Ausgabe 
(22.1.1915) 18. Erstes Blatt
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Erstes Blatt

Der Sleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich Sleßener Famillenblätter; weimal wöchentl. Kreis: latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche 8 Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschästsstelled l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

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165. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General⸗Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschästsstelle u. druckerei: Schulstr. 7

Freitag, 22. Januar 1015

ZJezugsvreis: monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für der politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz, für Stadt und Lanb, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H,. Beck, sämtlich in Gießen.

Wechsel im Kriegsministerium. Aeußerungen des Generals v. Moltke.

(WTB Großes Hauptquartier, 21. Jan. vor⸗ mittags.(Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen der Küste und Lys fanden auch gestern nur Artil⸗ leriekämpfe statt. l

Der vorgestern von uns ben bei Notre Dame verloren..

Nordwestlich Arras griffen die Franzosen beiderseits der Chaussee Arras Lille wiederholt an, wurden aber zu⸗ rückgeschlagen.

Südwestlich Berry au Bac wurden den Franzosen zwei Schützengräben abgenommen, die trotz lebhafter Gegen angriffe von uns behauptet wurden.

Französische Angriffe gegen unsere Stellung südlich St. Mihiel wurden abgewiesen.

Nordwestlich Pont⸗A⸗Mousson gelang es, einen Teil der uns vor drei Tagen entrissenen Stellungen zurück⸗ zunehmen. Unsere Truppen eroberten dabei vier Geschütze und machten mehrere Gefangene. Um den Rest der verloren gegangenen Stellung wird noch gekämpft.

In den Vogesen nordwestlich Sennheim dauern die Kämpfe noch an. i Oestlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreußen ist die Lage unverändert.

. Ein kleineres Gefecht östlich Lino verlief für uns gün stig. 100 Gefangene blieben in unserer Hand.

Im Gelände westlich der Weichsel, nordöstlich Borzi mow schritt unser Angriff fort.

Ein russischer Angriff westlich Lopuszno, südwestlich Konstie, wurde abgeschlagen. Oberste Heeresleitung.

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Es hatte einigermaßen überrascht, daß General von Falkenhayn bei seiner Ernennung zum Nachfolger Moltkes auch das arbeitsreiche Amt des Kriegsministers beibehielt. Es hatte sich dabei nur um ein Provisorium sehandelt. Falkenhayn selbst hat, wie es in der amt⸗ ichen Meldung heißt, nunmehr darum gebeten, ihn vom Amte des Kriegsministers zu entbinden.

Beim Wechsel in so hohen militärischen Aemtern in mitten einer furchtbar bewegten und drängenden Zeit walten gewisse Besorgnisse, die im vorliegenden Falle jedoch nicht gehegt zu werden brauchen. Wer noch nie Kriegs- minister gewesen ist, muß sich in das Amt einarbeiten. Ebenso liegt die Sache beim Posten des Generalstabschefs. Herr v. Falkenhayn hatte, als er diese Stellung übernahm, durch enges Zusammenarbeiten mit seinem Vorgänger die erforderlichen Erfahrungen wohl gesammelt, um die Kon tinuität der Entschließungen verbürgen zu können. Höchst wahrscheinlich hat er danach den neuen Quartiermeister Wild v. Hohenborn als kommenden? Kriegsminister zu seinem nächsten Arbeitsgenossen gewählt. Beide Herren sind einander nicht unbekannt, und auch das deutsche Volk weiß, daß sie beide in parlamentarischen Fährnissen ihren Mann gestanden und sich als höchst willenskräftig und befähigt erwiesen haben. So setzen uns die Persönlichkeiten der neuen Männer und die Art ihrer Erwählung über alle die Be denken hinweg, die man in ähnlichen Fällen, z. B. unter französischen Verhältnissen, wo Ehrgeiz und Parteiherrsch sucht die Leitern zur Macht sind, wohl hegen müßte. a

