Ausgabe 
(21.1.1915) 17. Zweites Blatt
Seite
126
 
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schlug. Und es lohnt sich für uns, jetzt, wo wir wieder in einem

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entscheidendsten Schlachten den Namen gegeben hat. Denn her murde

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Orchies, der neben den verruchten Stätten des F

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den von einem Ende bis ihm die Jahrhunderte nichts anhaben könnten, ragt noch hinter dem Aschekegel eines

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stadt; worauf das Auge zwischen den langweilig ausdruckslosen

mit dem Belfried, das alles sind Andenken an die flämische

das Riesen⸗Gayant⸗Fest zum Andenken daran, daß es 1 aus eigener Kraft gelang, den Anschlag Ludwigs XI. auf ihre Frei⸗

Türmen, Zinnen und Zugbrücke

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meisten auf Militärkapelle muntere Weisen spielte:

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zum Angeden

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gewiß nicht leicht ist, sondern die Geduld von beiden Seiten er⸗

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wie in dem ganzen blühenden und steuerkrä

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die Vorpostengrenzen zwischen Deutschen und Fran osen ab uflecken.

jetzigen Krieges nachgeht, fortwährend an die blutige B

und die Wehrlosen zu Tode marterten, sie verstümmelten und

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4 mich it, tro rb

elsschiffe Jagd zu machen, statt sich an die deutsche Flotte heranzuwagen. f g

Zu diesem häuslichen Streit innerhalb des Dreiver⸗ bandes gesellen sich noch die Auseinandersetzungen mit dem Bundesgenossen im fernen Osten, den man flehentlich um Hilfeleistung auf dem europäischen Festlande anrief, der aber auf alle Bitten taub geblieben ist. Das kann frei⸗ lich nicht Wunder nehmen, denn zu den vielen erst unlängst dargelegten Gründen, welche die Japaner verhindern, dur eine Expedition nach Europa Harakiri zu 6 sich der erst jetzt bekannt gewordene Konflikt, der sich aus Anlaß der Einnahme von Kiautschau zwischen England und Japan entsponnen hat. Dies wirft England schamlose Selbstsucht vor, weil es sich in China wie der bekannte Hund an der Krippe wir zitieren hier das japanische Blatt Nischi Nischi Schimbun benehme und den Japanern nicht nur das Interessengebiet in Schantung streitig mache,

i 1 in ganz China ein Handelsmonopol für sich an⸗ rebe.

Man wird das Kapiteldie Verbündeten unter sich mit Aufmerksamkeit verfolgen müssen. Erkennt man doch in Ruß⸗ land und Frankreich immer mehr, daß das sparsame Einsetzen englischer Streitkräfte und die plangemäße 1 britischen Flotte der längst enthüllten Taktik entspricht, erst dann in den Weltkrieg energischer einzugreifen, wenn Rußland und Frankreich so geschwächt sind, daß sie bei dem späteren Friedensschluß nur noch à la Belgien und Serbien zur Trabantenrolle verurteilt sein werden, wobei es ein wahres Glück für das Zarenreich und die französische Republik ist, daß durch diese schlaue Rechnung die deutsche Flotte zu Wasser und in der Luft! einen dicken Strich machen dürfte.

Uriegsbriefe aus dem Westen. Von unserm Kriegsberichterstatter. karnberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten)

Unterwegs nach Lille. Großes Hauptquartier, 17. Jan. Schon im dreizehnten Jahrhundert begann Flandern der Zank⸗ apfel zwischen den Franzosen und den Nachbarvölkern, besonders den Engländern und den Deutschen, zu werden. So steht in der kleinen Heimatkunde des Departements du Nord zu lesen, welche ich auf dem Lehrerpulte einer zerschossenen Dorsschule auf⸗

flandrischen Feldzuge begriffen sind, den Blick ein wenig zurück⸗ schweifend auf die Geschichte dieses Landes zu wenden. Denn mit der Landkarte von Französisch⸗Flandern, auf der die Straßen jetzt von neuem mit rotem deutschem Blut eingezeichnet sind, tauchen vor unserem nachdenklichen Auge eine lange Kette von Ortsnamen auf, die in die Tafeln unserer deutschen Vergangenheit ehern ein⸗ gegraben sind.

