bitte, die Blumen als ein kleines Zeichen ihrer Erkenntlichkeit anzusehen. Der Verein junger Buddhisten stellte den Kriegsgefangenen eine Begrüßung zu, in der es heißt: Der japanische Verein der jungen Buddhisten beehrt sich, die ruhmvollen Verteidiger von Tsingtau zu be⸗ gelben. Von Feindschaft zwischen Ihnen und uns kann eine Rede sein. Zwischen den Deutschen und den Japa⸗ nern besteht überhaupt kein Haß. Leider hat der furchtbare europäische Krieg seine Schatten bis nach Japan geworfen und unsere 50 jährige Freundschaft auf eine harte, schmerzliche Probe gestellt. Wir bezeugen Ihnen aus tief⸗ stem Herzensgrunde unsere bewundernde Hochachtung und verbinden damit den Ausdruck der frohen Hoffnung, daß das alte Verhältnis wieder in ungetrübtem Glanze erstehen werde. Basel, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Baseler Nachrichten“ berichten aus Tokio, daß die Regierung mit Hilfe des Militärs große Versammlungen der Seijukai⸗ Partei gegen das Ministerium unterdrückt hat.
Die internationale sozialdemotratische Friedenskonferenz.
Kopenhagen, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern wurde die internationale sozialdemokratische riedenskonferenz eröffnet. Außer den Vertretern Dänemarks waren solche aus Schweden, Nor⸗ wegen und Holland erschienen. Der Vorsitzende der dänischen sozialdemokratischen Partei, Stauning, hielt eine Begrüßungsansprache, zunächst deutsch, dann dänisch. Es wurde beschlossen, ein Protokoll mit einem ausführlichen Referat aufzunehmen, das vorläufig zurückgehalten und smnach dem Kriege den internationalen sozialistischen Bu— reaus der international zusammengeschlossenen Parteien elegt werden soll. Der Konferenz gingen eine An-
. Glückwünsche, darunter von Camille Huysmanns, dem rteivorsitzenden der holländischen Sozialdemokratie, zu. Darauf wurde zur Beratung der Tagesordwung geschritten.
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Aus dem Reiche.
Berlin, 18. Jan.(WTB. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrates gelangten zur Annahme: Die Vor⸗ lage betreffend die Anrechnung des Kriegsdienstes auf die medi⸗ zinische Ausbildungszeit und der Entwurf einer Be⸗ — 88 über die Fälligkeit im Ausland ausgestellter
echsel.
5 exrlin, 19. Jan. Einer Meldung des„Berl. Tagebl.“ aus Halle zufolge sind gestern 3300 gefangene Franzosen aus der Schlacht bei Soissons im Gefangenenlager von Langen⸗ salza angekommen.
Braunschweig, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Erbprinz ist seit einigen Tagen an einer Mittelohr⸗ entzündung infolge Influenza erkrankt. Er mußte sich ge⸗ stern abend einem operativen Eingriff unterziehen. Nach glattem
Verlauf ist heute morgen das Befinden den Verhältnissen ent⸗ sprechend. Dr. Schlegel. Dr. Albrecht.
Sigmaringen, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Hosbericht meldet: Fürst Wilhelm von Hohenzollern reist morgen nach München zur Vermählung mit Prinzessin Adel⸗ Ee von Bayern, einer Tochter des Königs Ludwig III. In der bayerischen Residenz empfingen die Königin, die Prin⸗ zessin⸗Braut und die übrigen Prinzessinnen den Fürsten. Um 7 Uhr fand zu Ehren des Brautpaares Tafel bei der Prinzessin
Arnulf statt, an welcher der König, die Königin, das Brautpaar, mehrere Mitglieder der Königlichen Familie, der Erbprinz, Prin⸗ zessin Friedrich von Hohenzollern und Gesolge teilnahmen.
