Ausgabe 
(19.1.1915) 15. Erstes Blatt
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nr. 15

gefechte

Der Sleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; wennal wöchentl. Kreis- latt für den kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirt schaftliche zeitfragen Fer prech- Anschluͤsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschästsstelled! Adresse für Drahtnach⸗* richten: Anzeiger Sleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

165. Jahrgang

3 50 0 jährl. Mk. 2.20; Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi. Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz.

General⸗Anzeiger für Gberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7.

Dienstag, 10. Januar 1015

Zezugsvreis: monatl. 75 Pf., viertel durch

Verantwortlich für den politischen Teil und da⸗ Feuilleton: Aug. Goetz;

für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗

richtssaal: Otto Braun: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

Kleine Gefechte im Westen. Rückzug der Russen in Galizien. Neue Kämpfe im Kaufasus.

(WTB!) Großes dauptquartier, 18. Jan. vor⸗ mittags.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In Gegend Nieuport nur Artilleriekampf. Feindliche Angriffs⸗ bewegungen sind in den letzten Tagen nicht wahrgenommen. An der Küste wurden an mehreren Stellen engl. Minen ange schwemmt. Bei La Boiselles, nordoöstlich Albert, warfen un⸗ sere Truppen im Bajonettangri ff die Franzosen, die sich im Kirchhof und im Gehöft südwestlich davon wieder fest⸗ gesetzt hatten, heraus und machten 3 Offiziere und 100 Mann zu Gefangenen. Im Argonnerwalde wurden mehrere französische Gräben erobert, die französischen Besatzungen fast aufgerieben. Ein Angriff der Franzosen auf unsere Stel⸗ lungen nordwestlich Pont a Mousson führte auf einer Höhe 2 Kilometer südlich Vilcey bis in unsere Stellung. Der Kampf dauert noch an. In den Vogesen und im Ober⸗ elsaß herrschten starkes Schneetreiben und Nebel, die die Gefechtstätigkeit behinderten.

estlicher Kriegsschauplatz. In Ostyreußen ist die Lage unverändert. Im nördlichen Polen versuch⸗ ten die Russen über den Wkra⸗Abschnitt bei Radzanow vor⸗ zustoßzen, wurden aber zurückgewiesen. In Polen, westlich der Weichsel, hat sich nichts wesentliches ereignet.

8 Oberste Heeresleitung.

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In der Presse des Auslandes wird noch immer eifrig der deutsche Sieg in der Schlacht bei Soissons besprochen. Französische Flüchtlinge aus der bedrohten Stadt sind in Paris angekommen, und was die Franzosen durch Joffre nicht ersahren haben, das hören sie jetzt mündlich von Augenzeugen. Ueber Genf vernehmen wir, daß die Pariser verstimmt seien, daßdie lichtvolle deutsche Darstellung der Schlacht bei Soissons um so mehr interessieke, als darin auch die Tapferkeit der Franzosen erwähnt werde. Als ganz gemächliche Beobachter erweisen sich wieder die Eng⸗ länder. Hat schon derMatin durch einen Sonderbericht⸗ erstatter aus England erfahren, daß die dortige Volks⸗ 1 lau sei und sich um die Folgen des Krieges nicht viel bekümmere, so ist aus den Londoner Blättern im Grunde ähnliches herauszulesen. Hier und da zwar immer noch Schimpfworte und gesinnungstüchtige Lügereien, aber zwischendurch doch schon auffallende Betrachtungen, die sich beinahe wie Aeußerungen eines nur halbinteressierten Dritten ausnehmen. So stellt derManchester Guardian gemächlich fest, die deutsche Kriegsmacht sei durch die Truppensendungen nach dem Osten nicht wesentlich ge⸗ schwächt worden. Die Deutschen würden nun wahrschein⸗ lich versuchen, die Linie der Verbündeten in Frankreich zu durchbrechen.

In der Tat scheint es, als ob die Russen sich in der Hauptsache auf die Verteidigung einrichteten. Nur nördlich der Weichsel haben sie, wie es in der amtlichen deutschen Meldung heißt, über den Wkra⸗Abschnitt einen Vorstoß unternommen, der aber zurückgewiesen worden ist. Die Wkra fließt von der westpreußischen Grenze, der Weichsel parallel, nach Süden und mündet unterhalb Nowo-Geor⸗

iewsk in die Weichsel. Eine Sensationsmeldung desDaily Telegraph aus Petersburg, die Russen wollten mit drei Heeren in einer Front von 150 Kilometern wichtige Opera⸗ tionen gegen Ost preußen beginnen, darf man wohl nicht sehr ernst nehmen. In Galizien ziehen sie sich zurück und in Polen befinden sie sich in Bedrängnis. In den Kaukasus haben sie erhebliche Verstärkungen entsenden müssen. Da tragen sie sich kaum mit der Illusion von großen Angriffen auf neuen Schauplätzen.