Die Städte, die jetzt täglich im Kriegsberichte des Gr. Haupt⸗ quartiers genannt werden, von Nieuport in der ganzen Linie über Dirmuiden, Ypern, Armentières bis Arras, sie möchten einen fast so anmuten, als ob ihre hohen Warttürme, dieBelfriede, schon in alter Zeit errichtet worden seien, um in immer erneuten Kri

Und zwischen ihnen liegt Schlachtfeld bei Schlachtfeld, kaum eines darunter, was nicht mit deutschem Blute gedüngt ist, manches. dessen Gräber wir zu unserem Schaden pergefen haben. Da ist vor Allem Malplaquet, der kleine Weiler, der zu dem Orte Taisnières⸗sur⸗Hon gehört und daher auf den meisten französischen Karten kaum zu finden ist, und der doch einer der blutigsten und

das französische Heer durch den Prinzen Eugen und den Herzog von Marlborough so furchtbar aufs Haupt geschlagen, daß das flandrische Glacis den Verbündeten offen sund und Ludwig XIV. statt seine zäh 12 Eroberungspolitik am Ende ihrer Wünsche 0 3 unter den Trümmern seines Thrones sterben zu müssen 9 e.

Man wird hier, wenn man den furchtbaren Spuren des zigen ergangen⸗ heit erinnert, ob man will oder nicht. Da besuchte ich den Ort 5 8 ranktireur⸗ krieges, neben Ethe, Battice, Andenner⸗Vise, Löwen und wie sie heißen, den verxuchtesten Klang hat. Tenn hier war es, wo die Schurken das Lazarett voll deutscher Verwundeter überfielen ihnen Sägemehl in Nase und Mund stoyften, bis sie erstickten.

e unglücklichen Opfer liegen vor dem Ortseingange pietätvoll bestattet; ein 2 Zementkreuz kennzeichnet die Ruhestätte dieser Helden des zeidens, und ein Wassergraben umgibt den kleinen Friedhof. Wie sie gerächt wurden, das zeigen die Stra⸗

des Dorfes. Kein Haus ist stehen geblieben. Mit Feuer atort des himmelschreienden Verbrechens ausgetilgt wor⸗ zum anderen. Aber massig, als ob

5 5 auses der mittelalterliche Wachtturm mit

seinen meterdicken Backsteinmauern auf, den die Grafen von Flan⸗

dern erbaut haben, um französische Raubgelüste abzuwehren. Douai macht den Eindruck einer nordfranzö,ischen Mittel⸗

Häuserreihen haften bleibt, die Stadttore, die Marienkirche mit ihren kostbaren Bildern, die St. Catherinenkapelle, das Rathaus er⸗ 1 und trotzdem man hier kaum mehr ein nieder⸗ deutsches Wort hört, so feiern doch die Bewohner noch jedes Jahr

heit zu vereiteln.

Aus dieser Zeit mag wohl auch die entzückend erhaltene, mit

hrte Burg Loir stammen, die neben der Straße nach Valenciennes in der Wiesenniede⸗ rung liegt. Trotzdem es Sonntag war, als ich hier eintraf, waren die meisten Läden offen. In den Straßen wogte reges Leben, am

dem Platze vor dem Rathause, wo eins deutsche

Doch uns bleibt zum Angedenken . Ter Reservestocl. 1 120 8 örte vergnügt zu, wie ein Landwehrmann, der diesmal ende Eiserne Kreuz nach Hause bringen wird, zwei aufmerksamen Töchtern der Svpitzenstadt den Text dieses schönen Liedes ins Französische zu übersetzen bemüht war, was

fordert. Ob der galante Barbar bei seinen Zuhörerinnen schließlich

viel Verständnis gefunden hat, konnte ich nicht abwarten, obwohl die Sache sehr interessierte.