Stuttgart, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Im engsten Kreise der Königlichen Familie begingen heute der älteste Agnat des Königshauses von Württemberg, Herzog Philipp und seine Gemahlin Herzogin Maria Theresia, Erzherzogin von Oesterreich, das Fest der Goldenen Hochzeit, das erst nach Beendigung des Krieges gefeiert werden soll. Heute vor⸗ mittag waren der König und die Königin zur Gratulation im Palais erschienen. An der Familienfeier nahmen auch einer der drei im Felde stehenden Söhne, Herzog Robert, sowie sämt⸗ liche Enkelkinder teil, von denen die drei Söhne des Herzogs Albrecht von Württemberg gleichfalls zu kurzem Besuch aus dem Felde herbeigeeilt waren. Der Kaiser von O esterreich —5 dem Jubelpaar ein Glückwunschtelegramm, sowie sein mit
illanten geschmücktes Bild übersandt.
Oldenburg, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Erb⸗ großherzog von Oldenburg, der im 18. Jahre steht,
machte in der letzten Woche sein Not⸗Reifeexamen und ging heute morgen nach dem westlichen Kriegsschauplatz ab.
Aus Stadt und Cand.
Gießen, 19. Januar 1915.
Reichsgründungsseier.
Die von der Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Ver⸗ bands im Saal des Gesellschaftsvereins veranstaltete Feier der Gründung des Reichs, zu der sich Mitglieder und Gäste in großer Zahl eingefunden hatten, nahm, unter dem Eindruck der ernsten Zeit stehend, einen würdigen und erhebenden Verlauf. Der Vor⸗ sitzende leitete den Abend ein mit einem Hoch auf den Landesherrn und seine hohe Gemahlin, die in aufopferungsvollster Weise Freud und Leid mit ihrem Hessenvolke teilen, das deshalb auch in Liebe und Verehrung treu zu seinem Fürstenhause steht. Die Versamm⸗ lung stimmte freudig in das Hoch ein und 5 stehend die erste Strophe des Liedes:„Heil unserm Fürsten, Heil“.
Die eigentliche Vortragsfolge wurde durch zwei Lieder, vor⸗
setragen vom Bauer schen Gesang verein, eröffnet. Dem Firmschen Kriegsliede„Lützows wilde Jagd“ folgte das mehr ein⸗ schmeichelnde, motettenartig bearbeitete„Reiters Morgenlied“, beide fein 5 und mustergültig zum Vortrag gebracht. Herr Pianist J. Hahn bot in den von ihm frei vorgetragenen Musikstücken„Alla Marcia“ von F. Hiller und„Rondo capric⸗ cioso op. 14, von F. Mendelssohn⸗Bartholdy eine in Auffas⸗ sung und Technik gleich lobenswerte Leistung, was die Zuhörer⸗ schaft durch ihren Beifall anerkannte, so daß der Vortragende sich zu einer Zugahe verstehen mußte. Die von der hier rühmlichst unten Konzertsängerin Fräulein Ida Stammler darge⸗ botenen Lieder schossen sich würdig an, wobei übrigens die meister⸗ hafte Begleitung des Herrn Hahn nicht vergessen werden soll. Sie, sowie der Bauer sche Gesangverein mußten sich ebenfalls zu Zu⸗
gaben entschließen.. Die FTestrede hatte Freiherr von Vietinghoff⸗ Scheel, Wiesbaden, übernommen. Er führte aus: Bei Reichs⸗ ngsfeiern pflegte man bisher den Blick gewöhnlich rück⸗ wärts zu lenken in die große Zeit vor 44 Jahren. Man sprach ferner von dem Aufstieg des deutschen Volkes während dieser Zeit. Heute ist es anders. Zum ersten Male feiern wir die Reichs⸗ gründungsfeier nicht in seliger Friedenszeit. Ein furchtbarer Kampf, Haß und Neid angefacht haben, möchte dem erstan⸗ denen Deutschen Reiche auf immer ein Ende bereiten. Unsere. heutige Nene darum im Zeichen der Gegenwart und Zukunft stehen. am
pfer. Mit ihnen sind wir im Geist vereint, wenn uns auch
HPiunderte von Kilometern trennen, und wollen, wenn der große g Kampf zu Ende ist, ihnen getreu zur Seite stehen und helfen, so weit wir es vermögen. Aber auch uns bleiben Aufgaben übrig. 5 Wir haben die Sachwalter unseres Heeres, unserer Kämpfer, zu sein. Sie können sich weniger darum kümmern, denn sie müssen das wert führen. Aber wir sind von der Gegenwart noch zu sehr befangen. Geht man durch unser ganzes Reich, überall ist das Denken auf die Gegenwart eingestellt. Selbst solche, die vermöpge ihrer Stellung an die Zukunft denken sollten, lehnen
