Flußufer und zogen sich zurück. Sie hatten keinen anderen Erfolg als die Niederbrennung zweier Araberhütten.

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Die Unterredung der feindlichen Finanzminister.

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Die französische Jahrestlasse 1916.

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hilflos anstarren, durch ihr armseliges Land. Das Getreide mußte teilweise durch deutsche Truppen ausgedryschen werden, Organisation, etwa dem Nachbar zu helfen, scheint den Polen fremd zu sein. Von dem Getreide, das sonst verkommen wäre, sind schon 5000 Zentner Roggen nach Deutschland ge⸗ führt worden. Immerhin in dem verhältnismäßig Heinen Um⸗ kreise und der Kürze der Zeit, da wir systematisch vorgingen, ein hübsches Resultat.

Das kleine Bauerngut mit seinen strohgedeckten Ställen und Scheunen, seinem kümmerlichen Wohnhaus, das eine Stube und eine Küche enthielt, war noch einmal geteilt worden. In der Mitte hatte man eine neue Scheune aufgerichtet, eine Wohn⸗ hütte dazu und zwei Brüder suchten mit dem zu leben, was den Vater kaum noch ernährt hätte. Diese Teilung findet man oft; sie ist zusammen mit der primitiven und unordentlichen Bewirt⸗ schaftung des nicht gerade guten Bodens eine Ursache, die zu immer größerer Verarmung führt.

Wir kamen in ein Wassermühlengrundstück. Der ungeheure Gegensatz der sauberen Wohnstube, mit einem Tisch, auf dem eine weiße Decke lag, mit Borden voll blitzendem Porzellan, die sichtliche Ordwung fiel mir auf. Die Besitzerin, eine Stadtpolin, sagt: Mein Mann ist Deutscher, die Russen haben ihn fort⸗ geführt. Sinnfälliger hätte deutsche Art nicht von russisch⸗pol⸗ nischer abgehoben werden können, wie es hier geschah. Es war die gleiche arme Umgebung, die gleiche kümmerliche Lebensweise, aber es war, als Bauernhäusern ringsum für immer trennte. Genau wie die Grenze hier im Osten kein Strich ist, der nur zwei Staaten voneinander scheidet, sondern auch Verkommenheit und aufbauende Arbeit, Vegetieren und kräftiges gesundes Leben, so ist das Haus, das der Deutsche hier in Russisch⸗Polen um beim Nahen zu bleiben baut, wie fremdes, glückliches Land, es bezeugt so stark die Ueberlegenheit, die so ausdrückliche Ueberlegenheit der Rasse, daß schließlich in dem anderen Volke der Haß aufsteht. Der Slavenhaß gegen Germanentum. Nur die Kreise, die schon abgefärbt haben, die in heißer Arbeit gelernt haben, werden diesen Haß nicht mitfühlen.

Den Eindruck denkbarster Trostlosigkeit, den der Besuch in vier, fünf Dörfern mit sich bringt, kann der Besuch bei den Gütern nicht auslöschen. Gewiß, ich sah ein paar hübsche Herren⸗ häuser, die selbst in ihrem jetzigen Zustand, da deutsche Ein⸗ guartierung in ihnen lag, noch für gewissen Wohlstand und für sehr gastlichen Sinn zeugten, aber hinter diesen Herrenhäusern lag die lange Zeile der Kossätenwohnungen, die, sobald es nicht friert, tatsächlich bis über die Türschwelle in Jauche stehen müssen. Jetzt liegen oft Mann und Frau und Kinder und außer⸗ dem die deutschen Mannschaften in dem einen kleinen Raum (mit Kochherd), den die Familie bewohnt. Der Offizier, der uns aus dem Schloß begleitete, erzählte denn auch, seinen Leuten fiele aus bestimmten Gründen das Stillestehen schwer..