In Valenciennes merkt man nicht, wie nahe man dem Kriege tzdem die schweren Geschütze von Zeit zu Zeit bis 1

a oder vielmehr, man ist hier in einer Stadt, die sich

blau⸗weiß⸗ rot gestreiften

zu, gewöhnen N hat. Vor den unsere feldgrauen Posten.

ilderhäusern Franzosen stehen m Stadthause weht die schwarz⸗ weiß⸗xote Fahne. Aber das mächtig sucht sein Glei

sierende Wirtschaftsleben eine Weile so jäh ins

hnen; n sehr an den Krieg

gewicht, das durch den deutschen Einmarsch für ken geriet, wiederzugewinnen. Und hier, . igen Département du Ford ist deutscher Verwaltungs sinn ordnungsschafsend am Werke, um die reichen Produktionsquellen dieses reichen Gebletes, die dem Feinde verschlossen sind, für unser eigenes Wirtschaftsleben nutzbar zu machen. 5 5 4 Denn dieFlandre frangaise ist ein ebenso gesegnetes Acker⸗ land wie ein unerschöpflicher Industriebezirl. So dicht besiedelt, wie sonst nur das Seinebs partement, falls man Paris einxechnet, gemahnt die Gegend zuweilen an das rheinisch⸗westsälische Gruben⸗ und Hüttenrcvicz; glaubt man durch eine einzige

ch] in friedlichem Dienste, wie sie dafür sorgen, daß diese Korn⸗

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Stadt zu fahren, deren menschenreiche Viertel sich um Zechen und 1 5 N gruppieren und die unter sich durch Ackerbreiten begrenzt sind Und diese erinnern wieder in ihrer Uleppigkeit an die Zuckerrübengegenden der Provinz Sachsen. Die Kamine rauchen und wenn man näher kommt, so sieht man, daß die deutsche Mili⸗ tärverwaltung hier den betriebsamen Unternehmer spielt. Die Felder sind bestellt. Handhoch schießen schon die hellen Halpie des Weizens. Und irgendwo, auf einem Dorfe, bis zu dem der Krieg den Weg nicht gefunden hat, trifft man deutsche Kvmmandos

kammer bei der nächsten Ernte nicht leer stehe, und mit dem Maire und den einzelnen Besitzern vereinbaren, wie viel an Brotgetreide und wie viel an Futter auf den etwa noch unbe⸗ stellten Ländereien zu erzielen ist.

Kraß folgen auf diese friedlichen Bilder wieder die unver⸗ wischten Eindrücke des Krieges. Die Spuren jener Nahekämpfe von Ort zu Ort, von Straße zu Straße, welche der Erstürmung von Lille vorangegangen find.

Maubeuge, das in diesem Jahre die hundertste Wieder⸗ lehr des letzten deutschen Besuches begehen kann, weist noch die Er⸗ innerungen an die vernichtende Beschießung durch unsere schweren Kaliber vollzählig auf. Die gewaltigen Forts rings um die Stadt sind Trümmerhaufen. Trümmerhaufen auch die Straßenteile, die nahe den Eingängen der Festung standen. Wie zum Hohne ist das Bogentor der Vaubanschen Zitadelle stehen geblieben, auf dem sich eine ruhmredige Inschrift auf den Sonnenkönig Lud⸗ wig XIV. befindet.

Toch er verdient seinen Ruhm. Jahrhunderte lang ist Flan⸗ dern von Deutschen und Franzosen umkämpft worden, nachdem es im Mittelalter sein Löwenbanner wie eine Wetterfahne bald nach Osten und bald nach Westen hatt, weisen lassen, je nachdem. wo es die stärkere Volkskraft spürte,. Ludwig XIV. hat dieflan⸗ drische Frage vorläufig gelöst; als er diese seinem Reiche vor⸗ gelagerte Otmar besetze, was Frankreichs höchster Aufstieg, war die tiefste Ohnmacht der uneinigen Deutschen besiegelt. Aber noch 1783, noch in den Freiheitskriegen, war es in Deutschland unvergessen, daß Lille eine alte flämische Stadt ist. g 1 l

Und nun, wo wiederum die ehernen Kriegswürfel über die E Ebene zwischen Ardennen und Nordsee rollen, hat sich auch