Es trifft sich zufällig und gut, daß der frühere verdiente Generalstabschef v. Moltke, der jetzt in Berlin die Stell- vertretung Falkenhayns übernommen hat, sich einem Ber liner Schriftsteller gegenüber über die Kriegslage geäußert hat. Es geht daraus hervor, daß keinerlei Verstimmung in den leitenden Kreisen herrscht. Herr v. Moltke versicherte mit Bestimmtheit: wir werden siegen! Und er hat somit das höchste Vertrauen in die neue Leitung der Feldheere. Wir eben die interessanten Ausführungen des Generals mit Erlaubnis der Zensurbehörde nachstehend wieder. Darin finden sich auch über den Ausbruch des Krieges wertvolle Aufschlüsse, und es wird namentlich dargetan, daß es dem Kaiser außerordentlich schwer geworden ist, das Schwert zu ziehen, und daß er es erst getan hat, als die Feinde durch

genommene Schützengra⸗ de Lorette ging heute nacht wieder

ihr hinterlistiges Verhalten ihn dazu gezwungen hatten. Auch der Reichskanzler, Herr v. Bethmann⸗ Hollweg, hat in Berlin einem Vertreter derAssociated

Preß gegenüber, ein erfreuliches Lebenszeichen gegeben. Er hat, wie wir einem Bericht derFrankf. Ztg. entnehmen, sich über die Art und Weise geäußert, wie die deutsche In⸗ dustrie sich dem Kriege anzupassen gewußt habe. Der eng⸗ lischen und französischen Kabelzensur, die in Amerika so falsch die öffentliche Meinung beeinflußt hat, wurden einige Worte gewidmet, und in Bezug auf die Schlacht von Tannen berg, die im Auslande wenig bekannt geworden ist, fiel der Kanzler schnell ein:Eine der größten Schlachten der Welt eschichte, eine der größten! Die größte, darf ich wohl agen. Im übrigen hat der Kanzler seinem Besucher nur wiederholt, was oft ausgesprochen worden ist. Die Gefühle der Deutschen gegen die Amerikaner seien freundschaftlich und würden es bleiben. 5

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Ein neuer Kriegsminister.

(WTB.) Gerlin, 21. Jan.(Amtlich.) DieNord- beutsche Allgemeine Zeitung meldet: Kriegsminister und

Chef des Generalstabs des Feldheeres v. alkenhayn ist unter Beförderung zum 44 77 5

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[der Infante⸗

rie auf sein Ansuchen hin von der Stellung als Kriegs minister enthoben worden. Generalmajor Wild von Hohenborn ist unter Beförderung zum Generalleutnant zum Staats- und Kriegsminister ernannt worden.

Die an General von Falkenhayn gerichtete Aller- höchste Kabinettsorder lautet:

Ihren für die Neubesetzung des Kriegsministeriums mir vorgetragenen Gründen kann ich mich nicht verschließen und ent⸗ hebe Sie daher Ihrem Wunsche gemäß von dem Amte als Staats⸗ und Kriegsminister. Meiner warmen Anerkennung Ihrer auf diesem wichtigen Posten geleisteten vortrefflichen Dienste will ich dadurch Ausdruck geben, daß ich Sie unter Belassung in der Stellung als Chef des Generalstabes des Feld⸗ heeres hierdurch zum General der Infanterie befördere.

Großes Hauptquartier, 20. Jan. gez. Wilhelm R.

Gleichzeitig wurde Generalmajor Wild von Hohenborn unter Beförderung zum Generalleutnant zum Staats- und Kriegsminister ernannt. Er verbleibt auf Allerhöchsten Be fehl im Großen Hauptquartier. Die Leitung der Heeres verwaltung im Heimatsgebiet nimmt auch weiterhin Gene ralleutnaut v. Wandel wahr. Als General v. Falkenhayn mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Chefs des General stabes des Feldheeres an Stelle des erkrankten General- obersten v. Moltke betraut wurde, harrten noch wichtige, im Verlaufe der ersten Kriegszeit aufgetauchte Fragen or ganisatorischer und technischer Art der Klärung. Ein Wechsel in der Besetzung der Stelle des Kriegsministers im Großen Hauptquartier war daher damals noch nicht angängig. Ein solcher ist heute unbedenklich geworden. Es ist deshalb eine getrennte Besetzung der beiden Stellen erfolgt. Sein Nach folger als Kriegsminister, Generalleutnant Wild p. Hohen⸗ born, gehörte dem Kriegsministerium als Direktor des all gemeinen Kriegsdepartements an. Im Felde befand er sich zuerst als Kommandeur der 30. Division, dann vom 27. No⸗ vember 1914 ab als Generalquartiermeister.

General Wild von Hohenborn ist in Kassel als Sohn des Obermedizinalassessors Dr. Wild geboren. Er hat einen großen Teil seiner militärischen Laufbahn im Generalstab absolviert. Vor seiner Berufung ins Kriegsministerium war er Generalstabs⸗ chef eines Korps. 8. 5 3

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Soissons von den Einwohnern geräumt.