Auffallend sind die vielen Kirchen in der armen Gegend. Sie stammen aus der Revolutionszeit, da man sie schnell auf⸗ baute, um sie als Festungen zu benutzen. Sie haben feste stei⸗ nerne Mauern und leichthin gezimmerte Holzdächer. 5

Das Bild Kosziuskos hängt in fast allen Schlössern, die ich sah, auch wie das in Rußland verbotene Bild, das die Freiheitsapotheose Polens darstellt, fand ich in einem Herren⸗ haus. Der Kaplan des Dorfes, zu dem dies Gutshaus gehörte, weigerte sich russisch das mein Begleiter fließend beherrschte zu sprechen, und da die polnische Unterhaltung oft stockte, schlug ein Offizier, der in der Kaplan⸗Wohnung einquartiert war, vor, sich zu helfen, wie er es auch täte, er verständigte sich mit dem geistlichen Herrn auf lateinisch. Es ging auch. Wenn mein alter Lateinlehrer, der eine von uns Jungens nie recht geglaubte dunkle Geschichte aus dem dunkelsten Afrika zu erzählen pflegte, in der zwei Forscher verschiedener Nationalität, die die Sprache des anderen nicht kannten, sich fließend auf lateinisch verständigt hätten, wenn mein alter, guter Lateinlehrer diese lateinische Unterhaltung gehört hätte, er würde trotz der vermutlich hanebüchenen grammatischen Schnitzer seine helle Ge⸗ nugtuung gehabt haben. Im Kriege kann man eben tausend Dinge nützlich anwenden, die man längst in einen Winkel ge⸗

Paris, 2. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem backt hatt

mps sind die Aushebungsarbeiten für die esklasse 1916 in Paris gestern beendet worden. Von

Gestellungspflichtigen wurden ungefähr 12 000 für unden. Das Ergebnis ist hinter der Jahresklasse 1915 zurückgeblieben, doch erklärt der Temps, es sei sehr befriedigend.

Mängel im französischen Heere.

Paris, 2. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Leitartikel der . 5 es nur möglich sei, zu dem g mum für die zu einem Siege notwendige militärische Kraft⸗ anstrengung zu gelangen, wenn die Mißstände im Heere und der Heeres intendantur endlich aufhörten. In dem Artikel heißt es weiter:Seltsame Gerüchte laufen um Man spricht von zu eilig und schlecht gelieferten Ausrüstungsstücken und zahlreichen Ecmarogern in der Intendantur, die auf Kosten des Staates un⸗ geheure Gewinne einstecken. Man sagt, daß militärische Beamte aus politischer oder persönllcher Gefälligkeit Mili⸗ tärpersonen aus dem Frontdienst in die Depots bringen, von den unzähligen Klagen über den Sanitätsdienst gar nicht zu reden Wenn allen diesen Mißständen nicht abgeholfen wird, 71 ße und wenn lauter Genies unser Heer führten, nichts zu hoffen!

Französische Landwirtschaftsarbeiter.

Paris, 2. Febr.(WTB Nichtamtlich.) Auf Antrag des Acker inisters hat nach einer Meldung desTemps der Kriegsminister beschlossen, daß den Mannschaften der Terri⸗ torialarmee, die in der Innenzone Dienst tun und im Pri⸗ vatleben landwirtschaftliche Berufe ausüben, zur Aussaat und zul anderen dringenden landwirtschaftlichen Arbeiten ein IA4tägiger Urlaub gewährt werden darf.

Kriegsbriefe aus dem Osten.

Bon unserem zum Ostheere entsandten Kri i ¶Anberechtigter Nachbruck, auch aus zugsweise, verboten.) Polnische Bauern und polnische Güter.

Myoncyn, Ende Januar. Der Tag war hell, stärkerer Frost hatte eingesetzt. An den Bäumen und Sträuchern glitzerte Rauhreif, der Hummel leuchtete hellblau und weiß über das schimmernde Land. Die Spitzen der alten Bäume standen wie ein schwarzes Schleiertuch vor dem Glanz Wolkengebilde. Der leuchtende Tag ließ die Armseligkeit der schmutzigen Dörfer greller her⸗ vortreten Wir hielten zuerst in Wojnowska. Ein Landsturmbatail⸗ lon lag hier in Quartier. Der Schmutz war überfroren, so daß ich über den Hofraum in eines der Bauernhäuser treten konnte, ohne zu versinken.Wir haben keine Kartoffeln, sagte eine junge, kräftige Frau, die nur mit Rock und Hemd bekleidet, den finger⸗ dicken Staub zusammenkehrte. daß ich auch gar keine Kartoffeln wollte. Leute auf. Ein junger stattlicher Pole 5 ihn, warum er micht in der russischen Armee diente. Sohn, sagte er und ich mußte an das 1 Lächeln meiner jüdischen Wirtin denken, als ich mit einem

igen Söhne dasselbe fragte:Es dienen

in der Armee, wer wird

er hat Geld? 8

Der junge Mensch wurde mitteilsamer. Er klagte, daß man

ihm die vorletzte Kuh fortgenommen hatte. Er zeigte auf die verwahrlosten, leeren Ställe. 5