Kampfgespahn von jenseits des Meeres N e dem Flan⸗ derns Schlachtfelder ebenfalls vertraut sind, der Engländer. So lange Frankreich eine aufsteigende Macht war, hat Brite in

landern stets gegen die fran ösischen Waffen gestanden. Zum ersten Male 4 25 die alten flämischen Belfriede die beiden alten Feinde 83 er es liegt hier im Département du Nord eine Stadt, ie einen unlieben Klang für die zwei Bundesgenossen haben mag. le Cateau. Vielleicht machen sich beide ihre Gedanken bei diesem fatalen Namen, der für den Engländer die Erinnerung an das Aufgeben seiner kontinentalen Politik bedeutet und der den Fran⸗ zosen mit eisigem Schauder daran gemahnen mag, daß Calais heute

wieder von den Engländern besetzt ist. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.

Aufruf an die deutschen Hausfrauen!

In der Zeit vom 18. bis 24. Januar 1915 soll, unter wärmster Billigung Ihrer Majestät der Kaise⸗ rin, in ganz Deutschland eine

Reichswollwoche

stattfinden.

Der Zweck dieser 2 woche besteht darin, für unsere im Felde 2 Truppen die in den deutschen Familien noch vorhandenen überflüssigen warmen Sachen und getragenen Klei⸗ dungsstücke(Herren⸗ und Frauenkleidung, auch Unterkleidung) zu sammeln. Es sollen nicht nur wollene, sondern auch baum⸗ wollene Sachen sowie Tuche eingesammelt werden, um daraus namentlick Ueberziehwesten, Unterjacken, Beintleider, vor allem aber Decken anzuf en. g.

Gerade an Decken ht für die Truppen ein außerordent⸗ licher Bedarf, da sie den Aufenthalt in den Schützengräben sehr erleichtern und erträglich machen. Mit großem Erfolg sind be⸗ reits von sachverständiger Seite aus alten Kleidern aller Art Decken in der Größe von 1,50; 2 Meter hergestellt worden, die einen hervorragenden Ersatz für fabrikmäßig erzeugte wollene Decken bilden und deren Herstellungskosten nur ein Viertel einer fabrikmäßig hergestellten wollenen Decke betragen. 2

Zu dieser Aufgabe bedürfen die unterzeichneten Stellen der tätigen Mitarbeit aller deutschen Frauen.

Tie Organisatton dieses Sammelwerkes wird sich in den Gauen des Vaterlandes verschiedenartig gestalten je nach den Eigentümlichkeiten und den besonderen Lebensverhältnissen

ihrer 3 ö 5 8

Aber Euch Allen wird rechtzeitig die Mitteilung über die Einzelheiten zugehen. Zunächst richtet Euch schon darauf ein, in Euren Schränken nachzusehen, was Ihr entbehren könnt, um es denen zu widmen, die mit ihrer Brust und ihrem Blut uns alle beschützen. Gebt, soviel Ihr irgendwie entbehren könnt!

Nur diejenigen Familien, in denen ansteckende Kranfheiten berrschen, bitten wir, sich im Interesse der Allgemeinheit an dem Liebeswerk auf diese Weise nicht zu beteiligen.

Also nochmals, deutsche Hausfrauen, frisch ans Werk! Sammelt aus Schränken und Truhen, was Ihr an Entbehr⸗ lichem findet! 5 8 Schnürt es zu Bündeln, packt es in Säcke und haltet es zur Abholung bereit, wenn alle unsere Helfer in der Reichs⸗ wollwoche vom 18. bis 24. Januar 1915 an Eure Türen klopfen!

Berlin, den 1. Januar 1915, Kriegsausschuß für warme Unterkleidung E. V. Fürst zu Salm⸗Horstmar.

Aus Stadt und cand. Gießen, 21. Januar 1915.

Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Landwehrm. Ludwig Bamberger aus Allendorf b. Gladen⸗ bach. Res Ludwig Brühl, Inf. ⸗Rat. 117, aus Friedensdorf. Res. Jak. Gerlach, Inf ⸗Rgl. 28, aus Friedensdarf. Land⸗ wehrm. Friedrich Knit v, Res. Inf Ngt. 216, aus Offenbach am Main. Einj.⸗Kriegsfreiw. Wilh. Popp, Res.⸗Inf.⸗Ngt. 221, aus Offenbach am Main. Seewehrm. Christian Fläschner, Marine⸗Inf.⸗Rgt. 3, aus Offenbach am Main. Ers.⸗Res. Jak. Theis, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 80, aus Offenbach. Gefr. d. Reserve 183 Freitag, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 88, aus Hanau. Vize⸗ e

ldwebel Lehrer Karl März, Res.⸗Inf.⸗Agt. 118, aus Ober⸗ Hülbersheim.. Res. Jos. Baier, Juf.⸗Leib⸗Rgt. 117, aus Mainz. Utffz. Gust. Heinrich, Res.⸗Inf.⸗Agt. 88, aus

Worms. Ers.⸗Res. Jos. Farrenkopf, Res.⸗Inf.⸗Agt. 118.

aus Worms. Ers.⸗Res. Christ, Lüttinger, Res.⸗Inf. Rgt. 221, aus Heppenheim. Kriegsfreiw. Gustav cl aus Wetzlar. Utffz. d. Res. Heinr. Gilbert, Res.⸗Inf. Rgt. 206, aus Dutenhofen. Gefr. Wilh. Trautmann, Inf. Nat. 418, aus Unteroffern. Landwehrm. Ludw. Eichenauer, Inf.⸗Rgt. 116, aus Ober⸗Widdersheim. Musk. Otto Klös, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 168, aus Kohden. Gefr. Otto, Klaus, Jäger⸗

Bat. 11, aus Unter⸗Schmitten. Vizefeldw. d. Res. Ludw. Gut⸗

jahr aus Stockstadt a. Rh.

* Ritter des Eisernen Kreuzes Hauptmann Professor Dr. Hippenstiel in Wetzlar. Fähnrich Kolb, Off.⸗Stellv. und Adjutant, aus Wetzlar. Friedrich Ham⸗

tung, die die Mission für unser Volk hat, und die

gemeinen Deutschen Sprachvereins halten wird(8 ¼ Uhr abends im Hörsaal 44 der Universität). Der Vortrag be⸗ handeltNiedergang und Aufstieg im Leben der deutschen Sprache. Gäste sind willkommen. 5

* Missionspersammlung., In der heute abend um 8 Uhr in dem Johannessaal stattsindenden Misftonsver⸗ sammlung wird der bekannte Missionar Gsell zunächst ein

Bild geben von den unheilvollen zerstörenden Wirkungen des Krieges auf die Missionsarbeit. Professor D. Schian wird dann reben überEngland und die Mission. Auch. Bedeu⸗ l 5 8 Hoffnungen für die Mission, die man gerade wieder auf den Krieg seßen

kann, werden kurz beleuchtet werden. Kreis Lauterbach.

5 Lanzenhain, 19. Jan. Aus unserer kleinen Gemeinde sind bis jetzt fünf Mann den Heldentod für das Vaterland

gestorben. Kreis Friedberg.

v. Bad⸗ Nauheim, 19. Jan. In der heutigen Stadt⸗ verordnetenversammlung wurde folgendes ver⸗ handelt. Für den Umbau eines Teils des Bahnhofs⸗ platzes bewilligt die Versammlung 4000 Mark. Die Eisen⸗ bahn⸗Direktion hatte erst einen Zuschuß von 8000 Mark ge⸗ fordert, doch wurde nach längeren Verhandlungen die Herab⸗ setzung der Forderung bis auf die Hälfte erreicht. Die Verlängerung des Höhenweges bis zum Ernst⸗Ludwig⸗ Weg nach Plänen der Feldbereinigung wird genehmigt. 1 Beginn der Sitzung hatte der Vorsitzende Beigeordneter

nieriem dem verstorbenen Stadtverordneten Friedr. Wilh. Stamm, der seit 14 Jahren dem Kollegium an⸗ gehörte, einen ehrenvollen Nachruf gewidmet.