Paris, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DemPetit Parisien zufolge ist Soissons auf Anordnung der Mili tärbehörde von den Einwohnern geräumt worden.

England und der Angriff unserer Luftschiffe.

Berlin, 21. Jan.(WDB. Nichtamtlich.) Nach den bis herigen Vorgängen kann es nicht wundernehmen, daß die Regierung und die Presse Englands den Angriff un⸗ serer Luftflotte auf die englische Küste nicht unbenützt vorübergehen lassen, ohne in den schwersten Beschuldigun⸗ gen gegen die deutsche Kriegführung sich zu ergehen und sie der Barbarei zu bezichtigen. In der ganzen Welt wird dies verkündet, in zahlreichen Punktstrichen über das Meer geschickt und in die entferntesten Teile der Erde gekabelt. Dabei ist an alledem nichts weiter dran, als daß unsere Luft⸗ schiffe, um zum Angriff auf den befestigten Platz Great Yar⸗ mouth zu gelangen, andere Plätze über flogen, aus denen sie nachgewiesenermaßen beschossen wurden und deren Angriffe sie durch Abwerfen von Bom ben erwiderten und zwar bei Nacht und bei nebligem und regnerischem Wetter. Hat diese Nation, deren Flug⸗ zeuge am hellen Tage über der offenen Stadt Freiburg i. B. Bomben abwarfen, deren Schiffe wiederholt offene Städte wie Daressalam und Viktoria(Kamerun) und Swakop mund beschossen, ein Recht, den Entrüsteten zu spielen, eine Nation, die kein Mittel scheut, ungeachtet völkerrechtlicher Auffassungen der Neutralitätsbestimmungen ihre Absichten durchzuführen? Der Luftangriff ist ein anerkanntes Mittel moderner Kriegführung, sofern er sich innerhalb der all gemeinen völkerrechtlichen Grundsätze hält. Unsere Luft⸗ schiffe haben sich innerhalb dieser Grenzen gehalten. Die deutsche Nation ist durch Großbritannien gezwungen wor den, um ihr Leben zu kämpfen. Sie kann nicht gezwungen werden, auf irgend ein Mittel legitimer Selbstverteidi⸗ gung zu verzichten und wird auch nicht darauf verzichten im Vertrauen auf ihr gutes Recht.

Wien, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DieNeue Fr. Presse bezeichnet den jüngsten Angriff der Zeppeline gegen England als eine der glänzendsten Kraftproben der Dreadnoughts der Luft. Jetzt sei es ihnen gelungen, den Engländern wieder einmal vor Augen zu führen, wie angreifbar ihre so sicher gehaltene Insel ist. Der alte Graf Zeppelin sei herzlich zu bewundern und zu beglück⸗ wünschen, daß er es erlebte, wie die Erzeugnisse seiner Erfindungsgabe im Kriege dem deutschen Volke den größ⸗ ten Dienst leisten und den Feinden Deutschlands Verderben bringen.

Aus der französischen Kammer.

Lyon, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)Progrés be⸗ richtet aus Paris: Die Kammer nahm gestern einen Regierungsantrag auf Pensionierung der Staatsbeamten an, die während des Krieges vor dem Feinde fallen. Progres meldet weiter aus Paris: Etwa 100 mobilisierte Abgeordnete sind gestern zu einer Beratung zusammen⸗ getreten, um eine Lösung zu finden, wie sich ihre militäri⸗ schen Pflichten mit den parlamentarischen vereinigen lassen.

Die Konferenz gelangte zu kelnem Ergebnis. Ein Beschluß wird später gefaßt werden.

Paris, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DerMatin berichtet: Die sozialistische Kammergruppe be⸗ schloß, 21 Unterausschüsse zu bilden, von denen sich jeder mit einer besonderen Frage zu befassen hat. Der Sekretär der Sozialistengruppe wurde beauftragt, den Kriegsminister zu veranlassen, eine Liste aller Armeelieferanten sowie der Art der von der Heeresverwaltung mit diesen abgeschlosse⸗ nen Verträge zu veröffentlichen. Die Unterausschüfse, die vom Budgetausschuß mit der Prüfung der von der Armee⸗ verwaltung abgeschlossenen Käufe für Heereszwecke beauf⸗ tragt sind, haben beschlossen, das Kriegs- und Marine⸗ Ministerium um Bekanntgabe aller Aktenstücke und Rech⸗ nungsbelege über die seit der Mobilmachung abgeschlosse⸗ nen Käufe zu ersuchen.