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Der österreichisch-⸗ungarische Bericht.

Wien. 18. Jan.(WT. Nichtamtlich.) A m tlich wird berlautbart: 18. Januar 1915 mittags. Nördlich der Weichsel keine wesentlichen Ereignisse. Auf den Höhen östlich Zak⸗ lie zyn zwang unsere Artillerie durch konzentrisches Feuer die Russen zum Verlassen einiger vorderer Schützenlinien. Die rücgüängige Bewegung übertrug sich bei dem Feinde auch auf andere Teile der Front, so daß schlie lich ineiner Ausdehnung von sechs Kilometernder Gegnerseine vorderen Stellungen räumte und in unserem wirkungsvollsten Artillerie- und Maschinen⸗ gewehrfeuer in Unordnung auf die nächsten Höhenlinien zu⸗ zückging, hierbei zahlreiche Gewehre und viel Munition in der früheren Stellung zurücklassend. aa An der übrigen Front in Westgalizien nur Ge schützlampf.

In den Karpathen nur unbedeutende Patrouillen

21.

4 die militärisch ausgebilde⸗ ten Landsturm pflichtigen 1

jüngeren berufen. Die Lage im Osten.

Basel, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) LautNat.

Ztg. schreibt der militärische Mitarbeiter derNo boa

Wremja: Die bekannt gewordenen Truppenverschiebungen

1 hinter der deutschen Front beweisen alles andere als einen

Rückzug des Feindes. Wir müssen vielmehr eine neue Schlacht auf der ganzen Linie erwarten, vielleicht in einem ganz unerwarteten Moment.

Nüssischer Rückzug?

Amsterdam, 18. Jan. Aus einer Petersburger Mel dung desNew-Nork Herald geht, hervor, daß ein russi⸗ cher Rückzug auf der ganzen Front bevorsteht. Die Nachricht bereitet in Paris große Enttäuschung.

Russischebesondere Missionen.

Kopenhagen, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Am 3. Januar reisten von Petersburg Generalmajor Tatischtscheff und Stabsrittmeister kant Rennenkampfs, in besonderer Mission nach Serbien und Montenegro ab. Eine gleiche Generalmajor Yussupom, und Kammerjunker Graf Golenischtschef-Kutusoff, begab sich nach Frankreich und England.

Die Judenverfolgungen in Rußland.

Paris, 18. Jau.(WTB. Nichtamtlich.)Humanité veröffentlicht einen Aufruf der sozialistischen Organisation des jüdischen Proletariats RußlandsDer Bund an die zivilisierte Welt, demzufolge seit Kriegsausbruch Juden verfolgungen unerhörter Art in Rußland eingesetzt haben. Der Aufruf berichtet von Judenverfolgungen in der Armeezone, Pogromen in Polen, sogar in Lodz, und Massenausweisung. Er betont, daß die Juden unter dem geringsten Vorwande vor ein Kriegsgericht gestellt und zum Tode oder zu Zwangsarbeit verurteilt würden. Man⸗ gels anderer Beweise diene stets die Behauptung, daß die Juden die Deutschen unterstützten. Der Auf⸗ ruf schließt mit der Aufforderung, die zivilisierten Völker möchten den Zarismus daran erinner daß selbst in Kriegs⸗ zeiten das Gewissen der ziwtitstercdh Menschheit Worte finden werde, um diese schmachvollen Handlungen zu ver- urteilen. DieHumanité fügt hinzu, der Bericht sei das schlagendste Dementi für die Meldunt en einer gewissen Presse, daß den Juden politische Gleichheit von dem Zaren versprochen sei, und beweise, daß sich die innere Politik seit Beginn des Krieges nicht geändert habe.

Die türtisch⸗russischen Kämpfe.