Hessen⸗Nassau. h. Frankfurt a. M., 20. Jan. In der vergangenen Nacht brach gegen 2 Uhr im Dachstuhl der Buchdruckerei Hemp, Leipziger Straße, ein Feuer aus, das an den dort lagernden Papier⸗ und Lumpenvorräten reiche Nah⸗

rung fand und den Dachstuhl völli e Der Brand⸗ f wird auf 2500030 000 Mek. geschätzt. Es liegt an⸗ scheinend Selbstentzündung der Papiere vor. Von den

etwa 11000 städtischen Beanrten, Lehrern, Arbeitern und 5 1 5 Angestellten stehen 740 Beamte, 380 Lehrer und rund 3000 andere Angestellte im Felde. 70 Prozent dieser Feldzugsteilnehmer find verheiratet.

* Hanau, 20. Jan. Ein von Geh. Regierungsrat Dr. Breger unter dem TitelErrichtet Kriegsmuseen intBerl. Tagebl. veröffentlichter Artikel hat den Vorstand

s Hanauer Geschichtsvereins veranlaßt, auch für Hanau die Errichtung eines Kriegsmuseums in die Hand zu nehmen. g

J. Gelnhausen, 20. Jan. Der Kreistag des Kreises Gelnhausen hat beschlossen, das Betriebskapital der bei Kriegsbeginn in Betrieb genommenen Kreis⸗Mühle von 50 auf 70 000 Mek. zu erhöhen, für die zu zahlen⸗ den Familien unterstützungen einen weiteren Be⸗ trag von 250000 Mk. zur Verfügung zu stellen, für Not⸗ standsarbeiten und zum Ausgleich des laufenden Etats eine Anleihe von 50000 Mk. und für das Kreis⸗Gruppen⸗ wasserwerk einen weiteren Betrag von 130000 Mk. aufzu⸗ nehmen. 8

h. Unterliederbach, 20. Jan. Der 49 jährige Elek⸗ trotechniker Johann Röder aus Kriftel geriet in der Leder⸗ fabrik in das Räderwerk der Betriebsmaschine. Er wurde auf der Stelle getötet. 0

A Kassel, 21. Jan. Die Landgemeinden des Regierungs- bezirks Kassel erzielten im Jahre 1914 aus dem Verkauf des

Gemeinde obstes insgesamt 227 170,06 Mk. gegen 161 372,98 Mk.

in 1913. An der Spitze steht wieder der Kreis Hofgeismar mit

40 971,37 Mark. 5

Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 18. Januar 1915.

Schlachtviehpreise in Drank furt a. M.

Jleischpreise in Gleßen

Ochsen e. e ict% Kg. 9098 Piz. Kälber ½ Ag. Schlachtgiw. 6885 U., 7680 Schweine: 8 2 90106

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Getreidepreise n Mann he im

Weizen 100 Ig. 00.00 00.0 MT. Roggen 100 Kg. 00.0% 00.00 Mt.

Kirchliche Nachrichten Israelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Sunagoge(Süd⸗Anlage). Samstag, den 23. Januar 1915 VLoraben) 5.00 Uyr.. Morgens 9.00 Uhr. Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Deutschen Kaisers. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbatausg ang: 5.55 Uhr.

Israelitische mengen gesellschaft. Gottesdlenst. Sabbatseiee am 23. Januar 1915:

Freitag abend 4.40 Uhr.

amstaa vormittag 8.30 Uhr. 5 Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Deutschen Kaisers.

Samstag nachmitta! 3.30 Uhr. 5

Sabbat⸗Ausgang 5.55 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 7.00, nachmittags 4.30 Uhr.

Brotpreise in Gießen:

Weißbrot 2 Tg. Schwarzbrot 2K.

ni g. 64 Pig.

nimmt man eum Sämigmachen

Dr. Oetker's % Suppen u Tunken

G 1 t 5 I anstelle des englischen Mondamin.

mann aus Hermannstein, Leutn, d. R. im Bayr. 7. Inf.

bete au 15, 30 und 60 Pig., überall zu haben Josh/