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r Gegenwart! Wir gedenken in erster Linie unserer] J
zu früh, man solle die Bärenhaut nicht eher verkaufen, als bis man den Bären habe. Aber dieses Schlagwort ist nicht nur falsch, es ist auch gefährlich, denn es ist geeignet, unser Volk einzu⸗ schläfern. Falsch ist es, denn wir wollen keinen Raubkrieg. In dieser Lage sind unsere Feinde und Gegner, und sie machen sich nur verächtlich und lächerlich. Das Wort unseres Kaisers, das er kurz nach Ausbruch des Kriegs vor der Front des 1. Garde⸗ regiments zu Fuß sagte:„Ich werde nicht eher meinen Degen in die Scheide stecken, als bis ich dem Feinde den Frieden diktiert habe“, und das andere des Reichskanzlers:„Wir müssen Sicher⸗ heiten verlangen für eine rechte deutsche Zukunft“, müssen maß⸗ gebend sein; nicht Raub und schnöden Gewinn wollen wir, und gerade darum wird unser Volk auch durchhalten. Sicherheit ist indessen zunächst nur ein leeres Wort Es muß dieses Wort mit einem Inhalt angefüllt werden. Der Kampf kann noch lange Zeit dauern und 5— Opfer erfordern. Aber gerade weil der Kampf so schwer ist, muß man sich klar sein über das Maß der Sicherheiten und darf nicht warten, bis es zu spät ist. Und wenn man auch jenen recht gibt, die da behaupten, die Zeit sei noch nicht gekommen, über Einzelheiten zu sprechen, so dürfen doch die allgemeinen Richtlinien jetzt schon festgestellt werden. Es darf die Frage aufgestellt werden: Auf welchem Wege kommen wir zu rechter Erkenntnis der zu erstrebenden klaren sicheren Ziele? Da sind zuerst die militärisch⸗geographischen Sicherheiten. Nehmen wir die Landkarte von Europa zur Hand, so sehen wir, daß Deutschland eine durchaus ungünstige mili⸗ tärisch⸗geographische Lage hat. Alle unsere großen politischen Denker haben schon vor 100 und mehr Jahren vorausgesagt, Deutschland wird einen gewaltigen Kampf um Sein und Nichtsein auszufechten haben. Sie haben ihre Voraussage abgeleitet aus der Lage Deutschlands. Diese muß ja geradezu einen böswilligen Nachbar zum Ueberfall reizen, um es nicht bloß niederzuringen, sondern zu zerquetschen. Bleibt es nun so, wie es ist, so wird diese böse weltstrategische Lage bewirken, daß in 30, 50 oder 200 Jahren eine Wiederholung des Ueberfalls möglich, ja wahr⸗ scheinlich wird. Wollen wir das vermeiden, so müssen wir unsere Lage verbessern. Damit ist nicht gesagt, daß kein Krieg mehr aus⸗ bricht, das wäre nicht einmal wünschenswert, denn die Geschichte lehrt, daß die sorgenfreien Völker eingeschlafen, versumpft sind. Aber unsere Kinder und Kindeskinder wollen wir vor einem Krieg bewahren, wie wir ihn eben zu führen genötigt sind. Es ist nun nicht nötig, große Reiche rechts oder links zu zerstören. Aber eine Flanke muß dauernd vor Bedrohung frei gemacht werden. Wir müssen unserer Grenze eine solche Gestalt geben, daß wir den Gegner in der Hand haben. Welche Grenze das sein soll, braucht zurzeit nicht erörtert zu werden. Nur soviel kann gesagt werden, daß die Ostflanke, hinter der 120 Millionen Russen und so viele Millionen Asiaten sitzen, nicht frei zu machen ist. Aber die beste geographische Lage, die beste militärische Ausrüstung, die stärksten Festungen können ein Volk nicht schützen, wenn es innerlich nicht gesund und kräftig ist. Als zweites Ziel ist ein gesundes kräftiges Volk zu erziehen. Es besteht ein Naturgesetz vom Gleichgewicht. Wo es gestört ist, tritt Unordnung ein. Der mensch⸗ liche Körper bleibt nur so lange gesund, als