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Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 21. Jan. mittags: Die Situgtion ist un⸗ verändert.

An der ganzen Front nur stellenweise Geschützkampf.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. ö

Wien, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ pressequartier wird gemeldet: Feldmarschall Erzherzog Friedrich besichtigte in den letzten Tagen die braven Truppen der ersten Armee. Die hierbei gewonnenen Eindrücke waren über⸗ aus befriedigend. In dem ganzen Etappenraume herrscht m u ste r⸗ hafte Ordnung. An der Erhaltung und Wiederherstellung der Kommunikationen wird aufs Intensivste gearbeitet. Der Gesundheitszustand der Truppen ist sehr gut, die Haltung nach jeder Richtung hervorragend. Die Truppen sind durchwegs kampfesfreudig und erwarten mit Ungeduld den Zeitpunkt der neuen Offensive. Der Erzherzog ließ keine Gelegenheit vorübergehen, um mit den Offizieren und Mann⸗ schaften in unmittelbare Berührung zu treten. Bei der Durch⸗ reise durch die Festung Krakau bereitete die Bevölkerung der festlich geschmückten Stadt dem Erzherzog begeisterte Ovationen,

Der österreichisch⸗ungarische Thronfolger im deutschen Hauptquartier.

Berlin, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der öster⸗ reichisch-ungarische Thronfolger: Erzherzog Karl Franz Josef ist heute nachmittag 1 Uhr 2 Min. vom 3 Bahnhof nach dem Großen Hauptquartier ab- gereist.

Die Kämpfe im Kaukasus.

Konstantinopel, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der türkische Große Generalstab teilt mit? Die Angriffe der Russen auf der Front im Kaukasus wurden auf der ganzen Linie zum Stillstand gebracht.

Hungersnot und Elend in Tiftis.

Konstantinopel, 21. Jan.(WTB. Nichtamtl.) Das Osmanische Nachrichtenbureau erfährt: Es bestätigt sich, daß die Bevölkerung von Tiflis die Stadt zu ver⸗ lassen beginnt, um sich in das Landesinnere zu begeben. Die städtischen Behörden haben eine außerordentliche Summe bewilligt, um die Abreise der Familien und Beamten zu er⸗ leichtern. Sowohl Tiflis wie Kars sind vollständig von der Bevölkerung geräumt. Das Regierungsgebäude, die Moscheen, die Kirche und die großen Privatgebäude sind in Lazarette verwandelt. Infolge des Steigens der Lebens- mittelpreise herrscht großes Elend. Selbst die russischen Offiziere sind überzeugt, daß Rußland den An griffen der Deutschen im Norden und der Türken im Kau⸗ kasus nicht widerstehen kann, sondern geschlagen werden wird. Nachrichten zufolge, die aus unterrichteten osmani⸗ schen Kreisen hierher gelangt sind, versuchen die Engländer jetzt, die eingeborene indische Bevölkerung für sich zu ge⸗ winnen, indem sie ihr die bisher verweigerten Freiheiten zugestehen. Aber die Zunahme der Gärung zeigt, daß alle diese Maßnahmen, angebliche Sympathien der Engländer gegen die Inder, ungenügend sind, solange ihnen nicht eine unabhängige Verwaltung zugesagt wird.

Die letzten Kämpfe am Schatt el Arab.

Konstantinopel, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier meldet: Nach Erklärungen der Gefan⸗ genen, die während des gemeldeten Kampfes am Schatt el Arab gemacht wurden, heißt das Kanonen boot, das sich unter unserem Feuer zurückziehen mußte,Espiegle. Es wurde schwer beschädigt und sein Kommandant, Fawler, zwei Offiziere und 17 Mann der Besatzung getötet.

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Von derKarlsruhe.

Berlin, 21. Jan.(Ctr. Blu.) DieLondoner News melden aus San Juan auf Puertorico, daß das deutsche KriegsschiffTarlsruhe immer noch ungehindert den Atlantischen Ozean durchfahre und im Verlauf der letzten vierzehn Tage nicht weniger als 11 Handelsschiffe versenkt habe.

Lebensmittelteuerung in England.

London, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Zu⸗ sammentritt des Parlaments am 2. Februar wird ie Arbeiterpartei an die Regierung die dringende Auf

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