Konstantinopel, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DieAgence Milli meldet: Wir sind ermächtigt, formell die russischen Behauptungen zu dementieren, daß die türki⸗ schen Truppen in den Kämpfen bei Sary Kamisch Grausamkeiten begangen haben, Verbrechen, Gewalt⸗ taten und Plünderungen verübt und alles was russisch und armenisch war, vernichtet hätten. Die ganze Welt weiß, daß die Russen mit unglaublichem Zynismus anderen die un- menschlichen Handlungen in die Schuhe schieben, die sie selbst begehen, wie sie das durch ihr Verhalten auf den verschiedenen Schlachtfeldern gezeigt haben. Wir stellen fest, daß die musel manische und christliche Bevölkerung des Kaukasus das tür kische Heer als wahren Befreier aufnimmt.(Notiz: Agence Milli ist gegenwärtig die Bezeichnung der offiziö⸗ sen türkischen Telegraphen-Agentur, früherAgence Otto⸗

mane genannt.)

Konstantinopel, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Unsere kaukasischen Truppen verteidigen hartnäckig ihre Stellungen gegen die Russen, die mit überlegenen Kräften an⸗ greifen. Ein feindlicher Versuch, den Flügel eines unserer Korps zu umfassen, ist gescheitert. Nach einem Gefecht zwischen unserer und russischer Kavallerie westlich von Hai 225 der Feind unter Zurücklassung von Toten und Verwun⸗

eten. General Stössel 5.

Berlin, 18. Jan. Wie derL.A. aus Amsterdam berichtet, ist dort aus Petersburg die Nachricht eingetroffen, daß General Stössel, der Verteidiger Port Arthurs im russisch-japanischen Krieg, gestorben 1405

Soissons beschossen.

Lyon, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)Progrès mel⸗ det aus Paris: Mit den Abendzügen ist am 15. Januar eine große Zahl Einwohner von Soissons in Paris eingetroffen. Sie hatten 15 Kilometer Wegs zurückzulegen, bevor sie die Eisenbahnzüge besteigen konnten. Sie erklär⸗ ten, der Kampf dauere heftig fort, besonders Artillerie- kämpfe. Soissons werde heftig beschossen. Brand- granaten fielen auf alle Stadtviertel. Der Bischof und der Erz⸗Priester, Unterpräfekt und Friedensrichter hätten die Stadt verlassen, in der, nur der Platzkommandant, die Mit- glieder der Munizipalität und 50 Notabeln zurückgeblieben seien. Von den Brandbom ben, welche die Deutschen in die Stadt geschleudert, seien viele Häuser in Brand geraten. Große Verstärkungen seien in Soissons einge⸗ croffen, um die ermüdeten Truppen abzulösen.

Der amtliche französische Bericht. Paris, 18. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher kriegsbericht von gestern nachmittag drei Uhr. Wir rückten i Gebiet von Nieuport Lombard tzyde ungefähr 200 Meter vor. Unsere Artillerie zwang die Deutschen, ihre Schützengräben in der großen Düne zu räumen, und zer⸗ störte nördlich dieser Düne den dort befindlichen befestigten

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Borbau. Sie beschoß die feindlichen Arbeiten auf diesem Teil der Front und südlich St. Georges. Im Gebiet von Ypern La Bassée und Lens fanden Artilleriekämpfe statt. In Blangy bei Arras kam es zu einer ziemlich heftigen Aktion. Die Deutschen bemächligten sich der Gieße⸗ ceien um Blangy, welche wir sofort in energischem Gegen angriff zurückeroberten; wir behaupteten uns dort. Unsere Artillerie fuhr fort, die feindlichen Schützengräben bei La

Boiselle zu zerstören. Im Abschnitt von Soissons ist

nichts zu melden. Zwischen Vailly und Craonne hunter nahm der Feind erfolglos einen An riff nahe der Zucker⸗ fabrik von Troyon. Ein anderer Angriff gegen unsere Schützengräben in Beaulne wurde ebenfalls zurückgewiesen. Im Gebiete von Perthes und Beau sejour dauerte unser Fortschritt trotz heftigen Sturmes an. Aus den Ar⸗ gonnen, von den Maashöhen und aus dem Woevre ist nichts neues zu melden. Im Leprétrewald bei Pont-à-Mousson er⸗ folgte ein deutscher Angriff, welcher abgewiesen wurde. 5 den Vogesen gewannen wir Gelände westlich Orbey. Starker Schneefall herrschte während des ganzen Tages.

Amtlicher Kriegsbericht von elf Uhr abends. Es ist nichts zu melden. Von den Argonnen bis zu den Vogesen herrscht Schneefall.

Feuer im Brester Arsenal.