alle Organe im rechten Gleichgewicht sich befinden. „Auch bei unserm Volk gilt dasselbe Gesetz. Seit 44 Jahren ist alles in Deutschland gewachsen, nur eins hat nicht gleichen Schritt gehalten, das Land ist nicht gewachsen, es ist sich gleich geblieben. Diese Gleichgewichtsverschiebung hat schon üble Folgen gezeitigt. Der Geburtenrückgang ist eine der schlimmsten dieser Er⸗ scheinungen. Unser Volkskörper muß erkranken an Landmangel. Versäumen wir, beim Friedensschluß hieran zu denken, so wer⸗ den sich alle Uebel derart steigern, daß der Gewinn rasch dahin schwinden muß. Es ist verfrüht, die Frage nach dem Wo? jetzt schon zu beantworten. Zum Nachdenken aber sei an ein Volkslied erinnert, das vor nunmehr 700 Jahren viel gesungen murde und das mit den Worten beginnt: Nach Osten wollen wir reiten. nach Osten wollen wir ziehn. Der Vortragende schloß mit den Worten: Es ist eine schwere Zeit, in der wir leben, aber es ist auch eine große Zeit, eine Schicksalswende unseres gesamten Zu⸗ kunftsdaseins. Es ist unsere Pflicht, uns würdig zu erweisen der großen, gewaltigen Verantwortung, die in unsere Hände gelegt ist. Darum gilt es, ausgerüstet zu sein mit dem felsenfesten Willem, der zähe verlangt, was an Sicherheiten für des Reiches Bestand nötig ist. Flaumacher werden allerdings anders sagen, auf sie dürfen wir nicht hören. Damit unsere Kinder und Kindeskinder uns einst an unseren Gräbern nicht fluchen und uns anklagen und sprechen:„Ihr wurdet gewogen und zu leicht befunden.“
Dem darauf folgenden Kaiserhoch folgte der allgemeine Ge⸗ sang: Deutschland, Deutschland über alles.
In längerer Rede beleuchtete der Vorsitzende sodann die — und die Arbeit des Alldeutschen Verbands. Er warf dir
agen auf: Hast du das deinäge getan, um das deutsche Volk
groß und stark zu machen? Hast du das erkannt und demgemäß gewarnt? Bist du 1 und bereit, an dem, was kommen wird, tätigen Antei! 0 nehmen? Der Redner kam zu dem Schluß, daß der Alldeutsche Verband mit Stolz Rede und Antwort stehen könne. Er besprach dann noch die Aufgabe hinsichtlich des Ziels des Krieges und empfiehlt Organi⸗ sation und Anschluß an den Alldeutschen Verband, der dem Wunsche des Volkes Geltung verschaffen lönne. g
*
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Ers.⸗Res. Jak. Resch, Ers.⸗Inf.⸗Regt. 221 aus Pfedders⸗ heim.— Res. Heinr. Fuhrmann, Inf.⸗Regt. 118, aus Worms.— Tambour Karl Ludwig Zeller, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Offenbach.— Musk. Karl Sehnert, Inf.⸗Ld.⸗Regt. 117, aus Offenbach.— Kriegsfreiw. Wilh. Neeb, Inf.⸗Regt. 135, aus Torlar.— Landwehrm. Wilh. Zörb, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81, aus Klein⸗Rechtenbach.— Landwehrm. Wilh. Steinbach, 1. Garde⸗Feldart.⸗Regt. aus Burgsolms.— Landwehrm. Louis Becker, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 83, aus Niedereisenhausen.— Uffz. d. R. Lehrer Gg. Schultheiß aus Achenbach.— Kriegsfreiw. Gg. Zeyß, Inf.⸗Regt. 238, aus Worms.— Musk. Gg. Herr⸗ mann, Inf.⸗Regt. 118, aus Worms.— Ers.⸗Res. Theodor Euler, Ers.⸗B. Inf.⸗Regt. 116, aus Offenbach.— Landwehrm. Joh. Euler, Res.⸗Art.⸗Regt. 116, aus Offenbach.— Ers.⸗Res. Karl Regie, Ers.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Offenbach.— Landw. Karl Bernhardt, Res.⸗Inf.⸗Regt. 83, aus Waldgirmes.— Landwehrm. Georg Richtberg, Res.⸗Inf.⸗Regt. 80, aus Bil⸗ lertshaufen.— Vizeseldw. d. R. und Lehrer Karl März, Inf.⸗ Regt. 118, aus Ober-Hilbersheim.— Kriegsfr. cand med. Hans Heitefuß, Garde-Schützen⸗Bat., aus Haiger.— Musk. Aug. Wirth, Res.⸗Inf.⸗Regt. 223, aus Wiesbaden.— Jäger Konxr. Greif, Jäger⸗Bat. 11, aus Ockershausen.— Res. Johannes Bietz, Feldart.⸗Regt. 47, aus Sarnau.— Forstwart Hermann Troß aus Geiß⸗Nidda.