Der Krieg ist hart für Polen, und die Leute wissen nicht,

warum sie leiben. Sie haben es nie gut, diese armseligen

Dörser, die einen Hauptteil der polnischen Halbia iter nach

725 Ja 18

e. Die schwarze Mutter Gottes von Czenstochau sah von der Wand herab auf unsere Unterredun über polnische Revolutions kirchen und das mächtige hölzerne ifir, das aus Köln stam⸗ men sollte. Eine alte ganz verkrümmte und verhutzelte polnische Bäuerin lag auf den Knien vor dem Bilde. Sie hob ihre Arme inbrünstig zu der schwarzen Maria. Ich verstand ihr Gebet nicht.Für ihren Sohn, sagt der Geistliche. Myoncyn war erstaunlich sauber. Die Wege waren mit gelbem Sand bestreut, jeder Unrat zur Seite gekehrt. Eben, da wir unserm Erstaunen Luft machten, kam der Ortskommandant und meinte,ja, sie mögen es jetzt auch nicht mehr leiden, es kommt ihnen so fremd vor. Es war aber eine schwere Arbeit, das durchzusetzen. Die Dorffugend hatte sich um uns versammelt. Ich gab einem kleinen, niedlichen Mädchen ein Stückchen Schokolade. Das machte einen Knix, tief und anmutig und küßte mir ich mochte wollen oder nicht die Hand. Dzieka je bardzo. Ich danke sehr. 4 5

Sie war eine arme Polin. Sie wird dem die Hand küssen, den sie für den Herrn hält, wie ihre Schwester und Brüder auch.

Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.

Aus dem Reiche.

Der Kaiser in Wilhelmshaven. (WTB.) Berlin, 2. Febr.(Amtlich.) Der Kaiser begibt sich im Laufe des morgigen Tages zu Besichtigungen nach Wilhelmshaven.

Der Reichskanzler beim König von Bayern.

München, 2. Febr.(WTB Nichtamtlich.) Der König hat den Reichskanzler in Audienz empfangen. Ausfuhrverbote.

Berlin, 2. Febr.(WTB) DerReichsanzeiger veröffent⸗ licht eine Bekanntmachung des llvertreters des Reichskanzlers, nach der verboten wird, die Ausfuhr von Hirse, Wachs der Nummern 73, 141 und 247 des Zolltarifs, Erdwachs(Ozokerit), ereinigt und Zeresin in Blöcken, Täfelchen oder Kugeln, Wachs⸗ tumpfen von gereinigtem Erdwachs und von Zeresin Nummer 249 des Zolltarxifs, Tabak und Tabakfabrikate, Kleesaat, Grassaat,

Runkel⸗, Zucker⸗ und Feldrübsamen, Mohrensamen, gepulverte

Knochenkohle, Sanatogen, Plasman und anderen Trockenmilchfabri⸗ katen. Ferner ist verboten die Ausfuhr und Durchfuhr von: Loko⸗ motiven und Teilen davon, Nummern 892 und 898 des Zoll⸗ tarifs, Roheisen mit weniger als ein Prozent, Blechen aus Eisen, roh und entzündet, gerichtet, dressiert, gefirnißt, sowie gepreßt, ebuckelt, geflanscht, geschweißt, gebogen, gelocht, gebohrt mit einer Starte von 4,5 Millimeter oder darüber, Wellrohren, durch Wal⸗ zen, Ziehen oder dergleichen gewellten Röhrchen(aus Eisen mit einer Wandstärke von 4,5 Millimeter oder darüber, inn, roh und Zinkblech roh, Nummer 855 und 856 des Zolltarifs.

Beschlüsse der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. Berlin, 3. Febr. Die sozialdemokratische Frak- tion des Reichstags hat in ihrer gestrigen Sitzung lautVor⸗ wärts folgenden Beschluß gefaßt: Die Fraktion schließt sich der über die Abstimmung Liebknechts abgegebenen Erklärung des Frak- tionsvorstandes vom 2. Dezember 1914 an. Sie verurteilt den von Liebknecht begangenen Disziplinbruch auf das schärfste, sie weist die von ihm verbreitete Begründung seiner Abstimmung als unvereinbar mit den Interessen der deutschen Sozialdemokratie entschieden zurück. Ebenso verurteilt sie die von Liebknecht im Auslande verbreitete, irreführende Mit- teilung über Vorgänge innerhalb der Partei. Da der Fraktion

ob eine Welt diese Stube von den polnischen]

92255 2.