Berlin, 18. Jan.(Priv.⸗Tel.) DerBerl. Lokalanzeiger meldet aus Genf: In den Bureaus für Hydraulik des Bre ste r Arsenals brach gestern ein Feuer aus, daß sich auf die Zeichen⸗ säle ausdehnte. Es sollen sämtliche Pläne zu den Bauten von

Ueberdreadnoughts vernichtet worden sein. Das Feuer wurde erst nach Stunden gelöscht.

Die englische Voltsstimmung.

Berlin, 19. Jan. DerMatin sandte lautDeutscher Tageszeitung einen Berichterstalter nach London, um ein Bil! von der englischen Volksstimmung zu erhalten. Der Berichterstatter findet die Art und den Eifer für die Anwerbung ungenügend. In einem Gespräch mit Offizieren konnte er fest⸗ stellen, daß das Volk die Bedeutung des Weltkrieges für England ignoriere.

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Aus den deutschen Kolonien.

Berlin, 18. Jan.(WTB. Amtlich.) Nach amtlicher Meldung des Gouverneurs von Deut sch-Südwest⸗ afrika wurde am 21. Oktober 1914 die offene unverteidigte Stadt Swakopmund von den Engländern beschos

sen, nachdem schon vorher der Kommandant des in der Wal⸗ fischbucht liegenden HilfskreuzersKinfaunce Castle, Kapi⸗ tän Crampton, wiederholt die Beschießung angedroht hatte. 5 Berlin, 18. Jan.(WTB. Amtlich.) Bei dem Staats⸗ sekretär des Reichskolonialamts Dr. Solf ist folgendes Te legramm aus dem Großen Hauptquartier eingetroffen: Ihre Meldung von dem schönen Sieg bei Tanga in Ostafrika hat mich hoch erfreut. Ich spreche Ihnen zu dieser Ruhmestat unserer Schutztruppe meinen herzlichsten Glückwunsch aus. Uebermitteln Sie meine Anerkennung an die braven Män⸗ ner, die fern von der Heimat eine vierfache Ueberlegenheit ent⸗ scheidend geschlagen haben, zur Ehre des deutschen Namens. Das Vaterland ist stolz auf diese Söhne. Wilhelm, L R. 5 Belgrad von den Serben geräumt? Berlin, 18. Jan.(Ctr. Blu.) Aus Wien wird dem Berl. Lok.-Anz. gemeldet: Der NischerNovosti meldet, daß die serbische Regierung die Zivilbevölkerung von Bel⸗ grad aus militärtaktischen Gründen aufforderte, Be[grad zu verlassen. Das serbische Hauptquartier wird neuer lich nach Nisch verlegt, wo schon der König weilt.

Bulgariens Glück und Größe.

Sofia, 18. Jau.(WTB. Nichtamtlich.) Die Agence Bulgare meldet: Ministerpräsident Radoslawow hat am 14. Januar an König Ferdinand folgendes Tele- gramm gerichtet:

Ich schätze mich glücklich, Ew. Majestät anläßlich der Neu⸗ jahrstages meine sowie des Ministerrats Glückwünsche dar⸗ bringen zu dürfen. Möge das neue Jahr Ew. Majestät und Ew. Majestät Erlauchter Familie Gesundheit und Glück bringen. Wir beten zu Gott, daß er der Krone und Bulgarien Glück und Größe geben und zur Verwirklichung der nationalen Ideale helfen möge, welche das Oberhaupt des Staates und die Nakion anstreben.

Der König erwiderte:

Die Glück⸗ und Segeuswünsche, die Sie niir anläßlich des Jahreswechsels im Namen des Ministerrats und im eigenen Namen entboten haben, haben mich tief gerührt. Ich sage Ihnen und Ihren Kollegen hierfür meinen aufrichtigen Dank. Indem wir aus der Gerechtigkeit unserer nationalen Sache und aus dem uner⸗ schütterlichen Glauben an eine glänzende Zukunft der bulgarischen Nation Kraft schöpfen, wollen wir das neue Jahr mit der festen Hoffnung begrüßen, daß es unsere gemeinsamen Bestrebungen krönen werde, indem es Bulgarien Glück und Größe bringt.

Die japanische Volksstimmung und Deutschland.

Tokio. Ende November. Am Nachmittag des 22. d. M. kamen etwa 300 deutsche Kriegsgefangene in der Vorstadt Schinagawa an. Die Deutschen wurden mit Bansei⸗ Rufen empfangen, und eine japanische Dame überreichte jedem ein kleines Blumensträußchen, dem ein Zettel beigefügt war, worin es hieß, daß die Spenderin vor längerer Zeit von einer deutschen Familie Gutes erfahren habe. weshalb sie

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