Kommende rechtzeitig
*
* Ritter des Eisernen Kreuzes: Res. Raab aus Oppershofen, Inf-Regt. 168. Off.⸗Stellv. Naumann aus Butzbach, Inf.-Regt. 168. Hauptmann(Oberlandmesser) Brüning aus Wetzlar, Landw-⸗Bat. Wetzlar. Leutn. d. R. Gerichtsass. Dr. Ebmeier aus Wetzlar. Major und Bat.⸗ Komm. Zeska, Res⸗Inf.⸗Regt. 80, und Hauptm. Moeser, Res.⸗Inf.⸗Regt. 118, beide von der Unteroffizierschule Wetz⸗ lar(1. Kl.). Uffz. d. R. Rudolf Rehm aus enbach, nf.⸗Regt. 168. Uffz. Ludwig Karl Merz aus Offenbach, Inf.⸗Regt. 116. Heinrich Geyer aus Merkenfritz, Art.⸗Regt. Nr. 25. Wachtm. in der 7 aus Mellnau. Kor nieseldw. G. Noll aus Darmstadt, Inf⸗Regt. 116. Kriegsfreiw. Wilhelm Gerb ig aus Maar, Reserve⸗ Artillerie iment 51. Offsiziers⸗Stellvertreter Bernhard Hoos, Bayer. Res⸗Feld⸗Art.⸗Regt., aus Lau⸗ terbach. Rechtsanw. Dr. Herrmann, Komp.⸗Führer bei der Landw.-Brig., Ersatz-Bat 41, aus Lauterbach. Sergt. v. Keutz aus los. San ⸗-Uffz Georg Guthmann aus
es ab, sich damit zu beschäftigen. Sie erklüren l, es sei noch
Ilbenstadt, Inf. Regt. 168. Einj.⸗Uffz. Rothschild aus
hrparkkol. 3 Johannes Ebertssch
7
Heldenbergen, Inf.-Rgt. 115. Oberlt. Bergrat Schulz, Fri berg, Inf. Regt. 221. Hauptm. Wachtel und Leutn. Hoff mann von der 1. Feldkomp. Pion. Regt. 29. 1 Telegrammverkehr mit dem Feldheere. Das Amtsblatt des Reichspostamts enthält eine Verfügung iber den Privat⸗Telegrammverkehr zwischen dem Feld⸗ 5 heer undder Heimat. Durch sie wird vom 20. Januar ab der Privat⸗Telegrammverkehr zwischen dem 1
und der Heimat unter den vom r elannt⸗ gegebenen Bedingungen eingeführt. Der Telegrammverkehr wird zunächst nur nersuchsweise zugelassen. Um die Telegramme zu sichten und die minder en auszu⸗. scheiden, wird bei jedem stellvertretenden Generalkommando, l mit Ausnahme des 3. und 16. Armeekorps, sowie beim Gouvernement Metz eine Prüfungsstelle eingerichtet. Damit dem Offizier der Prüfungsstelle die Prüfung der N Dringlichkeit ermöglicht wird, f die Telegramme für den
Korpsbezirk usw. der zuständigen Prüfungsstelle persönlich n
oder brieflich unter Beifügung der Gebühr zu übermitteln. Der Prüfungsstelle des stellvertretenden Generalkomman⸗ dos des Gardekorps sind die Telegramme von Groß, Berlin (Provinz Brandenburg, Korpsbereich des 3. Armeekorps) . Der Absender hat die Dringlichkeit zu begrün⸗ en. Alle 20 unbedingt dringlichen Telegramme werden unter Rückgabe der Telegrammgebühr zurückgewiesen. Dazu gehören u. a. Telegramme, deren Inhalt aus Beglück⸗ wünschungen, Mitteilung minder wichtiger Familienange⸗ legenheiten, Kundgebungen von Vereinen, Stammtischen usw., allgemein gehaltenen Anfragen nach dem Befinden und Aufenthaltsort und Ankündigungen von Sendungen oder Anfragen darüber besteht. Telegramme über das Be⸗ finden von Schwerverwundeten haben vor allen an⸗ deren Vorrang. Zugelassen ist nur offene deutsche Sprache. Jede Prüfungsstelle darf nur eine beschränkte Zahl von Telegrammen täglich annehmen. Die Adresse ist vom Absender so ausführlich anzugeben, wie es für Feldpost⸗ sendungen vorgeschrieben ist. Die Wortgebühr beträgt 5 Pfg., wobei die Adresse für zehn Tarworte gezählt wird. Kein