Maßnaßmen zuftebt, so muß sie die endalltige Ent

dem nächsten Parteitag anheimstellen. Die Fraktion hat

hat geschlossen zu erfolgen, soweit nicht für den einzelnen Fall die Abstimmung ausdrücklich freigegeben ist. Glaubt ein Fraktions⸗ mitglied nach seiner Ueberzeugung an der geschlossenen Abstim⸗ mung der Fraktion nicht teilnehmen zu können, so steht ihm das Recht zu, der Abstimmung fernzubleiben, ohne daß dieses einen demonstrativen Charakter tragen darf.

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Berlin, 3. Febr. Von dem Prinzen Au gust berichtet der BerlinerLok.⸗Anz.: Ter doppelsvlittrige Bruch des Unter⸗ schenkels und der mehrfache Bruch des linken Fußes sind nach einer neuerlich vorgenommenen Durchleuchtung von der völligen Heilung noch weit entfernt. Die langsam fortschreitende Besserung gestattet dem Prinzen fedoch, der Weisung des Arztes entsprechend aus⸗ zusahren und auch dank der bequemen Transportmöglichkeiten hin und wieder ein Theater zu besuchen. Der Termin der Rückkehr in die Front läßt sich noch nicht ersehen.

Aus Stadt und Cand. . Gießen, 3. Februar 1915. Gedenkt der hungerden Vögel!

Eine schlimme Zeit ist nun auch für die Vogelwelt an⸗ gebrochen. Die Ungunst der Witterung, Kälte und Schnee lassen die bei uns überwinternden Vogelarten jetzt nicht die Nahrung erlangen, deren sie zur Erhaltung ihres Lebens bedürfen. Wenn der Mensch sich ihrer nicht annimmt, gehen unzählige der so nützlichen und zutraulichen Tierchen zu⸗ grunde. Sie sind auf unsere Barmherzigkeit angewiesen. Gedenken wir also auch dieser unserer! itgeschöpfe und geben wir ihnen die 755 Erhaltung ihres Lebens er. liche Nahrung. Rübsamen, Hanfsamen, die geringsten Küchenabfälle, namentlich Fleischreste für all dies sind die hungernden Vögel dankbar. Man streue oder lege das Jutter an eine geschützte Stelle; für die Meisen bringe man die Körner in hohlen Holzeiern unter. Es macht jung und alt viel Vergnügen, zuzusehen, wie die geschmeidigen Kost⸗ gänger sich an dem für sie gedeckten Tisch einfinden. Durch ihren Gesang und durch Insektenvertilgung bieten sie uns in besserer Jahreszeit eine reichliche Gegenleistung für das, was wir jetzt an ihnen tun.

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Ritter des Eisernen Kreuzes: Off. Stellv. Otto Heyd aus Lang⸗Göns, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. Uffz. d. R. Hermann Euler aus Butzbach, Inf.⸗Regt. 168. Feldunter⸗ arzt Herwig Krekel aus Hadamar. Reservist Jakob Münz aus Offheim, Res.⸗Inf.⸗Regt. 87. Uffz. Mahner aus ö Ems, Feldart.-Regt. 8. Gefr. Heinrich Wagner, Pion.⸗Bat. 16 und Gefr. Karl Roth, Garde⸗Gren.⸗Regt. 5, beide aus Eppenrod, Unterlahnkreis. Wallmeister Welcker aus Dillenburg. Rechtsanwalt Dr. Sey d, Leutn. d. L. 1, Res. Inf.⸗Regt. 80, aus Friedberg. Lehrer Leutn. d. R. Dickler aus Friedberg. Oberlt. d. L. Viebahn aus Friedberg. Prinz Karl zu Yhsenburg und Büdingen, 7 Korvettenkapitän und Kommandeur des 2. Bat. des 5.

rine-Regiments in Flandern. Postass. Friedrich Volz, Feldw.⸗Leutn. im Res.⸗Inf.⸗Regt. 221, aus Düdelsheim. Res. Moritz Siesel aus Ober⸗Mockstadt, Inf.⸗Regt. 116. Hauptmann Schreiber aus Ulm, Kreis Wetzlar, Landst.