—
Telegramm darf außer der Adresse mehr als ig Worte enthalten. Bedeutungslose Zusätze, wie rzliche Grüße und Aehnliches, sind zu vermeiden. Fü e vom
Feldheer nach der Heimat gerichteten Telegramme wer⸗ den die Gebühren vom Empfänger erhoben.
* Auszeichnung. Dem Oberarzt der Reserve Dr. Emil Voltz, Arheilgen-Darmstadt, Ritter des Eisernen Kreuzes, wurde das hessische Sanitätskreuz verliehen. Die gleiche Aus⸗ zeichnung erhielt Oberarzt d. R. Dr. Walter Siebeck aus Gau⸗ Odernheim. ö
Amtliche Personalnachrichten. Die Groß⸗ herzogin hat am 16. Januar d. J. den Gewerbeinspektor bei der Gewerbeinspektion Worms Gewerberat Dr. Heinrich Müller zum Gewerbeinspektor bei der Gewerbeinspektion Darmstadt und den Assistenten bei der Gewerbeinspektion Offenbach Gewerberat Dr. Wilhelm Schneider zum Ge⸗ werbeinspektor bei der Gewerbeinspektion Worms, mit Wir⸗ kung vom 1. Februar d. J. an, ernannt.— Uebertragen wurde am 14. Januar d. J. der Lehramtsaspirantin Marie Fresenius aus Büdingen eine Lehrerinstelle an der höhe⸗ ren Bürger-⸗(Mädchen-)Schule zu Büdingen. Am 16. Januar dieses Jahres wurden der Gerichtsschreiberaspirant Ludwig Gaul aus e ee zum Bankbuchhalter bei der Landes⸗Hypothekenbank und der Gehilfe bei der Landes⸗Hy⸗ pothekenbank Wilhelm Ehrhard aus Darmstadt zum Bu⸗ reauassistenten bei dieser Bank mit Wirkung vom 1. Januar
dieses N ab ernannt.— In den Ruhestand versetzt wurde der Eisenbahnassistent in der Hessisch-Preußischen 1
Eisenbahngemeinschaft Karl Schmidt zu Kreuznach vom 1. Februar 1915 an.
* Bei Postanweisungen an deutsche Kriegs⸗ gefangene im Ausland ist es für Absender und Empfänger von größter Wichtigkeit, daß die Angabe der Adresse des Empfängers auf der Rückseite des Abschnitts der Postanweisung so deutlich wie möglich und in lateinischen Buch⸗ staben geschieht. Denn diese Angaben dienen den Postbeamten in Bern(für Frankreich), im Haag(für England) und in Malmö (für Rußland als Unterlage zur Ausfertigung einer neuen, an den Empfänger gerichteten Postanweisung. Hierbei führen undeutliche Angaben des Absenders sehr leicht zu Irrtümern und falschen Angaben auf der neuen Postanweisung, die dann meist unbestellbar wird, so daß der Zweck der Sendung vereitelt ist. In zahlreichen Fällen ist bisher schon die Nichtankunft von Postanweisungsbeträgen auf die undeutlich geschriebenen und mangelhaften Angaben der Absender zurückzuführen gewesen.