Bat. Darmstadt. Uffz. Noack aus Wetzlar, Feldart.⸗Regt. 4 1115. e 19 er aus eh 1

116, im 2. ob Holzheimer 1 Worms, Ref-Inf det 0. a:

r Krieg und Angestelltenversicherung. Vom Orts ausschuß Gie rungsanstalt für Angestellte wird uns geschrieben: Der Krieg hat als Folgeerscheinung in unserem Wirtschafts⸗ in den ersten Kriegsmonaten, eine größere

ellenlo jedoch erfreulicherweise in der letzten Zeit wieder erheblich im Rückgang begriffen ist. Es erscheint besonders wichtig, die bisher versicherten, teilweise noch stellenlosen Angestellten auf die gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam zu machen, die ihnen für diese Zeit eine Sicherheit zur Ve rhinderung des Erlöschens der Anwartschaft gewähren. Nach 8.49 des Gesetzes erlischt die Anwartschaft, wenn in einem Beitragsjahre weniger als 8 Beitragsmonate gezahlt wor⸗ den sind und die Zahlung einer Anerkennungsgebühr, die jährlich 3 Mark beträgt, unterlassen worden ist. Einen Schutz bietet 8 50 des Gesetzes, der im wesentlichen e lautet:Die durch Nichtzahlung der nerkennungsgebühr verlorene Anwartschaft lebt wieder auf, wenn die ruͤckständi⸗ gen Beiträge im folgenden Kalenderjahre nachgezahlt wer⸗ den. Die Beiträge können auch auf Antrag bei der Reichs⸗ versicherungsanstalt während der Wartezeit gestundet und später mit den Pflichtbeiträgen, soweit sie mehr als 8 für das Jahr betragen, verrechnet werden. Wenn z. B. ein Ver⸗ sicherter 1914 nur 6 Beiträge 17 15 hat statt der pflicht⸗ emäßen 8 Beiträge und ist 1915 10 Monate in Stellung, fo können die 2 Beiträge, die er mehr als die 8 Pflichtbeiträge gezahlt, auf 1914 angerechnet werden, so daß sich die Zah⸗ lung der gestundeten Beiträge erübrigt.

* Stadttheater. Zum morgigen Vortrag Norbert acques überParis und London während der riegszeit dürfte einiges aus dem Referat eines gro⸗

ßen urger ttes aus der letzten Woche interes⸗ sieren. Es heißt da:Norbert Jacques ist den Hamburgern kein Fremder und als vielgereister Mann und Vertreter großer Blätter ist er auch ein Mann nach dem Herzen unserer See- und Handelsstadt. Und nun dieser nstand: Die beiden auptstädte unserer westlichen Feinde im Krieg! Es lag auf der Hand, daß hier et⸗ was zu hören und zu erfahren war. Der Andrang war des⸗ halb außerordentlich stark. Von denen, die die Bes affung der Karten auf den letzten Tag verschoben hatten, konnten nur noch wenige befrie werden. Mehr als 1000 ragende mußten schon im Vorverkauf weggeschickt wer⸗ en, trotzdem der 1 1 Saal Hamburgs gewählt worden war.... Jacques ist ein e Sprecher; er redet deutlich, natürlich, anschaulich und weiß durch Wechsel von Ernst und Ironie bis zum letzten Wort fesseln. Kurz, der englische wie der französische Abschnitt der Reise fand stärksten Beifall und oft schallte das ae mitten zwischen den Text. Die begeisterte Aufnahme des dem nicht entfernt ne Wiederholung in

Vortrages wie der stürmische Andran Erwägung zu ziehen, die als gesichert betrachtet werden

genügt werden konnte, veranlaßte

darf. 1. * Der Allgemeine Staats⸗Gisenbahn⸗ abends

Verein Gießen hielt am Sams 30. Jan., a in Kobels Restaurant seine alljährliche Hauptversamm⸗ lung ab. Dieselbe wurde von dem Ober-Ba hofsvorsteher

Rechnungsrat Kuchler eröffnet mit dem Hinweis auf den ausgebrochenen Weltkrieg, in welchem wir mit unserer

Deulschlanb schicken, aber jezt geht die Not, die sie wie Kinder

nach dem Organisationsstatut nicht die Handhabe zu weitergehenden

Kriegspflicht durchaus durchhalten müßen. In der Oßfer⸗ wüßte Eiese min aach 8. ae, e

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weiter beschlossen: Die Abstimmung im Plenum des Reichstags

en der Reichsversiche⸗

sigkeit von Angestellten mit sich gebracht, die

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