Die Verpackung der Feldpostsendungen. Die Zahl der bei den Postsammelstellen beschädigt eingehenden Feld⸗ postpäckchen ist noch immer groß trotz der vielen von der Postbehörde an das Publikum gerichteten Mahnungen, diese Sen⸗ dungen so* wie nur irgend möglich zu verpacken. Beson⸗ ders mangelhaft ist vielfach die Verpackung von Feldposthriefen mit Flüssigkeit. Hunderte von Päckchen dieser Art mit zer⸗ brochenen oder leck gewordenen Glasgefäßen 1 55 täglich schon bei den Postsammelstellen ein, also kurz nach ihrer Aufgabe zur Post. Die Aufgabe postanstalten sollen zwar ungenügend verpackte Feldpostbriefe mit Flüssigkeit— 8 zurückweisen. Vielfach läßt sich jedoch den Sendungen von außen nicht ansehen, daß sie eine mangelhaft verwahrte Glasflasche enthalten. Es wird des⸗ halb erneut darauf hingewiesen, daß sich bei clean 5 mit Flüssigkeit diese in einem starken, sicher verschlossenen älter befinden müssen, und daß der Behälter in einen durchlochten Holzblock oder in eine Hülle aus Pappe fest verpackt sein muß. 3 7 5 Zwischenräume 405 5 1 pänen oder einem schwam n Stoffe so ange ein, die Flüssigkeit beim Schabhaftwerden des Behälters unbedingt aufgesaugt wird. a 5
1555 Lie Feldpostsendungen an unsere Pioniere bedürfen dringend besserer Adressierung. Zahlreiche Send 1 tragen als Bezeichnung des Bataillons die Angabe„1. Pionier⸗ Bataillon“ oder„2. Pionier⸗Bataillon“, während tatsächlich das Pionier⸗Bataillon Nr. 1 oder Nr. 2 gar nicht lic e kommt. Dies beruht darauf, daß der Absender versehentlich lediglich die Nummer eines der beiden Halbbatatllone(1 oder 2) angegeben hat, aus denen jetzt im Kriege fast jedes Pionierbataillon besfeht. dagegen die Bezeichnung des letzteren unterlassen hat. Nun gehen die Feldpostsendungen natürlich nach dem Pionier⸗Bataillon Fürst Radziwill Nr. 1 oder nach dem Pommerschen Pionier⸗Bataillon Nr. 2 und werden dort unbestellbar. Die Nummerdes Halb⸗ bataillons ist in der Feldadresse völlig entbehrlich, weil die Kompagnien des Bataillons fortlaufend benummert sind. Dagegen muß das Pionier- Bataillon selbst genau bezeichnet sein. Die Adresse muß daher z. B. heißen:„An den Gefreiten Schulz, 10. Reservekorps, 2. Garde⸗Reserve⸗Division, Hannov. Pionier⸗Bataillon Nr. 10, 4. Kompagnie.“ Nicht aber darf es in diesem Falle heißen„An den Gefreiten Schulz, 10. Reservekorps, 2. Garde-Reserve⸗Division, 2. Pionier⸗Bataillon,
4. 8 1 * Bevölkerungsbewegung in den ie en Städten. Das Ministerium des Innern, Abteilung für Gesundheitspflege, veröffentlicht den Nachweis über die e in den größeren Städten Hessens im Jahre 1914. Danach betrug die Aab. der Todesfälle im Jahre 1914 auf 1000 Einwohner berechnet in Mainz 15,2, in Darmstadt 14,5, in Offenbach 9,5, in Worms 6,6 und in Gießen 25,4, nach 1 8
de Ortsfremden 13,9. Danach weisen die 5 Offenbach und Worms die günstigsten Sterblichkeitszif
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